Das Haus der Hebamme

von Tanja Wekwerth 
3,8 Sterne bei26 Bewertungen
Das Haus der Hebamme
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Das Buch hat mir ganz gut gefallen, es war schnell zu lesen. Die Geschichte war etwas oberflächlich, nett für zwischendrin.

Seni1979s avatar

einfach nur schön!

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Inhaltsangabe zu "Das Haus der Hebamme"

Eigentlich ist Anne glücklich – sie ist eine erfolgreiche Architektin und lebt mit ihrem Mann zusammen. Dennoch fühlt sie eine merkwürdige Leere in sich. Eines Tages entdeckt sie ein altes Bauernhaus, dessen Geschichte sie magisch anzieht. Dort findet sie ein Buch, das ihr die Geschichte der Hebamme Maria erzählt, die einst hier gelebt hat. Kann das, was sie über deren Vergangenheit erfährt, ihr ihren eigenen Weg in die Zukunft weisen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946012375
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:0 Seiten
Verlag:BuchVertrieb Blank
Erscheinungsdatum:20.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Conjas avatar
    Conjavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Stimmungsvolle Generationengeschichte, die ruhig ein bisschen länger hätte sein dürfen.
    Stimmungsvolle Generationengeschichte

    Das Buch ist angenehm leicht geschrieben und gut zu lesen. Es bietet ruhige und entspannte stimmungsvolle Unterhaltung.
    Abwechselnd werden die Geschichte von Anne in der Gegenwart sowie der Familie Reckenzien Anfang des 20. Jahrhunderts erzählt, die über das Haus verbunden sind, in dem die Familie Reckenzien in der Vergangenheit wohnte und das Anne in der Gegenwart gekauft hat.
    Mir persönlich hat die Geschichte der Familie Reckenzien und der Hebamme Runa besser gefallen, ich fand sie spannender als Annes Geschichte. Da das Buch mit 176 Seiten nicht gerade lang ist, bleiben beide Geschichten eher an der Oberfläche. Vieles wird nur in einem Satz gestreift, dennoch kann man mit den Personen mitfühlen und ihr Handeln eigentlich immer nachvollziehen, mit einer Ausnahme: die schwangere Anne bestellt sich in einem Restaurant ein Glas Wein zu ihrem Essen. Ja, das ist jetzt womöglich ein kleines bisschen kleinkariert von mir, aber Anne erscheint mir eigentlich nicht eine Person zu sein, die Alkohol trinkt, wenn sie weiß, dass sie schwanger ist, das passt einfach nicht dazu, wie ihr Charakter ansonsten dargestellt ist und hat mich daher wirklich gestört. Und auch die Hebamme gibt an einer Stelle einer Hochschwangeren einen Schnaps zu trinken, wobei ich hier zugeben muss, dass ich selbst nicht weiß wie verbreitet damals, Anfang des 20. Jahrhunderts, das Wissen über die Schädlichkeit von Alkohol in der Schwangerschaft war.
    Ich muss noch sagen, dass ich vom Klappentext her etwas anderes erwartet habe. Die Geschichten von Anne und der Familie Reckenzien bleiben bis fast zum Schluss getrennt, erst dann findet Anne das Buch, das die Verbindung herstellt, in dem sie letztlich so viel über die Geschichte der Hebamme Marie Reckenzien auch wieder nicht erfährt, da in diesem Buch vor allem Rezepte und ähnliches aufgeschrieben sind. Und tatsächlich finde ich die Formulierung, dass Anne mit ihrem Mann zusammen lebt gleich doppelt missverständlich, da Anne mit Adam nicht verheiratet ist und so wie ich es verstanden habe, auch nicht mit ihm in einer Wohnung wohnt.

