Tanja Kokoska Almuth spielt auswärts

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Inhaltsangabe zu „Almuth spielt auswärts“ von Tanja Kokoska

Plötzlich ist alles anders. Aber ist anders auch gut? Für Almuth bleibt manches im Leben immer gleich: die genialen Spielzüge des FC Barcelona, ihr Alltag als Hausfrau und ihr Ehemann Günter. Doch als sie gemeinsam mit ihren Freundinnen Lilo und Paula eine Reise in die Schweiz macht, ist plötzlich nichts mehr, wie es vorher war.

ein kurzweiliger Roman über Freunde, Liebe, Rollenverteilung und Schubladen die geöffnet, zugeknallt und vorsichtig entrümpelt werden.

— AuroraBorealis

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  • Balla Balla

    Almuth spielt auswärts

    walli007

    04. August 2017 um 10:34

    Almuth ist Fußballfan, für den FC Barcelona schlägt ihr Herz und auch sonst kennt sie sich aus. Nur bei ihrem Mann Günther kann die Sechzigjährige nicht punkten. Trotzdem sind sie glücklich verheiratet. Und nun fährt Almuth mit ihren Freundinnen Paula und Lilo zum ersten Mal ohne Günther in Urlaub. Paula hat geerbt und lädt ihre Mädels ein in die Schweiz. Frauenurlaub in den Bergen, eigentlich ein guter Gedanke, doch so wohl fühlt Almuth sich zunächst nicht. Sie beschäftigt sich mit Schweizer Essenspezialitäten wie „Fotzelschnitten“ und denkt an Günther. Na, das kann ja ein Urlaub werden. Nachdem man sich erstmal ein paar Gedanken über die Fotzelschnitten gemacht hat und beruhigt herausgefunden hat, um was es sich ungefähr handelt, begibt man sich mit den drei Frauen auf eine unbeschwerte Urlaubsreise. Diese ist mit Pannen, Alkohol und einigen unerwarteten Erkenntnissen gespickt. Auch der obligatorische Streit, wenn Personen unterschiedlichster Couleur unterwegs sind, fehlt nicht. Und doch merken Paula, Almuth und Lilo wie dieser gemeinsame Urlaub etwas in ihnen auslöst, ihren Blickwinkel auf die Alltagswelt verändert. Sie werden nicht mehr ganz die selben sein, wenn sie wieder zu hause ankommen. Ob sie überhaupt so schnell wieder in ihren Alltag zurückkehren? Dass Allmuth mal mit ihren Fussballkenntnissen zum Zuge kommt, hätte sie nicht gedacht. Dass sich Paulas Leben so grundlegend ändern würde, hätte sie auch nicht gedacht. Und Lilo scheint langsam über den Tod ihres Mannes hinwegzukommen. Drei Freundinnen wie Pech und Schwefel.  Wie schön zu lesen, dass es auch mit Sechzig noch viel Neues zu entdecken geben kann, wenn man sich denn auf den Weg macht, es zu finden. In jungen Jahren kommen einem die Menschen eigentlich schon mit dreißig oder vierzig vor wie scheintot. Je älter man allerdings wird, desto mehr verschiebt sich diese Grenze nacht hinten und so erfreut der Gedanke, dass hinter jeder neuen Null ein Abenteuer stecken kann. Man gewinnt den Eindruck, dass Almuth das Abenteuer ihres Lebens neu entdeckt. Vielleicht etwas ängstlich, denn Veränderungen brauchen ein gewisses Maß an Mut, den man erstmal aufbringen muss. Doch schließlich gibt es eine neue Almuth, die sehr sympathisch und nicht überzogen wirkt. Eine heiter besinnliche Urlaubslektüre, die mehr zum Nachdenken anregt als man zunächst meint.

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  • "Almuth spielt auswärts"

    Almuth spielt auswärts

    buchliebhaberin26

    10. March 2017 um 14:48

    In dem Roman "Almuth spielt auswärts" von Tanja Kokoska, 2013 erschienen, geht es in erster Linie um die schon etwas ältere Almuth, die sich zusammen mit ihren beiden Freundinnen auf große Reise in die Schweiz begibt. Paula, eine der Freundinnen, erbt eine Menge Geld. Welcher Verwendungszweck eignet sich besser als ein Aufenthalt in das Land der Alpen, Ziegen und Fotzelschnitten? Richtig! Almuth, Lilo und Paula machen gemeinsam Urlaub - ohne Männer, einfach nur mit der Grundidee, es sich mal wieder so richtig gut gehen zu lassen. Wer hätte gedacht, dass sich Almuth während des Trips so verändert? Sie ist eine interessante Frau mit sehr außergewöhnlichen Gedankengängen. Barcelona, der Fußballverein, ist das Größte für sie und oft vergleicht sie vierschieden Situationen aus ihrem Alltag mit denen im Fußball. "Laufwege" beispielsweise, kann man auf zweierlei Weise verstehen, wenn man Almuth erst mal besser kennenlernt. Denn dann weiß man, was eine liebenswürdige und lebendige Dame ist ... In der Schweiz lernt Almuth einen 15 Jahre jüngeren Mann kennen, Jens Lehmann sein Name. Zwischen den beiden scheint alles zu funktionieren, alles passt. Sie verbringen eine Nacht miteinander. Danach ist nichts mehr, wie es war. Almuth muss ständig an Jens denken, aber auch Schuldgefühle breiten sich nach und nach in ihr aus. Schließlich wartet zu Hause ihr Ehemann Günther auf sie ... Sie beginnt, sich Fragen zu stellen. War das jetzt alles schon? Ist schon alles gelaufen? Darf ich mit Jens zusammen sein? Will ich so weiter leben wie bisher? All diese Grübeleien machen ihr schwer zu schaffen und sie hadert auch sehr mit sich, ob sie Günther nun von ihrer Affäre, die schwerwiegende Folgen hat, beichten soll oder eben nicht. Ob sie das tut, muss man selbst herausfinden :) Mir hat das Buch allem in allem betrachtet ganz gut gefallen. So etwas ist mir bisher noch nie untergekommen, es war etwas völlig anderes. Nicht vergleichbar mit 95 % aller Geschichten, würde ich sagen. Der Schreibstil war sehr leicht zu lesen, nur manchmal ein wenig unverständlich - ab und zu musste ich die ein oder andere Passage nochmals lesen, um wirklich folgen zu können. Das lag aber zugegebenermaßen mehr an mir, ab und zu bin ich schwer von Begriff :). Ich war auch überrascht, dass mir das Buch so gut gefallen hat, denn ich dachte, es sei mehr eine Story für Frauen ab 50 und älter - das passt nicht allzu gut in meine Altersklasse. Aber mein Fazit: Wirklich jedem zu empfehlen, vorausgesetzt, man schmunzelt gerne ... :)

