Positiv lässt sich sagen, dass das Buch klar strukturiert ist und die Mischung aus Praxisbeispielen aus Vatersicht und allgemeinen und theoretischen Überlegungen aus Lehrerinnensicht abwechslungsreich ist. Eine optische Herausforderung ist, dass die Praxisbeispiele in orange abgedruckt sind. Das ist eine unglückliche Wahl, da es auch für gut Sehende sehr unangenehm zu lesen ist. Inhaltlich hatte ich aufgrund des Titels ein Buch über hochbegabte Kinder erwartet, diese werden nur am Rand erwähnt. Die Autorin hat sich mit „Zebrakindern“ eine eigene Definition gebastelt für Kinder unter der Grenze des Hochbegabten IQ und um diese Zebrakinder dreht sich das Buch. Das ist zwar durchaus interessant, aber in Bezug zum Titel eine Themaverfehlung. Auch fand ich den Schreibstil der Autorin bisweilen etwas missionarisch, wodurch der Inhalt leidet. Die Einzigartigkeit der Zebrakinder wird erschöpfend erwähnt, das war doch irritierend. Ist nicht jeder einzigartig? Der Fokus liegt sehr stark auf dem schulischen Kontext und der Ausschöpfung von Potenzial und Leistungsoptimierung. Mich hätten die Themen außerhalb der Schule deutlich mehr interessiert. Die Impulsseiten geben dazu zwar teilweise interessante Tipps, das Ganze ist aber auf Stichworte reduziert, wodurch es manchmal schwer nachzuvollziehen ist. Das Thema aus Elternsicht hätte mehr Potenzial gehabt, deshalb fand ich das Buch etwas enttäuschend.
Tanja Sauer
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Tanja Sauer
Ist mein Kind hochbegabt?
Deine Reise als Königstochter
Ein Weg zu deiner Schönheit
Steh auf und strahle in Deiner Schönheit
Neue Rezensionen zu Tanja Sauer
Das Sachbuch "Ist mein Kind hochbegabt?" richtet sich an Eltern, die sich diese Frage stellen bzw. schon Gewissheit haben, dass ihr Sprössling talentiert ist. Die beiden Autoren sprechen einfühlsam über dieses "Modethema", auch weil sie selbst hochbegabte Kinder haben. Zum einen wird mit gängigen Mythen rund um das Thema aufgeräumt und zum anderen wird es vielschichtig von der Schulwahl über den WISC-Test bis zur adäquaten Förderung beleuchtet. Mit Blick auf die bisher erschienene Hochbegabten-Lektüre ist es wirklich das erste Buch, das die Eltern und deren Rolle in den Blick nimmt. Der klar strukturierte Aufbau und die eingebundenen echten Alltagsbeispiele machen das Lesen leicht. Die Sprache ist gut verständlich und Fachbegriffe werden an Ort und Stelle erklärt.
Gespräche aus der Community
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
3 Bibliotheken






