Tanja Heitmann Nebelsilber

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Inhaltsangabe zu „Nebelsilber“ von Tanja Heitmann

Der Herzschlag, der dich ruft ... Als die siebzehnjährige Edie mit ihrem Vater in ein einsames Haus im Wald zieht, will sie eigentlich nur ihren Liebeskummer bewältigen. Das abgeschiedene Wasserruh ist jedoch ein Ort voller Mythen, die einen unwiderstehlichen Reiz auf sie ausüben. Als plötzlich der vor zehn Jahren verschollene Silas Sterner vor ihr steht, kann er sich nur daran erinnern, dass ihr Herzschlag ihn zurückgebracht hat. Doch im Nebel des Erlenwalds lauert eine dunkle Macht darauf, Silas wieder in die Nachtschatten tief im Erdreich unter Wasserruh zu locken. Edie gerät in ein Netz aus alten Geheimnissen und Lügen, während das Band zwischen ihr und Silas immer stärker wird – bis es plötzlich zu reißen droht, als sie der Wahrheit zu nahe kommt.

Der Erlenwald, ein Mädchen und ein längst verschollener Junge. Huiii, schön, gruselig und wie immer der Hammer!

— Sturmherz
Sturmherz

Konnte mich nicht von sich überzeugen

— SelinaBooks
SelinaBooks

Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Eine der schönsten Geschichten, die ich seit Langem gelesen habe!

— Ocean-Blue
Ocean-Blue

Hat mich gefesselt von Anfang bis Ende

— leselise77
leselise77

wieder wunderbar märchenhaft und fantasievoll. Ich mag die etwas anderen Geschichten der Autorin. Ich werde jedes mal davon verzaubert.

— rainybooks
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Lese-Nebel

— SABO
SABO

Fühlt sich an wie ein Märchen...

— nicigirl85
nicigirl85

Eine mystische, düstere und verzauberte Geschichte, wie das Cover es auch verspricht.

— BuechersuechtigesHerz
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Eher 4 1/2 Sterne

— DearBooks
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Kurzweilig und märchenhaft, doch das Ende war nicht nach meinem Geschmack.

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  • Husch, husch, der Erlkönig lauert

    Nebelsilber
    Sturmherz

    Sturmherz

    25. July 2017 um 10:35

    Herzschlag um Herzschlag, er ruft dich.Edie, von Liebeskummer geplagt zieht mit ihrem Vater in ein einsames Haus umgeben von Wald und den Mythen die sich darum ranken. Als eines Tages ein verschollener Junge, Silas, wiede auftaucht gerät nicht nur die Welt von Edie aus den Fugen, sondern auch die der Bewohner des Dorfes. Woher kam Silas und was ist mit ihm geschehen? Wurde er entführt und von wem? Und welche Rolle spielt die mystische Figur des Erlkönigs in dieser Geschichte?Eine zarte Liebe, gruseliger Nebel und ein unheimlicher Erlköning.Wie immer schreibt Tanja Heitmann einfach hammer und perfekt für mich!

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Eine geheimnisvolle und düstere Geschichte fernab des Mainstreams

    Nebelsilber
    leselurch

    leselurch

    14. October 2016 um 14:50

    Worum geht's?Als die siebzehnjährige Edie zusammen mit ihrem Vater in ein einsames Häuschen in den Wäldern Wasserruhs zieht, wünscht sie sich von der Abgeschiedenheit vor allem eines: Ruhe. Aber Wasserruh ist ein Ort voller Mythen und Legenden, und Edie verfügt über eine besondere Gabe, die das kleine Städtchen in ihr herauszufordern scheint. Ausgerechnet nach ihrer Ankunft taucht Silas wieder auf, der vor zehn Jahren spurlos verschwunden ist. Er kann sich an nichts erinnern, doch sowohl er als auch Edie spüren, dass sie etwas verbindet - eine Magie, deren Absichten nur schwer zu ergründen sind. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Antworten, Erinnerungen und Wahrheiten und kommen einander dabei immer näher. Wird ihre zarte Verbundenheit den dunklen Geheimnissen Wasserruhs trotzen können?Meine Meinung:Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Wenn das nicht Tanja Heitmann und ihr neues Geschichtlein sind! Mit "Nebelsilber" legt die Autorin einen Einzelband vor, der das in der Jugendbuchwelt erfrischend unverbrauchte Motiv des Erlkönigs neu aufleben lässt. In dem fiktiven, auf sumpfigem Boden gebauten Waldstädtdchen Wasserruh erlebt Protagnonistin Edie ein mystisches Abenteuer, das selbst Vielleser des breit gefächerten Romantasy-Genres als gelungene Abwechslung empfinden werden.Tanja Heitmann braucht selten eine lange Einfindungszeit, um ihre Leser an ihre Geschichten zu fesseln. Auch in "Nebelsilber" reichen wenige Seiten, um sich von ihrem bildstarken Schreibstil und der magischen Atmosphäre gefangen nehmen zu lassen. Wie der schlaflose Erlkönig stromert man durch die Seiten, stets neugierig und fasziniert, was man in den moderigen Wäldern von Wasserruh noch wird entdecken können.Edie und Silas sind die Protagonisten und tragenden Helden der Geschichte. Das rastlose Mädchen mit der besonderen Gabe und der rätselhafte Junge ohne Gedächtnis haben eine tolle Ausstrahlung, die einen als Leser unheimlich fesselt. Dass man zu beiden anfangs keinen direkten Draht aufbaut, empfindet man überraschenderweise gar nicht negativ. Im Gegenteil: Durch die Distanz wirken Edie und vor allem Silas noch geheimnisvoller und undurchschaubarer - und das steht ihnen ausgesprochen gut zu Gesicht! Auch als Duo passen sie gut zusammen. Ihr Miteinander ist nicht immer harmonisch und ihre Handlungen lassen sich häufig nicht gut einschätzen, aber genau dieses Undefinierbare passt zu "Nebelsilber" außerordentlich gut.Mysteriös, undurchschaubar und höchst faszinierend sind nicht nur die Protagonisten in diesem Roman. Auch auf die Handlung passen diese Beschreibungen perfekt. Denn Tanja Heitmanns Neuerzählung des Erlkönigs ist so geschickt verstrickt, dass man nie vorausahnen kann, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Die Autorin hat einige Überraschungen für ihre Leser parat. Es wird düster, unheimlich und gar ein wenig gruselig! Dank der starken Atmosphäre wirkt "Nebelsilber" sehr intensiv und bietet jede Menge Kopfkino-Potenzial. Hier liegt zugleich aber auch die größte Gefahr des Romans: Wer sich nicht von Anfang an für die Handlung begeistern kann, wird es schwer haben, sich im Verlauf noch mit ihr anzufreunden. So sehr ihre Worte und die von ihr erschaffene Stimmung von Anfang an begeistern, so schwach sind leider die einzelnen Nebencharaktere. Obwohl sie alle auf ihre eigene Weise eigen- und einzigartig sind, sind sie innerhalb der 400 Seiten starken Geschichte nicht mehr als nette Statisten, die ihre Rollen spielen. Der Fokus liegt klar auf Edie und Silas, wodurch ihre sympathisch eingeführten Freunde unter den Tisch fallen. Besonders enttäuschend verlief allerdings das Liebesdreieck, auf das man - so sehr ich die Beteiligten auch mochte! - getrost hätte verzichten können. Fazit:"Nebelsilber" von Tanja Heitmann ist eine geheimnisvolle und düstere Geschichte, die das Motiv des Erlkönigs neu interpretiert. Auf mitreißende und atmosphärisch starke Weise erzählt die Autorin von Edie, einem Mädchen mit einer besonderen Gabe, und Silas, einem Jungen ohne Gedächtnis, der ausgerechnet durch Edies Umzug nach Wasserruh nach 10 Jahren aus dem Nichts wieder auftaucht. Die Stärken des Romans liegen in seiner Undurchschaubarkeit und Heitmanns eindringlichem Schreibstil. Wer allerdings mit Charakteren hadert, zu denen man nur zaghaft Zugang findet, wird mit den Protagonisten wohl seine Schwierigkeiten haben. Ich persönlich mochte Edie und Silas gerade deshalb so gerne, weil sie mit dem Mainstream brechen! Für "Nebelsilber" vergebe ich 4 Lurche. 

