Das Spiel des Grafen

von Tanja Penninger 
4,3 Sterne bei20 Bewertungen
Das Spiel des Grafen
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Solara300s avatar

Sehr empfehlenswert!!! Wenn etwas Düsteres auf Dich zu lauern scheint.

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Interessante Charaktere....

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Inhaltsangabe zu "Das Spiel des Grafen"

**Entdecke eine magische Welt voller Geheimnisse** Als Lisbettas Herrin und beste Freundin Marjan erfährt, dass sie bald an einen Grafen von hohem Stand verheiratet wird, ist ihre Freude zunächst einmal groß. Schon lange hat sich die Adelstochter ausgemalt, welch attraktivem Mann sie einst gehören wird. Aber bereits beim ersten Treffen zeigt sich, dass ihr zukünftiger Gemahl so gar nicht ihren Vorstellungen entspricht. Lediglich ihre Dienerin Lisbetta ist von dem mysteriösen Fremden fasziniert, der seine Abende lieber am Schachbrett als in Gesellschaft verbringt. Durch einen geheimen Ort erfährt sie mehr über die Vergangenheit des Grafen und entdeckt, dass magische Wesen nicht nur in Büchern zu finden sind. Doch das wird ihr bald zum Verhängnis. Denn ehe sie sich versieht, spielt Lisbetta die Hauptrolle in einem Meer aus Lügen, Intrigen und dunkler Gefühle… //Dies ist ein Roman aus dem neuen Carlsen-Imprint Dark Diamonds. Jeder Roman ein Juwel.//

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783646300222
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:0 Seiten
Verlag:Dark Diamonds
Erscheinungsdatum:30.12.2016
Teil 1 der Reihe "Lisbetta"

Rezensionen und Bewertungen

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    BookW0nderlands avatar
    BookW0nderlandvor 9 Monaten
    Ich hatte etwas mehr erwartet

    Ich bin ein großer Fan von historischen Romanen, auch wenn ich nicht mehr oft dazu komme sie zu lesen. Deshalb habe ich mir auch den ersten Teil der Lisbetta Dilogie geschnappt.
    Die Adelstochter Marjan ist die Herrin von Lisbetta und auch ihre Freundin. Als Marjan einen Grafen heiraten soll und auch auf sein Land reist, ist Lisbetta natürlich an ihrer Seite. Der Graf entspricht aber so gar nicht der Vorstellung von Marjan und sie ist ziemlich enttäuscht. Lisbetta hingegen ist fasziniert vom Grafen und erfährt immer mehr über ihn und seine Geheimnisse.
    Marjan ist 16 Jahre alt, noch sehr naiv und voller Träume. Sie träumt von ihrem Traummann und ist natürlich enttäuscht, dass ihr zukünftiger Ehemann so gar nicht ihren Vorstellungen entspricht. Manchmal fand ich sie schon sehr zickig und ihr Verhalten war ziemlich unverständlich.
    Die Protagonistin Lisbetta war mir schon sympathischer, auch wenn sie irgendwie etwas blass blieb. Sie war zwar neugierig und manchmal impulsiv, aber ein richtiges Bild konnte ich mir einfach nicht von ihr machen. Im Gegensatz zu Marjan denkt sie aber nicht nur an sich selbst.
    Auch der Graf war einfach nicht greifbar und konnte mich so überhaupt nicht überzeugen. Auch zum Ende hin, als er wahrscheinlich sympathischer wirken sollte, kam das nicht wirklich bei mir an. Geheimnisvoll war er wirklich, aber kein angenehmer Charakter.
    Ich bin sonst eigentlich ein großer Fan davon, wenn die Charaktere Ecken und Kanten haben, aber hier haben die Schwächen einfach überwogen. Dabei hatten sowohl die Charaktere, als auch die Geschichte sehr viel Potenzial.
    Es war nicht einfach nur ein historischer Liebesroman, sondern dazu gab es auch noch einen kleinen Fantasyanteil, der das Buch zu etwas ganz besonderen hätte machen können. Leider wurde ich von der Geschichte nicht ganz abgeholt, was wohl vorallem an dem sehr langatmigen Schreibstil lag. Es passierte alles sehr langsam und es war nicht so packend wie erhofft.

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    Solara300s avatar
    Solara300vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr empfehlenswert!!! Wenn etwas Düsteres auf Dich zu lauern scheint.
    Wenn Geheimnisse alles verändern ...



    Cover

    Das Cover finde ich nicht verkehrt, aber leider kein Eyecatcher für mich. Man sieht eine junge Frau in einem Gewand aus früheren Zeiten die aus einer Tür zu kommen scheint, dabei finde ich die Lichtpunkte könnten darauf anspielen etwas unwirkliches gefunden zu haben, den sie lächelt zaghaft als sie aus der Tür kommt.

    Schreibstil

    Die Autorin  Tanja Penninger hat einen flüssigen Schreibstil, der mich sehr schnell in den Auftakt dieser Reihe entführt hat. Zum einen die vielen Geheimnisse die einen hier erwarten und zum anderen, die Frage was noch vor Lisbetta liegt und was als nächstes passiert haben mich die Seiten inhalieren lassen.
    Es erinnert mich stellenweise an Jane Eyre und das fand ich Klasse.😉💖


    Meinung

    Wenn Geheimnisse alles verändern ...

