Tanja Langer Der Tag ist hell, ich schreibe dir

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Inhaltsangabe zu „Der Tag ist hell, ich schreibe dir“ von Tanja Langer

Sie las Marx in einer Ökobäckerei, er war Vorsitzender einer großen Bank. Doch der Mann, dem Helen heute schreibt, ist lange tot. 1989 wurde Julius bei einem Attentat getötet, und Helen erinnert sich. Wie sie den Bankier als junge Frau kennenlernte, wie hell und leicht alles begann, wie er Karriere machte und sie sich durchs Studium kämpfte. Wie viele Briefe sie ihm schrieb und wie sich ihr Verhältnis immer wieder neu erfand. Wie der Tod brutal einschlug und wie Helen Journalisten, Zeitzeugen und Stasiakten befragte, um ihn zu begreifen. – Tanja Langer entfaltet den Roman einer unkonventionellen Liebesfreundschaft vor dem Hintergrund deutscher Zeitgeschichte.
Eine packende Suche nach einem dramatischen Verlust.

Eines großes Buch, wie ich es empfinde. Gedankliche Grenzen überschreiten, einander respektieren - eine kleine Liebesgeschichte. Ganz groß.

— Michael_Kibler

Was für ein herrliches Buch. Man wird das ganze Buch von einer traurig freundlichen Melancholie begleitet.Es hat mich lange noch beschäftigt

— Rosa_Pantoffeltierchen

Seit diesem Buch ist Tanja Langer für mich der Geheimtipp für aussergwöhnliche Bücher.

— Buecherwurm1973

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    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    jenvo82

    08. November 2014 um 08:31

    Helen und Julius trennen 32 Lebensjahre, sie ist Studentin, er ein Mann von Welt mit Rang und Namen. Sie sucht Antworten und einen Lebensweg, er erfreut sich an ihrer Leidenschaftlichkeit und überschäumenden Lebensfreude. Lange Zeit bleibt ihre Verbindung rein platonisch, manifestiert sich in Briefen und regelmäßigen Telefonaten – als sie schließlich auf die körperliche Ebene wechselt, erkennen beide die Vergänglichkeit, die fehlende Perspektive und letztlich vollkommen andere Lebensentwürfe. Jeder geht seinen eigenen Weg, behält den anderen und dessen Gedanken jedoch im Hinterkopf. Als Julius schließlich Opfer eines Attentats wird, recherchiert Helen sein Leben, seine politische Gesinnung, sein öffentliches Wirken und rollt damit das Zeitgeschehen einer ganzen Epoche auf. Fazit: Eine seltsame Beziehung verliert sich in den historischen Begebenheiten einer bewegten Zeit, stellenweise langatmig erzählt, nichts für Zwischendurch. Das größte Problem ist jedoch die Tatsache, dass der Leser immer mehr erwartet, als dann tatsächlich passiert.  

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  • Absolut hervorragend.

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    Michael_Kibler

    12. October 2014 um 20:47

    Ja, es schwingt immer Melancholie mit in dieser, ich kann es nicht anders bezeichnen, Liebesgeschichte. Das gilt insbesondere, als man das Ende des Buches - die Ermordung von Alfred Herrhausen - ja kennt. Interessant aber besonders, wie sich zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aufeinander einlassen. Wie sie ihre Meinungen austauschen und vor allem gegensätzliche Ansichten nicht nur respektieren, sondern auch überdenken. Wie zerbrechlich ihre Verbindung manchmal scheint und wie stark sie dennoch ist. Absolut hervorragend geschrieben, da die Form des Schreibens auf ihre ganz eigene Art auch die Form der Beziehung widerspiegelt.

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  • Rezension zu "Der Tag ist hell, ich schreibe dir" von Tanja Langer