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  • Nebelsilber

    Nebelsilber
    Si-Ne

    Si-Ne

    30. July 2016 um 13:22

    Fazit: Wow was für eine Geschichte. Besonders die Idee mit dem Erlkönig fand ich wirklich toll. Es war wirklich spannend und schön geschrieben, nur das Ende war für mich etwas zu viel. Bewertung: Edie flüchtet vor der Realität und landet mit ihrem Vater in einem abgeschlagenem Ort. Das kommt ihr gerade recht. Der Ort und auch alles erinnern mich etwas an das Gedicht des Erlkönigs. Das Buch fängt schon geheimnisvoll an und zieht mich in seinen Bann. Schon der Prolog lässt auf ganz viel hoffen. Auch im weiteren Verlauf ist es einfach aufregend mehr über den Erlkönig, Edie und einem Jungen zu erfahren. Edie ist ein Mädchen mit einer Sicht nicht nur auf die scheinbare Realität sondern sie sieht auch verborgene Dinge. Sie blickt öfter hinter die Fassade und lässt sich nicht von Äußerlichkeiten abschrecken. Später taucht noch ein Junge auf, der sehr geheimnisvoll ist und da habe ich teilweise bedenken, genau wie Edie. Er ist aber ein total lieber und unschuldiger Typ, der i-wie ein Goldschatz ist. Aber mal schauen, was am Ende rauskommt ;) Das Ende an sich fand ich wirklich befremdlich und war auch etwas verwirrt, auch wenn ich alles verstanden habe. Es war mir etwas zu viel. Das Buch erhält von mir 4,5 von 5 Punkte

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  • Buchverlosung zu "Nebelsilber" von Tanja Heitmann

    Nebelsilber
    FluesterndeWorte

    FluesterndeWorte

    01. July 2016 um 19:45

    Ich verlose auf meinem Blog 1x das Buch "Nebelsilber" an meine lieben Follower.

    Alle Teilnahmebedingungen findet ihr auf meinem Blog:
    http://fluesterndewortebuecherblog.blogspot.de/2016/07/gewinnspiel-im-sommer.html#more


    Das Gewinnspiel findet ausschließlich auf meinem Blog statt., bis einschließlich den 31.07.2016 könnt ihr daran teilnehmen. :)

    An alle Teilnehmer viel Glück! ♡

  • Eine Geschichte zum abtauchen

    Nebelsilber
    Buechernixen

    Buechernixen

    24. March 2016 um 08:39

    https://youtu.be/KQ_rVjO09X0

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  • Schauerfigur neu in Szene gesetzt

