Tanja Kinkel Das Spiel der Nachtigall

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Inhaltsangabe zu „Das Spiel der Nachtigall“ von Tanja Kinkel

Ein großer Sänger, ein Spion, ein Schurke

Ende des 12. Jahrhunderts beginnt ein Junge aus ärmsten Verhältnissen seinen unaufhaltsamen Aufstieg an die Spitze der Minnesänge – und das, obwohl Walther von der Vogelweide mit allen Konventionen bricht und dem Minnesang die Keuschheit nimmt. Was keiner seiner Gönner ahnt, die ihn als 'Nachtigall' preisen: Walther dient nur einem Herren, und das ist er selbst. Geschickt sammelt er Informationen und verkauft nicht nur seine Kunst, sondern auch sein Wissen für einen hohen Preis. Dabei kreuzen seine Wege immer wieder die der gefährlich klugen Judith – eine jüdische Ärztin, die manchmal seine Gegnerin, manchmal seine Verbündete ist …

Uve Teschner hat mit seiner warmen und wandelbaren Stimme bereits zahlreiche Hörbücher sowie Hörspiele eingelesen. Er ist nicht nur ein 'brillanter Rezitator' (Potsdamer Neueste Nachrichten), sondern auch ein lebhafter Gestalter, der die unterschiedlichsten Charaktere verkörpern kann.

Katrin Fröhlich, 1968 in Berlin geboren, hatte bereits mit sieben Jahren ihre erste Synchronrolle in der Serie Die Waltons. Sie ist die deutsche Stammstimme von Gwyneth Paltrow und Cameron Diaz. Mit ihrer warmen, facettenreichen Stimme versteht sie es meisterhaft, Judiths Geschichte in "Das Spiel der Nachtigall" fesselnd zu erzählen.

Aggressive Frauenstimme trifft auf markanten, beruhigenden Bariton

— Huebner

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  • Aggressive Frauenstimme trifft auf markanten, beruhigenden Bariton

    Das Spiel der Nachtigall

    Huebner

    11. April 2016 um 09:37

    Das beinahe 1000Seitige Epos anzuhören, stellt schon eine Herausforderung dar. Während Uve Teschner durch ausgesucht facettenreiche Stimmimitationen glänzt, nervt Katrin Fröhlichs schneidende, sehr laute, auch in romantischen Situationen aggressiv wirkende Stimme. Hier freut sich der Hörer wohl auf den Perspektivwechsel, und die beruhigende Baritonlage Teschners. Auch sollte der Finger auf dem Lautstärkenregler bleiben, denn die beiden sehr unterschiedlichen Klangfarben der Sprecher sorgen auch für sehr unterschiedliche Lautstärken. Weibliche Sprecher haben es seit jeher schwerer als männliche. Ab S. 500 harmoniert die Mischung einfach nicht mehr. Buchrezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Tanja-Kinkel/Das-Spiel-der-Nachtigall-624318021-w/rezension/1234306018/ Ivonne Hübner

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  • Der Minnesaenger und die jüdische Ärztin

    Das Spiel der Nachtigall

    Daphne1962

    03. November 2013 um 16:09

    „Das Spiel der Nachtigall“ von Tanja Kinkel – gelesen von Uve Teschner und Katrin Fröhlich. Tanja Kinkel versteht es hervorragend, geschichtliche berühmte Figuren in einem Roman wieder lebendig werden zu lassen. Dabei noch ein paar Menschen, die eine Rolle dort hätten spielen können, mit einzubinden. Ich erwischte mich immer wieder dabei, wie ich meine Kenntnisse im Internet aufgefrischt habe und auch sehen wollte, ob sich das Ganze auch so zugetragen hat. Ein Auffrischen des Geschichtsunterricht war das hier. Um nicht den Überblick zu verlieren bleibt ein Nachlesen nicht aus. Hier tummelt sich die wichtigsten Herrscher des Mittelalters. Es beginnt mit den Staufern, Heinrich VI, Sohn von König Barbarossa und Philipp von Schwaben und König Otto IV, genannt Otto von Poitou, der den Thron für sich beanspruchte. Aber diese Figuren sind nur nebensächlich, es geht überwiegend um den berühmten Dichter und Minnesänger Walther von der Vogelweide. Er hat von 1170 bis 1230 gelebt und war der bedeutendste Lyriker des Mittelalters. Er wandelt zwischen den Fronten der verfeindeten Herrscher und zeigt in seinen Dichtungen seine Meinung wieder. Vor keinem machte er halt. Von ihm sind 500 Strophen in über 110 Tönen bzw. – inhaltlich gruppiert – 90 Lieder (Minneliedern) und 150 Sangsprüche überliefert; Auch spielt eine weitere Figur eine Hauptrolle. Judith, die rothaarige Jüdin, die sich ihren Lebensunterhalt als Ärztin verdingt. Sie geht mit ihrem alten Vater nach Salerno um sich das Wissen der Medizin anzueignen. Als sie zur angehenden Königin Irene gerufen wird, die mit heftigen Bauchschmerzen in Salerno eintrifft, wird sie als ihre Leibärztin nach Deutschland mitgenommen. Irene soll Philipp von Schwaben heiraten. Er gehört zur Familie der Staufer und ist der Nachfolger von Heinrich VI. Zwischen ihr und Walter kommt es immer wieder zu bleibenden und spannenden Begegnungen, um die sich dieses tolle Hörbuch dreht. Das macht dieses Hörbuch so lebendig und spannend. Hier ein kleiner Überblick über die Herrscher des 12 und 13. Jahrhunderts. Heinrich VI. aus dem Geschlecht der Staufer von 1165 bis 1197 gelebt war ab 1169 römisch-deutscher König und ab 1191 Kaiser des Heiligen römischen Reiches. Von 1194 bis zu seinem Tod war er zugleich König von Sizilien. Heinrich war der zweite Sohn von insgesamt elf Kindern aus der Verbindung Friedrich Barbarossa mit Beatrix von Burgund. Er heiratete 1186 Konstanze, die als Tochter des Normannenkönigs Roger II von Sizilien Tante und Erbin des Normannenkönigs Wilhelm II war. Philipp von Schwaben von 1177 bis 1208 aus dem Adelsgeschlecht der Staufer war von 1198 bis zu seiner Ermordung 1208 römisch-deutscher König Otto IV. von Braunschweig von 1175 oder 1176 bis 1218 aus dem Haus der Welfen war von 1198 bis 1218 (unangefochten jedoch nur von 1208 bis 1211) römisch-deutscher König und von 1209 bis 1218 Kaiser des römisch-deutschen Reiches.

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