Tanja Wekwerth Mitternachtsmädchen

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Inhaltsangabe zu „Mitternachtsmädchen“ von Tanja Wekwerth

Ein Familiengeheimnis und seine unabsehbaren Folgen In einer verwunschenen Pension an Englands Küste bringt eine junge Frau Zwillinge zur Welt – und verschwindet bald darauf in das London der wilden zwanziger Jahre. Die kleine April wird zur Adoption freigegeben, während ihre Schwester May in der Obhut der liebevollen Pensionswirtin aufwächst. Ohne voneinander zu wissen, haben beide ihr Leben lang das Gefühl, dass ihnen etwas fehlt. Doch dann kommt der Tag der Entdeckung ...

Ein wunderschönes Buch über Liebe und eine unbekannte Sehnsucht.

— KleineMonii
KleineMonii

Die wunderbare Geschichte einer unbekannten Sehnsucht.

— Monika58097
Monika58097

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  • Die Mitternachtsmädchen

    Mitternachtsmädchen
    Melody80

    Melody80

    23. June 2015 um 11:50

    Das Buch habe ich recht lange vor mir hergeschoben. Warum? Keine Ahnung. Denn als ich dann angefangen habe zu lesen, war ich von Anfang an gepackt von der Geschichte, dem tollen Schreibstil, den Charakteren, die sehr gut beschrieben waren, mit ihren Makeln, Ecken, Kanten, jeder für sich ein Unikat und ich deshalb das Buch (fast) in einem Rutsch gelesen habe. Die Geschichte handelt von den Zwillingen April und May, die vom Schicksal plötzlich getrennt werden und auf der Suche nacheinander sind. Die Geschichte spielt zu Beginn der 20er Jahre und man begleitet die beiden durch das 21. Jahrhundert. Dabei geben sich während des Lesens lustige und traurige Momente ein Stelldichein… bis zum großen Finale. Aber das verrate ich natürlich nicht! Mein Fazit Ein wunderschöner Roman, der in verschiedenen Epochen und in verschiedenen Ländern spielt. Sehr schönes Gefühlskino zum Lesen. Das Buch hat mich an “Das Haus der Schwestern” von Charlotte Link erinnert. Vielleicht nicht unbedingt der gleiche Schreibstil, aber doch eine ähnliche Handlung mit Irrungen und Wirrungen.

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  • Ein mitreißendes Familiengeheimnis