    Nebelsilber
    MeinLesezeichenBlog

    MeinLesezeichenBlog

    23. March 2016 um 21:06

    InhaltEdie Klaws zieht mit ihrem Vater nach Wasserruh, wo die Familie ein altes verlassenes Haus besitzt. Edie lebt mit einer Gabe, die mit einer Legende Wasserruhs tief verwurzelt ist. Doch nicht nur zu Wasserruhs Geschichten und Vergangenheit hat Edie eine besondere Verbindung, sondern auch zum entführten Silas Sterner, der plötzlich wieder aufgetaucht ist. Mit Silas Rückkehr gerät der Ort in Aufruhr und aus den Tiefen Wasserruhs taucht eine uralte Macht auf, die nach ihrem rechtmäßigem, geflohenem Opfer ruft.BewertungIch fange erstmal mit dem Cover an: ich finde es wunderschön und es passt perfekt zur Geschichte. Ich habe das Buch auch nur in die Hand genommen, weil mich das Cover in Kombination mit dem Titel so angesprochen hat. Das Cover hat etwas unheimliches, mystisches und unheilschwangeres an sich und diese Eindrücke finden sich auch in der Geschichte wieder; das Cover hat also die Atmosphäre des Buches perfekt getroffen.In ihrem Roman lässt die Autorin die gruselige Schauerfigur des Erlkönigs auf spannende Art und Weise aufleben und hat die Figur in ein modernes Märchen eingebettet. Mir persönlich hat Goethes Ballade "Der Erlkönig" schon immer Schauer über den Rücken gejagt. Und dasselbe gilt auch für "Nebelsilber" von Tanja Heitmann. Die Geschichte um Edie und Silas ist ein bisschen furchteinflösend und schaurig-romantisch-schön. Dieses Jugendbuch hat viel zu bieten. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut: er ist klar und gut zugänglich. Man fliegt nur so über die Seiten; das liegt wahrscheinlich einerseits an der sprachlichen Gestaltung, aber andererseits auch am Inhalt und der allseits vorhandenen Spannung.Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, ist das Ende, das die Autorin ihren beiden Hauptfiguren auf den Leib geschrieben hat. Ich bin damit nicht ganz zufrieden, denn es hat bei mir viele Fragen offen gelassen. Fragen auf die ich wahrscheinlich keine Antworten bekomme, weil es sich leider um ein Einzelband handelt (konnte online leider keine gegenteiligen Informationen finden; falls aber jemand mehr wissen sollte... :D)Empfehlung"Nebelsilber" kann ich mit gutem Gewissen empfehlen. Wer Mystery, Schauer-Legenden, geheimnisvolle Sagengestalten und ein klein bisschen Romantik liebt und gerne davon liest, ist mit "Nebelsilber" von Tanja Heitmann sehr gut bedient!

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  • Gelungene Sagenadaption

    Nebelsilber
    ingrid_pabst

    ingrid_pabst

    08. March 2016 um 14:19

    Inhalt Die siebzehnjährige Edie und ihr Vater flüchten jeder vor ihrem eigenen (Liebes)Kummer in ein verlassenes Haus mitten im Wald des einsamen Örtchens Wasserruh. Der ständige Nebel schürt die Mythen und Sagen um das morastige Gebiet im Spreewald. Kein Wunder, dass Edie Pferdegetrappel hört und sich vom Nebel verfolgt wird. Doch als der zehn Jahre verschollene Silas Sterner auftaucht, merkt Edie, dass dem Nebel mehr Magie innewohnt, als sie zu anfangs glauben will. Was hat es mit dem jungen Mann auf sich? Wo war er die letzten zehn Jahre und welche Verbindung hat er zu Edie? Wie hat's mir gefallen Zu ersteinmal muss ich gestehen, dass ich sehr erfreut bin, das mal ein Jugendbuch mit Fantasyelementen in Deutschland spielt und nicht nur immer Übersee. Schon als Kind hatte ich Angst vor dem Erlenkönig und lief schnell an nebeligen Flüssen vorbei. Kein Wunder, dass mich Edies Geschichte aber der ersten Seite in den Bann zog. Zu Beginn scheint alles harmlos: ihr Vater Haris und Edie flüchten beide vor privaten Problemen in ein altes Bauernhaus, welches schon lange in Familienbesitz ist. Die Abgeschiedenheit soll den beiden Ruhe und Geborgenheit bieten, doch der Nebel und die frostige Kälte hält Einzug im Haus. Zudem fühlt  sich Edie von dem düsteren Wald wie magisch angezogen. Magisch ist auch ihre Gabe, denn Edie sieht Dinge, die andere nicht (mehr) sehen. So scheint es ihr Schicksal, dass sie den sonderbaren verschwundenen jungen Mann Silas aus seiner Verbannung lockt. Doch irgendwas ist an dem unnahbaren attraktiven Mann besonders und dies ist nicht die gemeinsame Gabe des Sehens. Während Edie versucht ihm bei seinen Gedächtnislücken auf die Sprünge zu helfen, nähern sich die beiden auf eine einzigartige Weise an, wie man sie selten erlebt. Die zarte Liebesgeschichte fand ich wirklich bezaubernd, obgleich ich zusammen mit Edie an Silas, dem geraubten Kind, zuweilen zweifelte. Denn Roman, ein Gypsie der charmanten Sorte, streut seine Bedenken wie Pusteblumensamen im Sommerwind. Weiß Silas mehr als er zugibt? Ahnt Roman, was es mit dem stillen jungen Mann auf sich hat? Und weiß Edie vielleicht auch schon mehr, als sie sich eingestehen will? Der Spannungsbogen bleibt immer hoch, da man aufgrund der düsteren Grundstimmung und der knackenden Äste im Wald immer angespannt ist. Ich klebte nur so an den Seiten und konnte gar nicht genug bekommen, auch wenn so manches schreckliches Geheimnis gelüftet wurde. Besonders hervorstechend ist in diesem düsteren Gruselroman der ausdrucksstarke Schreibstil, der detailverliebt, märchenhaft und schaurig zugleich ist. Tanja Heitmann schafft mir ihrem atmosphärischen Schreibstil eine düstere Stimmung, die angsteinflößend und anziehend zu gleich wirkt. Wie ein Abhängiger las ich jedes Wort Zeile für Zeile und sehnte mich nach mehr dieser vollmundigen Worte. Ich bin durch und durch verliebt in die Autorin! Alles in allem war ich sehr begeistert, vor allem aufgrund des einmaligen Schreibstils. Das letzte Drittel war mir anfangs etwas zu viel des Guten, obwohl es im Ganzen betrachtet sehr gut passte und durchweg stimmig war. Wer Sagen etwas Wahres zuspricht, sollte dem Buch einen zweiten Blick gewähren.   Cover/Buchgestaltung Das Cover ist düster, magisch und zog mich sofort in seinen Bann. Zudem finde ich es gut, dass nicht "der Bösewicht" darauf abgebildet ist, sodass man eine eigene Vorstellung davon bekommen kann. Für Fans von * "Die dreizehnte Fee" von Julia Adrian * "Wen der Rabe ruft" von Maggie Stiefvater Fazit Der atmosphärisch-einmalige Schreibstil schafft eine gelungene Brücke zwischen düsteren Sagen und modernen Fantasyelementen. "Nebelsilber" überzeugt zu dem mit sympathischen Charakteren und einer zarten Liebesgeschichte, die jedes Herz erwärmt in solch einer Nebellandschaft.