    Dann sind wir bei der jungen 19- Jährigen Lisbetta, die als Dienerin bei Marjan und ihrer Familie seit Kindheit ihr Leben verbringt.
    Marjan ist 16 Jahre jung und soll einen Grafen heiraten, so haben es ich ihre Eltern gewünscht.
    Marjan ist schon deshalb ganz aufgeregt und Lisbetta als ihre Dienerin kommt mit auf die Reise zu der Grafschaft.

    Dabei erleben sie nicht nur, das sich ein schrecklicher Mord zugetragen zu haben scheint, sondern das die Leute im Dorf Angst haben vor dem Grafen.
    Lisbettas Gefühl rät ihr zur Umkehr, aber sie will und kann ihre Freundin Marjan nicht alleine ihrem Schicksal überlassen.

    Mit gemischten Gefühlen kommen sie an und lernen nicht nur Riana kennen, die Schwester des Grafen, sondern auch ihn selbst als Wilhelm von Eckstein kennen. Geschätze 35 Jahre alt.
    Interessant dabei ist, dass er so ganz und gar nicht zufrieden scheint mit dem Arrangement und seiner Braut. Und Lisbettas Beobachtungen bezüglich des Grafen zeigen ihr, dass da noch viel mehr Geheimnisse schlummern.
    Dabei kommt sie nicht nur seinem Geheimnis näher, sondern ist immer mehr fasziniert vom Grafen selbst, dem nachgesagt wird ein Santhor zu sein. Nur kann ein Teufelsdrachen noch leben, wenn viele vor Lisbettas Zeit gestorben oder einfach verschwunden sind???

    Fragen über Fragen und ich kann nur schreiben, sehr gut geschrieben und vor allem spannend. Man beschäftigt sich von Anfang bis Ende mit diesen Fragen was passiert wohl als nächstes. Und man ist hin und her gerissen zwischen dem Glauben das alles nocht gut werden wird.
    Interessant dabei ist aber auch die Charakterentwicklung der Protas mit der Düsternis die einen hier zu umgeben scheint. Da sind die Lichtpunkte in den Szenen Kostbarkeiten.

    Fazit

    Sehr empfehlenswert!!!
    Wenn etwas Düsteres auf Dich zu lauern scheint.

    Die Reihenfolge
    - Das Spiel des Grafen (Lisbetta 1)
    -  Das Herz des Grafen (Lisbetta 2)

    5 von 5 Sternen

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    FantasyBookFreaks avatar
    FantasyBookFreakvor einem Jahr
    Entdecke eine neue Welt!

    Entdecke eine neue Welt!

    Als Lisbettas Herrin und beste Freundin Marjan erfährt, dass sie bald an einen Grafen von hohem Stand verheiratet wird, ist ihre Freude zunächst einmal groß. Schon lange hat sich die Adelstochter ausgemalt, welch attraktivem Mann sie einst gehören wird. Aber bereits beim ersten Treffen zeigt sich, dass ihr zukünftiger Gemahl so gar nicht ihren Vorstellungen entspricht. Lediglich ihre Dienerin Lisbetta ist von dem mysteriösen Fremden fasziniert, der seine Abende lieber am Schachbrett als in Gesellschaft verbringt. Durch einen geheimen Ort erfährt sie mehr über die Vergangenheit des Grafen und entdeckt, dass magische Wesen nicht nur in Büchern zu finden sind. Doch das wird ihr bald zum Verhängnis. Denn ehe sie sich versieht, spielt Lisbetta die Hauptrolle in einem Meer aus Lügen, Intrigen und dunkler Gefühle…

    Meine Meinung

    „Das Spiel des Grafen“ ist der erste Teil der Lisbetta Reihe von Tanja Penninger. Der Klappentext hat mich sofort bei diesem Buch angesprochen und ich muss es dann einfach haben. Ich muss ehrlich zu geben, ich hatte etwas anderes erwartet. Nichts desto trotz hat mir dieses Buch wirklich sehr gut gefallen.

    Tanja Penninger entführt einen in eine historisch anmutende Fantasy Welt in der es früher Drachen gab, diese aber längst ausgestorben sind und sie nun nur noch religös verehrt werden. Durch das ganze Buch zieht sich eine düstere Stimmung. Die dem ganzen meiner Meinung nach noch etwas mehr Spannung verleiht, weil man möchte wirklich herausfinden, was in der Vergangenheit alles geschehen ist mit dieser Welt und den Menschen dort.

    Lisbetta ist ein interessanter Charakter. Sie sieht die Welt so wie sie ist: kalt, hart und schlecht. Ja manchmal war sie mir fast schon ein wenig zu schwarzseherisch aber ich mochte sie einfach. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band in dem wir hoffentlich endlich mehr über Lisbetta und ihre Vergangenheit erfahren werden. Außerdem möchte ich einfach wissen wie es mit dem Grafen weitergeht.

