Tanja Hanika Zwietracht - Mörderische Freundschaft

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Inhaltsangabe zu „Zwietracht - Mörderische Freundschaft“ von Tanja Hanika

Eine Schriftstellerin ohne Ideen. Eine verschlossene Tür ohne Schlüssel. Eine beste Freundin ohne Gnade. Lina verbringt ein paar Urlaubstage in einer Hütte im Wald, um ihre Schreibblockade zu überwinden. Dort gibt es allerdings eine Tür, die sich weigert, das preiszugeben, was sie verbirgt. Linas beste Freundin Millie begleitet sie in den Schreiburlaub, doch gerade sie ist es, die Lina mit ihrem seltsamen und bedrohlichen Verhalten vollends aus der Bahn wirft. Was hat Lina allein mit ihrer besten Freundin im Wald zu befürchten?

Gute Gruselgeschichte mit einem unkonventionellem Ende, die mich gut unterhalten hat.

— AnjaSc
AnjaSc

Ein kurzweiliger spannender Ausflug in den Wald mit einem Einblick in die Schattenseiten der Menschheit. In einem Rutsch durchgelesen!

— BlueSiren
BlueSiren

Eine Schriftstellerin und ihre beste Freundin in einer Hütte mitten im Wald - super Ausgangssituation für einen spannenden Horrorroman.

— Mimi_Schreiberling
Mimi_Schreiberling

Eine Hütte im Wald, zwei Frauen ... das kann nicht gut ausgehen. Für alle die sich gruseln wollen, genau das Richtige.

— AberRush
AberRush

Ein unheimliches Buch mit feinem Grusel - aber leider hat es mich nicht gepackt.

— Laberladen
Laberladen

Simple Motive, geniale Umsetzung und schaurig spannende Atmosphäre. Zwei Freundinnen, die einem unter die Haut gehen!

— JamieRose
JamieRose

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    Zwietracht - Mörderische Freundschaft
    AnjaSc

    AnjaSc

    25. July 2017 um 18:16

    Inhalt: Tanja Hanika nimmt uns mit in eine Hütte im Wald, die von zwei Freundinnen bezogen wird um ein paar Tage Arbeitsurlaub zu machen. Die Hütte scheint der geeignete Ort für die Schriftstellerin Lina zu sein, um Ihren neuen Horrorroman zu schreiben. Einsam, abgelegen direkt am Wald und ohne Handyempfang. Millie ist begeisterte Hobbiefotografin und verspricht sich von diesem Ausflug ein paar tolle Naturaufnahmen. Was idyllisch beginnt, wird bald zu einer Herausforderung für die beiden Protagonistinnen. Ehemals beste Freundinnen müssen erkennen, dass der Ausflug vielleicht keine gute Idee war. Mistrauen und Angst breitet sich zwischen den beiden Frauen aus. Fazit: Tanja Hanika nimmt in diesem Buch ein Setting, das sicherlich nicht neu ist, aber sie spinnt darum eine etwas andere Geschichte. Die beklemmende Stimmung, die diesem Buch innewohnt und die beiden unterschiedlichen Perspektiven, die für die Geschichte gewählt werden sind großartig. Während wir zuerst die Geschichte aus Linas Sicht folgen, schwenkt es später zu Millies Sicht und wir erfahren die andere Seite der Medaille. Nichts ist wie es scheint, nichts ist das für was man es hält. Ein kurzer Roman, der mich hat durch die Seiten fliegen lassen und innerhalb von kürzester Zeit verschlungen war und mit einem unkonventionellen Ende aufwartet. Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten für diese Geschichte, die mich gefesselt hat aber mir nur einen kleinen Schauer über den Rücken jagen konnte. Ich empfehle die Geschichte durchaus für alle, die den schnellen und unheimlichen Lesegenuss suchen.

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  • Rezension - Zwietracht: Mörderische Freundschaft von Tanja Hanika

    Zwietracht - Mörderische Freundschaft
    BlueSiren

    BlueSiren

    16. January 2017 um 22:28

    Ausführliche Rezension auf meinem Blog

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  • ...Zwietracht...