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  • Lesechallenge im April zu "Der Sommer, in dem es zu schneien begann" von Lucy Clarke

    Der Sommer, in dem es zu schneien begann

    TinaLiest

    Nur das Meer kennt dein Geheimnis Manche Sommer sind mehr als nur eine Jahreszeit – sie verändern dein Leben. Weil du Dinge erlebst, die wie eine eiskalte Welle über dich hereinbrechen und dich mit voller Wucht herumwirbeln. Diese Erfahrung muss auch Eva machen... Seid ihr bereit für eine überraschende, bewegende und begeisternde Geschichte? Lucy Clarke hat mit "Der Sommer, in dem es zu schneien begann" einen warmherzigen, berührenden Roman geschrieben - einen Roman, den man garantiert nicht so schnell aus der Hand legt! Es geht um die Liebe, Lügen und Geheimnisse und das alles vor der traumhaften Meereskulisse des wilden Tasmaniens am östlichen Rand des indischen Ozeans: Ein wundervoller Roman für unsere Lesechallenge im April! Mehr zum Buch: Wie gut kennst du den Mann, den du liebst? Als Eva nur wenige Monate nach der Hochzeit ihren Mann durch einen Unfall auf See verliert, erstarrt sie vor Schmerz. Ihr gerade erst begonnenes Leben als glückliche Ehefrau soll schon zu Ende sein? Eva fühlt sich völlig allein in ihrer Trauer und reist nach Tasmanien, um Trost bei Jacksons Angehörigen zu finden. Doch so bezaubernd die australische Insel ist, so abweisend verhält sich Jacksons Familie. Warum nur wollen sein Vater und sein Bruder partout nicht über ihn sprechen? Auf Eva warten schockierende Wahrheiten, die sie zu einem schicksalhaften Sommer in der Vergangenheit führen - dem Sommer, in dem es zu schneien begann. Hier geht es zur Leseprobe! Habt ihr Lust auf eine Lesechallenge, bei der euch ein wundervolles Buch ins ferne Tasmanien entführt, in zauberhafte Unterwasserwelten und an feine Sandstrände? Möchtet ihr mit Eva die Geheimnisse ihres Ehemanns in seinem Heimatland aufdecken und in einer Geschichte versinken, bei der es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen? Dann bewerbt euch bis einschließlich 9. April für die LovelyBooks Lesechallenge im April! Wir vergeben gemeinsam mit dem Piper Verlag 50 Leseexemplare von "Der Sommer, in dem es zu schneien begann" von Lucy Clarke unter allen Bewerbern hier im Thema! Jede Woche stellen wir euch eine neue Aufgabe, die es zu lösen gilt. Wer bis zum Ende der Challenge am 10. Mai 2015 am meisten Punkte gesamelt hat, gewinnt den Hauptpreis der Lesechallenge im April, mit dem ihr bestens für den Sommer gerüstet seid: einen Gutschein von Roxy  im Wert von 100€! Damit nicht nur für die passende Ausrüstung für die sommerlichen Temperaturen gesorgt ist, legt der Piper Verlag noch die passende Sommerlektüre für den Gewinner oben drauf! Auch die Plätze 2-10 erhalten einen Preis und gewinnen jeweils ein Buchpaket aus dem Piper Verlag mit tollem neuen Lesestoff! Alle, die mit ihrem eigenen Exemplar an der Lesechallenge teilnehmen möchten, sind natürlich herzlich willkommen! Ihr könnt jederzeit in die Challenge einsteigen. Die Frist für die Bearbeitung der Aufgaben der Lesechallenge im April ist Sonntag, der 10. Mai 2015 - d.h. alle Aufgaben müssen bis einschließlich diesen Datums vollständig bearbeitet sein, damit sie in die Punktewertung mit einfließen.

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    • 2198
  • Ich habe mehr erwartet...

    Almuth spielt auswärts

    Julina2101

    16. November 2014 um 20:29

    Als ich die Inhaltsangabe gelesen habe, habe ich mich auf einen tollen und lockeren Roman gefreut. Leider muss ich direkt zu Anfang sagen, dass ich mich mit Almuth null identifizieren konnte. Einerseits liegt das an ihrem Alter – sie ist immerhin schon 60 Jahre alt – andererseits sind ihre Gedankensprünge so krass, dass ich diese gar nicht nachvollziehen kann. Ich bin während des ganzen Romans nicht wirklich warm mit Almuth geworden und ihre beiden Freundinnen Paula und Lilo, waren mir weitaus sympathischer. Die andauernden Vergleiche mit Fußball und Kochen wurden irgendwann auch nur noch anstrengend und haben das Lesen nicht aufgelockert. Es gab zwar zwischendurch ein paar lustige und amüsante Situationen, wo ich lachen musste aber das hat das Buch auch nicht viel interessanter für mich gemacht. Man kann dieses Buch durchaus lesen aber die Inhaltsangabe verspricht definitiv mehr als man dann tatsächlich geboten bekommt.

