Das Geheimnis des Walfischknochens

von Tanja Heitmann 
4,2 Sterne bei49 Bewertungen
Das Geheimnis des Walfischknochens
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Buchschlumpfs avatar

Wunderschön, lädt zum Träumen ein und regt die Fantasie an.

Schumi_HBs avatar

Bei der Reise in die Vergangenheit einer Familie geht es um das Aufdecken alter Verbindungen und das Aufreißen alter Wunden.

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Inhaltsangabe zu "Das Geheimnis des Walfischknochens"

Eine alte Schuld. Eine neue Liebe. Ein Schicksal, das sich erfüllt.

Beekensiel an der Nordsee, 1939. Der elfjährige Arjen lernt in den Dünen den Ausreißer Ruben kennen, der abenteuerliche Geschichten von einem Walfischknochen erzählt. Dieser soll Schicksale bestimmen können. Es ist der Beginn einer einzigartigen Freundschaft – bis ein Sommertag alles verändert.

Jahrzehnte später reist Greta Rosenboom mit ihrem Großvater auf die Insel seiner Kindheit. Sie ahnt nicht, dass die windumtosten Strände Beekensiels eine alte Schuld bergen – und ein Geheimnis, das auch ihr Leben verändern wird …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783764504625
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Blanvalet Verlag
Erscheinungsdatum:19.08.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 19.08.2013 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    fraeulein_lovingbooksvor 2 Jahren
    Das Geheimnis des Walfischknochens

    Inhalt

    Beekensiel an der Nordsee, 1939. Der elfjährige Arjen lernt in den Dünen den Ausreißer Ruben kennen, der abenteuerliche Geschichten von einem Walfischknochen erzählt. Dieser soll Schicksale bestimmen können … Es ist der Beginn einer einzigartigen Freundschaft – bis ein Sommertag alles verändert.
    Jahrzehnte später reist Greta Rosenboom mit ihrem Großvater auf die Insel seiner Kindheit. Sie ahnt nicht, dass die windumtosten Strände Beekensiels eine alte Schuld bergen – und ein Geheimnis, das auch ihr Leben verändern wird …
    (Quelle: Klappentext)

    Meine Meinung

    Arjen und Ruben lernen sich 1939 auf Beekensiel kennen und werden beste Freunde – bis Ruben die Insel verlassen muss. 1946 sehen sie sich wieder, auf der Insel. Die Freundschaft ist geblieben, auch wenn sie in den vergangenen Jahren keinen Kontakt hatten.
    Greta trennt sich von ihrem Partner und kommt nach Jahren wieder zurück in die alte Heimat, in der der Opa seinen Geburtstag feiert. Greta hat eine Idee und schenkt ihm gemeinsame Zeit. Die beiden starten kurze Zeit später zu einer Rundreise zu Orten, die eine wichtige Rolle in Arjens früheren Leben gespielt haben.
    Der Weg führt sie nach Beekensiel, wo er auf alte Bekannte und deren Nachfahren trifft – und Greta auf eine neue Liebe.

    Greta war mir vom ersten Augenblick an sehr suspekt – ich wurde einfach nicht mit ihr warm. Natürlich ist es ihr gutes Recht mit ihrem Partner Schluss zu machen, weil er sie bezüglich des Ziel seines Unternehmens betrogen hat, aber das ist der einzige Grund? Da muss noch mehr im Argen liegen…aber ich mochte den Herren sowieso nicht. Sein Besuch auf Beekensiel und seine Art und Weise wie er Greta behandelt sprechen eine deutliche Sprache. Was für ein Drama – auch bezogen auf die Mutter-Tochter-Beziehung oder die Bindung zur Schwester, alles hoch dramatisch. Ich fand es zu gekünstelt und übertrieben. Die neue Liebe im Form von Mattes fand ich zu Beginn noch recht nett, aber nach und nach wurde sie zum Dreh- und Angelpunkt der Geschichte – zu viel des Guten. Hier wäre weniger mehr gewesen.

    Weniger Greta, mehr Arjen. Das hätte ich mir gewünscht, denn er scheint ein ganz lieber Mensch zu sein, der auf seine letzen Tage noch was erleben und mit seiner Vergangenheit abschließen möchte. Leider wird er mit seiner Geschichte zu sehr ins Abseits gedrängt.
    Alle anderen Nebencharaktere, seien es Mattes, Trude oder die Mutter von Greta, blieben mit zu farblos und oberflächlich. Bei einer Familiengeschichte erwarte ich mehr Tiefgang und Hintergrundwissen zu den einzelnen Charakteren.

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich, sodass man die Geschichte zügig lesen könnte – wenn es nicht den ermüdenen Erzählstil geben würde. Ich war mehrfach kurz davor das Buch abzubrechen, weil ich einfach keinen Sinn mehr im Weiterlesen sah. Warum ich mich doch durchs Buch gequält habe? Ich weiß es nicht, vielleicht hatte ich Hoffnung auf Besserung?