    Zwietracht - Mörderische Freundschaft
    Zwischen.den.Zeilen

    Zwischen.den.Zeilen

    05. December 2016 um 09:52

    Rezension - "Zwietracht" Im September 2016 brachte die literarische „Newcomerin“ Tanja Hanika ihre ästhetische Perle „Zwietracht – Mörderische Freundschaft“ auf den Markt. (Die Story ist jeweils in Taschenbuch- bzw. eBook-Format über Amazon.de erhältlich.) Eines war mir sofort klar als ich das Buch durch Zufall im Internet entdeckte: Das ist genau die Art von Genre/Plot, die man in der modernen Literaturszene so unendlich selten zu Gesicht bekommt: Intelligente Horrorromane. Mittlerweile haben diese Raritäten absoluten Seltenheitscharakter. Klar, unter literarischen Hochgenuss stellt man sich grundsätzlich etwas anderes vor, man darf aber den so immens wichtigen Unterhaltungswert beim Lesen auf keinen Fall unterschätzen. Außerdem überschlagen sich im Netz die Kundenrezensionen: Von „unheimlich“, „fesselnd“ und „packend“ ist die Rede. Da war es für mich nur allzu verständlich, dass ich mir diesen Titel näher ansehen musste. Jetzt zu der 'Gretchenfrage': „Hält die Story was sie verspricht?“ Obwohl ich ehrlicherweise zugeben muss, dass – so sehr ich den Plot auch zu schätzen weiß - die Protagonisten eine Spur mehr Tiefe gebraucht hätten und der Text in Sachen Satzaufbau/Wortwahl/Dialoggestaltung hin und wieder einige Adaptionen gut hätte vertragen können, bin ich umso erstaunter, dass die Geschichte so unfassbar unterhaltsam war. Lässt man jetzt mal die technischen Einzelheiten beiseite, so darf man sich bei „Zwietracht“ - kurzum - auf einen geradlinigen, ambitionierten Horrorroman freuen, der durchwegs seine schaurigen Momente hatte und - so ging es mir zumindest – das Interesse am Storyverlauf durch das wirklich gut gelungenen Setting konstant hochhalten konnte.

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  • Wenn aus Freundschaft Feindschaft wird

    Zwietracht - Mörderische Freundschaft
    NiWa

    NiWa

    22. November 2016 um 09:09

    Die Freundinnen Lina und Millie brauchen eine Auszeit vom Alltag, um mit ihren beruflichen Projekten endlich voranzukommen. Lina ist Schriftstellerin, die sich mit einer Schreibblockade quält, und Millie setzt die nötigen Schritte, um den Sprung von der Hobby-Fotografin zum Profi zu schaffen. Daher mieten sie sich in eine abgelegene Waldhütte ein, die es aber nicht gut mit ihnen meint.Obwohl sich die Freundinnen gemeinsam in der urigen Hütte im Wald einquartieren, ist von Vornherein klar, dass jede für sich an ihren Projekten arbeitet. Lina versucht die Schreibblockade hinter sich zu lassen, während sich Millie fotografierend im Wald herum treibt. Dementsprechend sind die Perspektiven gewählt. Zuerst bekommt man von Lina die Ereignisse aus erster Hand geschildert, dann ist es Millie, die von ihren merkwürdigen Beobachtungen berichtet. Denn eines kann ich schon verraten, richtig wohl fühlen sich die beiden jungen Frauen nicht.Das Setting ist horrorfilmreif und jedem Gruselromanliebhaber winkt schon dadurch allein ein wohliger Schauer entgegen. Diese abgelegene Hütte im Wald, die den Freundinnen relativ gemütlich, aber doch auch etwas seltsam vorkommt, hat es mir von Anfang an angetan. Und dann gibt es darin eine mysteriöse Tür, die sich beim besten Willen nicht öffnen lässt.Die Figuren zogen mich sofort in ihren Bann und es hat mir gefallen, sie bei der Verwirklichung ihrer beruflichen Vorhaben zu begleiten. Während Lina in der Hütte sitzt und versucht, einen Bestseller zu Papier zu bringen, streift Millie im Wald umher, und bekommt unvermutete Motive vor die Linse. Sehr mysteriös ist der Umgang der Freundinnen miteinander, denn so recht kann man nicht einordnen, was zwischen ihnen abläuft. Ist die Freundschaft gar nicht so eng, wie man zu Beginn vermutet hat?Mir persönlich hat es - trotz des perfekten Schauplatzes - an Atmosphäre gefehlt. Schöne Gruselschmankerl inklusive, wollte es mich nicht so richtig packen und ich habe entsprechende Stimmung und Dichte vermisst. Dabei fand ich die Grundgeschichte auf jeden Fall gut, allerdings hätte sie meiner Ansicht nach viel mehr Tiefe vertragen können. So werden die Ereignisse in der Hütte relativ rasch abgehandelt und am Ende wird man noch mit einem guten Schluss überrascht. Aber durch die Kürze hat sich die Geschichte meiner Meinung selbst um ihren Wow-Effekt betrogen.Ich muss aber unbedingt anmerken, dass ich eben viel im Horrorbereich lese und vielleicht deshalb nicht so leicht zu erschüttern bin. Obwohl Horrorroman draufsteht, würde ich es eher Gruselgeschichte nennen, die für einen lauschigen Herbstabend bei Kerzenschein sicher gut zu lesen und am Halloween-Abend wahrscheinlich auch zum Gruseln ist.