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    papierelch

    Eine Bekanntschaft, aus der eine Freundschaft wurde, die brutal endete: durch die Ermordung, das Attentat auf den Freund: Katja Langer hat dies selbst erlebt, als sie, noch keine 20, den Bankier Alfred Herrhausen - mit Anfang 50 schon ein überaus erfolgreicher "Geschäftsmann" kennenlernt und mit ihm eine mehrjährige Brieffreundschaft aufnimmt - eine lebenslange Freundschaft, muss man sagen, endet diese doch mit dem Attentat auf Herrhausen im deutschen Schicksalsjahr 1989, Ende November, kurz nach dem Mauerfall. Um diese Freundschaft geht es in vorliegendem Buch, das die Autorin in Romanform verfasst hat. Ein sehr, sehr emotionales, warmherziges Buch, ein Roman, in dem Tanja Langer ihre Protagonistin Helen sprechen lässt, sie ihre Freundschaft zu Julius Turnseck - so der Name des Bankiers im Roman - in den verschiedensten Facetten schildern und sie seinem Leben nachspüren lässt. Jahre nach Julius' Tod begibt Helen sich nämlich auf Spurensuche. Ein sehr, sehr persönlicher Roman, gleichwohl ein Dokument von Tanja Langers und Alfred Herrhausens gemeinsamer Zeit, allerdings eines, in dem sich die Autorin durch die Darstellungsform etliches an dichterischen Freiheiten herausnimmt. Der Leser erfährt vieles aus Julius' Jugend während des 3. Reiches, aber auch Interessantes aus den beiden Deutschlands der 1980er Jahre. Spannend und aufschlussreich, manchmal ein wenig langatmig, aber immer voller Wärme und Respekt nicht nur Julius/Alfred, sondern auch seinen Angehörigen gegenüber schildert Tanja/Helen ihre gemeinsame Geschichte. Ab und zu ist es schon ein wenig irritierend und man überlegt beim Lesen, ob dies jetzt Realität oder dichterische Freiheit ist, trotzdem ist dies ein wichtiges Buch sowohl als subjektive Dokumentation deutscher Vergangenheit als auch als ungewöhnlicher Roman. Also: nicht vom Titel schrecken lassen, der aus meiner Sicht wie eine Zeile aus einem Pionierlied klingt: Leser, die sich für neuere deutsche Geschichte ab dem 2. Weltkrieg interessiert und diese auch gern in Romanform rezipieren, werden ihre Freude an diesem sowohl intelligent als auch liebevoll geschriebenen Buch haben! so wie ich sie hatte lg

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    • 2

    DieBerta

    27. February 2013 um 14:01
  • Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    DieBerta

    Ich hatte das Glück bei der Leserunde "Der Tag ist hell, ich schreibe dir" teilnehmen zu dürfen - ein tolles Buch, dass alle gelesen haben sollten, die nach dem Mauerfall oder vor dem Zweiten Weltkrieg oder irgendwann dazwischen geboren sind, gelesen haben sollten. Darum möchte ich es gern wandern lassen, sobald ich meine Rezi geschrieben habe. Wer möchte gern mitlesen? Es würde mich sehr freuen, wenn ihr eure Eindrücke im Buch hinterlassen würdet. 1. Moni-Que 2. conneling 3. mabuerele 4. papierelch 5.unterwegs zu mir 6.    

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    • 30
  • Rezension zu "Der Tag ist hell, ich schreibe dir" von Tanja Langer

