Tanja Schurkus Schwester Melisse

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Inhaltsangabe zu „Schwester Melisse“ von Tanja Schurkus

Die Firmengründerin von „Klosterfrau Melissengeist“ war eine ungewöhnliche Frau. Tanja Schurkus erzählt die packende Geschichte der Ordensfrau Maria Clementine Martin: In der Schlacht von Waterloo pflegte sie unter größtem Einsatz Verwundete. 1825 kam sie nach Köln und nutzte ihre guten Kenntnisse aus der Pflanzenheilkunde, um ihr „Melissenwasser“ als Arznei herzustellen …

Exzellent geschrieben und recherchiert. Ein Genuss für Fans von historischen Romanen mit Tiefgang!

— cho-ice

Spannend, authentisch!

— Monika58097

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    Schwester Melisse

    Monika58097

    06. December 2014 um 11:13

    Wer kennt ihn nicht, den "Klosterfrau Melissengeist"? Zumindest gehört hat bestimmt jeder schon einmal davon. Und um die Klosterfrau Maria Clementine Martin, die dem Melissengeist einst ihren Namen gab, geht es in diesem biografischen Roman. Nach Napoleons Säkularisierung verlässt Maria Clementine Martin ihren Orden. Sie, die Nonne, die in der Schlacht von Waterloo Verwundete gepflegt hat, kommt nach Köln. Sie will den Menschen helfen. Sie will heilen. Sie ist der Pflanzenheilkunde mächtig und sie hat in der Klosterapotheke gearbeitet. In Köln gründet sie nun ihr kleines Unternehmen und schließlich destilliert sie ihren eigenen Melissengeist. Sie, die einst gelobt hat, für immer in Armut zu leben, betreibt nun ein erfolgreiches Unternehmen. Doch so erfolgreich sie auch ist, die einstige Klosterfrau bleibt bescheiden. Sie lebt in einer politisch unruhigen Zeit. Die Franzosen sind gerade abgezogen, da stehen jedoch schon die Preußen parat. Alles Katholische ist ihnen nicht geheuer. Sogar den Karneval wollen sie abschaffen! Auch Maria Clementine Martin hat es nicht einfach. Immer wieder wird sie beobachtet, ihr Schriftverkehr wird überwacht. Bücher, die sie für ihre Heilkunde benötigt, können oft nur auf geheimen Wegen beschafft werden. "Schwester Melisse - Die Klosterfrau von Köln" ist das spannende Porträt einer Frau, die in unruhigen Zeiten ihren Weg geht. Die ehemalige Nonne gründet mit ihrem Melissengeist eine Firma, die es heute zu Weltruhm erlangt hat. Mit Leichtigkeit schafft Tanja Schurkus es, den Leser eintauchen zu lassen in diese Zeit voller Umbrüche. Der Leser nimmt nicht nur Teil am Leben der ehemaligen Ordensfrau, er erfährt auch viel über das Leben und die Menschen überhaupt im Köln des 19. Jahrhunderts. Spannend, authentisch, absolut lesenswert!

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  • Man darf seine Talente nicht vergraben!

