Tanja Weber Sommersaat

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Inhaltsangabe zu „Sommersaat“ von Tanja Weber

Eine grausam schöne Idylle. Germerow ist ein Dorf vor den Toren Berlins. Dorthin hat sich Johannes Stifter zurückgezogen. An den Ufern eines klaren Sees sucht er Ruhe und Frieden. Er will über Foucault promovieren und ein unaufgeregtes Leben als Postbote führen. Doch ein bestialischer Mord sucht Germerow heim, und Stifter ist plötzlich Verdächtiger und Ermittler in einer Person. Er muss sich eingestehen, dass er sein Dorf nicht kennt, dass seine Bewohner alte Schuld und neue Geheimnisse vor ihm verbergen. Tanja Weber hat einen unerhört guten Krimi geschrieben, der von genauester Milieukenntnis und frappierender Figurenpsychologie lebt. Und von der Gabe, schlichtweg packend zu erzählen.§Nominiert für renommierten Glauser-Preis. Mit psychologischem Geschick nimmt Weber ihre Leser an die Hand und führt sie in die von verwirrenden Verstrickungen durchsetzten Tiefen der oberflächlichen Dorfidylle.

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    Sommersaat

    Ellen-Dunne

    14. July 2013 um 14:17

    Habe mich nicht leicht getan mit dem Buch. Einerseits mag ich allgemein den "allwissenden" Stil nicht so gerne, der beliebig zwischen allen Figuren rumhüpft, seine Weisheiten verbreitet und mir sagt, was ich jetzt zu denken habe. Auch die Lösung des Falls, den der dienstmüde bayrische Polizist Thalmeier und der lebensuntüchtige Postbote Johannes Stifter da parallel ermitteln, war schon sehr früh ersichtlich, was die Handlung oft so behäbig erscheinen ließ wie die beiden Hauptfiguren.  Andererseits gab es teilweise richtig, richtig tolle Beobachtungen und Beschreibungen der Berliner "Szene" und eine sehr schöne Charakterisierung, vor allem von Nebenfiguren wie. zB. dem Ehepaar Baumann und des Schauspielers Ralph Häuser. Die Szenen bei der Vernissage mochte ich richtig gerne. Da erwachte für mich alles so richtig zum Leben und hat mich das Buch letztendlich zu Ende lesen lassen.

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  • Heiße Sommerlektüre

    Sommersaat

    gst

    21. June 2013 um 10:24

    Über Brandenburg liegt im Sommer eine schwüle Hitze. Für den Postboten Johannes Stifter, der aus einer Zeit übrig geblieben ist, in der junge Männer, um dem Wehrdienst zu entgehen, in Berlin studierten, gibt es nichts schöneres, als sich im See schwimmend abzukühlen. Doch nachdem in dem Wald, den er auf dem Weg von seiner Laube zum See durchqueren muss, ein grausamer Mord geschehen ist, verändert sich sein Blick auf die bis dahin friedliche Idylle. Auch der aus Bayern stammenden Kommissar Thalmeier passt in seinem obligatorischen Janker nicht in diese Gegend - und schwitzt während seiner Ermittlungen schrecklich... Es macht Spaß, als Leser die Protagonisten dieses Provinzkrimis zu beobachten. Der Autorin ist die Porträtierung der einzelnen Charaktere und des Millieus sehr gut gelungen - auch wenn der Schluss auf mich etwas an den Haaren herbeigezogen wirkte.

