Tao Lin Taipeh

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Inhaltsangabe zu „Taipeh“ von Tao Lin

Taipeh Paul, 25, lebt als Schriftsteller im New Yorker Stadtteil Williamsburg, und sein Leben dreht sich im Kreis. Phasen, in denen er nichts anderes tut, als seine Internetpräsenz in Endlosschleife zu aktualisieren, wechseln sich mit exzessiven Liebesabenteuern und Drogenexperimenten ab. Im Dauerrausch der Existenz treibt er nach Taipeh, zu den Wurzeln seiner Familie, und in die Arme von Erin, mit der er die vielleicht ungewöhnlichste Liebesbeziehung der Literaturgeschichte eingeht. Pauls Odyssee ist ein Irrweg zu sich selbst, die beispielhafte Suche eines hochmodernen Menschen nach Wahrheit und Aufrichtigkeit, von der Tao Lin mit buddhistischer Ruhe und Konzentration erzählt. In seinem faszinierenden autobiografischen Roman, mit dem er in den USA zum gefeierten Literaturstar wurde, fängt er die vage Angst, den Verdruss und die Liebesunfähigkeit einer Generation ein, die die Welt hauptsächlich gefiltert durch soziale Netzwerke und leistungssteigernde Medikamente wahrnimmt. Wie nebenbeientstehen so Einsichten von existenzieller Wucht und ergreifender Tiefe.

'I feel like I can't breathe', he said, and suddenly stood and felt confused and unreal. Ein Roman wie ein Drogentrip. Schlicht verstörend.

— TinaGer

(…) but I love and hate “Taipei.”

— Nespavanje

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  • "Ich will nicht schlafen, aber ich weiß nicht, worauf ich warte"

    Taipeh

    R_Manthey

    11. August 2015 um 10:50

    Ob einem dieser Roman gefällt, hängt sicher von der persönlichen Sichtweise ab. Meine ist da vielleicht etwas naiv und uninformiert, weil ich glaube, dass Kunst, die sich nicht selbst erklärt, keine ist. Was manchmal als Kunst daherkommt, erweist sich in Wirklichkeit nur als ein Versuch einer verletzten oder leidenden Seele, auf sich aufmerksam zu machen. Das eigene Leid wird auf die Welt projiziert, die dann die Schuld daran zu tragen hat. Leider habe ich mich von den Aussagen auf dem Klappentext zum Lesen dieses Romans verleiten lassen. Dort steht etwas von "Meisterwerk" und "literarischer Sensation". Das mag für einige Menschen vielleicht gelten oder für die Kunsterklärer dieser Welt. Für mich ist dieser Roman nichts weiter als eine schier endlose Beschreibung von depressiver Trostlosigkeit, durch die man sich quälend durchkämpft, weil man bis zuletzt noch die Hoffnung hat, dass irgendwann eine Idee oder eine Aussage auf einen wartet, mit der man etwas für sich anfangen kann. Dass dieses Buch keinen Unterhaltungswert besitzt, lässt sich schon nach wenigen Seiten nicht mehr leugnen. Sein Inhalt, so weit man davon überhaupt reden kann, besteht allein in der öden Beschreibung von irgendwelchen Partys, Kino- oder Kneipenbesuchen oder Dialogen zu Hause in der WG oder auf den Reisen des Haupthelden, bei denen er Lesungen seiner Werke abhält, über die man allerdings wenig erfährt. Immerzu werfen sich die Beteiligten dabei irgendwelche Drogen oder stimulierende Pillen ein und reden danach wirres Zeug. "Wie zufällig entstehen dabei Einsichten von existentieller Wucht und ergreifender Tiefe. Eine Meditation über Erinnerung, Familie und die Möglichkeit und Unmöglichkeit von Liebe in Zeiten des Internets, hoch persönlich, kraftvoll und bewegend." Das steht im Klappentext. Und das habe ich bis zur letzten Seite gesucht, aber nicht gefunden. Bei solchen Formulierungen wie "existentielle Wucht und ergreifende Tiefe" rebellierte bereits mein Verstand. Aber etwas raffiniert Anziehendes haben solche Wortzusammenstellungen dann doch. Es könnte schließlich wahr sein. Vielleicht beschreibt dieser Roman tatsächlich den geistigen und mentalen Zustand gewisser Kreise im großstädtischen Milieu Nordamerikas, denn dass er autobiografische Züge trägt, liegt schließlich auf der Hand. Eine darüber hinaus gehende Erkenntnis vermittelt das allerdings nicht, es sei denn man findet die Selbstbespiegelung einer auf sich fixierten Personengruppe interessant, die für ihr Schicksal immer Gründe außerhalb von sich findet. Fast schon am Ende des Buches lässt der Autor seinen Helden Paul „rundheraus“ sagen, "er wolle sich gezwungen fühlen, ein depressiver Schriftsteller und zugleich ein Fashion-Model zu sein". Das trifft die Stimmung dieses Buches ziemlich gut und verrät auch gleichzeitig, worum es Tao Lin eigentlich geht.

