Tanya Lieske Sommernachtstraum

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Inhaltsangabe zu „Sommernachtstraum“ von Tanya Lieske

'Verliebte und Verrückte Sind beide von so brausendem Gehirn, So bildungsreicher Phantasie, die wahrnimmt, Was nie die kühlere Vernunft begreift!' Shakespeares Sommernachtstraum soll an einer Schule inszeniert werden. Wie aktuell das Stück über die Irrungen und Wirrungen der Liebe, Verrat und Intrige auch heute noch ist, wird der Theatertruppe sehr schnell klar: Auf unmerkliche Weise verweben sich Theaterhandlung und die Geschicke der Beteiligten … Auf ganz besondere Weise gelingt es Tanya Lieske in ihrem Jugendroman, die Modernität und ewige Gültigkeit von Shakespeares Stoffen und Motiven zu zeigen!

Toller Jugendroman, leider teilweise sehr verwirrend und ohne Tiefen.

— _madelini
_madelini

Ein toller Jugendroman über Freundschaft,die erste Liebe, Mobbing und so manch andere Probleme,geschmückt m. Mystik eines Sommernachtstraums

— Ambermoon
Ambermoon

Eine neue tolle moderne Version des Sommernachtstraum

— Mitchel06
Mitchel06

Blieb leider hinter meinen Erwartungen zurück - die Protagonisten drehen sich zu lange im Kreis.

— Kartoffelschaf
Kartoffelschaf

Eine tolle Geschichte um die Irrungen und Verwirrungen der Liebe mit einem etwas merkwürdigem Ende.

— EmmyL
EmmyL

Sehr gut jedoch leider verwirrendes Ende!

— Agnes13
Agnes13

Schöne Story, in das Shakespeare Stück gut eingewebt. Die Charaktere mochte ich eigentlich, aber richtig klasse fand ich niemanden...

— Miriam0611
Miriam0611

Der Sommernachtstraum gekonnt mit der Neuzeit verbunden, regt zum Nachdenken an

— Losnl
Losnl

Einfacher Schreibstil der zu dem Thema nicht passt.

— CWPunkt
CWPunkt

Ein tolles Werk, was mehr Beachtung bekommen sollte.

— LillianMcCarthy
LillianMcCarthy

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  • Das Buch hat eine gewisse Magie. Einen Zauber, der einen gefangen nimmt.

    Sommernachtstraum
    Buchraettin

    Buchraettin

    03. June 2017 um 15:45

    Eine Schulklasse im 9. Schuljahr. Ein Lehrer und ein Theaterstück „ Sommernachtstraum“ von Shakespeare. Wünsche, Träume, Probleme, Schwierigkeiten. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Schüler und der Lehrer auch in ihrem privaten Leben. Es verbindet sie dieses Theaterstück. Das Buch unterteilt sich in Aufzüge, wie bei einer Aufführung eines Stückes am Theater, die die Monate im Lauf der Geschichte darstellen. Ich muss vorweg sagen, bisher kannte ich das Stück von Shakespeare leider noch nicht, aber das Buch und seine Geschichte inspiriert den Leser es endlich mal zu lesen. Es beginnt mit einem Prolog. Ungewöhnlich daran, es lässt vermuten aufgrund der Erzählweise, dass es literarische Figuren aus dem Stück sind. Daran an schließt sich die Geschichte einer 9. Klasse und ihrem Lehrer, der mit ihnen dieses Stück als Theateraufführung ein probt. Immer wieder tauchen nun auch Fußnoten auf, Kommentare zur Geschichte. Ich hatte einen Verdacht, wer die verfasst haben könnte, aber das verrate ich na klar nicht. Sehr gut gefallen hat mir die Atmosphäre der Geschichte. Die Klasse 9 beginnt ein neues Schuljahr. Die Jugendlichen haben viele Probleme. Mit den Lehrern, dem zu Hause, Eltern, erste Verliebtheit, Pubertät, aber auch Drogen und Essstörungen werden angesprochen. Aber auch der Lehrer wird hier in den Focus gestellt. Sein privaten Sorgen, seine Überlegungen zu den Schülern, das genaue Planen des Theaterstückes. Ich fand es vom Lesen her schon ein wenig anspruchsvoller. Die Geschichte braucht eine gewisse Aufmerksamkeit. Es sind kurze Sätze. Immer wieder tauchen auch Auszüge aus dem Stück auf. Mir haben die Charaktere der Geschichte sehr gut gefallen. Beim Lesen hatte ich wirklich das Gefühl, sie seien wie echt- wer das Nachwort der Autorin liest, der wird verstehen, welche Frage sich hier im Kopf des Lesers dann bildet.Sehr gelungen fand ich auch das Personenverzeichnis zu Beginn des Buches, in dem auch die Rollenverteilung im Theaterstück aufgeführt wird. Besonders erwähnen möchte ich auch das kleine Detail, das blaue Lesebändchen. Das Buch gehört zu der Reihe „ Bücher mit dem blauen Band“. Hierzu findet sich hinten im Buch auch eine Übersicht über die Buchreihe. Ich habe hier schon ein paar gelesen und es waren kleine Schätze dabei. Eine gelungene Abrundung des Buches bietet noch das Nachwort der Autorin. Mich hat das auch neugierig gemacht, aber auch hier möchte ich nicht zu viel verraten. Das Buch hat eine gewisse Magie. Einen Zauber, der einen gefangen nimmt. Es macht nachdenklich, betroffen, fängt einen ein mit seiner Geschichte und macht mich neugierig auf das Stück von Shakespeare.

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  • SommernachtsTief

    Sommernachtstraum
    Felan

    Felan

    03. January 2017 um 12:42

    Der Klappentext und das Cover hatten mich damals sehr angesprochen. Das Buch sieht wirklich gut aus. Ich mag die verschiedenen dunklen Farbtöne. In gebundenen Format kann es sich eindeutig sehen lassen. Wobei mein erster Gedanke beim aufschlagen war, warum ist die Schrift so riesig?!Sommernachtstraum von Shakespeare ist eine der wenigen Schullektüren, die wirklich gut fand. Aber die Zeit des Lesens liegt schon weit zurück und ich kann mich kaum noch an den Inhalt erinnern. Asche über mein Haupt – so geht’s mir leider mit den meisten Schullektüren. Daher habe ich mich gefreut als ich gesehen habe, dass sich Jemand dem Thema nähert und es in die heutige Zeit zu übersetzen. Irgendwie hatte ich durch den Klappentext einfach andere Vorstellungen vom Text. Die Umsetzung schwächelt aber leider an vielen Stellen.Der Anfang ist sehr verwirrend was vor allem an der Schwemme von Charakteren liegt, die auf einen einprasseln. Auch bei Sommernachtstraum ist das leider nicht anders. Dem Leser wird hier ein Register zur Seite gestellt, was ich sehr hilfreich fand. Ohne das Register wäre ich wohl völlig aufgeschmissen gewesen. Es ist interessant wie die Autorin die Geschichte gestaltet. Sie teilt die Geschichte in 5 Akte und lässt Shakespeare selbst Stellen kommentieren. Obwohl mir sowas neu war konnte es mich dennoch nicht richtig fesseln. Es gibt einfach zu viele Probleme in diesem Buch mit denen sich der Leser auseinander setzen muss. Denn die Schwemme an Charakteren bringt jeder sein eigenes Problem mit und für jeden ist Platz im Buch, wobei bei der Seitenanzahl kann man sich ja schon denken, wie viel. Es scheint mir so als wäre jedes „Problem“ in das Jugendliche geraten können in diesem Buch auftaucht. Trotz allem bleiben die Charaktere aber irgendwie schwach. Ich fand sie nicht unsympathisch, aber ich wurde auch irgendwie nicht besonders warm mit ihnen. Es fehlte ihnen irgendwie an Tiefe….Fazit: Mir hat das Buch nicht gefallen. Die Geschichte war mir einfach etwas zu wirr und die Charaktere blieben farblos. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu alt für dieses Buch xD