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  • Almuth spielt Auswärts

    Almuth spielt auswärts

    Crazy

    21. April 2014 um 17:32

    Normalerweise ist bei mir schon der erste Satz eines Buches entscheidend. Bei Almuth war es: "Fotzelschnitten." Aha! Hä? Ganz ehrlich, was soll man davon halten? Almuth, oder wie ihr Mann Günther sie nennt, Almupfel fährt mit ihren zwei Freundinnen in den Urlaub. Die eine ist frisch verwitwet, die andere hat einen durch Abwesenheit glänzenden Ehemann und Almuth, Almuth hat Günter - sie ist Hausfrau, er Lehrer. Langweile auf ganzer Linie. In diesem Frauenurlaub lernt Almuth Jens kennen und irgendwie auch sich selbst. Eigentlich passiert nicht viel in diesem Buch. Die drei fahren in den Urlaub, verbringen dort ein paar Tage und fahren wieder nach Hause, zwischendurch lernt Almuth Jens kennen. Der Leser wird in die Gedanken von Almuth eingeweiht und die sind einfach köstlich. Sie hört ein Wort, sinniert darüber und kommt von einem Gedanken zum anderen. Der Humor der denkenden Almuth ist tausend mal lustiger als der Humor der sprechenden Almuth. Zumindest anfangs. Manches Mal habe ich mich dabei erwischt, dass ich mir über einige sinnlose Dinge genauso viel Gedanken mache wie sie, beispielsweise warum ein James Bond nie schlafen muss oder niemand mehr das Wort Hallodri benutzt. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto lustiger wurden die Dialoge, obwohl sie völlig authentisch sind. Schon so oft habe ich Gespräche belauscht, Entschuldigung, mitbekommen, die unfreiwillig vor Situationskomik überliefen. So ist es auch in diesem Buch. Die Kapitel sind kurz und das Buch ist nicht besonders anspruchsvoll, kann also gern nach einem anstrengenden Arbeitstag zur Entspannung weg gelesen werden. Dieses Buch hat mich wirklich überrascht und bekommt von mir die volle Punktzahl. 

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  • Almuth spielt auswärts

    Almuth spielt auswärts

    Crazy

    11. March 2014 um 20:43

    Normalerweise ist bei mir schon der erste Satz eines Buches entscheidend. Bei Almuth war es: "Fotzelschnitten." Aha! Hä? Ganz ehrlich, was soll man davon halten? Almuth, oder wie ihr Mann Günther sie nennt, Almupfel fährt mit ihren zwei Freundinnen in den Urlaub. Die eine ist frisch verwitwet, die andere hat einen durch Abwesenheit glänzenden Ehemann und Almuth, Almuth hat Günter - sie ist Hausfrau, er Lehrer. Langweile auf ganzer Linie. In diesem Frauenurlaub lernt Almuth Jens kennen und irgendwie auch sich selbst. Eigentlich passiert nicht viel in diesem Buch. Die drei fahren in den Urlaub, verbringen dort ein paar Tage und fahren wieder nach Hause, zwischendurch lernt Almuth Jens kennen. Der Leser wird in die Gedanken von Almuth eingeweiht und die sind einfach köstlich. Sie hört ein Wort, sinniert darüber und kommt von einem Gedanken zum anderen. Der Humor der denkenden Almuth ist tausend mal lustiger als der Humor der sprechenden Almuth. Zumindest anfangs. Manches Mal habe ich mich dabei erwischt, dass ich mir über einige sinnlose Dinge genauso viel Gedanken mache wie sie, beispielsweise warum ein James Bond nie schlafen muss oder niemand mehr das Wort Hallodri benutzt. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto lustiger wurden die Dialoge, obwohl sie völlig authentisch sind. Schon so oft habe ich Gespräche belauscht, Entschuldigung, mitbekommen, die unfreiwillig vor Situationskomik überliefen. So ist es auch in diesem Buch. Die Kapitel sind kurz und das Buch ist nicht besonders anspruchsvoll, kann also gern nach einem anstrengenden Arbeitstag zur Entspannung weg gelesen werden. Dieses Buch hat mich wirklich überrascht und bekommt von mir die volle Punktzahl. 

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  • Keine Chicklit!

    Almuth spielt auswärts

    Jetztkochtsie

    23. January 2014 um 20:35

    Ich war etwas zögerlich an Almuths Geschichte herangegangen, vermutete ich doch hinter dem ganz hübschen Buchumschlag Chick-Lit von relativ niedrigem Niveau mit wenig Anspruch und ein wenig Langeweile. Platte Charaktere und flache Story. Was wurde ich von Almuth und ihrer Mädelsgang überrascht. Hier ist nämlich gar nichts flach oder platt, im Gegenteil, bei Almuth geht es recht hügelig zu. Tiefsinnige Gedanken zwischen Herd und Alpen, nette Vergleiche zwischen Lebensituationen und Kochrezepten. So ist beispielsweise eine Ehe, wie zwei ungleiche Eier, die man im gleichen Topf gleich lang, gleich hart zu kochen versucht. Hier und da zuckt man erstaunt zusammen, weil Almuth in ihren recht respektlosen Überlegungen häufig Dinge ausspricht oder für den Leser denkt, die sich dieser nicht so traut. Dabei ist sie dennoch immer die herzensgute Mutti, wie es von ihr erwartet wird, bis ES passiert. Was ES ist lasse ich mal offen, nur daß es wie ein perfekter Käsekuchen ist, einer ohne Rosinen und mit leckerem Boden und Vanille. Ich habe bei diesem Buch viel gelächelt und geschmunzelt und mich gefreut und auf der letzten Seite, da habe ich ein bißchen geweint. Chick-Lit ist das hier ganz bestimmt nicht, daß ist treffend und schön und traurig und gut und böse und alles auf einmal. Kurz, mir hat Almuth gefallen, sehr sogar.