    Normalerweise bin ein großer Fan von Bücher, die auf zwei Zeitebenen spielen und zusätzlich noch eine Familiengeschichte behandeln – das war auch der Grund, warum ich „Das Geheimnis des Walfischknochens“ bei Thalia im Sale gekauft habe. Zum Glück im Sale, hätte ich den regulären Preis von 19,99€ bezahlt, wäre ich noch stärker enttäuscht gewesen. Aber nicht nur der Inhalt, sondern auch das wunderschöne Cover und die Innengestaltung im Stil eines Stammbaumes konnten mich vollkommen begeistern.
    Nur leider haperte es am Inhalt, der mich leider nicht fesseln konnte.
    An und für sich war die Geschichte von Arjen und Ruben wirklich gut und ich habe die Ausschnitte gerne gelesen, aber es gab für mich keinen glaubhaften Bezug zum Jetzt. Gegen Ende des Buches erfahren wir ein wichtiges Detail, aber das wirkte gestellt und als ob die Autorin keine bessere Idee gehabt hat. Die Geschichte um den Walfischknochen fand ich allerdings sehr langweilig – die Geschichte hätte sie eigentlich nicht gebraucht.
    Die Geschichte, die in der Gegenwart spielt, was nur in Ansätzen lesenswert. Viele Nebengeschichten wirkten wie Füllstoff um Seiten zu füllen. Die Liebesgeschichte um Greta nimmt für meinen Geschmack zu viel Platz ein und die neue Liebe der Mutter wird mit einem Nebensatz abgehandelt. Auch die Beziehung der Schwester hätte man mehr in den Mittelpunkt rücken können. Eine wirkliche Familiengeschichte ist diese Buch leider nicht für mich – viel zu viel Gegenwart und zuwenig Vergangenheit.
    Mein Hauptgrund für den dritten Stern war die Landschaftsbeschreibung von der Insel und dem Land Schleswig-Holstein. Ich bin selbst eine gebürtige Schleswig-Holsteinerin – lebe auch noch hier – und habe mich in den beschriebenen Landschaften sofort Zuhause gefühlt.

    Leider keine Kaufempfehlung. Lesenwert, wenn man es in der Bücherei entdeckt und nicht selbst kaufen muss. Es gibt andere Bücher, die man lieber kaufen sollte.

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    nefs avatar
    nefvor 2 Jahren
    Das Geheimnis des Walfischknochens

    Inhalt:
    Greta sitzt völlig fertig in ihrem kleinen Wagen und will nur eins - ankommen. Sie ist auf dem Weg nach Meresund zur Geburtstagsfeier ihres Großvaters und zurück in den Schoß der Familie. Sie sah die vorwurfsvollen Blicke ihrer Mutter schon vor sich. Eigentlich hätte ihr Verlobter Erik mitkommen sollen, aber der blieb nun in der Schweiz - für immer. Als Greta vor vier Jahren zu ihm gezogen ist, fühlte sich alles neu und ungewohnt an. Sie dachte mit der Zeit würde es sich ändern, aber als Flachländerin ist sie nie mit den erdrückenden Bergen der Schweiz klar gekommen. Und ihre Entdeckung hat ihr Bild in Erik vollends erschüttert. Sie fühlte sich immer fehl am Platz und doch von ihm gewollt. Nun ist sie sich nicht sicher ob sie sich die letzten Jahre nicht etwas vorgemacht hat.
    Ihre Mutter und auch ihre Schwester sind ganz vernarrt in Erik, das Gespräch über ihre Trennung wird sicherlich nicht leicht. Einzig ihr Großvater Arjen hatte schon immer einige Bedenken, die er ihr aber nie vorgehalten hat. Zu allem Überfluss hat sie in der Hektik ihrer Abreise auch noch das Geschenk für ihn vergessen. Auf die schnelle konnte sie auch kein neues zaubern und so schenkt Greta Arjen alles was sie hat - Zeit.

    Arjen liebt seine Familie und doch ist sie ihm manches Mal zu viel. Seine Schwiegertochter, die nach dem so frühen Tod ihres Mannes zu ihm gezogen war, umhegte ihn wie eine Glucke. Er bringt es jedoch nicht übers Herz etwas dagegen zu sagen. Annett ist auch nach vielen Jahren noch nicht über den Verlust hinweg und versucht ihre Trauer zu übertünchen mit der Sorge um ihren Schwiegervater.
    Arjen liebt sie wie eine Tochter und in der gemeinsamen Anfangszeit stützten sie sich gegenseitig. Er weiß wie es ihr geht, aber als ihm seine Enkeltochter Greta zum Geburtstag gemeinsame Zeit schenkt, ist es endlich soweit. Er wird mit seiner Vergangenheit abschließen und die verschlossenen Erinnerungen an den Sommer 1939 mit ihr teilen. Vielleicht findet er so endlich Ruhe, nach so vielen Jahren.