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  • Eure Lieblingsbücher der S. FISCHER Verlage

    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Beglückt uns mit euren Lieblingsbüchern der S. FISCHER Verlage Buchliebhaber, Leseratten, Schmökerkönige - Wir lieben Bücher und das kann man auch sehen - volle Bücherregale wohin man sieht.  Das weckt natürlich unsere Neugierde! Macht ein Foto von euren Lieblingsbüchern aus den S. FISCHER Verlagen und postet es hier in diesem Thema. Dafür erhaltet ihr das "Lieblingsbuch"-Abzeichen im FISCHER Leseclub.  Es ist egal, ob es sich bei den Büchern um alte oder neue Titel handelt, ob ihr nur einen Lieblingstitel aus den S. FISCHER Verlagen habt oder ob ihr gleich ein ganzes Regalbrett dafür reserviert habt. Hauptsache ihr macht ein tolles Foto und lasst uns an euren Lieblingsbüchern teilhaben!  Ihr seid noch nicht Mitglied im FISCHER Leseclub? Das muss sich schnell ändern! Mehr Infos findet ihr hier.  Bitte beachtet, dass das Foto maximal 1 MB groß sein darf, damit der Upload klappt und wir einen Teil der Bilder in einem Facebook-Album vorstellen werden. Euer Abzeichen wird nach dem Hochladen nicht automatisch vergeben, sondern wir werden dies regelmäßig händisch tun.

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    minzii

    minzii

    22. September 2016 um 13:12
  • Leserunde zu "Asterix der Gallier" von René Goscinny

    Asterix der Gallier
    MissSnorkfraeulein

    MissSnorkfraeulein

    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ACHTUNG: Dies ist keine Leserunde und man kann hier KEINE Bücher gewinnen! +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++          🌿 Lesemarathon im AsteriX-Style 🌿                                                 (09.09. - 11.09.2016) Passend zum Thema unseres Werwolf Spiels  wollen wir auch diesmal einen LESEMARATHON veranstalten! An diesem Wochenende dreht sich diesmal alles um das Thema ASTERIX :-) ! Die Fragen etc. können einen Asterix Bezug haben, aber es geht hier keinesfalls um die Asterix Bücher. Wenn ihr Asterix Bücher lesen möchtet und dabei gemütlich mit uns quatschen wollt, dann könnt ihr natürlich gerne mitlesen. ABER jedem steht es frei zu wählen, welches Buch er an diesem Wochenende lesen möchte. Krimi, Thriller, Comic etc.  Das ganze findet sozusagen in Kooperation mit unserer Lesechallenge „Zukunft vs. Vergangenheit“ statt, aber ihr seid natürlich alle herzlich eingeladen, einfach so mitzulesen! Wir freuen uns über jeden. :) - auch über Leser, die erst später einsteigen! +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++Was? Wie? Wann? Sinn eines Lesemarathons ist es, sich mal wieder Zeit zu nehmen, möglichst viel zu LESEN – und man kann hier mit anderen plaudern! Um den Austausch anzuregen, werden immer wieder FRAGEN in den Raum geworfen, die beantwortet und diskutiert werden können. Wie viel ihr lest oder schreibt, ist euch selbst überlassen. Jeder Teilnehmer kann (muss aber nicht) sich zu Beginn des Marathons ein ZIEL setzen (klassischerweise Seitenzahlen, aber man kann da auch kreativ sein). Am Ende kann man so ein Fazit ziehen, ob das Ziel erreicht wurde. Ab Freitag (15:00 Uhr) werden immer wieder Fragen (oder Aufgaben gestellt), die man beantworten (bzw. bearbeiten) kann. Der Lesemarathon endet am Sonntag (11.09.) um 24 Uhr. +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++Falls euch Fragen einfallen, könnt ihr sie mir gerne schicken :) Das  „Konzept“ ist gerade noch in Planung!Außerdem könnt ihr eure Fragen auch an:🌿 @BlueSunset🌿  @stebec schicken!  Beide planen dieses Wochenende aktiv mit!+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++Teilnehmer:📌 Stebec [ ❌ 200 Seiten  / 20 Hinkelsteine]- insgesamt: 250 Seiten gelesen- 2 Bücher beendet _______________________________________________________________📌 BlueSunset [ ❌ festgelegtes Ziel: ca. 400 Seiten ]               - 476 Seiten gelesen (19 Hinkelsteine)+ 0 BonusHinkelsteine► 19 Hinkelsteine + Ziel erreicht! 👍🏼_______________________________________________________________📌 MissSnorkfräulein [ ❌ festgelegtes Ziel: 200 Seiten ] - 512 Seiten gelesen (20 Hinkelsteine)- 1 Buch beendet (5 Hinkelsteine)+ 28 weiß/blau*BonusHinkelsteine+ 7 Pflanzen*BonusHinkelsteine► 60 Hinkelsteine + Ziel erreicht! 👍🏼_______________________________________________________________📌 katha_strophe [ ❌ festgelegtes Ziel: 260 Seiten]- 268 Seiten gelesen (10 Hinkelsteine)- 1 Buch beendet (5 Hinkelsteine)+  6 weiß/blau*BonusHinkelsteine+ 4 Pflanzen*BonusHinkelsteine► 25 Hinkelsteine + Ziel erreicht! 👍🏼_______________________________________________________________📌 Knorke [ ❌ festgelegtes Ziel: 400 Seiten]  - 410 Seiten gelesen (16 Hinkelsteine)- 1 Buch beendet (5 Hinkelsteine)+ 1 weiß/blau*BonusHinkelsteine► 22 Hinkelsteine + Ziel erreicht! 👍🏼_______________________________________________________________📌 sternchennagel [❌ festgelegtes Ziel: 100 + Seiten]- 470 Seiten gelesen ( 18 Hinkelsteine)- 1 Buch beendet (5 Hinkelsteine)+ 1 Hinkelstein als 🎁+ 10 Pflanzen*BonusHinkelsteine► 34 Hinkelsteine + Ziel erreicht! 👍🏼 _______________________________________________________________📌 SchCh121 [ ❌ festgelegtes Ziel: 600 Seiten]  - 830 Seiten gelesen (33 Hinkelsteine)- 1 Buch beendet (5 Hinkelsteine)+ 0 Bonushinkelsteine► 38 Hinkelsteine + Ziel erreicht! 👍🏼_______________________________________________________________📌 Vucha [ ❌ festgelegtes Ziel: 300 Seiten ] - 679 gelesene Seiten (27 Hinkelsteine)- 2 Bücher beendet (10 Hinkelsteine)- 1 Hörbuch beendet (3 Hinkelsteine)+ 1 X*BonusHinkelstein+ 16 weiß/blau*BonusHinkelsteine+ 1 DoctorWho*BonusHinkelstein+ 10 Pflanzen*BonusHinkelsteine► 68 Hinkelsteine + Ziel erreicht! 👍🏼_______________________________________________________________📌 Watseka [ ❌ festgelegtes Ziel: 400 Seiten ]_______________________________________________________________📌 mysticcat  [ ❌ festgelegtes Ziel: 400 Seiten] - 433 gelesene Seiten (17 Hinkelsteine)- 2 Bücher beendet (10 Hinkelsteine)- 0 BonusHinkelsteine►  27 Hinkelsteine  + Ziel erreicht! 👍🏼_______________________________________________________________📌 pinucchia [❌ festgelegtes Ziel: 150 Seiten ]- 224 gelesene Seiten (8 Hinkelsteine)- 1 Buch beendet (5 Hinkelsteine)+ 1 X*BonusHinkelstein+ 29 weiß/blau*BonusHinkelsteine+10 Pflanzen*Hinkelsteine► 53 Hinkelsteine + Ziel erreicht! 👍🏼_______________________________________________________________📌 AnnikaLeu  [ ❌ festgelegtes ZIel: ca. 500 Seiten]- 512 gelesene Seiten (20 Hinkelsteine)- 1 Buch beendet (5 Hinkelsteine)+ 1 X*BonusHinkelstein+ 59 weiß/blau*BonusHinkelsteine+ 29 Pflanzen*BonusHinkelsteine► 114 Hinkelsteine + Ziel erreicht! 👍🏼_______________________________________________________________📌 Mitchel06 [ ❌ 400 Seiten  / 4 Hinkelsteine ]+ 4 weiß/blau*BonusHinkelsteine- insgesamt: 100 Seiten gelesen- ? Bücher beendet_______________________________________________________________📌 Lrvtcb [ ❌ festgelegtes Ziel: 300 Seiten ]- 191 gelesene Seiten (7 Hinkelsteine)- 1 Buch beendet (5 Hinkelsteine)+ 0 BonusHinkelsteine► 12 Hinkelsteine _______________________________________________________________

