Tanja Kinkel Säulen der Ewigkeit

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Inhaltsangabe zu „Säulen der Ewigkeit“ von Tanja Kinkel

Als die Engländerin Sarah 1815 nach Ägypten kommt, ahnt sie nicht, welche Abenteuer dieses geheimnisvolle Land für sie bereithält. Während ihr Mann Giovanni Belzoni zum Jäger verlorener Schätze wird, befreit sich Sarah nach und nach aus den engen Konventionen ihrer Zeit. Fern der Heimat findet sie jene Freiheit, nach der sie sich schon lange sehnt. Dabei begegnet sie immer wieder Bernardino Drovetti, dem größten Rivalen ihres Mannes …

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  • Eine Reise ins Land der Pharaonen

    Säulen der Ewigkeit

    BlueNa

    30. June 2013 um 11:41

    Sarah reist mit ihrem Mann Giovanni Belzoni und dem jungen James 1815 von Malta nach Alexandria, weil Giovanni eine Maschine zur Wasserförderung für den Ägyptischen Pascha bauen soll. In Alexandria wütet bei ihrer Ankunft gerade die Pest, weshalb die drei nicht gerade komfortabel empfangen werden. Doch der Französische Konsul, Drovetti, ein Landsmann von Belzoni greift den Neuankömmlingen unter die Arme. Die Maschine wird leider ein Reinfall, doch das dies das absolute Glück für die Belzonis werden sollte, wagt zu diesem Zeitpunkt noch keiner zu glauben. Giovanni setzt sein handwerkliches Geschick ein, um den riesigen Kopf einer altägyptischen Statue an das Nilufer zu befördern, was noch keinem Menschen vor ihm gelungen ist. Dies ist der Beginn einer unvergleichlichen Jagd nach den Schätzen des Altertums und macht aus Giovanni Belzoni eine Berühmtheit. Sarah macht sich derweil auf, Ägypten auf eigene Faust zu erkunden und befriedigt nicht nur ihre Reiselust, sondern läuft auch immer wieder Drovetti über den Weg… Wer selbst schon einmal Ägypten bereist hat und die Schätze des Altertums bewundern konnte, der wird sich in diesem Buch wieder entdecken. Der kennt das Gefühl vor den drei großen Pyramiden von Gizeh zu stehen und sich winzig klein vorzukommen, den Tempel von Karnak zu durchwandern und die Vielfalt und Schönheit der Säulen zu bewundern oder von den drei erhabenen Statuen in Abu Simbel angeblickt zu werden. Dies alles aber vom Standpunkt einer Europäerin zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu erleben, die sich zuvor noch nichts Vergleichbares vorstellen konnte, nicht mal in ihren Träumen, führt einem nochmal vor Augen, das dies damals alles noch mehr als Wunder zu verstehen war, als heute. Es ist spannend zu lesen, mit welchen Problemen Sarah zu kämpfen hatte, denn es war noch niemals eine Engländerin so weit ins Landesinnere vorgedrungen, wie sie. Der Schreibstil der Autorin hat es mir auf den ersten Seiten nicht ganz einfach gemacht, in die Geschichte einzusteigen, aber sobald Sarah, Giovanni und James Ägypten erreicht hatten, ging es viel leichter und die Bilder meiner eigenen Ägyptenreisen erschienen vor meinem inneren Auge. Ich konnte mir die großen Sandberge vorstellen, unter denen die Tempel begraben waren oder den großen, breiten Nil. Eine Spannungskurve im konventionellen Sinn konnte ich nicht ausmachen und trotzdem blieb die Geschichte immer interessant genug, um weiterlesen zu wollen. Ich kann mir aber vorstellen, dass das Buch für Leser, die Ägypten noch nicht selbst besucht haben, ein wenig langweilig werden kann. Die Protagonisten sind mir mit der Zeit sehr ans Herz gewachsen. Ich konnte Sarahs Sorgen und Ängste gut nachvollziehen, zumal es bisher noch keine hilfreichen Informationen gab, wie sich Europäer in Ägypten verhalten sollen, was das Essen und die Hygiene angeht. Sarah war mir sehr sympathisch, da sie genauso reise- und unternehmungslustig ist, wie ich. Ich denke, ich wäre, hätte ich damals gelebt, genauso gewesen. Giovanni ist ein starker, gutaussehender Italiener, der Sarah sehr liebt, trotzdem steht die Jagd nach Altertümern bald an erster Stelle. James ist der jugendliche Begleiter der Belzonis und hilft wo er nur kann. Er ist ein sehr netter Junge, er lockert das geschehen oft auf und ist auf der Suche nach seinem eigenen Weg. Drovetti ist mir sehr unsympathisch gewesen und ich habe Giovanni die Daumen gedrückt, dass er den Wettbewerb gegen seinen Landsmann gewinnen möge. Das Cover des Taschenbuchs ist sehr ansprechend gestaltet. Es sind altägyptische Säulen zu sehen, die Farben sind in sandigen Braun- und Gelbtönen gehalten. Das Coverbild passt wunderbar zum Inhalt des Romans. Fazit: Manchmal etwas langwierig, aber trotzdem immer interessant war Sarahs Weg durch Ägypten und zu sich selbst. „Säulen der Ewigkeit“ von Tanja Kinkel ist ein sehr gut recherchierter Historischer Roman, den ich allen, die die Schauplätze in Ägypten schon einmal besucht haben, sehr empfehlen kann!

