Tanja Kokoska

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Tanja Kokoska

Lebenslauf von Tanja Kokoska

Geboren am 7. Februar 1971 in Frankfurt am Main bin ich seither der Stadt und dem Rhein-Main-Gebiet treu geblieben - Umzüge und Arbeitsplätze jenseits der Landesgrenzen wurden erfolgreich vermieden. Erste Anzeichen des späteren Traumberufs schon in der Grundschule (Zitat aus dem Zeugnis der 1. Klasse: „Tanja schreibt bereits kleine Geschichten, die sie an ihre Mitschüler verschenkt.“) Nach Germanistik-Studium und Volontariat war ich langjährige Redakteurin der „Frankfurter Rundschau“, unter anderem in den Ressorts Sport und Politik, und schreibe bis heute regelmäßig für die Satireseite „Die Wahrheit“ (taz). Seit Januar 2012 arbeite ich als freischaffende Journalistin und Autorin.

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Erscheint am 12.11.2018 als Taschenbuch bei Heyne.

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Tanja KokoskaAlmuth spielt auswärts
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Almuth spielt auswärts
Almuth spielt auswärts
 (43)
Erschienen am 16.02.2015
Tanja KokoskaJuli verteilt das Glück und findet die Liebe
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Juli verteilt das Glück und findet die Liebe

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Neue Rezensionen zu Tanja Kokoska

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walli007s avatar

Rezension zu "Almuth spielt auswärts" von Tanja Kokoska

Balla Balla
walli007vor einem Jahr

Almuth ist Fußballfan, für den FC Barcelona schlägt ihr Herz und auch sonst kennt sie sich aus. Nur bei ihrem Mann Günther kann die Sechzigjährige nicht punkten. Trotzdem sind sie glücklich verheiratet. Und nun fährt Almuth mit ihren Freundinnen Paula und Lilo zum ersten Mal ohne Günther in Urlaub. Paula hat geerbt und lädt ihre Mädels ein in die Schweiz. Frauenurlaub in den Bergen, eigentlich ein guter Gedanke, doch so wohl fühlt Almuth sich zunächst nicht. Sie beschäftigt sich mit Schweizer Essenspezialitäten wie „Fotzelschnitten“ und denkt an Günther. Na, das kann ja ein Urlaub werden.


Nachdem man sich erstmal ein paar Gedanken über die Fotzelschnitten gemacht hat und beruhigt herausgefunden hat, um was es sich ungefähr handelt, begibt man sich mit den drei Frauen auf eine unbeschwerte Urlaubsreise. Diese ist mit Pannen, Alkohol und einigen unerwarteten Erkenntnissen gespickt. Auch der obligatorische Streit, wenn Personen unterschiedlichster Couleur unterwegs sind, fehlt nicht. Und doch merken Paula, Almuth und Lilo wie dieser gemeinsame Urlaub etwas in ihnen auslöst, ihren Blickwinkel auf die Alltagswelt verändert. Sie werden nicht mehr ganz die selben sein, wenn sie wieder zu hause ankommen. Ob sie überhaupt so schnell wieder in ihren Alltag zurückkehren?


Dass Allmuth mal mit ihren Fussballkenntnissen zum Zuge kommt, hätte sie nicht gedacht. Dass sich Paulas Leben so grundlegend ändern würde, hätte sie auch nicht gedacht. Und Lilo scheint langsam über den Tod ihres Mannes hinwegzukommen. Drei Freundinnen wie Pech und Schwefel. 


Wie schön zu lesen, dass es auch mit Sechzig noch viel Neues zu entdecken geben kann, wenn man sich denn auf den Weg macht, es zu finden. In jungen Jahren kommen einem die Menschen eigentlich schon mit dreißig oder vierzig vor wie scheintot. Je älter man allerdings wird, desto mehr verschiebt sich diese Grenze nacht hinten und so erfreut der Gedanke, dass hinter jeder neuen Null ein Abenteuer stecken kann. Man gewinnt den Eindruck, dass Almuth das Abenteuer ihres Lebens neu entdeckt. Vielleicht etwas ängstlich, denn Veränderungen brauchen ein gewisses Maß an Mut, den man erstmal aufbringen muss. Doch schließlich gibt es eine neue Almuth, die sehr sympathisch und nicht überzogen wirkt.