    Greta liebt Arjens Geschichten und als er das erste Mal mit ihr über seine Jungend spricht ist es, als würde sie die Tage selbst erleben. Auf der stürmischen Nordseeinsel Beekensiel stand 1939 der Krieg vor der Tür und das Leben der Insulaner wurde durcheinander gebracht. Mitten drin der 11 Jährige Arjen, Sohn des berüchtigten Pfarrers Thaisen Rosenboom. Seinem Vater war seine Erziehung wichtig und wenn er seit mit Gewalt durchsetzen musste. Bis zum Sommer 1939 lebte Arjen ein zwar behütetes, aber auch einsames Leben auf Beekensiel. Das änderte sich schlagartig, als er in den Dünen Ruben kennenlernt. Der kleine Ausreißer ist aufgeweckt und nie um einen Spruch verlegen. Seine Kleidung lässt darauf schließen, dass er keinem guten Elternhaus entstammt und doch zieht er Arjen magisch an. Die Lebensfreude, die Ruben aus den Augen strahlt färbt schon bald auf Arjen ab und sie verbringen einen ganz besonderen Sommer miteinander. Doch dann verschwindet er plötzlich und Arjen bleibt allein zurück.

    Arjen erzählt Greta nur ein Bruchstück seiner Geschichte und bittet sie um einen Gefallen. Er möchte gern noch einmal eine Tour an der Küste entlang machen. Zu Gretas Entsetzen mit seinem schicken Coupé. Greta ist alles andere als eine gute Fahrerin und es dauert nicht lange, bis auch Arjen merkt, dass nicht nur Greta Zeit braucht um die Vergangenheit zu bewältigen und endlich Autofahren zu lernen. Zudem muss sie eine neue Zukunft für sich finden. Wird die Reise beiden die erhofften Antworten bringen?
    Cover Das Geheimnis des zweiten Sommers

    Meinung:
    'Das Geheimnis des Walfischknochens' von Tanja Heitmann ist durchweg eine Familiensaga. Es ist in zwei Zeitzonen geschrieben, einmal im Jahr 1939, wenn Arjen von seiner Vergangenheit erzählt und einmal 2012, als Greta und Arjen ihre Reise unternehmen. Ich bin in der Bibliothek durch Zufall auf dieses Buch gestoßen und es hat mich irgendwie angesprochen. Ich kenne von Tanja Heitmann bislang nur Jugendbücher und wollte mal wissen, wie sie sich in anderen Genres schlägt. Und ich muss sagen - es hat sich gelohnt. Ich war ziemlich schnell drin in der Story und wollte dann auch gar nicht wieder raus. Arjen ist ein toller Charakter, den sich jeder als Großvater wünscht (wenn man ihn nicht gar schon hat ;o) ). Greta liebt ihren Großvater ohne Bedienung und ist sofort dabei, als es heißt, sie unternehmen eine Reise. Ich konnte gut mit ihr mitfühlen, gerade auch gegen Ende des Buches und war jedes Mal gefrustet, wenn die Uhr schon wieder sagte, ich solle endlich schlafen gehen.
    Mir haben beide Erzählstränge gefallen. Sowohl Arjens Vergangenheit und wie er sich im Laufe der Zeit entwickelt hat, als auch Gretas Leben und die Suche nach der richtigen Entscheidung. Aber auch die anderen Charaktere sind gut gelungen.

    So nach und nach erfährt man, wie Arjen zu dem geworden ist, was er am Ende war - ein hilfsbereiter und geliebter Mann. Seine Kindheit war nicht einfach, dazu brauchte es nicht einmal den Krieg. Als kleiner Junge verlor er seine Mutter ans Meer und sein Vater wusste nicht so recht wie er mit ihm umgehen soll. Da rannte Ruben mit seinen Abenteuern und seiner Neugier offene Türen ein und zog ihn schnell in seinen Bann. Ebenso wie den Leser.
    Die kleine Insel Beekensiel ist eine rein fiktive Insel. Tanja Heitmann brauchte einen Flecken Erde, den sie gestalten kann wie sie ihn braucht und vor allem, der zur Abgeschiedenheit passt, die Arjens Geschichte so glaubhaft macht.

    Für mich ist das Buch eine klare Empfehlung. Es ist keine seichte Lektüre und regt zum Nachdenken an. Was mich ein wenig irritiert, ist die Tatsache, dass diese Geschichte auch unter dem Titel 'Das Geheimnis des zweiten Sommers' erschienen ist. Wobei ich den Titel tatsächlich noch passender finde.

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    leseratte69s avatar
    leseratte69vor 3 Jahren
    Konnte mich nicht überzeugen

    Klappentext
    Eine alte Schuld. Eine neue Liebe. Ein Schicksal, das sich erfüllt ...

    Beekensiel an der Nordsee, 1939. Der elfjährige Arjen lernt in den Dünen den Ausreißer Ruben kennen, der abenteuerliche Geschichten von einem Walfischknochen erzählt. Dieser soll Schicksale bestimmen können ... Es ist der Beginn einer einzigartigen Freundschaft – bis ein Sommertag alles verändert.

    Jahrzehnte später reist Greta Rosenboom mit ihrem Großvater auf die Insel seiner Kindheit. Sie ahnt nicht, dass die windumtosten Strände Beekensiels eine alte Schuld bergen – und ein Geheimnis, das auch ihr Leben verändern wird …

    Über die Autorin

    Tanja Heitmann wurde 1975 in Hannover geboren. Sie arbeitet in einer Literaturagentur und lebt mit ihrer Familie auf dem Land. Ihr Debütroman "Morgenrot" war ein sensationeller Erfolg und stand monatelang auf den Bestsellerlisten. Zuletzt bei Heyne erschienen: "Traumsplitter". Die "Schattenschwingen"-Reihe, ihre erste Jugendfantasy, wurde von Presse und Publikum ebenfalls begeistert aufgenommen.