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    mabuerele

    20. January 2013 um 16:35

    Helen ist 17 Jahre alt, als sie zusammen mit Klassenkameraden zu einer Fernsehdiskussion eingeladen werden. Die Sendung läuft aus dem Ruder, als Julius Turnseck sagt, dass man mehr ausgäbe, als man sich leisten könne. Dadurch kommen die Jugendlichen nicht mehr zu Wort. Beim anschließenden Essen kommt Helen mit Julius in Gespräch. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die sieben Jahre währt. Ein Attentat auf den Bankier beendet sie. Jahre später wird Helen nach ihrer Beziehung zu Julius gefragt. Sie beginnt, die Zeit aufzuarbeiten und zu recherchieren. Das Buch erzählt feinfühlig die Geschichte einer Freundschaft zwischen einem jungen Mädchen und einen reifen Mann. Ihre Beziehung war durch die Briefe geprägt, die Helen geschrieben hat, durch die Telefongespräche, die beide geführt haben, und durch ihre gelegentlichen Treffen zum Essen. Beide profitieren von dieser Beziehung. Der Bankier lernt durch Helen die Sicht der Jugend kennen. Helens Eltern führen eine Gastwirtschaft, in der die Mitglieder des Golfclubs speisen. Neben dem Gymnasium hilft sie in der Wirtschaft aus. Ihre politischen Überzeugungen sind eher links angesiedelt. Julius Turnseck diskutiert mit Helen philosophische Fragen. Er muss sich ihre Kritik gefallen lassen, als er im Rheinland eine private Universität plant. Das Buch erzählt aber auch ein Stück deutscher Geschichte. Julius Turnseck hatte seine Kindheit in einer Eliteschule der Nazis verbracht. Dort wurde Wert auf eine allseitige Ausbildung gelegt. Verstöße wurden hart geahndet. Als sein Freund Paul einem Häftling, der in der Schule arbeitete, heimlich ein Stück Brot zusteckte, wurde er ausgeschlossen. Seine Briefe erreichten Julius nie. Die Verwicklungen des Finanzwesens zwischen der BRD und der DDR werden ausgelotet. Die Beziehungen der Bankiers zur Sowjetunion kommen zur Sprache. Julius Turnseck denkt unkonventionell und macht sich damit Feinde. Seine Forderung eines teilweisen Schuldenerlasses für Mexiko stößt auf Unverständnis. Sein Tod bleibt ungeklärt. Das Buch ist Lebensgeschichte und Sachbuch in einem. Eine Vielfalt philosophischer Gedanken und Zitate zwingen zum Nachdenken. Sachinformationen bereichern den Roman. Die Musik Brahms spielt eine wichtige Rolle. Man sollte sich zum Lesen Zeit nehmen. Es fällt mir schwer, den Stil der Autorin zu beschreiben. Er wechselt mit dem Thema und ist dadurch oftmals neu und belebend. Die kursiv eingefügten Briefe machen das Buch authentisch. Die Autorin spielt mit dem Emotionen. Freude, Trauer, Hoffnung und Niedergeschlagenheit finden sich nebeneinander. Man könnte auch sagen, sie zeigt das Leben wie es ist. Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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  • Rezension zu "Der Tag ist hell, ich schreibe dir" von Tanja Langer

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    Katja_Wolke

    13. January 2013 um 22:08

    Inhalt: Helen ist 19 und dabei ihr Abitur zu machen, als sie Julius zum ersten Mal begegnet. Er ist 52 und Bankier, aber nichts desto trotz interessiert er sich für ihre Meinung zu allem, was in der Welt passiert. Momentan steht die Mauer und die beiden befinden sich in Frankfurt am Main. Später auch im Osten von Berlin. Immer wieder treffen Helen und Julius sich über viele Jahre und reden über alles mögliche. Bis das ganze jedoch tragisch endet... Meinung: Hm..ich weiß nicht so recht, was ich von diesem Buch wirklich halten soll. Irgendwie war es gut, aber irgendwie auch nicht. Es spielt auf jeden Fall in der Nachkriegszeit und die Protagonisten unterhalten sich auch immer über die jeweiligen Situationen, wie den Schuldenerlass. Helen bekommt eines Tages Besuch von einem Reporter, der gerne einen Bericht über Julius schreiben würde, der schon seit ca. 15 Jahren tot ist. Er ist einem Attentat zum Opfer gefallen. Ab dem Zeitpunkt erinnert sich Helen an die Zeit damals, sozusagen ist das Buch ein großer Rückblick. Immer wieder gibt es auch Episoden aus der Gegenwart. Meistens berichtet Helen, manchmal aber auch Julius und an ein paar weniger Stellen sogar der Reporter. Helen hat Julius damals immer wieder Briefe geschrieben, in denen sie davon berichtet, was sie in der vergangenen Zeit getan hat, aber hauptsächlich über ihre Meinungen zu irgendwelchen Ereignissen. Außerdem schildert sie auch immer wieder Bücher und deren Inhalte, die sie gerade gelesen hat. Julius ruft sie daraufhin immer an und sie reden kurz miteinander. Manchmal kommt es auch zu Treffen, bei denen sie meist etwas essen und über alles Mögliche reden. Dem Leser wird nie ganz klar, was die beiden wirklich für ein Verhältnis zueinander haben. Sind sie nur Freunde oder ein Paar? Helen bekam nach dem Attentat Besuch von Pia, Julius Frau, die freundlich mit ihr redete und sie sogar fragte, ob sie etwas als Erinnerung an Julius haben wolle. Auch stellte sich mir immer wieder die Frage, in wiefern Pia von Helen wusste? Julius ist viel unterwegs und kann Helen deshalb nur selten treffen. Aber wie steht es mit seiner Frau und seiner Tochter? Wie oft sieht er sie? Das hat sich leider nicht erschlossen. Die ganze Zeit wird aus der jeweiligen Sicht mit vielen Hintergrundinfos erzählt, was ich manchmal wirklich langatmig fand. Wenn sich Helen und Julius getroffen haben, unterhielten sie sich zwar auch darüber, aber das war irgendwie spannender bzw. für mich ansprechender. Mir haben an vielen Stellen Dialoge gefehlt, da Treffen mit Freunden meist nur erzählt wurden. Trotz fehlender Dialoge hat mich das Buch doch irgendwie packen können und ich bin die Zeit von damals eingetaucht. Allerdings habe ich meist 50 Seiten oder so am Stück gelesen und hatte nur noch einen kleinen Teil der Geschichte im Kopf, weil es einfach so viel gesellschaftliches Drumherum gab, was für die eigentliche Geschichte über Helen und Julius nicht wirklich relevant war. An manchen Stelle hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch autobiographische Inhalte der Autorin enthielt, da auch so mit einem Bankier bis zu dessen Tod befreundet war. Und ebenso wie Helen hat auch so viel geschrieben. Aber vielleicht ist das auch nur Zufall bzw. unbeabsichtigt. Alles in allem finde ich, dass dieses Buch einen guten Eindruck der Zeit von damals vermitteln kann, auch wenn das eigentliche Thema, die Freundschaft/Beziehung zwischen Helen und Julius, viel zu kurz kommt.