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  • Vergnüglich, nachdenklich, schön

    Almuth spielt auswärts

    Monika58097

    23. December 2013 um 18:34

    Tanja Kokoska Almuth spielt auswärts Almuth, Anfang 60 und nach der Geburt ihres Sohnes nur noch als Hausfrau tätig, fährt mit ihren beiden Freundinnen Paula und Lilo für ein paar Tage in die Schweiz. Paula hat eine alte Tante beerbt und will das Geld mit ihren Freundinnen auf den Kopf hauen. Doch so einfach, wie sich die drei Frauen das vorgestellt haben, ist es gar nicht. Paula ist seit 30 Jahren mit Dietrich verheiratetet. Dietrich, der Mann an ihrer Seite, der aber nie da ist, der beruflich immer unterwegs ist. Paula, die immer lustig sein will, die bei der Reise den Ton angibt und doch nicht so unsäglich glücklich ist, wie sie vorgibt zu sein. Lilo, die Freundin, die immer noch um ihren verstorbenen Mann trauert. Auch sie kann nicht richtig aus sich raus. Und Almuth? Seit 33 Jahren ist sie mit Günter verheiratet. Günter, der immer da ist, der "Gegen die Stille-Günter". Mit ihm ist es irgendwie langweilig, ohne ihn aber auch. Alleine ohne ihn wegzufahren, ist nicht einfach, das Ankommen ohne ihn hat sie sich auch anders vorgestellt. Almuth denkt viel nach und stellt fest, dass sie zu zweit allein ist. Als sich Almuth bei einer Wanderung den Fuss verknackst, bleibt sie im Hotel zurück, während Paula und Lilo Luzern unsicher machen. Almuth, deren grosse Leidenschaft der Fussball ist, humpelt zu einer Kneipe im Ort, um sich das Spiel Deutschland - Schweiz anzusehen. Dort trifft sie auf Jens Lehmann, 15 Jahre jünger als sie selbst. Er sieht nicht nur ein bisschen aus wie der berühmte Torwart, er interessiert sich ebenso für Fussbal wie Almuth und plötzlich ist nichts mehr so wie es einmal war. In einer einzigen Nacht wird Almuths Leben komplett auf den Kopf gestellt. Eine Komödie mit Tiefgang. Gibt es so etwas? Ja, das gibt es. "Almuth spielt auswärts" ist so ein Roman. Einerseits ist es eine Komödie. Viele der Dialoge haben mich zum Lachen gebracht. Oft musste ich an Szenen aus Loriot-Filmen denken. Dialoge, Geschichten, die das Leben schreibt. Und doch lässt Tanja Kokoska sehr viel Lebensgefühl mit einfliessen. Die drei Frauen mit ihren Wünschen, ihrer Langeweile und auch ihrer Trauer. Drei Frauen, alle in den Sechzigern und doch noch nicht zum alten Eisen gehörend. Los lassen, Neues beginnen. "Almuth spiel auswärts" - ein Roman, vergnüglich, nachdenklich, schön.

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  • ein humorvolles und unterhaltsames, kurzweiliges Debüt

    Almuth spielt auswärts

    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    11. December 2013 um 14:56

    Plötzlich ist alles anders. Aber ist anders auch gut? Meine Gedanken zu dem Buch: Die Autorin Tanja Kokoska legt mit "Almuth spielt Auswärts" einen humorvollen und leicht zu lesenden Roman vor, der aber trotz seines Witzes auch eine subtile Ernsthaftigkeit aufweist. Das Frauen Trio Almuth, Paula und Lilo beschließen, einen Kurztrip in die Schweiz zu machen. Die Drei - alle in den Sechzigern, kochen gerne und lieben das Essen und wollen sich nach einem speziellen Kochkurs einfach mal die Schweizer Spezialitäten live ansehen und testen. Da Paula etwas geerbt hat, lädt sie ihre beiden Freundinnen auf diesen Kurztrip ohne Männer ein. Lilo ist seit einiger Zeit Witwe, Paulas Mann Dietrich mehr unterwegs als Zuhause und Almuths Günther... naja, Günther ist immer da. Die Beiden waren in über dreißig Jahren Ehe noch nicht getrennt und für Almuth fühlt es sich sehr komisch an, in den Zug Richtung Schweiz zu steigen. Ganz brave Hausfrau, hat sie auch ordentlich vorgekocht und eingefroren, damit Günther nicht überfordert ist. Mit dieser Reise in Schweiz kommen auch die Geschehnisse ins Rollen. Denn kaum weg von Zuhause, hat Almuth viel Zeit, über sich und ihr Leben mit Günther nachzudenken. Ein Leben, das gut funktioniert, gut eingespielt ist - so wie eine gute Fußballmannschaft. Jeder kennt seinen Pass, den er spielen muss, jeder weiß, wann er was zu tun hat. Alles Routine. So sehr, dass auch nicht mehr groß darüber geredet werden muss. Die Stille ist eingezogen ... Erzählt wird diese Geschichte aus Almuths Sicht in der dritten Person und so bekommt man als Leser auch viel Einblick in ihre Gedankenwelt. Als großer Fußballfan (was Günther auch überhaupt nicht verstehen kann) vergleicht sie gerne die Dinge ihres Lebens mit den Regeln des Fussballs. Und sie steht zu ihrem Hobby, ihrer Leidenschaft. Sie ist treuer Fan des FC Barcelona und findet es überhaupt nicht witzig, dass fussball-liebende Frauen immer noch belächelt werden. Ansonsten ist Almuth Hausfrau und lebt ihr Leben nach einem festen Spielplan. Ganz anders ihre Freundin Paula, die mit nichts hinterm Berg hält, redet wie ihr der Schnabel gewachsen ist und mit allen Männern flirtet, die nicht bei drei... ecetera pp. Laut, etwas burschikos und experimentierfreudig - so ganz das Gegenteil von Almuth. Und dann ist da noch Lilo, die neben ihren beiden Freundinnen eher unscheinbar wirkt. Ruhig, besonnen, eher schüchtern. Sie ist die Liebevolle im Bunde. Aber wohl gerade aufgrund ihrer Verschiedenheit ergänzen sich die drei prächtig. in der Schweiz wollen sie es sich mal so richtig gut gehen lassen, aber es kommt doch meist anders, als man es sich so vorstellt - und so sorgen Blasen an den Füßen, Alkohol, mangelnde Toiletten, Stimmungsschwankungen und Allergien doch für heftige Turbulenzen. Und als Almuth abends ihrer Leidenschaft nachgibt und in eine urige schweizer Kneipe geht um das angekündigte Länderspiel Deutschland - Schweiz zu sehen, trifft sie auf Jens Lehmann. Nein nicht DEN Jens Lehmann, aber zumindest seinen Namensvetter. Und nach einem gemeinsam verfolgten Fußballspiel verändert sich etwas in Almuth. Sie spürt ein lang vergessenes Gefühl in sich und sie beginnt, dieses Gefühl zu genießen - so wie auch den weiteren Abend mit Jens. Almuth stürzt sich in ein Abenteuer, dass ihre Lebensgeister zu wecken scheint. Am nächsten Tag ist für sie nichts mehr, wie es mal war...und sie beginnt, ihr Leben umzukrempeln! Die Autorin vermengt das Lustige mit dem Ernsten auf geschickte Weise und man muss doch immer wieder lächeln über die drei Charaktere und über ihre Erlebnisse. Ich persönlich hätte mir die Umfeldbeschreibungen in der Schweiz etwas ausführlicher gewünscht, dies kommt meines Erachtens etwas zu kurz. Hin und wieder trifft man auf etwas langgezogene Passagen und man muss darauf achten, diese nicht beiläufig zu überlesen. Aber die vielen Dialoge halten das Geschehen gut am Leben. Der Schreibstil ist einfach und unverblümt, schon fast ein wenig sachlich / aufgesetzt. Dennoch ließt sich der Roman sehr leicht und vor allem schnell. Die recht groß gewählte Schriftart lassen die 400 Seiten vom Gefühl her zusammenschrumpfen und so liest sich der Roman locker an einem Tag. Tanja Kokoska gibt ihren Lesern auf subtile Weise zu verstehen, dass man sich einfach mal trauen soll und Veränderungen zulassen soll. Und dass es überhaupt keine Rolle spielt, wie alt man ist. Wichtig ist das, was man fühlt. Man soll darauf hören, was einem das eigene Herz mitteilen möchte. Ganz nach dem Motto: Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum. Erwähnenswert ist aber auch noch das Käsekuchen-Rezept, dass passend zum Thema mit in die Geschichte integriert wurde. Und ein Blick hinter die Buchklappen lohnt sich allemal: Denn hier findet der Leser das Original Rezept für Schweizer "Fotzelschnitten" :-) Kurz & gut - mein persönliches Fazit Anna Kokoska ist mit "Almuth spielt auswärts" ein humorvolles und unterhaltsames, kurzweiliges Debüt gelungen. Viele Dialoge, viel Witz und Humor und doch auch eine gewisse Ernsthaftigkeit - und das alles gewürzt mit einer ordentlichen Portion Fußball. Man sollte dem Fußball nicht komplett abgeneigt sein, da man sonst nach einer Weile etwas genervt sein könnte, denn für Almuth spielt dieser Sport schon eine große Rolle. Am manchen Stellen hätte ich mir einen etwas lebhafteren, fesselnderen Schreibstil gewünscht, aber alles in allem ist dieser Roman eine gute, schnell zu lesende Lektüre für den kuscheligen Sonntag-Nachmittag auf dem Sofa. © Rezension: 2013, Alexandra buecherkaffee.blogspot.de