Eine heiter besinnliche Urlaubslektüre, die mehr zum Nachdenken anregt als man zunächst meint.

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buchliebhaberin26s avatar

Rezension zu "Almuth spielt auswärts" von Tanja Kokoska

"Almuth spielt auswärts"
buchliebhaberin26vor 2 Jahren

In dem Roman "Almuth spielt auswärts" von Tanja Kokoska, 2013 erschienen, geht es in erster Linie um die schon etwas ältere Almuth, die sich zusammen mit ihren beiden Freundinnen auf große Reise in die Schweiz begibt.

Paula, eine der Freundinnen, erbt eine Menge Geld. Welcher Verwendungszweck eignet sich besser als ein Aufenthalt in das Land der Alpen, Ziegen und Fotzelschnitten? Richtig!

Almuth, Lilo und Paula machen gemeinsam Urlaub - ohne Männer, einfach nur mit der Grundidee, es sich mal wieder so richtig gut gehen zu lassen. Wer hätte gedacht, dass sich Almuth während des Trips so verändert? Sie ist eine interessante Frau mit sehr außergewöhnlichen Gedankengängen. Barcelona, der Fußballverein, ist das Größte für sie und oft vergleicht sie vierschieden Situationen aus ihrem Alltag mit denen im Fußball. "Laufwege" beispielsweise, kann man auf zweierlei Weise verstehen, wenn man Almuth erst mal besser kennenlernt. Denn dann weiß man, was eine liebenswürdige und lebendige Dame ist ...

In der Schweiz lernt Almuth einen 15 Jahre jüngeren Mann kennen, Jens Lehmann sein Name. Zwischen den beiden scheint alles zu funktionieren, alles passt. Sie verbringen eine Nacht miteinander. Danach ist nichts mehr, wie es war. Almuth muss ständig an Jens denken, aber auch Schuldgefühle breiten sich nach und nach in ihr aus. Schließlich wartet zu Hause ihr Ehemann Günther auf sie ...

Sie beginnt, sich Fragen zu stellen. War das jetzt alles schon? Ist schon alles gelaufen? Darf ich mit Jens zusammen sein? Will ich so weiter leben wie bisher? All diese Grübeleien machen ihr schwer zu schaffen und sie hadert auch sehr mit sich, ob sie Günther nun von ihrer Affäre, die schwerwiegende Folgen hat, beichten soll oder eben nicht. Ob sie das tut, muss man selbst herausfinden :)

Mir hat das Buch allem in allem betrachtet ganz gut gefallen. So etwas ist mir bisher noch nie untergekommen, es war etwas völlig anderes. Nicht vergleichbar mit 95 % aller Geschichten, würde ich sagen. Der Schreibstil war sehr leicht zu lesen, nur manchmal ein wenig unverständlich - ab und zu musste ich die ein oder andere Passage nochmals lesen, um wirklich folgen zu können. Das lag aber zugegebenermaßen mehr an mir, ab und zu bin ich schwer von Begriff :). Ich war auch überrascht, dass mir das Buch so gut gefallen hat, denn ich dachte, es sei mehr eine Story für Frauen ab 50 und älter - das passt nicht allzu gut in meine Altersklasse.