    Meine Meinung

    Story
    Als ich den Klappentext des Buches gelesen habe dachte ich mir, dass dieses Buch wirklich ganz nach meinem Geschmack wäre. Ich liebe Familiengeschichten und besonders mag ich Romane, die in zwei Zeiten handeln, so wie es auch hier der Fall war. Der eine Handlungsstrang handelt in der heutigen Zeit und wird aus der Sicht von Grete erzählt, die ihrem Großvater Arjen zu seinem 85 Geburtstag Zeit miteinander schenkt, diese Idee fand ich wirklich sehr originell und wirklich schön. Grete und ihr Großvater machen eine Küstenrundfahrt die sie in Arjens Heimatstadt, nach Beekensiel.bringt. Der zweite Handlungsstrang sind Arjens Erzählungen, wie er im Jahre 1939 den geheimnisvollen Ruben kennen lernt und in diesem einen wahren Freund findet, der sein Leben nachhaltig verändert. Als Leser kann man die raue, ungestüme Atmosphäre der See förmlich vor Augen sehen, denn die Autorin hat dieses sehr gut dargestellt. All das hat den Roman eigentlich ausgemacht, denn die Story rund um Grete fand ich manches Mal ziemlich ermüdend und teilweise sehr unspektakulär. Wer also Spannung erwartet der liegt hier völlig falsch. Zudem kamen mir die Rückblicke mit Arjen viel zu kurz, davon hätte ich gerne mehr gelesen, da Gretes Story doch eher unspektakulär war. Dennoch hat das Buch mir ein paar schöne, nicht allzu anspruchsvolle Lesestunden beschert.

    Schreibstil
    Tanja Heitmann hat einen einfachen und leicht zu lesenden Schreibstil gewählt, der mir wirklich gut gefallen hat. Sie hat mit wenigen Worten geschafft, dem Leser die Atmosphäre der rauen See näher zu bringen. Dennoch hat mir eindeutig die Spannung gefehlt, die ich eigentlich bi dem Buch erwartet habe. Das Buch ist in zwei Handlungstränge aufgeteil und wird zum größten Teil aus der sich von Grete erzählt. Wenn wir den Zeitsprung ins Jahr 1939 machen, wird dieses aus der Sicht von Arjen erzählt.

    Charaktere
    Ich konnte mir von Grete irgendwie nicht wirklich ein Bild machen, sie hat mich nicht berührt und blieb mir das ganze Buch über eher fremd. Ich fand sie zwar sympathisch und die Idee, mit ihrem Großvater gemeinsame Zeit zu verbringen, war wirklich sehr schön. Arjen mochte ich sofort. Ich fand es sehr schade, dass man seiner Geschichte, in der Vergangenheit, nicht mehr Zeit gewidmet hat. Leider hat es die Autorin nicht geschafft, ihre Charaktere so bildhaft rüber zu bringen, wie es ihr mit den Landschaften und der See gelungen ist.

    Mein Fazit

    Wer einfach gestrickte Familiengeschichten mag, der ist hier genau richtig, darf aber nicht auf allzuviel Spannung erwarten, denn die kam durchaus zu kurz. Ich vergebe für das Buch leider nur 2,5 von 5 Sternen. Aber macht euch doch selber ein Bild, vielleicht sagt es euch ja mehr zu.

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    JuliBs avatar
    JuliBvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: -Ein schöner Schmöker für zwischendurch-
    Schöner Schmöker bei jedem Wetter

    *** Die Rezension bezieht sich auf die gebundene Ausgabe. Das Taschenbuch erscheint im März bei Blanvalet unter dem Titel "Das Geheimnis des zweiten Sommers" ***

    Arjen Rosenboom feiert gerade seinen 85. Geburtstag, als seine Enkelin Greta nach einem wenig schönen Beziehungsende aus der Schweiz in den Schoß der Familie nach Norddeutschland zurückkehrt. Der Rest der Familie sieht ihre Heimkehr skeptisch, während Arjen sich darüber freut, endlich wieder Zeit mit Greta verbringen zu dürfen, die auch schon in jungen Jahren viele Stunden mit ihm verbracht hat. Da er sein Lebensende kommen sieht, bittet er sie um eine letzte Reise quer durch Norddeutschland, dessen Endstation seine Heimat Beekensiel sein wird. Dort wo in einem Sommer 1939 eine schicksalsträchtige Freundschaft zwischen zwei völlig verschiedenen Jungen begann und in einem zweiten Sommer 1946 eine noch tragischere Wendung brachte, die Arjen bis heute beschäftigt und das für Greta ein ganz neues Licht auf ihren Großvater wirft. 