    Fazit
    Es gab ein paar Kleinigkeiten, wo ich mir dann doch eine etwas ausführlichere Erklärung gewünscht hätte. Insgesamt wäre es durchaus schön gewesen, wenn das Buch länger gewesen wäre und damit mehr Platz gewesen wäre, um bei den beiden Geschichten mehr in die Tiefe zu gehen, geschadet hätte es bestimmt nicht, wobei die Geschichten wie gesagt auch so schön zu lesen waren.
    Der Schnitzer im Klappentext ändert natürlich nichts daran, dass ich das Buch gerne gelesen habe und mich gut unterhalten gefühlt habe.
    Ich vergebe 4 Punkte.

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    Wolfhounds avatar
    Wolfhoundvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Toller Roman über starke Frauen - mit kleinen Abstrichen
    Das Haus der Hebamme

    Anne ist eine erfolgreiche Innenarchitektin in Berlin. Zusammen mit ihrem Partner, der zugleich auch ihr Lebenspartner ist, hauchen sie außergewöhnlichen Gebäuden und Räumen besonderes Leben ein. Manch einer würde ihre Umgestaltungen auch exzentrisch nennen. Als sie einen Ausflug ins Umland machen, schauen sie sich ein kleines Haus mit einer blauen Tür in der Prignitz an. Adam ist sofort davon überzeugt, dass das Haus keine Investition wert ist, aber Anne ist sich nicht sicher.

    Nach langem Überlegen folgt Anne ihrem Bauchgefühl und kauft das Haus. Alleine. Für sich. Ohne Adam etwas davon zu sagen. Sie trennt sich mehr oder weniger von ihm, fährt zu ihrem Häuschen und beginnt mit den Renovierungsarbeiten.

     

    Durch Zeitsprünge erfahren wir von der Geschichte des Hauses. Kurz nach 1900 gehörte das Haus einem Bauern und seiner Frau. Diese hatten schon zwei Mädchen, doch der Bauer wollte unbedingt noch einen Sohn. Also wurde seine Frau entgegen dem Rat der Hebamme nochmals schwanger. Bei der Geburt des dritten Kindes verstarb seine Frau und der Bauer hatte sich nun um drei Mädchen zu kümmern. Bevor die Mutter verstarb, sagte sie der Hebamme, das Kind solle Marie heißen, doch der Vater nannte sie Lotte. Bald suchte sich der Vater eine neue Frau, die ihm auch endlich einen Sohn schenkte. Der Sohn wurde von ihr verhätschelt, während die drei Mädchen ein schweres Leben hatten und nur durch die alte Hebamme Runa etwas Liebe empfingen.

     

    Das Haus der Hebamme erzählt gefühlvoll von der Suche nach dem richtigen Platz im Leben und den Fügungen des Schicksals. Tanja Wekwerth hat einen schönen Schreibstil, der den Leser fesselt und mit über die Wiesen und in die Wälder der Prignitz entführt. Schön finde ich die Parallelen zwischen Anne und Lotte, die beide auf gewisse Weise verloren sind im Leben und nicht wissen, wohin die Reise geht und in dem Haus mit der Blauen Tür ihre Bestimmung finden und auch ihr Glück.

    Manchmal hätte ich mir ein paar Seiten, ein paar Worte mehr gewünscht, gerade als es um das Leben von Lotte und ihren Schwestern ging, denn dort wurden meist viele Jahre übersprungen, die man noch etwas hätte ausführen können.

    Alles in allem aber ein schönes Buch für zwischendurch, das ich gerne gelesen habe.

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    schafswolkes avatar
    schafswolkevor 4 Jahren
    Ein Haus mit den Lebensgeschichten starker Frauen

    Die Architektin Anne verliebt sich auf den ersten Blick in ein malerisches Häuschen auf dem Land. Doch während die sich mehr und mehr in das Haus verliebt, stellt sie ihre Liebe zu Adam in Frage. Sie ahnt nicht, dass vor vielen Jahren in dem Häuschen der Familie Reckenzien drei Schwestern unter armseligen Verhältnissen aufwuchsen.