    Mitternachtsmädchen
    KleineMonii

    KleineMonii

    25. June 2013 um 17:19

    INHALT Molly ist Pensionswirtin des "Old Inn", das an Englands Küste liegt. In dem kleinen Örtchen passiert eigentlich nie etwas wirklich interessantes, bis eines Tages ein junges Ehepaar in der Pension auftaucht. Der Mann verschwindet aber recht schnell wieder und man findet heraus, dass er seine schwangere Frau verlassen hat. Molly gesattet es der Frau bis zur Geburt des Kindes in der Pension zu bleiben, weil die Frau gar nichts mehr hat. Ein paar Monate später gebärt die Frau Zwillinge und nennt die Mädchen April und May, weil die eine am letzten Tag des April und die andere am ersten Tag des Mai geboren wurde. Die Mutter scheint aber überhaupt keine Liebe gegenüber ihren beiden Töchtern zu empfinden und möchte sie eigentlich gar nicht haben sondern lieber Schauspielerin werden. So gibt sie April zur Adoption an ein deutsches Ehepaar aus Berlin weiter und lässt May bei Molly in der Pension zurück. Molly zieht May wie ihre eigene Tochter auf und widmet ihr ganzes Leben dem Glück des Kindes. Dass sie nicht Mays richtige Mutter ist und dass das Kind eine Zwillingsschwester hat verschweigt sie und lebt mit der ständigen Angst, dass May ihr weggenommen wird. April hingegen kommt in Berlin überhaupt nicht mit ihrer Mutter zurecht und findet irgendwann heraus, dass sie adoptiert wurde. Ohne voneinander zu wissen oder sich je gekannt zu haben leben die beiden Schwestern in ständiger Sehnsucht zueinander. Doch werden sie je voneinander erfahren, sich suchen oder sogar finden? MEINE MEINUNG Das Buch ist für alle Leser etwas, die "Das Orchideenhaus" und "Das Mädchen auf den Klippen" von Lucinda Riley gut fanden. Hier geht es nämlich um Liebe, Sehnsucht, Ängste,  Schicksaal und Familiengeheimnisse. Tanja Wekwerth hat einen sehr bildhaften Schreibstil. Die Handlung spielt an verschiedensten Schauplätzen auf der Welt und man fühlt sich immer so, als wäre man live dabei. Doch auch wenn der Schreibstil luftig, leicht und gut zu lesen ist, so ist die Handlung dies nicht: Das Buch ist in Wirklichkeit sehr viel tiefgründiger und ernster als das Cover vermuten lässt. Man wird emotional meiner Meinung nach sehr tief in die Geschichte hineingezogen, denn da das Buch über einen sehr großen Zeitraum hinweg spielt, in dem unter anderem beide Weltkriege vorkommen, kommt einem die Geschichte sehr real vor. Man kann sich sehr gut in die Zwillinge hineinfühlen und fiebert mit den beiden mit. Das ganze Buch hofft man, dass sie sich irgendwann finden, selbst wenn sie noch nicht einmal was voneinander wissen. Der Anfang des Buches ist sehr detailliert beschrieben: Die Zwillinge sind noch nicht auf der Welt und so erfährt man sehr viel über das Leben der Pensionswirtin Molly. Für einige Leser ist das vielleicht zu viel Information, aber mir persönlich hat das sehr gut gefallen. Der Schluss ist im Gegensatz zum Anfang sehr sehr kurz. Ich hätte mir gewünscht, dass man am Ende noch mehr erfährt und nicht so sehr sich selbst überlassen ist. FAZIT Ein super tolles Buch für jeden der auf Geschichten über Familiengeheimnisse steht und sich so richtig mitreißen lassen möchte.

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  • Eine Pension an der Küste Englands..

    Mitternachtsmädchen
    ColourfulMind

    ColourfulMind

    01. May 2013 um 12:02

    "Ich kenne das Unglück besser. Es versteckt sich nicht in Zahlen oder schwarzen Katzen. Mit solchen Kleinigkeiten hält es sich nicht auf. Wenn es über einen kommt, dann wie ein Himmel aus Stahl, wie dieser Krieg, wie unsere Trennung." - S.9 Inhalt: Die junge Molly betreibt in den 20er Jahren eine Pension an der Küste Englands. Immerzu begegnet sie den Menschen mit Interesse und begleitet sie ein Stück auf ihrem Weg, bis eines Tages eine junge Frau Mollys Leben für immer verändert. Es werden zwei Zwillinge geboren, Mitternachtsmädchen. Die beiden werden getrennt und während die kleine May von Molly großgezogen wird, wird ihre Schwester April nach Deutschland gebracht. Eine lange Suche der beiden Schwestern beginnt, nach einander und ihrer Herkunft.. Meine Meinung: "Mitternachtsmädchen" von Tanja Werkwerth ist alles andere als ein unterhaltendes und leichtes Buch. Sehr melancholisch und tiefgründig erzählt die Autorin die Geschichte zweier Schwestern, die ihren Platz im Leben und einander erst noch finden müssen und das über mehrere Jahrzehnte hinaus. Der Schreibstil der Autorin ist unheimlich schön und sehr bildlich. Man merkt, dass in fast jeder ihrer Beschreibungen eine unheimliche Sorgfalt liegt und irgendwie auch immer eine tieferliegende Bedeutung.  Vom Stil her hat mich die Geschichte oft ein wenig an diese eigentlich unliebsamen bedeutungsträchtigen Lektüren erinnert, die man in der Schule lesen musste. Hier jedoch hat es mir gefallen und war wirklich mal etwas neues. Es fiel mir hin und wieder immer ein wenig schwer, mich mit den Charakteren anzufreunden, da sie nun einmal nicht "normal" sind. Es ist wie in diesen schon oben genannten Lektüren, irgendwie ist jeder sehr speziell, total tiefgründig und hat eine ganze besondere Bedeutung oder Funktion, die sich mir aber oftmals nicht so ganz erschlossen hat. Die Atmosphäre in der Geschichte war irgendwie immer sehr melancholisch und nachdenklich, was ich aber doch mochte. Wer jedoch ein spannendes und temporeiches Buch erwartet, ist mit "Mitternachtsmädchen" sicher nicht gut bedient, da die Handlung eher ruhig und nur nach und nach voranschreitet. Trotzdem ist die Geschichte um die beiden Schwestern sehr schön gestaltet und man begleitet die beiden auf ihrer Suche nach einander.  Das Cover ist dabei sehr schön gewählt, da man es so deuten könnte, dass die Frau eine der beiden Schwestern ist, die auf das Meer vor der kleinen Pension hinausblickt und auf ihre Schwester wartet, was durchaus sehr gut zum Inhalt des Buches passt. Fazit: "Mitternachtsmädchen" ist ein gutes Buch, was sich durchaus von anderen abhebt. Die Charaktere waren mir manchmal etwas zu ausgefallen, der Rest der Geschichte kann aber wirklich überzeugen. Eine schöne Geschichte, die sehr melancholisch und ruhig ist.

