Tanja Kinkel Die Puppenspieler

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Inhaltsangabe zu „Die Puppenspieler“ von Tanja Kinkel

1484 gibt der Papst das Signal zur Hexenverfolgung. Und mitten in Deutschland muss ein Zwölfjähriger zusehen, wie seine Mutter auf dem Scheiterhaufen endet. Richard, Sohn eines schwäbischen Kaufmanns und einer Sarazenin, werden die Bilder für immer verfolgen. Bis ins Haus von Jakob Fugger, der den Neffen seiner Frau aufnimmt. Und später nach Florenz und Rom, wo Richard für seinen Onkel arbeiten wird. Im Italien der Medici und Borgia, der Bußpredigten eines Savonarola und der grenzsprengenden Kunst eines Michelangelo muss Richard sich entscheiden zwischen dem Wunsch nach Rache und einem freien Leben.

Langweilig. Nur der Anfang und das Ende sind etwas spannend. Viel zuviele Namen, aknn man gar nicht behalten.

— eli199

Eine gelungene Mischung aus historischen Fakten und Fiktion.

— Katharina99

Eine farbenprächtige Zeitreise in die Renaissance um die Fugger und Medicis. Nur die Spannung ließ stellenweise etwas zu wünschen übrig.

— Kirschbluetensommer

Ein Buch das mich durch Spannung,Geschichte,Traurigkeit ,Wut geführt hat und ich konnte es nicht weg legen .

— KatySherlock

Auf jeden Fall ein Tipp für Fans von Rebecca Gablé!!

— -Tanja-

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  • Familie Fugger

    Die Puppenspieler

    anma112015

    07. October 2016 um 12:38

    Vor einiger Zeit las ich bereits ein Buch über die Familie Fugger. Darum erweckte der Klappentext dieses Buches mein Interesse. Es ist etwas langatmig geschrieben. Sehr viele ausländische Namen erschweren den Lesefluß. Trotzdem ist es sehr gut recherchiert. Leider ist der Protagonist Richard kein historisch belegter Zeitzeuge sondern eine Fantasiefigur der Autorin.

  • In der Mitte des Buches fehlt die Spannung

    Die Puppenspieler

    epischel

    24. April 2016 um 15:55

    Das Buch handelt von Hexenprozessen, der Unternehmerfamilie Fugger und dem Italien der Renaissance am Ende des 15. Jahrhunderts. Der Hexenprozess zu Beginn und die ersten Jahre in Augsburg bei der Familie der Fugger sind interessant zu lesen. In der Mitte des Buches fehlt die Spannung, die Hauptperson ist in „seinem Element“ und es ist nicht klar, wie es weiter geht. Doch zum Ende hin nimmt das Buch wieder Fahrt auf, als es um die Intrigen in Rom nach der Wahl von Papst Alexander VI. geht.

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  • Eine gelungene Mischung aus historischen Fakten und Fiktion.