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  • Rezension zu "Säulen der Ewigkeit" von Tanja Kinkel

    Säulen der Ewigkeit

    Raka

    06. March 2013 um 10:12

    Mit "Säulen der Ewigkeit" entführt und Tanja Kinkel in das Ägypten des 19. Jahrhunderts. Sarah, eine Frau, die in einem Waisenhaus in London aufgewachsen ist, sehnt sich danach, dass ihr Leben aufregender wird. Als sie dann den Schausteller Giovanni Belzoni kennenlernt und dieser sie heiraten will, hat sich ihr größter Wunsch endlich erfüllt. Gemeinsam mit einem Jungen namens James, den die beiden aufnehmen, machen sie sich auf Reisen durch die ganze Welt, um die Menschen mit ihren Talenten zu begeistern. Dann bietet sich Giovanni eine einmalige Chance: Der Pascha von Ägypten will, dass er eine Maschine zur Förderung von Wasser baut. Von so einer Aufgabe hat der Schausteller, der nie eine Universität besucht hat, aber trotzdem sehr begabt ist, immer geträumt und so macht sich die ganze Familie auf den Wes ins Land der Pyramiden. Leider funktioniert die Maschine nicht richtig und der Pascha verweigert Giovanni seinen Lohn. Da sie nicht genug Geld haben, um zurückzukehren, versucht sich Giovanni an der Archäologie, die in dieser Zeit einen gewaltigen Aufschwung erlebt. Ihm gelingt es den Kopf des Memnon zu bergen, was viele zuvor schon versucht haben. Allerdings ohne Erfolg. Bei seinen Ausgrabungen steht Giovanni immer in Konkurrenz mit Drovetti, der versucht seine Frau für sich zu gewinnen. Das Buch ist - entgegen meiner Erwartung - doch sehr lebendig geschrieben und hat mich gefesselt. Allerdings fiel es ziemlich schwer sich in die Figuren hinein zu versetzen. Besonders die Beschreibungen der Ausgrabungen lassen das Archäologenherz höher schlagen.

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  • Rezension zu "Säulen der Ewigkeit" von Tanja Kinkel

    Säulen der Ewigkeit

    JuliaDrosten

    28. January 2013 um 15:42

    Sehr anschauliche, lebendige und teilweise auch komische Beschreibung der Zeit "als die Archäologie laufen lernte". Die besondere Beziehung zwischen Sara und Giovanni Belzoni wird sehr deutlich, auch der Mut, den beide aufbrachten, insbesondere natürlich Sara, in dieses kaum erschlossene Land zu reisen. Die Beschreibung der teilweise verschütteten Tempelanlagen machte Lust, selbst nach Ägypten zu reisen. Dieses Buch hat mir von allen, die ich bisher von der Autorin las am besten gefallen.

