Tanja Kinkel Verführung

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Inhaltsangabe zu „Verführung“ von Tanja Kinkel

Angiola Calori war die erste von nur einer Handvoll Frauen, der Casanova einen Heiratsantrag machte, doch sie wollte noch lieber die Bühnen Europas beherrschen. Zwei begnadete Verführer prallen aufeinander, und was lange wie ein Krieg wirkt, wird die Liebe ihres Lebens, die beiden ermöglicht, ihre so unterschiedlichen Ziele zu erreichen.

Ich kam einfach nicht rein...

— kadiya
kadiya

Nette Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger...

— Grappa
Grappa

Spannend, prickelnd, hervorragend recherchiert. Mal ein anderer Blickwinkel auf Giacomo Casanova.

— AngelikaLauriel
AngelikaLauriel

Wow, die Sprache fasziniert mich... Die Thematik ist krass (die Menschen haben echt so gelebt O.o). Super geschrieben und empfehlenswert.

— Mimizuku
Mimizuku

Nach langen Jahren mal wieder ein Buch, welches mich vom Anfang bis zum Ende gefesselt hat. Durchgelesen in 24 Stunden.

— BirgitWichmann
BirgitWichmann

Die ersten und die letzten hundert Seiten sind gut- der Rest war langatmig und konnte mich nicht fesseln.

— MikeschMaus
MikeschMaus

Ein spannender historischer Roman rund um eine schillernde Persönlichkeit des Rokkoko -erzählt aus der Sicht eines vermeintlichen Kastraten

— Moosbeere
Moosbeere

Viele schlüpfrige Beschreibungen und Bekenntnisse, aber doch mit einigen Längen, die mich dann nicht fesseln konnten.

— Goch9
Goch9

Verführung, Verwandlungskunst,verlorene ,verfolgte,verliebte. Genial verpackt in einem bunten spannenden Rokokoroman der besonderen Art

— Postbote
Postbote

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  • Lesenswert

    Verführung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. September 2016 um 21:08

    Als ich den Titel und den Klappentext gelesen habe, habe ich eine etwas andere Geschichte erwartet. Etwas mehr Erotik. Stattdessen bekam ich einen historischen Roman, in dem Casanova die zweite Hauptfigur ist. Die eigentliche Heldin der Geschichte ist Calori, die mit ihrem Geliebten flieht, als sie einen Mann heiraten soll, den sie verabscheut.   Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich zuletzt einen historischen Roman gelesen habe, aber dieser hat mir  gut gefallen. Etwas verwirrend fand ich es, dass sie in ihren Erzählungen immer wieder zwischen Calori und Casanova hin und her springt. Auch, dass die beiden oft an neuen Orten sind sorgte dafür, dass es immer wieder etwas dauerte, bis ich wusste, wem ich nun folgte und wo wir gerade waren.   Trotzdem hat der Roman mich gut unterhalten und ich werde mich jetzt erst einmal auf die Suche nach der Musikempfehlung mache, um zu hören, was für Musik Calori und die Kastraten in ihrer Zeit geschaffen haben.   Das Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung für alle die historische Romane mögen, die in Italien spielen und natürlich für Fans von Casanova, die hier sicher noch eine andere mögliche Facette des großen Verführers kennenlernen können.   Das Buchcover ist sehr edel gestaltet mit einer Maske und einer roten Feder auf schwarzem Hintergrund und auf jeden Fall einen zweiten Blick wert.

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  • Buchverlosung zu "Das Spiel der Nachtigall" von Tanja Kinkel