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  • Leserunde zu "Almuth spielt auswärts" von Tanja Kokoska

    Almuth spielt auswärts

    FrauK

    Liebe Leserinnen und Leser,  darf ich vorstellen? Hier kommt Almuth. Almuth ist 60, seit 30 Jahren mit Günter verheiratet und Hausfrau aus Überzeugung. Ein Leben ohne Höhepunkte? Von wegen!  Almuth liebt nicht nur Kochbücher, sondern auch Fußball. Und ganz besonders den FC Barcelona, obwohl sie in Frankfurt wohnt und noch nie in Katalonien war. Die Kunst des schnellen Umschaltens beherrscht Almuth zumindest theoretisch: Wie Kurzpässe schwirren ihre Gedanken hin und her zwischen Rezepten, Fußballweisheiten und Lebenserfahrungen: „Abschiede sind wie Kartoffelklöße, irgendwas geht immer schief.“ Aber dann geht plötzlich etwas gut: Mit ihren Freundinnen Paula und Lilo fährt Almuth ein paar Tage in die Schweiz und erlebt dort ein unerwartetes Abenteuer – sie verbringt eine Nacht mit einem deutlich jüngeren Mann. Der heißt nicht nur Jens Lehmann – wie der berühmte Torwart – , sondern sieht auch noch genauso gut aus. Jens Lehmann findet: „Ich habe noch keine Hausfrau kennengelernt, die so ist wie Sie.“ Recht hat er. Und Almuth verlässt die eingespielten Laufwege ihres Lebens – was ihre Ehe auf eine völlig neue Probe stellt. Ich habe Almuth erfunden, weil es schon so viele liebe- und humorvolle Romane gibt, in denen jüngere Frauen die Hauptrolle spielen. Ich finde, es ist Zeit für Almuth – und ich hoffe, Ihr findet das auch!  Auf zur Leserunde! Deshalb lade ich Euch hiermit herzlich zur Leserunde ein, die ich so aktiv wie möglich begleiten werde. Der Piper Verlag stellt 25 Freiexemplare zur Verfügung, Bewerbungsschluss ist Sonntag, der 1. September. Schreibt mir einfach, warum Ihr Almuth gerne kennenlernen würdet. Im Buchladen ist sie übrigens ab dem 27. August zu haben. Schöne Grüße & bis ganz bald, Eure Tanja Kokoska Zur Einstimmung gibt’s hier schon mal den Anfang:  „Fotzelschnitten.“ Almuth stutzt. Sie dreht das Buch um: „Schweizer Spezialitäten“, steht auf dem Einband, „von Appenzeller bis Zürcher Geschnetzeltes“. Fotzelschnitten. Herrschaftszeiten, denkt Almuth. Das kann ja was werden. Sie blickt zu Günter hinüber. Männer, die auf dem Rücken liegen, schnarchen ja meistens, aber Günter nicht, ganz vorbildlich, lobt sie ihn in Gedanken. Er ist mal wieder maulfaul. Die neue, mit Herzen bestickte Schlafbrille – ein Geschenk von Almuth zu seinem einundsechzigsten Geburtstag, – ist ein Stück zur Seite gerutscht und bedeckt nur noch ein Auge vollständig. Sein Mund ist halb geöffnet. Almuth beugt sich noch weiter vor und lauscht. Leise, sehr leise ist gleichmäßiges Atmen zu hören, Günters Brustkorb hebt und senkt sich fast unmerklich. Man könnte glatt meinen, er sei tot, denkt Almuth.  „Mit altbackenem Brot bereiten Sie so köstliche Gerichte wie Fotzelschnitten. Brotreste machen Sie glücklich, denn Brotgerichte sind unwiderstehlich!“ Brotreste, denkt Almuth, das klingt irgendwie nach Krieg, das muss ja ein uraltes Rezept sein. Wann waren die Schweizer zuletzt kriegerisch unterwegs? Die Schweiz ist doch immer neutral. Gut, wenn man vorbereitet ist, denkt sie. Sonst fährt man ahnungslos da hin, und mir nichts, dir nichts will einem jemand eine Fotzelschnitte andrehen, und dann steht man blöd da. „Woher der Name stammt, weiß niemand so genau“, liest Almuth weiter. „Fotzel nennt man ein abgerissenes Stück Papier. In manchen Gegenden der Schweiz bedeutet es aber auch ,durchtriebener Hallodri’.“  Nicht nur, dass sie Papierfetzen fragwürdig benennen und noch wie im Krieg kochen, denkt Almuth, sie sind auch sprachlich über die fünfziger Jahre kaum hinausgekommen. Hallodri, kein Mensch sagt mehr Hallodri, außer den Schweizern offenbar. Hallodri, das ist wie Hopsala, und das sagt auch kein Mensch mehr. Andererseits hat das auch etwas Tröstliches, findet Almuth. Alles verändert sich, Schade heißt Rewe, im Fernsehen ist alles Englisch, und die Jugend redet sowieso wirres Zeug, da kann man sich etymologisch schon mal an einem Hallodri festhalten. Günter hält die Luft an. Drei, vier Sekunden vergehen. Almuth spürt, wie sich sein Körper spannt, wie er die Hüfte in Position schiebt. Dann erschallt, von der Bettdecke gedämpft, ein entschlossener Ton wie aus einem verstopften Jagdhorn. Günter atmet erleichtert aus und dreht sich auf die andere Seite. Besser so ein Lebenszeichen als gar keins, denkt Almuth. Mehr zum Buch inkl. Video gibt's hier.

