Tanja Mikschi

 4.8 Sterne bei 23 Bewertungen

Lebenslauf von Tanja Mikschi

Tanja Mikschi wurde 1966 in Offenbach am Main geboren. Als Sozialpädagogin engagiert sie sich seit 1995 für Kinder und Jugendliche in problematischen Lebenssituationen. Ihr privates Interesse gilt jedoch schon seit Jugendjahren dem Studium der Menschheitsgeschichte unter kulturhistorischen und soziologischen Aspekten. Einen besonderen Schwerpunkt legt sie hierbei auf die vielfältigen Kulturen der indigenen Völker Amerikas. Zahlreiche Reisen auf den Amerikanischen Kontinent, vom Norden Kanadas bis hin zu den Subtropen Lateinamerikas, gewährten ihr hierbei persönliche Einblicke in unterschiedliche indianische Kulturen, welche sie tief berührten und ihr dabei halfen mit ihrem Debütroman „Auf den Pfaden des Luchses“ eine Zeitreise in die Jahre zu unternehmen, als das heutige Amerika seinen Anfang nahm.

Alle Bücher von Tanja Mikschi

Auf den Pfaden des Luchses

Auf den Pfaden des Luchses

 (23)
Erschienen am 15.01.2015

Neue Rezensionen zu Tanja Mikschi

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hannelore259s avatar

Rezension zu "Auf den Pfaden des Luchses" von Tanja Mikschi

Die Geschichte eines Ojibwe
hannelore259vor 3 Jahren

Silas und David werden in der gleichen Nacht in derselben Stadt geboren und doch könnte ihr Leben nicht unterschiedlicher sein.
David das letzte Kind einer angesehenen weißen Kaufmannsfamilie hat alle Vorzüge, die man haben kann, während Silas, ein Halbblut als Sohn eines Trappers und einer Ojibwe schon früh mit Vorurteilen und Hass konfrontiert wird.
Doch trotz aller Unterschiede entwickelt sich zwischen den beiden Jungen eine tiefe Freundschaft, die jedoch auf eine harte Probe gestellt wird.
Nach einem einschneidendem Erlebnis in Silas Leben muß dieser zusammen mit seiner großen Liebe aus seiner Heimat fliehen.
An dieser Stelle spaltet sich der Erzählstrang in 2 Teile auf.
Zum Einen folgt man Silas auf seinem langen Weg zu den Cheyenne, die ihn in ihrer Mitte aufnehmen, obwohl sie so ganz anders sind, als das was er kennt.
Die andere Perspektive zeigt Davids Leben, das von vielen Tiefschlägen gezeichnet ist.
Es kommt der Punkt an dem das Schicksal die beiden wieder zusammentreibt, doch nichts ist mehr so wie früher.

Tanja Mikschi hat in ihrem Debüt einen gut recherchierten Roman voller Atmosphäre und Emotion geschaffen.
In ihrer geradlinigen und doch sehr bildlichen Erzählweise schafft sie eine großartige Kulisse und bringt dem Leser die Lebenweise der verschiedenen Indianerstämmer eindringlich näher.

Ich muß gestehen, ich hatte mir hier nur eine Abenteuergeschichte mit Unterhaltungsfaktor erhofft, doch bekommen habe ich soviel mehr.
Dieser historische Roman hatte für jeden etwas dabei und war voll gepackt mit Gefühl, Nostalgie, aber auch Brutalität.
Was für mich aber bereichernd war, sind die vielen Wissenshappen die die Autorin mit eingebaut hat.
Das Gelesene hat mich oft schlucken lassen und mir wieder einmal gezeigt, dass Egoismus, gepaart mit Ignoranz und Intoleranz, gefährliche menschliche Charakterzüge sind und die Zeiten überdauern.
Wenn man wie ich von Gänsehautmomenten überrascht werden möchte, einen leichten Hang zur Romantik hat und sich für die Ureinwohner Amerikas interessiert, sollte man dieses Buch lesen.
Von mir 5 Sterne.