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    • 9
  • Super spannend bis zum Schluss!

    Zwietracht - Mörderische Freundschaft
    Mimi_Schreiberling

    Mimi_Schreiberling

    17. November 2016 um 13:31

    Am 8. September 2o16 kam der neuste Horrorroman von Tanja Hanika heraus – und sie war so lieb, mir ein Rezensionsexemplar zu schicken. Ich habe mich riesig darüber gefreut, vielen Dank an dieser Stelle. In der Geschichte geht es um die erfolgreiche Horrorautorin Lina, die einen Bestseller gelandet hat und nun aber in einer Schreibblockade steckt. Um diese zu überwinden, fährt sie mit ihrer besten Freundin Millie in eine Waldhütte an einem See. Dort möchte sie sich in Ruhe ihrem neuem Romanprojekt widmen, während Millie ihrem Hobby Fotografie nachgeht. Doch Millie verhält sich zunehmend komischer und Lina bekommt es mit der Angst zu tun. Was, wenn ihre beste Freundin neidisch auf sie ist und versucht, sie umzubringen? Die Geschichte ist zunächst aus Linas Perspektive erzählt. Später, an einer SEHR spannenden Stelle, wechselt die Perspektive zu Millie und der Anfang der Geschichte wird noch einmal aus ihrer Sichtweise erzählt. Dadurch ergeben sich viele Wendungen und Überraschungen, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat, was die Sache extrem interessant und fesselnd macht. Am Schluss wird abwechselnd aus Millies und Linas Perspektive berichtet. Mir haben diese Wechsel zwischen den beiden Sichtweisen sehr gefallen. Es hat zum einen einiges erklärt, auf der anderen Seite aber auch wieder neue Fragen aufgeworfen. Außerdem stellte man sich die ganze Zeit über die Frage: Was geschieht hier? Dass es in der Hütte nämlich nicht mit rechten Dingen zugeht, merkt man relativ schnell. Weiterlesen? Hier geht's zur kompletten Rezension: https://myna-kaltschnee.com/2016/10/20/rezension-zwietracht-moerderische-freundschaft-von-tanja-hanika/

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  • Eine Waldhütte, zwei Frauen ... HORROR