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  • Leserunde zu "Der Tag ist hell, ich schreibe dir" von Tanja Langer

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    Buecherwurm1973

    Ein Roman einer unkonventionellen Liebesfreundschaft vor dem Hintergrund deutscher Zeitgeschichte. Eine Beschwörung des Lebens gegen den Tod, zärtlich, komisch, traurig. Ein leidenschaftliches Buch, vor dem Hintergrund einer wahren Geschichte. Neugierig geworden? Dann bewirb dich für eines der 25 Testleseexemplare, die der Verlag LangenMüller zur Verfügung stellt. Die Autorin wird die Leserunde begleiten.   Klappentext Helen macht gerade Abitur, als sie 1982 dem Bankier Julius Turnseck begegnet. Ein Funke springt über, eine ungewöhnliche Beziehung beginnt. Schreib mir, sagt immer wieder der Bankier. Bis er ermordet wird. Bei einem Attentat, kurz nach dem Mauerfall 1989. Jahre später wird Helen nach ihm gefragt, eine Wunde reißt auf, und sie erinnert sich. Wie sie als junge Frau den Bankier kennenlernte, wie leicht und hell alles begann. Wie sie Philosophie studierte und eine Welt voller Intrigen entdeckte, in die er sich einzumischen versuchte. Wie viele Briefe sie ihm schrieb, wie oft sie sich sahen. Wie sie ihre Großmutter im Osten besuchte, während Julius’ Bank mit der DDR Kredite aushandelte. Immer tiefer schraubt sich Helen in die Vergangenheit, befragt Zeitzeugen und Stasiakten. Die Unschärfe der Erinnerung steht manchmal einer Übergenauigkeit der Empfindung gegenüber. Sie findet und erfindet, Julius’ Kindheit im Krieg, die Journalisten, die ihn erlebten, den Agenten, der sein Haus beobachtete. Je weiter ihn das Leben ihr nimmt, desto näher zieht sie, die Erzählerin, ihn heran. Wer war Julius Turnseck? Warum musste er sterben? Hast du Lust gemeinsam mit anderen  Tanja Langers neuen Roman   zu lesen?  Dann habt ihr jetzt die Chance Testleser von  "Der Tag ist hell, ich schreibe dir"  zu werden! Wir verlosen 25 Testleseexemplare des Buches unter allen, die Lust und Zeit haben sich hier über das Buch auszutauschen sowie abschließend eine Rezension zu schreiben.   Verate uns bis am 11. September 2012:  Warum möchtest du dieses Buch lesen?