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  • Die Geschichte einer unbekannten Sehnsucht

    Mitternachtsmädchen
    Monika58097

    Monika58097

    28. April 2013 um 14:58

    April und May - die Mitternachtsmädchen. Zwei winzige Mädchen, geboren in einer englischen Pension am Meer um Mitternacht und von der Mutter nicht geliebt und nicht angenommen. Die Mutter, wenige Tage nach der Eheschliessung verlassen von ihrem Ehemann, zieht es in die Welt hinaus, um Schauspielerin zu werden. April verkauft sie an ein deutsches Ehepaar, das sich in der Pension aufhält. May lässt sie bei der Pensionswirtin. April wächst in Berlin auf, fühlt sich von ihrer vermeintlichen Mutter jedoch nicht richtig geliebt. Lange Zeit spricht sie nicht. Nur zu ihrem Vater, ihrer Tante und der Geliebten des Vaters fühlt sie sich hingezogen. Die Zeiten in Deutschland stehen auf Krieg. Der Vater verlässt Deutschland mit den drei Frauen und zieht ins heutige Tansania. Aprils Mutter Dorothee bleibt in Berlin. May wächst bei der Pensionswirtin Molly auf. Molly, die ihr immer wieder die Geschichte der Mitternachtsmädchen erzählt und wie ihr April von den Deutschen weggenommen wurde. May wächst geborgen und mit viel Liebe auf, doch die ganze Wahrheit ihrer Geburt erfährt auch sie nicht. Die Mädchen wachsen heran, werden zu jungen Frauen. April und Tilly verlassen Afrika, nachdem der Vater und die Tante verstorben sind. Sie wollen nach Frankreich, wo Tillys Sohn lebt. April lässt sich in Paris nieder, wo sie einen kleinen Buchladen eröffnet. Immer wieder stellt sich ihr die Frage, wer sie wirklich ist. Wo sie herkommt. May lebt zufrieden mit Molly zusammen. Später eröffnet auch sie einen Buchladen in ihrem Heimatort und zieht in die kleine Wohnung, die zum Laden gehört. Doch immer wieder überkommt sie diese Sehnsucht nach ihrer Schwester April. Wo mag sie sein? Lebt sie überhaupt noch? Die Jahre ziehen ins Land. Die Sehnsucht bleibt. Werden die Mitternachtsmädchen jemals zueinander finden? "Mitternachtsmädchen" - eine wunderschöne Geschichte über zwei Mädchen, zwei Frauen, die sich suchen und doch nicht finden. Eine Geschichte über Liebe und Sehnsucht. Schön und traurig zugleich, geschrieben in einer federleichten Sprache, fast schon poetisch. Beim Lesen habe ich die unbekannte Sehnsucht der Mädchen spüren können. Ich habe sehen können, wie sie aufs Meer blickten und sich fragten, was wohl dahinter sei. Tanja Wekwerth hat unheimlich viel Lebensgefühl in die Geschichte einfliessen lassen. "Mitternachtsmädchen", ein Roman mit unheimlich viel Gefühl, an den ich noch lange denken werde.

