Tanja Wenz Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter

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Inhaltsangabe zu „Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter“ von Tanja Wenz

Maya findet Liebe und Geborgenheit in den zahlreichen Briefen, die sie an ihre verstorbene Mutter schreibt. Auch als Maya und ihr Mann Torben vor der schwersten Entscheidung überhaupt stehen – nämlich, ihre nicht lebensfähige, ungeborene Tochter abzutreiben oder der Natur freien Lauf zu lassen –, hilft Maya die schriftliche Nähe zu ihrer Mutter sehr. „Liebe Mama, während ich dir das hier schreibe, tropfen Tränen auf das Blatt. Wieso wir?“ Maya und Torben entscheiden sich gegen einen Schwangerschaftsabbruch. Obwohl sie ihre kleine Tochter schon zwei Tage nach der Geburt wieder gehen lassen müssen, sind sie für die kurze gemeinsame Zeit auf Erden dankbar. Sie haben nicht nur Liebe gegeben, sondern auch Liebe durch ihre Tochter empfangen. „Liebe Mama, nun ist Mariella bei dir und du kannst sehen, was für ein Engel unsere kleine Maus ist. Bitte pass gut auf sie auf.“ Danach ist nichts mehr, wie es war. Selbst durch die Geburt der zweiten, gesunden Tochter Lara löst sich die Trauer nicht einfach auf. Auf dem Weg der Bewältigung helfen Maya abermals die Briefe an ihre Mutter. So findet sie ihren inneren Frieden wieder und lernt, das Leben in all seinen Facetten anzunehmen. „Liebe Mama, letztens ist mir ein Sprichwort wieder eingefallen, das du mir vor langer Zeit in mein Poesiealbum geschrieben hast: Die kleinen Sterne leuchten immer, während die große Sonne oft untergeht. Bitte gib Mariella einen Kuss von mir, ich habe euch lieb. Deine Große“ * Ein Buch vom Verlag edition riedenburg (www.editionriedenburg.at) * Suchworte: Anenzephalie, Neuralrohrdefekt, Weitertragen, Schwangerschaftsabbruch, Abtreibung ja oder nein, pränatale Diagnose, Pränataldiagnostik, Gewissenskonflikt, Sternenkind, Säuglingstod, früher Kindstod, Folgeschwangerschaft, Briefe, Roman, Erfahrungen, Schullektüre zum Thema Schwangerschaftsabbruch aufgrund schwerwiegender Behinderung des ungeborenen Kindes

Sehr emotionales und berührendes Buch

— Vampir989
Vampir989

Über die Vorfreude einen neuen Menschen auf der Welt begrüßen zu dürfen und das Wissen, sich gleichzeitig von ihm verabschieden zu müssen.

— Waschbaerin
Waschbaerin

Ein sehr berührendes Buch, dass das schwierige Thema behutsam aufnimmt.

— Jashrin
Jashrin

Ein sehr bewegendes Buch, welches einem Situationen vor Augen führt, in die man selbst nicht gelangen möchte!

— KarlNapetschnig
KarlNapetschnig

Bewegendes Buch!

— mabuerele
mabuerele

Sehr berührend

— Amber144
Amber144

Unglaublich berührend und zugleich wirklich hilfreich.

— Danion
Danion

Sehr bewegende und gefühlvolle Briefe die eine Sternenkindmutter an ihre verstorbene Mutter zur Trauerbewältigung schreibt

— isabellepf
isabellepf

Sehr bewegend und zugleich inspirierend, um Wege der Trauerbewältigung zu finden. Taschentücher sind beim Lesen empfehlenswert;)

— xDropsyx
xDropsyx

Nur für starke Mutterherzen

— Kellerbandewordpresscom
Kellerbandewordpresscom

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  • Leserunde zu "Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter" von Tanja Wenz

    Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
    Tanja_Wenz

    Tanja_Wenz

    Hallo,ich verlose hier 10 print Exemplare meines Buches "Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter", die mir meine Verlegerin, Frau Dr. Caroline Oblasser freundlicherweise zur Verfügung stellt. Schreibt mir einfach, wieso Ihr Euch für dieses besondere Buch interessiert und Ihr wandert in den Lostopf. Unsere Tochter wird wieder in altbewährter Cooperation, mit unserem Kater Felix, die Losfee spielen.Mein Wunsch ist eine rege Beteiligung an der Leserunde und dass Ihr eine Bewertung auf Lovelybooks und oder Amazon, Thalia, Weltbild etc. schreibt. Ich freue mich auf Euch. Viel Glück!Zum Inhalt:Ein alptraumhafter Schock für werdende Eltern wenn sie erfahren, dass ihr ungeborenes Kind nicht lebensfähig sein wird. Wie geht es nun weiter- das geliebte Kind abtreiben oder der Natur ihren Lauf lassen? Maya und Torben entscheiden sich für das Weitertragen und gegen eine Abtreibung. Sie erleben eine innige Geburt, müssen ihre kleine Tochter aber schon kurz darauf wieder gehen lassen. Danach ist nichts mehr wie es war. Maya und Torben müssen ihren eigenen Weg durch die Trauer finden, bis sie wieder bei ihrem ganz persönlichen Glück angekommen sind.Leseprobe:Torben und ich sind uns sicherer als je zuvor, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Mariella wirkte so zufrieden und gab uns das Gefühl, glücklich zu sein. Sie war nicht blind oder taub, wie wir befürchtet hatten. Sie reagierte auf uns, lächelte ihr Engelslachen und strampelte. Sie liebte es, wenn Torben oder ich sie in den Armen hielten und wir ihr etwas vorsangen. Damit sie etwas von der Welt sehen konnte, gingen wir auch mit ihr nach draußen in den Garten. Es war so schön zu beobachten, wie Fynn mit seiner kleinen Schwester umging. Ganz natürlich, und Zeichen der Eifersucht konnte ich nicht feststellen. Unser Pfarrer kam auch vorbei und brachte uns das Taufbüchlein mit. Abends klebten wir ein Foto von Mariella hinein. Der Taufspruch, den wir uns schon vor einer Weile ausgesucht hatten, kam mir nochmals passender vor – 1. Korinther 13.8: Die Liebe hört niemals auf. Obwohl alles so innig war und sich richtig anfühlte, überrollte mich manchmal die Traurigkeit. Dann war ich richtig fertig und weinte still vor mich hin. Doch Mariella hat mich da immer schnell wieder rausgeholt. Sie war so schön, ihre Füßchen waren so weich und ihre Lippen schön geschwungen. Wenn sie ihre Mütze trug, konnte man fast denken, dass sie ein ganz normales Baby sei. Leider war sie es nicht. Zwei ganze Tage lebte unsere kleine Maus mit uns. Gestern wurde dann ihre Atmung schlechter. Wir riefen in der Klinik an und die Ärzte sagten, wir könnten kommen. Doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Mariella zu Hause bleiben wollte. So holten wir Fynn, damit er seiner kleinen Schwester Lebewohl sagen konnte. Torben und ich wollten nicht, dass er dabei ist, wenn Mariella stirbt. Er sollte sich an sie im Guten erinnern. Außerdem hatte ich große Bedenken, dass er unsere Angst spürt und sich diese auf ihn überträgt. Mariella war bei mir auf dem Arm und Torben hat Fynn auf seinen Schoß gehoben. Wir sagten ihm, dass seine kleine Schwester nicht mehr bei uns bleiben könne und dass sie uns nun verlassen würde. Ich weiß nicht, was er davon verstanden hat, denn er ist ja noch so klein. Doch mir war es wichtig, dass er sich von Mariella verabschiedet. Er streichelte ihre kleine Hand und sagte: „Schü.“ .....Video auf Youtube:https://www.youtube.com/watch?v=mSOUNSG_9qEhttp://www.editionriedenburg.at/buecher/themen-fuer-erwachsene/die-kleinen-sterne-leuchten-immer-briefe-einer-sternenkindmutter/