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    • 694
  • Sommernachtstraum

    Sommernachtstraum
    _madelini

    _madelini

    29. July 2016 um 21:57

    Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, locker und man fliegt nur so durch die Seiten, ebenso ist die Erzählperspektive sehr interessant gewählt. Diese Erzählweise ist nochmals durch kleine Anmerkungen verstärkt.Allerdings muss man auch sehr aufmerksam lesen, da dieses Buch eine Menge Charaktere beinhaltet, die auch alle samt zu Wort kommen.Somit bekommt man verschiedene Welten zu Gesicht, aber allerdings ohne Tiefen.Insgesamt bleibt die Story deswegen sehr oberflächlich, daher 3 Punkte.Dennoch würde ich dieses Buch weiterempfehlen! :)

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  • LL rezensiert

    Sommernachtstraum
    lenasbuecherwelt

    lenasbuecherwelt

    21. July 2016 um 09:42

    Zum 400sten Todestag von Shakespeare hat die Autorin Tanya Lieske den „Sommernachtstraum“ in unsere Zeit geholt. Denn nun muss sich die Klasse 9c hinter das berühmte Theaterstück klemmen und befindet sich bald im Liebeschaos wieder. Auf „Sommernachtstraum“ war ich sehr gespannt und freute mich, als ich das Buch dann endlich in meinen Händen hielt. Ich begann das Buch und schon nach den ersten Seiten merkte ich, dass Frau Lieske hier die ganze Aufmerksamkeit des Lesers fordert. Es gibt eine Vielzahl von Charakteren, alle ganz unterschiedlich und vor allem mit ihren eigenen Problemen beladen. Fast jeder der mitwirkt – und das sind so einige! – kommt hier zu Wort. Zu Anfang war ich von den vielen Namen und den dazugehörigen Eigenschaften erschlagen und wusste nicht mehr gleich, wer denn nun wer war. Doch kämpft man sich einmal durch den verwirrenden Anfang, erwartet den Leser hier eine wunderbare Geschichte, die mich wirklich überzeugen konnte. Immer wieder merkt man, dass die damals angesprochenen Probleme von Shakespeare auch nach 400 Jahren noch aktuell sind. Eine fast poetische Sprache unterstreicht die Thematik, doch besonders unterhaltsam machen das Buch auch die Fußnoten von Shakespeare persönlich… Denn er gibt seine Kommentare zu der Geschichte ab und unterstreicht damit noch einmal das Geschehen. Wie schon angesprochen bringen die vielen Charaktere ihre ganz persönlichen Probleme mit in die Geschichte: Alkohol und Familienprobleme sind dabei nur zwei angesprochene Punkte… Doch dadurch dass so viele Personen zu Wort kamen, blieb die Geschichte des Einzelnen für mich leider zu oberflächlich. „Weniger ist mehr“ ist hier wohl das Stichwort…

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  • Drum lass Geduld uns durch die Prüfung lernen

    Sommernachtstraum
    Ambermoon

    Ambermoon

    17. July 2016 um 14:04

    Shakespeares ›Sommernachtstraum‹ als Schultheaterprojekt! Voller Vorfreude stürzen sich Ben und seine Schüler in die Proben. Hermia liebt Lysander, Helena will Demetrius, Oberon straft Titania, und die Feenkönigin liebt plötzlich einen Esel: willkommen in Shakespeares Sommernachtstraum! Während die Theatertruppe versucht, der verschlungenen Verwechslungskomödie um verwirrte Liebespaare Herr zu werdeinander: Struppi liebt Mireille, Mary Jane will Ben und Bens Freundin trien, geraten die Liebesgeschicke aller Beteiligten ziemlich durchfft sicntlich heimlich mit Mireilles Vater. Bald weiß niemand mehr, wer eigeh gerade in wen verliebt ist …(Klappentext) ---------------------------------------------- Die Weihnachtsferien sind vorbei und für die Schüler einer renommierten Privatschule geht der Alltag wieder los. Aber was bedeutet schon Alltag für Jugendliche, wo doch im Grunde nichts alltäglich ist? Da gibt es einen sitzengebliebenen Rowdie der den Klassenchef spielt, mit Drogen dealt und es so manchen nicht nur in der Schule schwer macht. Mobbing, Gruppenzwang, Lehrerschikanen und als ob das noch nicht genug wäre muss sich der eine oder die andere noch mit der ersten Verliebtheit und nervenden Eltern rumschlagen. Kein leichtes Leben für so einen Jugendlichen. Doch da gibt es diesen Englischlehrer Ben - jung, motiviert und nicht ohne Grund der Vertrauenslehrer der Schüler. Dieser hat sich vorgenommen die Tragikkomödie "Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare mit den Schülern aufzuführen. Schafft es dadurch so manchen aus der Reserve zu locken und den Alltag vergessen zu lassen. Doch auch er und so manch anderer Erwachsener hat so eine Probleme und Hürden. Der Schreibstil ist angenehm, locker und man fliegt nur so durch die Seiten. Was mich persönlich jedoch begeistern konnte war die Erzählweise. Wie in Shakespears "Ein Sommernachtstraum" wird hier quasi ein Stück im Stück gespielt. Die Protagonisten werden zu Beginn wie in einem Schauspiel in einem Personenverzeichnis vorgestellt, inkl. ihrer Rollen in der Schulaufführung. Erzählt wird aus verschiednen Perspektiven, wobei die Geschichte von bestimmten Protagonisten in den Mittelpunkt gerückt wird. Dieser Roman kann aber mit etwas ganz Besonderem aufwarten. Shakespeare und sein Oberon aus "Ein Sommernachtstraum" begleiten die Geschichte der Jugendlichen und des Lehrers Ben. Shakespeare sieht quasi von einer Wolke herab und gibt immer wieder seinen Senf dazu - manchmal tiefsinnig, manchmal aber auch mit Ironie und Witz. Oberon hingegen wandelt als Bettler durch Park, Bahnhof und Straßen und kreuzt so immer wieder die Wege der Protagonisten. Als Elfenkönig lässt er es sich natürlich nicht nehmen hin und wieder dem Schicksal nachzuhelfen. Beiden wird klar, daß sich so manche Probleme über die Jahrhunderte nicht verändert haben, vor allem nicht in Bezug auf die Liebe und das Gebahren von Verliebten. Die Kommunikation der beiden erscheint in Fußnoten und gibt der ganzen Geschichte etwas Mystisches - wie es sich für einen Sommernachtstraum gehört. Der Plot lässt sich gut lesen, ist interessant, manchmal traurig, manchmal witzig - eine Tragikkomödie der modernen Zeit. Er beinhaltet alles was Jugendliche so beschäftigt - das erste Verliebtsein, Gruppenzwang, Probleme mit Lehrern, aber auch Mobbing, Drogen, Alkoholismus, Magersucht, Verwahrlosung und, und, und,... Das war fast zu viel des Guten. Die Autorin hat hier versucht zu viel reinzupacken und daher bleibt so manches Thema nur oberflächlich, wird nur angeritzt ohne in die Tiefe zu gehen und ohne zu einem Abschluß zu kommen. Dadurch bleiben am Ende auch einige Fragen offen. Fazit: Ein toller Jugendroman über Freundschaft, die erste Liebe und manch anderen Problemen, geschmückt mit Mystik und Phantastik eines Sommernachtstraums - ein moderner Sommernachtstraum mit Shakespeare und Oberon im Hintergrund. Als Shakespeare-Liebhaberin konnte mich das Buch begeistern - vor allem der Erzählstil und die Idee Shakespeare selbst so ein wenig zu Wort kommen zu lassen. Man tänzelt durch das Buch, manchmal mit einem lachenden, manchmal aber auch mit einem weinenden Auge, denn nichts ist schwieriger als das Erwachsenwerden mit all seinen Problemen und HÜrden und doch enthält es auch so ein bisschen etwas von einem Feenwald eines Sommernachtstraums. Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung!

