Tanya Carpenter , Kerstin Dirks SteamPunk - Erotics: Der Ritt auf der Maschine

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Inhaltsangabe zu „SteamPunk - Erotics: Der Ritt auf der Maschine“ von Tanya Carpenter

Die Steampunk-Erotics frönen der Ästhetik harter Schwengel, dampfender Kessel und leben den Beat pumpender Kolben in gut geschmierten Buchsen. Tanya Carpenter, Kerstin Dirks, Erik Hauser, Antje Ippensen, Aimee Laurent und Thomas Neumeier entführen Sie in die Welt der speziellen Feuer, zu einem Ritt auf der Maschine und zu ausschweifenden Exzessen an Bord des Luftschiffs Prominence I. "Wenig später vereinigten der Lord und die Agentin ihre Geschlechter. Yolanda wollte auf ihn steigen, doch Wedderburn dirigierte sie rücklings auf das Kanapee, schob ihre Beine beiseite und drang dann hektisch, als würde man ihn anpeitschen, in sie ein. Sie stöhnte auf, und der Earl begann, wie ein Kolben in ihr zu arbeiten." Aus “Die Secret Intelligence Ihrer Majestät” von Thomas Neumeier Steampunk-Erotik vom Feinsten!

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  • Alisha Bionda (Hrsg.): Der Ritt auf der Maschine

