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LillianMcCarthy

vor 3 Monaten

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Inhalt: **Eine Welt, in der Liebe und Magie alle Grenzen überwinden** Noch immer kann Lisbetta sich nicht von dem geheimnisvollen Grafen lösen, der so nah und gleichzeitig unerreichbar für sie zu sein scheint. Zu schön ist sein Lachen, das sie in letzter Zeit immer häufiger hervorzubringen vermag. Gemeinsam mit ihm erforscht sie die Ruinen in der Nähe des Anwesens und erfährt mehr über die magische Legende der verstorbenen Grafenfamilie. Nur ihre Herrin Marjan kann ihr dieses Glück einfach nicht gönnen und das obwohl sie ihr Herz längst an einen anderen Mann verloren hat. Doch als dieses und andere Lügengebäude allmählich zusammenbrechen, beginnt sich eine neue Welt zu öffnen, die nicht nur das Schicksal des Grafen, sondern auch das von Lisbetta für immer verändert… (Quelle: Verlag)

Meine Meinung: Ich war sehr begeistert vom ersten Teil der Lisbetta Dilogie und mochte die sanfte Erzählung, die einem historischen Roman gleichkam und doch kleine Elemente von Fantasy beinhaltete, die kaum wahrnehmbar waren und doch geheimnisvoll im Hintergrund umher schwirrten. Genauso bezaubernd ging es auch im zweiten Teil weiter doch schnell wurde mir bewusst, dass nur der Schreibstil Tanja Penningers im gesamten Buch sanft sein sollte.

Wo der erste Band noch gemächlich verlief, ging es im zweiten Band sehr schnell richtig zur Sache. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich war kein Fan von diesen Wendungen, die der zweite Band sehr schnell nahm. Die im ersten Teil schon angekündigten Fantasyelemente haben sich in diesem finalen Band endlich entwickelt und das fand ich sehr schön. Es gab der Geschichte Mehrwert und konnte sie durchaus so sehr aufwerten, dass ich – das andere ausblendend – fast schon gesagt hätte: Dies hier ist der stärkere Teil.

Aber das war leider nicht wirklich der Fall. So sehr mit Tanja Penningers Schreibstil gefällt (ich hoffe, wir werden noch mehr von ihr lesen), so sehr ich das Setting liebe und die neuen Fantasyelemente mochte, von dem Rest wurde ich bitter enttäuscht. Was mir sehr großes Unbehagen bereitete war, dass sich dieser Band über sieben Jahre zieht. Dabei gibt es immer wieder größere Zeitsprünge und selten ist klar, wann und in welcher Größe die tatsächlich auftreten. Das hätte meiner Meinung nach überhaupt nicht nötig sein müssen und die gesamte Geschichte hätte man mit kleinen Abwandlungen natürlich auch innerhalb einer kürzeren Zeit erzählen können.

Was mich jedoch am meisten störte war, dass das Buch eine ganz komische Struktur hatte. Am Anfang tut sich sehr viel, was die Figuren des Buches angeht und genau das endete für mich in ener Art Schockzustand. Anschließend war der Zauber von Band 1 verflogen und er machte einer beklemmenden Stimmung Platz, die im gesamten Buch nicht weg gehen wollte. Alles andere war mir dann teilweise zu überzogen, teilweise zu stereotypisch und ich habe mich schlichtweg in der Geschichte nicht mehr wohl gefühlt.

Auch das Ende war nicht zufriedenstellend. Ich würde gerne sagen, dass es mir einfach nicht gefallen hat aber ansonsten eigentlich logisch ist aber das kann ich nicht. Für mich war es sehr überzogen, ziemlich weit hergeholt und ich konnte – auch wenn es sehr hart klingt – wirklich nichts Positives an diesem Ende finden. Sehr schade, denn mit dem ersten Teil hat Tanja Penninger ein durch und durch gelungenes Buch geschaffen. Ich hoffe, sie kann mich mit ihren folgenden Büchern wieder mehr überzeugen.

Fazit: Sehr begeistert vom ersten Teil, hat mich der zweite doch sehr enttäuscht. Obwohl ich Schreibstil und Setting nach wie vor sehr mochte, nahm Das Herz des Grafen viele Wendungen, die ich nicht mochte und teilweise ein beklemmendes Gefühl hinterließen. Das Ganze gipfelte in einem Ende, das ich weder mochte, noch für logisch erklären kann. Ich hoffe mit ihren folgenden Romanen kann mich die Autorin wieder mehr überzeugen. 

Autor: Tanja Penninger
Buch: Das Herz des Grafen
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