    Schwester Melisse

    LEXI

    Die Autorin Tanja Schurkus widmet sich in ihrem biografischen Roman einer Frau, deren Erfindung bis zum heutigen Tag der Menschheit Linderung von Unpässlichkeiten und Beschwerden bringt. „Klosterfrau Melissengeist“, ein Produkt der Nonne Maria Clementine Martin, die in Zeiten großen europäischen Umbruchs lebte und nicht nur eine gewiefte Unternehmerin und tief gläubige Ordensschwester, sondern auch eine kluge und geschickt taktierende Frau war. Ihr Wirkungsbereich war Köln, wo sie sich bereits fünfzigjährig beherzt der Erzeugung und Vermarktung ihres Produktes widmete, weil – wie sie sagt – „Gott, der Herr, nun einmal will, dass wir mehr aus dem machen, was er uns anvertraut hat. Man darf seine Talente nicht vergraben“. „Schwester Melisse“ bezeichnete ihr Tun auch als „Gebet, wenn sie aus der Natur, die Gott ihr zur Hilfe gegeben hat, etwas hervorbringen kann, das zu heilen vermag.“ Maria Martin hatte nicht nur Talent, sondern durch ihre jahrelange Arbeit in einer Klosterapotheke auch fundierte Kenntnisse über das Arzneimittelwesen. Sie begann, selber zu destillieren, um einen besonders hochwertigen Melissengeist herzustellen, den sie zunächst „Ächtes Carmeliterinnenwasser“ nannte. Der endgültige Name dürfte hierzulande jedem Kind bekannt sein. Klosterfrau Melissengeist wurde in kürzester Zeit zum gefragten Hausmittel, das in keinem Haushalt fehlen durfte. Die Ordensfrau war in Köln aufgrund ihres unermüdlichen Einsatzes für Kranke beliebt. Es gab aber auch alte Bekannte, die sie in diese Stadt zogen, Bekanntschaften, die sie auf dem Schlachtfeld machte und deren Leben sie damals gerettet hatte. Mit Gottfried Prangenberg und seiner Familie verband sie eine lebenslange Freundschaft, während dessen Kriegskamerad Theodor Greven der Klosterfrau stets mit Argwohn entgegen kam. Das Buch ist in 30 Kapitel eingeteilt, der Schreibstil einnehmend und flüssig. Die Verbindung mit Gottfried Prangenbergs Familie liefert ausreichen Stoff, um diese Biografie zu einer lebhaften Unterhaltung zu gestalten, deren Fortgang man interessiert folgen mag. Ich hätte zu gerne tiefere Einsichten in das Leben dieser ungewöhnlichen Klosterfrau und in ihr Wirken erlebt, doch da die Klosterfrau aus Köln laut Aussage der Autorin wenig Selbstzeugnisse hinterlassen hatte und kaum Dokumente erhalten sind, weist ihre Biografie bis heute große Lücken auf. Tanja Schurkus schreibt im Nachwort, dass sie aus diesem Grund diesen biografischen Roman auf die Kölner Zeit der Nonne aufbaute, während über die Zeit ihres Wirkens vor der Schlacht in Waterloo nichts bekannt sei. Der sehr gut recherchierte Roman hat mir dennoch viel Interessantes über die Lebensumstände der Protagonistin vermittelt, auch den politischen Ereignissen wurde viel Aufmerksamkeit zuteil. Ich kann den Roman über das Lebenswerk dieser bescheidenen Frau, die stets von sich behauptete, „nur eine arme alte Nonne zu sein“ jedem ans Herz legen, der sich über die Erfindung dieses bekannten Hausmittels informieren möchte.

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  • Nur eine arme, alte Nonne...

    Schwester Melisse

    Igelmanu66

    „Ich bin nur eine arme, alte Nonne, die in stürmischen Zeiten lebt.“   Köln, 1829. Maria Clementine Martin mag sich selbst nur als „arme, alte Nonne“ bezeichnen. Sehr vielen anderen Menschen jedoch war bewusst, dass ihr Leben und Wirken eine weit höhere Bedeutung hatte.   Klosterfrau Melissengeist. Die blau-weiße Schachtel mit den drei Nonnen darauf hat wohl jeder schon gesehen. Auch ich kann mich noch gut an die Naturarznei erinnern, die stets im Schrank meiner Großmutter stand. Nicht bekannt war mir die Geschichte der Klosterfrau, die dafür gesorgt hat, dass dieses Mittel weltweite Bekanntheit erlangte.   Dieser biografische Roman befasst sich in der Hauptsache mit den Jahren, die Maria in Köln verbracht hat. Wie die Ordensfrau zur Unternehmerin wurde ist sehr interessant zu lesen. Bereichert hat sie sich jedoch nie und war zeitlebens „ganz nah dran“ an den Sorgen und Nöten ihrer Mitmenschen. Hier und da wurde sie auch politisch tätig – ausgesprochen brisant in der damaligen Zeit. Viele Kölner Bürger hatten die französischen Truppen als Befreier begrüßt und waren über den Beschluss des Wiener Kongresses, der die Stadt zu einem Teil des Königreichs Preußen machte, nicht glücklich.   Auf diesem Teil der Kölner Stadtgeschichte liegt ein weiterer thematischer Schwerpunkt des Buches. In der Summe ergibt das einen wirklich lesenswerten Roman über eine interessante Frau und einen spannenden Teil der deutschen Geschichte.   „Das, was ich hier tue, widerspricht dem nicht, auch wenn viele mir das einreden wollen. Viele, die selbst keine Ahnung davon haben, wie es ist, eine Ordensfrau zu sein! Ein Kloster – das sind nicht die Mauern und die Zellen, ein Kloster, das ist hier!“ Sie legte sich die Hand ans Herz. „Ich tue das aus Dienst am Glauben. Wenn unsere Kirche es nicht lernt, darin neue Wege zu gehen, wird sie untergehen!“   (S. 106/107)