    Zwietracht - Mörderische Freundschaft
    AberRush

    AberRush

    01. November 2016 um 09:35

    Passend zu Halloween war ich auf der Suche nach einem schaurig schönen Horror-Roman und bin auf „Zwietracht - Mörderische Freundschaft“ von Tanja Hanika gestoßen. Das Cover sprach mich sofort an, schon allein diese Hütte im Wald, macht Lust auf ein schauriges Leseerlebnis. Die beiden Protagonisten sind mir sofort sympathisch und ich erahne anfangs noch nicht wohin die Sache geht. Eine Ahnung bekam ich, als sich die Erzählperspektive im Mittelteil ändert. Dies ist mal eine erfrischend andere Art des Erzählens. Ich habe das Buch extra nachts gelesen um dieses Feeling des Unbehagens zu bekommen. Und was soll ich sagen? Es hat funktioniert! Es schlich sich langsam eine Gänsehaut über meine Arme. Ich wollte echt nicht mit den Protagonisten tauschen. Aus anfänglicher Paranoia wird subtiler Horror. Der Balanceakt zwischen Mystery und Horror ist geglückt und hat mich durchgehend unterhalten. Ich konnte manche Reaktionen der Protagonisten nicht immer hundertprozentig nachvollziehen, aber ich glaube, in solchen Situationen reagiert sowieso jeder anders. Tanja Hanika bedient sich einigen Klischees, aber hey, es funktioniert, dies bestätigte meine Gänsehaut. Der Umfang des Buches ist genau richtig, es ist kurzweilig ohne Längen und liest sich in einem Rutsch. Für alle die sich gern gruseln, genau das Richtige.

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  • Zwietracht

    Zwietracht - Mörderische Freundschaft
    Melody80

    Melody80

    29. October 2016 um 17:34

    Beste Freundinnen, die eigentlich nichts und niemand auseinander bringen kann, sind sich auf einmal spinnefeind und misstrauen einander?Oh ja, sowas soll es geben! Wenn es im wahren Leben dann so wie in diesem Buch vor sich gehen würde, na dann "Gute Nacht!" ;-)Zwietracht hat mir gut gefallen, die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Lina und Millie erzählt und man spürt, wie sich langsam die "Zwietracht" bzw. die Spannung zwischen den Freundinnen aufbaut.Da möchte man am liebsten eines der beiden Mädchen mal ganz stark schütteln oder beide nehmen und sofort von diesem Ort verschwinden, aber schleunigst.Auch wenn das Buch mich im Großen und Ganzen nicht sehr gruseln konnte, fand ich es spannend und kurzweilig. Das Ende hat für mich nochmal alles herausgeholt und mich zufrieden lächelnd zurückgelassen.Es ist viel mehr ein spannender Roman, bei dem man die Katastrophe kommen sieht, aber hofft, dass sich das Blatt bzw. die Buchseite noch zum positiven wenden wird.Mein FazitFür mich eine Lektüre mit wenig Grusel, aber viel Spannung. Kurzweilig und gut.

