Tanja Kokoska

 4.2 Sterne bei 79 Bewertungen
Autorenbild von Tanja Kokoska (©)

Lebenslauf von Tanja Kokoska

Geboren am 7. Februar 1971 in Frankfurt am Main bin ich seither der Stadt und dem Rhein-Main-Gebiet treu geblieben - Umzüge und Arbeitsplätze jenseits der Landesgrenzen wurden erfolgreich vermieden. Erste Anzeichen des späteren Traumberufs schon in der Grundschule (Zitat aus dem Zeugnis der 1. Klasse: „Tanja schreibt bereits kleine Geschichten, die sie an ihre Mitschüler verschenkt.“) Nach Germanistik-Studium und Volontariat bin ich nun schon langjährige Redakteurin der „Frankfurter Rundschau“ und seit 2016 verantwortlich für das Wochenend-Magazin "FR7".

Alle Bücher von Tanja Kokoska

Cover des Buches Almuth spielt auswärts9783492305631

Almuth spielt auswärts

 (42)
Erschienen am 16.02.2015
Cover des Buches Juli verteilt das Glück und findet die Liebe9783453422537

Juli verteilt das Glück und findet die Liebe

 (36)
Erschienen am 12.11.2018

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Tanja Kokoska

Neu

Rezension zu "Juli verteilt das Glück und findet die Liebe" von Tanja Kokoska

Mehr als eine Liebesgeschichte
Aischavor 7 Monaten

Protagonistin Juli ist echt schräg: Sie sammelt Staubflusen und Ängste (ihre eigenen wie die von anderen), kein Wunder, dass sie kaum Bekannte und keine Freunde hat. Nach dem Tod der Mutter springt sie über ihren schüchternen Schatten und mischt sich als Blumenbotin ungefragt ins Leben anderer ein.

Dies ist überraschend gelungen, auch wenn sich mir anfangs beim Lesen ob des seltsamen Plots oft die Haare gesträubt haben, so schafft es Tanja Kokoska mit der Zeit, dass ich den Figuren ihre Handlungen und Reaktionen abnehme. Bis auf den Schluss - aber ich möchte nicht spoilern.

Sehr gefallen haben mir die großen Themen, die behandelt werden: Trauer, verpasste Chancen, Vergebung. Und dies meist in ganz leisen Tönen, ohne riesige Orchestrierung.

Sprachlich ist der Roman dennoch nicht ganz mein Fall, da kommt er manchmal etwas zu gewollt naiv bzw. süßlich daher, aber das ist sicher Geschmackssache. 

Insgesamt (gerade noch) vier Sterne, wer sich vor etwas Kitsch in Handlung und Sprache nicht scheut, dem wird der Roman gut gefallen.

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Rezension zu "Juli verteilt das Glück und findet die Liebe" von Tanja Kokoska

Ein Glücklichmachbuch!
Monika58097vor einem Jahr

Juli Mahlo lebt in der Wohnung ihrer Großmutter und ihrer Mutter, die beide verstorben sind. Nichts hat sie hier verändert. Juli ist sich selbst genug. Nur vor dem riesigen Schrank im Flur hat sie Angst. Irgendwie wirkt er bedrohlich, doch den Schrank weg geben? Nein, das kann sie nicht.

Juli hat das Haus geerbt und ebenso den Blumenladen, der einst von ihren Eltern geführt wurde. Jetzt leitet Marie das Geschäft, eine tatkräftige Frau, die Juli eine gute Freundin geworden ist. Juli hilft öfter im Laden aus und fährt ab und zu Blumengestecke zu den Kunden. Juli liebt es, die Menschen mit Blumen zu überraschen. In der Regel liefert sie die Blumen aber nicht einfach nur aus. Sie lernt die Menschen kennen, ihre Geschichten, ihre Geheimnisse. Oft bedrückt diese Menschen etwas und Juli hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leben der anderen Menschen wieder in Ordnung zu bringen. Nur mit ihrem eigenen Leben klappt das nicht. Wie gerne hätte sie jemanden an ihrer Seite, vielleicht so einen wie Oskar, der eines Tages im Laden steht, doch Oskar ist viel zu schön, oder?