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  • Schwermütig und faszinierend

    Mitternachtsmädchen
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    24. April 2013 um 19:39

    Tanja Werkwerth erzählt die Geschichte von Zwillingen, die von der Mutter weggegeben und getrennt werden, mit einer virtuosen Eleganz. Ich bewundere den Schreibstil der Autorin! Mit den Figuren der Geschichte wurde ich jedoch nicht so wirklich warm. Da ist das Zimmermädchen Molly, das ein Zwillingskind behält und darunter leidet, nichts über die wahre Mutter zu verraten. Dann die Mutter der Kinder, eine aufstrebende Schauspielerin. Die deutsche Adoptivmutter, die am Ende von dem Kind aus England enttäuscht ist. Die Figuren kommen und gehen und werden nicht durch das zusammengehalten, was die Welt zusammenhält: die Liebe. Inmitten dieser Verlorenheit hält nur das unsichtbare Band der Zwillinge, die sich suchen. Das Ende gefiel mir- aber ich darf es hier nicht verraten! Tanja Werkwerth schreibt zum Teil fast poetisch. Die Beschreibung des Saals und des Lichts im Old Inn habe ich mehrmals gelesen, so schön war es. Die Figur des schrulligen Walter Scott liebe ich!!! Aber er erlebt kein Happy End. Alleine das hat mich beim Lesen gequält! Die Schwermütigkeit des Romans übt eine gewisse Faszination aus, weil Tanja Werkwerth so leicht schreibt. Dieser Gegensatz hat mich aber auch irgendwie verstört. Mich hat das Buch etwas traurig gemacht und man hat Mitleid mit den Figuren, obwohl niemand wirklich sympathisch ist.

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  • Leserunde zu "Mitternachtsmädchen" von Tanja Wekwerth

    Mitternachtsmädchen
    TanjaWekwerth

    TanjaWekwerth

    In Vorbereitung auf eine Leserunde, die ich im Mai für meinen neuen Roman "Ein Hummer macht noch keinen Sommer" (Goldmann) starten werde, möchte ich gern ein paar Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln und biete euch hier eine Leserunde mit einem etwas älteren Roman von mir an.  "Mitternachtsmädchen" erschien bei Droemer Knaur und ist eine Geschichte, die im Jahr 1900 beginnt und kurz nach dem Fall der Berliner Mauer endet. Zwei Schwestern auf einer lebenslangen Suche zueinander. Mehr zum Buch: In einer verwunschenen Pension an Englands Küste bringt eine junge Frau Zwillinge zur Welt und verschwindet bald darauf in das London der wilden Zwanziger Jahre. Die kleine April wird zur Adoption freigegeben, während ihre Schwester May in der Obhut der liebevollen Pensionswirtin bleibt. Ohne voneinander zu wissen, haben beide ihr Leben lang das Gefühl, dass ihnen etwas fehlt. Doch dann kommt der Tag der Entdeckung. Wer sich bis Sonnabend, den 9. März anmeldet, nimmt automatisch an der Verlosung der fünf Freiexemplare (Hardcover) teil.  Ihr könnt euch für diese Leserunde anmelden, indem ihr einfach auf diesen Thread antwortet. Beginn der Leserunde:  Sonnabend, 16. März.

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    • 173
  • Sehr tolles Buch

    Mitternachtsmädchen
    xlady

    xlady

    03. April 2013 um 08:52

    Meine Meinung: Das Cover ist nicht ganz mein Geschmack. Ich finde es nicht so passend zu diesem Roman. Es erinnert mich ehr an ein Buch über das Meer oder Wellness. Der Titel ist sehr schön. Er hört sich besonders an, und genau so ist auch das Buch. Es ist von Tanja ein sehr gut gewählter Titel. Die Geschichte ist wirklich gut. Ich finde das wirklich traurig, dass die beiden Mädchen damals getrennt wurden. Es ist wirklich bis zum letzten Moment spannend geschrieben und das Ende gefällt mir besonders gut. Es lässt dem Leser Freiraum wie die beiden ihr Leben nachher verbringen. Die Figuren sonderbar, alle haben ihre eigenen Charakterzüge und man kann sich die Personen wirklich sehr gut vorstellen. Der Schreibstil ist einfach und man kann dieses Buch wirklich sehr schnell durch lesen. Ich habe für dieses Buch sage und schreibe einen Tag gebraucht. Mein Fazit: Dieses Buch ist wirklich sagenhaft. Ein anderes Cover, dann würde ich dem Buch sogar 5 Sternchen geben. Also jeder der gerne eine fesselnde Familiengeschichte mit dem Hauch vom Drama lesen möchte. Hier ist das perfekte Buch.

