Tanja Voit

 3,2 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor*in von Chiemseefeuer, Kinikiller und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Tanja Voit, 1976 in Rosenheim geboren, studierte Theaterwissenschaft und Germanistik in München, schnupperte ins Film- und Fernsehbusiness, drehte zwei Kurzfilme und inszenierte ein Theaterstück, bevor sie ihre Berufung zum Schreiben entdeckte. Heute lebt und arbeitet sie unweit des schönen Chiemsees als medizinische Fachangestellte und freischaffende Autorin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Tanja Voit

Neue Rezensionen zu Tanja Voit

Cover des Buches Kinikiller (ISBN: 9783740800031)
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Rezension zu "Kinikiller" von Tanja Voit

Wildpony
Tolles Setting - vor allem für Ludwig II Fans

Kinikiller - Tanja Voit


Kurzbeschreibung:

Kommissar Helmut Taglieber wird bewusstlos auf der Fraueninsel aufgefunden – er wurde brutal niedergeschlagen. Als er aus dem Koma erwacht, kann er sich an nichts erinnern. Doch für Erholung bleibt keine Zeit, denn auf Schloss Herrenchiemsee wird eine Leiche entdeckt: ein Doppelgänger von König Ludwig, bekleidet mit der Königsrobe. Was steckt hinter diesem bizarren Mord?

Mein Leseeindruck:

Als großer Fan von König Ludwig II war es für mich klar.... dieses Emons-Buch muss ich lesen!

Und es fängt auch gleich spannend an.... ein junger Mann, der fast aussieht wie der junge König Ludwig wird auf Schloss Herrenchiemsee im Bett von König Ludwig tot aufgefunden. Bekleidet wie der König selbst.

Schmunzeln musste ich weil die Autorin hier humorvoll beschrieben hat, wie die vor allem Chinesischen und Japanischen Besucher sich noch kichernd vor der Leiche haben fotografieren lassen, denn es war nicht wirklich sichtlich, das hier ein Toter liegt. Sie dachten wohl es gehöre zu der Inszenierung. 

Dann ist Kommisar Helmut Taglieber gefragt, der mit seinem Team diesen Mord aufklären muss. Ganz einfach ist es nicht für ihn, denn er wurde kurz zuvor auf der Fraueninsel brutal niedergeschlagen und lag danach im Koma. Das hier ist dann ein wenig unglaubwürdig, das er mit so einer Erkrankung wie Amnesie dann tatsächlich diese Ermittlungen so durchführen kann. Kennt er doch nicht mal seine eigenen Frau wieder.

Die Handlung der Ermittlungen ist jedoch wieder spannend und ich war etwas entsetzt von dem offenen Ende. Wurden doch zu dem toten Königsimitator auch  noch zwei Kinder entführt..... hier fehlt mir tatsächlich meine Phantasie, wer denn hier nur der Täter war?

Fazit:

Spannender Krimi mit einem teils offenen Ende.

Vielleicht wird ja im nächsten Fall das aufgeklärt. Ich hoffe es.  Gerne vergebe ich vier Sterne für das Buch und werde mir den Nachfolgeband noch holen.  

****


Cover des Buches Kinikiller (ISBN: 9783740800031)

Rezension zu "Kinikiller" von Tanja Voit

Ein LovelyBooks-Nutzer
Der König ist tot....

Wie ermittelt man in einem Mordfall, wenn man sich selbst an nichts mehr erinnern kann ? Kommissar Taglieber steht genau vor dieser scheinbar unlösbaren Aufgabe. Denn nachdem er aus dem Koma erwacht ist, leider er an Amnesie und versucht verzweifelt, wieder in einen normalen Alltag zurückzufinden. Gemeinsam mit seiner Kollegin Tanja versucht er ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, denn der Mord am Königsdouble in Schloss Herrenchiemsee scheint genauso mysteriös wie einst das Ableben den Monarchen...




"Kinikiller" von Tanja Voit kann leider nur bedingt bei mir punkten, denn die Handlung des Krimis ist manchmal ein wenig hanebüchen und wirkt dadurch zu sehr konstruiert. Ein Kommissar, der trotz Amnesie seinem Job nachgehen darf, erscheint im ersten Augenblick interessant und man fragt sich, ob das tatsächlich sein kann und darf, aber im Verlauf des Buches wird deutlich, dass hier der Einfall gut angedacht, aber in der Ausfühung eher ein wenig lax hingworfen ist. Es scheint, als müsse sich Taglieber nicht nur anstrengen, um seinen Gedächtnisschwund aufzuarbeiten, sondern er wirkt auch oft schwerfällig und gehemmt. Der Leser findet keinen richtigen Zugang zu ihm und das ist schade.


Was Taglieber zu träge ist, scheint seine Kollegin Tanja doppelt und dreifach wettmachen zu wollen. Sie ist oft ziemlich forsch und vorlaut und das lässt sie in einem schlechten Licht erscheinen. Dabei hat sie es gar nicht nötig, sich mit diesen unglückseligen Eigenschaften in den Vordergrund zu drängen - sie hat ordentlich was auf dem Kasten und könnte so beim Leser punkten.


Die Autorin geizt nicht mit gängigen Klischees und lässt ihre Charaktere dementsprechend agieren. Die Dialoge wirken ebenfalls ein wenig abgegriffen und lassen einen gewissen Elan vermissen.


Der Fall an und für sich hat gut Ansätze, wirkt in der Umsetzung jedoch eher mittelmäßig, weil keine richtige Spannnung aufkommen will. Man kann sich nämlich leider schon recht früh denken, wer der Täter ist und welche Beweggründe ihn dazu getrieben haben, seinem Opfer das Licht auszuknipsen. So bleiben eigene Ermittlugnen und das Räteselraten leider auf der Strecke.


Die Stippvisite am Chiemsee bietet ein paar nette Postkartenmotive, die den Reiz der Umgebung ausmachen, aber das rettet leider nicht den eher mauen Gesamteindruck.

Cover des Buches Chiemseefeuer (ISBN: 9783740804015)
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Rezension zu "Chiemseefeuer" von Tanja Voit

twentytwo
Chiemseefeuer

Der überaus grausame Mord an einer jungen Frau, die, wie es allen Anschein hat, bei lebendigem Leib abgefackelt wurde, entwickelt sich für Kommissar Taglieber und seine Kollegin Tanja schnell zu einer regelrechten Horrorstory. Auch wenn die Identität der Brandleiche überraschend schnell feststeht, gibt es zunächst keinen Anhaltspunkt, der ihnen einen Hinweis auf Täter oder Motiv liefert. Doch das ändert sich schnell, als sie beginnen das private Umfeld der jungen Frau zu durchleuchten. Obwohl es zunächst so aussieht als ob es nur noch eine Frage der Zeit ist bis sie den Fall gelöst haben, wendet sich plötzlich das Blatt. Eine Entführung und ein weiterer Mord geben dem Ganzen plötzlich eine vollkommen neue Wendung. Doch die Ermittlungen laufen alles andere als rund und als Taglieber, dank eines Gedankenblitzes die wahren Zusammenhänge erkennt, ist es schon fast zu spät …

Fazit
Eine vielsschichtige und raffiniert aufgebaute Story, die sich nach einem vielversprechenden Einstieg immer weiter von der Realität entfernt, bevor sie mit einem unglaubwürdigen Showdown aufgelöst wird.

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