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    • 26. September 2017 um 23:59
  • Sehr emotionales und berührendes Buch

    Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
    Vampir989

    Vampir989

    04. August 2017 um 17:29

    Klapptext:Maya findet Liebe und Geborgenheit in den zahlreichen Briefen, die sie an ihre verstorbene Mutter schreibt. Auch als Maya und ihr Mann Torben vor der schwersten Entscheidung überhaupt stehen – nämlich, ihre nicht lebensfähige, ungeborene Tochter abzutreiben oder der Natur freien Lauf zu lassen –, hilft Maya die schriftliche Nähe zu ihrer Mutter sehr.In diesem Buch geht es um das Thema Anencephatie.Ich bewundere die Autorin das Sie den Mut hat über dieses Thema zu schreiben.Zumal es auch noch Ihre eigene Geschichte ist.Sie schreibt Ihrer verstorbenen Mutter viele Briefe.Erzählt Ihr von den Ängsten und Problemen in Ihrer Famile.Die Autorin läßt uns daran teilhaben.Sie schreibt hier Ihre eigene Leidensgeschichte auf sehr authentische Weise.Auf sehr emotionale und tief bewegende Art erzählt Sie über diese Krankeit.Der Leser bekommt einen Einblick und viele Informationen über dieses Thema.Die neugeborenen Kinder sterben kurz nach der Geburt.Es ist nicht leicht für Eltern sein Kind zu verlieren.Deshalb erlebt man die weinigen Stunden die man sein Kind in den Armen halten kann sehr intensiv.Da ich das gleiche Schicksal hatte,habe ich  mit Ihr gefühlt und konnte mir richtig vorstellen was Sie durchmachen musste.Geprägt durch meine eigenen Erinnerungen an diese Zeit ,kamen viele Emotionen und Gefühle in mir hoch.Es hat mich tief bewegt und berührt.Dabei sind auch viele Tränen geflossen.Die Autorin schreibt sehr einfühlsam und herzergreifend.Das hat mir sehr gut gefallen.Die Autorin zeigt aber auch das man es schaffen kann diese schwere Zeit zu überstehen.Man braucht das zu allerdings viel Kraft und vor allem auch Hilfe von anderen Menschen aus seinem Umfeld.Das Cover finde ich einfach nur traumhaft schön.Es passt genau zu dieser Geschichte.Für mich rundet es das brilliante Werk ab.Ich habe dieses Buch mit viel Interesse gelesen.Ich hatte dabei viele emotionale und bewegende Lesemomente.Es ist sehr empfehlenswert für betroffene Eltern und deren Angehörigen.Aber auch für andere Leser ist es lesenswert.

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  • Ein Briefroman der besonderen Art

    Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
    Waschbaerin

    Waschbaerin

    30. July 2017 um 09:47

    Das vorliegende Buch, "Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter" von Tanja Wenz ist ein Briefroman der besonderen Art. Die Protagonistin schreibt ihrer verstorbenen Mutter liebevolle Briefe, in denen sie über ihr Leben berichtet. Unterschrieben sind die Briefe immer mit "Deine Große". Zu Anfang klingen diese Briefe fröhlich und sind voller Zuversicht auf das, was für die junge Familie - Vater, Mutter, Kind (Hund) - noch alles in der Zukunft liegt. Doch trotz dieses leichten Plaudertons ist eine Trauer herauszuhören, da die Große ihre Mutter sehr vermisst. Sie erzählt von ihrem Alltag mit einem viel zu beschäftigten Ehemann, der kaum Zeit für seine Familie hat. Alles hängt an ihr. Doch dann die wunderbare Wendung: Ihr Mann wechselt die Stellung, da er selbst merkt, wie sehr er von seinem Beruf aufgefressen wird und wie wenig er vom Aufwachsen seines Sohnes mitbekommt. Das Glück scheint vollkommen, als ein Schwangerschaftstest bestätigt, dass die Familie ungeplanten Zuwachs bekommt und am neuen Wohnort ein Haus mit Garten erstehen kann. Alles scheint vollkommen, wären da nicht die Ängste der Protagonistin. Bei einer Ultraschalluntersuchung bricht das Unglück in dieses Idyll. Es gibt keinen Zweifel, das ungeborene Kind ist schwerst behindert und wird nicht lebensfähig sein. "Warum wir? Was haben wir falsch gemacht?" Diese Fragen stehen im Raum. Doch sie müssen sich damit abfinden, es ist eine Laune der Natur. In dieser Situation bräuchte "die Große" ihre Mutter am dringendsten. Plötzlich ist da gleichzeitig die Trauer um die verstorbene Mutter und dieses Baby, welches nie aufwachsen wird. Die Ärzte raten zur Abtreibung. Wieso eine Schwangerschaft mit all ihren Einschränkungen durchleben, von der man weiß, dass sie kein gutes Ende nehmen wird? Doch Menschen sind nicht nur Verstand sondern vor allem Gefühl. Es ist ihr Kind - ein Mädchen - dem sie das weitere Leben verwehren sollen. Hat es nicht auch ein Recht darauf, auf dieser Welt mit Freuden begrüßt zu werden - auch wenn es behindert ist?Die angehenden Eltern geben diesem Kind einen Namen - Mariella - und entgegen vielem Unverständnis entschließen sie sich, diesem Baby ihre Liebe und die Zeit zum Leben zu geben, die ihm die Natur zubilligt. Es sind wohl die innigsten Momente, die ein Ehepaar erleben kann. "In guten wie in bösen Tagen", erfüllt sich, was sie sich bei der Trauung versprachen. Mariella kommt sehr schnell und vor allem lebend zur Welt. Es bleibt Zeit genug sich an dem kleinen Gesichtchen des neugeborenen Mädchens zu erfreuen, den Anblick in sich aufzunehmen und in der Seele zu verankern, diesem Kind die Taufe zu geben um es dann gehen zu lassen. Doch nach der dunklen Zeit der Trauer kommt auch wieder Sonnenschein. Das Leben ist ein steter Wechsel. Da es sich um ein eher dünnes Büchlein handelt, könnte man die Seiten an einem Abend weglesen. Doch emotional schafft man dies eher nicht. Es ist ein Roman, der in die Tiefen der Seele zielt.

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  • Sehr berührend und aufwühlend

    Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
    Jashrin

    Jashrin

    14. July 2017 um 13:23

    In Mayas Leben scheint es bergauf zu gehen. Ihr Mann Torben hat einen neuen Job, mehr Zeit für die Familie und auch in ihrem neuen Zuhause fühlen sich die beiden mit ihrem Sohn Fynn sehr wohl. Um das Glück perfekt zu machen ist Maya wieder schwanger. Doch jäh wird das Glück durch eine schockierende Diagnose zerstört. Bei einer Ultraschalluntersuchung wird festgestellt, dass ihre ungeborene Tochter Mariella an Anenzephalie leidet und nicht lebensfähig sein wird. Maya und Torben müssen nun die schwere Entscheidung treffen, ob Maya ihre Tochter weiter austrägt oder ob sie eine Abtreibung wollen. Tanja Wenz greift dieses schwierige und sehr emotionale Thema auf behutsame Weise auf. Sie lässt Maya ihre Geschichte durch eine Vielzahl von Briefen erzählen, die sie an ihre bereits verstorbene Mutter verfasst. Diese Briefe sind für sie ein Ventil sowohl für positive als auch für negative Gefühle. Vor ihrer Mutter muss sie nichts zurückhalten und verstecken, so dass alle Briefe sehr persönlich sind und ein Gefühl von Intimität vermitteln. Ungefiltert schildert Maya ihren Schock, ihre Verzweiflung, aber auch ihren Weg zurück zu einem normalen Leben und zu innerem Gleichgewicht. Mich hat das Buch sehr berührt und selbst jetzt beim Schreiben stehen wieder Tränen in meinen Augen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, so eine Entscheidung treffen zu müssen. Mayas und indirekt auch Torbens Gefühle werden durch die Briefe greifbar und ich habe mit den beiden mitgelitten, wobei ich gerade die Zeit, bis die beiden sich gegen eine Abtreibung entschieden haben, sehr aufwühlend fand. Noch schwieriger als die Zeit vor der Geburt, habe ich die Zeit nach dem Tod der kleinen Mariella empfunden. Umso schöner ist es daher, dass das Tanja Wenz es schafft, dem Buch ein hoffnungsvolles Ende zu geben, bei dem Mariella nicht vergessen ist, aber alle Familienmitglieder ihr inneres Gleichgewicht wiedererlangt haben. Es hat mir sehr gefallen, dass das Buch zu keiner Zeit wertet und sich weder für noch gegen eine Abtreibung ausspricht. Alle Seiten werden gezeigt: das Verständnis und die Unterstützung, die die beiden einerseits erfahren, auf der anderen Seite auch das Unverständnis und die Ablehnung von anderen. Dazu die Überlegungen, was sowohl für das ungeborene Kind, aber auch die Eltern das Beste ist. Es wird deutlich, dass es keine allgemeingültige Antwort darauf gibt und dass jeder individuell für sich entscheiden muss, so schwer das auch ist. Mein Fazit: Tanja Wenz wagt sich mit ihrem Buch über Sternkinder an ein Thema, über das man nicht gerne spricht. Ich habe ebenfalls lange überlegt, ob ich das Buch lesen will, und auch wenn es mich sehr bewegt und aufgewühlt hat, bin ich froh, mich damit auseinandergesetzt zu haben und ich bin unglaublich dankbar dafür, dass es meiner Familie gut geht. Besonders die Herangehensweise an dieses Tabuthema macht das Buch für mich sehr lesenswert und ich empfehle es uneingeschränkt allen weiter, die sich nicht vor schwierigen und hochemotionalen Themen scheuen.

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  • Für mitfühlende Menschen nur schwer zu ertragen!

    Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
    KarlNapetschnig

    KarlNapetschnig

    09. July 2017 um 21:41

    Ich habe den Beginn des Buches lange hinausgezögert und wusste schon warum!Die Autorin der Briefe schafft es auf berührende Weise den Leser in seinen Bann zu ziehen und obwohl man von Beginn an nicht von einem Happyend ausgehen kann, wird man dennoch von dem Wunsch beseelt, dass das Unmögliche vielleicht doch möglich wäre und alles auf ein glückliches Ende zusteuert.Für Menschen, die "nah am Wasser" gebaut sind, wird dieses Buch wohl ein äußerst tränenreiches Erlebnis.Gleichzeitig kann dieses Buch aber für Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation einer Gewissensfrage unterziehen müssen, als kleine Gedächtnisstütze dienen, wenngleich einem niemand die eigene Entscheidung abnehmen kann.Dieses Buch ist aber auch das Richtige für Eltern, deren Kinder etwas rebellisch sind und nicht dem Klischee des "braven Kindes" entsprechen. Danach ist man mit dem eigenen Los, welches man gezogen hat, wieder deutlich glücklicher.

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    • 4
  • Leserunde zu "Du erinnerst mich an morgen" von Katie Marsh

    Du erinnerst mich an morgen
    Knorke

    Knorke

    Diese Leserunde ist für die Mitglieder der Challenge "Zukunft vs. Vergangenheit".                        Monatsgenre "Romane und                                                Gegenwartsliteratur" Auch diesen Monat wollen wir wieder den Austausch wagen. Was für Romane stehen in eurem Regal? Was sollte jeder mal gelesen haben? Wer braucht eine Entscheidungshilfe, was als nächstes gelesen werden soll?

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    • 31
  • Bewegender Briefroman

    Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
    mabuerele

    mabuerele

    „...Sie wird für immer meine süße kleine Tochter sein. Sie ist für mich ein kleiner Engel, der kurz mit seinen Flügeln die Erde berührt hat...“ Eine Frau schreibt Briefe an ihre verstorbene Mutter. Die Art der Briefe zeigt, wie sehr sie ihre Mutter vermisst und wie vertrauensvoll das Verhältnis zu Lebzeiten gewesen sein muss. Anfangs geht es um alltägliche Freuden und Probleme mit ihrem Mann Torben und den kleinen Sohn Fynn. Dann wird sie unerwartet schwanger geworden. In den Briefen schwingt die Freude auf das zu erwartende Kind mit. Doch eine Ultraschalluntersuchung bringt zeigt, das das Kind außerhalb des Mutterleibs nur wenige Tage leben wird. Es hat eine schwere Behinderung. Die nun folgenden Brief zeigen den inneren Kampf um die richtige Entscheidung. Soll sie das Kind abtreiben oder austragen? Diese Briefe sind getragen von der Suche nach Hilfe und Antwort, der Reflexion, was die Mutter ihr wohl empfehlen würde. Dabei wird auch immer wieder die Frage berührt, was für das Kind das Beste ist. Und sie hat Schuldgefühle, dass ihr Verhalten die Krankheit bewirkt haben könnte. Unterhaltungen mit Ärzten, die Hinwendung zu einer Gruppe Betroffener und intensive Gespräche in der Familie helfen bei der Entscheidung. Sehr ausführlich werden die Gefühle für das Ungeborene wiedergegeben. Am Ende siegt die Liebe. Sie spürt ihr kleines Mädchen und hofft, es in den Armen halten zu dürfen. Wichtig finde ich, dass sie in den Briefen darauf hinweist, dass jeder in dieser Situation selbst seinen Weg, ob Abtreibung oder Austragung, finden muss. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Freunde und Nachbarn stehen ihnen in der kommenden Zeit zur Seite. Zwei Tage dürfen sie ihr kleines Mädchen bei sich haben. Dann müssen sie es abgeben in die Ewigkeit. Diese Formulierung habe ich bewusst gewählt, denn ich fand es berührend, wie stark der Glaube in den Briefen zum Ausdruck kommt, dass die Großmutter auf ihr Enkelkind wartet. Bis zur Geburt ist die Familie zusammengewachsen. Auch Fynn durfte seine kleine Schwester kennenlernen und von ihr Abschied nehmen, als sie noch lebte. Doch die Zeit der Trauer bringt Probleme. Jeder trauert anders und hat andere Erwartungen an die Zukunft. Die Schreiberin der Briefe sucht sich professionelle Hilfe, weil sie weiß, das sie für ihren kleiner Sohn und die Familie wichtig ist. Langsam findet sie ins Leben zurück. Damit ist die Trauer nicht vorbei, aber sie dominiert nicht mehr den Alltag. Der Schriftstil der Briefe ist sehr ehrlich. Gleichzeitig erfahre ich als Leser dadurch eine Menge über die Vergangenheit und die Werte, die ihr von den Eltern vermittelt worden sind. Mit bewegenden Worten schildert sie ihren inneren Kampf, ihre Sorgen, ihre Zweifel. Ein besonderes Zeichen ihres psychischen Zustands sind die Grußworte, die genau wie die Anrede in Schreibschrift wiedergegeben werden. Drei Briefe schreibt sie auch an ihr Sternenkind. Das lässt sie dann aber, weil es sie innerlich zu sehr aufwühlt. Das Buch hat mich tief berührt. Der Briefroman ist ein großartiges Dokument von Menschlichkeit und Ehrfurcht vor dem Leben. Mit einem zitat aus der Zeit der Schwangerschaft möchte ich abschließen: „...Nun spüre ich meine Tochter in mir, sie lebt in mir...Sie gibt mir ihre Liebe...Manchmal ist es wie ein Gespräch zwischen uns. Ohne Worte, aber mit viel Gefühl...“

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    • 6
  • Liebe Mama - Die Briefe einer Sternenkindmutter

    Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
    camilla1303

    camilla1303

    01. July 2017 um 09:42

    Tanja Wenz hat es mit ihrem Buch „Die kleinen Sterne leuchten immer“, das 2016 im Verlag edition riedenburg erschienen ist, geschafft, allen Sternenkindern und Stillgeborenen ein emotionales und wichtiges Denkmal zu setzen. Maya schreibt ihrer verstorbenen Mutter Briefe über ihr Leben. Diese Briefe helfen ihr auch in der schwierigsten Zeit ihren Verlust in Worte zu fassen und aufzuarbeiten. Maya muss sich entscheiden: Soll sie ihre nicht lebensfähige, ungeborene Tochter abtreiben oder weitertragen? Ohne wertend zu wirken schafft es Tanja Wenz Mayas Entscheidung gegen einen Schwangerschaftsabbruch und die kurze gemeinsame Zeit der jungen Familie zu beschreiben. Kann Maya in ihrer Trauer ihrem ersten Kind, Fynn gerecht werden? Und kann Maya die Liebe zu ihrem ungeborenen Kind in einer weiteren Schwangerschaft zulassen? Nach Mariellas Tod schreibt Maya auch ihrer Tochter Briefe, die mich sehr berührt haben. Ich bin selbst Mama und mir ist durch „Die kleinen Sterne leuchten immer“ wieder einmal bewusst geworden, welch unsagbares Glück ich doch habe, gesunde Kinder zur Welt gebracht zu haben. Viele traurige Beispiele zeigen, dass das leider nicht selbstverständlich ist. Die einzelnen Briefe der Sternenkindmutter sind so emotional, dass sie mich nicht nur einmal zu Tränen gerührt haben. Die Briefe beschreiben Gefühle, die noch immer tabuisiert sind, über die man besser nicht spricht. Sie dienen so den vielen Sternenkindeltern da draußen als Sprachrohr und ich hoffe, dass viele von ihnen durch diese Zeilen Trost finden können. Ich selbst habe Sternenkindeltern im Freundeskreis und möchte mich von Herzen bei Tanja Wenz für dieses wichtige Buch bedanken. Wir müssen diese Eltern in ihrer Trauer unterstützen, wir dürfen ihnen nicht das Gefühl geben, dass sie nicht über ihren Verlust sprechen dürfen. Das Buch ist ein wichtiger Schritt zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Für die Zukunft würde ich mir auch noch ein Buch wünschen, dass den Verlust von Kindern in der Frühschwangerschaft thematisiert. Denn auch hier fehlt in der Gesellschaft oft das Verständnis für die Trauer und Verzweiflung der betroffenen Eltern.

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  • Sehr berührend

    Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
    Amber144

    Amber144

    30. June 2017 um 16:57

    Das Cover finde ich sehr schön und genau passend zu der Geschichte die folgt. Es ist sehr zurückhaltend und nicht überladen.Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr berührt. Es ist als Briefform geschrieben und die Gefühle sind so gut beschrieben, dass ich durchgehend Gänsehaut hatte und mir nicht nur ein mal die Tränen kamen. Wie geht es einer Familie, wenn man die Diagnose bekommt, dass das Kind außerhalb des Mutterleibs nicht lebensfähig ist? Nachvollziehen kann das nur jemand, der so eine schlimme Situation schon erleben musste und das wünscht man wirklich keinem.Die Autorin hat es geschafft diese Gefühle zu Papier zu bringen über die viele nie sprechen können. Man kann regelrecht spüren, welche Last auf der Familie liegt und was es für ein Kampf ist die richtige Entscheidung zu treffen. Welches ist überhaupt die richtige Entscheidung? Man weiß es nie genau, da das Kind es einem nicht mitteilen kann, wenn es auf der Welt ist. Maya probiert dies alles in Briefen an ihre tote Mutter zu verarbeiten und man kann gut verstehen, wie zerrissen sie innerlich aufgrund ihrer Entscheidung ist. Aber egal welche Entscheidung man trifft, es werden immer Menschen gegen diese Entscheidung sein. Im Endeffekt muss man selbst mit seiner Entscheidung leben, die man für sein Kind getroffen hat.Auch wenn das Buch dünn ist, wird man lange brauchen um es zu lesen, da die Emotionen einen immer wieder überwältigen werden. Man stellt sich selbst die Frage, was wäre, wenn ich an der Stelle wäre? Was für eine Entscheidung man trifft hat weit reichende Folgen.Wenn man das Buch gelesen hat wird einem klar, was für ein Glück man hat, wenn sein Kind einfach nur gesund ist. Absolut verdiente 5/5 Sterne.

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  • Sehr bewegende und gefühlvolle Briefe einer Sternenkindmutter

    Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
    isabellepf

    isabellepf

    29. June 2017 um 10:28

    Das Buch "Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter", beinhaltet zahlreiche sehr berührende und bewegende Briefe, die eine Sternenkindmutter an ihre verstorbene Mutter schreibt und dadurch Liebe und Geborgenheit findet, geschrieben von Tanja Wenz. Maya hat eine ganz besondere Art ihre Gefühle und Scherz auszudrücken. Denn sie schreibt zahlreiche Briefe, an ihre verstorbene Mutter um in diesen Liebe, Geborgenheit und Trotz zu finden. Auch als Maya und ihr Mann Torben vor der schwersten Entscheidung überhaupt stehen, nämlich, ihre nicht lebensfähige und ungeborene Tochter abzutreiben oder der Natur freien Lauf zu lassen, nimmt sie sich die Zeit und schreibt ihrer Mutter einen Brief. Die schriftliche Nähe zu ihrer Mutter hilft Maya dabei sehr mit der speziellen Lebenssituationen und auch mit ihrem Schmerz und ihren Entscheidungen umzugehen. Immer wieder fragt sie sich, was sie falsch gemacht hat, das ausgerechnet sie ein krankes und behindertes Kind bekommen. Zahlreiche Tränen tropfen auf das Blatt und Maya ist hin und her gerissen ob sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch oder für das Austragen des Kindes entscheiden soll. Doch die kleine ist nicht lebensfähig und leidet an einer offene Schädeldecke, eine Anenzepahlie, und könnte schon im Mutterleib sterben oder würde nur wenige Tage auf der Welt überleben. Da fällt Maya ein sehr schöner und weiser Spruch ihrer Mutter ein, der sehr bewegend und emotional ist, sodass sie sich gegen einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden und für das Kind in ihrem Bauch. "Gib mir die Kraft Dinge zu ändern, die ich ändern kann, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Und die Weisheit zu unterscheiden. Obwohl sie ihre kleine Tochter schon zwei Tage nach der Geburt wieder gehen lassen müssen, sind sie für die kurze gemeinsame Zeit auf Erden dankbar. Sie haben nicht nur Liebe gegeben, sondern auch Liebe durch ihre Tochter empfangen können. Doch der Schmerz sitzt tief in Maya, sodass sie noch lange um ihre kleine Tochter Mariella trauert. Sie schreibt auch ihr einen herzzerreißenden und liebevollen Brief der mich zu tränen gerührt hat. Immer wieder kommen tiefe Emotionen und Gefühle hoch, die den Leser beim lesen inne halten lassen um das gelesene selbst verarbeiten zu können. Abermals schreibt Maya Briefe an ihre Mutter bis sie selbst ihren inneren Frieden findet, und lernt, das Leben in all seinen Facetten anzunehmen und wieder geniessen zu können.Der Schreibstil der Briefe ist sehr kurz und einfach gehalten, doch die Gefühle die Maya darin beschreibt sind so emotional und berührend, das bei mir einige Tränen beim lesen geflossen sind. Doch Maya teilt nicht nur die schmerzlichen Momente mit ihrer Mutter, sondern berichtet auch von Liebe und Geborgenheit die sie dadurch empfindet, den lang ersehnten Wunsch in ein Haus zu ziehen und die Entwicklung ihres ersten Kindes Fynn. Die Briefe sind meist sehr kurz gehalten und wirken wie ein Tagebucheintrag. Anhand des Datums kann man genau nachvollziehen, in welchem Abstand Maya die Briefe an ihre Mutter schreibt, und man merkt wenn es ihr schlechter geht und sie eine bestimmte Lebenssituation verarbeiten muss, sind die Abstände der Briefe kürzer. Hingegen wenn sie Glücklich ist und Liebe empfängt, vergehen oftmals mehrere Tage oder sogar Wochen bis sie ihrer Mutter die Geschehnisse beschreibt. Immer wieder verabschiedet sie sich liebevoll mit den Worten "Liebe Grüsse Deine Große“ das den Briefen eine sehr persönliche und besondere Note verleitet.Tanja Wenz  schreibt in erster Linie Kinder und Jugendbücher, hat es jedoch mit dem Buch geschafft, ein sehr bewegendes und trauriges Thema aufzugreifen und es anhand der zahlreichen Briefe sehr emotional und gut umzusetzen. Die gefühlvollen Briefe wirken sehr authentisch und sind angelehnt an eine berührende Lebensgeschichte einer befreundeten Familie. Es ist ein Buch für Erwachsene, die vielleicht ebenfalls einen frühen Kindstod oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben und mit dem Buch ihre Trauer besser verarbeiten können. Den Verweis auf die Resourcen auf der letzten Seite finde ich sehr hilfreich für Eltern, im Umgang mit der Krankheit und auch um selbst nachschlagen zu können. Ich bin zutiefst ergriffen von dem heiklen Thema eines Sternenkindes, das mich sehr berührt, aber zugleich auch begeistert, wie die Autorin dieses schwierige Thema umgesetzt hat. Sehr lobenswert finde ich die Zeit, Mühe und Arbeit die die Autorin Tanja Wenz in dieses sehr emotionale und gefühlvolle Buch investiert hat. Das Buch berührt beim Lesen, schenkt neue Hoffnung und zeigt wie wichtig Liebe und Geborgenheit von Freunden, Bekannten und der Familie sein kann. Das Buch bewegt und ist nichts für schwache Nerven.

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  • Ein sehr liebevoll und delikat geschriebenes Buch!

    Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
    Danion

    Danion

    28. June 2017 um 20:11

    Über Sternenkinder habe ich zum ersten Mal vor einigen Monaten erfahren. Ich meine, vorher kannte ich den Begriff gar nicht und dachte auch nie so richtig darüber nach. Erst als ich in einer regionalen Zeitung einen Artikel las, entdeckte ich etwas ganz Neues. In diesem Artikel ging es um eine junge Fotografin, die Bilder von Sternenkindern macht. Da lernte ich, was hinter diesem wunderschönen Begriff gemeint wird. Ich finde es übrigens ein wirklich tolles Wort, in dem so viel Positives steckt, so viel Licht und Hoffnung, dass die Trauerarbeit bei den Eltern allein von diesem Wort schon um einiges leichter werden kann. Da sagen sie nicht, dass ihr Kind gestorben sei, sondern dass sie ein Sternenkind hätten. Das macht Unterschied! Das Thema finde ich unglaublich gefährlich für die Autoren. Man muss authentisch sein, sehr tief in die Gefühle gehen, aber dabei auch den Lesern (womöglich Sternenkinder-Eltern) helfen, aus diesen tiefen Emotionen, vor allem der Traurigkeit, rauszukommen, zurück in die „normale“ Welt, wieder zu leben, zu hoffen und das Leben zu genießen. Ich denke, so wie Tanja Wenz das gemacht hat, ist genau richtig. Zum einen zeigt es das ganze Spektrum der Gefühle, die eine Mutter erfüllen, aber am Ende führt sie ihre Heldin zurück ins Leben. Das Buch liest sich relativ schnell. Es ist sprachlich sehr einfach gehalten, was aber nicht leicht ist – sind die Emotionen. Ich musste immer wieder das Buch ablegen, tief durchatmen und mich kurz ablenken. In diesem Sinne war es keine einfache Lektüre. Aber ich wusste schon, was mich erwartet. Die Briefe-Form, die für das Buch gewählt wurde, passt wunderbar. Das macht die Geschichte viel intimer, man wird in die Geheimnisse eingeweiht, von denen kaum jemand etwas weiß. Und zugleich zeigt diese Form auf, wie die Trauerarbeit stattfinden kann – in Form des therapeutischen Schreibens. An die verstorbene Mutter. An Mariella, das Sternenkind. Oder auch an eine andere Bezugsperson, um es zu verallgemeinern. Das Buch gibt implizit Tipps für Sternenkinder-Mütter, fordert sie auf, nicht von den Gefühlen wegzulaufen, sondern sie zu bearbeiten und zu verstehen. Internetforen kommen als so eine Austauschplattform auf. Da ist man zwar mit seinen Gedanken präsent, bleibt aber anonym, was es ermöglicht, aufrichtiger zu sein, sich den anderen anzuvertrauen, sich helfen zu lassen. Auch der Verweis auf den Film „Mein kleines Kind“ ist hier erwähnenswert. Und natürlich die Ressourcen am Ende des Buchs, die für die Eltern sehr hilfreich sein können. Ich finde die Arbeit, die Tanja Wenz in dieses Buch investiert hat, lobenswert. Ein gefühlvolles, berührendes Buch, das Hoffnung gibt und deutlich zeigt, wie unglaublich stark und wichtig die Liebe sein kann. Ich bin begeistert!