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  • Eine düstere und geheimnisvolle Geschichte mit einigen Schwächen

    Nebelsilber
    ilona89

    ilona89

    06. February 2016 um 14:01

    Klappentext: Der Herzschlag, der dich ruft ... Als die siebzehnjährige Edie mit ihrem Vater in ein einsames Haus im Wald zieht, will sie eigentlich nur ihren Liebeskummer bewältigen. Das abgeschiedene Wasserruh ist jedoch ein Ort voller Mythen, die einen unwiderstehlichen Reiz auf sie ausüben. Als plötzlich der vor zehn Jahren verschollene Silas Sterner vor ihr steht, kann er sich nur daran erinnern, dass ihr Herzschlag ihn zurückgebracht hat. Doch im Nebel des Erlenwalds lauert eine dunkle Macht darauf, Silas wieder in die Nachtschatten tief im Erdreich unter Wasserruh zu locken. Edie gerät in ein Netz aus alten Geheimnissen und Lügen, während das Band zwischen ihr und Silas immer stärker wird – bis es plötzlich zu reißen droht, als sie der Wahrheit zu nahe kommt. Erster Satz: Es war ein wunderschöner Herbstmorgen. Meine Meinung: Obwohl ich einige Bücher der Autorin in meinem Regal stehen habe, bin ich irgendwie nie dazu gekommen sie zu lesen. Deshalb hielt ich es für eine gute Idee, erstmal mit ihrem neuesten Werk "Nebelsilber" anzufangen, das mich am meisten angesprochen hat. Von all ihren Romanen fand ich zudem auch, dass dieses Buch, das aller schönste Cover hat und der phänomenale und spannende Klappentext hat mich auf jeden Fall neugierig auf die Geschichte gemacht. Obwohl ich bereits eher schlechte Meinungen zu "Nebelsilber" gehört habe, habe ich nicht gezögert, es mir zu kaufen und es so bald wie möglich zu lesen. Dennoch muss ich sagen, dass ich nun mit gemischten und eher enttäuschten Gefühlen da stehe, obwohl meine Erwartungen im Grunde nicht so hoch waren. Die Autorin Tanja Heitmann kann wunderbar Geschichten erzählen und vor allem eine einmalige und düstere Atmosphäre erschaffen, die unter die Haut geht. Allerdings hat "Nebelsilber" leider einige Schwächen, denn im Gegensatz zu der perfekten Beschreibung der Stimmung im Buch, kamen viele Gefühle, die die Autorin zu vermitteln versucht hatte, bei mir erst gar nicht an. Dazu gehört die eher unglaubwürdige und sich sehr schnell entwickelnde Liebesgeschichte, auf die nicht besonders emotional eingegangen wurde, sowie bestimmte Ereignisse, die ebenso viel zu rasant abgehackt wurden, ohne wirklich gründlich erklärt zu werden. Die Protagonistin Edie ist ein 17-jähriges Mädchen, das sympathisch aber auch unglaublich blass rüber kommt. Außer dass sie eine Gabe hat - eine magische Fähigkeit - könnte ich sie im Moment wirklich nur mit Mühe beschreiben, da mir zu ihr einfach nichts einfällt... Die anderen Charaktere dagegen fand ich schon mal viel besser ausgearbeitet. Jeder von ihnen hatte markante Eigenschaften, die sie ausmachten und sie facettenreich erscheinen ließen. Die Handlung fängt mit dem spannenden und düsteren Prolog spannend an um dann in ein sehr lahmes Kapitel überzeugen. Die Langeweile, die dann wie ein roter Faden durch das ganze Buch fortgeführt wird, hat mich oft in den Wahnsinn getrieben. Es gab nur selten Stellen, in denen es interessanter zuging und vor allem, in denen wirklich was wichtiges und nennenswertes passierte. Erst zum Ende hin wurde es endlich spannender und das große Geheimnis um den Jungen, der dem Erlenkönig entkommen konnte, wurde gelüftet. Allerdings blieben noch einige Fragen offen und andere wurden nur unzureichend und unglaubhaft erklärt. Das Gute an "Nebelsilber" war allerdings die Tatsache, dass ich lange Zeit nicht wusste, wie die Geschichte enden wird und fand deshalb die Wendungen überraschend. Zum Schluss hin wurde aber alles deutlicher und ich konnte mir das Ende so ausmalen, wie es auch eingetroffen ist. Zum Schreibstil kann ich noch sagen, dass er flüssig und sehr angenehm zum Lesen ist. Die Beschreibungen sind außerdem immer sehr detailliert und stimmungsvoll gestaltet. Zitat: "Wo war dieser Silas denn die ganze Zeit über... doch wohl kaum in dieser Höhle, oder?"Vorsichtig legte Edie ihre Fingerspitzen von der anderen Seite des Bildschirms gegen Mariks. Eine unsinnige und zugleich wunderschöne Geste. "Das", flüsterte sie, "ist das große Geheimnis." Cover: Das Cover finde ich einfach nur wunderschön und mehr als gelungen! Es ist ein absolut toller Eyecatcher, der einem sofort ins Auge springt. Der düstere Wald spiegelt perfekt die Stimmung im Buch wieder und das einzige was nicht so wirklich dazu passt, ist die Tatsache, dass das Mädchen, das mit großer Wahrscheinlichkeit Edie darstellen soll, dunkle Haare hat. Ich habe sie nämlich anders in Erinnerung und so viel ich noch weiß, hatte sie blonde Haare. Ansonsten fällt das eig. auch eh nicht so stark auf. Fazit: "Nebelsilber" überzeugt mit einer wunderbar düsteren Stimmung und einem geheimnisvollen Märchen voller Mythen und Legenden. Das Buch bereitete mir dadurch oft eine Gänsehaut und schöne Lesemomente. Die Idee an sich fand ich phänomenal, leider wurde sie nicht ganz so optimal umgesetzt. Die Liebesgeschichte sowie das Ende kamen für mich viel zu schnell und machten auf mich einen etwas "erzwungenen" Eindruck, da die restliche Handlung eher ruhig und auch langweilig verlief. Da ich das Ende nicht ganz so überraschend fand und zu wenig emotional vergebe ich 3 von 5 möglichen Sternen. Ich finde es außerdem schade, dass noch so viele Fragen unerklärt geblieben sind. Man hätte sicher mehr aus diesem vielversprechenden Roman machen können! Weitere Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Ilys Bücherblog