    Meine Meinung zu diesem Buch
    Ich will nicht zu viel verraten, weil es doch am schönsten ist, wenn man die Geschichte von Arjen nach und nach entdeckt. Für mich war das Buch halt sehr spannend, weil es in Ostfriesland und umzu spielt. Ich fühlte mich gleich heimisch beim Lesen und liebe es, beim Lesen Sturm und Wellen der Gezeiten aus den Seiten herausspüren zu können. Tanja Heitmann hat hier einen guten solide gestrickten Roman vorgelegt, der sich fein und ohne großes Nachdenken schmökern lässt. Das Cover passt hervorragend zur Geschichte und lässt die imaginäre Halbinsel Beekensiel lebendig werden. Da treibt es einen glatt wieder zu einem Spaziergang ans Wasser und an die frische Luft.

    Fazit
    Für alle, die gern Ostfriesland-Romane lesen oder einen guten Schmöker auf dem Nachttisch zu schätzen wissen. 


    ( Dieses Buch wurde für die Sub Destroyer Challenge 2015 von Summi686 im Rahmen der Februar-Aufgabe gelesen...schaut doch mal vorbei und macht mit, wenn Ihr Lust dazu habt)
     

    Kommentare: 1
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    Lissys avatar
    Lissyvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, leichte Unterhaltung, Krimi, Liebesgeschichte, historischer Roman... alles drin!
    Ein Familienroman, der fesselt und der super zu lesen ist

    Greta trennt sich von ihrem Freund und fährt zurück zu ihrer Familie in den Norden. Dort feiert ihr Großvater Arjen Geburtstag und Greta schenkt ihm gemeinsame Zeit. Das nutzt Arjen, indem er seine Enkelin bittet, mit ihm zu verreisen und die Orte seines Lebens aufzusuchen. 
    In Rückblicken wird Arjens Kindheit und Jugend auf Beekensiel erzählt und Ruben, Arjens Freund aus Kindertagen, wird auch Teil von Gretas Leben.

    Ein toller Roman, besser geht es für mich kaum. Spannend, rätselhaft, trotzdem schön und auch aufwühlend. Mir hat das Buch sehr gefallen.

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    daskleinebuechercafés avatar
    daskleinebuechercafévor 5 Jahren
    Eine Reise in die Vergangenheit

    Eine alte Schuld. Eine neue Liebe. Ein Schicksal, das sich erfüllt ...

    Beekensiel an der Nordsee, 1939. Der elfjährige Arjen lernt in den Dünen den Ausreißer Ruben kennen, der abenteuerliche Geschichten von einem Walfischknochen erzählt. Dieser soll Schicksale bestimmen können ... Es ist der Beginn einer einzigartigen Freundschaft – bis ein Sommertag alles verändert.

    Jahrzehnte später reist Greta Rosenboom mit ihrem Großvater auf die Insel seiner Kindheit. Sie ahnt nicht, dass die windumtosten Strände Beekensiels eine alte Schuld bergen – und ein Geheimnis, das auch ihr Leben verändern wird …

     Pünktlich zum 85. Geburtstag ihres Großvaters kehrt Greta aus Zürich nach Schleswig-Holstein zurück.

    Sie hat sich nach vier Jahren von ihrem Freund getrennt und macht ihrem Großvater ein ungewöhnliches Geschenk ZEIT. Sie möchte noch ganz viel Zeit mit ihm verbringen.

     Für Arjen bedeutet es, dass er sich zusammen mit Greta  auf eine Reise in seine Vergangenheit begibt. Eine Reise in eine Zeit die schlimmer nicht hätte sein können 1939-1946. In Gedanken ist er bei Ruben, sein Freund, der eine unglaubliche Fantasie hatte, sie haben sich verloren, doch warum. Was steckt hinter dem Geheimnis?

     Auch für Greta bedeutet diese Reise einen Wendepunkt in ihrem Leben.

     Die Autorin konnte mich mit ihrem Schreibstil in ihren Bann ziehen. Die Gegend erwachte genauso vor meinen Augen, wie das Rauschen des Meeres und wie die einzelnen Protagonisten. Gretas Geschichte ist zwar etwas lang geraden, gehört aber eben dazu.

     Der Leser wird mitgerissen in einem Strudel aus Schuldgefühl, Angst, Verlassen werden, Liebe und dem Schicksal.

    Es ist eine wunderbare gelungene Familiengeschichte.

    Sehr schön finde ich, dass jeweils zu Anfang und am Ende des Buches, die Familienstammbäume der Familien Rosenbooms und Ennenhofs stehen.


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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor 5 Jahren
    Heimat, Familie, Freundschaft - ein kostbares Gut **** 4,5 Sterne

    „Das Geheimnis des Walfischnochens“, eine Familiensaga, von der Autorin Tanja Heitmann der erste Roman dieser Art. Aber irgendwann ist immer das erste Mal J

    Es beginnt im Sommer 1939 auf Beekensiel mit den beiden Knirpens Ruben und Arjen. Wer die Jahreszahl liest, und sich einigermaßen in der deutschen Geschichte auskennt, weiß um die damaligen Zeiten.