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  • Die Sehnsucht der Zwillinge - einfühlsam geschrieben

    Mitternachtsmädchen
    mabuerele

    mabuerele

    31. March 2013 um 20:01

    Molly betreibt für den Besitzer das „Old Inn“, eine Pension in Kilbourough an der Ostküste Englands. Sie ist mit ihrem Leben zufrieden. Da erscheint im Jahre 1925 Mary Freeman mit ihrem Ehemann in der Pension. Beide haben am vorhergehenden Tag geheiratet, und Mary ist schwanger. Der junge Ehemann bereut schon nach kurzer Zeit die Einwilligung zur Hochzeit und verschwindet. Mary bleibt in der Pension. Doch nach der frühzeitigen Geburt der Zwillinge May und April verfällt sie in Depression. Molly kämpft um das Überleben der Kinder. Mary findet keinen Zugang zu den Kindern. Als ein deutsches Ehepaar erscheint, sieht sie ihre Chance. Sie verkauft eines der Kinder, kehrt nach London zurück und arbeitet an ihrer Karriere als Schauspielerin. May bleibt bei Molly. In eindrucksvollen Bildern beschreibt die Autorin Land und Leute. Bald schon steht das Leben der Zwillinge im Mittelpunkt. Von einander getrennt sehnen sie sich zueinander. Jeder von ihnen spürt, dass der Gegenüber fehlt. Obwohl beide in völlig unterschiedlichen Verhältnissen aufwachsen, zeigen sich auf ihren Lebenswegen viele Gemeinsamkeiten. Behutsam wird das von der Autorin herausgearbeitet. Die Protagonisten sind umfassend charakterisiert. Molly stellt May in den Mittelpunkt ihres Lebens. Sie schenkt ihr alle Liebe, die sie zu geben hat. Doch sie kämpft um den richtigen Moment, um May über ihre Vergangenheit aufzuklären. Dorothee, die April adoptiert hat und ihr den Namen Margarethe gibt, findet keinen Zugang zu den Mädchen. Ihr Leben wird von Bitterkeit überschattet. Dafür versteht sich Margarethe mit ihrem Adoptivvater gut. Die Autorin hat einen einfühlsamen Roman geschrieben, der die Frage nach den Wurzeln des Einzelnen stellt. Gleichzeitig ist die Geschichte eingebettet in die historischen Gegebenheiten der Zeit. Am Beispiel von Margarethes Adoptiveltern wird deutlich, dass die Politik des Nazionalsozialismus tief in die Familien eingegriffen hat. Unterschiedliche Standpunkte ließen Familien zerbrechen. Molly erlebt von fern die Bombenangriffe auf London. Obwohl sie selbst nicht viel hat, nimmt sie sich der Waisen des Krieges an. Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Gerade wegen seiner leisen Töne erzählt er eine beeindruckende Geschichte, die einen nicht so schnell los lässt.

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  • traurig-schöne Geschichte