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  • Ein durchwachsenes Lesevergnügen, das mich unschlüssig zurücklässt

    Nebelsilber
    Skyline-Of-Books

    Skyline-Of-Books

    25. January 2016 um 12:40

    Klappentext „Als die siebzehnjährige Edie mit ihrem Vater in ein einsames Haus im Wald zieht, will sie eigentlich nur ihren Liebeskummer bewältigen. Das abgeschiedene Wasserruh ist jedoch ein Ort voller Mythen, die einen unwiderstehlichen Reiz auf sie ausüben. Als plötzlich der vor zehn Jahren verschollene Silas Sterner vor ihr steht, kann er sich nur daran erinnern, dass ihr Herzschlag ihn zurückgebracht hat. Doch im Nebel des Erlenwalds lauert eine dunkle Macht darauf, Silas wieder in die Nachtschatten tief im Erdreich unter Wasserruh zu locken. Edie gerät in ein Netz aus alten Geheimnissen und Lügen, während das Band zwischen ihr und Silas immer stärker wird – bis es plötzlich zu reißen droht, als sie der Wahrheit zu nahe kommt.“   Gestaltung Das Cover spiegelt die Atmosphäre des Buches sehr gut wieder, da es sehr düster und geheimnisvoll wirkt. Vor allem die Wurzeln und Bäume passen sehr gut zu einer Szene im Buch, die mir Schauer über die Arme gejagt hat! Ich finde vor allem den Sternenhimmel mit dem Mond wunderschön und die Farben der Bäume und des Himmels an sich. Dieses Cover lädt wirklich dazu ein,  in seiner Fantasie zu schwelgen!   Meine Meinung Aufmerksam geworden bin ich auf „Nebelsilber“ vor allem durch das grandiose Cover. Mitten in der Buchhandlung sticht es einem einfach sofort ins Auge und zieht einen in seinen Bann. Gekoppelt mit dem Lust machendem Klappentext zog das Buch sehr schnell bei mir ein. Cover und auch Klappentext haben bei mir dementsprechend auch eine recht hohe Erwartungshaltung geweckt, die aber nicht ganz erfüllt wurde. Ich hatte von Autorin Tanja Heitmann bisher noch nichts gelesen und auch eher durchwachsene Meinungen gehört, war aber positiv gestimmt, dass mir „Nebelsilber“ gefallen würde.   Nun nachdem ich die Lektüre beendet habe, muss ich sagen, dass ich die durchwachsenen Meinungen bezüglich der Autorin nachvollziehen kann. Ich schwanke hinsichtlich „Nebelsilber“ auch ein wenig und ringe mit mir, wie es mir denn nun gefallen hat. Einerseits wurde ich gut unterhalten, es gab schöne Szenen, es war atmosphärisch dicht und die Idee war gut. Andererseits hat es mich aber auch nicht umgehauen oder vollkommen überzeugen können. Insgesamt fand ich das Buch eher durchschnittlich.   Positiv fand ich, dass die Geschichte lange Zeit unvorhersehbar ist. Ich konnte nicht erkennen oder gar erahnen, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln würde. Ehrlich gesagt, tappte ich lange im Dunkeln. Doch irgendwann wurde dann schon ersichtlich, wie sich alles entwickeln würde, sodass  ich das Ende, welches für meinen Geschmack viel zu chaotisch war und zu wenig aufgeklärt hat, nicht wirklich genießen konnte.   Auch fand ich die Liebesgeschichte nicht besonders herausragend. Zum einen ging alles zwischen den Figuren sehr, sehr schnell und zum anderen hatte ich zwischendurch den Verdacht auf eine klischeehafte Dreiecksbeziehung. An diesem Punkt war ich dann ein wenig niedergeschmettert, dass die Emotionen zwischen den Figuren so flach blieben und ich sie nicht gespürt habe. Es gab nämlich  wirklich Szenen im Buch, an denen ich Gänsehaut auf den Armen hatte. Frau Heitmann schafft es Momente des Grusels und der Unheimlichkeit zu erzeugen (besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine unheimliche Szene im Wald), bei denen die Atmosphäre mich geradezu anzuspringen scheint. Warum also waren dann aber die Gefühle der Figuren nicht auch spürbar? Dies fand ich schade, denn dass die Autorin es schafft, beim Leser etwas auszulösen hat sie ja an den unheimlichen Szenen gezeigt.   Insgesamt gefiel mir aber die Idee der Geschichte gut. Vor allem die mythischen Grundzüge und das Geheimnisvolle fand ich sehr reizvoll. Dennoch war „Nebelsilber“ für mich ein Auf und Ab, da sich die Dinge, die mir gefielen, mit denen, die mir nicht gefielen, die Waage halten und mich eher zwiegespalten zurücklassen.   Fazit „Nebelsilber“ vereint Punkte in sich, die ich mag, hat aber mindestens auch genauso viele Aspekte, die mir nicht zugesagt haben. Vor allem das Ende hat mir nicht wirklich gefallen. Zwar war es spannend und rasant, leider aber auch sehr chaotisch mit noch ungeklärten Fragen. Die Gefühle der Figuren konnte ich auch nicht wirklich spüren. Dafür punktet „Nebelsilber“ jedoch mit seiner Unvorhersehbarkeit und seinen geheimnisvollen Momenten, die sich durch den Schreibstil der Autorin manchmal auch auf mich übertragen haben und mir Gänsehaut beschert haben. 3 von 5 Sternen!   Reihen-Infos Einzelband