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  • Rezension zu "Sommersaat" von Tanja Weber

    Sommersaat

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. July 2012 um 21:22

    Sommersaat" von Tanja Weber ist wie der Name schon vermuten mag als Provinzkrimi deklariert. Mitten in der beschaulichen Provinz ereignet sich plötzlich ein Mord und dann auch noch ein kaltblütiger, gewaltsamer Mord. Wer mag wohl der Täter sein und was wissen die Dorfbewohner? So oder so ähnlich kann man die Quintessenz des Buches in wenigen Worten zusammenfassen. Die Geschichte hat von der Dynamik was von einer Achterbahn. Es gibt Höhen und Tiefen. Die Tiefen sind meist die Passagen in denen die Charaktere schrulliger den je agieren. Dafür sind die Höhen umso realistischer und spannender und entschädigen den Leser für die teils überzogen wirkenden Charaktere. Man hat als Leser tatsächlich das Gefühl das die Ereignisse nicht völlig an den Haaren herbeigezogen sind. Je mehr man grübelt und nachdenkt desto weniger hat man eine Ahnung wer der Täter sein könnte und warum sich die Tat ereignet hat. Das ist das was ich an guten Krimis zu schätzen weiß. Das alles in der Provinz spielt unterstützt auf der einen Seite den thrilligen Moment aber auf der anderen Seite hemmt er die Geschichte auch und nimmt ihr einen Teil der Dynamik. Die Charaktere sind so eine besondere Sache für sich in diesem Roman. Allesamt wie sie sind und agieren, stellen sie für mich ein schwarz weiß Muster dar. Seltsam überzogen wirken sie. Der Kommissar der umfällt wenn es zu warm ist, der Briefträger der seine Doktorarbeit schreibt und morgens im See schwimmt, die alleinerziehende Mutter von 3 Kindern die sich überfordert fühlt und auch zuletzt die tratschige Gemischtwarenhändlerin die mehr weiß als sie sagt. Selbst der koksende Schauspieler passt wunderbar in die Klischeeschublade die die Autorin hier gezielt aufmacht. Manchmal jedoch fand ich hat die Autorin ein bisschen zu dick aufgetragen. Manche Handlungen der Charaktere provozierten mehr Kopfschütteln als interessiertes Lesen. FAZIT : Insgesamt gesehen ein solider Provinz Krimi der sicherlich vom Plot her nicht der beste seines Genre ist aber durchaus lesbar. Mit 350 Seiten auch nicht unbedingt sehr seitenstark und in kurzer Zeit lesbar. Viel Spaß dabei.

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  • Rezension zu "Sommersaat" von Tanja Weber

    Sommersaat

    sabatayn76

    21. April 2012 um 21:59

    'So war das, wenn man sich von seinem Weg abbringen ließ.' Inhalt: Johannes Stifter ist von Berlin in die Provinz gezogen, arbeitet als Postbote und hofft, im brandenburgischen Germerow die Ruhe und die Inspiration zu finden, um nach zehn Jahren endlich seine Dissertation fertig zu schreiben. Doch es kommt ganz anders, denn eines Morgens wird die Leiche eines Mannes gefunden, und Stifter steht plötzlich im Fokus der Ermittlungen. Nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft macht sich Stifter auf die Suche nach der Wahrheit und muss feststellen, dass Germerow und seine Bewohner nicht so ruhig und harmlos sind, wie er angenommen hatte. Mein Eindruck: Mir hat 'Sommersaat' sehr gut gefallen, und ich habe mich hervorragend unterhalten gefühlt. Neben dem spannenden Plot, der sehr überzeugend ausgearbeitet wurde, hat mich vor allem die detaillierte Beschreibung Brandenburgs begeistert. Tanja Weber hat ihre Schauplätze so genau und so lebendig beschrieben, dass man sich Germerow und Umgebung perfekt vorstellen kann. Auch Webers Protagonisten sind gut charakterisiert, komplex und lebensnah. Sprachlich variiert das Buch von flapsig-unbeholfen bis eloquent-gebildet - je nach Situation und je nach Protagonist. Auch dies ist der Autorin hervorragend gelungen, wirkt nie bemüht oder aufgesetzt. Wer der Täter ist, war mir zwar sehr früh klar, dennoch hat es die Autorin geschafft, durchweg Spannung zu erzeugen und zahlreiche Fährten auszulegen, die alle überzeugend waren und mich mehrmals von meinem Hauptverdächtigen abgelenkt haben. Mein Resümee: Unterhaltsam, komplex, lebensnah.