    Der Graf. Ja er ist einfach nicht so greifbar für mich. Ich kann ihn einfach nicht einschätzen. Ich hatte mir bei ihm diesen typischen männlichen Hauptcharakter vorgestellt als ich den Klappentext gelesen habe, doch die Autorin hat mir hier ein Schnippchen geschlagen. Ich hoffe wir erfahren endlich im zweiten Band mehr über ihn.

    Das Buch hat ein paar Wendungen die mich wirklich überrascht haben und die Spannung zieht sich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite.

    Der Schreibstil hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich war sofort drin in der Geschichte und ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen.

    Fazit

    Ein super Auftakt zu dieser Reihe, die doch ihren ganz eigenen Charme hat und einfach mal aus diesem 08/15 Fantasy Roman ausbricht und einen in eine Fantasy Welt entführt, in der es ziemlich düster zu geht. Ich freue mich auf Band 2. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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    Bjjordisons avatar
    Bjjordisonvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessante Charaktere....
    Teil 1 der Reihe

    In diesem Buch geht es um Marjan, die einen Grafen heiraten soll und zunächst auch wirklich begeistert ist, allerdings ändert sich das, als sie den Grafen sieht, denn er wirkt sehr mysteriös und doch einiges älter, als Marjan selber. Allerdings ist ihr Freundin und Dienerin Lisbetta, die mit ihr zu diesem Grafen gereist ist, fasziniert von ihm.

    Mir hat die Geschichte um Lisbetta und dem Grafen sehr gut gefallen. Ich fand den Aufbau der Handlung sehr gut gemacht und man wird als Leser langsam die neuen Lebensumstände von Marjan und Lisbetta herangeführt. Obwohl die Handlung eigentlich recht ruhig und gemütlich gehalten wurde, hat mich das Buch trotzdem fasziniert.

    Interessant und sehr gut gemacht fand ich, wie die Autorin, die Charaktere entwickelt hat. Jede der drei Hauptcharaktere (Marjan, der Graf, Lisbetta) macht eine Änderung durch und zwar nicht nur zum Positiven. So zum Beispiel bei Lisbetta, die zu Beginn der Geschichte fröhlich wirkt und vielleicht zu sehr hilfsbereit gegenüber Marjan ist, ändert sich, als sie merkt, dass sie den Grafen interessant findet.
    Oder bei Marjan, die zuerst sehr unselbstständig wirkt, wird doch sehr ungut an manchen Stellen der Geschichte gegenüber Lisbetta. Bei den beiden bin ich auch noch sehr gespannt, wie es in Band 2 weitergehen wird. Das Zwischenspiel zwischen den beiden fand ich wirklich sehr gelungen und faszinierend.

    Die Beschreibungen des Grafen hat mich fasziniert, denn er wirkt während der ganzen Geschichte sehr mysteriös und ich bin gespannt, ob man als Leser noch seine ganzen Geheimnisse erfahren wird.

    Der Schreibstil hat mir auch während der ganzen Geschichte sehr gut gefallen. Die Autorin hat uns hier, sehr gelungen in eine andere Zeit entführt, denn es werden auch immer wieder dezent Neuerungen der Welt erwähnt. Hat mich absolut begeistern können.

    Fazit:

    4 von 5 Sterne. Sehr schöne Geschichte, die sich durchaus lohn zu lesen.

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    Rosenmaedchens avatar
    Rosenmaedchenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Seichter Beginn, der sich schnell in ein verzwicktes Drama steigert. Ich bin begeistert!
    Was für ein verzwicktes Drama!

    Als Lisbettas Herrin und beste Freundin Marjan erfährt, dass sie bald an einen Grafen von hohem Stand verheiratet wird, ist ihre Freude zunächst einmal groß. Schon lange hat sich die Adelstochter ausgemalt, welch attraktivem Mann sie einst gehören wird.

    Aber bereits beim ersten Treffen zeigt sich, dass ihr zukünftiger Gemahl so gar nicht ihren Vorstellungen entspricht. Lediglich ihre Dienerin Lisbetta ist von dem mysteriösen Fremden fasziniert, der seine Abende lieber am Schachbrett als in Gesellschaft verbringt. Durch einen geheimen Ort erfährt sie mehr über die Vergangenheit des Grafen und entdeckt, dass magische Wesen nicht nur in Büchern zu finden sind.

    Doch das wird ihr bald zum Verhängnis. Denn ehe sie sich versieht, spielt Lisbetta die Hauptrolle in einem Meer aus Lügen, Intrigen und dunkler Gefühle…

    •●•

    Ich war ja so verdammt neugierig auf dieses Buch; es war immerhin das erste Werk aus dem neuen eBook-Imprint „Dark Diamonds“ vom Carlsen Verlag. Das Buch klang wirklich sehr gut und ich war mehr als gespannt, was mich erwarten würde.

    Die Idee des Buches ist sowohl recht überschaubar, aber dennoch genau in meinem Interessenbereich: eine mittelalterlich-angehauchte, aber auch fantastische Welt, die einst von mächtigen Drachen bewohnt wurden. Mittendrin Protagonistin Lisbetta, eine heranwachsende junge Frau, die ihre jüngere Herrin Marjan begleitet auf dem Weg zu ihrer Hochzeit. Gerade das höfische Leben steht hier im Vordergrund, allerdings gibtes auch viele Mysterien und die unterschiedlichsten Emotionen zu finden, so wie es schon der Klappentext verrät.