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  • Ein düsteres Märchen, aber nicht ganz mein Fall

    Nebelsilber
    Kanya

    Kanya

    21. January 2016 um 20:52

    Inhalt Edie und ihr Vater ziehen zusammen nach Wasserruh, mitten im Wald um Abstand von ihrem bisherigen Leben zu bekommen und vielleicht noch mal neu anzufangen. Doch Wasserruh ist ein Dorf voller Geheimnisse. Die Mythen rund um den Erlenkönig scheinen dort noch lebendig zu sein. Als Edie eines Tages Silas, der schon seit zehn Jahren verschwunden war, findet, gerät Edie immer weiter in die Mythen, denn Silas erinnert sich nicht mehr an die zehn Jahre und behauptet, dass ihn ihr Herzschlag zurückgeholt hat. Und auch Edie hat ein Geheimnis, denn sie besitzt eine Gabe mit der sie Dinge sieht, die sonst keiner sieht... Meine Meinung Als ich von dem Buch gehört habe, wurde ich direkt neugierig, weil ich Geschichten rund um den Erlenkönig und die Nachtschatten mehr als faszinierend finde. "Nebelsilber" ist wie ein dunkles Märchen voller Geheimnisse, Gefahren und Mythen, aber auch Liebe und Überraschungen. Dennoch hatte ich so meine Probleme mit dem Buch. Nach einem geheimnisvollen Prolog, der mir noch gut gefallen hat, fand ich den Beginn einfach gähnend langweilig. Man begleitet Edie, wie sie nach Wasserruh zieht, erfährt wieso sie und ihr Vater diesen Schritt gehen und auch Edies Gabe wird erklärt. Diese wirkt fantastisch, aber auch faszierend. Spannung kommt sehr lange gar nicht auf. Denn man begleitet Edie wie sie neue Freunde findet und auch sonst passiert eher weniger. Erst als Silas auftaucht, passiert so langsam mehr und der Fantasyanteil wird höher. Ab da hat mir das Buch deutlich besser gefallen. Ein deutlicher Pluspunkt ist allerdings, dass ich zu keiner Zeit wusste, worauf das Buch hinausläuft. Der Plot ist überraschend und wirklich unvorhersehbar, was ich wirklich toll finde. So konnte mich das Buch trotz meiner Anfangsschwierigkeiten recht gut unterhalten. Der Schreibstil ist sehr bildlich und die Autorin beschreibt gerne, schreibt dabei aber leicht und locker. Besonders gut kann sie bedrückende oder auch unheimliche Szenen beschreiben. Alles wird aus Edies Perspektive (personaler Erzähler) geschildert, was sehr gut passt und nach meinem Geschmack war, denn Edie ist eine sympathische Protagonistin von der ich gerne mehr erfahren habe. Insgesamt sind alle Protagonisten gut ausgearbeitet, auch wenn vor allem Edies neue Freunde das Übernatürliche vielleicht etwas zu schnell hinnehmen. Die Liebesgeschichte des Buches finde ich in Ordnung, auch wenn mir manches zu schnell geht. Die Idee hinter dem Ganzen ist dagegen richtig gut. Das Ende ist dann wiederrum nicht wirklich zufriedenstellend, denn es geht für meinen Geschmack auf einmal alles zu schnell. Edie wusste ohne ersichtlichen Grund auf einmal die Lösung des Ganzen und es bleiben zu viele Fragen ungeklärt. Da hätte ich mir ein paar mehr Seiten gewünscht, die alles etwas ausführlicher darstellen. Bei diesem Buch bin ich wirklich zwiegespalten, denn manches hat mir sehr gut gefallen, anderes leider so gar nicht, sodass es für mich leider nur ein mittelmäßiges Lesevergnügen war. Fazit Ich habe lange überlegt, wie ich "Nebelsilber" bewerten soll, denn obwohl ich die Idee mag und auch der Schreibstil und die Protagonisten mir zugesagt haben, fand ich den Anfang zu langweilig und das Ende zu schnell abgehandelt. Es ist definitiv mal etwas anderes und ein düsteres Märchen, dennoch bekommt es von mir nur knappe drei Sterne. Für mich war es wohl einfach nicht das Richtige, auch wenn ich denke, dass das Buch vielen anderen gefallen könnte.

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  • Die Geheimnisse des Nebels!