    Das Spiel der Nachtigall
    Tanja

    Tanja

    Hallo, Lovelybooks-Feunde, zum Welltag des Buches beteilige ich mich auch 2016 wieder an der Aktion „Autoren schenken Lesefreude.“Diesmal gibt es fünf Romane und zehn Bücher von mir im Lostopf zu gewinnen: von jedem der fünf Romane zwei Exemplare. Dabei handelt es sich um: „Mondlaub“: die letzten Jahre des maurischen Königreichs Granada, erzählt aus der Perspektive von Layla, der Tochter des vorletzten Emirs und einer christlichen Sklavin.„Im Schatten der Köngin“: gleich zu Beginn der Herrschaft von Elizabeth I. erschüttert ein skandalöser Todesfall ganz Europa – und könnte sie ihre Krone kosten. Was steckt dahinter?„Das Spiel der Nachtigall“: Walther von der Vogelweide und die Ärztin Judith versuchen im deutschen Game of Thrones zu überleben – und haben den Verstand und das Talent dazu. „Verführung“: Angiola Calori gibt sich als Kastrat Bellino aus, um singen zu dürfen – und trifft auf den jungen Giacomo Casanova.„Manduchai – Die Letzte Kriegerkönigin“: zweihundert Jahre nach Dschingis Khan eint eine Frau die Mongolen noch einmal: Manduchai, die selbst das mächtige China beeindruckt… Meine Frage für Losfreunde: in welche historische Epoche würdet Ihr gerne eine Zeitreise unternehmen, und warum? Ins Spanien der Mauren und der Reconquista, ins England der Tudors, ins deutsche Hochmittelalter, als Welfen und Staufer um den Thron kämpften, in den italienischen Rokoko, als die französische Revolution kurz bevor stand, oder zu den Mongolen und Chinesen der mittlereine Ming-Zeit, als bei uns in Europa die Renaissance losging? Wer wagt, gewinnt! 

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    • 162
    Tanja

    Tanja

    23. May 2016 um 11:25
  • Verführung

    Verführung
    Pixibuch

    Pixibuch

    Dieses Buch ist ein Epos aus der Zeit des Rokkoko in Italien. Angiola Calori lebt mit ihren Eltern in Bologna, während Giacomo Casanova in Venedig zuhause ist. Seine Mutter ist die bekannte Sängerin Zanetta. In der Oper sind sich die beiden Kinder damals zum ersten mal begegnet. Nachdem Angiolas Vater verstorben ist, vermietet ihre Mutter ein Zimmer an den Kastraten Appianino.  Angiola ist von dessen Gesang so fasziniert, dass sie ihn bittet, ihr Gesangsunterricht zu erteilen, Dann ver,ieben sich beide ineinander. Als dann auf Wunsch ihrer Mutter Anguiola einen alten Professor heiraten soll, entschließt sie sich, mit Appianino zu fliehen. Dieser bringt sie zu einerihm bekannten Familie, die erst kürzlich einen Sohn verloren haben. Dort soll Angiola als Kastrat ausgebildet werde und nunmehr Bellino heißen. Die Ausbildung ist schwer. Doch dann erhält Bellino schon einige Aufträge. In einem Gasthof, in dem die Familie untergekommen ist, lernen sie Casanova kennen. Dieser ahnt sofort, dass sich hinter Bellino eine Frau verbirgt. Angiola und Casanova verlieben sich ineinander, wir erfahren einige Abenteuer des jungen Mannes, der sich als Juris, Priester, Offizier und dergleichen ausgibt. Kastraten galten bei den höfischen Menschen teilweise auch als Lustknaben. Es geschehen einige erotische Szenen. Casanova ist es auch, der Angiola überredet, sich wieder als Frau zu zeigen und auch als Frau in der Oper aufzutreten. Das Buch ist voll von Rache, Intrigen, Lügen. Jeder Mensch muße damals schauen, wo er selbst bleibt und da waren ihnen so einige Mittel recht. Wir erfahren hier sehr viel über die Kastraten und deren Leben. Man brauchte diese verstümmelten Männer, weil damals in Italien keine Frauen in der Kirche singen durften. Anschaulich werden uns die Sitten bei Hofe dargestellt.Die Geschichte führt uns durch Städte wie Bologna, Venedig, Neapel, Ancona. Das Gold, der Prunk und die Pracht des Rokkoko stehen sich gegenüber dem Elend, dem Schmutz und der Sterblichkeit des einfachen Volkes. Ich habe mich durch die fast 500 Seiten hindurchführen lassenund so manches über die damalige Zeit dazugelernt. Dieser historische Roman hat mich keinesfalls enttäuscht  Hier wurde wieder nach der gewohnten Kinkelakrebie recherchiert.

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    • 2
  • Phantastisch...

    Verführung
    BirgitWichmann

    BirgitWichmann

    05. March 2016 um 10:19

    Nach langen Jahren der Abstinenz, habe ich endlich mal wieder ein Buch gefunden, welches mich vom Anfang bis zum Ende gefesselt hat. Ich habe es in 24 Stunden durchgelesen und war so begeistert, dass mein Mann ebenfalls via sms Teile über sich ergehen lassen musste. Kein Buch beschreibt die Beziehung zwischen Mann und Frau besser als dieses.

