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annlu

vor 2 Jahren

(9)

„Stimmt etwas nicht?“, fragte Weston ihn besorgt. Ob etwas nicht stimmte? Er war erst vierzehn, wäre beinahe von Wolfsmenschen zerfetzt worden, hatte fast eine Kutsche ausgeraubt, war der Exekution in einem Pub nur knapp entronnen und befand sich nun in der Obhut des britischen Geheimdienstes. Ob etwas daran nicht stimmte?

Bisher hat Gregory ein behütetes Leben geführt, doch damit ist es vorbei, als der Vierzehnjährige in Kontakt mit dem Æther kommt und dieser ihn verändert. Er wird von zu Hause verstoßen. Alleine durchschlagen kann er sich nicht – so schließt er sich anderen Veränderten an und findet in Weston einen guten Freund. Zusammen versuchen sie ihre Zukunft zu verändern und machen sich auf den Weg, den britischen Geheimdienst aufzusuchen. Ihre Reise und ihr Ziel bringen eine Menge Abenteuer mit sich.


Die Geschichte spielt in einer alternativen Welt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Welt in der Gregory aufwächst ist eine, die der feinen britischen Gesellschaft dieser Zeit entspricht. Hinzu kommen so einige Erfindungen und technische Errungenschaften. Einige davon werden mit dem mysteriösen Æther angetrieben, der über Gewässern aufsteigt. Dieser allerdings birgt auch Gefahren in sich, da er die Menschen verändert, die in seine Nähe kommen. So ist er der Grund für die Existenz der Wolfsmenschen, der Elfen, aber auch anderer seltsamer Kreaturen. Da Gregory sich auch verändert, wird der Leser hautnah mit den Diskriminierungen konfrontiert, die mit einer solchen Wandlung einhergehen. Dabei ist seine Familie, die sich von ihm abwendet nur die erste von einigen weniger erfreulichen Begegnungen mit Rassismus, wie ihn der unerfahrene Gregory bis dahin nicht kennengelernt hat. Der negative Beigeschmack, den solche Szenen auslösen wird durch die Szenen wiedergutgemacht, die neuen Freundschaften, den inneren Veränderungen in Gregory während er langsam zum Erwachsenen wird und besonders den spannenden Abschnitten gewidmet sind.

Fazit: Ein Jugendbuch, das sich in einer ungewöhnlichen Umgebung abspielt, neben typischen, spannenden Abenteuern aber auch mit einigen Themen beschäftigt, die den Leser nachdenklich zurücklassen. Obwohl ich zu Beginn noch einige Schwierigkeiten mit dem Erzähl- und Schreibstil hatte, konnte mich das Buch bald in seinen Bann ziehen. Das Ende ließ mich einerseits glücklich, andererseits melancholisch zurück.

Autor: Tanja Schierding
Buch: Ætheragenten
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