Wie Oskar und auch der alte Schrank in Julis Wohnung ihr Leben komplett verändern werden, tja, das müsst Ihr schon selbst lesen!

"Juli verteilt das Glück und findet die Liebe" - eine Geschichte, in die man sich einfach verlieben muss! Mit ihrer federleichten, aber auch sehr poetischen Sprache schafft es die Autorin, die Leser in eine ganz andere Welt zu entführen, in Julis Welt, ganz ruhig, ganz zart, ganz leise. Eine wunderbare Geschichte, mit viel Zärtlichkeit zu den Personen und viel Klugheit geschrieben. Ein Glücklichmachbuch, eine wunderschön erzählte Geschichte, einfach hinreißend, zauberhaft! Ein echtes Juwel für alle Leser, die die leisen Töne genauso lieben wie ich.

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Rezension zu "Juli verteilt das Glück und findet die Liebe" von Tanja Kokoska

So vielfältig an Gefühlen wie ein bunter Blumenstrauß
Juli91vor einem Jahr

Juli ist schon ein spezieller Charakter: Sie sammelt Staubflusen und wohnt immer noch in der Wohnung in der schon ihre Mutter und ihre Großmutter gelebt hatten, mit derselben Einrichtung, obwohl es da im Flur so einen Schrank gibt, vor dem sie eigentlich Angst hat. Ja, Juli ist wirklich besonders - aber auch besonders toll. 

Von der ersten Seite an mochte ich sie bereits. "Juli verteilt das Glück und findet die Liebe" erzählt dabei einen Winter lang ihre Geschichte - und die Geschichten der Menschen, denen sie begegnet. 
Alles in allem kann ich sagen, dass dies ein äußerst berührender Roman ist - und zwar nicht nur auf eine Weise. Die Autorin lässt eine Vielzahl von Gefühlen in den Roman einfließen, Trauer, Angst, Freude, romantische Gefühle, um nur ein paar zu nennen. Von Kapitel zu Kapitel habe ich daher jedes mal anders mitgefühlt und die Autorin hat damit ein grandioses Schreibtalent bewiesen.
Der Verlauf der Geschichte ist dabei zum Ende hin absolut nicht mehr vorhersehbar gewesen, was man bei dem doch recht eindeutigen Titel der Autorin auch sehr zu Gute halten muss. 

Letztendlich hat sich Juli zu meinem absoluten Lieblingsbuchcharakter entwickelt. Ihr besonderer Charakter stand im Vordergrund des Buchs und den hat die Autorin wirklich wunderbar herausgearbeitet, sodass man ein bisschen das Gefühl hat, Juli wirklich zu kennen - und sie mit dem Beenden des Buchs auch ein wenig vermisst.

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Gespräche aus der Community

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Hallo,

von Zeit zu Zeit sehe ich all meine Bücher durch und versuche dann auszusortieren und mir einen Überblick zu verschaffen. Ich merke, dass es mir zunehmend keine "Freude bereitet" zu viele ungelesene Bücher zu Hause zu haben. Denn irgendwie greife ich nur ganz selten nach den Büchern, die schon hier stehen und lese stattdessen die ganz neuen. Ideal wäre es also wohl in meiner Vorstellung, wenn ich einfach nur noch bei Bedarf 1-2 neue Bücher kaufen und direkt lesen würde. Nun kommt das große ABER: 

Ich habe gestern abend alle ungelesenen Bücher aus dem Regal geholt, genau angesehen und überlegt. Am Ende hatte ich 3 Stapel: 1. Definitiv behalten, 2. Anlesen und dann entscheiden, 3. Definitiv weggeben

Leider war der Stapel Nr. 3 dann am Ende mit 37 Büchern verhältnismäßig klein, Stapel 1 immerhin etwas kleiner als Stapel 2. Zugleich habe ich nun ein Problem - so viele Bücher kann ich einfach nicht anlesen und so entscheiden.