  • Eigentlich...

    Verführung
    angeltearz

    angeltearz

    ... sind historische Romane nicht ganz mein Fall, aber ich muss bei diesem Buch echt sagen, dass ich es gut fand. Angiola kommt als Kind schon mit Sängern und Sängerinnen in Kontakt und will unbedingt auch auf die Bühne. Aber leider ist es nicht mehr so leicht möglich, wie sie es sich vorstellt. Dann lernt sie Casanova kennen und neben ihrer Leidenschaft auf der Bühe zu singen, wird er ihre zweite Leidenschaft. Die Liebesgeschichte ist so schön zwischen den Beiden. Hach… Auch wenn es euch wie mir geht, und ihr historische Romane nicht so gerne mögt, kann ich euch dieses Buch trotzdem empfehlen. Es ist wirklich toll zu lesen! Kleinen Minuspunkt gibt es von mir für den Einband, da es beim Lesen total unhandlich ist. Es sieht wirklich toll aus und ist eine schöne Idee. Stört aber beim Lesen.

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    • 2
  • Meister der Verführung

    Verführung
    Saralonde

    Saralonde

    Italien im 18. Jahrhundert, zur Zeit des Rokoko. Während in Venedig der junge Giacomo Casanova heranwächst, lebt das Mädchen Angiola Calori mit ihren Eltern in Bologna. Der Vater stirbt früh und die Mutter nimmt als Untermieter einen der größten Kastratensänger auf, Appianino. Angiola ist schnell fasziniert von ihm und beginnt bei ihm mit dem Studium der Gesangskunst. Doch sie weiß, dass ihre Mutter sie verheiraten will. Angiola flüchtet und unternimmt einen gewagten Schritt, um auch im Kirchenstaat, zu dem unter anderem auch Bologna gehört, auf der Bühne singen zu können: Sie gibt sich als Kastrat aus… Tanja Kinkels neuester historischer Roman dreht sich um zwei Personen, die wirklich gelebt haben: einmal Giacomo Casanova, den wir alle als berühmtesten Liebhaber aller Zeiten und vieles mehr kennen, und die Sängerin Angiola Calori, die eine für die damalige Zeit beispiellose Karriere machte. Der größte Teil des Buches spielt im Jahr 1744, als die beiden sich auf Reisen kennenlernten, eine Begegnung, die in Casanovas Memoiren eine Rolle spielt. Sogleich besteht eine gegenseitige Faszination und es kommt zu einem fulminanten Schlagabtausch, bevor Calori und Casanova endlich zum Liebespaar werden. Tatsächlich ist Angiola Calori eine der wenigen Frauen, denen Casanova einen Heiratsantrag machte. Bei zwei so charismatischen Protagonisten sind Wortduelle vorprogrammiert, wer sich vor vielen und langen Dialogen scheut, ist bei diesem Buch falsch. Nicht nur dieses Aufeinanderprallen zweier ebenbürtiger Vertreter der Verführungskunst, sondern auch der wie in allen Büchern von Tanja Kinkel hervorragend recherchierte Hintergrund sind es, die das Buch so spannend machen. Tanja Kinkel verwebt die bekannten Fakten mit ihren eigenen Interpretationen zu einer faszinierenden Geschichte, die auch ein Sittengemälde des Rokoko ist. Kastraten waren im 18. Jahrhundert ein gängiges Phänomen, viele Eltern ließen ihre Söhne kastrieren, damit er sie im Alter mit seinem Verdienst als Opernsänger versorgen konnte. Doch tatsächlich starben viele der tausenden von Kindern schon während der Operation und nur wenige schafften es wirklich bis zum Opernsänger. Tanja Kinkel sagte während der Buchmesse sinngemäß, dass sie ihre Werke für gelungen hält, wenn es den Leser motiviert, sich näher mit einem Thema zu beschäftigen. Ich habe schon während der Lektüre Wikipedia gewälzt, unter anderem habe ich mir dabei Aufnahmen von Radu Marian angehört, die mich absolut umgehauen haben (findet ihr auf YouTube), und auch über Casanova möchte ich jetzt mehr lesen. Das zeigt, wie gelungen Tanja Kinkels Roman tatsächlich ist. Gewürzt mit einigen Intrigen einer fiktiven Contessa ist die Lektüre des Buchs vor allem für historisch interessierte Leser ein Vergnügen. Einmal wieder hat Tanja Kinkel mir bewiesen, warum sie mittlerweile meine Lieblingsautorin ist: weil sie genau die Bücher schreibt, die ich lesen möchte!