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  • Rezension zu "Säulen der Ewigkeit" von Tanja Kinkel

    Säulen der Ewigkeit

    Lesemaus85

    21. April 2011 um 18:28

    Sarah ist eine sittsame Engländerin. Schon als sie den Jahrmarktsartisten Giovanni Belzoni heiratet, verstöst sie gegen alle Konventionen. Doch sie liebt Giovanni und mit ihm bereist sie ganz Europa. Uns schließlich erobern sie Ägypten. Während Giovanni zu einem der berühmtesten Altertums-Erforscher wird, begibt sich Sarah auf eine Reise zu sich selbst und in die Freiheit.... ------------------------------------------------------------------------------------------------------ Die Thematik war so vielversprechend. Eigentlich sollten die Ausgrabungen in Theben, Karnak und Luxur genug Potenzial bieten um den Leser zu fesseln. Uns sollte das nicht reichen, dann doch wohl die Liebe zwischen Sarah und Giovanni. Oder der charismatische Drovetti, der Sarah umgarnt. Leider schafft die Autorin nicht all diese guten Zutaten zu einem spannenden, packenden historischen Roman zu verweben. Es zieht sich ewig hin. Es passiert irgendwie nicht wirklich etwas. Man folgt verschiedenen Charakteren (die alle ganz gut gelungen sind!) durch Ägypten, Israel und wieder zurück, kann sich aber mit keiner einzigen wirlich identifizieren. Es passiert mir selten, dass ich keine der Figuren ins Herz schließe. Einzig Drovetti ist ein schillernder Charakter, der einige Kapitel rettet und so das Buch vor dem Titel "Flop" bewahrt. Ich hab schon viel gutes von der Autorin gehört. "Säulen der Ewigkeit" kann also nicht ihr bestes Werk sein. Mich hat die Geschichte enttäuscht und ich bin froh, wenn ich das Buch wieder ins Regal stellen kann. Schade.

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  • Rezension zu "Säulen der Ewigkeit" von Tanja Kinkel

    Säulen der Ewigkeit

    scarlett-oh

    05. November 2010 um 14:23

    Bin ein Kinkel Fan, aber dieses Buch fand ich eintäuschend.
    Sie hat wie gewohnt eine andere Welt aufleben lassen aber die Story plätschert so vor sich hin, ohne Höhen und Tiefen. Es kommt einfach keine Spannung auf.
    Das Thema Ägypten und Ausgrabungen finde ich sehr interessant, Kinkel hat es aber leider nicht geschafft aus den " Zutaten" ein Abenteuer zu Papier zubringen.

  • Rezension zu "Säulen der Ewigkeit" von Tanja Kinkel

    Säulen der Ewigkeit

    Simone Paulyn

    06. February 2010 um 12:59

    Sarah ist in einem Waisenhaus in England aufgewachsen und Gesellschafterin einer englischen Lady. Als sie den Italiener Giovanni Belzoni heiratet, gibt sie ihr sicheres, aber langweiliges Leben auf. Sie reist mit ihrem Gatten, einem zwei Meter großen und starken Hünen, als Schausteller durch die Welt. Schließlich führ sie ihr Weg mit ihrem Gesellen James 1815 nach Kairo, wo Giovanni für Mehemmed Ali eine Bewässerungsanlage bauen soll. Trotz gelungener Arbeit ist der Pascha nicht zufrieden. Aufgrund seiner übermenschlichen Kraft erhält Giovanni den Auftrag den Kopf des Memnon zu bergen, was ihm auch gelingt. Er nimmt weitere Ausgrabungen in Ägypten vor, öffnet die zweite Pyramide in Gizeh und entdeckt die antike Stadt Berenike. Giovannis Rivale Drovetti macht ihm nicht nur seinen Erfolg streitig, sondern versucht auch Sarah zu seiner Geliebten zu machen. Sarah ist eine steife Engländerin, die zunächst selbst in der Wüste und auch unter Männerkleidung ihr Korsett nicht ablegt. Mutig und abenteuerlustig begleitet sie ihren Mann überall hin und passt sich so gut wie möglich an. Mit den arabisch sprechenden Frauen freundet sie sich schnell an und erregt mit ihren blonden langen Haaren Aufsehen. In Nubien sieht sie das erste Mal eine orientalische Tänzerin, die ihr scheint, als würde sie nicht aus Fleisch und Knochen bestehen, sondern so weich wie Wasser sein. Das Land verändert Sarah und Giovanni so sehr, dass sie sich von einander entfernen. Sarah begibt sich auf eine einjährige Reise ins heilige Land, um inneren Frieden zu finden. Als sich beide wiedertreffen, beginnen sie einen Neuanfang und beschließen Ägypten zu verlassen. Tanja Kinkels Schreibstil lässt Ägypten vor den Augen des Lesers erscheinen. Wer sich für die Geschichte Ägyptens interessiert und mit Sarah und Giovanni Belzoni Land, Leute und Kultur des 19. Jahrhunderts entdecken möchte, wird das Buch verschlingen. Für alle Ägyptenbegeisterten und diejenigen, die die Schauplätze bereits besucht haben, ein fesselnder Roman und spannender Geschichtsunterricht.