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  • Leserunde zu "Schwester Melisse" von Tanja Schurkus

    Schwester Melisse

    Arwen10

    Ich möchte euch zu einer weiteren  Leserunde aus dem Brunnen Verlag  einladen. Der Verlag stellt für die Leserunde 3 Exemplare von "Schwester Melisse- Die Klosterfrau von Köln" von Tanja Schurkus zur Verfügung. Ein großes Dankeschön an den Verlag für die Unterstützung der Leserunde. Zum Inhalt: Jeder kennt den Klosterfrau Melissengeist. Doch wer weiß, dass hinter diesem Produkt in der blauen Schachtel eine höchst ungewöhnliche Firmengründerin steckt? Tanja Schurkus hat nachgeforscht und erzählt die packende Geschichte der Ordensfrau Maria Clementine Martin. Als unter Napoleon alle Klöster säkularisiert werden, verlässt sie den Orden. In der Schlacht von Waterloo pflegt sie unter größtem Einsatz Verwundete. Ab 1825 lebt sie in Köln und nutzt ihre guten Kenntnisse aus der Klosterapotheke und Pflanzenheilkunde, um ihr "Melissenwasser" als Arznei herzustellen. Je erfolgreicher ihre Firma ist, umso lauter stellt sich ihr die Frage: Darf sie als Frau, die einmal das Gelübde der Armut abgelegt hat, ein profitables Geschäft betreiben? Wie sieht Gottes Weg für ihr Leben aus? Zur Leseprobe: http://brunnen-verlag.de/schwester-melisse.html Zur Autorin: Tanja Schurkus Tanja Schurkus studierte nach ihrer Ausbildung zur Buchhändlerin Literaturwissenschaften. Heute lebt und arbeitet sie in Köln als freie Autorin und Texterin im IT-Bereich. Sie ist Mitglied in der Autorenvereinigung „Quo Vadis“ und freie Mitarbeiterin für das Autorenmagazin „Federwelt“. Bitte bewerbt euch bis zum 21.März 24 Uhr hier im Thread und beantwortet folgende Frage: Kennt ihr "Klosterfrau Melissengeist", wenn ja, woher ? Bitte Beachten !: Am 22.März erfolgt die Gewinnerbekanntgabe. Wer von den Gewinnern sich nach 48 Stunden nicht gemeldet hat, hat leider keinen Anspruch auf den Gewinn, da zeitnah Ersatzgewinner gezogen werden. Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde, innerhalb von ca. vier Wochen zum Austausch in allen Abschnitten sowie zum Schreiben einer Rezension. Diese wird bitte nicht nur bei Lovelybooks, sondern auch auf einer anderen Internetseite (amazon, Verlagshomepage vom Brunnen Verlag…) veröffentlicht. Ich verschicke das Buch selbst, deshalb müssen wir euch darum bitten, im Gewinnfall 2,00 Euro Portokosten zu überweisen. Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr dazu bereit seid. Die Bücher werden erst nach der Überweisung des Geldes versendet. Bitte beachtet außerdem, dass es sich um eine christliche Leserunde handelt. Der Glaube an Gott spielt in diesem Buch eine Rolle. Ich freue mich sehr auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Unter allen Bewerben für die Leserunde wird ein von der Autorin signiertes Exemplar verlost !

