Tanja Katzer , Denis Katzer So weit der Akku reicht

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Inhaltsangabe zu „So weit der Akku reicht“ von Tanja Katzer

E-Bike-Abenteuer mit Hund

Im Juli 2015 machen sich Tanja und Dennis Katzer auf den Weg. Nach Ihrer Reise mit der Eisenbahn nach Ulan-Ude in Sibirien, besteigen sie ihre E-Bikes und durchqueren die Mongolei und China in 338 Tagen. Sie legen 8055 Kilometer zurück und überwinden dabei gut 44.000 Höhenmeter (vergleichbar mit fünfmal der Höhe des Mount Everest). Sie radeln in der Wüste Gobi bei enormer Hitze von 56 Grad Celsius sowie klirrender Kälte von minus 25 Grad Celsius, immer begleitet von ihrem Hund Ajaci.

Die Autoren beschreiben nicht nur die körperlichen Strapazen bei Wind und Wetter sowie auf spiegelglatt vereisten Passstraßen oder löchrigen Schotter- und Lehmpisten, sondern auch das richtige Energiemanagement bei den E-Bikes. Zauberhafte Begegnungen mit der immer hilfsbereiten Bevölkerung machen diese Reise zu einer faszinierenden Reportage
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  • Reisen zur Selbstfindung und für die Rettung der Welt

    So weit der Akku reicht

    R_Manthey

    27. September 2017 um 09:51

    Seit 1991 reisen die beiden Autoren fast andauern, nur von Vorbereitungszeiten unterbrochen, durch die Welt. Sie wollen die "längste dokumentierte Expedition der Menschheitsgeschichte unternehmen". Und: "Dabei geht es uns nicht nur um das Reisen, sondern auch darum der westlichen Welt andere kulturelle und philosophische Werte und Anschauungen näherzubringen und sie für den Schutz unserer bereits schwer in Mitleidenschaft gezogenen Erde zu sensibilisieren. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass wir nur diese Welt haben, auf der wir leben, und setzen uns dafür ein, dass die Kinder von morgen noch Bäume sehen und Vögel zwitschern hören können und nicht mit Atemschutzmasken herumlaufen müssen. Unsere Reise will dazu beitragen, die Menschen daran zu erinnern, dass es neben der Arbeit, den vermeintlichen Verpflichtungen und dem Hinterherjagen nach Geld auch noch andere Dinge gibt, die es weitaus mehr wert sind gelebt zu werden."Allerdings sieht es in diesem Buch mit der Übermittlung „anderer kultureller und philosophischer Werte und Anschauungen“ an die westliche Welt, die darauf schon voller Anspannung gewartet hat, recht dünn aus. Stattdessen erfährt man, dass es in Sibirien, der Mongolei und China nicht immer besonders sauber ist, die Übernachtungsmöglichkeiten nicht zum Bleiben einladen und dass manchmal die chinesische Luft schlecht ist. Was an Interessantem neben dem Sendungsbewusstsein der Autoren übrigbleibt, sind das Radfahren an sich, die Ausrüstung, die Streckenwahl und die Reisezeit. Da die Beiden sich dazu entschlossen hatten, ihren großen Hund mitzunehmen, entstanden nicht nur zusätzliche Probleme bei den Einreisen und Übernachtungen, sondern auch ein zusätzliches Gewichts- und Stabilitätsproblem. An beiden Fahrrädern hingen einachsige Wagen, die ein recht großes Gewicht aufnehmen mussten. Selbstverständlich entstehen dadurch zusätzliche Risiken, insbesondere an den Achsen der Wagen und an der Verbindungsstelle zum Fahrrad. Beides ging während der Reise zu Bruch, worauf man allerdings nicht gut vorbereitet war. Bei der enormen Gewichtsbelastung die auf die Fahrräder wirkte, grenzt es an ein Wunder, dass es nicht wesentlich mehr Verluste und Notsituationen gab. Immerhin fuhren die beiden Autoren auch bei extremen Temperaturen (sowohl über als auch unter null Grad) und auf zum Teil schwierigem Gelände (vereiste Straßen, Schotterwege). Die Reiseroute erwies sich ebenso als extrem. Warum gerade sie gewählt wurde, erschloss sich mir nicht. Interessant, aber nicht überraschend für alle, die mit einem E-Bike vertraut sind, ist der hohe Stromverbrauch bei dieser Tour. Ein Akku hielt im Durchschnitt 25 bis 30 Kilometer, was beim Gesamtgewicht von Mensch, Rad und Ausrüstung sehr gut ist, aber auch bedeutet, dass man hinreichend viele geladene Ersatz-Akkus bei sich haben muss, um nicht in der Pampa zu stranden. Das Buch hat mich schon wegen der vielen (sicher oft ungewollten) persönlichen Offenbarungen, die in gehörigem Gegensatz zur Eingangserklärung stehen, gut unterhalten. Weder die Schilderungen der Tour, noch die wenigen kulturellen oder gar philosophischen Botschaften, die vorher angekündigt wurden, konnten wirklich überzeugen. Lernen kann man nur Folgendes: Wenn man eine solche Tour plant, dann braucht man außerhalb von Europa wohl einen guten Draht zu den Herstellern. Ansonsten riskiert man irgendwo zu stranden. Glücklicherweise haben die beiden Motoren den Belastungen offenbar standgehalten. Was das Paar dem staunenden Publikum allerdings insgesamt mit dieser Rad-Tortur beweisen wollte, bleibt mir ein Rätsel. Sicher, es war garantiert ein Abenteuer, allerdings nicht immer ein schönes. Man kann sich ohne große Überlegungen schnell viel interessantere Touren vorstellen. Hier ging es jedoch wohl nur darum, vom Zielort ihrer letzten Tour (mit anderen Transportmitteln) aus ein weiteres Stück anzuschließen, damit die „längste dokumentierte Expedition der Menschheitsgeschichte“ zustande kommt. 

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