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    • 3
  • eBook Kommentar zu Verführung von Tanja Kinkel

    Verführung
    tabea

    tabea

    10. June 2014 um 19:41 via eBook 'Verführung'

    lesenswert, fesselnd, einfach schön

  • Entführung in die Zeit des Rokoko

    Verführung
    quadrupes

    quadrupes

    02. February 2014 um 16:42

    Als kleines Mädchen besucht Angiola Calori zum ersten Mal die Oper in Venedig und hat seitdem nur noch einen Wunsch: Selber auf der großen Bühne zu stehen und die Menschen mit ihrem Gesang zu begeistern. Doch zunächst scheinen Angiolas Zukunftspläne unerfüllbare Träume zu bleiben. Als junge Erwachsene lernt sie den Kastraten Appianino kennen, der sie in die Kunst des Singens und die Welt der Musik einführt. Doch beide wissen, dass das kirchlich verordnete Gesangsverbot Angiolas Auftritten in vielen der größten Opernhäusern Italiens stets entgegenstehen wird. Der unerwartete Tod Appianinos scheint Angiolas Hoffnungen gänzlich zunichte zu machen. Doch sie beschließt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Wie ursprünglich mit Appianino geplant, gelingt es Angiola fortan als Kastrat verkleidet gleichermaßen, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen und sie über ihr wahres Ich zu täuschen. Bis auf einen: Giacomo Casanova, der mehrfach ihre Wege kreuzt und mit dem sie eine Mischung aus inniger Liebe und immer wieder aufflammendem Hass verbindet. Tanja Kinkel greift in „Verführung“ auf ihr bewährtes Muster zurück, einen gleichsam lehrreichen wie unterhaltsamen Roman um zwei (fiktionalen) Figuren der (Welt)geschichte zu entwickeln. Die Handlung lebt dabei wie gewohnt von den scharfzüngigen Dialogen der beiden Protagonisten und gibt einen trefflichen Einblick in die Zeit des Rokoko. Da stellt es nur einen kleinen Wermutstropfen dar, dass der Roman im letzten Drittel leicht abflacht.

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  • Leserpreis-Autoren erzählen, wie sie zum Schreiben gekommen sind

    Daniliesing

    Daniliesing

    In 15 Kategorien hattet ihr in diesem Jahr die Möglichkeit, eure liebsten Bücher und Autoren beim Leserpreis 2013 zu nominieren. Nun ist es soweit und die 35 meistnominierten Bücher/Autoren der jeweiligen Kategorie stehen fest! An dieser Stelle möchten wir noch mehr über die nominierten Autoren und ihre Bücher erfahren. Wir dachten uns, dass es eine gute Gelegenheit ist, mal nachzufrragen, wie die nominierten Autoren überhaupt zum Schreiben gekommen sind. Wo liegt wohl der Ursprung unserer heutigen Lieblingsbücher? Hier verraten sie euch, wann und warum sie mit dem Schreiben begonnen haben und welche die ersten Schritte dabei waren. Wie sind die ersten Ideen entstanden und wie kam es dann tatsächlich zur ersten veröffentlichung? Wir sind schon gespannt, was die Leserpreis-Autoren berichten werden!