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  • Rezension zu "Der Tag ist hell, ich schreibe dir" von Tanja Langer

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    Toxicity74

    29. November 2012 um 16:03

    Das Buch "Der Tag ist hell, ich schreibe Dir" von Tanja Langer handelt von der jungen 19jährigen Helen, die bei einer TV-Talkshow den 52jährigen Bankier Julius Turnseck kennenlernt. Sie ist von seinem Auftritt in der Sendung begeistert und als die beiden nach der Sendung zufällig miteinander ins Gespräch kommen, merken beide, das ein gewisses Interesse daran besteht, den anderen besser kennenzulernen. Es beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem Bankier und der in vielen Punkten anders denkenden Helen. Die Beziehung der beiden beruht in erster Linie auf Telefonaten, Briefen, die Helen an Julius schreibt und seltenen Treffen. In ihren Briefen lässt Helen Julius an den verschiedensten Themen und Gedanken teilhaben, sei es ein neues Buch, welches sie gerade liest, ein Theaterstück, das sie kürzlich gesehen hat oder generelle philosophische und politische Gedankengänge. Julius ist sichtlich begeistert von Helen und genießt den innigen Gedankenaustausch mit ihr, steht er doch oft im krassen Gegensatz zu seinem vom Finanz- und Politgeschäft geprägten Alltag. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und beschreibt Tanja Langers Beziehung zum Bankier Alfred Herrhausen. Mit Rückblicken auf das Leben von Julius Turnseck werden dem Leser wichtige Phasen deutscher Zeitgeschichte vermittelt. So unter anderem seine Kindheit im Nazideutschland und die Zeit eines geteilten Deutschlands. Tanja Langer hat dieses Buch in einem sehr angenehmen, unaufgeregten Ton verfasst. Es macht nachdenklich, lässt meiner Meinung nach auch viel Raum für den Leser, sich über die besondere Beziehung von Helen und Julius seine eigenen Gedanken zu machen. Mich hat das Buch sehr gefesselt und ich habe es genossen, auf so angenehme Art und Weise mehr über die Deutsche Geschichte und eine bedeutende und einflussreiche Persönlichkeit wie Alfred Herrhausen erfahren zu haben. Insgesamt war es eine wunderbar tiefgehende Lektüre, der ich gerne die volle Sternzahl gebe und die ich gerne jedem empfehlen möchte.

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  • Rezension zu "Der Tag ist hell, ich schreibe dir" von Tanja Langer

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    Mikki

    21. October 2012 um 13:11

    Eine Geschichte über die vielleicht ungewöhnliche Freundschaft zwischen einer jungen Frau und einem mächtigen Bankier. Helen und Julius lernen sich bei einer Talkshow kennen und sind sofort fasziniert voneinander, sie schreibt ihm Briefe, er ruft sie an, sie treffen sich immer dann, wenn es möglich ist. Die Unterhaltungen beschäftigen sich mit Literatur, Philosophie, Politik und anderen Dingen der Welt ... bis Julius eines Tages einem Attentat zum Opfer fällt ... Die beiden Protagonisten waren für mich unglaublich interessant, Helen ist eine junge Frau mit großem Interesse für Literatur & Philosophie, Julius ein Bankier mit viel Einfluss... ihre Gespräche sind teilweise so tiefgängig und befassen sich mit so vielen Dingen, dass man manche Stellen öfters lesen muss, um wirklich alles in sich aufzunehmen. Am Anfang kam mir genau dies sehr anstrengend vor, doch mit der Zeit hatte mich das Buch gepackt und ich konnte beinahe nicht mehr aufhören zu lesen und wollte immer mehr erfahren und herausfinden, vor allem, da ich erst nach der dort beschriebenen Zeit geboren bin, wodurch alles natürlich vll noch ein gewisses Maß spannender ist ... Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven heraus erzählt und man muss sich beim Lesen durchaus darauf konzentrieren. Helen reist aufgrund ihrer Briefe zurück in die Vergangenheit, denn zu Beginn ist Julius schon längere Zeit tot, man erlebt mit ihr noch einmal ihre Gefühle und Gedanken, aber auch neue Empfindungen die sie wahrnimmt. Es werden viele Dinge angeschnitten die ich gerne einmal in den entsprechenden Originalen der Philosophie nachlesen würde, sehr interessant. Sicherlich keine leichte Kost, aber unfassbar spannend & interessant!

