Tanja Schurkus Matthias Claudius

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Inhaltsangabe zu „Matthias Claudius“ von Tanja Schurkus

„Der Mond ist aufgegangen …“ Das bekannte Abendlied von Matthias Claudius klingt so idyllisch, so romantisch. Dabei ist die Zeit, in der Claudius lebt, alles andere als friedlich. Hamburg ist von den Franzosen besetzt und Claudius’ Schwiegersohn gerät als Widerstandskämpfer in höchste Gefahr. Dazu quälen den freischaffenden Dichter stetig die Geldsorgen, denn seine Zeitschrift „Der Wandsbeker Bote“ wirft nicht genügend Gewinn ab. Wie soll er seine große Familie ernähren? Mit zahlreichen Gelehrten seiner Zeit steht Claudius in regem Austausch. Und doch bleibt er ein bodenständiger Mensch, der fest zu seinen Überzeugungen steht.

Die Romanbiografie gibt Einblick in das Leben des Dichters, dessen Verse so beliebt sind, weil sie so viel Menschlichkeit und Gottvertrauen ausstrahlen.

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  • Bücherfest und Lesung in Billerbeck

    Matthias Claudius

    tausendseiten

    27. April 2012 um 13:19

    Am kommenden Sonntag findet in Billerbeck (Münsterland) das 11. internationale Bücherfest statt mit Buchhändlern und Antiquaren aus mehreren Ländern - und mit Lesungen. Ich lese um 14:30 auf der Lesebühne an der Johannikirche aus meiner Romanbiografie "Matthias Claudius" (Brunnen Verlag). Der Eintritt ist frei und ich hoffe auf den angesagten Sonnenschein!

  • Rezension zu "Matthias Claudius: "Der Mond ist aufgegangen". Romanbiografie" von Tanja Schurkus

    Matthias Claudius

    mabuerele

    10. April 2012 um 12:30

    „…Unser Herr sagt: Du sollst nicht töten…“ Es ist Mai 1813. Caroline Perthes fürchtet um das Leben ihres Mannes. Er gehört zu den Hamburger Führern des Aufstandes gegen die Franzosen. Doch der Sieg der Franzosen ist nur noch eine Frage der Zeit. Da erscheint Matthias Claudius, ihr Vater. Er nimmt sie und die Kinder mit nach Wandsbek. Wandsbek steht unter dänischer Herrschaft. Was Matthias Claudius nicht weiß: Der dänische König verbindet sich mit den Franzosen. Die Autorin erzählt ausgehend von den Ereignissen im Jahre 1813 die letzten Lebensjahre des Dichters Matthias Claudius. Doch nicht nur das. In Rückblenden lässt sie uns an vielen Lebensstationen des Dichters teilnehmen. Wir erfahren von seinen Begegnungen mit Lessing und Herder, Goethe und Klopstock. Interessant wird das Buch durch die Charakterisierung des Matthias Claudius. Sein Leben war geprägt von großem Gottvertrauen. Er stand zu seinen Überzeugungen, auch wenn ihn seine Freunde nicht verstanden haben. Erst nach vielen Gesprächen war er zum Beispiel bereit, einer Freimaurerloge beizutreten. Krieg und Gewalt lehnte er konsequent ab. Matthias Claudius lebte in einer Zeit des Umbruchs. Er war kein Mann der Aufklärung. Wenn man es hart formulieren würde, könnte man sogar von einer rückwärtsgewandten politischen Einstellung sprechen. Die Herrschaft des Adels nahm er als gottgegeben hin. Bewundernswert ist seine feste Haltung im Glauben, mit der er alle Widerstände überwand. Er kannte weder Hass noch Neid. Die Dialoge, wo es um Fragen von Krieg und Frieden, Revolution, Besitz und vieles anders geht, haben bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren. Man muss mit M. Claudius nicht immer einer Meinung sein, wird aber zum Nachdenken und Weiterdenken angeregt. Eines hat er vorausgeahnt, die Verflachung des Glaubens. Die Autorin setzt mit dem Buch nicht nur dem Dichter ein Denkmal, sondern auch der Frau an seiner Seite. Rebekka und Matthias verband ein inniges Verhältnis. Sie stand zu ihm – in allen Lebenslagen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es lässt sich flüssig lesen. Jedem Kapitel sind kursiv Ausschnitte aus literarischen Werken vorangestellt. Im Text sind Aussagen von M. Claudius, die belegt sind, kursiv hervorgehoben. Eine exakte Recherche lässt die Handlung authentisch wirken. Das Cover finde ich sehr gelungen. Der Mond am Himmel, dazu Claudius` bekanntestes Gedicht und ein Porträt weisen auf den Inhalt hin. Ein ausführliches Personenregister, ein kurzer Lebenslauf und ein Nachwort vertiefen den Inhalt. Der Zeit geschuldet sind eine Menge französischer Textstellen. Hier hätte ich mir Übersetzungen gewünscht.

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