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    • 402
  • Gelungener Debütroman

    Almuth spielt auswärts

    paupau007

    10. December 2013 um 19:06

    Von der Schweiz und Barcelona, von Brotresten und Käsekuchen, von Neuem und Alten Eine Reise- allein, ohne Günther – das ist etwas ganz Neues für Almuth, die 60 Jahre alt und großer Barcelona Fan ist. Mit 2 Freundin macht Sie sich zu einem Trip in die Schweiz auf. Die beiden Freundinnen – Lilo und Paula leben im Moment auch so ohne Männer. Die Eine ist schon lange verwitwet, die Andere hat wurde von ihrem Mann verlassen. Almuth dagegen lebt schon 30 Jahre glücklich mit Günther zusammen und sie haben einen Sohn zusammen. In der schönen Schweiz trifft Almuth jedoch beim gemeinsamen Fußballgucken auf Jens Lehman, Bochum Fan, 15 Jahre jünger und der zu allem Überfluss auch noch echt gut aussieht. Nach einer gemeinsamen Nacht ist nichts mehr wie es vorher war: Jens und Günther, Barcelona, Bochum und die Schweiz, und Gemheimnisse. Tanja Kokoska, geboren 1971 in Frankfurt am Main, war nach Germanistik-Studium und Volontariat langjährige Redakteurin der Frankfurter Rundschau – zuletzt in den Ressorts Sport und Politik, und ist Autorin der Satireseite »Die Wahrheit« (taz). Seit Januar 2012 arbeitet sie als freischaffende Journalistin und Autorin. »Almuth spielt auswärts« ist ihr erster Roman. Das erste, was an dem Buch auffällt, ist das sehr kreative und witzige Cover. Generell zieht sich der gute Unterhaltungsfaktor durch das ganze Buch. Der Schreibstil ist aufgelockert und die Autorin arbeitet mit vielen kreativen Vergleichen. Die 3 Frauen sind sehr unterschiedlich und ergänzen sich wirklich wunderbar. Eine andere Besonderheit des Buches ist, das jedes Kapitel mit etwas Essbaren, also einem Gericht überschrieben ist. Außerdem ist die Protagonistin schon sehr besonders, da sie sich für Fußball interessiert – entgegen der gängigen Ansicht, dass nur Männer sich für Fußball interessieren. Die Beziehung mit Jens Lehmann ist zwar etwas skurril, aber sehr realistisch dargestellt. Man kann sich in alle Charaktere hineinfühlen und ihre Handlungen nachvollziehen. Trotz dass Almuth schon 60 ist, kann man auch als junger Leser sie verstehen und die Themen sind eigentlich für alle Leser aktuell. Ich finde, „Almuth spielt auswärts“ ist ein durchaus gelungener Debütroman einer Autorin mit Potenzial!

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  • Für Leserinnen ab 50+

    Almuth spielt auswärts

    Jasmin88

    08. November 2013 um 11:36

    Covergestaltung: Das Cover gefällt mir. Es ist süß anzuschauen und durch dieses Klappcover mit dem Loch ein interessant gestalteter Blickfang. Meine Meinung: "Almuth spielt auswärts" habe ich im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde gelesen. Ich hatte mich für den Roman beworben, da er nach einer netten Lektüre für Zwischendurch klang und das ist er mit Sicherheit auch für einige Leser, aber leider nicht für meine Generation. Mich konnte dieser Roman leider nicht überzeugen. Meine Erwartungen wurden nur teilweise erfüllt. Mit der Handlung, den Charakteren und dem Schreibstil bin ich leider nicht so richtig warm geworden. Insgesamt betrachtet war mir das Buch zu zäh und ich kam nur langsam voran, da mich die Story einfach nicht gepackt hat. Ich denke, dass es daran liegt, dass meine Generation nicht die richtige Zielgruppe  für diesen Frauenroman ist. Ich vermute, dass ich einfach noch zu jung für das Buch bin und dass der Funke deswegen nicht übergesprungen ist. Ich werde "Almuth spielt auswärts" nun an meine Mutter weiterreichen, die 52 Jahre alt ist und hoffe, dass ihr der Roman mehr Freude bereitet. Von mir gibt es immerhin noch gut gemeinte drei Sterne für diesen Frauenroman! Fazit: "Almuth spielt auswärts" würde ich Leserinnen ab 50 Jahren aufwärts empfehlen!