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  • Rezension zu "Der Tag ist hell, ich schreibe dir" von Tanja Langer

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    Nymphe

    21. October 2012 um 11:45

    Das Buch "Der Tag ist hell, ich schreibe dir" erzählt die Geschichte von Julius und Helen. Sie treffen sich am Anfang der achziger Jahre in einer Talkshow: Er ist 52 und sitzt als Vertreter einer großen deutschen Bank vor den Kameras, sie ist 19 und ist als politisch interessierte Abiturientin im Publikum. Sie sagt ihm kräftig ihre Meinung, wovon er so begeistert ist, dass er sie bittet ihm Briefe zu schreiben. Was sich daraus entwickelt ist eine ungewöhliche Freundschaft, die über Jahre bestehen wird. Sie schreibt ihm vor ihrem Leben, ihrem Studium, von ihren Wünschen und Träumen und über Philosophie und Politik. Und er besucht sie oder ruft sie an. Sie diskutieren leidenschaftlich über die Tagespoltik und die großen Fragen der Menschheit. Sie inspiriert ihn und er wird als erster Bänker die Entschuldung der dritten Welt vorschlagen. Doch die Geschichte hat kein Happy End. Julius stirbt bei einem Attentat, das der RAF zugerechnet wird. Dieses tragische Ende, das von Anfang an dem Leser vor Augen geführt wird, überschattet das ganze Buch. Denn Helen und Julius sind keine rein fiktiven Figuren. Die Autorin Tanja Langer traf als Abiturientin den Bänker Alfred Herrhausen und blieb mit ihm in Kontakt, bis er bei jenem Attentat starb. In diesem Buch reflektiert Frau Langer ihre Geschichte mit "Julius". Sie erzählt von ihrer gemeinsamen Zeit, aber auch von der Zeit danach, in der sie, nach langen Jahren der Starre, anfing mehr über ihn herauszufinden. Sie besucht alte Schulfreunde und recherchiert in der Stasi-Behörde. Sie zeichnet dabei das Porträt von einem Mann und seiner ewigen Verbindung zu seinem Heimatland Deutschland: Wie er in einer Eliteschule der Nazis eine außergewöhlich gute Ausbildung erhielt und sich später intensiv für die deutsch-deutsche Einigung einsetzt. Ich habe sehr lange kein so tolles Buch gelesen. Es geht um Politik, Philosophie und Geschichte, und erzählt trotzdem die berührende Geschichte von einer ungewöhlichen Beziehung. Ich empfehle dieses Buch vorbehaltlos jedem. Man wird durch diesen Buch klüger, in jeder Hinsicht.

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  • Leserunde zu "Madame Bovary" von Gustave Flaubert

    Madame Bovary

    rumble-bee

    Alle diejenigen, welche die "Lovelybooks-Klassiker-Zeitreise" bis hierher geduldig verfolgt haben, können aufatmen: es geht in die nächste Runde! Hier findet ihr weitere Informationen zur gesamten Aktion: http://www.lovelybooks.de/aktion/klassiker/ Chronologisch gesehen, ist nun die "Madame Bovary" von Gustave Flaubert an der Reihe. Im Jahre 1857 veröffentlicht, bewegt dieses Buch auch heute noch die Gemüter. Seinerzeit stand der Autor sogar wegen dieses Buches vor Gericht! Man warf ihm vor, die moralisch verwerflichen Irrungen seiner Hauptfigur "zu realistisch" und zu wenig wertend geschildert zu haben. Wir, der Fischer Verlag, das LB-Team und ich, sind gespannt, ob auch heutige Leser sich noch von Emmas Geschichte bewegen lassen. Der Fischer-Verlag stellt wieder 10 Exemplare zur Verfügung - und zwar wahlweise als Printausgabe oder als E-Book. Wenn ihr euch für ein Exemplar bewerben wollt, beantwortet uns doch bitte folgende Frage: Welchen Liebesroman habt ihr zuletzt gelesen? Und was habt ihr aus der Lektüre mitgenommen? Schreibt bitte dazu, ob ihr lieber eine Printausgabe oder ein E-Book haben möchtet. Die Bewerbungsfrist läuft diesmal ein wenig länger, und zwar bis einschließlich zum 15.10., da vorher Buchmesse ist. Eine Lektorin des Fischer-Verlages wird sich anschließend auch an der Leserunde beteiligen, und für Fragen zur Verfügung stehen. Also los, schildert uns eure letzten amourösen Lese-Erlebnisse, und erzählt uns, warum gerade ihr "Madame Bovary" neu entdecken möchtet! Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen!