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    • 99
  • Verführung

    Verführung
    Themistokeles

    Themistokeles

    12. August 2013 um 20:39

    Die Geschichte von Giacomo Casanova ist wohl so glaube ich jedem bekannt, doch wird sie in diesem Buch so vollkommen anders behandelt, als ich es bisher gewohnt war. Es ist zwar nicht so, dass Giacomo nicht der Verführer wäre, als den man ihn allgemein hin kennt, denn der ist und bleibt er das gesamte Buch hinweg, wie sollte es auch anders sein. Nein, es liegt viel mehr einfach daran, dass nicht allein er der Verführer ist, sondern, er teilweise auch zum Verführten wird und man einfach ein Spektrum an Gefühlen bei Casanova erlebt, dass man sich bei diesem Charakter der Geschichte einfach nur schwer vorstellen kann. Denn noch viel wichtiger als Casanova ist in diesem Buch einfach Angliola Calori, die vom Mädchen zum Kastraten und dann auf der Bühne gefeiert wird. Wobei mir da noch so einiges Neues aufgezeigt wurde, dass mir in diesem Maß nie bewusst war. Unter anderem auch, wie stark damals wirklich die Verbote hinsichtlich der Frauen und deren Auftritten auf der Bühne in Italien waren und wie anders es auch damals schon in anderen Ländern war. Ebenso erfährt man einfach extrem viel über das Leben eines Kastraten, wie dieses aussah, wie mit ihnen umgegangen wurde und vor allen Dingen auch, wie sich ein so früh im Leben kastrierter Junge, im Laufe seiner Entwicklung einfach vollkommen anders entwickelt, mit dem fehlenden Testosteron. Für mich auf jeden Fall viele spannende Dinge, die so nebenbei in die Geschichte mit eingeflossen sind, die ansonsten stark von den Künsten der Verführung auf vielfältige Weise, sowohl durch Körperlichkeiten, die damals scheinbar Gang und Gebe waren, wie aber vor allen Dingen auch durch die Musik, die Angliola so vortrefflich zu beherrschen scheint. Was mich an manchen Stellen ein wenig gestört hat, war das Gefühl einer leichten Langatmigkeit der Geschichte, die mich in den Abschnitten ab und an überkam, als wäre es einfach etwas zu viel zwischen den eigentlichen Ereignissen gewesen, als hätte einfach alles ein bisschen schneller erzählt werden können, denn ab und an habe ich mir schon gewünscht, dass doch langsam mal der nächste Abschnitt kommen mag. Das kann zwar auch daran gelegen haben, dass die Geschichte, trotz ihrer Länge, nur in drei Abschnitte unterteil war und keinerlei Kapitel besaß, aber davon abgesehen, passiert manchmal doch längere Zeit nicht wirklich viel, was etwas anstrengend zu lesen war. Trotzdem waren die Stellen, an denen etwas passierte, das Lesen auf jeden Fall wert, da man einfach eine emotionale Bindung zu Angliola aufbaut, die durch ihre sehr sympathische Art, die auch ihrer Zeit eindeutig ein ganzes Stück voraus ist, einem einfach ans Herz wächst und bei der man hofft, dass sie mit ihrer Verkleidung bloß nicht auffällt, so lange sie sich als Kastrat ausgibt, um der von ihr so sehr geliebten Musik näher zu kommen. Und vor allen Dingen ist ihre Beziehung zu Casanova sich gestaltet, hat einfach etwas Besonderes an sich, das die Sache spannend, interessant und teilweise auch recht amüsant werden lässt. Es ist auf jeden Fall ein Roman, der die Zeit damals sehr treffend beschreibt, der Casanova einmal ein wenig anders darstellt und der vor allen Dingen das Leben der Kastraten auf eine interessante und spannende Art beleuchtet und aus dem man noch so einiges aus der Historie lernen kann. Ein ehrlich tolles Buch, auch wenn es leider ein paar Längen hat und vielleicht mit ein paar Kapitel und ein paar weniger Seiten noch hätte besser sein können.

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  • Ein historisches Lesevergnügen, um die große Liebe und einen Lebenstraum...

