Die Geschichte ist eigentlich eine sehr typische Tanja Janz Geschichte. Eine im Job erfolgreiche, aber in der Liebe eher unbefriedigte Frau bricht zu einem Kurztrip nach St. Peter Ording auf und findet dort vor idyllischer Landschaft Freunde und Liebe.
Allerdings merkt man, dass es sich um eines der frühen Werke der Autorin handelt, denn die Lovestory kam relativ spät und wirkte irgendwie noch ein bisschen unausgereift.
Die Protagonistin Ellen war mir eigentlich sympathisch. Die Krimiautorin ist engagiert, packt mit an und hilft ihrer neuen Freundin, die sie während ihres Urlaubs kennenlernt, sofort in deren Teeladen, hat ein Ohr für die Kinder und erkundet die Landschaft.
Hier muss man sagen, dass es Orte in St. Peter gibt, die in Janz Romanen immer wieder aufzutauchen scheinen. Das gibt zwar so etwas wie Heimeligkeit, ich muss aber auch sagen, dass ich es auf Dauer etwas unoriginell finde.
Wie die Lovestory eingeführt wurde, fand ichs eltsam. Denn wir haben hier zwei Männer und Ellen schwärmt sofort für den Buchhändler, findet den grummeligen Biologen jedoch erstmal nicht weiter bemerkenswert.
Dann fängt sie an, Briefe mit einem Unbekannten auszutauschen und gerät in Schwärmereien....das ganze ist so aufgebaut, dass einer der Männer eigentlich die ganze Zeit priorisiert wird und plötzlich ist dann viel zu schnell von Liebe die rede – ohne, dass da eine wirkliche Entwcklung statt fand, außer dass die Leute nett zueinander waren und es dann irgendwann mal Sex gab.
Dass Ellen zuhause eigentlich noch einen Freund hat und dass sie wegen dem Liebeskummer hat, ist dann super schnell vergessen.
Für mich wird hier also zu schnell mit solch großen Worte wie Liebe umhergeworfen, wobei mir natürlich klar ist, dass das in dieser Art von Büchern vielleicht auch einfach erwartet wird.
Insgesamt war es aber eine sehr schöne und auch harmonische Geschichte mit einem schönen winterlichen Setting.


