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  • Rezension zu "Der Tag ist hell, ich schreibe dir" von Tanja Langer

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    Queenelyza

    15. October 2012 um 17:32

    Helen, eine junge, neugierige Abiturientin begegnet bei der Aufzeichnung einer Fernsehtalkrunde dem Bankier Julius Turnseck. Er, immer interessiert an anderen Lebensentwürfen und Meinungen, möchte wissen, was Helen über die angesprochenen Themen wie Arbeitsmarkt und Lohnpolitik denkt, und Helen antwortet. Das was sie denkt, so, wie sie nun mal ist. Und obwohl ihre Mutter ihr immer sagt: "Kind, agitier nicht!" Sie ist nun mal authentisch, echt, erfrischend. Während alle anderen entsetzt sind über ihre Meinung, scheint sie dem Bankier zu imponieren. Er fragt weiter, und als sein Terminkalender ihn zwingt, zu gehen, bittet er sie, ihm zu schreiben, er möchte alles wissen, was sie denkt. Und so beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft. Die beiden schreiben sich Briefe, sehen sich ab und zu, es ist immer eine Vertrautheit, eine Neugier aufeinander da - und tiefer Respekt zweier Menschen, die doch so unterschiedlich denken und leben. Diese Beziehung endet, als Julius, mittlerweile der alleinige Vorstand einer Bank, durch ein Attentat ums Leben kommt. Helen trauert, verschließt dann aber die Trauer in ihrem Herzen. Die Wunde reißt erst auf, als ein Journalist Jahre später an sie herantritt und Fragen stellt. Sie erinnert sich, sie beginnt nachzuforschen, es gab so vieles, über das sie nie gerede hatten und das sie ihn nie gefragt hat. Warum denn auch, wenn man denkt, man hätte alle Zeit der Welt? So wühlt sie sich in Stasiakten, denn die Bank hatte im Kreditsektor sehr viel mit der DDR zu tun. Sie forscht in seiner Vergangenheit, in der Julius während des 2. Weltkriegs in einer Eliteschule war. Und je näher sie seiner Vergangenheit kommt, desto mehr verliert sie den Menschen dahinter. Hat sie Julius denn wirklich gekannt? Aus welchem Grund musste er sterben? Hatte er es irgendwie bereits geahnt? Dieses Buch ist wahrlich nichts zum "Runterlesen", nichts für einen gemütlichen Nachmittag. Man muss sich hineinkrallen, hineinfallen lassen in dieses Buch, das so vieles auf einmal ist und in allem überzeugt. Ob es die zarte Liebesgeschichte zwischen den beiden ist, ob es die Erzählungen aus der Zeit des 2. Weltkriegs sind, oder die Stasi-Nachforschungen von Helen. Die verschiedenen zeitlichen Ebenen, in denen das Buch spielt, das Damals und das Heute, springen oft auch innerhalb der Kapitel und Teile hin und her, aber auch das passt zu diesem Buch. Sprachlich wortgewaltig, wird ein deutsches Szenario gezeichnet, das manchmal anstrengend zu lesen ist, aber zu jeder Zeit uneingeschränkt lohnt. Und es bewegt, dieses Buch berührt den Leser, hat unendlich viel Wissenswertes zu bieten. Es lädt dazu ein, die Lücken im eigenen Wissen aufzuarbeiten, über Deutschland, über die deutsche Geschichte, über Politik und Transparenz, über Lügen und Spione. Wer sich für Zeitgeschichte interessiert, kommt an diesem Buch nicht vorbei. So wie ich nicht an der Höchstwertung vorbeikomme. 5 Punkte für ein Buch, das in mir noch lange nachklingen wird.

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  • Rezension zu "Der Tag ist hell, ich schreibe dir" von Tanja Langer