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  • Rezension zu "Säulen der Ewigkeit" von Tanja Kinkel

    Säulen der Ewigkeit

    Superzicke89

    05. February 2010 um 23:04

    Wir tauchen ein in das Land am Roten Meer mit seinen wunderbaren Schätzen. Agypten zu Beginn des 20. Jahrhunderts - eine Epoche die es in sich hat. In Säulen der Ewigkeit wird das Leben der Eheleute Belzoni erzählt, die es einem glücklichen Umstand verdanken, dass Sie (Schausteller) über einen Umweg nach Ägypten kommen. Sie sind am Hof eines echten Paschas wo schnell klar wird, dass sich hier eine unglaubliche Zukunft für die Beiden offenbart. Die Geschichte hat einen gewissen Reiz und doch erkennt man auch bald einige Schwächen. Natürlich soll ein Buch eine gewisse Größe aufweisen und leider lässt sich die Autorin dazu hinreißen sich des Öfteren in Nebensächlichkeiten so sehr aufzuhalten, dass der Lesefluss abreißt. Dennoch ist das Buch lesenswert, da die Autorin es immer wieder schaffte mich als Leserin zurück zu gewinnen in dem sie beispielsweise spannend von Ausgrabungen und Entdeckungen im Tal der Könige erzählt. Fazit: Empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Säulen der Ewigkeit" von Tanja Kinkel

    Säulen der Ewigkeit

    luci

    24. June 2009 um 22:14

    Der historische Roman hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte von dem Ehepaar Belzoni wird klar, spannend und interessant erzählt. Auch die vielen kulturellen Details über Ägypten und auch all die anderen erwähnten Länder machen den Roman lebhafter und bringt dem Leser die Geschichte näher. Man sollte allerdings versuchen das Buch in einem Rutsch durchzulesen, da sich der Stil von Tanja Kinkel nicht dazu eignet immer wieder zu unterbrechen und nur kurze Passagen zu lesen - dadurch zieht es sich ziemlich.

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  • Rezension zu "Säulen der Ewigkeit" von Tanja Kinkel

    Säulen der Ewigkeit

    chiara

    01. June 2009 um 13:26

    „Säulen der Ewigkeit“ ist ein historischer Roman, der Anfang des 19. Jahrhunderts spielt. Die Hauptfiguren des Buches sind die Eheleute Belzoni. Giovanni Belzoni, ein ehemaliger Schausteller, reist mit seiner Ehefrau Sarah nach Ägypten, um dort eine Bewässerungsmaschine für den Pascha zu bauen. Diese funktioniert aber nicht, so dass Giovanni anfängt im Dienste des englischen Generalkonsuls Henry Salt nach altägyptischen Antiken zu suchen. Sarah hingegen nimmt am ägyptischen Leben teil und unterstützt ihren Ehemann, der später als Pionier der Ägyptologie in die Geschichte eingehen sollte. Beim Lesen des Roman merkt man, dass sich Tanja Kinkel bei der Recherche für dieses Werk viel Mühe gegeben. Jedoch hatte ich eher den Eindruck eine Biografie zu lesen als einen Roman. Mir fehlten die Elemente, die mich als Leser in die Handlung hineinziehen und kaum noch loslassen. Ich konnte einfach nicht in die Geschichte eintauchen, so dass es für mich auch kein Problem war das Buch einfach aus der Hand zu legen und ein anderes Buch zu lesen. Wenn ich nicht das Nachwort gelesen hätte, wäre mir nicht bewusst geworden, dass Kinkel einige Sachen erfunden hat. Für mich ähnelte das Buch einfach zu sehr einem Sachbuch. „Säulen der Ewigkeit“ war mein erster Roman von Tanja Kinkel und ich bin mir nicht sicher, ob ich nochmal ein Buch von ihr lesen werde.