    Die Puppenspieler

    Katharina99

    23. January 2016 um 00:06

    Richard muss als Junge hilflos mitansehen, wie seine geliebte Mutter von der Inquisition auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird. Er wird von seiner Tante, einer angeheirateten Fuggerin, in Augsburg aufgenommen und schwört sich eines Tages zu beweisen, dass es keine Hexen gibt. Doch zunächst stehen seine Ausbildung und später die Arbeit im Unternehmen Jakob Fuggers im Vordergrund. Letztere führt ihn schließlich auch nach Florenz, wo er mit Lorenzo di Medici und wichtigen Künstlern und Intellektuellen in Kontakt kommt. Und er lernt Saviya, ein „Zigeunermädchen“ kennen… Die Puppenspieler ist ein historischer Roman, der im Augsburg, Florenz und Rom der Renaissance angesiedelt ist. Ich finde diese Zeit wahnsinnig spannend und hatte das Glück, das Buch während eines Florenz-Urlaubs zu lesen und all die Kunstwerke und Bauten aus dieser Zeit gleich vor Ort ansehen zu können. Diesbezüglich war das Buch wirklich gut recherchiert und die Verflechtung von historischen Persönlichkeiten, wahren Begebenheiten und Fiktion war stets stimmig. Gut gefallen haben mir auch die Charaktere, die hervorragend ausgearbeitet waren: Richard hatte ich rasch ins Herz geschlossen, von Jakob Fugger war ich fasziniert, Heinrich Insistoris, den Inquisitor, habe ich verachtet usw. Allerdings empfand ich es sehr störend, dass alle „guten“ Charaktere in dem Buch wahnsinnig modern denken, wenn es etwa um Frauen oder Juden geht. Hier hätte mir eine authentischere Darstellung der Ansichten im 15. Jahrhundert besser gefallen (auch wenn es wohl schmerzhaft und brutal zu lesen wäre). Auffällig ist, dass das Buch nur bedingt einem roten Faden folgt. Es beschreibt eher Richards Leben, statt einem klassischen Roman-Aufbau zu folgen. Mich persönlich hat das nicht gestört, da ich es einfach spannend fand, mehr von Richard zu erfahren und über die Renaissance und Florenz zu lesen. Gleichzeitig gibt es dadurch jedoch keinen klaren Spannungsbogen. Für dichtere Handlung hätte man, für meinen Geschmack, am Besten Saviya ganz aus dem Buch gestrichen - sie ging mir durchgängig auf die Nerven und es wirkte für mich rasch unverständlich, weshalb Richard sich so viele Frechheiten von seiner Geliebten bieten lässt. Insgesamt hat mir „Die Puppenspieler“ sehr gut gefallen. Das Buch punktet mit tollen Charakteren und vielen geschichtlichen Details. Ich kann es daher Lesern von historischen Romanen guten Gewissens empfehlen - und wer sich auch noch für die Renaissance, Augsburg oder Florenz interessiert, sollte auf jeden Fall einmal einen Blick in dieses Werk werfen.

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  • Eine farbenprächtige Geschichte mit Schwächen

    Die Puppenspieler

    Kirschbluetensommer

    20. April 2015 um 19:56

    Der kleine Richard Artzt erlebt mit wie seine Mutter als Hexe verbrannt mit. Er gibt sich die Schuld, den Hexenprozess und die Verurteilung verursacht zu haben und setzt sich nun das Ziel, klarzustellen, dass es keine Hexen gibt. Da seine Tante, eine angeheiratete Fuggerin, ihn bei sich aufnimmt, kommt er Kontakt mit Jakob Fugger und wird von ihm gefördert. Im Auftrag der Familie Fugger reist er Jahre später nach Italien, um Geschäfte zu tätigen und zu studieren. Es war mein erster Roman von Tanja Kinkel und ich bin ziemlich begeistert von diesem Buch. Die Autorin versteht es, den Beginn der Neuzeit wieder neu zu erwecken und das alte Augsburg oder Florenz oder Rom wieder auferstehen zu lassen. Auch die Geschichte um Richard Artzt war für mich innovativ und neu. In Ausnahme zu vielen sonstigen historischen Romanen, suchte sich die Autorin nicht eine weiblich Figur aus, die alle möglichen Schwierigkeiten meistern muss, sondern einen männlichen Charakter. Auch diese enge Verbindung zwischen tatsächlichen Persönen wie bspw. Sybille und Jakob Fugger und fiktiven Charakteren wie bspw. Richard Artzt als Ziehsohn finde ich sehr interessant. Auch die ganzen politischen Hintergründe und Details im Buch fand ich sehr interessant, lehrreich und aufschlussreich. Ich mag es einfach, wenn ich in historischen Romanen auch noch etwas über Geschichte lernen kann. Allerdings blieb dadurch stellenweise die Spannung etwas auf der Strecke. Manche Stellen hätten durchaus auch gekürzt werden können und ich hätte mir auch gewünscht, dass die Rache an Heinrich Institoris etwas dramatischer abläuft. Hingegen wird hier ein völlig neuer Plot rund um eine römische Familie aufgebaut und eine zweite Rache-und-Intrige-Geschichte eingebaut auf die meiner Meinung nach gut hätte verzichtet werden können, wenn stattdessen der Fokus mehr auf dem Dominikaner als Antagonisten gelegen hätte. Ansonsten überzeugte mich das Buch mit seinem Detailreichtum und der dennoch spannenden Geschichte. Ich kann das Buch allen Liebhabern von historischen Romanen weiterempfehlen und vergebe 4 Sterne.