Deshalb dachte ich mir, vielleicht möchtet ihr mir bei der Entscheidung helfen? Ich hänge euch mal ein Fotos der Bücher an, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie behalten möchte. Kennt ihr etwas davon? Und was würdet ihr sagen - behalten oder weggeben? Eine Begründung für eure Entscheidung wäre natürlich spannend. Falls die  Bücher auf den Fotos nicht gut genug zu erkennen sind, hänge ich sie euch an.

Ich bin es auch ein bisschen leid, Bücher zu lesen, die mich nicht völlig begeistern. Leider werde ich immer anspruchsvoller und somit ist die Chance, ein echtes Highlight zu entdecken, immer geringer. Aber vielleicht verbirgt sich hier ja doch das ein oder andere.

Ich bin gespannt, was ihr sagt!

PS: Die GEO-Zeitschriften dürfen ignoriert werden ;-)

98 Beiträge
Zum Thema
Cover des Buches Juli verteilt das Glück und findet die Liebeundefined
Hallo!

Gerne lade ich Euch zur Leserunde zu meinem neuen Roman
"Juli verteilt das Glück und findet die Liebe" ein.

Meine Hauptfigur Juli ist ein bisschen wunderlich - eine stille Frau, die viel allein ist. Aber sie hat eine besondere Gabe: ein Gespür für Schweigen. Damit bringt sie andere Menschen, auf denen eine dunkle Erinnerung oder ein düsteres Geheimnis lastet, endlich zum Sprechen. Aber es geht auch - wie der Titel schon sagt - um die Liebe: Eines Tages begegnet ihr Oskar, in den sie sich sofort verliebt. Und was sie nicht ahnen: Gemeinsam kommen sie ihren eigenen Familiengeheimnissen auf die Spur ...

Ich bin 47 Jahre und habe mich in letzter Zeit viel mit den Erfahrungen beschäftigt, die meine Eltern gemacht haben, als sie Kinder waren, während des Krieges und in der Nachkriegszeit. Von dieser "Stimmung" ist auch viel in das Buch eingeflossen. Und ich habe versucht, diesen Ton zwischen Leichtigkeit und Schwere zu treffen, den das Leben so oft ausmacht.

Hier gibt's noch mehr Infos und auch den Blick ins Buch!

Ich arbeite als Tageszeitungsredakteurin bei der "Frankfurter Rundschau", deshalb bitte ich um Verständnis, wenn ich Fragen und Anmerkungen nicht immer prompt beantworten kann, aber bestimmt immer so schnell es geht!

Es wäre so schön, wenn Ihr Lust habt, "Juli" kennenzulernen. Der Heyne Verlag stellt 15 Bücher zur Verfügung, bis zum 20. November habt Ihr Zeit, Euch zu bewerben: Schreibt einfach, was Euch an "Juli" anspricht! Und dann freue ich mich auf die Runde!
233 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Almuth spielt auswärtsundefined

Liebe Leserinnen und Leser, 

darf ich vorstellen? Hier kommt Almuth. Almuth ist 60, seit 30 Jahren mit Günter verheiratet und Hausfrau aus Überzeugung. Ein Leben ohne Höhepunkte? Von wegen! 

Almuth liebt nicht nur Kochbücher, sondern auch Fußball. Und ganz besonders den FC Barcelona, obwohl sie in Frankfurt wohnt und noch nie in Katalonien war. Die Kunst des schnellen Umschaltens beherrscht Almuth zumindest theoretisch: Wie Kurzpässe schwirren ihre Gedanken hin und her zwischen Rezepten, Fußballweisheiten und Lebenserfahrungen: „Abschiede sind wie Kartoffelklöße, irgendwas geht immer schief.“

Aber dann geht plötzlich etwas gut: Mit ihren Freundinnen Paula und Lilo fährt Almuth ein paar Tage in die Schweiz und erlebt dort ein unerwartetes Abenteuer – sie verbringt eine Nacht mit einem deutlich jüngeren Mann. Der heißt nicht nur Jens Lehmann – wie der berühmte Torwart – , sondern sieht auch noch genauso gut aus. Jens Lehmann findet: „Ich habe noch keine Hausfrau kennengelernt, die so ist wie Sie.“ Recht hat er. Und Almuth verlässt die eingespielten Laufwege ihres Lebens – was ihre Ehe auf eine völlig neue Probe stellt.