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  • Psychokrieg im Wald

    Zwietracht - Mörderische Freundschaft
    Laberladen

    Laberladen

    12. October 2016 um 12:55

    Darum geht’s: Zwei Freundinnen haben die gleiche Idee. Lina will in der einsamen Waldhütte ihre Schreibblockade überwinden und sich in Ruhe auf ihr neues Buch konzentrieren. Millie sucht im Wald schöne Fotomotive, denn sie will sich beruflich verändern und als Fotografin durchstarten. Ein paar Tage in der gemieteten Hütte mitten im Wald sollen ihnen beiden helfen, ihre Ziele zu verwirklichen. Doch es läuft nicht so, wie die besten Freundinnen es sich vorgestellt haben. So fand ich’s: Zwei Frauen, die schon lange und sehr gut miteinander befreundet sind, verbringen einen Urlaub ganz alleine in einer Hütte im Wald. Ihre Unterkunft präsentiert sich schon von Anfang an eher düster und geheimnisvoll als einladend oder gemütlich und auch das Verhalten der Freundinnen wird im Laufe der Zeit immer merkwürdiger. Das ist eine Grundkonstellation, aus der man jede Menge machen kann und der eher klassische Ansatz der Autorin gefiel mir gut, weil er nicht zu abgedreht war, aber viele Möglichkeiten bot. Leider hatte ich Probleme, die Umsetzung zu genießen, denn ich kam mit der Sprache des 188 Seiten starken Buches nicht wirklich klar. Sie war für meinen Geschmack zu förmlich, zu bemüht korrekt formuliert, krampfhaft Wortwiederholungen vermeidend und deshalb manchmal zu unnatürlich und sperrig – ein bisschen mehr Flapsigkeit hätte den beiden jungen Freundinnen von Mitte 20 und ebenfalls dem Erzählton gut getan. Dadurch entstand für mich auch kein schöner Lesefluss, ich war gezwungen, langsam und bewusst zu lesen, und die Spannung in der Geschichte hatte keine Chance, mich zu packen. Weder Lina noch Millie haben es geschafft, meine Sympathien zu erringen. Manchmal war mir nicht klar, wieso die beiden Frauen, die schon jahrelang beste Freundinnen sind, sich der anderen gegenüber so verhalten, wie sie das tun. Für mich passte das oft nicht mit dem Bild von sehr guten Freundinnen zusammen und leider wurden die Beweggründe der beiden auch kaum erläutert. Im ersten Teil des Buches erzählt uns Lina, danach Millie ihre Version des gemeinsamen Urlaubes. Es hätte mir gefallen, wenn die Geschichte tiefer in die Gefühlswelt der beiden eingestiegen wäre, ihre Gedanken, Befürchtungen und Überlegungen ausführlicher erläutert hätte, denn das war für mich nicht immer greifbar. Doch der Roman beschränkt sich auch nicht nur auf die objektiven Geschehnisse, denn sowohl Lina als auch Millie haben ihre eigene Wahrnehmung, interpretieren die Fakten nach ihren Vorstellungen, und erleben ihre eigene Version der Realität. Als Horror würde ich das Buch nicht unbedingt bezeichnen. Nur gegen Ende gibt es eine kurze Sequenz, die meiner Vorstellung von Horror nahe kommt. Doch ein feiner Grusel ist durchaus vorhanden und wem die Sprache der Erzählung mehr liegt als mir, der wird sicher von diesem subtilen Unbehagen eingefangen und kann sich in die Geschichte versenken. „Zwietracht – Mörderische Freundschaft“ ist auch für Leser geeignet, die es eher unblutig möchten.

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  • Rezension: »Zwietracht – Mörderische Freundschaft« von Tanja Hanika