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  • Rezension zu "Sommersaat" von Tanja Weber

    Sommersaat

    lord-byron

    21. April 2012 um 14:33

    In dem kleinen Dörfchen Germerow, mitten in Brandenburg, lebt der menschenscheue Postbote Johannes Stifter. Er ist aus Berlin geflohen, weil er hier in dem Dörfchen seine Ruhe hat. Er verliebt sich in Annika Streski, eine junge Frau mit 4 Kindern von 3 verschiedenen Vätern. Sonny, ihr zweitjüngster wurde mit Trisomie geboren und ist ihr Glückskind. Als Sonny eines Tages verschwunden ist, bietet Stifter seine Hilfe an und macht sich auf die Suche nach dem 3jährigen. Mitten im Wald findest er ihn, neben der Leiche seines Vaters. Die Polizei ist schnell zur Stelle und Kommisar Thalmeier hat eigentlich überhaupt keine Lust in diesem Mordfall zu ermitteln. Es ist zu heiß, er ist Müde und Heimweh hat er auch. Stifter, der zuerst einmal verdächtigt wird, stellt eigene Ermittlungen an, denn die Dorfbewohner reden lieber mit ihm als mit der Polizei. Und so langsam gerät die kleine Dörfliche Idylle ins Wanken, hat doch hier fast jeder Dreck am Stecken. Der Roman Sommersaat besticht durch seine schöne Sprache den detaillierten Beschreibungen und der Charaktere, der gut gezeichneten Dorfbewohner. Der menschenscheue Stifter, der über sich selbst herauswachsen muss und endlich erwachsen wird. Der müde Kommisar Thalmeier, der endlich mal wieder den Hintern hoch bekommen muss. Hilke Schwitter, die den Dorfladen führt und alles über jeden weiß und Annika, die mit ihren 4 Kindern total überfordert ist. Sie alle haben eine unglaubliche Tiefe und beim Lesen kommt es einem vor, als würde man sie alle schon ewig kennen. Lediglich die manchmal etwas langatmigen Stellen trübten etwas den Lesefluss. Ansonsten fand ich Sommersaat rundum gelungen und spannend.

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  • Rezension zu "Sommersaat" von Tanja Weber