    Mitternachtsmädchen
    irismaria

    irismaria

    27. March 2013 um 14:38

    "Mitternachtsmädchen" von Tanja Wekwerth ist ein gefühlvoller Roman rund um zwei Schwestern, die als Babys getrennt wurden und ihr Leben lang die andere gesucht haben.   Die Geschichte beginnt in England um 1920. Die junge Molly lebt und arbeitet im "Old Inn" einem Hotel an der Küste und nimmt am Leben der Gäste teil, so auch am Schicksal eines jungen Paares, die miteinander durchgebrannt sind und geheim geheiratet haben. Doch der Mann verlässt seine Frau Mary und sie bleibt im Hotel zurück – schwanger mit den Zwillingsmädchen, die in der Nacht auf den 1. Mai zur Welt kommen und daher April und May genannt werden. Mary träumt von einer Schauspielkarriere und ihr ist es daher recht, ein Mädchen in Mollys Obhut zu geben, das andere adoptiert ein deutsches kinderloses Paar, das im Old Inn Urlaub macht. So wachsen die Mädchen getrennt auf, spüren aber beide die Sehnsucht nach der fehlenden Schwester. Viele unglückliche Zufälle verhindern ein frühes Kennenlernen und auch dem Glück von Molly bzw. der Familie von April spielt das Schicksal oft übel mit. So ist die Geschichte traurig und schön zugleich, wundervoll erzählt und die historischen Umstände sind geschickt eingearbeitet.

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  • Eine Zeitreise der besonderen Art...

    Mitternachtsmädchen
    Lesefee86

    Lesefee86

    25. March 2013 um 13:12

    Persönliche Zusammenfassung: April und May, zwei Mädchen, die sich nie kennen lernen durften. Zwei Mädchen die ein ganzer Monat trennt, aber die doch Zwillingsschwestern sind. Früh hat ihnen das Schicksal einen Streich gespielt und ihre Wege von der Wiege an getrennt.  Beide wachsen sie getrennt und in völlig verschiedenen Welten auf. Nur May erfährt, dass sie eine Schwester hat und versucht sie lange zu finden. April dagegen erfasst immer wieder eine unbeschreibliche Sehnsucht nach etwas, das sie nicht benennen kann. Werden sie noch einmal zusammen finden? Rezension/Meinung: Eine Geschichte die Herzen trennt und wieder zusammenführt, berührt und klar beschreibt, wie ähnlich sich Menschen sein können, die sich niemals begegnet sind. "Mitternachtsmädchen" beginnt mit einem Prolog, der gleich neugierig macht. Es ist ein wahrer Cliffhanger, denn sobald die Geschichte in den ersten Teil wechselt weiß man nicht wer dieses Mädchen ist und wer diese nun beschriebene Molly ist. Der Hauptort der Geschichte ist das "Old Inn" ein Hotel an der englischen Küste, in dem sich die wichtigsten Ereignisse der Geschichte vollziehen. Hier trifft der Leser erst einmal auf Molly, die ihr Leben dort verbringt und nur wenigen Freuden etwas aberkennen kann. Sie fühlt sich wohl in ihrer Einsamkeit und ist entsetzt als sie mitbekommt, als einer der Gäste seine junge Frau sitzen lässt. Mary ist schwanger und bis zur Geburt der Kinder teilt sie ihre Zeit mit Molly. Doch will sie diese Kinder nicht, hat andere Pläne für ihr Leben und sieht keinen anderen Weg als neue Eltern für sie zu finden.  So kommt es das ein deutsches Paar eines der Mädchen mitnimmt, das andere bleibt im Old Inn. Fortan erzählt Tanja Wekwerth die Geschichte der beiden Mädchen im regelmäßigen Wechsel. Beide wachsen ganz unterschiedlich auf, entwickelt sich aber ähnlich und haben die selben Leidenschaften. Immer wieder versuchen beide die Wahrheit über ihre Leben zu erfahren, doch jedes Mal bevor sie kurz vor einem Schritt stehen, der sie näher an die Wahrheit bringen würde halten Ereignisse sie davon ab und es ist fraglich ob die beiden sich jemals begegnen werden. Erst ein trauriges Erlebnis, das man schon etwas erahnen kann, bringt Orte und Menschen zusammen. Die Autorin erschafft hier eine Geschichte, wie sie um die 1920er oft passiert ist. Heimlich wurden Kinder geboren um die Schande zu vertuschen und oft haben sich in dieser Zeit Familien verloren. Das hier die beiden Geschwister fast ganze Welten trennen, macht die Geschichte natürlich noch um einiges interessanter. Denn beide wachsen so unterschiedlich auf und haben doch so viele Gemeinsamkeiten. Davon geht man ja auch oft aus, wenn es sich um eineiige Zwillinge handelt. Der Schreibstil ist teilweise an die damalige Zeit angepasst in der Wortwahl, aber so dass es nicht zu gehoben oder ungemütlich wirkt und man der Geschichte gerne und leicht folgt.  Die Autorin entführt die Leser in die verschiedensten Länder der Welt und bringt die Eigenschaften und Lebensarten der Menschen vor Ort klar hervor. Sie spielt mit den verschiedenen Sprachen und macht klar, dass trotz all der Umzüge und Entfernungen zwischen den Schwestern immer eine Verbindung bleibt. Beschreibungen von Orten und Situationen sind so klar umrissen, dass man sie fast vor Augen zu haben scheint. Auch der 2. Weltkrieg wird nicht ausgelassen. Denn ebenfalls wie durch die Länder reist man durch die Zeit. Ereignisse werden hervorgehoben und lassen eine Zeitspanne entstehen. Die Geschichte umfasst zudem auch viele Leben, denn die Menschen denen man begegnet werden nicht nur kurz beschrieben und man hört so niemals wieder etwas von ihnen. Hier erfährt man von jedem was mit ihm geschehen ist, bzw. wie das Leben oder Tod von statten ging. Ein Roman voller Gefühle, Sehnsüchte und Ängste. Geschrieben so klar und rein in den Worten, dass kaum Fragen aufkommen. Eine Geschichte die so nah an der Realität liegt, dass das Atmen teilweise den Hauch von Meergeruch in die Nase steigen lässt.