    Die Geschichte von Tanja Wekwerth spielt in zwei verschiedenen Zeiten. In der heutigen Zeit geht es um die Architektin Anne und ihren Freund Adam. Diesen Teil fand ich persönlich nicht so spannend, da fehlte mir ein wenig der Zugang zu den Personen.
    Die Geschichte der Familie Reckenzien spielt ca. 100 Jahre früher, für mich ist das die Hauptgeschichte. Hier geht es um die 3 Schwestern Ilse, Käthe und Lotte Sie haben es nicht leicht und müssen mit einer Stiefmutter aufwachsen, die sie nicht liebt und ihren eigenen Sohn Karl allen vorzieht.
    Die Hebamme Runa wird bald zu einem wichtigen Bestandteil in dem Leben der 3 Schwestern.

    Die Geschichte hätte für mich gerne ein wenig länger sein können, denn da hätten sich durchaus noch Möglichkeiten ergeben. Es gibt immer wieder Zeitsprünge, dadurch schreitet die Geschichte schnell voran. Mir hat der Schreibstil gefallen, auch wenn er nicht so ganz gefällig zu sein scheint, aber es wird eindrucksvoll die Kargheit früherer Jahre beschrieben, dass ich mich dem Ganzen nur schwer entziehen konnte.
    Auch wenn meiner Meinung die Geschichte um Anne etwas schwach ist, wird das alles durch die Geschichte von Runa und der Familie Reckenzien wieder wett gemacht.

    Von mir gibt es für dieses stimmungsvolle Buch 4 Sterne.

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    sandy0815s avatar
    sandy0815vor 4 Jahren
    Die Geschichte eines Hauses

    Die Stadtpflanze und Innenarchitektin Anne verliebt sich in ein Haus auf dem Land, dass sie zunächst umbauen wollte, doch dann zieht sie selbst in dieses. Ihr Partner Adam kann dieses nicht nachvollziehen und macht ihr das Landleben schwer.

    In diesem Haus haben Jahre vorher drei Schwestern gewohnt, die dort ein schweres entbehrungsreiches Leben führten. Diese wuchsen bei einer ungeliebten Stiefmutter und ihrem Vater auf, da die Mutter bei der Geburt der jüngsten Schwester starb. Der einzige Lichtblick im Leben der Schwestern ist die alte Hebamme Runa.

     

    Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen erzählt. Einmal in der heutigen Zeit sowie einmal ca. 100 Jahre früher.

     

    Tanja Wekwerth schreibt sehr detailgetreu, sodass ich mir die verschiedenen Szenen sehr gut vorstellen konnte, jedoch wurden die Geschichten auch wieder sehr schnell erzählt, da häufig Monate und Jahre in den Erzählsträngen nicht erwähnt wurden bzw. nur angeschnitten wurden.

     

    Ich hätte mir gerne eine ganze Menge mehr Seiten gewünscht, da ich auch gerne die nicht erzählte Zeit mit erlebt hätte und evtl. auch ein weiter reichendes Ende, wer jedoch eine kurze schnelle Geschichte bevorzugt, der wird hier ein sehr schönes Leseerlebnis erfahren.

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    Readingmoms avatar
    Readingmomvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wunderschönes Buch, dass mich sehr berührt hat. Tanja Wekwerth malt mit ihren Worten zauberhafte Bilder im Kopf des Lesers, wunderschön
    Ein wunderschönes Buch, das mich berührt hat

    Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau und eines alten Hauses. Das ist jetzt erstmal nichts Besonderes, aber Tanja Wekwerth zaubert mit ihren Worten von Beginn an den Sommer in den Kopf des Lesers. Sie beschreibt sehr bildhaft das alte Haus in der Prignitz und sie läßt Anne, die erfolgreiche Innenarchtektin aus Berlin, dieses verwunschen schlummernde Haus finden. Anne, die trotz Erfolg und Wohlstand nach Veränderung in ihrem Leben sucht, das sich nicht mehr richtig anfühlt. Während Anne von dem alten Haus besitz nimmt, erfährt der Leser die Geschichte , die in den alten Mauern wohnt. Eine Geschichte , die sich Anfang des letzten Jahrhundert ereignet hat. Die Geschichte von der schweren Zeit der Kinder, die in dem Haus aufwuchsen, von Aberglauben und dem Wissen einer heilkundigen Frau, der Hebamme Runa. Natürlich findet Anne bei ihrer Suche nach ihrem wirklichen Platz im Leben Spuren der Menschen , die vor langer Zeit in dem alten Haus gelebt haben.
    Tanja Wekwerth gibt dem Haus eine herzerwärmende Stimme und erzählt dabei eine mitreißende Geschichte. Ein absolut lesenswertes Buch. Mehr dazu findet Ihr auf meinem Blog(Link im Profil)

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    fredhels avatar
    fredhelvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein altes Haus zieht zugleich mit seiner Vergangenheit und seiner Gegenwart die Leser in seinen Bann!
    Ein schicksalträchtiges Haus


    Anne und Adam sind ein äußerst erfolgreiches Innenarchitektenduo, das außergewöhnliche Immobilien aufspürt und mit sicherer Hand zu hippen Wohnstätten für gutbetuchte Kunden umbaut. Die bereits kriselnde Beziehung zerbricht, als Anne sich im Alleingang für ein charmantes kleines Häuschen in der tiefsten Provinz entscheidet. Letztendlich modernisiert sie es schonend und zieht selbst dort ein, um Abstand zu gewinnen und sich selbst zu finden. Das Haus hat seine eigene Geschichte, und nach und nach erschließt sich dem Leser das Schicksal seiner früheren Bewohner. Eine Mutter starb im Kindbett, die Halbwaisen hatten eine lieblose Kindheit unter einer schlampigen Stiefmutter, bis endlich die resolute und großherzige Hebamme Runa zum Retter der Familie wird.....
    "Das Haus der Hebamme" ist der erste Roman von Tanja Wekwerth. Sie fängt den Leser von der ersten Seite an ein und versteht es, die Spannung aufrecht zu erhalten. Man möchte unbedingt erfahren, wie es den Menschen in dem kleinen alten Haus ergangen ist, und auf der anderen Seite, was Anne in der Gegenwart erlebt. Eben weil es so spannend ist, hätte ich persönlich gern mehr über manche Personen erfahren, die leider aus dem Fokus geraten, aber dennoch handelt es sich um einen durchweg gelungenen, lesenswerten Roman.

    Kommentare: 1
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    vielleser18s avatar
    vielleser18vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Das Haus verbindet die Geschichte der Hebamme und die der Innenarchitektin Anne - zwei Handlungstränge voller Emotionen und Gefühl.
    Ein Haus - zwei Geschichten

    Anne ist Innenarchitektin, doch nicht nur ihre Arbeit macht ihr in letzter Zeit keinen Spaß mehr, auch ihr Partner in Beruf und Liebe, Adam, ist nicht mehr ihr Traummann. Doch erst die Entdeckung eines alten Bauernhauses in einem kleinen Dorf lassen Anne umdenken. Schon auf den ersten Blick hat sich Anne in das Häuschen verliebt. Hals über Kopf stürzt sie sich in die Renovierung und ändert ihr Leben radikal.
    Über 100 Jahre vorher wurde in diesem Haus ein Mädchen geboren, deren Mutter bei der Geburt starb. Lotta und ihre zwei älteren Geschwister wachsen mit Vater und Stiefmutter auf. Einfach haben sie es nicht, im Gegenteil. Ungeliebt von der Stiefmutter, bei einem Vater, der vor lauter Arbeit keine Zeit hat, entwickeln die Mädchen einen ungeheuren Zusammenhalt.