    Die Umsetzung der Idee fand ich noch ein Stück besser als beschrieben: man begleitet Lisbetta aus der Sicht der Ich-Perspektive bei einer Reise in ein neues Leben, doch nichts ist so rosig, wie sie es sich zuerst ausmalt. Die Welt, die Penninger schafft, ist gut durchdacht: es gibt mittelalterliche Zustände, aber auch in weit entfernten Gegenden erste neue Technologien. Die Geschichte der Welt wird mitsamt der Ära der Drachen gut erklärt und auch der Glaube an den mächtigen Drachen Gohor spielt eine wichtige Rolle.

    Viele kleine Details machen das Leseerlebnis zu einer wahren Augenfreude und gerade die vielen Lügen, Intrigen und Gefühle haben es mir angetan; dennoch fehlt noch ein Quäntchen zur absoluten Lesefreude, was ich im Verlauf noch ein wenig weiter erläutern möchte.

    -

    Mit den Charakteren tat ich mich teilweise wirklich schwer, da sie vor allem zu Beginn der Geschichte sehr eindimensional dargestellt werden – so bekommt der Graf Wilhelm zunächst nur das Charaktermerkmal böse zugeschrieben und die junge Marjan das Merkmal kindisch. Im Verlauf hauchte die Autorin aber allen viel mehr Leben ein, was mich schon mehr zufrieden stellen konnte und alles vielschichtiger wirken ließ. Jedoch konnte ich nicht für jede einzelne Person eine Sympathie entwickeln.

    Glücklicherweise mochte ich die Protagonistin Lisbetta schon von Beginn an sehr: sie ist 19 Jahre alt und dafür dennoch unglaublich reif. Aufgewachsen ohne Eltern war sie schon von klein auf Marjans Zofe und Freundin und ist deswegen allzu viel Luxus nicht gewöhnt. Sie ist einfach, stark und ich konnte sie mir jederzeit gut als meine Freundin vorstellen. Ihre natürliche Neugierde bringt die Geschichte ins Rollen, auch wenn sie durch einige Fehltritte immer wieder ins Stolpern gerät und Gohor um Verzeihung anfleht. Sie bleibt immer sie selbst, auch wenn sie im Verlauf immer mehr in ein Netz aus Lügen und Intrigen gerät – gerade ihre Natürlichkeit fand ich so sympathisch an ihr.

    Die Beziehung von Lisbetta steht nicht die ganze Zeit im Vordergrund und würde ich insgesamt doch eher ein wenig einseitig beschreiben. Ihre Gefühle zum unausstehlichen Grafen kann ich für eine lange Zeit nicht nachvollziehen, da er für mich der Teufel in Person ist... aber Lisbettas Neugier und der Glaube an etwas Gutes in ihm lassen zarte Bande der Liebe entstehen – die irgendwann auf eine Faszination und Erwiderung des Grafen stoßen. Dennoch ist alles überhaupt nicht so, wie es sein sollte und die aufkommende Dramatik fixte mich total an! Drama, baby, Drama sind hier für genau die richtigen Worte.

    -

    Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der mich sehr neugierig auf alles Weitere macht, denn hier kommt die ältere Lisbetta zu Wort, die zurück auf ihre Jugend blickt und ihre Geschichte erzählt. Hier bekam ich auch schon den etwas altbacken wirkenden Schreibstil zugeführt, der aber perfekt zur Geschichte passt und das Leseerlebnis komplettiert. Allerdings war mir der Schreibstil im Verlauf auch an manchen Stellen einfach zu blumig, v.a. wenn Lisbetta in den Augen des Grafen unmögliche Dinge sehen konnte wie einen ablaufenden Farbfilm – nein, so viel kann man, denke ich, aus Augen dann doch definitiv nicht lesen...

    Auch der weitere Handlungsverlauf haute mich erst mal nicht so vom Hocker, denn er war insgesamt sehr langsam und etwas lasch. Gerade zu Beginn wurde viel erläutert und erklärt und oftmals habe ich auch den Sinn und/oder den Tiefgang an einer bestimmten Szene verzweifelt gesucht.

    Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr verstrickt sich Lisbetta in eine Vielzahl von Intrigen und Lügen und die Spannung stieg definitiv an. Ich fieberte mit ihr mit und ich litt auch mit ihr mit – meine Emotionen kochten teilweise auch sehr hoch, auch wenn das nicht unbedingt an dieser Liebesgeschichte lag sondern eher an Lisbettas Leiden und ihren unerfüllten Wünschen und Träumen. Auch mysteriöse Morde in der Grafschaft Eckstein brachten immer mal ein wenig Abwechslung in die ganze Sache, was wirklich erfrischend war.

    Das Ende jedoch enttäuschte mich ein wenig, da von den angedeuteten Morden überhaupt nichts geklärt wurde und ich da immer noch total im Dunkeln tappe. Doch so viele Sachen machen mich verdammt neugierig auf Teil Zwei, weswegen dieser auch schon gekauft ist und sehr bald gelesen wird. Ich will endlich ein Happy-End für Lisbetta!