    SteamPunk - Erotics: Der Ritt auf der Maschine
    Elmar Huber

    Elmar Huber

    31. January 2014 um 11:55

    „Ihr Herz schlug schneller. Das Begehren war wieder da, eins dieser Gebilde zu berühren, eins mit ihrer zierliche Hand zu umfassen und an sich zu pressen, ihre Körpermitte daran zu reiben und es zwischen ihren Brüsten zu versdenken, bis ihr Körper in ebensolche Ekstase geriet, wie die Maschine selbst.“ (Tanya Carpenter – Ein spezielles Feuer) Tanya Carpenter – Ein spezielles Feuer 36 tote Frauen in einem halben Jahr mit dem deutlichen Hinweis auf sexuelle Aktivitäten vor dem Tod. Eines der jüngsten Opfer war die Verlobte von Nick Shapiro, prominenter und wohlhabender Bürger Londons und außerdem Vertreter fragwürdiger Moralvorstellungen. Fast alle Opfer haben für Shapiro gearbeitet. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Sash Bright fühlt Jessica Summers Shapiro auf den Zahn. Doch Bright und Shapiro kennen sich aus Kindertagen. Kann Jessica ihrem Partner vertrauen? Aimee Laurent – Die Frau des Uhrmachers Am Abend vor seiner Hochzeit möchte Julian McAllister seine Taschenuhr aus der Reparatur abholen. Empfangen wird er in der Uhrmacherwerkstatt von einer verführerischen Fremden, die sich als die Frau des Uhrmachers vorstellt, ihn über ihre verführerischen Absichten aber nicht im Unklaren lässt. Und bald gesellt sich auch eine zweite Frau zu ihnen. Thomas Neumeier – Die Secret Intelligence ihrer Majestät Der Tod von Lady Rowena, der Tochter des Dukes of York, an Bord des Luftschiffs „Prominence I“, ruft die Secret Intelligence – kurz SI – ihrer Majestät Königin Victoria auf den Plan. So begeben sich der beste Agent der SI, George Franier, Viscount of Dundee und seine Assistentin Bridget an Bord des Luftschiffes. Gerüchte von erotischen und dekadenten Ausschweifungen, Lustmädchen und –knaben zur Verfügung. Zur Überwachung der Agenten und zur Parallelermittlung schickt der Leiter der SI Yolande Baker ebenfalls auf die „Prominence I“, getarnt als dienstbare Gesellschafterin zur Unterhaltung der männlichen Gäste. Kerstin Dirks  – Déjà Vu Als ihr jähzorniger Ehemann Josephines Liaison mit dem Erfinder Jacob entdeckt, bleibt ihr nur die verhängnisvolle Flucht ins Moor, die ihr Schicksal besiegelt. Beherrscht von Trauer und Gram, doch auch von einer fixen Idee, entwickelt Jacob eine Erfindung die ihn wieder mit Josephine zusammen sein lässt. Erik Hauser – Der Ritt auf der Maschine Zeppelin HMS Independence von einem neuartigen Flugobjekt zerstört wurde, das augenscheinlich ferngesteuert wurde. Die beste britische Agentin wird ins deutsche Nordholz geschickt, wo die Überlebenden der HMS einkaserniert sind, um dort vom Leiter der Forschungen, Oberstleutnant von Reeder, Informationen zu den neuartigen Flugobjekten zu erhalten. Dass von Reeder ausgefallennen privaten Neigungen frönt ist ein lediglich kleines Problem, denn die Agentin ist bereit, jeden notwendigen Einsatz zu leisten. Antja Ippensen – Perle der Unschuld Larice ist eine Prostituierte mit besonderen Begabungen, die ihr Meister, Lord Ephraym, sehr zu schätzen weiß. Ehrerbietig nimmt sie seine Behandlung entgegen, die sowohl Abrichtung wie Liebesbeweis ist. Auf einem Empfang, auf dem Larice eine neue Sklavin der Herzogin werden soll, erblickt sie den jungen Rajil und spürt sogleich eine Verbundenheit. Gemeinsam planen sie ihre Flucht. „Aus irgendeinem Grund hatte sich das Wort „Stromotion“ für jene Praktiken eingebürgert, und käufliche Dirnen, die gut darin waren, und zwar auf der passiven Seite, nennte man Stromas. Manche glaubten, das Wort leite sich vom deutschen Begriff „Strom“ ab, einem jungen Ausdruck für Elektrizität, und zwar, weil der von Stromotion ausgelöste Rausch einem süßen, lang anhaltenden Elektroschock sehr wohl entsprach. Aber genau wusste das niemand.“ (Antje Ippensen – Perle der Unschuld) MEINUNG Schon der Titel dieser Sammlung drängt dem Leser förmlich das Bild einer Penetrationsmaschine auf. Ein Gedanke, der nicht so weit her geholt ist, wie Tanya Carpenter gleich in der ersten Geschichte beweist. Ist diese spezielle Behandlung dort in eine viktorianische Krimihandlung um zu Tode entzückte Frauen eingewoben (EIN SPEZIELLES FEUER), nutzt Erik Hauser die Notwendigkeit eines außerordentlichen Verhörs, die seine dralle Spionin Mila Anacovic einer eigens entwickelten Maschine ausliefert. Eine Rechnung, die die Kriegsmänner ohne die Belastbarkeit von Fr. Wirtin gemacht haben (DER RITT AUF DER MASCHINE). Auch sonst suhlt sich das dampfbetriebene London in dekadenten Lustbarkeiten, die sich in diesen Steampunk-Erotics die Klinke in die Hand geben: Das Luftschiff „Prominence I“, wo die „Secret Intelligence ihrer Majestät“ ermittelt, genießt zu Recht einen entsprechenden Ruf. Weitere Abenteuer der opferbereiten SI-Ermittler folgen im gleichnamigen Roman von Thomas Neumeier (als Band 5 der Reihe angekündigt). Ebensolches Vergnügen versprechen die „Stroma“, hochbegehrte und teuer bezahlte  Lustmädchen mit besonderen Fähigkeiten, die uneingeschränkt denen zu lustvoller Verfügung stehen, die es sich leisten können (PERLE DER UNSCHULD). Einen romantischen Gegenpol dazu liefert Kerstin Dirks DÉJÀ VU, wo ein in Verlangen entbrannter Erfinder schließlich eine Möglichkeit findet, wieder mit seiner toten Geliebten zusammen zu sein. „Vor ihm steht keine Frau mehr, sondern ein Wesen, das einen Träumen entsprungen ist: eine moderne Walküre in schwarzer Lederkluft, mit nacktem Oberkörper und prallen, fleischigen Brüsten. Auf dem Kopf eine dunkle Lederkappe, die Augen hinter einer schwarz getönten, mit Messing beschlagenen Brille verborgen. Alles an dieser Gestalt, von den hohen Schaftstiefeln über die eng anliegenden schwarzen Hosen bis zu dem knapp sitzenden Lederkorsett, das die prallen Brüste stützt, strahlt Unnahbarkeit, Kälte aus – nur auf den vollen roten Lippen liegt ein sardonisches Lächeln.“ (Erik Hauser – Der Ritt auf der Maschine) © Crossvalley Smith Das erotische Moment der Geschichten reicht von eher harmlos bis deftig und bisweilen stark S/M-lastig. Dass die Geschichten bei der schlüpfrigen Thematik jedoch nie Gefahr laufen in unappetitliche Plattheit abrutschen, ist der erfahrenen AutorInnenauswahl von Herausgeberin Alisha Bionda zu verdanken. Entweder werden die durchgehend handfesten Ausführungen durch unterschwelligen Humor gebrochen – DIE SECRET INTELLIGENCE IHRER MAJESTÄT und DER RITT AUF DER MASCHINE gehen komplett als wohlmeinende Persiflagen durch – oder sie verlaufen in durchaus geschmackvollen Bahnen. Die Ausstattung des Buchs entspricht der des zeitgleich erschienen Schwesterbandes ERINNERUNGEN AN MORGEN. Die eigens angefertigten Grafiken (Cover und Entrygrafiken im Buchinneren) stammen von Crossvalley Smith, das schmucke Reihenlayout samt Logo von Atelier Bonzai. Satz und Verarbeitung lassen keine Wünsche offen. FAZIT DER RITT AUF DER MASCHINE verbindet nüchterne, kühle Technik mit der brennenden Hitze des Verlangens. Eine reizvolle Kombination, die die Herausgeberin Alisha Bionda ihren AutorInnen hier abverlangt hat. Da das Genre „Steampunk“ eher einen Erzählungsrahmen, eine Kulisse beschreibt und kein Handlungs- und Figurenarsenal vorgibt, haben die AutorInnen nahezu jegliche Freiheiten.

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