Aber mein Fazit: Wirklich jedem zu empfehlen, vorausgesetzt, man schmunzelt gerne ... :)

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Julina2101s avatar

Rezension zu "Almuth spielt auswärts" von Tanja Kokoska

Ich habe mehr erwartet...
Julina2101vor 4 Jahren

Als ich die Inhaltsangabe gelesen habe, habe ich mich auf einen tollen und lockeren Roman gefreut. Leider muss ich direkt zu Anfang sagen, dass ich mich mit Almuth null identifizieren konnte. Einerseits liegt das an ihrem Alter – sie ist immerhin schon 60 Jahre alt – andererseits sind ihre Gedankensprünge so krass, dass ich diese gar nicht nachvollziehen kann. Ich bin während des ganzen Romans nicht wirklich warm mit Almuth geworden und ihre beiden Freundinnen Paula und Lilo, waren mir weitaus sympathischer. Die andauernden Vergleiche mit Fußball und Kochen wurden irgendwann auch nur noch anstrengend und haben das Lesen nicht aufgelockert. Es gab zwar zwischendurch ein paar lustige und amüsante Situationen, wo ich lachen musste aber das hat das Buch auch nicht viel interessanter für mich gemacht.
Man kann dieses Buch durchaus lesen aber die Inhaltsangabe verspricht definitiv mehr als man dann tatsächlich geboten bekommt.

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Gespräche aus der Community

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Daniliesings avatar

Das Jahr 2012 stand bei LovelyBooks ganz im Zeichen der deutschsprachigen Debütautoren. Mehr als 200 Leser haben bei unserer Debütautoren-Aktion die Bücher von über 140 vielversprechenden Debütautoren gelesen. Im Jahr 2013 möchten wir diese schöne Aktion fortführen und Debüts gemeinsam entdecken, zusammen lesen und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Das soll auch im neuen Jahr unsere Mission sein. Bei den tausenden Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es gerade die deutschsprachigen Debütautoren schwer sich zwischen den Bestseller-Autoren und vielen Übersetzungen durchzusetzen und wir möchten das gemeinsam mit euch ändern. Bestimmt werden wir gemeinsam wieder besondere Buch-Perlen entdecken können - vielleicht sind unsere Autoren ja sogar die Bestseller-Autoren von morgen.

Aktuelle oder demnächst startende Aktionen:












Laufende und beendete Aktionen:


Ablauf der Debütautoren Aktion:

Es geht darum im Jahr 2013 möglichst viele Debüts deutschsprachiger Autoren zu lesen. Unsere Partnerverlage vermitteln uns diejenigen Debütautoren, die erstmalig im Jahr 2013 ein Buch / einen Roman veröffentlichen und gerne bei der Aktion mitmachen möchten. Ihr dürft aber selbst auch sehr gern Autoren vorschlagen - am besten schickt ihr dazu eine Nachricht an mich mit dem Namen des Autors und einem direkten Kontakt.

Wir stellen euch alle Debütautoren hier vor - wenn ihr dem Thema folgt, könnt ihr nichts verpassen. Pro Monat gibt es dann verschiedene Leserunden und Aktionen an denen ihr teilnehmen könnt, es werden dazu immer einige Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt, wobei sich natürlich alle Autoren freuen, wenn ihr das Buch erwerbt und damit teilnehmt :-) Die Leserunden werden von den Autoren begleitet, dann können wir diese gleich persönlich kennenlernen und ihnen Löcher in den Bauch fragen.

Ziel ist es 15 Debüts bis spätestens 15. Januar 2014 zu lesen und zu rezensieren.
Wenn ihr das schafft, bekommt ihr nicht nur den Titel 'Lovelybooks Debütautoren Trüffelschwein' ;-) für einen ganz besonderen Riecher für gute Bücher verliehen, sondern dazu noch ganz viele Punkte auf euer Karmakonto. Lasst uns gemeinsam großartige neue Autoren und Bücher entdecken!

'Debüt' bedeutet, dass der Autor bisher noch kein deutsches Buch in einem Verlag veröffentlicht hatte und im Jahr 2013 sein erstes Buch in einem Verlag erscheint. Auch Romandebüts sowie das erste Buch unter eigenem Namen zählen. Wichtig: Wir können leider keine Ausnahmen machen, wenn der Erscheinungstermin vor 2013 lag oder das Buch nicht in einem Verlag erscheint!