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  • Ältere Frau ist noch lange kein Brotrest!

    Almuth spielt auswärts

    nadine_liepkalns

    28. October 2013 um 11:43

    Der Urlaub, zu dem Paula ihre Freundinnen Lilo und Almuth eingeladen hat, scheint für alle drei Frauen eine tolle Abwechslung zu werden. Paula wünscht sich einen Urlaubsflirt, Lilo kommt nach dem Tot ihres Mannes vielleicht auch mal wieder auf andere Gedanken und Almuth sieht vielleicht auch mal was anderes ausser ihr zu Hause und ihren Günter. Für den wird natürlich vorgekocht, eingetuppert und eingefroren, damit der nicht kochende Mann auch nicht verhungert. Als die Reise losgeht ist es für Almuth noch sehr ungewohnt so ohne ihren "Gegen-die-Stille-Günter". Es fehlt etwas. Oder ist es doch nur Gewohnheit? Wann war Altmuth denn das letzte mal allein? Sie und Günter sind wie ein gut eingespielter Fußballverein. Sie wissen wie man sich die Pässe zuspielt und wer wie läuft. Ein wenig von Paula genervt beschließt Almuth einen Abend sich doch lieber in eine Kneipe zu setzen, in der es ein Fußballspiel ihres Lieblingsvereins zu sehen gibt. Sie setzt sich zu einem jungen ebenfalls Auswärtigen und kommt mit ihm ins Gespräch. Es soll nicht nur bei diesem Gespräch bleiben. Almuth weiß das es sich gut anfühlt, aber was soll weiterhin passieren? Soll sie die Routine mit ihrem Mann sausen lassen, für etwas das komplett ungewiss ist? Dieses Auswärtsspiel war zwar schön, aber ist es in einem neuen Verein nicht nachher auch so das sich alles irgendwann einspielt? Dieses Buch hat mich schon gleich am Anfang in seinen Bann gezogen. Ich habe viel mit Paula, Lilo und Almuth zu lachen gehabt. Die Charaktere in diesem Buch sind "echt". Es ist nicht so als wenn man nur liest, nein, ich war mit den Dreien in der Schweiz und habe diesen "Weiberhaufen" in mein Herz geschlossen. Es ist wirklich schade das dieses Buch nicht noch mehr Seiten hat. Obwohl, so viele Post-Its wie ich hier reingeklebt habe (bei allem was ich einfach nur großartig fand), hätte ich bei mehr Seiten noch viel mehr Klebezettelchen kaufen müssen! Ein Beispiel? Aber gerne: "Küsse schmecken immer anders, obwohl es auch dieselben Zutaten sind, vier Lippen, zwei Zungen und los. Küsse können nicht wie Käsekuchen sein, aber Sex wie alte Brotreste, da soll sich einer auskennen." (Seite 68) Mein Fazit: Für Fans der "Dienstagsfrauen" ein absolutes MUSS!! (Für alle anderen aber auch )

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  • Eigentor von Frau Kokoska