    Nebelsilber
    Zalira

    Zalira

    21. January 2016 um 11:53

    Nach einem Streit ihrer Eltern taucht Edie zusammen mit ihrem Vater im verwunschenen Wasserruh ab. Abgeschnitten vom Rest der Welt versuchen beide ihr eigenes Gefühlschaos in den Griff zu kriegen. Edie ist aber kein normales Mädchen, weil sie oft mehr sieht als ander Menschen. Und auch Wasseruh ist alles andere als ein gewöhnlicher Ort. Das Dorf steht auf einem früheren Sumpf und dann wäre da noch der mysteriöse Erlenwald. Als Edie dann auch noch den vor 10 Jahren verschwundenen Silas findet, zu dem sie eine ganz besondere Verbindung hat, verdichten sich die mysteriösen Vorfälle. Erlkönig (Johann Wolfgang von Goethe): Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? - Siehst Vater, du den Erlkönig nicht? Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? - Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. - [...] "Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt; Und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt." Mein Vater, mein Vater jetzt faßt er mich an! Erlkönig hat mir ein Leids getan! Kurz vorweg zum Cover, das hat mir wirklich sehr gut gefallen und nach dem Lesen, weiß man auch, dass das abgebildete Wurzelreich der Bäume perfekt zum Inhalt passen. Das Buch hat mich wirklich von Anfang an gepackt und begeistert. Gerade diese mysteriöse, etwas düstere Grundstimmung in Anlehnung an das "Erlkönig" Gedicht finde ich super. Alle Charaktere werden gut dargestellt und Edie als Hauptperson, aus deren Gesicht die Geschichte erzählt wird, gefällt mir besonders gut. Auch die Annäherung und Beziehung, die sich zwischen Edie und Silas entwickelt, wird glaubhaft dargestellt und ist weder zu kitschig noch steht sie zu sehr im Vordergrund. Das Buch schafft es auch nochmal das Interesse für ein Gedicht zu wecken, das man sonst nur aus der Schule kennt, und die wichtigsten Elemente werden im Buch richtig gut eingesetzt. Für mich auch sehr interessant war, dass Johann Wolfgang von Goethes Gedicht auf eine andere Geschichte aufbaut, die einen Übersetzungsfehler enthält. Wer das Buch liest und sich über das Gedicht informiert, weiß was gemeint ist. Etwas nachgelassen hat das Buch am Ende, was ich etwas schade fand. Das Ende an sich, also wie alles aufgelöst wurde, fand ich gut - unerwartet, aber für die Geschichte passend. Allerdings geht es alles sehr schnell und für mich bleiben am Schluss ein paar kleine Fragen offen. Fazit: Zum Schluss blieben für mich ein paar kleine Dinge ungeklärt, trotzdem hat mir das Buch beim Lesen viel Spaß gemacht. Und gerade der mysteriöse Hintergrund, sorgt für den ein oder anderen Gruselmoment.

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  • Verzaubert im Spreewald

    Nebelsilber
    Miramis

    Miramis

    18. January 2016 um 18:40

    Die siebzehnjährige Edie befindet sich in einer schwierigen Lebenssituation und flieht regelrecht aus der Stadt aufs Land, in das beschauliche Örtchen Wasserruh inmitten des Spreewalds. Hier will sie gemeinsam mit ihrem Vater ein neues Leben in einem alten, einsamen Bauernhaus anfangen. Doch der geheimnisvolle Spreewald lässt Edie nicht zur Ruhe kommen; mit ihrer verborgenen Gabe, dem zweiten Gesicht, nimmt sie vieles wahr, was für sie unerklärlich ist. Und eines Tages lockt ihr Herzschlag einen jungen Mann aus dem Wald, der seit vielen Jahren als verschollen galt. Für die Dorfbewohner eine Sensation, ist die Rückkehr von Silas für seine Familie eher eine Belastung und für Edie ein Mysterium, das sie unbedingt aufklären will. Der junge Mann, der sich an nichts erinnern kann, hat seine Kindheit und Jugend in den Nachtschatten verbracht, im Reich des geheimnisvollen Erlenkönigs. Mehr und mehr fühlt sich Edie zu ihm hingezogen, immer unsicher, ob sie ihm tatsächlich trauen kann. Was hat er in den Nachtschatten wohl erlebt? Und will der Erlenkönig ihn zurück in sein Reich holen? Edie bekommt unerwartete Unterstützung in zweierlei Hinsicht; in der realen Welt hat sie ihre neuen Freunde Marischka und Addo, die ihr treu zur Seite stehen und sie erden. Außerdem lernt sie ihre Nachbarin Rodriga kennen, die ihr eine wertvolle Ratgeberin im Zusammenhang mit ihrer Gabe wird und ihr die Mythen und Legenden des Spreewalds näher bringt, denn sie scheinen der Schlüssel zu Silas Verschwinden und Wiederauftauchen zu sein. Trotzdem gerät Edie sehr bald in einen Strudel von Ereignissen, die sie zweifeln lassen, wer auf ihrer Seite ist - und die am Ende unmissverständlich den Weg in die Nachtschatten weisen... Wer an diese Geschichte rational herangeht, hat schon verloren; denn Tanja Heitmann ist eindeutig eine Autorin für LeserInnen einer phantastischen Lesart. Sie schafft es mit ihrem eindringlichen und poetischen Schreibstil wunderbar, Bilder und Stimmungen zu zaubern. Mich hatte sie damit schon auf den ersten Seiten an der Angel, und das schöne Lesegefühl blieb mir auch bis zum Ende. Auch mit den Figuren konnte ich sehr viel anfangen; sie sind lebendig und lebensecht, interessant und vielschichtig gezeichnet. Edie wird als Teenagerin dargestellt, die mit den typischen Problemen dieser Altersgruppe kämpft, zusätzlich zu ihrer ganz speziellen phantastischen Persönlichkeitsseite. Die zarte Liebesgeschichte zwischen ihr und Silas wird sehr einfühlsam erzählt, so dass die jugendliche Zielgruppe damit gut zurecht kommen sollte. Über was Schreibstil und Figuren aber nicht ganz hinweghelfen können, sind die kleinen Mängel im Plot. Tanja Heitmann lässt sich am Anfang sehr viel Zeit mit ihrer Geschichte und führt die LeserInnen wirklich intensiv in Edies Welt und die Geheimnisse der Spreewalds ein, das hat mir sehr gut gefallen. Deswegen hätte ich mir auch gewünscht, dass das Ende ebenso sorgfältig und ausführlich behandelt wird. Stattdessen wird hier plötzlich ziemlich Gas gegeben und die Auflösung des Rätsel ziemlich unelegant auf dem Silbertablett serviert. Unabhängig davon fand ich es ziemlich Klasse, wie sie die Geschichte enden ließ - aber ich hätte es eben gerne noch ein bisschen ausgeschmückter gehabt; so empfand ich die Handlung etwas unausgewogen im Verhältnis zwischen den ersten zwei Dritteln und dem letzten Drittel des Buches. Trotz dieses Kritikpunktes mochte ich das Buch über die ganze Länge hinweg sehr gerne und habe das Lesen sehr genossen. Eine klare Leseempfehlung für LiebhaberInnnen des Genres und LeserInnen, die gerne emotional und weniger rational lesen.