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  • Leserunde zu "Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter" von Tanja Wenz

    Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
    Tanja_Wenz

    Tanja_Wenz

    Hallo,ich verlose hier 10 print Exemplare meines Buches "Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter", die mir meine Verlegerin, Frau Dr. Caroline Oblasser freundlicherweise zur Verfügung stellt. Schreibt mir einfach, wieso Ihr Euch für dieses besondere Buch interessiert und Ihr wandert in den Lostopf. Unsere Tochter wird wieder in altbewährter Cooperation mit unserem Kater Felix die Losfee spielen.Mein Wunsch ist eine rege Beteiligung an der Leserunde und dass Ihr eine Bewertung auf Lovelybooks und oder Amazon, Thalia, Weltbild etc. schreibt. Ich freue mich auf Euch. Viel Glück!Zum Inhalt:Ein alptraumhafter Schock für werdende Eltern wenn sie erfahren, dass ihr ungeborenes Kind nicht lebensfähig sein wird. Wie geht es nun weiter- das geliebte Kind abtreiben oder der Natur ihren Lauf lassen? Maya und Torben entscheiden sich für das Weitertragen und gegen eine Abtreibung. Sie erleben eine innige Geburt, müssen ihre kleine Tochter aber schon kurz darauf wieder gehen lassen. Danach ist nichts mehr wie es war. Maya und Torben müssen ihren eigenen Weg durch die Trauer finden, bis sie wieder bei ihrem ganz persönlichen Glück angekommen sind.Leseprobe:Torben und ich sind uns sicherer als je zuvor, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Mariella wirkte so zufrieden und gab uns das Gefühl, glücklich zu sein. Sie war nicht blind oder taub, wie wir befürchtet hatten. Sie reagierte auf uns, lächelte ihr Engelslachen und strampelte. Sie liebte es, wenn Torben oder ich sie in den Armen hielten und wir ihr etwas vorsangen. Damit sie etwas von der Welt sehen konnte, gingen wir auch mit ihr nach draußen in den Garten. Es war so schön zu beobachten, wie Fynn mit seiner kleinen Schwester umging. Ganz natürlich, und Zeichen der Eifersucht konnte ich nicht feststellen. Unser Pfarrer kam auch vorbei und brachte uns das Taufbüchlein mit. Abends klebten wir ein Foto von Mariella hinein. Der Taufspruch, den wir uns schon vor einer Weile ausgesucht hatten, kam mir nochmals passender vor – 1. Korinther 13.8: Die Liebe hört niemals auf. Obwohl alles so innig war und sich richtig anfühlte, überrollte mich manchmal die Traurigkeit. Dann war ich richtig fertig und weinte still vor mich hin. Doch Mariella hat mich da immer schnell wieder rausgeholt. Sie war so schön, ihre Füßchen waren so weich und ihre Lippen schön geschwungen. Wenn sie ihre Mütze trug, konnte man fast denken, dass sie ein ganz normales Baby sei. Leider war sie es nicht. Zwei ganze Tage lebte unsere kleine Maus mit uns. Gestern wurde dann ihre Atmung schlechter. Wir riefen in der Klinik an und die Ärzte sagten, wir könnten kommen. Doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Mariella zu Hause bleiben wollte. So holten wir Fynn, damit er seiner kleinen Schwester Lebewohl sagen konnte. Torben und ich wollten nicht, dass er dabei ist, wenn Mariella stirbt. Er sollte sich an sie im Guten erinnern. Außerdem hatte ich große Bedenken, dass er unsere Angst spürt und sich diese auf ihn überträgt. Mariella war bei mir auf dem Arm und Torben hat Fynn auf seinen Schoß gehoben. Wir sagten ihm, dass seine kleine Schwester nicht mehr bei uns bleiben könne und dass sie uns nun verlassen würde. Ich weiß nicht, was er davon verstanden hat, denn er ist ja noch so klein. Doch mir war es wichtig, dass er sich von Mariella verabschiedet. Er streichelte ihre kleine Hand und sagte: „Schü.“ .....Video auf Youtube:https://www.youtube.com/watch?v=mSOUNSG_9qEhttp://www.editionriedenburg.at/buecher/themen-fuer-erwachsene/die-kleinen-sterne-leuchten-immer-briefe-einer-sternenkindmutter/

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    • 117
  • Emotionale Geschichte

    Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
    Jolly_sun

    Jolly_sun

    01. May 2017 um 14:47

    Maya und Torben erwarten ihr zweites Kind und erfahren das dieses nicht lebensfähig sein wird. Sie entscheiden sich gegen eine Abtreibung und wollen ihre Tochter zur Welt bringen auch wenn diese sehr schnell nach der Geburt sterben wird. Maya schreibt in allen Phasen von Schwangerschaft, Geburt Tod und Trauer Briefe an ihre verstorbene Mutter um ihre Trauer zu bewältigen. Diese sind sehr emotional und haben mich zu Tränen gerührt. Das Buch behandelt ein Thema das während der Schwangerschaft wahrscheinlich für viele Eltern ein Thema ist. Was tun wenn dein Kind todkrank ist? Die Geschichte der Familie ist unglaublich bewegend geschrieben und man erlebt alles aus der Sicht der Mutter mit, viel Trauer aber auch glückliche Momente. Ein sehr wichtiges Thema über das leider viel zu wenig gesprochen wird. Es gibt sehr tiefblickende Eindrücke in die Situation einer Mutter die weiß, dass ihr Kind sterben wird. Eine sehr lesenswerte Geschichte die unglaublich traurig und berührend ist einem aber auch zeigt, dass es in den traurigsten Momenten auch Glück geben kann. 