    Im frühen Herbst 2012 kehrt Greta Rosenboom aus der Schweiz zurück an die Nordsee. Es ist ein stattliches Alter, welches ihr Großvater Arjen inzwischen erreicht hat und so feiert man gebührend seinen fünfundachtzigsten Geburtstag. Die ganzen Familienmitglieder waren anwesend. Greta war schon immer Großvaters Liebling gewesen und so wundert es nicht, dass er mit ihr einen kleinen Spaziergang macht, „Arjens Mädchen“.

    Hierbei kommt Greta der Gedanke, dass sie mit ihm mehr Zeit verbringen möchte, allein, nur sie und er. Und bei Arjen weckt es alte Erinnerungen, rüttelt an eine lang verschlossene Tür, hinter der sich ein Geheimnis verborgen hält. Es wundert nicht, dass sich der Großvater gegenüber Greta öffnet, denn sie hatte schon immer gern seinen Geschichten gelauscht. Die gemeinsame Zeit, eine Reise zurück in die Vergangenheit in das Jahr 1939.

    Es ist das Jahr, wo der zwölfjährige Pastorensohn Arjen den Knaben Ruben kennenlernt.
    Es ist die Zeit der NSDAP.

    Die Autorin schreibt in zwei Zeitebenen, wobei in der Vergangenheit klar und deutlich die Stimmung, das Leben in der Zeit, herauszulesen ist.

    Eine unterschiedliche Schreibweise von Tanja Heitmann zwischen Vergangenheit und Gegenwart – bewußt gewählt? Ich vermag dies nicht zu beantworten, es war nur so mein Empfinden.

    Jeweils vorn und hinten im Buch sind zwei Stammbäume aufgezeichnet. Der eine von Familie Rosenboom, der andere von den Ennenhofs. Eine Familiensaga hat irgendwie fast immer etwas mit Liebe zu tun. Vor ihrer Rückkehr nach Deutschland hatte Greta sich von ihrem Freund getrennt. Ihre Heimkehr sollte auch ein Neuanfang sein. Und das wird es sicherlich nicht nur beruflich werden, sondern auch in der Liebe. Denn mit der Fahrt in die Vergangenheit, der Reise mit ihrem Großvater, trifft sie auf Mattes, den Sohn vom Ennenhof.

    Sicherlich war einiges in der Handlung vorhersehbar, doch andererseits hat mir die Geschichte gut gefallen, sie lässt sich leicht und flüssig lesen, dass es mich dann nicht arg störte.

    Ruben und Arjen, die Geschichte der beiden Jungen, nach gewissen Ereignissen aus den Augen verloren, dann kam der Krieg, ein kurzes Wiedersehen, doch was steckte wirklich hinter diesem Geheimnis? Was hatte es mit dem Walfischknochen auf sich, den Ruben als Anhänger an einer Halskette trug? 

    Fakt ist …

    dass die Geschichte um Arjen und Ruben und dem Walfischknochen anspricht.

    Es interpretiert jeder seine Empfindungen in seine Rezension hinein.

    Es nutzt niemanden etwas, jubelnde Worte o. a. zu schreiben.

    Kurzum, dieses Buch zeigt auf, was Freundschaft bedeutet, welche Wertstellung, welchen Platz sie in unserem Leben hat.

     

    „Freundschaft ist ein kostbares Gut,

    daher gehe sorgsam damit um.“

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    Klusis avatar
    Klusivor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Vom Glück der gemeinsamen Zeit
    Vom Glück der gemeinsamen Zeit

    Zum 85. Geburtstag ihres Großvaters Arjen reist Greta nach Norddeutschland, zu ihrer Familie. In der Schweiz, wo sie einige Jahre gelebt und gearbeitet hat, ist gerade ihre Beziehung zu Erik in die Brüche gegangen. Aus der Not heraus, weil sie in der Eile ihres überstürzten Aufbruchs kein passendes Geburtstagsgeschenk mitgebracht hat, schenkt sie Arjen gemeinsame Zeit, was dieser mit großer Freude annimmt. Er wünscht sich, zusammen mit seiner Enkeltochter, eine Reise an die Nordsee zu unternehmen, möchte die Orte seiner Kindheit und Jugend aufsuchen. Greta spürt, dass dieser Wunsch nicht von ungefähr kommt, sondern dass es für Arjen noch etwas Wichtiges gibt, das er zum Ende seiner Tage aufarbeiten und loswerden möchte.

    Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich dazu entschlossen habe, Tanja Heitmanns erste Familiensaga zu lesen, denn mit ihren Fantasy-Romanen bin ich nicht so recht warm geworden, was sicher daran liegt, dass ich mit Fantasy häufig nicht so gut zurechtkomme. Aber ich habe es nicht bereut, mich für dieses Buch entschieden zu haben. Der Genrewechsel ist der Autorin absolut geglückt.
    Es gibt im Buch zwei Handlungsstränge, wobei man Arjen in gewisser Weise als Mittler zwischen den Zeiten sehen kann. In der Vergangenheit, während des Naziregimes, erlebt man ihn als Kind und jungen Mann, der lange Zeit im Schatten seines strengen Vaters stand, bis er Ruben kennenlernte. Die Jungen wurden dicke Freunde, und bald teilte Arjen ein besonderes Geheimnis mit dem charismatischen Vagabunden. Dieser besaß einen alten Walfischknochen, mit dem er Schicksalhaftes verband. Das Knochenstück wird im Lauf der Geschichte immer mehr zu einem Symbol der Verbundenheit. Die Begegnung mit Ruben hinterlässt Spuren in Arjens Gedächtnis und an seiner Seele.
    Während sie den Erzählungen ihres Großvaters lauscht, spürt Greta die Last einer alten Schuld, die Arjen mit sich herumträgt. Gemeinsam mit ihm versucht sie, die unheilvollen Ereignisse von damals aufzuarbeiten und zu verstehen.
    Während ihres gegenwärtigen Aufenthalts auf Beekensiel erhält Greta Hilfe bei ihren Recherchen. Mattes Ennenhof, der die Insel wie seine Westentasche kennt, führt sie an die Schauplätze, wo damals, in diesem ganz besonderen Sommer, die Treffen zwischen Arjen und Ruben stattgefunden haben. Er zeigt ihr die alten Orte, an denen ihr Großvater gelebt, geliebt und gelitten hat. Als Greta das alte Reetdachhaus besucht, in dem ihr Großvater aufgewachsen ist, spürt sie sofort eine starke Verbindung und hat das Gefühl, angekommen zu sein.
    Trotz einiger anfänglicher Meinungsverschiedenheiten fühlt sich Greta in Mattes’ Gegenwart wohl. Ihre zerbrochene Beziehung mit Erik wird immer belangloser und gerät mehr und mehr in den Hintergrund, je länger sie auf Beekensiel weilt.
    Das Flair der fiktiven Insel wirkt sehr authentisch und beinhaltet viele reale Details.
    Ich habe mich in der Atmosphäre Beekensiels und des Hotels Sturmwind wohl gefühlt, und Greta ist mir im Lauf der Handlung immer sympathischer geworden. Auch wenn sie manchmal ein wenig unbeholfen wirkte, besonders was das Autofahren betrifft, so hat sie doch Verstand und ganz besonders das Herz auf dem rechten Fleck. Ich fand es rührend, wie achtsam und klug sie mit dem Großvater umgeht. Im Vergleich zu den anderen Frauen der Familie, die Arjen mit ihrer übertriebenen Fürsorge fast ersticken, ist sie die Feinfühligere und Vernünftigere, denn sie lässt Arjen seine Würde.

    Es ist ein Buch, das perfekt in den Herbst passt, denn über der ganzen Geschichte liegt ein Hauch Wehmut. Das manchmal wilde und ungestüme Wetter auf Beekensiel tut sein Übriges. Der Roman handelt von Liebe und Freundschaft, aber auch vom Abschiednehmen, von Verlusten und Trauer.
    Beide Handlungsstränge, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, konnten mich fesseln. Der Schreibstil hat mich bezaubert. Es gibt kaum große, spektakuläre Ereignisse, sondern die Handlung wird eher durch die leisen Töne bestimmt, ist ruhig, nachdenklich und verhalten. Ich liebe diese Art Familiengeschichten, besonders wenn sie so gut und einfühlsam erzählt sind, wie diese.

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    sabistebs avatar
    sabistebvor 5 Jahren
    Genretypische Familiengeheimnisgeschichte

    Nachdem Greta Rosenboom nach einem heftigen Streit überstürzt ihren nun Ex-Lebenspartner in Zürich verlassen hat, kehrt sie am 85. Geburtstag ihres Großvaters in den Schoß der Familie zurück. Da sie bei ihrer Flucht aus ihrem alten Leben auch sämtliche Geschenke zurückgelassen hat, schenkt sie ihrem Großvater „gemeinsame Zeit“, nichts ahnend, dass dieses Geschenk ihr Leben von grundauf ändern wird. Ihr Großvater möchte eine Reise entlang der Ost- und Nordseeküste machen. Sein eigentliches Ziel jedoch ist Beekensiel, die Insel seiner Kindheit. Er will mit dem Geheimnis eines Sommers abschließen, dass für ihn zum Wendepunkt seines eigenen Lebens wurde.

     