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  • Nebelsilber

    Nebelsilber
    SABO

    SABO

    18. January 2016 um 15:57

    Tanja Heitmann - Nebelsilber - CBT Haris Klaws hat genug von den beruflichen Eskapaden seiner Ehefrau Inga. Der Bildhauer hat sich, seitdem er Vater wurde, ein sesshaftes Leben gewünscht, er hat das Nomadenleben satt und packt sich seine 17jährige Tochter Edie und zieht mit ihr in das alte Familienhaus der Klaws. Es ist schon lange nicht mehr bewohnt worden und der Spreewald umarmt es längst mit Erlen und Unkraut. Das renovierungsbedürftige Gut wird enstaubt und entmaust und die Arbeit nimmt nie ein Ende, aber alles ist besser als an Inga zu denken, die am anderen Ende der Welt sitzt. Das ihre Familie ihr nicht nach Singapur folgt, hätte sie nie gedacht, jetzt haben alle drei Sehnsucht zueinander.. Edie geht in eine neue Schule und findet gleich Freunde, solche, die man suchen muss.. Marischka führt schon mal aus Spaß eine Touristengruppe in den Wald und verschwindet, oder plant eine Tollkirschenparty. Addo ist der ruhende Pol zwischen ihnen, er hat den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als Marischkas Ideenbomben zu entschärfen, ein Wunder, das der kleine Ort noch auf der Landkarte zu finden ist. Edie streift durch die Wälder und ihre kleine ungewöhnliche Gabe lässt sie den seit 10 Jahren vermissten Silas finden, ihr Herzschlag spürt den seinen auf, er gräbt sich aus einer Höhle. Edie versteht nicht, was da passiert ist und Silas hat sein Gedächtnis verloren. Ihre alte Nachbarin Rodriga sieht die Wahrheit in den Menschen und kann sie davor warnen, bei Silas sieht sie gar nichts, sie misstraut ihm. Einst habe ihn der sagenhafte Erlenkönig gefangen genommen und das Nachtschattenreich sein zuhause. Was soll Edie tun? Das Herzklopfen verdankt sie nicht nur ihrer Gabe, sondern auch Silas.. Unheimliche Sagengestalten aus dem Spreewald, vermischt mit Teenageralltag, alte Legenden verleihen dem modernen Märchen einen mystischen Touch, über allem liegt ein dichter Nebel - wie die Prophezeiungen einer Wahrsagerin.   Leider konnte mich das Buch nicht so begeistern, zuviel "angerissene" Begebenheiten, die zu wenig erklärt wurden. Mehr Ausführungen um die alten und jungen Protagonisten und es hätte mir besser gefallen..

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  • Tief aus dem Wald, da komme ich her...

    Nebelsilber
    nicigirl85

    nicigirl85

    17. January 2016 um 12:54

    Das unheimlich hübsche Cover hat mich auf das Buch aufmerksam werden lassen und da ich schon immer mal etwas von Tanja Heitmann lesen wollte, war die Buchanschaffung beschlossene Sache. In der Geschichte geht es um die 17- jährige Edie, die mit ihrem Vater in das mysteriöse Wasserruh zieht. In der Stille kann sie ihren Liebeskummer hervorragend verarbeiten und nach vorn blicken. Doch dann taucht Silas auf, der 10 Jahre als verschollen galt. Edies Herzschlag habe ihn heim gebracht. Was ist da zwischen den Beiden? Hat diese Bindung Bestand? Ich tat mich beim Einstieg ein klein wenig schwer, da anfänglich nicht allzu viel passiert. Erst im Verlauf der Handlung nimmt die Spannung zu und je mehr man liest, desto mehr überschlagen sich dann auch die Ereignisse. Ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Ereignisse. Dadurch bekommen wir die Möglichkeit die Geschehnisse mit den unterschiedlichsten Protagonisten zu erleben. Edie ist ein Mädchen ihrer Zeit, mit ihr bin ich direkt warm geworden. Die dargestellten Jungs hatten auch jeder etwas für sich. Gerade Roman sein erster Auftritt war schon sehr beeindruckend. Für Silas hingegen empfindet man in erster Linie Mitleid und erst später Zuneigung, da er so einiges durchstehen musste. Einschätzen konnte man beide Jungen lange nicht, was ich aber gut fand, da so das Rätselhafte erhalten blieb. Die Romanhandlung fühlt sich an wie ein Märchen voller Geheimnisse, was mir immens gefallen hat. Der Schreibstil von Frau Heitmann lässt sich angenehm lesen und trägt einen durch die Geschichte. Ihr gelingt es besonders gut das düstere Setting dem Leser näher zu bringen. Etwas holprig fand ich das Ende, denn das war nicht hundert Prozent schlüssig und erschien mir etwas überstürzt. Die Autorin hätte der Handlung gern noch 50 Seiten mehr schenken können, das hätte gewiss für mehr Klarheit gesorgt. Fazit: Ein interessante Story, die ich gern gelesen habe und die ich auch gern weiterempfehle. Mir hätte es nur mehr gefallen, wenn die Spannung sich über den gesamten Roman verteilt hätte.

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