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  • Taipeh

    Taipeh

    TinaGer

    02. March 2015 um 17:44

    Wirklichkeit zu beschreiben, die nicht ist, ist die hohe Kunst, an der sich Tao Lin probiert. Was ist, wenn nichts ist? Was bleibt, wenn alles egal ist? Wo gehe ich ihn, wenn ich kein Ziel habe? Sind wir alle nur Sternenstaub, der steuerlos durch das Hier und Jetzt schwebt? Das sind offenbar die Fragen der Generation Facebook. Das sind die großen Spannungsbögen der Gegenwart. Dabei hatte Paul, der Protagonist, so gehofft, dass etwas Gutes passieren möge, doch was das hätte sein können, erfährt weder er noch wir - die Leser. Um sich zu erfreuen, an der Sinnentleerung des neuen Stars am Literaturhimmel, muss man als Leser mit mehr als Frustrationsresistenz gesegnet sein, denn Tao Lin kredenzt seine kunstvollen Zeilen auf einem Teller der Depression, Lethargie und Desillusion. Ich habe mich gewappnet, indem ich durch Lins Text im D-Zug Tempo raste. Bevor er mich kontaminieren und deprimieren konnte, war ich mit dem kurzweiligen Büchlein auch schon durch. Zu oft schlug Lin die zarten Seiten seiner Protagonisten an, um unberührt zu bleiben. Nur ein rascher Einblick, war mir möglich, alles andere, also ein langes Verweilen im Text, wäre einfach zu schwarz, zu trostlos gewesen. Die Enttäuschung, die die Protagonisten ob ihres Leben, ihrer Ziele, ihren täglichen Geschäften, ihrer Planlosigkeit und Ziellosigkeit empfinden, ist ausufernd und allumfassend. Es gibt kein Entkommen, außer in die Welt der Drogen und Betäubung. Ständig umkreisen sich Paul und seine Freunde in einer Mischung aus Desinteresse und Agonie. Es entsteht eine katatonische Starre, eine Stille obgleich Floskeln und Phrasen ausgetauscht werden. Es geht um nichts anderes, als die Erörterung des Gefühls, ständig fragen sich die Protagonisten, wie es geht, doch es geht ja nichts, denn die Hoffnung auf ein Leben ist längst gestorben. Leseempfehlung nur für Hartgesottene und Schnellleser. 

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  • (…) but I love and hate “Taipei.”

    Taipeh

    Nespavanje

    30. November 2014 um 16:09

    Taipeh handelt von Paul, einem sehr mediengewandten jungen Schriftsteller aus Brooklyn, und nachdem ich mich über den Schriftsteller Tao Lin, ein bisschen schlau gemacht habe, kann ich sagen, dass er Paul wahrscheinlich ein bisschen ähnelt. Oder ähnelt Paul, Tao Lin? Das lasse ich jetzt einfach mal so dahingestellt. Paul hat eine neue Freundin und mit dieser verbringt er seine Zeit auf Partys, vor dem Macbook und meistens sind die beiden dabei high. Sie schlucken Medikamente und Drogen, wie andere Wasser trinken und so schweben sie eher passiv und leer durch die ganze Handlung. Tao Lin schein so etwas wie ein Günstling der hiesigen und auch der amerikanischen Literatur- und Medienszene zu sein, und so hochgefeiert wie er wird, konnte ich ja gar nicht anders, als sein erstes auf Deutsch erschienenes Werk zu lesen. Kritiker die diesem Werk nun Langeweile und fehlenden Inhalt vorwerfen, kann ich eigentlich nichts entgegenbringen. Ja es ist langweilig, weil der Text äußerst monoton ist, (=im Klappentext heißt es, er erzählt mit buddhistischer Ruhe und Konzentration und dieser Vergleich ist gar nicht so weit hergeholt, wie ich finde) und der Fokus eben nicht auf dem Inhalt liegt. Klassische Elemente fehlen, es gibt keinen nennenswerten Plot, keinen Spannungsbogen und die Figuren machen keine dramatische Entwicklung durch, aber gerade in dieser akzentlosen und unaufgeregten Erzählung liegt eine Schönheit zu Grunde, die man erst erfährt, wenn man jenen Text aufmerksam liest. Ein dermaßen großes und breites Spektrum an Ausdruck und Assoziationen ist mir bisher noch nicht untergekommen und die wirklich langen und intelligenten Sätze, lassen mein literarisches Herz höher schlagen. An dieser Stelle auch ein Chapeau an den Übersetzer. Die schnell wechselnden Gedanken Pauls, und die Wiederholungen sind hier omnipräsent. Ständig hatte ich das Gefühl mich in Pauls Kopf zu befinden und seine Gedanken selbst zu hören, und dass obwohl ich mich überhaupt nicht mit ihm identifizieren kann. Der Romancier hat es dennoch geschafft, mich in Pauls Leben hineinversetzen zu können. In der New York Times erschien von Dwight Garner eine Rezension über Taipeh von Tao Lin, die ich mit Vergnügen gelesen habe und in dieser resümierte er darüber, dass er dieses Kunstwerk zugleich liebt und hasst. Dem kann ich folglich nicht mehr viel hinzufügen, auch wenn er und ich uns damit ein bisschen aus der Affäre ziehen, Taipeh anständig zu bewerten.

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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