    Verführung
    Der.schmetterling

    Der.schmetterling

    11. August 2013 um 11:07

    Ein historisches Lesevergnügen, um die große Liebe und einen Lebenstraum Die kleine Angiola Calori entdeckt schon sehr früh ihren großen Traum, sie möchte eine berühmte Sängerin werden. Jedoch lebt sie in einer Zeit, im 17. Jahrhundert, in dem dieses Vergnügen für Frauen nicht gestattet ist. Heimlich übt sie für sich und besucht alle Opernveranstaltungen in ihrer Umgebung. Schnell verliebt sie sich in den großen Appianino. Er ist deutlich älter als sie und für ihn ist klar, dass die Gesangskunst nur für Kastraten reserviert ist. Eine wechselreiche Beziehung beginnt und Angiola kann das Herz des großen Meisters erobern. Er ermöglicht ihr, ihre Stimme weiter auszubilden. Doch hierzu muss sie viele schmerzliche Erfahrungen sammeln und ihre Familie hinter sich lassen. Angiola wird zum Kastraten Bellino und schreitet nun als männlicher Kastrat weiter durch ihr Leben. Angiola verlässt ihre Familie. Zu diesem Zeitpunkt ist sie erst 14 Jahre alt, jedoch will sie ihre Mutter bereits mit ihrem eigenen Geliebten verheiraten. Angiola gelingt mit Appianinos Hilfe die Flucht und sie tritt das Leben eines verstorbenen Jungen an. Bellino. Ein harter und beschwerlicher Weg beginnt. Doch Angiola lebt weiter ihren Traum, der in folgendem Zitat sehr gut wiedergegeben wird: "Weil Musik für mich etwas ist, das ich so ernst wie den Atem zum Leben nehme." Das Buch ist in insgesamt 4 Kapitel unterteilt und die Reise von Angiola/ Bellino wird detailliert beschrieben. Doch erreicht sie ihr Ziel? Wird sie auf Dauer als männlicher Kastrat ihr Leben beschreiten? Welche Gefahren lauern in der Welt des 17. Jahrhunderts auf eine 14 Jährige? All dies werde ich an dieser Stelle nicht verraten. Persönliche Kritik: Insgesamt erhält dieses Buch von mir nur 3 Sterne. Ich fand es von den Personenbeschreibungen und Spielorten sehr komplex beschrieben und teilweise hat es meine höchste Konzentration gefordert, den Faden nicht zu verlieren. Da ich Bücher jedoch lieber zur Entspannung lesen möchte, hat dieses Buch nicht das Ziel erreicht. Festzuhalten ist allerdings, dass die Autorin sehr detailverliebt ist und diese sehr liebevoll und feinfühlig beschreibt. Die Namensgebungen sind auf geschichtlichen Hintergründen begründet, erleichtern jedoch leider nicht den Lesefluss. Das Cover wirkt auf mich ansprechend und nach dem Lesen passt es sehr genau zu dem Inhalt. Das schwarz des Covers, umfasst für mich die vielen schweren Ereignisse die Angiola erleben muss und die Maske ihre Verwandlungsfähigkeit bzw. auch ihre Pflicht hinter einer Maske leben zu müssen. Sehr empfehlenswert für Leser die historische Romane mit vielen ereignisreichen Spielorten lieben.

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  • Anspruchsvoll , Spannend und Bildstark

    Verführung
    Arietta

    Arietta

    04. August 2013 um 19:11

    Facettenreich , Stark mit einer Spur Erotik erzählt Tanja Kinkel , die Geschichte der Sängerin Angiola und des Helden Giacomo Casanova. Das Leben , Leiden, der tägliche Kampf und Aufstieg der Opernsängerin Angiola und des Helden Giacomo Casanova , der die Gabe eines Chämelon besitzt , so oft kann er seine Rollen bei bedarf wechseln.Beide verbindet ihre Kindheit , das gleiche Schicksal Mütter die für ihre Kinder nie da sind und tote Väter. Einer möchte den anderen verführen und als Sieger hervor gehen. Aber beide möchte sein bisheriges Leben und Beruf für den anderen Opfern. Denn schon als Kind träumte Angiola davon auf den großen Bühnen der Welt zu stehen und zu Singen. " Ein mitreißendes Buch über Träume Hoffnungen und Liebe "  

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  • Ich habe mich verführen lassen