    Tanja Wekwerth gelingt es diese beiden Erzählstränge erst abwechselnd zu erzählen, um sie hinterher miteinander zu verbinden. Dabei schafft sie es,  die Gefühle, Emotionen und Leiden der Protagonisten aufleben zu lassen und den Leser in diese zwei Welten mitzunehmen. Gerade diese Wechsel von damals zu heute zeigen wieviel sich doch in diesen hundert Jahren verändert hat - und doch, das Haus ist dasselbe geblieben. Ein Ort, der vieles erlebt hat und erleben wird.
    Ihr Erzählstil ist lyrisch, man versinkt in diese Welt und leidet und fühlt mit.

    Eine kurze Geschichte, die das Kopfkino ansößt und bei der man nach dem Zuklappen noch weiterspinnen darf. Sie hat mir gefallen und hat mich neugierig auf  Tanja Wekwerths weiteren Werke gemacht, denn auch diese klingen nach dem Klappentext her sehr ansprechend!

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    Buchfeelings avatar
    Buchfeelingvor 4 Jahren
    Magische Momente die noch lange nachklingen

    Die Geschichte beginnt mit einer Frau, die sich mit aussergewöhnlichen Immobilienprojekten einen Namen gemacht hat. Ihr Freund und sie kaufen Objekte, die sie dann unkonventionell und Anders umbauen, einrichten und verkaufen. Bis…

    bis sie sich ein kleines Haus mitten im Nirgendwo ansehen. Anne ist sofort verliebt in das Haus, wohingegen Adam kein Potential in dem Objekt sieht.

    Doch Anne kann das Haus nicht vergessen und kauft es auf eigene Rechnung. Sie lässt es renovieren, sanieren und zieht schlußendlich dort ein.

    In sehr poetischen Worten beschreibt die Autorin die Gefühle von Anne, die Anziehungskraft des Hauses, der Ruhe auf dem Lande und der magischen Momente in der Abgeschiedenheit. Man fühlt beim Lesen genau, wie es Anne geht, was den Moment so magisch macht und warum sie sich dort so wohl fühlt.

    In einem anderen Handlungsstrang erfahren wir von den früheren Bewohnern des Hauses. Von den Entbehrungen, die die Menschen im 19. Jh. zu erfahren hatten und von einer Familie, die in diesem Haus Freude und Trauer erlebt hat.

    Da waren drei Schwestern, die bei der verhaßten Stiefmutter aufwuchsen. Ein Mann, der dieser Frau von Tag zu Tag überdrüssiger wurde. Kindern, die wie wilde Kätzchen verwahrlosen… und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

    Die Arbeit der Hebamme zu jener Zeit ist interessant zu lesen. Sie hilft bei Problemen mit der Libido, sie macht heimliche Abtreibungen und heilt mit Kräutern. Zu jeder Zeit muß sie Stärke zeigen und einen klaren Kopf bewahren. Und nicht selten wird sie von unzufriedenen Frauen angefeindet.

    Die beiden Schicksale sind nicht direkt verbunden, eigentlich verbindet sie “nur” das Haus. Als Anne das Kräuter-Rezeptbuch der Hebamme findet, erfährt sie einiges aus der damaligen Zeit. Sie probiert Rezepte aus und nicht alle sind für den zivilisierten Gaumen eine Wohltat.

    Mehr und mehr lernt Anne durch die Einsamkeit, die innen Verbundenheit mit der Hebamme und den magischen Orten sich selbst kennen.

    Ein magisches Buch über Selbstfindung, Freiheit und Hoffnung.

    Die Geschichte ist ungewöhnlich, nicht mainstream, sie ist poetisch, verzaubert den Leser und klingt lange nach.

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    SteffiKas avatar
    SteffiKavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Geschichte über eine Hebamme zu Beginn des 20. Jahrhunderts und einem Bauernhaus, das seinen Charme auch bis ins Heute trägt.
    Das Haus der Hebamme

    Eine Geschichte über eine Hebamme und einem Bauernhaus, dessen Charme Anne im Heute erliegt, als sie es zum ersten Mal gesehen hat.

