Tarek Siddiqui Lichtinseln

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Inhaltsangabe zu „Lichtinseln“ von Tarek Siddiqui

Ohne Vorwarnung sieht sich Maurits, Journalist aus Hamburg, mit einer zwangsweisen Versetzung in den Norden Norwegens konfrontiert, einer Intrige mit dem Zweck, ihn zur Kündigung zu drängen und damit dauerhaft aus dem Verlagshaus zu entfernen. Von Neugier, vor allem aber auch von Trotz getrieben, lässt er sich auf den Wechsel zu einem Lokalblatt, herausgegeben auf einer Lofoteninsel nördlich des Polarkreises, ein. Der dortige Chefredakteur Persson empfängt ihn mit Mißtrauen und gibt sich alle Mühe, Maurits die offensichtliche Sinnlosigkeit seines Aufenthalts deutlich zu machen. Auch seine Kollegen sind keine große Hilfe bei dem Versuch, eine Aufgabe zu finden und sich einzuleben. Doch während der Herbst voranschreitet und jeder Tag düsterer und kürzer wird als sein Vorgänger, beginnen die Inseln ihre eigenen Wirkung zu entfalten und den Besucher herauszufordern. Maurits Geschichte ist geprägt von den elementaren Gegensätzen und Spannungen zwischen Licht und Dunkelheit, Bergen und Meer, Sonne und Sternen, aber auch zwischen Fremdbestimmung und Selbstverwirklichung, Egoismus und Gemeinschaft, Wissenschaft und Poesie, Sehnsucht und Erfüllung. Er schließt Freundschaft mit dem den Walfang verteidigenden Amerikaner Troy und der Pilotin Kris, die für ihn schwer greifbar, aber noch schwerer zu vergessen ist. Mit dem Astronomen, der schließlich ganz verschwindet, ebenso wie mit Leif, dem Busfahrer, und Arnegard, dem nachtragenden Redakteur. Er begibt sich abseits des ihm verwehrten journalistischen Tagesgeschäftes auf eine Reise, die zu Fabeln und Geschichten führt, immer bemüht, seinem Aufenthalt allen Schwierigkeiten zum Trotz Sinn und Inhalt zu geben. Ob ihm das letzten Endes auch gelingt, ist weniger wichtig als die Entschlossenheit und Vielseitigkeit seiner Bemühungen, die Ausdruck einer Hoffnung sind – der Hoffnung auf die Versöhnbarkeit von Gegensätzen, auf die letztendliche Verwandtschaft des Fremden.
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