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  • leider nur durchschnitt

    Die Puppenspieler

    werderaner

    06. April 2014 um 17:28

    Es ist nicht so das dieser Roman schlecht ist, er ragt aber leider nicht es der masse heraus. der Inhalt der 12 jährige Richard muss mitansehen wie seine Mutter als hexe verbrannt wird,  fortan nimmt er sich vor zu beweisen das es keine hexen gibt. Machdem das Buch gut anfängt lässt es duch sehr nach. Mir fehlt die persönliche Beziehung zu Richard, ich konnte mich selten in ihn hineinversetzen. Schade hier wurde Potenzial versenkt.

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  • Mehr Schein als Sein

    Die Puppenspieler

    katzekatzekatze

    05. October 2013 um 10:29

    Es ist zwar bereits ein Jahr her, seit ich das Buch gelesen habe, doch ich möchte jetzt doch nochmal eine Rezenssion schreiben. Ich muss sagen, dass ich ziemlich enttäuscht von dem Buch war. Anfangs geht es eigentlich ziemlich spannend los - mit einer Hexenverbrennung, bei welcher der Protagonist Richard zu Unrecht seine Mutter verliert. Ist auch ganz gut geschrieben. Von Rache getrieben verlässt er sein altes Dorf um den Inquisitor zu finden, der für das Urteil verantwortlich war. Leider merkt man ziemlich schnell, dass er Großteil des Buches sich um eine Liebesgeschichte zwischen Richard und dem Zigenuermädchen dreht, das er bei dem Weg nach Italien gerettet hat und alles andere nur nebensächlich wird. Seine Rache lässt er irgendwann fallen, jedoch, ohne, dass es nochmals groß erwähnt wird im Buch. Man kriegt auch schnell den Eindruck, dass bei den melodramatischen Zusammentreffen zwischen Richard und seiner Liebsten beide nicht wirklich wissen, was sie eigentlich wollen, was schon ziemlich bald anfängt, zu nerven, da es doch sehr dominant ist. Wirklich Spaß gemacht zu lesen hat es ehrlich gesagt nicht und ich kann ehrlich auch nicht nachvollziehen, warum das Buch soviele so gute Bewertungen erhalten hat. Ich würde es nicht weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Die Puppenspieler" von Tanja Kinkel

    Die Puppenspieler

    winter-chill

    15. September 2013 um 18:28

    Zweifelsohne ist „Die Puppenspieler“ ein gut recherchierter, handwerklich gelungener historischer Roman, der die Leser ins ausgehende Mittelalter entführt. Während der Roman allerdings sehr stark losgeht, wird er ab dem Mittelteil immer schwächer. Erzählt wird die Geschichte von Richard, der als Zwölfjähriger mit ansehen muss, wie seine Mutter auf dem Scheiterhaufen als Hexe verbrannt wird. Aufgrund dieses Erlebnisses wendet er sich enttäuscht von der Kirche ab und schwört sich, eines Tages zu beweisen, dass es keine Hexen gibt. Richard kommt zu seiner Tante nach Augsburg, die in die bekannte Kaufmannsfamilie Fugger eingeheiratet hat. Das Familienoberhaupt Jakob Fugger findet Gefallen an dem wissbegierigen Jungen und schickt ihn nach Italien. Das Land, in dem zu jener Zeit die Theorien der Antike neu entdeckt werden,  in dem aber auch die Kirche so stark vertreten ist, wie sonst nirgends. Im Grunde werden in „Die Puppenspieler“ drei Themen behandelt: die Hexenverfolgung, die Geschichte der Kaufmannsfamilie Fugger und der Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit. Kinkel erzählt sehr bildgewaltig, informativ und detailliert. Besonders gut ausgearbeitet hat sie die Charaktere – sowohl die fiktiven als auch die historischen Persönlichkeiten. Und auch die Aufbruchsstimmung in Europa zu jener Zeit, in der Kunst und Wissenschaft neu erblühen und das Bürgertum immer mehr Macht bekommt, kommt gut rüber. Trotz alledem hat mir der Roman aber nicht hundertprozentig zugesagt. Denn hinter all den gut recherchierten Informationen und der detailgetreuen Schilderung der Historie bleibt eines auf der Strecke: eine gut ausgearbeitete Handlung, eine gut erzählte Geschichte. Zu viele Personen, zu viele Informationen und zu viele Verstrickungen nehmen der Geschichte einfach die Spannung und machen sie langatmig. Gerade zum Schluss hin fällt es einem wirklich schwer, die vielen Personen auseinanderzuhalten und die  Zusammenhänge zu verstehen. An manchen Stellen hatte ich auch eher das Gefühl ein Geschichts- bzw. Sachbuch zu lesen anstatt eines Romans.