    Ich kenne die Autorin eher für ihre (sehr vorhersehbare, klischeebehafteten und nicht wirklich fesselnden) Fantasyromane, die mal Vampire, mal Formwandler, aber immer die wahre Liebe zu Thema haben *gähn*. Nun scheint sie sich weiterentwickelt zu haben und ist erwachsener geworden, hat sich somit vom Fantasygenre emanzipiert und ist unter die Regionalgeschichtenschreiber gegangen. Familiensagas, mit mysteriösen Geheimnissen, haben ja gerade Hochkonjunktur, schon seit Rosamunde Pilcher. Jetzt, wo „Der Geschmack von Apfelkernen“ ins Kino kommt, schwimmt der Roman in gewisser Weise genau auf dieser Enkelin erforscht mysteriöses Geheimnis ihrer Großeltern Welle mit. Wie bei diesem Genre üblich, wird der Roman auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen ist da die Gegenwart und dann die Zeitebene des Geheimnisses (hier 1936 bis 1946). Der Roman unterscheidet sich ein wenig von seinen Genregeschwistern dadurch, dass Gretas Großvater einen Großteil des Geheimnisses erzählt, viel forschen muss die Enkelin in diesem Fall nicht. Die anderen Zutaten sind die üblichen. Natürlich findet Greta auf der Insel der Kindheit ihres Großvaters die wahre Liebe und Mr. Right, natürlich gibt es ein Familienhaus, das geerbt/gekauft wird, natürlich ändert das Familiengeheimnis ein wenig den Stammbaum und falls es dem Leser nicht selber sofort auffällt, weist der Großvater immer schon vorsorglich auf die weitere Entwicklung hin. Alles vorhersehbar konstruiert im Rahmen der Genregrenzen. Handwerklich sehr gut, unterhaltsam aber eben Schema F und extrem vorhersehbar. Der Gegenwartserzählstrang ist bereits mit der Ankunft auf Beekensiel komplett uninteressant und vorhersehbar und käme ohne den Großvater nicht über eine platte, abgedroschene Inselromanze hinaus. Was einen wirklich bei der Stange hält, ist die Frage, was aus Ruben wurde, dem Sommerfreund aus Kindheitstagen.

    Trotz aller Vorhersehbarkeit fesselt die lebendige Erzählweise, die Personen wachsen einen fast ans Herz und werden lebendig. Gelungene (wenn auch sehr stereotype) Charakterisierungen runden das romantische Bild der Insel in der stürmischen Nordsee ab. Dazu noch ein wenig Vor- und Nachkriegsgeschichte. Die Orte jedoch sind erfunden, es gibt weder Meresund noch Beekensiel. Dafür gibt es aber Auricher Lokalkolorit, der perfekte Roman also für einen Nordseeurlaub in der Gegend um Aurich.

     

    Fazit: Genretypische, dadurch leider auch vorhersehbare, gut gemachte Familiengeheimnisgeschichte. Unterhaltsam und mit Herz.

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    Nina2401s avatar
    Nina2401vor 5 Jahren
    Rubens Vermächtnis

    Vorneweg muss ich sagen, dass das Buch mich nicht wirklich überzeugt hat. Ich mag Geschichten von alten Menschen und die Idee, Greta mit ihrem alten Großvater auf eine Reise in die Vergangenheit zu schicken, fand ich richtig schön. Das Buch fing auch recht vielversprechend an. Auf der Geburtstagsfeier von Arjen lerne ich die gesamte Verwandtschaft kennen und das Verhältnis von Greta und Arjen ist ein ganz Besonderes. Sie stehen sich sehr nah, verstehen sich ohne viele Worte. Greta macht ihrem Großvater ein besonderes Geschenk, sie schenkt ihm Zeit. Eigentlich nur aus Verlegenheit, aber Arjen freut sich riesig und löst das Geschenk ziemlich schnell ein. Kurze Zeit später sind sie in Beekensiel, wo Arjen seine Kindheit und Jugend und „den Sommer seines Lebens“ verbracht hat. Bis dahin habe ich die Einleitung genossen und war so gespannt, was mich dort erwarten würde.


    In separaten Kapiteln erzählt Arjen vom Sommer 1939, der Sommer, in dem er Ruben begegnete. Und dieser Sommer und vor allem der charismatische Streuner Ruben veränderte sein ganzes Leben. Mir wäre es lieber gewesen, wenn Arjen wirklich „erzählt“ hätte. Aber auch diese Abschnitte sind in der dritten Person verfasst. So waren es „nur“ Rückblenden und Arjen kam mir nicht wirklich nah. Ich fragte mich die ganze Zeit, warum Tanja Heitmann Arjen und seiner Geschichte nicht mehr Raum gegeben hat. So drehte sich hauptsächlich alles um Greta, ihre verlorene Liebe und ihre neue Liebe. Das fand ich mitunter recht langweilig, so dass ich einige Passagen quer gelesen habe. Gretas Gedanken wiederholten sich sehr oft und auch sie blieb mir ziemlich fremd.


    Wirklich gut eingefangen wurde die raue Atmosphäre. Obwohl der Schauplatz ein fiktiver Ort ist, wird jeder Liebhaber der nordischen Inseln dort etwas Bekanntes wieder finden. Diese Beschreibungen waren für mich echte Highlights. Es gab auch andere Highlights … wunderschöne Momente, die aber viel zu schnell in der Belanglosigkeit versanken.


    Am Ende wurde dann das Geheimnis gelüftet und Arjen konnte sich endlich von den Schatten seiner Vergangenheit befreien. Ich gebe zu, dass ich da viel mehr Dramatik erwartet habe. Ich bin ganz froh, dass ich die Geschichte zu Ende gelesen habe und ich war auch froh, das Buch endlich zur Seite legen zu können, von dem ich so viel mehr erwartet hatte … hinter einem ungewöhnlichen Titel verbirgt sich nicht immer ein ungewöhnliches Buch.


    Wer ruhige Familiengeschichten mag und nichts Spektakuläres erwartet, dem wird dieses Buch sicher gefallen, mich hat es etwas enttäuscht zurück gelassen.

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