    Almuth spielt auswärts

    Caruschia

    26. October 2013 um 15:22

    Inhalt Für Almuth bleibt manches im Leben immer gleich: Die genialen Spielzüge des FC Barcelona, ihr Alltag als Hausfrau und ihr Ehemann Günter. Doch als sie gemeinsam mit ihren Freundinnen Lilo und Paula eine Reise in die Schweiz macht, ist plötzlich nichts mehr, wie es vorher war. »Das Geld muss weg, das wird sonst schlecht«, sagt Paula, die eine Erbschaft gemacht hat, und lädt ihre Freundinnen Almuth und Lilo zu einem Urlaub in die Schweiz ein - denn wo kann man sein Geld besser verprassen? Gesagt, getan, Almuth kocht ihrem Gatten Günter für eine Woche sein Essen vor, packt die Wanderschuhe ein, und es kann losgehen! Doch angekommen im Hotel, will sich die erhoffte Fröhlichkeit bei den drei Damen nicht so recht einstellen. Paula liegt erfolglos auf der Lauer nach einem Urlaubsflirt, Lilo ist sowieso bekümmert, weil frisch verwitwet, und Almuth findet es merkwürdig, Günter nicht an ihrer Seite zu haben. Als sie aber am dritten Abend einen netten Mann kennenlernt, der genauso für Fußball brennt wie sie und auch noch Jens Lehmann heißt, ist alles plötzlich ganz anders ... (AMAZON) Schreibstil Den Schreibstil der Autorin kann man mit einem Ball, der mit 100km/h ins Dreiangel rast, vergleichen. Die Worte rasen genauso schnell durch mein Gedächtnis und die Seiten konnte ich fast so schnell umblättern wie bei einem Daumenkino. Die große Schrift hat ihr Übriges dazu beigetragen. Trotzdem schreibt Tanja Kokoska in einem - für mich - eher ungewöhnlichen Schreibstil. Er ist anspruchslos, unpoetisch, ein wenig plump und emotionslos und gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Meine Meinung: Das Zitat, welches ihr oben im Bild lesen konntet, war auch schon das einzige, einigermaßen schriftstellerische am ganzen Buch. Alles andere wurde trocken und hintereinander weg und - wie es schien - ohne jeglichen Zusammenhang aufgezählt. Die Autorin hatte im Text immer wieder Bezüge zum Fußball mit eingebaut die mehr oder weniger gelungen waren oder tiefere Bedeutung hatten. Die Handlung im Allgemeinen war für mich auch nicht wirklich fesselnd - wahrscheinlich auch für mein Alter total uninteressant. Auf der Website des Verlags wurde der Roman auch unter Comedy und Humor eingeordnet, wovon ich aber überhaupt nichts mitbekommen habe. Vielleicht habe ich auch den Witz nicht verstanden, aber das schließe ich eher aus, weil das Buch ja nicht so tiefgründig war. Im Gegenteil. Manchmal hat es auf mich wirklich oberflächlich und langweilig gewirkt. Da war ich wirklich froh, dass es sich so schnell weglesen ließ. Die Ortsbeschreibungen waren auch nicht wirklich gut ausgebaut, denn ich hatte mir schon ein wenig mehr Landschaftsbeschreibungen gewünscht, wenn das Buch schon in der Schweiz spielt. Das Einzige, was Tanja Kokoska ausführlich und detailreich besprochen hat, war das Essen, dem sie dann auch gleich noch einen merkwürdigen Namen hinterhergeworfen hat. Die Figuren konnte sie auch nicht richtig lebendig wirken lassen. Jedes Gespräch, das Almuth mit ihren Freundinnen geführt hatte, hat nur aus einem oder mindestens sechs Wörtern bestanden, die hintereinander weg, trocken und emotionslos aufgereiht waren. Man hatte gar nicht das Gefühl, dass es überhaupt Menschen sind, die da miteinander interagiert haben. Almuth hingegen war mir doch eine sehr symphathische, wenn auch ein wenig schwierige Protagonistin, die mir schnell ans Herz wachsen konnte. Mit ihrer Liebe für Fußball überrascht sie so einige Männer und ihre Freundinnen nervt sie damit. Doch Almuth steht zu ihrer Leidenschaft und bleibt stark und kann sich unter den vielen Männern beweisen und landet dann auch noch einen Erfolg, den sie sich vorher niemals zugetraut hätte. Mir gefällt es auch, dass sie sich am Ende des Buches entschieden gegen das Hausfrauen-Image wehrt und ihren Mitmenschen, unter anderem ihrem Mann und ihrem Sohn, endlich mal zeigen kann, wo der Hammer hängt, denn die Reise in die Schweiz hat sie und ihre Denkweise entschieden verändert. Sie lässt sich nicht mehr in die gleiche Schublade wie andere Frauen in ihrem Alter quetschen und lernt, auch Menschen, die sie liebt, die Stirn zu bieten und sich nicht immer alles gefallen zu lassen. Almuth ist sicherlich der größte Pluspunkt an diesem Buch! Denn Almuths Freundinnen Paula und Lilo sind wieder solche Charaktere von dieser Sorte, von denen ich nicht weiß, was ich halten soll. Paula ist die wahrscheinlich aufgedrehteste und lebenslustigste der drei Frauen. Sie versucht immer wieder, Almuth und Lilo zu etwas zu animieren. Doch es gab Stellen im Buch, an denen sie mir auch sehr oberflächlich vorgekommen ist. Symphatisch war sie mir zu keinem Zeitpunkt, aber jede Geschichte braucht eine Figur, die die echte Frau widerspiegelt. Und in "Almuth spielt auswärts" ist das Paula. Sie erscheint stark und selbstbewusst, doch am Ende erfährt der Leser, dass sie hinter ihrer Maske eigentlich gar nicht so tough ist, wie sie immer tut. Lilo, Almuths zweite Freundin ist eher die Schüchterne, Ruhige und Vernünftige der drei. Was wahrscheinlich auch daran liegt, dass sie zuletzt einen schrecklichen Schicksalsschlag hinnehmen musste. Mir hat sie deshalb ein wenig Leid getan, aber mir hat gefallen, dass sie dann mithilfe ihrer Freundinnen ihre Sorgen erstmal vergessen und wieder richtig leben konnte. Fazit Tanja Kokoska hat sich für meinen Geschmack mit ihrem Debütroman "Almuth spielt auswärts" ein ziemliches Eigentor geschossen. Durch die ungewöhnlichen und anspruchslosen Formulierungen wirkt nicht nur der Schreibstil, sondern auch die ganze Geschichte plump und unausgereift. Der einzige Pluspunkt, den ich dem Buch geben kann, sind die symphatischen und liebenswerten Charaktere. Grundsätzlich würde ich das Buch nur der älteren Generation von Lesern weiter empfehlen, da es wirklich nicht sehr anspruchsvoll und leicht für zwischendurch ist und keinen tiefen Sinn mit sich trägt.

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  • leider bin ich enttäuscht ....

    Almuth spielt auswärts

    Kartoffelschaf

    25. October 2013 um 13:58

    Vorab: Ich habe dieses Buch bei einer Leserunde gewonnen und muss gestehen, dass ich noch nie so lange für ein Leserundenbuch gebraucht habe. :( Das tut mir wirklich Leid .... "Almuth spielt auswärts" war für mich persönlich leider eine herbe Enttäuschung. Die 2 Sterne sind wirklich gut gemeint. So, erhofft hatte ich mir einen heiteren Roman mit Charakteren der etwas betagteren Fraktion. Letzteres habe ich bekommen, ersteres leider nicht. Das Buch hat durchaus witzige Passagen und an einigen Stellen habe ich durchaus schmunzeln müssen. Ich habe mich allerdings endlos durch das Buch quälen müssen und muss ehrlich sagen, dass ich es abgebrochen hätte, hätte ich es nicht für besagte Leserunde gewonnen. Almuth ist an sich ein super freundlicher, gut durchdachter Charakter - ebenso ihre 2 Freundinnen. Duraus liebenswert. So.... Problem Nr. 1 - kein Spannungsbogen. Aber wirklich, gar keiner! Problem Nr. 2 - Almuths Monologe. Endlose Wortwiederholungen, endlose innere Debatten - langweilig, leider. :( Problem Nr. 3 - Diffuse, teilweise undurchdachte Anspielungen und Aussagen, die weder mit Essen (es geht in diesem Buch um diverse Gerichte, die mit unterschiedlichen Lebenssituationen assoziiert werden) noch mit sonst irgendwas zu tun haben. Hier ist einfach zu viel zusammen gewürfelt worden und das Buch zieht sich und zieht sich und zieht sich .... Das Ende rettete den 2. Stern, sonst wäre ich leider absolut nicht überzeugt gewesen. Schade, dass ich in keinster Weise das erhalten habe, was ich mir als Leser erhofft hatte. Es tut mir Leid, dass ich nichts besseres sagen kann. :( Fazit: Muss man nicht gelesen haben.

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