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    • 2
  • Ein Sommernachts-Alb-Traum? Mit vielen jugendlichen Themen und Botschaften durchzogen...

    Sommernachtstraum
    Floh

    Floh

    Wenn es einer Autorin gelingt, Shakespeares Theaterstück „Sommernachtstraum“ in die heutige Zeit zu adaptieren und diesem Stück ein neues Gesicht zu verleihen, dann ist ihr ein großer Erfolg gelungen, den jungen Lesern im derzeitigen Shakespeare Jahr diesen unvergesslichen Poeten nahe zu bringen und Berührungspunkte zu schaffen. In „Sommernachtstraum“ von der Autorin und Journalistin Tanya Lieske erleben wir eine chaotische Liebesgeschichte, voller Poesie, Anmut, Katastrophen und jugendlichem Charme. Durchsetzt mit Botschaften und Situationskomik. Hier darf man von einem mutigen und gewagten Buchprojekt für jüngere Leser sprechen. Die deutsche und teils in Irland schreibende Autorin Tanya Lieske bringt mit ihrer Neuinterpretation und Adaption von „Sommernachtstraum“ frischen und experimentellen Wind in die Jugendbuchliteratur und Buchwelt allgemein. William Shakespeare ist ein Begriff, Tanya Lieske setzt seinem Stück ein neues Denkmal und bietet eine interessante und lebendige Hommage. Erschienen bei S. Fischer Verlage / KJB (http://www.fischerverlage.de/)Inhalt / Beschreibung:„Shakespeares ›Sommernachtstraum‹ als Schultheaterprojekt! Voller Vorfreude stürzen sich Ben und seine Schüler in die Proben. Hermia liebt Lysander, Helena will Demetrius, Oberon straft Titania, und die Feenkönigin liebt plötzlich einen Esel: willkommen in Shakespeares Sommernachtstraum! Während die Theatertruppe versucht, der verschlungenen Verwechslungskomödie um verwirrte Liebespaare Herr zu werden, geraten die Liebesgeschicke aller Beteiligten ziemlich durcheinander: Struppi liebt Mireille, Mary Jane will Ben und Bens Freundin trifft sich heimlich mit Mireilles Vater. Bald weiß niemand mehr, wer eigentlich gerade in wen verliebt ist …“„Verliebte und VerrückteSind beide von so brausendem Gehirn, So bildungsreicher Phantasie, die wahrnimmt, Was nie die kühlere Vernunft begreift!“Schreibstil:Die Autorin hat großes Geschick, den lebendigen Schulalltag einer Klasse 9c kurz vor dem 725. Jubiläum der Schule einzufangen. Der Autorin Tanya Lieske ist hier tatsächlich ein Roman gelungen, der an ein Theaterstück in fünf Akten erinnert. Der Leser genießt zu Beginn zunächst ein Personenregister, was ich sehr hilfreich, erklärend und sinnvoll finde. Tanya Lieske ist ein unvergleichlicher Roman der poetischen, etikettierten, altertümlichen, zeitgemäßen, düsteren, aber auch sehr modernen, jugendlichen und auch emotionalen Töne gelungen. Ein Jugendroman, der mit einer verworrenen Geschichte, chaotischen Liebesbeziehungen, Heimlichtuereien, verbotenen Zuneigungen und vielen familiären und persönlichen Problemen mit Botschaften und Mahnmalen durchzogen ist. Tanya Lieske nutzt ein interessantes Stilmittel, denn sie setzt Kommentare und Beobachtungen von Oberon und Shakespeare in die Fußzeilen. Man könnte annehmen, in einem witzigen Film oder einer Parodie zu sitzen. Sehr auflockernd, neu und lebendig. Besonders der geschickte Aufbau des Romans, bei dem zwischen Klassiker und Moderne ein schmaler Grat bewältigt wird beeindruckt mich hier doch sehr. Trotz des chaotischen Erscheinungsbildes und der viel zu vielen Akteure und thematisierten Personen, ist es interessant zu lesen, dass es andere junge Menschen gibt, die mit Alltagsproblemen zu kämpfen haben. Hier können sich junge Leser auch aufgrund der frischen und jugendlichen Sprache, Zitate, Medien, Starts aus Film und Musik sehr schnell mit den Protagonisten identifizieren und in ihre Welt eintauchen und dem Theaterstück beiwohnen. Mit vielen aktuellen und jungen Themen wie Sozialen Netzwerken, Filmen, Musik und Vampiren erhält dieser Roman ein ganz neues Gesicht. Durch Gedanken, Erzählungen, Protokolle und Sinnbilder wird diese Geschichte mit einem Wechsel aus Schule, Familie und Freunde und dem Innenleben einzelner Teenager und Schüler aus der dritten Person erzählt. Dieser Schachzug der Autorin Tanya Lieske erzeugt Sympathie, Antipathie, Nähe und Verbundenheit zu einzelnen Charakteren, macht es aufgrund der Fülle jedoch für den Leser schwer wirkliche Nähe, Verbundenheit und Sog zu einzelnen aufzubauen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, aber keines davon dringt wirklich in die Tiefe. Das finde ich sehr schade und wirkt stellenweise doch sehr distanziert und oberflächlich. Tanya Lieske weiß es jedoch Kulissen und Charaktere in Szene zu setzen. Sie zeigt Bilder, sorgt für Atmosphäre und Flair. Tanya Lieske Sprache sticht nicht besonders hervor, sie ist solide, klar, leicht und jugendlich. Ihr Ausdruck und ihr Schreibstil sollte der Fairness halber auch nicht in Relation zu William Shakespeare gesehen werden. Denn dieses Buch von Tanya Lieske ist keine Kopie von Shakespeares „A midsummer night`s dream“, es ist ein frischer und neuer Wind, ein eigenständiges Werk mit eigenem Gesicht! Meinung / Eindrücke:Das Buch ist definitiv nicht einfach zu greifen und wird die Gemüter und die Leserschaft spalten. Darf man einen solchen Klassiker von Shakespeare so modifizieren, dass er in unsere heutige Zeit passt und auch die jüngere Zielgruppe durch Themen wie Handy, Musik, Party, Alkohol, Netzwerke etc . zu diesem dichten Sommernachts-Alb-Traum bringt? Was erwartet man als Leser von dem Buch? Wie ist es man sonst gewohnt Shakespeare zu lesen und zu verstehen? Wann ist weniger einfach mehr? Und wie chaotisch können Beziehungen denn sein? Was wirbelt diese Klasse so besonders auf? Ist es dass, was man bei diesem Cover und bei diesem Inhalt erwartet? Wenn man es so umsetzt wie unsere Autorin Tanya Lieske, könnte es durchaus ein sensationeller Erfolg werden, wenn hie und da noch kleinere und größere Schwächen und Kritikpunkte ausgefeilt werden. Tanya Lieske, die sich an keiner Kopie zu schaffen macht, sondern eigene Noten und Sequenzen platziert und sich nur grobmaschig an das Grundwerk „A midsummer night`s dream“ von Shakespeare orientiert. Die Idee zeugt von Mut und es ist ihr auch gebührend gelungen. Sommernachtstraum ist kein reißerischer oder effekthaschender Roman, es ist ein Werk der ruhigeren Töne, die chaotisch und unsortiert erscheinen und das sich in 5 Akten zeigt und entfaltet. Es geht nicht nur um