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  • Tanja Kinkel und ihre Puppenspieler

    Die Puppenspieler

    KerstinnI

    23. April 2013 um 19:54

    Der junge Richard muss sich 1484 ansehen, wie seine Mutter wegen Hexerei angeklagt, verurteilt und verbrannt wird und will nun beweisen, dass Hexen nicht existieren. Doch zunächst kommt er zu verwandten nach Augsburg. Seine Tante hat den reichen Kaufmann Jakob Fugger geheiratet. Richard kann sich dort gut einbringen und reist geschäftlich nach Italien wo er mit vielem Konfrontiert wird: Blutfehden, Rachegedanken, Hexerei, Liebe, den Gedanken und Taten der Kirche. Und er muss eine Entscheidung treffen zwischen Freundschaft und Liebe, zwischen Rache Freiheit.... Meine Meinung: Dieser Roman ist sehr spannend und interessant. Viele Namen tauchen auf, die ich bereits kannte und die es noch spannender machen ihre Verwurzelung mit der Geschichte kennenzulernen. Leider sind es jedoch sehr viele (besonders italienische) Namen und Familien, die es mir zum teil schwer machten sie alle auseinanderzuhalten. Eine Liste zu beginn wäre sehr hilfreich gewesen. Ebenso erging es mir mit einigen Begriffen, zu denen ich mir ein Glossar gewünscht hätte. Die Charaktäre sind sehr detailiert und gut gelungen. Schön finde ich, dass Richard nicht nur durchgehend ein Held ist, sondern seine innneren Konflikte deutlich ausgetragen werden. Dadurch wirkt seine Rolle (wenn sie auch fiktiv ist) sehr real. Ebenso sind auch die anderen Figuren gut beschrieben und glaubhaft. Gut gelungen sind auch die Informationen zur Hexenverfolgung. Der mögliche Ablauf eines Prozesses, aber auch die Hinergründe zu Traditionen der Zigeuner. Ebenso wird nebenbei erklärt, wie kaufmännische Transaktionen zu dieser Zeit abliefen. Teilweise waren für mein empfinden Passagen leider zu lang und unverständlich, aufgrund vieler Namen und Verstrickungen. Manchmal war es daher schwer, am Ball zu bleiben. Fazit: Ich kann dieses Buch empfehlen, wenn ein Interesse an den Gebenheiten des 15. Jahrhunderts vorhanden sind. Ingesamt ist "die Puppenspieler" ein guter historischer Roman.

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  • Ein grandioses Leseerlebnis