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    xXeflihXx

    13. October 2012 um 20:17

    Eine wirklich sehr schöne Geschichte über die ausergewöhnliche Freundschaft der Philosophiestudentin Helen und dem 30 jahre älteren Banker Julius Turnseck. Sie lernten sich bei einer Talkshow kennen, als Helen grade mal 19 Jahre alt war,Julius war gleich begeistert von ihren Ansichten, Meinungen und ihren großen Wissen. Also bittet er sie, ihm zu schreiben. Helen schreibt Julius Briefe,er ruft sie an, hin und wider treffen sie sich- so schafen sie es ihre Freundschaft über Jahre aufrecht zu erhalten und sie immer weiter zu fertiefen. Sie tauschen sich über Helens Studium aus worüber Julius alles wissen und lesen möchte, sie reden auch viel über Politik und über Helens altägliches Leben im allgemeinen. Bis eines tages ein schweres Attentat auf Julius verrichtet wird und er stirbt. 20 Jahre nach dem tragischem Tod, fängt Helen an sich wieder mit der Vergangenheit auseinander zu setzen, bei einem Interview mit dem Journalisten Jonathan Kepler. Sie fängt an Nachforschungen anzustellen - wer war eigentlich Julius Turnseck und wieso musste er sterben? Meine Meinung: Es ist schon ein sehr anspruchsvolles Buch was man nicht einfach nebenher lesen kann. Es wird viel über Politik und Philosophie dirkutiert, wo es als Laie manchmal wirklich schwierig wird zu folgen. Auch die vielen Zeitsprünge und verschiedenen Perspektiven machen das lesen nicht gerade einfacher - so musste ich einige Sätze und Abschnitte nochmals lesen. Die Gefühle und Gedanken wurden jedoch wirklich schön vermittelt, so das man sich richtig in die Prodagonistin hineinversetzen konnte und mitgefühlt hat. Ich kann das Buch auch voll und ganz weiterempfehlen, weil es eine wirklich interessante und packente Geschichte ist mit wahrem Hintergrund.

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  • Rezension zu "Der Tag ist hell, ich schreibe dir" von Tanja Langer

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    cole88

    09. October 2012 um 22:11

    Absolut Lesenswert und philosophisch wertvoll :D, zum Nachdenken gewollt. Der Titel: Der Tag ist hell ich schreibe dir, berichtet über zwei Menschen, die von ihren persönlichen Daten her unterschiedlicher nicht seien können, die junge Philosophie-Studentin Tanja und der große Bankier und doch sind sie in ihrem tiefsten Inneren eng miteinander verbunden. Aus der eher zufälligen Begegnung zwischen den beiden entwickelt sich eine außergewöhnliche Freundschaft. Die Autorin Tanja Langer zeigt mit ihrem Werk, wie zwischen zwei Fremden sich eine innige Freundschaft entwickelt und zeigt auch die emotionale Entwicklung und das gegenseitige Vertrauen auf. Ich empfehle euch dieses Buch zu lesen, so ein Buch von dieser Art, in dieser Tiefe über das Thema habt ihr noch nicht gehabt. Den einen Stern Abzug gibt es für das Cover das mir nich so gefällt und das mir am Ende des Buches ein bissel was gefällt. Was kann ich nicht genau sagen, aber am besten ihr entscheidet selbst.

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  • Rezension zu "Der Tag ist hell, ich schreibe dir" von Tanja Langer

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

    lilja1986

    09. October 2012 um 12:31

    Zwei Leben, eine große Freundschaft, ein unverhoffter Todesfall und viele offene Fragen. Helen ist 19, als sie Julius kennen lernt, einen bekannten Bankier, mehr als 30 Jahre älter als sie. Doch er ist von ihr beeindruckt, von ihrem Wissen und ihrer Eigenschaft, nicht die Klappe halten zu können, wenn sie etwas bewegt. Er bittet sie, ihm zu schreiben und obwohl sie nicht glaubt, dass ein erfolgreicher Mann wie er sich tatsächlich für ihre Meinung interessiert, tut sie es. Er meldet sich daraufhin tatsächlich, die beiden treffen sich und es entwickelt sich eine Freindschaft, die keiner so Recht in Worte fassen kann. Helen macht ihr Abitur, geht für ein Jahr nach Paris, sie beginnt ein Studium und wechselt den Wohnort. Sie findet Freunde, hat Liebschaften, wird erwachsen aber Julius ist immer dabei, in Briefen, Telefonaten. Er ist immer wieder begeistert von seiner Fruendin, ihrem Wissen in Philosophie und Politik, er durchlebt mit ihr noch einmal ein Studium mit alles Hochs und Tiefs. Mehrere Jahre bleiben die beiden sich sehr verbunden, die deutsche Wiedervereinigung sagt Helen fast voraus in einem ihrer Briefe, beim Mauerfall selbst ist sie in Berlin. Alles scheint besser werden zu wollen, doch kurz darauf stirbt Julius bei einem Attentat. Helen ist wie gelähmt und kann es nicht fassen. Erst viele Jahre später macht sie sich auf die Suche nach Gründn, nach Spuren, wer hat etwas damit zu tun? Die Stasi? Wurde sie selbst etwa auch bespitzelt? Ein großartiger Roman über eine außergewöhnliche Freundschaft aber auch über die deutsche Geschichte. Er regt zum nachdenken und recherchieren an!

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