    Zwietracht - Mörderische Freundschaft
    JamieRose

    JamieRose

    28. September 2016 um 15:16

    Inhalt »Zwietracht – Mörderische Freundschaft« spielt in einer kleinen abgelegenen Hütte im Wald. Zwei Freundinnen wollen ein paar Tage raus aus ihrem Alltag und gemeinsam Urlaub machen. Sie buchen die Hütte und sind voller Vorfreude auf die kommenden Tage. Lina ist Autorin, aber schwer gequält von einer Schreibblockade, welche sie hofft in der “Wildnis” überwinden zu können. Millie ist – bislang – Hobbyfotografin und nutzt den Urlaub um jede Menge toller Motive vor die Linse zu bekommen. Die kleine Hütte im Wald ist rustikal, dunkel und im Inneren gibt es eine verschlossene Tür, die Millie und insbesondere Lina ganz kribbelig macht. Doch beide sind erst mal nicht übermäßig besorgt und widmen sich sogleich ihren jeweiligen Tätigkeiten. Nach und nach verändert sich die Stimmung zwischen den beiden Freundinnen und Anspannung und Misstrauen macht sich breit. Die unheimliche Atmosphäre in der kleinen Hütte im Nirgendwo beflügelt Linas Fantasie, macht sie aber auch ganz schön nervös.Meine Meinung Letztes Jahr habe ich bereits »Redthorne Castle« von der Autorin Tanja Hanika gelesen und war sehr begeistert. Als Tanja Hanika anbot mir ein Rezensionsexemplar von ihrem neuen Horrorroman zu schicken war ich sofort begeistert, denn »Redthorne Castle« hatte mir wahnsinnig gut gefallen. An dieser Stelle also ein dickes Danke an Tanja Hanika! ♥ Simple Motive – abgedroschen oder wirkungsvoll? Mein erster Gedanke, als ich so langsam in das Buch hinein gefunden hatte war, dass »Zwietracht« mit sehr vielen relativ simplen Motiven spielt. Da wäre die Angst vor der Dunkelheit und Abgeschiedenheit, die einsame Hütte im Wald, die Angst war hinter der verschlossenen Tür lauern könnte, seltsame Geräusche in der Nacht. Dies alles sind keine völlig neuen Motive, sondern sie wurden allesamt in unzähligen Varianten wieder und wieder verwendet und verarbeitet. Jetzt stellt sich die Frage, sind diese Motive einfach nur abgedroschen? Oder ist »Zwietracht« vielleicht doch ein spannender Roman, der diese Motive neu belebt? Ich habe mich für Letzteres entschieden. Ich fand grade diese relativ schlichten Motive sehr wirkungsvoll. Tanja Hanika versteht es, mit einem simplen Setting, einen super schaurigen Roman zu erschaffen, dessen Atmosphäre einem unter die Haut geht! Das Buch ist kein Äquivalent zum Splatter-Movie in dem stumpf eine Horde Jugendlicher in einer Hütte im Wald abgemurkst wird, sondern ein Horrorroman der spannender und eindringlicher nicht hätte sein können. Perspektiven Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, die jeweils circa ein Drittel des Buches umspannen. Der erste Teil ist aus Linas Perspektive erzählt, wie sie die ersten Tage ihres Urlaubs erlebt. Der zweite Teil beschreibt Millies Sicht der Dinge, wie sie die gleichen ersten Tage erlebt und schließlich folgt ein Teil, der abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt ist und den Zeitraum nach diesen ersten Tagen erzählt. Als Lina und Millie an ihrem Urlaubsziel ankommen sind sie unzertrennliche beste Freundinnen, schon seit Ewigkeiten. Direkt am ersten Abend schafft Lina es ihre Schreibblockade abzulegen und fängt ihren neuen Roman an. Als sie Millie später stolz ihr Ergebnis präsentiert, kommen die ersten Spannungen auf. Millie reagiert völlig unverschämt auf die ersten Seiten des neuen Romans. Sie fragt Lina sogar ob dies ein schlechter Scherz sei. Lina ist gekränkt und für sie ist klar ihre beste Freundin kann ihr ihren Erfolg einfach nicht gönnen. Sie ist neidisch. In den nächsten Tagen entdeckt Lina immer mehr Anzeichen dafür, dass Millie etwas ausheckt, und es keimt sogar die Angst auf, dass Millie ihr etwas antun könnte. Zugleich geht eine unheimliche Anziehungskraft von der verschlossenen Tür aus. Wird das Geheimnis hinter dieser Tür die beiden Freundinnen trennen? Die Situation steigert sich und steigert sich und wird extrem spannend. Als dann der Perspektivenwechsel kam, war ich erst etwas enttäuscht weil genau die gleiche Geschichte quasi noch einmal erzählt wurde. Doch nach wenigen Seiten wurde es einfach genial. Es gibt in einem Roman, oder auch der Wirklichkeit, immer einen gewissen Pool an Fakten, was darüber hinaus passiert, oder wie die Fakten interpretiert werden liegt beim Betrachter. So kann eine Situation von zwei Charakteren völlig verschieden wahrgenommen werden und mit diesem Prinzip wurde sehr geistreich gespielt in diesem Roman. Ich war wahnsinnig gespannt und schließlich überrascht wie das Buch ausgeht! Fazit »Zwietracht – Mörderische Freundschaft« ist ein sehr gelungener Horrorroman, der mit einem einfachen Setting eine unglaublich spannende und schaurige Atmosphäre herauf beschwört. Die Geschichte der beiden Freundinnen geht unter die Haut und der super flüssige Stil der Autorin macht das Buch zu einer fesselnden Unterhaltung. Ich hätte das Buch in einem Rutsch gelesen, wenn mein Körper nicht blöderweise nach Schlaf gegiert hätte! Alle Bücher und noch mehr Infos über Tanja Hanika findet ihr hier auf ihrer Homepage →

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