    Sommersaat

    detlef_knut

    12. March 2012 um 11:44

    Brandenburgische Atmosphäre wird geatmet, wenn man sich in dieses Buch vertieft. Es macht Spaß, eine Landschaft, einen Landstrich zu spüren, wenn man liest. Die von Tanja Weber erzeugten Bilder schaffen es, die Leser auf eine Reise zu schicken. Dabei scheint die Reise nicht nur an einen anderen Ort, sondern auch in eine andere Zeit zu gehen. Denn man mag kaum glauben, eine solche dörfliche Idylle noch heute anzutreffen. Aber das mögen Leute beurteilen, die nicht in einer Großstadt leben. Aber nicht nur die atmosphärischen Bilder sind überzeigend, auch die Brutalität der Täter wird in drastischen Farben gemalt. In dem kleinen Dorf Brandenburgs mit dem Namen Germerow gibt es diese Idylle vor den Toren Berlins anscheinend noch. Der Postbote Johannes Stifter, der schon seit Jahren an seiner Dissertation in Philosophie arbeitet, wohnt in diesem beschaulichen Örtchen, in welchem es eine Kleingartenanlage und neben vielen Einfamilienhäusern einen Plattenbau gibt, und trägt hier tagein, tagaus die Briefe aus. Er kennt jeden der Empfänger, weiß, wie sie ticken, seine Nachbarn, wer mit wem kann und wer nicht. Sein größtes Interesse aber gilt einer Frau, die vier Kinder hat, von „aus dem Haus“ bis „noch beim Stillen“. Der Vater der beiden jüngsten, Micha, ist ein Taugenichts und selten bei der Familie. Annika Strelski verzichtet gerne auf ihn. Doch eines Tages findet der Briefträger ihn im nahegelegenen Wald tot auf, der Schädel zertrümmert. Stifter gerät in Verdacht. Die Kommissare, ein in der Gegend geborener Mann mittleren Alters und ein Bayer, der schon fünfzehn Jahre im Osten Deutschlands lebt und immer noch hinzulernt, sind ein skurriles Ermittlerduo. Aus ihnen erwächst eine eigenartige Komik und viele nette Episoden entstehen, wenn sich z. B. der alte Bayer über die Musikleidenschaft seines jüngeren Kollegen wundert. Tanja Weber schafft es verblüffend gut, die Geschichte aus den Perspektiven der verschiedenen Figuren heraus zu erzählen. Besser gesagt, der Erzähler eignet sich in den einzelnen Szenen jeweils die Sichtweise einer der handelnden Figuren an. Dabei greift er die Sprache der jeweiligen Person auf und während er beim neunjährigen Adam noch sagen würde: das ist jetzt aber voll doof, kommt solch ein Satz in Zusammenhang mit einer erwachsenen Figur niemals vor. Da die Autorin sehr früh den Täter präsentiert, fragt man sich als Leser zu diesem Zeitpunkt, was denn da noch kommen mag. Aber wer das Buch dann aus der Hand legt, wird nie erfahren, wie Spannung nach einem Finale funktioniert. Einfach nur packend und überraschend. Man darf auf weitere Romane von Tanja Weber gespannt sein. Dieses Buch empfehle ich gerne. Und wer den allerersten Hit von Nina Hagen noch kennt, der wird beim Lesen nicht umhin kommen, das Lied mitzuträllern. © Detlef Knut, Düsseldorf 2012

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  • Rezension zu "Sommersaat" von Tanja Weber

    Sommersaat

    Winterzauber

    05. January 2012 um 22:48

    Der einzelgängerische Postbote Stifter, der seit 10 Jahren an seiner Doktorarbeit schreibt, liebt seine Ruhe bei der Arbeit in der Kleingartenkolonie. Besonders interessiert ihn die 4-fache Mutter Annika, mit der er bis jetzt noch nie ein Wort gewechselt hat. An diesem Morgen bemerkt sie aufgeregt, dass ihr 3-jähriger Sohn Sonny verschwunden ist und wendet sich aufgeregt direkt an Stifter, der läßt alles stehen und liegen und findet Sonny spielend bei der Leiche seines Erzeugers, Annikas Ex-Mann. Stifter gerät in Verdacht und fängt selbst an zu ermitteln. Dabei findet er heraus, dass einige Leute doch was gesehen haben, dieses Wissen aber auf keinen Fall der Polizei anvertrauen möchten, andere wiederum, die Stifter bislang als harmlos erachtet hat, haben doch mitunter sogar kriminelle Engerie. Annikas mittlerer Sohn, der 9-jährige Adam, war nachts in seinem Baumhaus und hat mehr gesehen, als er sollte. Der Kommissar, der mit dem Fall betraut ist, ist ein netter behäbiger Bayer und es macht Spaß seinen Ermittlungen zu folgen. Tatsächlich hat man nicht eine Minute Mitleid mit dem Opfer, da dieser ein total mieser Mensch war. Ich hatte am Anfang etwas Probleme mit dem Schreibstil, habe mich aber dann gut zurechtgefunden. Spannend ist diese Geschichte nicht, aber sehr unterhaltsam, teilweise sogar witzig. Vor allem diese skurillen Personen wie der Postbote und der Kommissar sind sehr gelungen. Das Ende hat mich dann doch überrascht und ist ziemlich traurig. Annika liebt ihre Kinder sehr, begeht aber dann ein zwar nachvollziebares Verbrechen, aber hat wohl nicht an die Folgen gedacht und ihre Kinder kommen in ein Kinderheim.

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