Tanja Kuchenbecker Le Fettnapf

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Inhaltsangabe zu „Le Fettnapf“ von Tanja Kuchenbecker

Mein Leben als Französin

Im Café vom Kellner übersehen, von den Nachbarn ignoriert und eigentlich immer falsch angezogen – in ihren ersten Jahren in Paris ließ Tanja Kuchenbecker kein Fettnäpfchen aus und schielte oft mit Neid auf die Französinnen: diese Eleganz! Diese Weltgewandtheit! Inzwischen hat sich die Deutsche jedoch einiges von der französischen Lebenskunst abgeguckt. So gelingt es ihr nicht nur, im Restaurant die Aufmerksamkeit des Kellners, sondern auch den besten Platz zu bekommen. Und selbst die hohe Kunst des Grand blabla beherrscht sie heute mühelos. Regel Nummer 1: immer zu allem etwas zu sagen zu haben.
Wie sie lernte, sich einigermaßen würdevoll durchs französische Alltagsleben zu bewegen, erzählt Tanja Kuchenbecker in 'Le Fettnapf' mit viel deutschem Humor.

'Herrlich komisch!' BILD

'Leichter Lesestoff zum
Entspannen mit viel Humor!'
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  • Rezension zu "Le Fettnapf" von Tanja Kuchenbecker

    Le Fettnapf

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich habe das Buch gekauft, weil ich selbst 6 Monate in Paris gelebt habe und mich noch heute über einige Eigenarten wundere. Zum Beispiel warum die Franzosen nahezu alles mit Karte bezahlen. Sogar Kleinstbeträge im Supermarkt und beim Bäcker. Mir wäre das total peinlich in Deutschland bei einem Betrag von 5€ mit Karte zu bezahlen. In Frankreich ist das total normal. Man wird sogar verdutzt angeguckt, wenn man Bar bezahlt. Was mich auch geärgert hat, ist dass die Franzosen immer zu spät kommen und das oft eine halbe Stunde. Das Buch hat mich schon vom Titel angesprochen. Le Fettnapf - Wie ich lernte mich in Frankreich nicht zum Horst zu machen. Toll! Das muss ich haben, dachte ich. In 13 Kapiteln berichtet Tanja Kuchenbecker über ihre persönlichen Erfahrungen, als sie als Journalistin nach Paris gezogen ist. Und die sind so humorvoll geschrieben, dass ich sehr oft schmunzeln musste. Fast jedes Mal dachte ich: ,,Ja, das war bei mir genauso!" und ,,Warum hab ich mir das Buch nicht gekauft BEVOR ich nach Paris gezogen bin?". Mir ist nach dem Lesen des Buches jetzt klar wie die Franzosen so ticken und auch was sie über uns Deutsche denken. Zum Beispiel, dass sie es nicht verstehen konnten, dass wir uns zur WM 2006 so viele Gedanken gemacht haben wie das im Ausland ankommt, wenn wir unsere Fahne schwingen. Für sie ist Nationalstolz ganz normal und trotz der deutschen Geschichte denken sie, dass auch wir ruhig etwas stolzer auf unser Land sein sollten. In den Kapiteln geht es auch um das französische Essen mit wertvollen Tipps was man zum Beispiel NICHT von der Karte bestellen sollte wie "Cervelle"= Hirn und "Tripes" oder "Abats"= Innereien, was die Franzosen zu lieben scheinen. Außerdem wird über französische Männer und das Flirten geschrieben, beliebte Konversationsthemen, das Verkehrschaos und warum man besser die Handbremse beim Parken nicht anziehen sollte. Apropos anziehen: Wie schaffen es die Französinnen immer nur so elegant auszusehen und wie sieht der Kleiderschrank einer Französin aus? Auch darauf werdet ihr Antworten in diesem Buch finden. Genauso wie auf das Geheimnis warum Französinnen so schlank sind und das auch noch ohne zu hungern und obwohl die Franzosen das Essen regelrecht zelebrieren. Nicht umsonst ist die Mittagspause 2 Stunden lang. Und wenn man abends zum Essen bei Freunden eingeladen ist kann sich das bis zu 3, oder 4 Stunden hinziehen. Da gibt es dann erst den Aperetif, das Hauptgericht, dann noch einen Zwischengang und nicht zu vergessen das Dessert. Wenn man da nicht zunehmen will, sollte man wissen, dass Franzosen alles sehr langsam essen und immer nur ein bißchen, auch wenn es noch so gut schmeckt, damit dann auch noch für das Dessert Platz ist. ,,Meinen Salat als Vorspeise leerte ich so schnell wie die Kleiderständer bei Ausverkäufen der Pariser Modehäuser, da knabberte Julie noch an den ersten Blättern" Es wird eben unterschieden zwischen gourmand= Schlemmer, Vielfraß und gourmet= Feinschmecker. Auch interessant fand ich die Kapitel über das französische Arbeitsleben und warum Frankreich ein Kinderparadies ist und selbst Karrierefrauen dort mindestens zwei Kinder bekommen. Besonders toll fand ich die Tipps wo man in Paris was am besten kauft. Zum Beispiel wo es die besten Dessous gibt, wo die Stars ihre Lebensmittel einkaufen und das es die exquisitesten Süßigkeiten bei Pierre Hermé in der Rue Bonaparte gibt. Seine Makronen sollen die Haute Couture der Desserts sein. Am Ende eines jeden Kapitels findet man außerdem zusammengefasst in einem gräulichen Kasten nochmals die wertvollsten Tipps. Da das Buch nur etwas mehr als 200 Seiten hat und so locker geschrieben ist, liest es sich sehr schnell weg. Fazit: Absolut empfehlenswert! Nicht nur als Ratgeber für diejenigen, die nach Frankreich gehen wollen, sondern auch für alle die sich von den Französinnen etwas abgucken wollen. Denn nicht umsonst bekommt jeder Mann Schnappatmung, wenn er an eine Französin denkt!

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. February 2015 um 12:26
  • Rezension zu "Le Fettnapf" von Tanja Kuchenbecker

    Le Fettnapf

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. February 2012 um 22:03

    Wer sich vom Inhalt angesprochen fühlt, wird nicht enttäuscht sein/werden! Für Frankreich-Liebhaber und/oder Bald-Franzosen bestens geeignet. Kurzweilige, amüsante Lektüre. Herrlich.

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