    •●•

    „Das Spiel des Grafen“ ist eine seichte Geschichte rund um eine junge, heranwachsende Protagonistin, die die Liebe findet, sie ihr aber einfach nicht gegönnt wird. Im Vordergrund stehen hier eindeutig ihre Gefühlswelt, weswegen man keine herausragend hohe Spannung und keine abenteuerliche Handlung erwarten kann. Dennoch gefiel mir Lisbettas Geschichte, vor allem die großartige Dramatik und das Netz aus Intrigen und Lügen, was ihr das Leben verdammt schwer macht. Es war einfach mal etwas anderes und doch kann das Buch glänzen – ich hoffe nun auf ein Happy-End im zweiten Band!

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    Marysol14s avatar
    Marysol14vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: [3.5/5] Unheimlich atmosphärischer Roman und gelungene Mischung aus Historisch und Märchen/ Fantasy. Leider noch zu wenig Handlung.
    [3.5/5] Süchtig machender Auftakt

    Unheimlich atmosphärischer Roman und grandios gelungene Mischung aus Märchen, Fantasy und historischem Roman. Leider plätschert die Geschichte noch etwas zu langsam vor sich hin und auch die Charaktere haben noch Entfaltungspielraum. Dennoch Leseempfehlung für Jane Eyre- Fans, da absolut faszinierend.


    Zur vollständigen Rezension: http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2017/01/lisbetta-das-spiel-des-grafen.html

    Mit diesem Buch hatte ich eine Weile geliebäugelt, mich dann dagegen entschieden und das eBook ein paar Tage später dann doch noch heruntergeladen (wenn auch eher aus Versehen, haha). Das habe ich nicht bereut!

    Bereits nach wenigen Seiten war ich vor allem begeistert von der düsteren, geheimnisvollen Atmosphäre, die mich gefangennahm und in Lisbettas Welt eintauchen ließ. Ich kann der lieben Bianca an der Stelle nur zustimmen, dass die Ausstrahlung der von Jane Eyre ähnelt - für mich im Positiven!

    Der Autorin weiterhin großartig gelungen ist der Genremix - erzählt wie ein Märchen, vermischt mit historischen Elementen, aufkommender "moderner Technologie" und angedeuteten Fantasyelementen... all das fließt erstklassig ineinander über und kreiert so lesenswert ungewöhnliche Geschichte (und davon kann es ja nie genug geben!). 

    Etwas enttäuscht war ich von dem recht langsamen Tempo der Geschichte, denn ehrlicherweise passiert in diesem Band kaum etwas - man lernt Orte und Personen kennen, ihre Geschichte und Eigenschaften, aber weder vom Fantasyelement noch von einer intensiven Liebesgeschichte ist bereits viel zu sehen. Dennoch wurde das Buch für mich nie langweilig, weil durch die drohenden Ankündigungen eines erneuten Schicksalsschlages stets viel Spannung in der Luft lag und ich die ganze Zeit dachte, ahnte, befürchtete, dass jetzt etwas Schlimmes passieren würde. 

    Schwer tue ich mich noch mit den Charakteren - Lisbetta ist mir noch zu schwach, zu devot und blass, während Marjan nach und nach meine Sympathie verspielte und sie am Ende ganz verloren hatte. Arrrrgh, was für eine grässlich selbstsüchtige Persönlichkeit und schlechte Freundin! Wobei auch Lisbetta zugegebenermaßen nicht immer selbstlos handelt... Der Graf ist zweifellos eine streitbare Person und mit seiner herablassenden, verachtenden und gewalttätigen Art machte er es mir bis zum Schluss schwer, Sympathie aufzubauen und doch war ich, wie Lisbetta, fasziniert vom ihm und hoffe, dass dder nächste Teil sein Schicksal beleuchten und ihm Raum zur Veränderung geben.*

    Was die Nebencharaktere angeht, mag ich Riana einerseits gerne, empfinde sie oftmals aber auch als kalt, da sie ihrem Bruder kein (Liebes) Glück zu gönnen scheint und lediglich auf das Fortbestehen der Linie bedacht ist. Zudem scheint auch sie noch Geheimnisse zu haben... Die anderen Figuren bleiben ehr blasse Randcharaktere, die ich weder ausgeprägt mochte noch ihnen grolle.

    *Denn das Frauenschlagen kann ich ihm momentan einfach nicht verzeihen, so sehr ich ihm auch glaube, eine harte Vergangenheit gehabt zu haben.

     

    Okay, also was erhoffe ich mir vom nächsten Band? Eine ganze Menge, aber mal grob zusammengefasst:

    mehr Liebe + Fantasy Schicksale vom Grafen + Riana Aufklärung der Morde eine stärkere Lisbetta, die ihre Familiengeheimnis aufdeckt Aufrechterhaltung der magischen Atmosphäre, bei gleichzeitig mehr Action

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    jaymixtapes avatar
    jaymixtapevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Einzigartiger Schreibstil
    Liebe zur Charakterentwicklung

    Meine Meinung

    Handlung

    Marjan ist Lisbettas Herrin und Freundin und hat naive Träume von ihrer bevorstehenden Hochzeit. Gemeinsam reisen sie in eine andere Grafschaft, da sie dem dort wohnenden Grafen versprochen ist. Mit der Ankunft werden ihre Mädchenträume zerstört und Lisbetta versucht alles, um ihrer Freundin ein angenehmes Leben zu bereiten. Schon bald stellt sie fest, dass der Graf sie auf eine Weise fasziniert, die ihr nicht gut tut. Schließlich ist er der Ehemann ihrer Freundin.