Außerdem könnt ihr hier für eure liebsten deutschsprachigen Debütautoren nominieren und für sie abstimmen.

Wie kann man mitmachen?


Schreibt einfach hier einen Beitrag, dass ihr mitmachen möchtet und ich nehme euch in die Teilnehmerliste auf. Der Einstieg in die Aktion ist jederzeit möglich. Wenn ihr ein passendes Buch gelesen und rezensiert habt, postet ihr hier den Link zur Rezension und ich passe immer euren aktuellen Lesestand an.

Weitere Informationen

  • Ihr könnt euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist möglich!
  • Unter allen, die es schaffen 15 deutschsprachige Debüts im Jahr zu lesen und rezensieren, wird am Ende eine tolle Überraschung verlost, die natürlich zur Aktion passen wird und garantiert für Lesenachschub sorgt. Was genau es sein wird, bleibt aber bis dahin geheim!
  • Auch ein späterer Einstieg lohnt sich, weil es im Rahmen der Debütautoren Aktion monatlich mehrere Leseaktionen wie z.B. Leserunden zu den Debüts und mit den Autoren geben wird. Dabei kann man mit etwas Glück regelmäßig Bücher gewinnen.
  • Es ist nicht schlimm, sollte man sich für die Aktion anmelden und später keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & Freude!


Für Autoren:

Du bist Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch in einem Verlag? Du möchtest dich an der Debütautoren Aktion beteiligen? Dann schreib eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen! Auch Leser können selbstverständlich Autoren vorschlagen.


Logos zum Einbau auf Blogs oder Webseiten findet ihr hier:

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Teilnehmer- und Statusliste:

Die Liste der Teilnehmer und der Anzahl ihrer gelesenen Bücher (Stand: 17.01.2014) kannst du dir hier herunterladen!
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PS: Natürlich darf hier auch geplaudert werden - ob über Erfahrungen, Lesewünsche oder Lieblingsautoren usw. - dazu sind alle Leser und (Debüt)Autoren herzlich eingeladen, egal wann ihre Bücher erschienen sind. Ebenso dürft ihr gern Freunde zu dieser Aktion einladen oder auch Autorenkollegen :-)

Es zählen alle Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind, für die Aktion
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dieFlos avatar
Letzter Beitrag von  dieFlovor 4 Jahren
Jetzt habe ich es gelesen : letztes Jahr ... Ach Gott
Zum Thema
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Liebe Leserinnen und Leser, 

darf ich vorstellen? Hier kommt Almuth. Almuth ist 60, seit 30 Jahren mit Günter verheiratet und Hausfrau aus Überzeugung. Ein Leben ohne Höhepunkte? Von wegen! 

Almuth liebt nicht nur Kochbücher, sondern auch Fußball. Und ganz besonders den FC Barcelona, obwohl sie in Frankfurt wohnt und noch nie in Katalonien war. Die Kunst des schnellen Umschaltens beherrscht Almuth zumindest theoretisch: Wie Kurzpässe schwirren ihre Gedanken hin und her zwischen Rezepten, Fußballweisheiten und Lebenserfahrungen: „Abschiede sind wie Kartoffelklöße, irgendwas geht immer schief.“

Aber dann geht plötzlich etwas gut: Mit ihren Freundinnen Paula und Lilo fährt Almuth ein paar Tage in die Schweiz und erlebt dort ein unerwartetes Abenteuer – sie verbringt eine Nacht mit einem deutlich jüngeren Mann. Der heißt nicht nur Jens Lehmann – wie der berühmte Torwart – , sondern sieht auch noch genauso gut aus. Jens Lehmann findet: „Ich habe noch keine Hausfrau kennengelernt, die so ist wie Sie.“ Recht hat er. Und Almuth verlässt die eingespielten Laufwege ihres Lebens – was ihre Ehe auf eine völlig neue Probe stellt.