    Verführung
    ElfiK

    ElfiK

    25. July 2013 um 16:15

    Angiola Calori und Casanova begegnen sich als Kinder, verlieren sich aus den Augen und begegnen sich erst wieder, als er auf bestem Weg war, DER Casanova zu werden, sie als verkleideter Kastrat im Kirchenstaat gezwungen war, ihr Geschlecht zu verleugnen. Das pulsierende, nach Leben und Lieben schreiende Rokoko bildet die Kulisse, dazu zwei Menschen, die nach oben wollen, egal was es sie kostet. Es ist nicht bei jedem Roman und Autor so, sicher sein zu können, das Spannung, Liebe, Erotik, Gefahr gleichberechtigt neben guter Unterhaltung und Informationen zur Zeitgeschichte stehen, aber  dafür ist Tanja Kinkel schließlich bekannt. Eines vorweg. Es ist wohl ihr erotischster Roman, aber dafür ist zweifelsfrei Casanova verantwortlich. Nur bei diesem Roman  buchstabiert sich Erotik, wie es geschrieben wird, nicht mit drei Buchstaben: SEX. Sie nennt trotzdem alle die Dinge beim Namen, welche zu dieser Zeit gehören, als Venedig das Bangkok jener Zeit war, ohne jedoch jede Hautfalte zu beschreiben, wie das gerade in einigen Büchern üblich scheint. Wenn Grausamkeit nicht vermieden werden kann, dann erfährt man aus der Handlung, wie Menschen der Willkür ihrer Dienstherrn ausgesetzt waren, oder „Herrschaften“ ohne Strafe wegkamen, selbst wenn sie töteten. Und es war schon eine verrückte Zeit, wenige Jahrzehnte vor der großen Revolution, in der ungewöhnliche Menschen mit Phantasie, wie Casanova und Angiola Calori, die außergewöhnlichsten Karrieren machen konnten, aus eigener Kraft. Keine andere Autorin beschreibt für mich ehrgeizige, emanzipierte Frauen so deutlich wie Tanja Kinkel, ohne dass irgendetwas Weibliches an ihnen verloren geht oder etwas unlogisch erscheint. Dabei sind auch Nebenfiguren keine Schaufensterpuppen bei ihr. Jede könnte meine Lieblingsfigur sein und meine Entscheidung fiel mir auch diesmal äußerst schwer. Ich habe mich sogar für Angiola Ersatzmutter entschieden, Mamma Lanti, welche ihre Kinder zur Prostitution angehalten hat, weil Tanja Kinkel Gründe anführte, nicht den Stab über sie brach, welche diese Handlungsweise, zu jener Zeit, für mich nachvollziehbar machte. So gab es auch keine vielleicht gerechtfertigte Seitenhiebe auf die Kirche, welche ursächlich für die „Kastration von Kindern damals war: Alles zur Ehre Gottes“, war die gebräuchliche Entschuldigung, sondern eine Auseinandersetzung mit den Menschen, welche denen übel mitspielten, die unschuldig betroffen waren. Ich habe mich auch halb tot gelacht, über die Dialoge von Tanja Kinkel und ihre Empfehlungen an Frauen, wie sie ihre Seitensprünge dem Ehemann beichten sollen, oder an Männer, wie diese andere Männer zur Handlungsunfähigkeit degradieren können, etc. etc. Aber diese Anekdoten möchte ich nicht vorwegnehmen, zumal ich unzählige Lieblingssätze und Aphorismen gefunden habe, die typisch für Casanova - und Tanja Kinkel sind. Wer aus diesem Buch nichts für sich mitnehmen kann, ist selbst schuld denn eines ist gewiss: Casanova wäre stolz auf die Schilderung seiner große Liebe zu Angiola Calori, nicht von ihm, sondern aus der Sicht von Tanja Kinkel geschrieben. 