    Dieses Buch hat mich wirklich gefesselt. Ich kann nicht wirklich sagen, wie die Geschichte es genau geschafft hat. Handlungstechnisch passiert nämlich nicht ganz so viel, wenn ich ehrlich bin. Mit der Kurzbeschreibung ist schon vieles gesagt. Dafür werden jedoch auf besondere Weise die Charaktere, ihre einzelnen Schicksale und ihre Beziehungsentwicklung beleuchtet. Die Spannungen, die zwischenmenschlich aufgebaut werden, nehmen einen wirklich. Faszinieren. Lassen einen fühlen und rätseln.
    Darum herum gibt es eine interessante Welt, die man jedoch noch zu wenig kennenlernt, als dass man sie richtig einschätzen kann. Der Fantasy-Aspekt scheint gering, aber ich denke, dass da in Band Zwei noch einiges auf uns zukommen kann. Ich jedoch meine zwischen den Zeilen einige Anspielungen gelesen zu haben. Ich bin gespannt, ob ich sie tatsächlich im Folgeband finden werde.

    Charaktere

    Wie erwähnt liegt der Fokus auf den Charakteren. Unsere Protagonistin Lisbetta zeigt sich altruistisch und stellt zu Beginn die Bedürfnisse ihrer Freundin und Herrin über ihre eigenen. Schließlich ist Marjan auch noch einige Jahre jünger und eher Kind als Ehefrau. Sie ist wirklich sympathisch und hat einen Blick für ihre Mitmenschen. Mit den aufkeimenden Gefühlen für den Grafen und der sich verändernden Beziehung zu Marjan entwickelt sie sich. Ich bin mir noch nicht sicher, ob zum Guten oder zum Schlechten. Ich bin gespannt, wie es in Band Zwei weitergeht.
    Marjan selbst ist mir ziemlich unsympathisch. Meine Meinung stand schon auf Seite Eins fest und verfestigte sich immer weiter.
    Der Graf als unser männlicher Protagonist ist düster und geheimnisvoll. Die Mysterien, die ihn umgeben, machen ihn reizvoll und unheimlich zugleich. Noch immer kann ich ihn nicht einschätzen. Aber auf eine gute Art und Weise.

    Schreibstil

    Ich schreibe die Rezension nun fast zwei Wochen später. Meine Notiz zum Schreibstil sagt nur: „Top. So schön.“
    Der Schreibstil ist mir wirklich positiv im Gedächtnis geblieben. Sehr kunstvoll entführt er uns in diese leicht altertümliche Welt und passt sich perfekt an die Umgebung an und transportiert sehr viel Gefühl. Gerade das Zwischenmenschliche wird dadurch betont.

    Mein Fazit:

    „Das Spiel des Grafen“ überzeugt mit seinem Fokus auf Charakterentwicklung und zwischenmenschlicher Beziehungen. Trotz gemächlicher Handlung fliegen die Seiten. Vor allem, da die Geschichte mit einem kunstvollen Schreibstil an uns Leser heran getragen wird.

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    LillianMcCarthys avatar
    LillianMcCarthyvor 2 Jahren
    Historisch anmutender Fantasy-Auftakt

    Inhalt: **Entdecke eine magische Welt voller Geheimnisse** Als Lisbettas Herrin und beste Freundin Marjan erfährt, dass sie bald an einen Grafen von hohem Stand verheiratet wird, ist ihre Freude zunächst einmal groß. Schon lange hat sich die Adelstochter ausgemalt, welch attraktivem Mann sie einst gehören wird. Aber bereits beim ersten Treffen zeigt sich, dass ihr zukünftiger Gemahl so gar nicht ihren Vorstellungen entspricht. Lediglich ihre Dienerin Lisbetta ist von dem mysteriösen Fremden fasziniert, der seine Abende lieber am Schachbrett als in Gesellschaft verbringt. Durch einen geheimen Ort erfährt sie mehr über die Vergangenheit des Grafen und entdeckt, dass magische Wesen nicht nur in Büchern zu finden sind. Doch das wird ihr bald zum Verhängnis. Denn ehe sie sich versieht, spielt Lisbetta die Hauptrolle in einem Meer aus Lügen, Intrigen und dunkler Gefühle… (Quelle: Verlag)