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  • Rezension zu "Säulen der Ewigkeit" von Tanja Kinkel

    Säulen der Ewigkeit

    quadrupes

    18. May 2009 um 21:08

    Ins Ägypten des beginnenden 20. Jahrhunderts entführt Tanja Kinkel den Leser in "Säulen der Ewigkeit". Geschildert wird dabei das Leben von Mr. und Mrs. Belzoni, die nach einer Reise als Schausteller quer durch Europa aufgrund einer glücklichen Fügung an den Hof des Paschas nach Ägypten kommen. Dort wird Mr. Belzoni schnell klar, worin seine Zukunft liegt: Im Aufspüren von versunkenen Schätzen und Stätten aus der Antike. Und während ihn sein Ehrgeiz, anderen europäischen Archäologen zuvorzukommen, alles - insbesondere seine Frau - vollkommen vergessen lässt, fühlt diese sich ausgerechnet zu seinem schärfsten Konkurrenten hingezogen. Tanja Kinkel besticht auch in diesem Roman wieder durch das präzise Herausarbeiten der einzelnen Charaktere, deren Gefühle und Seelenleben. Leider ähneln sich mit der Zeit einzelne Passagen doch sehr und die Handlung verstrickt sich in Nebensächlichkeiten, so dass weniger wohl ein bisschen mehr gewesen wäre. Insgesamt jedoch verdient dieser Roman das Prädikat "lesenswert". Sehr ansprechend sind zudem die Schaubilder am Ende des Buches, die dem Leser eine grobe Orientierung über die wichtigsten Handlungsplätze geben.

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  • Rezension zu "Säulen der Ewigkeit" von Tanja Kinkel