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  • Rezension zu "Mitternachtsmädchen" von Tanja Wekwerth

    Mitternachtsmädchen
    Rosen-Rot

    Rosen-Rot

    21. March 2013 um 09:50

    Molly ist die Leiterin einer Pension in England. Dorthin kommt eines Tages die schwangere Mary als Gast. Nach einiger Zeit bringt sie in der Pension ihre Zwillinge April und May zur Welt. Doch Mary will die Kinder nicht. So werden die Mädchen kurz nach ihrer Geburt getrennt. Während May bei Molly bleibt und in England aufwächst, wird April von einem deutschen Ehepaar adoptiert. Obwohl die beiden Mädchen zunächst nichts voneinander wissen, haben sie ihr ganzes Leben lang das Gefühl, dass ihnen etwas fehlt. So beginnt für May eine lebenslange Suche nach ihren Wurzeln, und nach der verlorenen Schwester. Der Roman erzählt die Geschichte der beiden Schwestern von ihrer Geburt bis ins hohe Alter. Dabei wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt. In wechselnden Kapiteln geht es um das Leben von April und May. So erfährt man langsam, was die beiden Mädchen erleben, und wie sie ein Leben lang nach der Wahrheit suchen. Die Geschichte wird sehr schön erzählt und lässt sich gut lesen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und es wird an keiner Stelle langweilig. Das ganze Buch ist sehr emotional, und man leidet als Leser mit den Mädchen mit und man hofft immer, dass sie sich endlich finden. Doch während die Geschichte am Anfang sehr ausführlich erzählt wird, gibt es im Laufe des Romans immer wieder große Zeitsprünge, die manchmal ein wenig verwirrend sind. Der Schluss kommt dann ziemlich abrupt, und man hat das Gefühl, hier müsste die Geschichte eigentlich noch weitergehen. „Mitternachtsmädchen“ ist ein sehr schöner und unterhaltsamer Roman, voller Gefühl und Spannung, den ich sehr gerne gelesen habe.

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  • Rezension zu "Mitternachtsmädchen" von Tanja Wekwerth

    Mitternachtsmädchen
    verena83

    verena83

    23. May 2009 um 23:08

    die geschichte zweier schwester -zwillingsmädchen, die von ihrer mutter nicht gewollt werden und daher kurz nach ihrer geburt voneinander getrennt werden... das buch beschreibt die jahrzehntelangen suche von april und may nach ihren wurzeln ich musste mich in die geschicht erst einmal einlesen und an den schreibstil gewöhnen... außerdem machte mir der perspektivenwechsel zwischen den unterschiedlichen personen zu beginn ein wenig probleme... nach diesen anfangsschwierigkeiten hat mir das buch allerdings sehr gut gefallen und es war spannend bis zum schluss, da man bis zu den letzten seiten nicht wusste, ob die suche der mitternachtsmädchen erfolgreich sein wird

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