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  • Schwester Melisse, die Klosterfrau von Köln

    Schwester Melisse

    KleinerVampir

    13. April 2014 um 16:32

    Buchinhalt: Köln 1825: Maria Clementine Martin, einst Klosterschwester, zieht nach Köln, nachdem ihr Kloster säkularisiert wurde. „Schwester Melisse“ kümmerte sich schon bei der Schlacht um Waterloo um die Verwundeten, Dank ihres Wissens um die Heilkraft der Kräuter. Nun kommt ihr auch in Köln ihr Wissen aus der Klosterapotheke zugute: sie beginnt, ihr „Melissenwasser“ als Arznei herzustellen. Dabei gerät sie unverschuldet zwischen die Fronten der Preußenhasser und der Königstreuen, will sie doch nur den Kranken helfen – und das Wappen des Preußenkönigs auf ihre Melissengeistflaschen drucken lassen. Ordensfrau und Unternehmerin – Kräuterkundige und zeitlebens im Dienste der Armen: immer beschäftigt sie die Frage, ob sie denn überhaupt ein so profitables Geschäft betreiben darf. Denn auch nach ihrer Zeit im Kloster steht für Clementine Martin fest: „Ich bin nur eine arme, alte Nonne“… Persönlicher Eindruck: Wer kennt ihn nicht, den berühmten Melissengeist mit der blauen Verpackung, außen drauf drei Klosterfrauen? Noch heute schwört man auf das Hausmittel, das eine heilkundige Nonne vor fast 200 Jahren erfunden hat: Clementine Martin, Schwester Melisse. Was steckt hinter dem berühmten Melissenwasser? Wer war die Klosterfrau, die im nachnapoleonischen Köln eine eigene Firma gründete? Tanja Schurkus versteht es trefflich, Biografisches und historische Hintergründe zu einem spannenden und hochinteressanten Roman zusammenzuführen. Bereits auf den ersten Seiten taucht man ein in die Zeit, in der das Rheinland unter der Kandare der Preußen stand, die vorwiegend katholische Bevölkerung sich gegen das protestantische Preußen auflehnt und mittendrin eine – wie sie selbst sagte – „arme alte Klosterfrau“ ein so bekanntes Hausmittel auf den Markt bringt, das auch noch heute gegen allerlei Zipperlein hilft. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, die Szenerie plastisch und vor dem inneren Auge lebendig. Ein besonderes Augenmerk liegt schon aufgrund des Schauplatzes auf der Stadtgeschichte von Köln (den Karneval eingeschlossen), zeigt ein historisches Bild der rheinischen Lebensart und entführt den Leser in vergangene Zeiten. Gut gefallen hat mir, wie Frau Schurkus die Zerrissenheit von Clementine Martin darstellt, die sich auch nach der Säkularisation noch immer als Klosterschwester und sich dem Gebot der Armut verpflichtet fühlt. Dennoch wagt sie den Schritt und gründet ihre Melissenwasserproduktion, schon auch deswegen, um der breiten Masse dessen heilsame Wirkung zugänglich zu machen. Alles in allem ein toller historischer Roman und eine lebensnahe, nachvollziehbare Biografie einer Frau, deren Werk bis heute kein bisschen an Bedeutung verloren hat. Ich kann’s nur empfehlen – das Melissenwasser und das Buch!

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  • Eine Ordenfrau als Unternehmerin in stürmischen Zeiten

    Schwester Melisse

    irismaria

    13. April 2014 um 14:22

    „Schwester Melisse: Die Klosterfrau von Köln“ von Tanja Schurkus handelt von der Firmengründerin von Klosterfrau Melissengeist, der Ordensfrau Maria Clementine Martin. Sie lebte im 19. Jahrhundert in Köln, das von den Preußen besetzt war. Ich hatte vorher nicht viel Ahnung von dieser Zeit und war überrascht, wie sehr die Politik damals das Leben der Menschen bestimmte. So hat sich Maria nicht nur mit der Auflösung ihres Ordens und dem Krieg mit den Franzosen zu stellen, sondern auch den vielen Konflikten zwischen katholischen Rheinländern und protestantischen Preußen. Um ihr auf alten Klosterrezepten basierendes Melissenwasser produzieren und damit den Armen eine günstige Medizin bieten zu können, verhandelt sie geschickt mit der Obrigkeit und nutzt ihre gewinnende Art. Dort die Schatten der Vergangenheit und der Wille zur Revolution machen ihr die Arbeit nicht leichter. Mir hat die Geschichte um Schwester Melisse gut gefallen. Allerdings hätte ich gerne noch mehr über ihr heilsames Wirken erfahren.