    Die Puppenspieler

    Tantschina

    13. April 2013 um 17:40

    Die Sonnenstrahlen tanzten über das Blatt, während der Abt sich mit zusammengezogenen Brauen daranmachte, die Bulle des Papstes noch einmal von vorne zu lesen. Im Jahre 1484 gibt der Papst das Signal zur Hexenverfolgung. Und mitten in Deutschland muss ein Zwölfjähriger zusehen, wie seine Mutter auf dem Scheiterhaufen endet. Richard, Sohn eines schwäbischen Kaufmanns und einer schönen Sarazenin, werden die unmenschlichen Bilder für immer verfolgen. Bis ins Haus des reichen Jakob Fugger, der den Neffen seiner Frau aufnimmt und in seinem Hause erziehen lässt. Und später nach Florenz und Rom, wo er für Jakob Fugger arbeiten wird. Im Italien der Medici und Borgia, der Busspredigten eines Savonarola und der grenzsprengenden Kunst eines Michelangelo wird Richard gegen das Erbe seines eigenen Blutes kämpfen. Und er muss sich endgültig entscheiden zwischen Freundschaft und Liebe, zwischen dem Wunsch nach Rache und einem ungebundenen, vorurteilsfreien Leben. Tanja Kinkel hat mit ihrem Roman nicht nur ein Meisterwerk erschaffen, nein, sie geleitet den Leser in einen Geschichtsunterricht der etwas anderen Art. Die Kirche spielt nicht nur die wichtigste Rolle, nein, das Werk deckt zugleich dramatische Missstände dieser Zeit auf, mit dem Haupthintergrund der Hexenverbrennung. Doch auch das vornehme Kaufmannsgeschlecht der Fugger wird unter die Lupe genommen und der Leser lernt neue und interessante Details der italienischen Frührenaissance. Auf etwa 672 Seiten taucht der Leser in die Tiefen des 15. Jahrhunderts ein und wird durch einen wunderbaren Schreibstil keine Zeit finden, das Buch aus der Hand zu geben. Durch seine spannende und fließende Schreibweise erlebt der Leser dieses Werkes die Geschichte rund um den jungen Richard Artzt hautnah mit, fühlt, leidet, erfreut sich mit ihm. Der Junge wird ein Teil des Lesers und nimmt ihn mit auf ein atemberaubendes Abenteuer: seine Geschichte und seinen scheinbar ausweglosen Kampf gegen die unsagbare Macht der Kirche zu dieser Zeit. Auch wenn die Kirche in diesem Buch die wichtigste Rolle einnimmt und der Leser zahlreiche Hintergrundinfos erfährt, sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Morde & Intrigen stehen rund um die Papstwahl am Tagesplan, wodurch dem Leser ein neuer und zugleich fremder Teil der Geschichte nähergebracht wird. Die Puppenspieler Tanja Kinkel Goldmann Verlag Persönliche Note: ♫ ♫ ♪ 5 von möglichen 5 Punkten. Ein tolles Ergebnis. Historische Romane sind normalerweise nichts für schwache Nerven, die damaligen Adelsgeschlechter lassen viele Leser bitter aufstoßen und die Bücher über diese Zeit werden viel zu oft abgelehnt. Nein, dieses Buch ist kein Buch, dass man nur als Liebhaber historischer Geschichten lesen kann. Auch für mich ist es das erste Buch dieser Gattung und ich bin vollends begeistert. Es ist verblüffend und zugleich atemberaubend, wie das bekannte Kaufmannsgeschlecht der Fugger die Fäden in der Hand hält (--> Puppenspieler) und den Markt der damaligen Zeit beherrscht. Und es ist grandios, wie sich ein junger Mann, Richard Artzt, durch diese Zeit schlägt und für Gerechtigkeit und Aufklärung versucht zu kämpfen. Die realen Hintergründe, die Tatsachenberichte und ein junger Michelangelo als Nebendarsteller weisen auf einen grandiosen Roman hin, der in meinem Bücherregal einen ganz besonderen Platz einnimmt

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  • Rezension zu "Die Puppenspieler" von Tanja Kinkel