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robbertas avatar

Rezension zu "Auf den Pfaden des Luchses" von Tanja Mikschi

lesenswertes Buch
robbertavor 3 Jahren

Auf den Pfaden des Luchses      von Tanja Mikschi 600 Seiten


Um 1830 wachsen in St. Peter zwei Jungen unterschiedlicher Herkunft auf: David ist der Sohn eines Kaufmanns und Silas der Sohn eines Trappers und einer Indianerin. Beide verbindet eine tiefe Freundschaft, die auch keinen Schaden nimmt, als Silas mit einer gemeinsamen Freundin durchbrennt. Die beiden verlieren sich aus den Augen, denn Silas flieht mit Charlotte bis zu den Cheyenne, um einem möglichen Racheakt ihrer Familie aus dem Weg zu gehen. Sein Herz sehnt sich immer wieder zurück zu seinen Eltern und den Ojibwe, doch die Cheyenne geben ihm und seiner Frau eine neue Heimat. Erst nach langer Zeit führt das Schicksal die beiden Freunde wieder zusammen: denn nach Jahren des Friedens auf den Plains spitzen sich die Zusammenstöße zwischen Weißen und Indianern zu. Längst ist eine Abteilung Soldaten unterwegs zum Sand Creek, an dem die Cheyenne ihr Winterlager aufgeschlagen haben. Der Roman beruht auf wahren Begebenheiten, die haupthandelnden Personen sind jedoch fiktiv. Die Lebensweise, Sitten und Gebräuche der Ojibwe und Cheyenne, sowie die historischen Ereignisse sind sorgfältig recherchiert


Meine Meinung:


Schöner Schreibstil und gefühlvolle sowie spannende Umsetzung.

Die interessante und zugleich traurige Geschichte der Indianer um 1870 anhand von zwei Jungen unterschiedlicher Herkunft mit allen Facetten der Standesdünkel.

Wunderbar einfühlsam (zeitweise auch authentisch brutal) geschilderte Sichtweise der jeweiligen Parteien.


lesenswertes Buch


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fredhels avatar

Rezension zu "Auf den Pfaden des Luchses" von Tanja Mikschi

Rot und Weiß
fredhelvor 3 Jahren


Wie vor Jahren "Winnetou" -genauso dick, genauso spannend, genauso ergreifend- berührt Tanja Mikschi mich mit ihrem Debütroman 
"Auf den Pfaden des Luchses".
Nördlich des Mississippi in der kleiner Siedlung St.Peter kommen im Jahr 1830 in der gleichen Nacht zwei Jungen zur Welt, die unterschiedlicher nicht sein können. Silas wächst als Halbblut einer indianischen Mutter und einem weißen Vater als Aussenseiter auf, David dagegen ist der jüngste Sohn der Kaufmannsfamilie. Allen Widerständen zum Trotz freunden die beiden sich an, bis Silas in einer schicksalsschweren Nacht zu den Chayenne-Indianern fliehen muss. Der Leser begleitet nun die beiden Protagonisten bis zu ihrem Tod, wobei der Schwerpunkt eher auf den Schilderungen im Indianerdorf liegt. Es ist vielleicht eine Schwäche des Buches, wie in so vielen anderen WildWesterzählungen auch, dass der Indianermythos glorifiziert wird. Aber man sieht es der Schriftstellerin in diesem Fall gerne nach, weil sie sich schon seit vielen Jahren mit den vielfältigen Kulturen der amerikanischen Ureinwohner befasst hat und sehr sensibel und authentisch die indianischen Sitten und Gebräuche in das Geschehen mit einfließen läßt. Weil man zudem Zeuge wird vom Reifeprozess der Jungen zum erwachsenen Mann, und ausserdem der Roman mit epischer Dichte einen Einblick in das amerikanische Siedlerleben im 19. Jahrhundert widergibt, kann ich "Auf den Pfaden des Luchses" als lesenswerte Lektüre weiterempfehlen. 

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Gespräche aus der Community

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Tanja Mikschis Debutroman "Auf den Pfaden des Luchses" entführt euch Leser in die Zeit der Besiedelung des "Wilden Westens"! Zwei Jungen wachsen unter unterschiedlichen Voraussetzungen in St. Peter auf. Sie werden Zeit ihres Lebens Freunde bleiben ... auch als Bizhiu mit Charlotte durchbrennt. Eine Liebe, die es damals nicht geben durfte, denn Bizhiu ist Halbblut und Charlotte ein weißes Mädchen. Die beiden finden Unterschlupf bei den Cheyenne ....

Wer Lust hat, einen richtig schönen Schmöker zu lesen und sich auch nicht davor scheut, dass die Geschichte in Nordamerika und manchmal auch bei Indianern handelt, kann sich gerne für diese Leserunde bewerben. Wir sind sehr gespannt, wie euch das Debut dieser begabten Autorin gefällt.

Unsere Glücksfee verlost 15 Bücher unter allen Bewerbern.

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Tanja Mikschi wurde am 13. Dezember 1966 in Offenbach (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 33 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

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