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  • Rokoko

    Verführung
    Postbote

    Postbote

    25. July 2013 um 03:04

    Angiola,sechsjährig besucht zum erstenmal eine Theaterbühne und begegnet dort  Casanova, noch als Junge. Sie beschliesst von da an ein Bühnenstar zu werden. Jahre später, Angiola als junge Dame herangereift soll den Geliebten ihrer Mutter heiraten.Ihr Ziel Sängerin zu werden verfolgt Angiola weiter und flüchtet mit Ihrem Gesangslehrer,einem Kastraten und sie verlieben sich ineinander. Er unterichtet sie erfolgreich weiter.Zu der damaligen Zeit waren  Sängerinnen  auf den Bühnen nicht überall zugelassen. So beschließt sie sich als Kastrat zu verkleiden mit einem künstlichen Penis.Kastraten waren immer wieder erotische Objekte für so manche Gesellschaften. Somit wird Angiola zu Belino. Nach verschiedenen Lebenswirren von Belino begenet sie Casanova wieder. Der behauptet gleich das sie  kein Kastrat sei, dazu hätte sie zu viele weibliche erscheinungen. Mit seiner liebevollen und reizenden Art gibt er  nicht auf nachzubohren und zu forschen.... Nach einigem hin und her outet sich Belino freiwillig gegenüber Casanova und zeigt ihm ihre wahre indentität.Sie verlieben sich so sehr ineinander das Casanova ihr sogar einen Heiratsantrag macht. Die Sängerkarriere nimmt weiter ihren erfolgreichen lauf. Neben hocherotischen Szenen, erfolge und miserfolge in  der Liebe, ist der Roman mit viel spannung und  Erotik durch alle Gesellschaften gespickt.Es geht um Geheimnisse, Verrat, Intrigen, Rache und auch Mord. Nicht immer ist es leicht für Belino zu ihrem Erfolg ohne Feinde zu kommen. Kompakt und verständlich sind die 3 Kapitel für mich so geschrieben geworden das ich nie den Anschluss verloren habe.Hätte das Buch am liebsten in einem Stück lesen wollen. Belino wird zu Calori, die große Sängerin.Sie erzählt allen die Wahrheit über sich und stöst auf positive Stimmen.Wie sich die Beziehungen (Mutter, Geliebter etc.) von Calori entwickeln, möchte ich hier nicht weiter veraten. Einfach selbst lesen und sich in den Bann der Kastraten, Verführer in Venedig und Neapel,Italia allgemein verführen lassen.  Tanja Kinkel ist meiner Meinung nach ein erotisches, ereignissreiches, Spannendes Buch mehr als gelungen über die frivolen  Rokokozeiten. Die Szene als ein Junge kastriert worden war lößte erschrecken in mir aus. Wusste nicht das es so etwas einmal gab. Ich kann das Buch aufjedenfall weiterempfehlen.  

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  • Wer verführt eigentlich wen?

    Verführung
    nicigirl85

    nicigirl85

    22. July 2013 um 09:07

    Mit ihrem Roman „Verführung“ lotst uns Tanja Kinkel in die Zeit des Rokoko zu zwei Liebenden, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Wird Casanova etwa durch eine Frau verführt? Angiola Calori sieht mit 6 Jahren das erste Mal ein Theater von innen und beschließt einmal Sängerin zu werden, nachdem sie die glockenhelle Stimme der berühmten Zanetta gehört hat. Im Theater begegnet sie auch zum ersten Mal dem Jungen Giacomo Casanova, der ihr in der Not hilft. Nur wenige Jahre vergehen, Angiolas Vater ist tot und die beiden Frauen versuchen sich so gut es geht über Wasser zu halten. Mutter Lucia versucht Gönner für sich und ihre Tochter zu gewinnen und hält gleichzeitig Untermieter, um im Haus bleiben zu können. So lernt Angiola den berühmten Kastraten Appianino kennen, der ihr das Singen beibringt. Das Geld wird immer knapper, so dass sich die Mutter neue Wege einfallen lassen muss. Als Lucia von ihrer Tochter Ungeheuerliches fordert, flieht diese zusammen mit dem Kastraten und eine abenteuerliche Reise beginnt, denn sie flieht nicht als Frau, sondern als Kastrat verkleidet. Auf dieser trifft sie auch Giacomo wieder und die Liebe nimmt ihren Anfang… Tanja Kinkel schafft es sehr authentisch diese doch sehr andere Zeit zu schildern. Das gesellschaftliche Klima ist aufgeheizt, überall lauern Gefahren für Frauen und Sex spielt eine überaus große Rolle. Die Liebesgeschichte zwischen dem Schwerenöter Casanova und der Sängerin ist liebevoll geschildert und berührt. Die beiden lieben sich bedingungslos, ohne sich dabei jedoch aufzugeben. Dem ganzen Roman merkt man an, dass die Autorin viel Zeit in Recherche gesteckt hat und die Figur des Casanova lernt man so auch mal anders kennen, eben nicht nur als den Liebhaber der Frauen. Ebenfalls hervorheben möchte ich die gelungene Buchgestaltung. Die abgebildete Maske auf dem Cover erinnert an Theater und Karneval in Venedig. Der Buchschnitt ist geschützt durch einen aufklappbaren Karton, den eine hübsche Brosche ziert. Alles wirkt sehr edel, obwohl es sich bei dem Buch ausschließlich um ein Taschenbuch handelt. Fazit: Ein Roman, der auf wunderbare Weise reale Geschichte dem Leser näher bringt. Lektüre, die neugierig auf eine andere Zeit macht. Ich kann nur meine absolute Leseempfehlung aussprechen!

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