    Die Puppenspieler

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. September 2011 um 21:01

    INHALT Das Jahr 1484 ist geprägt von Friedrich III., dessen Armee in der Schlacht bei Leitzersdorf gegen Ungarn eine schwere Niederlage erlebt, und von Papst Innozenz VIII., der die Hexenbulle erlässt (der einige Jahre später der berühmte „Hexenhammer“ folgt) und somit das Signal zur Hexenverfolgung gibt. Letztere erlebt der damals 12jährige Richard Artzt hautnah: Seine Mutter, eine Sarazenin und die Gemahlin eines schwäbischen Kaufmanns, wird der Hexerei angeklagt und schließlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Richards Tante holt den Jungen zu sich nach Augsburg und in das mächtige Familienunternehmen Fugger. Jakob Fugger, Richards Onkel, erkennt, welche Talente in dem Jungen stecken und fördert diese gezielt im Sinne des Unternehmens. Schließlich darf der Junge sogar in das Handelskontor in der Stadt umziehen, in die er (wenn auch aus anderen Gründen) reisen wollte: Florenz. Dort lernt Richard hochrangige Persönlichkeiten, wie z.B. die Familie Medici, kennen, die ihm den Weg zu interessanten und für das Unternehmen Fugger sehr wichtige Informationen ebnen. Doch dann trifft Girolamo Savonarola, ein dominikanischer Bußprediger in Florenz ein und die Gemüter beginnen sich zu erhitzen. MEIN EINDRUCK Es ist ein wunderschönes Buch, das sich gut und flüssig lesen lässt. Die Autorin schaffte es, mich als Leser schnell in den Bann ihrer Worte zu ziehen und dort festzuhalten. Neugierig verschlang ich jede neue Seite und war gespannt, wie es Richard wohl weiterhin ergehen würde. Er fügt sich passend zwischen die für den Zeitraum wichtigen Personen ein, so, als hätte er damals wirklich gelebt. Man erlebt als Leser, wie er erwachsen wird, wie er die Tätigkeiten des Jakob Fugger durchschaut, wie er selbst raffinierter und geschäftstüchtiger wird. Er lernt auch die Liebe kennen und überwindet die tiefe Verachtung, die er der Kirche gegenüber zeigt, zumindest teilweise, als er in Bruder Mario einen guten Freund findet. Doch im vierten Abschnitt des Buchs, als Richard nach Rom geht, passiert etwas, was sich mir nicht erschließt. Richard wird als Hauptcharakter oberflächlicher, dreht sich seltsamerweise um 180° und beginnt schließlich selbst Intrigen mit tödlichem Ausgang zu schmieden, wobei er selbst die Fäden wie ein Puppenspieler in der Hand hält. Was diese Änderung aber verursacht hat, ging leider an mir vorbei (ich will nicht ausschließen, dass ich das schlichtweg überlesen habe!). Hinzu kommt noch, dass die politischen und historischen Ereignisse immer mehr an Gewicht in den Schilderungen der Autorin gewinnen und so den Haupthandlungsstrang etwas an die Seite drängen. Was mir an diesem Buch sehr gut gefällt, ist sein Aufbau: Es ist in vier große Abschnitte aufgeteilt,die die vier Lebensabschnitte (der Anfang in Wandlingen, die Ausbildung in Augsburg, der wirtschaftliche Erfolg in Florenz und der Aufenthalt in Rom) deutlich trennten, ohne dabei wirklich zu stören. Mir als Leser wurde klar, dass hier für Richard ein komplett neuer Abschnitt (wie bei uns z.B. der Schulbeginn im Alter von 6 Jahren) anfing und mich somit auch etwas Neues erwarten würde. In diesen Punkten wurde ich auch nicht enttäuscht, denn die Autorin hielt für jeden Abschnitt neue Charaktere, neue Ereignisse und neue Erkenntnisse aus der Sicht des Hauptcharakters parat. Inwieweit dabei die historischen Ereignisse richtig oder falsch dargestellt wurden, mag ich nicht beurteilen, da ich mich mit der gewählten Zeitepoche nicht auskenne. FAZIT Ein sehr schönes, unterhaltsames Buch, für das ich mir allerdings eine etwas andere Darstellung der Ereignisse zum Ende hin wünsche, damit der Handlungsstrang von Anfang bis Ende wirklich im Mittelpunkt steht. Es ist logisch und schlüssig aufgebaut, so dass im Endeffekt keine offenen Fragen bleiben. Letztendlich kann ich das Buch den Lesern empfehlen, die gerne Romane auf historischer Basis lesen, um einfach mal abschalten zu können.

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  • Rezension zu "Die Puppenspieler" von Tanja Kinkel

    Die Puppenspieler

    Saralonde

    04. June 2011 um 14:36

    Wunderbare, spannende Geschichte, gekonnt eingebaut in reale Ereignisse der Zeit. Ich finde es wirklich genial, wie Tanja Kinkel ihre fiktiven Figuren mit historischen Persönlichkeiten verknüpft - darunter so interessante Persönlichkeiten wie Jakob Fugger, Lorenzo de' Medici und Michelangelo oder auch Savonarola oder die Borgias auf der Seite der negativen Figuren. Uneingeschränkte Empfehlung, besonders für Liebhaber historischer Romane.