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  • Liebe steht über allem

    Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
    xDropsyx

    xDropsyx

    02. April 2017 um 22:24

    Ihr Lieben , diese Rezi verlangt mir viel ab und wird daher etwas anders als meine üblichen. Wenn ein Thema so nahe ist, fehlen einem oft die Worte….Die Autorin: Tanja Wenz lebt mit ihrer Familie und vielen Tieren in Rheinland-Pfalz. Bekannt ist sie für ihre Kinder und Jungendbücher, aber auch Bücher für Erwachsene gehören zu ihren Werken. Im schriftlichen Kontakt hatte ich die Möglichkeit, die Autorin kennenzulernen und habe sie als sympathische und sehr herzliche Person wahrgenommen.Über das Buch: Die kleinen Sterne leuchten immer ist an das Schicksal einer befreundeten Familie der Autorin angelehnt. Das Buch ist in Briefform und aus der Sicht der Mutter geschrieben. Von der Freude über die Schwangerschaft, die Diagnose Anenzephalie, über die Geburt bis hin zum Tod und der Trauer, wird hier alles angesprochen. Meine Meinung: Das Cover und der Titel sind sehr passend zum Inhalt des Buches. Dazu gefällt mir die Strukturierung des Buches, weil alles in Briefen von der Mutter an die eigene verstorbene Mutter und an das Sternenkind geschrieben ist. Besonders beeindruckt mich die Denkweise der Mutter, wie sie sich trotz allem immer noch um ihre kleine Familie sorgt und das Beste für alle möchte. Nicht nur die Schwangerschaft und alles was an negativen Gedanken dazu kommt ist wichtig, sie verliert ihre Lieben nie aus den Augen und versucht für sie stark zu sein. Spüren kann man wie die Briefe ihr Kraft geben und ihre helfen, Lösungen für sich zu finden. In den Briefen kann sie schreiben, was sie so nicht aussprechen kann und findet so den Weg, mit ihrem Mann zu reden. Toll finde ich auch, wie der kleine Sohn mit einbezogen wird, denn natürlich merken auch die kleinen wenn etwas nicht stimmt. Seine Reaktionen sind einfach wunderbar und so unbeschwert, wie es nur ein Kind kann. Sehr gefühlvoll und bewegend trifft dieses Buch mitten ins Herz. Fazit: Mich hat dieses Buch, grade wegen eigener Erlebnisse sehr berührt und mich darüber hinaus zum nachdenken/umdenken angeregt. Ich habe für mich einen neuen Weg gefunden, den ich versuchen möchte um mein Schicksal zu verarbeiten. Durch dieses Buch, konnte ich endlich richtig weinen. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der sich in irgendeiner Form mit Sternenkindern beschäftigt und empfehle Taschentücher ;) 

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    • 2
  • Sternenkinder leuchten immer

    Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter
    Kellerbandewordpresscom

    Kellerbandewordpresscom

    15. March 2017 um 13:22

    Maya findet Liebe und Geborgenheit in den zahlreichen Briefen, die sie an ihre verstorbene Mutter schreibt. Auch als Maya und ihr Mann Torben vor der schwersten Entscheidung überhaupt stehen – nämlich, ihre nicht lebensfähige, ungeborene Tochter abzutreiben oder der Natur freien Lauf zu lassen –, hilft Maya die schriftliche Nähe zu ihrer Mutter sehr. „Liebe Mama, während ich dir das hier schreibe, tropfen Tränen auf das Blatt. Wieso wir?“ Maya und Torben entscheiden sich gegen einen Schwangerschaftsabbruch. Obwohl sie ihre kleine Tochter schon zwei Tage nach der Geburt wieder gehen lassen müssen, sind sie für die kurze gemeinsame Zeit auf Erden dankbar. Sie haben nicht nur Liebe gegeben, sondern auch Liebe durch ihre Tochter empfangen. „Liebe Mama, nun ist Mariella bei dir und du kannst sehen, was für ein Engel unsere kleine Maus ist. Bitte pass gut auf sie auf.“ Danach ist nichts mehr, wie es war. Selbst durch die Geburt der zweiten, gesunden Tochter Lara löst sich die Trauer nicht einfach auf. Auf dem Weg der Bewältigung helfen Maya abermals die Briefe an ihre Mutter. So findet sie ihren inneren Frieden wieder und lernt, das Leben in all seinen Facetten anzunehmen. „Liebe Mama, letztens ist mir ein Sprichwort wieder eingefallen, das du mir vor langer Zeit in mein Poesiealbum geschrieben hast: Die kleinen Sterne leuchten immer, während die große Sonne oft untergeht. Bitte gib Mariella einen Kuss von mir, ich habe euch lieb. Deine Große“ Interview des Verlages mit der Autorin Frau Wenz über das Thema Anenzephalie Meine Buchbewertung: Die Idee der Briefesammlung von Maya an die verstorbene Mutter über ihr Gefühlsleben und die Geschehnisse fand ich ein schöner Rahmen für das schwierige Thema. Diese Hin- und Hergerissenheit dieses kleine Leben auszutragen oder frühzeitig zu beenden stelle ich mir unheimlich schwer vor. Es liefen mir auch Stellenweise Tränen runter und tropften aufs Buch. Sehr rührend und gefühlvoll geschrieben. Mein Sternenkind schaffte es erst gar nicht so weit und ging von allein im ersten Drittel der Schwangerschaft. Und das war schon schwer für uns. Ich hab es mal in einem Brief an mein Pünktchen verarbeitet: Was ich dir noch sagen wollte oder Pünktchen, ich vermisse dich Hut ab auch vor dem Zusammenhalt der Eltern. Manch Partnerschaft geht in solchen Krisenzeiten auch auseinander. Mir hat übrigens auch das Laufen nach der Fehlgeburt sehr geholfen. Es freute mich diese Paralelle zu lesen. Ich glaube Lara hat einen schweren Stand in der Familie und wird immer wieder an Mariella erinnern  und verglichen. Trotzdem freute es mich zu lesen dass der Familie ein drittes Kind gegönnt wurde. https://youtu.be/mSOUNSG_9qE Fazit: Nichts für schwache Mutterherzen. Vielen Dank an Frau Wenz und dem Verlag editionriedenburg für das kostenfreie Rezensionsexemplar. Mehr Buchtipps bei www.kellerbande.wordpress.com

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