Ich habe Almuth erfunden, weil es schon so viele liebe- und humorvolle Romane gibt, in denen jüngere Frauen die Hauptrolle spielen. Ich finde, es ist Zeit für Almuth – und ich hoffe, Ihr findet das auch! 

Auf zur Leserunde!

Deshalb lade ich Euch hiermit herzlich zur Leserunde ein, die ich so aktiv wie möglich begleiten werde. Der Piper Verlag stellt 25 Freiexemplare zur Verfügung, Bewerbungsschluss ist Sonntag, der 1. September. Schreibt mir einfach, warum Ihr Almuth gerne kennenlernen würdet. Im Buchladen ist sie übrigens ab dem 27. August zu haben.


Schöne Grüße & bis ganz bald,
Eure Tanja Kokoska

Zur Einstimmung gibt’s hier schon mal den Anfang: 
„Fotzelschnitten.“ Almuth stutzt. Sie dreht das Buch um: „Schweizer Spezialitäten“, steht auf dem Einband, „von Appenzeller bis Zürcher Geschnetzeltes“. Fotzelschnitten. Herrschaftszeiten, denkt Almuth. Das kann ja was werden. Sie blickt zu Günter hinüber. Männer, die auf dem Rücken liegen, schnarchen ja meistens, aber Günter nicht, ganz vorbildlich, lobt sie ihn in Gedanken. Er ist mal wieder maulfaul. Die neue, mit Herzen bestickte Schlafbrille – ein Geschenk von Almuth zu seinem einundsechzigsten Geburtstag, – ist ein Stück zur Seite gerutscht und bedeckt nur noch ein Auge vollständig. Sein Mund ist halb geöffnet. Almuth beugt sich noch weiter vor und lauscht. Leise, sehr leise ist gleichmäßiges Atmen zu hören, Günters Brustkorb hebt und senkt sich fast unmerklich. Man könnte glatt meinen, er sei tot, denkt Almuth. 
„Mit altbackenem Brot bereiten Sie so köstliche Gerichte wie Fotzelschnitten. Brotreste machen Sie glücklich, denn Brotgerichte sind unwiderstehlich!“ Brotreste, denkt Almuth, das klingt irgendwie nach Krieg, das muss ja ein uraltes Rezept sein. Wann waren die Schweizer zuletzt kriegerisch unterwegs? Die Schweiz ist doch immer neutral. Gut, wenn man vorbereitet ist, denkt sie. Sonst fährt man ahnungslos da hin, und mir nichts, dir nichts will einem jemand eine Fotzelschnitte andrehen, und dann steht man blöd da. „Woher der Name stammt, weiß niemand so genau“, liest Almuth weiter. „Fotzel nennt man ein abgerissenes Stück Papier. In manchen Gegenden der Schweiz bedeutet es aber auch ,durchtriebener Hallodri’.“ 
Nicht nur, dass sie Papierfetzen fragwürdig benennen und noch wie im Krieg kochen, denkt Almuth, sie sind auch sprachlich über die fünfziger Jahre kaum hinausgekommen. Hallodri, kein Mensch sagt mehr Hallodri, außer den Schweizern offenbar. Hallodri, das ist wie Hopsala, und das sagt auch kein Mensch mehr. Andererseits hat das auch etwas Tröstliches, findet Almuth. Alles verändert sich, Schade heißt Rewe, im Fernsehen ist alles Englisch, und die Jugend redet sowieso wirres Zeug, da kann man sich etymologisch schon mal an einem Hallodri festhalten. Günter hält die Luft an. Drei, vier Sekunden vergehen. Almuth spürt, wie sich sein Körper spannt, wie er die Hüfte in Position schiebt. Dann erschallt, von der Bettdecke gedämpft, ein entschlossener Ton wie aus einem verstopften Jagdhorn. Günter atmet erleichtert aus und dreht sich auf die andere Seite. Besser so ein Lebenszeichen als gar keins, denkt Almuth.
Mehr zum Buch inkl. Video gibt's hier.
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