    Abwechselnd wird Anne´s Geschichte und die der Familie Reckenzien, die Anfang des 20. Jahrhundert in dem Bauernhaus gelebt hat, erzählt. Familie Reckenzien hatte ein schweres Leben: Die Mutter stirbt bei der Geburt der dritten Tochter, die Stiefmutter misshandelt die Geschwister und dem Vater ist das Schicksal seiner Kinder vorerst egal.
    Als dann auch noch der Vater stirbt, die beiden Geschwister zu Onkel und Cousine aufgeteilt werden, bleibt die jüngste Tochter Lotte und ihr Halbbruder Karl bei der im Dorf ansässigen Hebamme Runa. Lotte lernt von Runa den Beruf der Hebamme und übernimmt die Betreuung der Schwangeren, als Runa verstirbt.

    Anne entdeckt das alte Bauernhaus und verliebt sich sofort. Ihr Beruf als Innenarchitektin kommt ihr hier zu Gute. Allerdings will ihr Freund Adam - wie bisher von den beiden üblich gehandhabt - das verfallene Haus kaufen, sanieren und dann wieder verkaufen.
    Anne wert sich, behält das Haus und zieht ein und findet nach und nach kleine Hinterlassenschaften von Runa und Lotte.

    Toll fand ich, wie das Haus, die Natur beschrieben wurde. Ich hab die Sachen vor mir gesehen und teilweise saß ich nicht zu Hause auf dem Sofa, sondern stand in den Feldern und sah das Bauernhaus vor mir. Mein Kopfkino arbeitete auf Hochtouren!

    Ein tolles Thema, leider ging mir die Geschichte zu schnell. Es fehlten mir zwischendurch immer mal wieder nähere Erklärungen zu der Entwicklung der Personen und den Beziehungen zu- und untereinander. Teilweise war mir auch der Schreibstil zu poetisch und geflügelt, daher hab ich auch zwei Sterne abgezogen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Kurzweilig

    Ich hab das Buch eher durch Zufall entdeckt. Dann lag es einige Zeit unbeachtet im Bücherregal, dann haben mich die schlechten Rezensionen eher abgeschreckt es zu lesen.

    Ich finde das Buch nicht schlecht, ist kein "Reißer" aber sehr unterhaltsam.

    Erzählt wird die Geschichte von Anna, erfolgreiche Innenarchitektin, aber eher unzufrieden mit dem Job und der Beziehung zu Adam. Sie entdeckt das alte Bauernhaus, in welches sie sich verliebt ...

    Weiterhin wird die Geschichte von Maria (Lotte) und ihren Geschwistern erzählt. Obwohl ich mir echt gewünscht hätte zu wissen was schließlich aus Maria und ihren Geschwistern geworden ist, logisch der Grabstein auf dem Friedhof, aber leider hört die Geschichte 1940 hier auf.

    Trotzdem lesenswert und zu empfehlen!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Liebe Leserinnen und Leser,

    "Das Haus der Hebamme" ist mein erster Roman gewesen und, wenn ich das so schreiben darf, mein persönlichster. 

    Ende der Neunziger Jahre kauften mein Mann und ich etwas unüberlegt einen alten, abgelegenen Bauernhof in der Prignitz. Ich war hochschwanger mit dem dritten Kind, und während wir Kuhstall und Scheune restaurierten, Apfelbäume beschnitten und das alte Haus wieder zum Leben erweckten, flog mir die Geschichte der Hebamme nur so zu.

    Mehr Infos findet ihr auf: http://www.dotbooks.de/e-book/278080/das-haus-der-hebamme

    Ich freue mich, Euch zu dieser besonderen Leserunde einzuladen!

    dotbooks stellt 20 eBooks zur Verfügung. Bewerbt euch einfach bis zum 01.01.2015 - das Los entscheidet.

    Bis dahin allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

    Eure Tanja Wekwerth



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