Shakespeare, vielmehr geht es um die persönlichen Erlebnisse, Empfindungen und Entwicklungen der Protagonisten aus Schülern, Eltern und Lehrern. Im Mittelpunkt stehen einige Charaktere der 9c, die sich an einem Theaterstück versuchen. Dadurch zeigen sich dem Leser die verschiedenen, mitunter verbundenen und verwobenen Lebensproblematiken auf, die die jungen Charaktere und deren Umfeld beschäftigen. Hier reicht das Portfolio von Mobbing, Essstörungen, Magersucht, Scheidungskinder, Alkohol, Drogen, Partys, erste Liebe, Liebeskummer, Verrat, Snobs, Eheprobleme…. etc. Themen mit denen sich die Jugend auseinandersetzen kann. Botschaften und Mahnmale ohne erhobenen Fingerzeig. Alles verpackt in dieser dichten und geballten Geschichte um den Sommernachtstraum zur Schulaufführung. Eine tolle und interessante Idee, die viel will, aber nicht immer alles bedienen kann. Was mir jedoch besonders gut gefiel war der Disput zwischen Leben und Tod. Hier auch nur angerissen, bei dieser Thematik aber genau richtig, es hinterlässt ein Hauch von Zauber und lädt zum Sinnieren ein. Hier stimmte die Waagschale. Man merkt sofort, dass die Autorin weiß wovon sie erzählt, und was sie noch darüber hinaus in dieser Adaption bieten will. Meiner Meinung nach stellt dieser Roman ein berührendes und zugleich erschreckendes Portrait der heutigen Zeit, der Bedeutung der Liebe, des Familienlebens und der sozialen Gemeinschaft dar. Eine ehrliche Leseempfehlung für all diejenigen, die sich auf einen leisen und dennoch eindringlichen Gesellschaftsjugendroman samt moderner und mit Poesie gespickter Erzählkunst einlassen wollen. Nebst dem auktorialen Erzählstil besticht vor allem die gut gewählte Ich-Perspektive einzelner Charaktere, die dem Leser das jugendliche Innenleben sehr poetisch näher und die unter Eis gefangenen Emotionen und Gedanken langsam an die Oberfläche bringen sollen. Ein Buch, welches für Beklemmungen aber auch großartige Vielfalt und atmosphärischer Jugend, Schauplätze und Kulissen sorgt. Mit Höhen und Tiefen durch einen Sommernachtstraum. Sommernachtsalbtraum? Kritikpunkte:Und hier genau liegt der Schwerpunkt meiner Kritik. Die Autorin bringt sehr viele Charaktere, und damit Einzelschicksale, in die Klasse, bzw. in das Geschehen. Man wird sich tatsächlich fragen, ob es gar keine gesunden, normalen oder zufriedenen Schüler gibt?!? Die Charakterisierungen, die Schilderungen der einzelnen Schicksale, bleiben somit zu oberflächlich und nicht ernst genug. Es scheint, als seien all diese Probleme einfach normal und sollten als Gegeben hingenommen werden. Das finde ich im Kontext zu den einzelnen Botschaften, die das Buch sonst vermittelt nicht richtig und beinahe unverantwortlich. Es wirkt so harmlos, dabei ist es doch gar nicht so lapidar. Andersherum gefragt: Wie hätte die Autorin Lieske auch mehr Tiefe einbringen sollen bei gerade mal knapp 330 Seiten!? Hier wäre weniger (in Bezug auf Themen und Psychogrammen) eindeutig mehr gewesen! Oder hier hätte einfach mehr Raum zur Ausgestaltung geboten werden müssen, sprich: mehr Seiten Buch für mehr Intensität. Doch greifen junge Leser zu einem dicken Wälzer? Die Charaktere:Hier fällt es mir sehr schwer, eine Differenzierung vorzunehmen. Es wirbeln einfach zu viele Charaktere und damit einhergehende Probleme in diesem Buch herum. Zudem gesellen sich die Rollen des Theaterstücks dazu, die Eltern, die Lehrer, die anderen Schüler und zu guter Letzt Oberon und Shakespeare. Die Protagonisten im Buch mochte ich zwar jeden für sich auf ganz eigene Weise sehr, bzw. wollte bestimmte Charaktere, so unsympathisch diese auch waren, nicht missen. Aber niemand kommt dem Leser wirklich nahe, da es kaum eine wirkliche Hauptrolle in diesem Stück gibt. Das ist sehr schade. Es gibt so viele Protagonisten, mit denen sich der ein oder andere Leser sicherlich besonders gern identifizieren möchte. Da bei dieser Fülle an Aufkommen dafür leider nur sehr wenig Raum geboten wird, muss sich der Leser als Beobachter anstatt als Mitfühler durch die Geschichte lesen. Schade, aber auch das funktioniert. Den ein oder anderen, die eine oder andere, hätte ich am liebsten manchmal einfach nur gepackt und wachgerüttelt. Ob ich ihre Aktionen und Beweggründe verstehe steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Sehr gut gelungen ist es der Autorin Tanya Lieske, aufzuzeigen, wie unterschiedlich sich einige Schüler im Laufe der Geschichte entwickeln, wie sich die Rollen ändern und man zu zweifeln beginnt, ob man hier von einer Liebe sprechen darf?!? Die Autorin:„Tanya Lieske ist Journalistin, Autorin und Literaturkritikerin, u.a. für die »Literarische Welt« und den »WDR«. Seit 2006 moderiert sie im »Deutschlandfunk« die Sendung »Büchermarkt«. Außerdem unterrichtet sie Kreatives Schreiben, u.a. im Literaturbüro Düsseldorf. Tanya Lieske lebt mit ihrer Familie in Düsseldorf, ein zweiter Schreibtisch steht in Irland.“Das Cover:Eine verspielte, verwunschene, träumerische Leichtigkeit versprüht dieses wunderschöne Cover. Die Farben sind toll, der Titel wunderbar platziert. Das hochwertige Hardcover wirkt sehr edel, ein Lesebändchen bietet die Möglichkeit als Lesezeichen zu fungieren. Wunderbare Zitate und schönes offenes Schriftbild mit kleinen Vignetten. Der Rückentext lässt sich leider bei diffusem Licht kaum lesen. Im Buchhandel erfordert es Konzentration den Text auf dem Deckel zu lesen und auf die Schnelle zu verstehen. Rundherum jedoch einladend und gut gewählt. TOP. Fazit:Ein sehr jugendliches, modernes, klassisches, chaotisches, wirres, dichtes und bestimmtes Buch. Die Autorin zeigt sich mutig und adaptiert William Shakespeares chaotisches Liebesdrama in die heutige Zeit und in den modernen Schulalltag. Der perfekte Jugendroman, wenn man mit einer Fülle an Charakteren und dazugehörigen Problemen und Problemchen, nicht nur in Liebes- und Beziehungsfragen, umgehen mag. Eine 3,5 Sterne Leseempfehlung für dieses besondere Leseerlebnis eines Klassikers mit neuem Gesicht! Eine Hommage an Shakespeare. EDIT:Ich frage mich gerade noch, was Oberon oder Shakespeare wirklich zu diesem Buch sagen würden? Hach, was wäre es toll zu sehen, wie diese beiden von oben diesen Trubel und dieses Wirrwarr beobachten und die Hände über den Kopf zusammenschlagen würden…. Wie würde Tanya Lieske wohl Hamlet, Othello, Macbeth oder gar Romeo & Julia umsetzen?