    Meine Meinung: Die Lisbetta Reihe ist die erste Reihe, zu der ich aus dem neuen Dark Diamonds-Label des Carlsen Verlags gegriffen habe. Die Geschichte hat mich sofort wie magisch angezogen und gar nicht so recht wissend, was mich erwartet, habe ich mit dem Lesen begonnen. Ich hatte eigentlich einen Fantasy Roman erwartet aber von dem sehen wir im ersten Band der Dilogie noch nicht so viel. Tanja Penninger erschaffte mit ihrem Roman eine uns nicht bekannte Welt, die sich in mehrere Königsreiche aufteilt, wie wiederum von Grafschaften unterteilt werden. Alle Menschen beten die Kinder Gohors an und, wie man später erfährt, sind die nichts anderes als Drachen, die jedoch vor langer Zeit alle durch eine Pest ausgerottet wurden. In dieser Welt lebt Lisbetta, die die Zofe einer jungen Grafentochter ist. Die wird an Wilhelm von Eckstein verheiratet, der der Graf einer anderen Grafschaft ist. Doch der stellt sich nicht als ein junger attraktiver Graf heraus. Marjam ist entsetzt aber Lisbetta sieht deutlich mehr in dem Verlobten ihrer Freundin.

    Der Roman ist eine sehr gelungene Mischung aus historischem Roman, mysteriösen Ereignissen und einem Hauch von angedeuteter Fantasy. Im Dorf kommen junge Mädchen um und der Graf reitet des Nachts häufig aus und keiner weiß, wohin es ihn führt. Tagsüber ist er unhöflich und verschlossen und im Dorf bezeichnet man ihn schon längt als ein Kind des Santhor, eines bösen Drachen. Lisbetta ist unvoreingenommen und versucht, hinter die Fassade des Grafen zu blicken. Schon bald steckt sie mittendrin in Fragen, Geheimnissen und der Reaktion eines gesamten Dorfes.

    Lisbetta war mir sofort sehr sympathisch und meine Liebe zu dieser Protagonistin hat sich durch die gesamte Reihe gezogen. Sie ist modern und aufgeschlossen und versucht, hinter die wahren Absichten der Menschen zu blicken und niemanden zu verurteilen. Sie geht den Dingen in der Grafschaft auf den Grund und bewirkt dabei die eine oder andere positive oder negative Veränderung. Abgesehen von Lisbetta entwickelt man jedoch zu allen weiteren Charakteren dieses Romans ein großes Misstrauen. Selbst Marjam, Lisbettas Freundin wollte ich nicht vertrauen, denn sie alle handeln sehr undurchsichtig, was sehr zur Spannung des Buches beitrug.

    Im Verlauf der Handlung spitzt sich die Situation zu und gerade am Ende wird der Leser noch einmal mit überraschenden Wendungen konfrontiert. Ich persönlich hatte nach dem Ende des ersten Bandes wirklich keine Ahnung, wie es weitergehen könnte und somit direkt Lust, weiterzulesen. Zum Glück ließ der zweite Band nicht lange auf sich warten.

    Fazit: Obwohl ich mehr Fantasy erwartet hätte, konnte mich Das Spiel des Grafen sehr begeistern. Das Buch könnte man als einen historischen Roman bezeichnen, obwohl Fantasyelemente angedeutet werden. Gefühle und die Geheimnisse eines Dorfes sind zentrale Punkte der Geschichte und machen sie besonders durch die Liebe zur Protagonistin und das Misstrauen in allen anderen Charakterne sehr lesenswert.

    Vielen lieben Dank an den Carlsen Verlag für die Bereitstellung des *Rezensionsexemplars.

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    charmingbookss avatar
    charmingbooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine grandiose Mischung.
    historisch, magisch, entzückend gut

    **Entdecke eine magische Welt voller Geheimnisse**
    Als Lisbettas Herrin und beste Freundin Marjan erfährt, dass sie bald an einen Grafen von hohem Stand verheiratet wird, ist ihre Freude zunächst einmal groß. Schon lange hat sich die Adelstochter ausgemalt, welch attraktivem Mann sie einst gehören wird. Aber bereits beim ersten Treffen zeigt sich, dass ihr zukünftiger Gemahl so gar nicht ihren Vorstellungen entspricht. Lediglich ihre Dienerin Lisbetta ist von dem mysteriösen Fremden fasziniert, der seine Abende lieber am Schachbrett als in Gesellschaft verbringt. Durch einen geheimen Ort erfährt sie mehr über die Vergangenheit des Grafen und entdeckt, dass magische Wesen nicht nur in Büchern zu finden sind. Doch das wird ihr bald zum Verhängnis. Denn ehe sie sich versieht, spielt Lisbetta die Hauptrolle in einem Meer aus Lügen, Intrigen und dunkler Gefühle…

    Meine Meinung:
    Ein historischer Roman mit magisch angehauchten Wesen – diese Botschaft vermittelte mir der Klappentext und ich war direkt angetan. Ich mag hin und wieder wirklich gern historische Romane lesen und wenn dann noch ein fantastischer Background gegeben ist, ist meine Welt rundum perfekt.

    Der Einstieg in das Buch gelang mühelos. Die Autorin hat für die Zeit die passende Ausdrucksweise und Sprache gewählt, aber Ihre Leichtigkeit im Schreibstil beibehalten. Dementsprechend ein wunderbarer leserlicher Roman.
    Vom ersten Augenblick an war mir Lisbetta sympathisch. Ein junges Mädel und trotzdem schon so erwachsend. Marjan hingegen fand ich weinerlich und anstrengend. Beide zusammen harmonieren aber ganz fabelhaft und es hat auch gut zur Story gepasst.