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  • Handwerk, Handel und Widerstand in Köln unter den Preußen

    Schwester Melisse

    TochterAlice

    13. April 2014 um 13:24

    Das alles repräsentiert Schwester Maria, die Erschafferin des heute noch allgegenwärtigen "Klosterfrau Melissengeists", einer Essenz, die gegen alle möglichen Zipperlein sowie zur Stärkung von Geist und Seele - rein medizinisch natürlich - dient und den meisten sicher aus der Hausapotheke bekannt ist: wenn nicht aus der eigenen, dann aus der von Oma und Opa. Maria Clementine Martin kam 1825 nach einem wechselvollen, erlebnisreichen Leben in mittlerem Alter - damals galt sie allerdings schon als ältere Frau - nach Köln, um einen Bischof zu pflegen, quasi nebenbei betreibt sie die Arzneiherstellung, aus der sich nach und nach ein florierendes Gewerbe entwickelt. Interessant zu lesen, wie eine Frau im 19. selbständig Gewerbe betrieb - das war eigentlich nur als Gottesfrau möglich, so Maria selbst: "Ich wusste vom ersten Tag an, dass das Kloster für mich kein Verzicht ist. Es ist sehr viel Freiheit in einer Klosterzelle." Doch es rankt sich eine weitere Geschichte um die der Klosterfrau Maria, eine Geschichte des nachnapoleonischen Köln, das unter preussischer Knute stand, der Widerstand der Handwerker, in den Maria durch alte Kontakte - und natürlich durch ihre Religion, rebellierten doch die katholischen Kölner gegen die protestantischen Preußen - hineingerät. Sehr anschaulich erzählt, gerade auch für Kölner selbst sehr interessant zu lesen, die einen bestimmten Aspekt ihrer Stadtgeschichte kennenlernen und erlsene möchten. Die Autorin Tanja Schurkus zeichnet den kölschen Charakter gar trefflich: die Preußen haben mit der rheinischen Derbheit so ihre liebe Not. Und es wird deutlich, auf welcher Seite das Herz der Autorin schlägt: ganz klar auf der der eigenwilligen Nonne, einer ganz besonderen Frau ihrer Zeit! Ein anspruchsvoller, ungewöhnlicher Lesegenuss, für den man sich Zeit und Muße nehmen, auf den man sich einlassen muss - dann jedoch wird man reich belohnt!

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  • Nonne und Unternehmerin

    Schwester Melisse

    buecherwurm1310

    11. April 2014 um 17:55

    Nachdem die Franzosen weg und die Preußen in Köln sind, brodelt es unter den Kölnern. In dieser Zeit lebt Maria Clementine Martin in Köln. Nachdem die Klöster geschlossen wurden, hat sie sich zunächst in der Schlacht von Waterloo um die Verwundeten gekümmerten und sich dann in Köln niedergelassen. Nun versucht sich nun als Unternehmerin. Sie produziert erfolgreich Melissenwasser, was den Apothekern und Ärzten ein Dorn im Auge ist. Aber auch den Preußen ist Maria nicht ganz geheuer, denn sie ist mit einige Leuten befreundet, die recht offen ihren Unwillen gegenüber der preußischen Obrigkeit zeigen. Ihre Freunde wiederum kreiden es ihr an, dass sie sich an den Preußenkönig wendet, damit sie sein Wappen auf ihrem Melissenwasser verwenden kann, um sich so der Konkurrenz zu erwehren. So gerät sie zwischen die Fronten, dabei will sie nichts weiter, als ihr Geschäft betreiben und den Armen und Kranken helfen. Es ist ungewöhnlich, dass sich eine Nonne unternehmerisch betätigt. Aber genau so wichtig war ihr die Forschung. Sie war neugierig und wollte immer mehr wissen. Dabei hatte sie es in den unsicheren Zeiten nicht leicht. Doch sie war sehr gläubig und davon überzeugt, dass sie das schafft, was sie sich vornimmt. Die Geschichte ist interessant. Das Buch ist gut zu lesen und gefällt mir sehr gut.

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