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    • 9
  • Ein Sommernachtstraum der Verwirrung

    Sommernachtstraum
    Mitchel06

    Mitchel06

    21. June 2016 um 23:20

    Rezension zu Sommernachtstraum von Tanya LieseZum Inhalt:Shakespeares ›Sommernachtstraum‹ als Schultheaterprojekt! Voller Vorfreude stürzen sich Ben und seine Schüler in die Proben. Hermia liebt Lysander, Helena will Demetrius, Oberon straft Titania, und die Feenkönigin liebt plötzlich einen Esel: willkommen in Shakespeares Sommernachtstraum! Während die Theatertruppe versucht, der verschlungenen Verwechslungskomödie um verwirrte Liebespaare Herr zu werden, geraten die Liebesgeschicke aller Beteiligten ziemlich durcheinander: Struppi liebt Mireille, Mary Jane will Ben und Bens Freundin trifft sich heimlich mit Mireilles Vater. Bald weiß niemand mehr, wer eigentlich gerade in wen verliebt ist …Für mich war dieser neue Roman auf den Spuren von Shakespeare neu. Ich habe bisher noch keine Version des Sommernachtstraum gelesen um so erfreulicher stimmte mich der Beginn dieser Geschichte. Besonders gut hat mir der strukturelle Aufbau dieser Geschichte gefallen. Auf Grund der Vielzahl der einzelnen Rollen gibt es auf den ersten Seiten des Buches ein Verzeichnis der handelnden Personen und der dazu gehörigen Rollen. Für mich war dieses Verzeichnis eine sehr große Hilfe wenn ich mal wieder so vertieft in der Geschichte gewesen bin und nicht mehr wusste wer zu wem gehört und warum. Alles in allem hat sich für mich der Roman vom Schreibstil her sehr leicht lesen lassen. Jedoch habe das ein oder andere mal den Überblick verloren, da dieses Buch auf sehr viele Probleme und Ängste auf dem Weg zum Erwachsen werden eingeht. Doch leider bleibt bei so einer großen Anzahl an Personen und Probleme die intensive Lösung der einzelnen Protagonisten auf der Strecke. Auch wenn es ab und zu vielleicht etwas zu verwirrend zu lesen ist. Ist diese Geschichte für mich ein absolutes Muss und lohnenswert zu Lesen.  Durch die Vielzahl der Charaktere fällt es dem Leser nicht schwer Sympathie für einzelne Protagonisten zu entwickeln. Sodass alles im allem am Ende eine für den Leser sehr harmonische Zusammensetzung aus Protagonisten geschaffen werden konnte. Für mich persönlich hat dieses Buch für mich einen sehr positiv überraschenden Effekt gehabt und verdient deshalb 5 *****

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  • Leider zu langatmig

    Sommernachtstraum
    Kartoffelschaf

    Kartoffelschaf

    18. June 2016 um 12:06

    "Sommernachtstraum" mal ein wenig anders - als Schulaufführung mit Irrungen und Wirrungen, ein bisschen Liebe und Verknalltheit, Teenagern in der Selbstfindungsphase, ein wenig Dramatik und einer Prise Humor.Das Ganze liest sich wie ein seichtes Jugenddrama und spiegelt dezent die Sorgen und Ängste Heranwachsender wieder. Dazu gibt es dann natürlich auch diverse Problematiken, mit denen sich die Erwachsenen so herumschlagen müssen.Dem einen geht die Frau fremd, der nächste ist mit sich und seinem Leben unzufrieden und der dritte will es jedem irgendwie recht machen. Liest sich recht angenehm, nur stockt die Geschichte teilweise recht arg. Die Charaktere drehen sich im Kreis, kommen nicht recht vom Fleck und man liest irgendwie immer und immer wieder das Gleiche. Ein wenig dröge - leider. Auch wird einiges sehr überspitzt dargestellt, so dass die Glaubwürdigkeit ein wenig leidet. Alles in allem ein Jugendroman, den man lesen kann, aber nicht lesen muss. Ich war ein wenig enttäuscht, hatte mehr erwartet.Das Ende ist unspektakulär, mit einigen Entscheidungen der Charaktere konnte ich so gar nicht konform gehen. Und leider gibt es auch diverse angeschnittene Themen, die dann irgendwie im Sande verlaufen und nicht mehr aufgegriffen werden können.

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  • Ein Sommernachtstraum mit verwirrendem Ende

    Sommernachtstraum
    EmmyL

    EmmyL

    04. June 2016 um 15:06

    Die blonde Helena liebt den dunklen Demeter, doch der will die kleine dralle Hermia. Diese hat sich aber mit ihrer großen Liebe Lysander aus dem Staub gemacht. Der Elfenkönig Oberon will seine Titania zurück aber diese verliebt sich in den eselsköpfigen Zettel. Shakespears Sommernachtstraum erzählt über die Irrungen und Wirrungen der Liebe, welche durch den Schabernack des kleinen Puck schließlich gänzlich aus den Fugen geworfen werden. Dieser verwirrenden Liebeskomödie stellen sich die Schüler der Klasse 9 c. In einem Theaterprojekt wollen sie den Sommernachtstraum zum Schuljubiläum auf die Bühne bringen. Da Klassenlehrer Ben Englisch unterrichtet, soll dies auch in der englischen Originalversion vorgetragen werden. Genau wie Shakespears Protagonisten verstricken sich die Schüler, Lehrer und Eltern im Verwirrspiel der Liebe. Struppi liebt Mireille, Max kann sich zwischen Rosetta und Valeria nicht entscheiden, Lehrer Ben liebt Beatrice, aber diese beginnt eine Affäre mit Mireilles Vater. Die Geschichte wurde in der personalen Erzählperspektive geschrieben, dabei wechselt der Focus zwischen den unterschiedlichen Protagonisten. Man erfährt über jeden der Schüler und Lehrer wichtige Details, versteht ihre Gefühle und kann die Handlungen nachvollziehen. Der Leser wird schon im ersten Kapitel mitten in die Klasse 9 c hineingezogen. Jeder Schüler kämpft mit seinen eigenen Problemen. Dabei sind sie unterschiedlich erfolgreich. Mireills Eltern haben sich getrennt, von ihrem Vater wird sie ständig vergessen und ihre Mutter verschwindet so tief im Selbstmitleid, dass sie einen Selbstmordversuch unternimmt. Niemand bemerkt die Essstörungen des  Mädchens. Struppi wohnt mit seiner kleinen Schwester und einer alkoholkranken Mutter zusammen. Er hat oft nichts zu essen und geht hungrig in die Schule. Mit dem Pfand der herumliegenden Flaschen kann er seiner Schwester hin und wieder etwas Essen kaufen. Goofy hat das Ende der Welt ausgerechnet und bereitet sich auf den Untergang vor, allerdings würde er vorher gern ein Mädchen küssen. Seine Auserwählte ist Johanna. Aber auch Ivan hat ein Auge auf Johanna geworfen. Ivan wiederholt die 9. Klasse. Er ist größer und breiter als seine Klassenkammeraden und dealt mit Drogen. Seinem großspurigen Verhalten ist nicht zu entnehmen, dass er sich allein um seine kranke Oma kümmern muss. Er versorgt Max mit Drogen. Als das Vergehen entdeckt wird, muss Ivan die Schule verlassen. Seine Rache gibt dem Buch eine dramatische Wendung. Der Autorin gelingt es perfekt, das Drama jedes Einzelnen langsam vor den Augen des aufmerksamen Lesers aufzurollen. Sie zieht den Leser geschickt immer tiefer in die Handlung hinein, so dass man den Roman nicht einfach in die Ecke legen kann. Prolog und Epilog werden von Shakespeare erzählt. Hier handelt es sich um einen Dialog zwischen Oberon und Shakespeare. Diese Beiden begleiten die gesamten Geschehnisse des Buches. In den Fußnoten befinden sich hin und wieder kleine Ergänzungen, Anmerkungen oder Dialoge der Beiden. Die gesamte Geschichte wird von Oberon aus der personalen Erzählperspektive wiedergegeben. Er tritt auch als ominöser Tramp hin und wieder in Erscheinung. Dadurch erhält die Geschichte etwas Magisches. Um nicht den Faden zu verlieren, muss man diese Erzählung wirklich aufmerksam lesen. Besonders hilfreich ist dabei das Verzeichnis der handelnden Personen und ihrer Rollen noch vor dem ersten Kapitel. Um bei der Vielzahl an Charakteren nicht durcheinander zu kommen, kann der Leser hier nachschlagen. Ich gebe zu dies mehr als einmal in Anspruch genommen zu haben. Das Ende ist etwas holprig und wirklich verwirrend. Die Schüler spielen das Stück auf einer Wiese in der Nacht im Park. Von einem Sommernachtstraum wird alles irgendwie zu einem Sommernachtsrausch. Man fragt sich unwillkürlich was die Schüler eingeworfen haben. Vielleicht lag ja doch etwas von Oberons Elfenmagie in der Luft. Nach Angaben der Autorin beruht der Roman auf wahren Begebenheiten. Den Anstoß zum Roman hat der Lehrer Ben Zimmerman gegeben. Aus einer intensiven Recherche und vielen Interviews mit alles Beteiligten ist der vorliegende Roman entstanden. Eine wirklich geniale Hommage an Shakespeare zu seinem 400. Todestag. Er wäre bestimmt stolz, den Anstoß zu den geschilderten Ereignissen gegeben zu haben. Dieser Roman eignet sich sehr gut, um Shakespears Sommernachtstraum im Unterricht zu behandeln, setzt allerdings voraus wenigstens den groben Inhalt des Stücks zu kennen. Diskussionsschwerpunkte sind Drogen, Mobbing, Bulimie und zerrüttete Familienverhältnisse. Für Jugendliche ab 14.