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  • Frage zu "Die Teeprinzessin" von Hilke Rosenboom

    Die Teeprinzessin

    CamCam

    Hallo ihr Lieben, in Geschichte nehmen wir grade die mittelalterlichen Handelsfamilien durch - wie z.B. die Fugger. Mich interessiert das sehr und ich würde gerne wissen, ob ihr vllt Bücher kennt, historische Bücher, am Besten noch Jugendbücher (muss aber nicht unbedingt sein) in denen es um die Fugger oder sonstige Handelsfamilien im Mittelalter geht. Es soll einfach irgendwas mit Kaufleuten o.ä. zu tun haben, mich interessiert das nämlich sehr. Am Besten sowas im Stile von "Die Teeprinzessin". Danke schon im Voraus! Liebe Grüsse, CamCam.

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  • Rezension zu "Die Puppenspieler" von Tanja Kinkel

    Die Puppenspieler

    sarahsbuecherwelt

    20. January 2011 um 11:02

    Historische Werke sorgen bei mir für eine geteilte Meinung. Zwar interessiert mich die historische Lebensweise, bestimmte historische Ereignisse und einige bekannte Figuren, aber oft ist die Sprache bei den Werken altmodisch, sehr trocken und langatmig. In Werk „Die Puppenspieler“ von Tanja Kinkel wurde ich ins Mittelalter des Jahres 1484 entführt. Es ist der Zeitpunkt, wo die Hexenverfolgung seine Anfänge hat. Richard, 12 Jahre alt, muss mit ansehen, wie seine Mutter, eine Sarazenin, die nach dem Tod ihres deutschen Mannes, als Hebamme arbeitet, auf dem Scheiterhaufen landet. Unschuldig wird sie als Hexe verbrannt. Von der Klosterschule, die mitverantwortlich für den Tod seiner Mutter ist, geht es zur Schwester seines Vaters. Dort wird er herzlich aufgenommen. Jakob Fugger, ihr Mann, nimmt sich seiner an und Richard beginnt in seine Fußstapfen zu treten. Er wird ein Puppenspieler, dessen Figuren die Menschen sind. Doch irgendwann muss auch er sich entscheiden zwischen Rache und der wahren Liebe. Die Thematik der Hexenverfolgung fasziniert mich sehr. Daher war ich sehr erfreut, dass ich schon nach wenigen Seiten feststellen durfte, dass Tanja Kinkel dieses Thema in einem lockeren, modernen und detaillierten Stil. Ich konnte den Inhalt flüssig lesen und fand die Umsetzung gut verständlich. Gleich zu Beginn wurde mir auf amüsante Art und Weise der Protagonist Richard vorgestellt. Ich lernte ihn als lustigen, frechen, wissbegierigen und intelligenten Jungen, der nicht auf den Mund gefallen ist, kennen. Alle relevanten Details wurden liebevoll in Szene gesetzt. Mir war Richard sofort sympathisch. Zugleich wurde die gesamte Situation über den Tod des Vaters, die Herkunft der Mutter und ihre Arbeit aufgegriffen. Für mich stellte dies einen wirklich gelungenen Einstieg dar. Es dauerte nicht lange, bis es zu der Verbrennung, welche im Klappentext genannt wurde, kam. Bildhaft wurde der Verlauf der Anklage bis hin zum Eintreten des Todes auf dem Scheiterhaufen beschrieben. Dabei achtete die Autorin genau darauf, mir als Leser beide Seiten verständlich zu erklären. Zum einen die Seite der Kirche und des Mobs, auf der anderen Seite die Meinung weniger denkender Menschen. Ich empfand es als schockierend und bewegend zu gleich. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich schon in dieses Buch verliebt. Dann begann der nächste Teil des Buches und ich befand mich mit Richard bei seiner neuen Familie. Leider wurde das Buch für mich ab diesem Teil immer langatmiger. Politische Dinge wurden bis ins kleinste Detail besprochen. Der Schreibstil hatte sich mit diesem neuen Abschnitt nicht geändert, aber die Thematik wurde einfach langweiliger, wie ich persönlich fand. Die eigentliche Geschichte um Richard empfand ich allerdings noch immer spannend und interessant. Dadurch kam ich häufig an den Punkt, wo ich einfach einige Seiten im Buch vor blättern wollte, um wieder zu einer Passage zu gelangen, die nicht so trocken wirkte. Während die Geschichten rund um die Familie und Richard wirklich lebendig und farbenfroh waren, wirkten die anderen geschichtlichen Aspekte zwar detailliert, aber extrem in die Länge gezogen. Die Autorin versuchte stellenweise die Geschichte einfach zu sehr auszubauen, immer neue historische und politische Situationen einzubauen. Dadurch ging für mich die traurige Eingangssituation mit Richards Mutter immer wieder zu sehr unter. Schließlich geht es um die Hexenverfolgung. Dies wird erst viel später wieder richtig aufgegriffen. In meinen Augen zu spät. Erst das letzte drittel des Buches begann wieder den Reiz auf mich zu haben, wie der Einstieg. Ich denke, wenn Tanja Kinkel das Buch auf 400 Seiten gekürzt hätte, hätte sie mich als Leser durchgehend fesseln können. Zudem ist der politische Anteil stellenweise so breit gefächert, dass vieles einfach zu verworren klang und ich Schwierigkeiten hatte den ganzen Begebenheiten zu folgen. Neben der Politik, gibt es genügend Intrigen und Fehden zu lesen. Stellenweise denkt man sich nur - nicht schon wieder. Zwar ist dies verständlicher, aber einfach zu viel. Gerade durch die vielen und teilweise nur kurzfristig wichtigen Namen, kam ich oft durcheinander, wenn ich nicht sehr genau gelesen habe. Dieses Buch muss trotz langatmiger Passagen wirklich genau gelesen werden, um nichts wichtiges zu verpassen. Bei Figuren, Schauplätzen und wichtigen Situationen finde ich einen solchen Detailreichtum angemessen und gut, aber man muss als Autor wissen können, wann es für Leser einfach zu viel ist. 200 Seiten weniger und es wäre eins der besten historischen Werke in meiner Leselaufbahn gewesen. Trotzdem mich dieses Werk an einigen Stellen nicht überzeugen konnte, ist es im Gesamtbild eine schöne und interessante Geschichte, die mir einen guten Einblick ins späte Mittelalter gegeben hat. Daher kann ich das Werk auch empfehlen.