    Säulen der Ewigkeit

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. December 2008 um 18:12

    In ihrem neuen Roman beleuchtet Tanja Kinkel die frühen Jahre der Ägypten-Forschung. Lange bevor Champollion die Hieroglyphen entzifferte oder Howard Carter das Grab Tutanchamuns im Tal der Könige entdeckt hat, war es Giovanni Belzoni, der den Tempel von Abu Simbel freilegte, den Eingang der zweiten Pyramide von Gizeh und mehrere Gräber im Tal der Könige entdeckte und die verschollene Stadt Berenike fand. Aber es ist nicht nur seine Geschichte oder die seines Konkurrenten Drovetti, die hier erzählt wird - vor allem ist die Geschichte von Sarah Belzoni, Giovanni Belzonis Frau, der hier in diesem Buch der größte Teil der Aufmerksamkeit zuteil wird. Wer nun aber glaubt, hier würde die Geschichte eines englischen Dämchens erzählt, das mit Sonnenschirm und Teegeschirr Ägypten bereist, der irrt. Sarah Belzoni ist eine Frau, die selbst Geschichte geschrieben hat, in dem es ihr als Mann verkleidet gelang, als erste Frau den Felsendom in Jerusalem zu besuchen zu einem Zeitpunkt, als dieser für Christen und Frauen verboten war. Tanja Kinkel erzählt etwas mehr als drei Jahre aus dem Leben dieses ungewöhnlichen Paares, ihren Entdeckungen, den Veränderungen und den Einsichten, die die Zeit in Ägypten bei ihnen und die sie selber für Ägypten bewirkt haben. Die drei Protagonisten sind liebevoll und mit einer unglaublichen Tiefe gezeichnet. Alle drei haben ihre Licht- und Schattenseiten, Zweifel, Ängste, Vorurteile, Wut, aber auch den Mut, Dinge anzupacken (Sarahs Leitspruch lautet: 'Was immer Du tun willst, fang damit an'). Der Leser fiebert mit ihnen mit, verfolgt ihre Entwicklung, lässt sich von ihnen einnehmen. Nicht erst am Ende wird klar, was Sarah Belzoni zu Anfang des Buches gesagt wurde: "Dieses Land verändert jeden. Wenn Sie Ägypten verlassen, wird Mr. Belzoni nicht derselbe Mann sein, mit dem sie hierher gekommen sind, und sie nicht die dieselbe Frau." Es hätte nicht treffender ausgedrückt werden können. Selten habe ich in einem Buch so glaubhafte und facettenreiche Protagonisten getroffen. So wie sich bei Sarah die Wandlung von der typisch britischen Dame zu einer Frau vollzieht, die sich den Gegebenheiten des Landes anpasst, so vollzieht sich bei Giovanni Belzoni die Wandlung vom Idealisten, der etwas bewirken möchte, zu einem Mann, der unbedingt in die Geschichte eingehen will und dabei fast sich selbst verliert. Es ist eine bildhafte, reiche und lebendige Sprache, in der Tanja Kinkel die Zeit in Ägpyten schildert, sodass man als Leser immer das Gefühl hat, Teil der Expeditionen zu sein. Nie ist man bloßer Beobachter sondern ist förmlich dabei, wenn Tempeleingänge freigelegt, Grabkammern betreten oder Wandmalereien bestaunt werden. Die Schilderungen sind so plastisch, dass man sich ihnen einfach nicht entziehen kann. Man fühlt die Hitze des Sandes, die trockene Luft, die Freude über Entdeckungen, den Frust über Fehlschläge. Der Leser saugt diese Eindrücke in sich auf, sodass sie wie ein Film vor dem inneren Auge ablaufen. Gleiches gilt auch für die Schilderungen des Alltagslebens in Ägpyten, Sarahs Begegnungen mit den Frauen des Landes oder ihr Besuch in den türkischen Bädern, haben mir besonders gut gefallen. Dies sind Einblicke in die weibliche Welt Ägyptens, die einem ansonsten eher verwehrt bleiben. Es hat mich fasziniert, dieses Buch, es hat mich mitgenommen ins Ägypten des frühen 19. Jahrhunderts, es hat mich begeistert für dieses Epoche und wenn ich nicht schon vorher ein Fan dieses Landes gewesen wäre, so wäre ich es spätestens jetzt nach dieser Lektüre. Es hat mich erschöpft wie nach einer langen Reise und gleichzeitig bereichert in mein Jahrhundert zurückkehren lassen.

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  • Rezension zu "Säulen der Ewigkeit" von Tanja Kinkel

    Säulen der Ewigkeit

    andreadressler

    23. December 2008 um 17:25

    Ganz nett, aber nicht der Reisser ,den man sonst bei "Tanja Kinkel kennt, -
    dafür eine unterhaltende Geschichte, die ich mit befriedigend eingestuft habe !

  • Rezension zu "Säulen der Ewigkeit" von Tanja Kinkel

    Säulen der Ewigkeit

    Rena

    19. November 2008 um 21:26

    Etwas langweilig im Vergleich zu anderen Kinkel-Büchern

  • Rezension zu "Säulen der Ewigkeit" von Tanja Kinkel

    Säulen der Ewigkeit

    beowulf

    23. August 2008 um 15:52

    Tanja Kinkel gehörte, bevor ich Viola Alvarez oder Charlotte Lyne gelesen habe zu meinen Lieblingsschriftstellerinnen im Genre historischer Roman. Mit den "Säulen der Ewigkeit" hat sie wieder einen solide recherchierten und gut erzähten Roman vorgelegt. Eine Romanbiographie über das Leben von Sarah Belzoni, der Frau des Abenteurers und frühen Ägyptologen Giovanni Battista Belzoni. Ägypten um 1815 wird vor dem Leser lebendig und farbig ausgebreitet. Sehr lesenswert.

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