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  • Verwirrung über Verwirrung

    Sommernachtstraum
    Miriam0611

    Miriam0611

    31. May 2016 um 14:25

    Inhalt 'Verliebte und Verrückte Sind beide von so brausendem Gehirn, So bildungsreicher Phantasie, die wahrnimmt, Was nie die kühlere Vernunft begreift!' Shakespeares Sommernachtstraum soll an einer Schule inszeniert werden. Wie aktuell das Stück über die Irrungen und Wirrungen der Liebe, Verrat und Intrige auch heute noch ist, wird der Theatertruppe sehr schnell klar: Auf unmerkliche Weise verweben sich Theaterhandlung und die Geschicke der Beteiligten … Meinung Ich fand das Buch insgesamt eigentlich recht gut. Nur da die Charaktere nur irgendwie oberflächlich angekratzt wurden und ich bei keinem wirklich das Gefühl hatte, ihn zu kennen, wurde ich bis zum Schluss mit keinem so richtig warm. Klar, sympathisch waren mir einige schon, da ich durch Frau Lieskes guten Schreibstil ihre Handlungen und Gefühle nachempfinden konnte, aber so wie bei anderen Büchern, wo ich die Charaktere entweder liebe oder hasse, war es hier leider (oder vielleicht auch zum Glück) nicht. Was mir aber super gut gefallen hat, war wie unsere moderne Welt mit derer von Shakespeare von damals verbunden wurde. Für mich zeigt das ganz klar, dass Shakespeares Stücke auch weiterhin gültig sind. Fazit Alles in allem ein tolles Buch, dem jedoch ein bisschen an der Persönlichkeit der Charaktere fehlte. Trotzdem empfehle ich euch unbedingt es zu lesen, schliesslich ist es doch immer schön, sich Shakespeares Geschichten nochmals in Erinnerung zu rufen, oder?

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  • Einen Klassiker wird gelungen in die Moderne versetzt

    Sommernachtstraum
    pattyliest

    pattyliest

    27. May 2016 um 16:34

    INHALT Der beliebte Englischlehrer Ben Zimmermann strebt mit der 9c eines katholischen Elitegymnasiums ein großes Projekt an. Gemeinsam wollen sie Shakespeares Sommernachtstraum auf die Bühne bringen und üben fleißig für ihre Theateraufführung. Als hätte es der Lehrer geahnt, passt das Stück perfekt zur derzeitigen Gemütslage seiner Schüler. Diese durchleben gerade den ganz normalen Wahnsinn eines Neuntklässlers und müssen Mutproben bestehen, die Liebe meistern und auch sonst steckt das Leben voller Hürden. Die Verwechslungskomödie mit verwirrten Liebespaaren benötigt gar keine große Bühne, denn Liebe, Hass, Rache und Verlust prägen bereits den Alltag der Schüler. MEINUNG Es ist nun 400 Jahre her, dass Shakespeare gestorben ist und somit befinden wir uns in einem Jahr, welches voller Neuauflagen und Interpretationen seiner Werke steckt. Tanya Lieske hat meiner Meinung nach eine ganz besondere Version des Sommernachtstraumes geschaffen und die Charaktere in die heutige Zeit katapultiert - ohne dabei gekünstelt und absurd zu klingen. Absurd klang zwischenzeitig nur Mireille, weil sie in ihren Tagträumen jede Sekunde auf Edward gewartet hat. Die dutzenden Twilight-Zitate hätte ich sicherlich nicht gebraucht.Direkt zu Beginn lernen wir anhand eines Personenverzeichnis die wichtigsten Charaktere kennen und deren Gegenstück aus der originalen Version Shakespeares. Die vielen Namen haben mich ehrlich gesagt erschlagen und besonders zu Beginn ist die Vielzahl der Charaktere doch verwirrend, denn alle sind mit ihren kleinen und großen Problemen wichtig. Nicht nur in ihrerer eigenen kleinen Welt, sondern auch über direkte und indirekte Verbindungen zu weiteren Personen. Diese Tatsache macht Sommernachtstraum von Tanya Lieske zu einer komplexen Geschichte, welche mit Ruhe und Sorgfalt gelesen werden sollte. Zwischen den Zeilen findet sich häufig noch das ein oder andere Detail, welches die Geschichte umso lesenswerter macht und diese Stellen sollte niemand missen. Der einzige Knackpunkt der Geschichte ist für mich die Komplexität und die geringe Seitenanzahl.Eine Vielzahl der Probleme hätte eindringlicher und ausführlicher behandelt werden müssen und gerade das Ende geht kaum noch auf den Auslöser des Showdowns ein. Für mich irgendwie enttäuschend. "Damals war klar, das ist für immer. Für immer war damals." ~ S. 123 Trotz kleinerer Mankos konnte mich die Geschichte packen und mir hat besonders gefallen, dass ich die Geschichte nicht alleine gelesen haben - und das obwohl ich in mein Bett gekuschelt war und niemand in meiner Nähe. Wie kann es dann sein, dass jemand mitgelesen hat? Shakespeare und Oberon haben durch kleine Anmerkungen Hintergrundwissen und Informationen preisgegeben, die ich sehr gelungen fand. Auch hat Oberon im Auftrag Shakespeares die Darsteller der Gegenwart besucht und so seinem eigenen Stück beigewohnt. Eine tolle Idee, obwohl Oberons Auftritte doch häufig zu Verwirrung geführt haben. ;) Übrigens kommt die Autorin Tanya Lieske aus dem wundervollen Rheinland und teilt mit mir den Wohnort - wenn das nicht jede Menge Pluspunkte gibt. :D FAZIT Die Verflechtung der beiden Stücke aus Vergangenheit und Gegenwart haben mir sehr gut gefallen. Leider kratzten viele Szenen nur an der Oberfläche und ein wenig mehr Tiefgang hätte mir noch besser gefallen. Für mich hat Tanya Lieskes Sommernachtstraum 4 von 5 Punkten verdient und ist perfekt für jeden, der Shakespeares Stück noch einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten möchte - dennoch ist es nicht zwingend notwendig Shakespeares Originallektüre vorab zu lesen.