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  • Rezension zu "Die Puppenspieler" von Tanja Kinkel

    Die Puppenspieler

    vormi

    08. September 2010 um 22:59

    Eines der besten historischen Bücher, die ich je gelesen habe. Detailgetreu, lebensecht, spannend. Alleine die ganzen Informationen über die Fugger und die damaligen Handels- und Buchführungsmethoden. Es ist schon ein paar Jahre her, daß ich das Buch (mehrfach) gelesen habe, und totzdem empfehle und verschenke ich es noch immer gerne. Eines der besten Bücher von Tanja Kinkel

  • Rezension zu "Die Puppenspieler" von Tanja Kinkel

    Die Puppenspieler

    moni_angekommen

    09. July 2010 um 12:37

    Ein sehr kurzweiliges Buch, dass einen mitnimmt in die Anfangs Zeit der Familie Fugger. Als Anhänger von historischen Romanen, habe ich es nach vielen Jahren ein zweites mal gelesen. Kinkel kommt für mich nicht ganz an Rebecca Gable ran- aber wer einen historischen Roman sucht, der nicht wie viele andere in England spielt, liegt mit "Die Puppenspieler" richtig. Ähnlich wie Gable beschreibt auch Kinkel historisches anhand einer Lebensgeschichte, die ein wenig märchenhaft anmutet. Vielleicht gerade deswegen detailliert, spannend und kurzweilig geschrieben- lediglich am Schluss ein wenig langatmig.

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