Ich habe Almuth erfunden, weil es schon so viele liebe- und humorvolle Romane gibt, in denen jüngere Frauen die Hauptrolle spielen. Ich finde, es ist Zeit für Almuth – und ich hoffe, Ihr findet das auch! 

Auf zur Leserunde!

Deshalb lade ich Euch hiermit herzlich zur Leserunde ein, die ich so aktiv wie möglich begleiten werde. Der Piper Verlag stellt 25 Freiexemplare zur Verfügung, Bewerbungsschluss ist Sonntag, der 1. September. Schreibt mir einfach, warum Ihr Almuth gerne kennenlernen würdet. Im Buchladen ist sie übrigens ab dem 27. August zu haben.


Schöne Grüße & bis ganz bald,
Eure Tanja Kokoska

Zur Einstimmung gibt’s hier schon mal den Anfang: 
„Fotzelschnitten.“ Almuth stutzt. Sie dreht das Buch um: „Schweizer Spezialitäten“, steht auf dem Einband, „von Appenzeller bis Zürcher Geschnetzeltes“. Fotzelschnitten. Herrschaftszeiten, denkt Almuth. Das kann ja was werden. Sie blickt zu Günter hinüber. Männer, die auf dem Rücken liegen, schnarchen ja meistens, aber Günter nicht, ganz vorbildlich, lobt sie ihn in Gedanken. Er ist mal wieder maulfaul. Die neue, mit Herzen bestickte Schlafbrille – ein Geschenk von Almuth zu seinem einundsechzigsten Geburtstag, – ist ein Stück zur Seite gerutscht und bedeckt nur noch ein Auge vollständig. Sein Mund ist halb geöffnet. Almuth beugt sich noch weiter vor und lauscht. Leise, sehr leise ist gleichmäßiges Atmen zu hören, Günters Brustkorb hebt und senkt sich fast unmerklich. Man könnte glatt meinen, er sei tot, denkt Almuth. 
„Mit altbackenem Brot bereiten Sie so köstliche Gerichte wie Fotzelschnitten. Brotreste machen Sie glücklich, denn Brotgerichte sind unwiderstehlich!“ Brotreste, denkt Almuth, das klingt irgendwie nach Krieg, das muss ja ein uraltes Rezept sein. Wann waren die Schweizer zuletzt kriegerisch unterwegs? Die Schweiz ist doch immer neutral. Gut, wenn man vorbereitet ist, denkt sie. Sonst fährt man ahnungslos da hin, und mir nichts, dir nichts will einem jemand eine Fotzelschnitte andrehen, und dann steht man blöd da. „Woher der Name stammt, weiß niemand so genau“, liest Almuth weiter. „Fotzel nennt man ein abgerissenes Stück Papier. In manchen Gegenden der Schweiz bedeutet es aber auch ,durchtriebener Hallodri’.“ 
Nicht nur, dass sie Papierfetzen fragwürdig benennen und noch wie im Krieg kochen, denkt Almuth, sie sind auch sprachlich über die fünfziger Jahre kaum hinausgekommen. Hallodri, kein Mensch sagt mehr Hallodri, außer den Schweizern offenbar. Hallodri, das ist wie Hopsala, und das sagt auch kein Mensch mehr. Andererseits hat das auch etwas Tröstliches, findet Almuth. Alles verändert sich, Schade heißt Rewe, im Fernsehen ist alles Englisch, und die Jugend redet sowieso wirres Zeug, da kann man sich etymologisch schon mal an einem Hallodri festhalten. Günter hält die Luft an. Drei, vier Sekunden vergehen. Almuth spürt, wie sich sein Körper spannt, wie er die Hüfte in Position schiebt. Dann erschallt, von der Bettdecke gedämpft, ein entschlossener Ton wie aus einem verstopften Jagdhorn. Günter atmet erleichtert aus und dreht sich auf die andere Seite. Besser so ein Lebenszeichen als gar keins, denkt Almuth.
Mehr zum Buch inkl. Video gibt's hier.
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