    Die Umgebung wurde wunderbar bildlich beschrieben. Ohne zu blumig oder zu ausschweifig zu werden. Ich konnte mir alles bildlich vors Augen rufen und war total gefangen in diesem Buch. Auch die Beschreibungen des Grafen fand ich absolut toll. In den einen Momenten ein absoluter Vollidiot (sorry für den Ausdruck) und in anderen der liebste Mensch der Welt, leider auch viel durch die eigene Schwester beeinflusst.

    Der Lauf der Story hat mich vom Anfang bis Ende absolut eingenommen und ich war wirklich froh dass ich den ersten Band beendet hatte, kurz bevor Band 2 erschien. Somit konnte ich Gott sei Dank direkt weiterlesen.

    Fazit:
    Eine grandiose Mischung. Wobei das Magische hier noch nicht allzu deutlich wurde, sondern eher nur angedeutet ist. Trotzdem eine absolute Leseempfehlung.

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    Bambi-Ninis avatar
    Bambi-Ninivor 2 Jahren
    wenn es doch nur schneller voran ginge...

    Lisbettas 16-jährige Herrin Marjan soll verheiratet werden. Der Teenager träumt von einem Prinzen und ist geschockt, als sie ihren zukünftigen Mann kennenlernt. Der wortkarge Graf entspricht gar nicht ihren Vorstellungen. Die 19-jährige Lisbetta und Marjan erwartet ein Leben, das nun völlig anders verläuft als erhofft. Doch der düstere Graf, vor dem sich im Nachbarort alle fürchten, löst eine eigenartige Faszination auf Lisbetta aus...

    Der Prolog kündigt bereits an, dass die Geschichte ruhiger beginnt. Nach dem Lesen frage ich mich nun leider, ob Ich-Erzählerin Lisbetta damit dieses komplette Buch meinte, welches ja der Beginn einer Reihe und damit der Anfang ihrer Geschichte ist. Den leider kommt bis kurz vor Schluss nicht richtig Spannung in die Handlung.
    Es plätschert einfach konstant vor sich hin. Hier und da werden Dinge angedeutet, dann aber wieder fallengelassen. Es passieren Morde und es werden Leute beschuldigt. Letztlich wird aber auch dies nicht verfolgt. Lisbetta sieht ungewöhnliche Dinge, geht diesen aber nicht nach. Es ist zum Haare raufen, denn das Buch ist keineswegs langweilig, im Gegenteil, ich bin total gespannt, worauf alles hinauslaufen soll, aber es dauert mir einfach zu lange, bis es voran geht – hinzu kommt, dass manches von dem, was dann endlich passiert, auch nicht wirklich unerwartet kommt.

    Für mich die spannendste Figur bleibt bis zum Ende der Graf. Er ist sehr verschlossen, wortkarg und reagiert oft gewalttätig. Doch hin und wieder blitzt auch eine andere, sehr sympathische Seite durch und es wird ein großes Geheimnis angedeutet, das es noch zu Lüften gilt.
    Lisbetta rief immer wieder unterschiedliche Gefühle in mir hervor. Auf der einen Seite ist sie herzlich und hilfsbereit, aber auf der andern Seite auch so pflichtbewusst, dass sie manchmal vergisst, auf die Gefühle ihres Umfelds Rücksicht zu nehmen. Da die Geschichte aus ihrer Perspektive geschildert wird, erlebt der Leser all ihre Gedanken und Gefühle mit – die Entwicklung, die sie hier durchmacht, ist sehr interessant zu verfolgen. Sie kämpft nicht nur mit den Umständen, sondern oft auch mit sich selbst.

    Zunächst scheint es, als würde die Geschichte in einer mittelalterlichen Welt spielen. Allerdings wird immer wieder auf die ausgestorbenen Drachen hingewiesen, sodass das Setting eine magische Note bekommt, die aber bisher noch nicht weiter zum Tragen gekommen ist. Während in der Burg des Grafen alles per Handarbeit erledigt wird und Kerzen als Lichtquelle dienen, gibt es Grafschaften mit Elektrizität und fließendem Wasser. Die Welt gilt es daher also auch noch weiter zu erkunden.

    Der Schreibstil sowie die Sprache der Figuren ist – dem Setting angepasst – ebenfalls etwas altertümlich, manchmal umständlich und irgendwie staksig, trotzdem liest sich das Buch insgesamt flüssig. Dank Lisbettas bildhafter Erzählweise kann man sich viele Begebenheiten leicht vorstellen.

    Obwohl ich das Buch total gern gelesen habe, trieb es mich gleichzeitig manchmal in den Wahnsinn. Es werden so viele Geheimnisse angedeutet, aber dann geht es einfach nicht voran. Viel zu oft wird sich in langatmigen Details des täglichen Lebens verloren, während direkt daneben doch eigentlich die aufregenden Themen lauern. Erst zum Ende hin steigt das Tempo etwas und die Spannung nimmt zu. Antworten auf die vielen offenen Fragen bleiben aber erst mal aus.

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