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  • Lesenswert! Shakespeare verknüpft mit der Gegenwart

    Sommernachtstraum
    Losnl

    Losnl

    Der „ Sommernachtstraum“ von Tanya Lieske erschien am 25.02.2016 im Fischer – Verlag und lässt mich mit gemischten Gefühlen und sehr nachdenklich zurück. Inhalt:Zur 725 Jahrfeier der Schule, möchte Klassenlehrer Ben Zimmermann mit der 9c, Shakepears „Sommernachtstraum“ als Theaterprojekt aufführen. Voller Vorfreude stürzen sich nun, Lehrer und Schüler in das Projekt. Während schließlich alle versuchen, der Verwechslungskomödie des Stückes, um verwirrte Liebepaare Herr zu werden, geraten die Gefühle sämtlicher Beteiligten ebenfalls durcheinander: Struppi liebt Mireille, Ben will Bea und Mary Jane. Bei dieser Verwirrung weiß bald keiner mehr, wer in wen verliebt ist...„ >>Verliebte und Verrückte Sind beide von so brausendem Gehirn, So bildungsreicher Phantasie, die wahrnimmt,Was nie die kühlere Vernunft begreift!“Meinung:Gleich zu Beginn hatte ich kleinere Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen. Durch die zahlreichen Charaktere musste ich sehr genau lesen, um den Sinn nachzuvollziehen und zu begreifen. Ziemlich schnell steigt man als Leser dann doch in die Story ein, was an dem flüssigen sowie authentischen Schreibstil der Autorin liegt.Aufgegriffen werden die Aspekte der heutigen Zeit, Handy, Internet, Schwärmerei, erste Liebe, Noten sowie der Schulalltag. Tanya Lieske verknüpft gekonnt, die Reise ins Erwachsenwerden beziehungsweise die Gegenwart mit der Vergangenheit, dem >>Sommernachtstraum << von Shakespeare. Der Inhalt des Buches spiegelt somit ein Schauspiel im Schauspiel wieder.Die Hauptcharaktere und deren Schicksale werden häufig nur oberflächlich beleuchtet. Drogen, Alkohol, Mobbing, Essstörungen wurden als Probleme der heutigen Zeit angerissen, was mich sehr nachdenklich stimmte.Mein Kritikpunkt liegt in dem offenen Ende, welcher mich nicht komplett überzeugen konnte. Weiterhin stelle ich mir die Frage, ob es wirklich ein Jugendbuch sein sollte!? Zumal der Einstieg und die vielen Charaktere zwischenzeitlich sehr viel Aufmerksamkeit erfordern, um den Sinn erfassen zu können.Fazit:Der „Sommernachtstraum“ hat mich trotz meiner Kritikpunkte überzeugen können. Es ist ein sehr außergewöhnliches Buch, das die moderne Zeit mit der Vergangenheit gekonnt verknüpft. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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    • 3
    Losnl

    Losnl

    16. May 2016 um 13:37
  • Sommernachtstraum Modern

    Sommernachtstraum
    LillianMcCarthy

    LillianMcCarthy

    17. April 2016 um 14:14

    Inhalt: 'Verliebte und Verrückte Sind beide von so brausendem Gehirn, So bildungsreicher Phantasie, die wahrnimmt, Was nie die kühlere Vernunft begreift!' Shakespeares Sommernachtstraum soll an einer Schule inszeniert werden. Wie aktuell das Stück über die Irrungen und Wirrungen der Liebe, Verrat und Intrige auch heute noch ist, wird der Theatertruppe sehr schnell klar: Auf unmerkliche Weise verweben sich Theaterhandlung und die Geschicke der Beteiligten … (Quelle: Klappentext) Meine Meinung:  2016 ist ein Shakespeare Jahr. Vor 400 Jahren ist Shakespeare gestorben und aus diesem Grund halten viele Verlage tolle Neuauflagen, Retellings und an Shakespeare angelehnte Geschichten bereit, die über das ganze Jahr hinweg erscheinen. Ich bin schon von klein auf, angelehnt an meinen Namen, mit dem das ganze natürlich nicht umgänglich ist, ein absoluter Romeo und Julia Fan. Die Geschichte kannte ich schon bevor ich überhaupt lesen konnte und zu meiner Schande  muss ich allerdings sagen, dass ich, abgesehen davon, noch kein weiteres Shakespeare Werk gelesen habe. Aus diesem Grund habe ich das Jahr 2016 auch zu meinem persönlichen Shakespeare Jahr ernannt und mir vorgenommen viele Bücher von ihm und an ihn angelehnt zu lesen. Den Anfang macht bei mir Sommernachtstraum von Tanya Lieske. Dieses Werk interpretiert Shakespeare Sommernachtstraum komplett neu und verlagert diesen in die heutige Zeit und an eine Schule. Dort soll das Drama im Rahmen einer Aufführung von den Schülern aufgeführt werden, was diese zum Nachdenken anregt. Sommernachtstraum ist ein sehr komplexes und anspruchsvolles Jugendbuch, für das man sich beim Lesen also auf jeden Fall eine ganze Menge Zeit nehmen sollte. Vieles liest man zwischen den Zeilen und auch die Themen, die im Buch angesprochen werden, sind vielschichtig und interessant. Das macht Sommernachtstraum für mich sehr wertvoll, auch wenn ich mich darüber ärgere, dass ich das Original noch nicht gelesen habe. Tanya Lieske benutzt die Charaktere aus dem originalen Werk und projiziert sie auf die Schüler, Lehrer, Eltern etc. aus der Geschichte. Die Schicksale bleiben gleich. Ebenso die Probleme und so zeigt sie auf eindrucksvolle und gleichzeitig ganz simple Weise, dass es Probleme gibt, die, egal in welchem Jahrhundert man lebt, noch sehr aktuell sind und behandelt, besprochen, werden müssen.  Dennoch glaube ich, dass die Kenntnisse, die ich durch die Originallektüre gehabt hätte anders gewesen wären und mich mehr hätten verstehen lassen. Aus diesem Grund werde ich Shakespeares Sommernachtstraum sehr bald lesen und kann es euch auch nur ans Herz legen, wenn ihr euch für Tanya Lieskes Interpretation interessiert. Was mich anfangs sehr gestört hat, war die Vielzahl der Charaktere, die maßgeblich am Geschehen beteiligt waren. Neben Schülern und dem Lehrer Ben Zimmermann waren es auch Eltern, andere Lehrer und sonstige Angehörige und die meisten von ihnen haben eine wichtige Rolle. Es fällt schwer, sich zu orientieren und das ausloten, wer nun wer ist, hat auch sehr lange gedauert. Dabei trägt jeder von ihnen ein Problem mit sich herum, was nicht unwichtig ist und viele Generationen betrifft. Diese Vielzahl von Problemen führte aber auch dazu, dass bei mir das Gefühl entstand, dass die einzelnen Probleme an sich gar nicht tief genug bearbeitet wurden, und es dem gesamten Buch teilweise an Tiefe fehlte. Dennoch steckte eine große Message hinter den geschriebenen Zeilen: Shakespeare mag schon 400 Jahre lang tot sein und einer völlig anderen Zeit angehört haben. Dennoch ist er heute noch so aktuell, wie in den vergangenen 400 Jahren.   Bewertung: Sommernachtstraum von Tanya Lieske ist keine leichte sondern ganz im Gegenteil eine sehr anspruchsvolle Lektüre für Jugendliche und Erwachsene, die Shakespeare Sommernachtstraum noch einmal aus einer anderen Perspektive erleben wollen. Wortgewandt zeigt sie, dass Shakespeare auch heute noch aktuell ist und obwohl ich mit der Vielzahl der Charaktere am Anfang nicht besonders gut zurecht kam und die Probleme meines Erachtens nach nicht tief genug behandelt wurden, kann ich das Buch jedem ans Herz legen, der sich für Shakespeare interessiert. Das Lesen der Originallektüre Shakespeares ist kein Muss, allerdings würde ich sie empfehlen. Vielen herzlichen Dank an den Fischer Verlag für das *Rezensionsexemplar.

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