Im Schatten des Granatapfelbaums

von Tariq Ali 
4,0 Sterne bei28 Bewertungen
Im Schatten des Granatapfelbaums
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unglaublich fesselnd, traurig am Ende, aber wirft einen realistischen Blick auf das Geschehen der damaligen Zeit

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Sehr unaufgeregt und langsam erzählt, aber trotzdem bewegend - gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen Situation!

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Inhaltsangabe zu "Im Schatten des Granatapfelbaums"

Der große Erfolgsroman des Bestsellerautors Tariq Ali hat sich weltweit über XXXXXX-mal verkauft. Jetzt erscheint er als Sonderausgabe. Ein farbenprächtiges Zeitbild des maurischen Andalusiens um 1500.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783720526388
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:326 Seiten
Verlag:Diederichs
Erscheinungsdatum:12.08.2005

Rezensionen und Bewertungen

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    Minjes avatar
    Minjevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: unglaublich fesselnd, traurig am Ende, aber wirft einen realistischen Blick auf das Geschehen der damaligen Zeit
    Zeit der Inquisition in Spanien

    "Im Schatten des Granatapfelbaums" von Tariq Ali erschien 1994 im Heyne Verlag.

    Inhalt
    Im Vordergrund steht die Geschichte von Umar bin Abdallah, seiner Frau Subayda bint Qddus und ihren Kindern Yasid, Suhayr, Hint und Kulthum. Es wird beschrieben und geschildert, welche Meinung sie zum Zwangskonvertieren haben, welche Gefühle und Ängste das in ihnen auslöst und wie sie mit Taten darauf reagieren.

    Meinung 
    Cover. Das Cover gefällt mir gut, denn es zeigt ein Muster, das typisch ist für den arabischen Bereich.
    Aufbau. Das Buch besteht aus 12 Kapiteln, sowie Prolog und Epilog.
    Charaktere. Suhayr ist ein interessanter Mann. Er hat viel Kontakt zu einem älteren Mann, mit dem er viel Gespräche führt. Er ist jemand, der der Wahrheit auf den Grund gehen möchte und jemand, der sich für Gerechtigkeit einsetzen möchte. Doch kann er auch seine Familie beschützen?
    Sein kleiner Bruder Yasid ist neugierig und aufgeweckt. Das Wegfallen von Bezugspersonen ist für ihn noch sehr schwer zu verkraften. Wird Yasids Neugierde nur für Wissenserwerb sorgen oder wird sie ihn irgendwann zu Grunde richten?
    Umar bin Abdallah, der Vater der Familie. Wie wird er mit dem Glaubenskonflikt umgehen? Wird er sich für seinen Glauben einsetzen? Oder wird er den "sicheren" Weg gehen und konvertieren?
    Die politische Situation ist erschreckend. Gerade im 7. Kapitel können wir einen Einblick erhaschen in die Gedankenwelt von Cisneros- was bestätigt, dass die Ängste von Suhayr durchaus berechtigt waren. Im weiteren Verlauf lesen wir von einem Angriff- hier wird durch die Aussagen und die Taten eines Hauptmanns deutlich, wie ungerecht manches damals war.
    Bräuche. Es wird auf verschiedene Bräuche/ Rituale eingegangen: das Händewaschen vor dem Essen, das man ins Hamam geht. Was der Koch für Gerichte kocht. Hierdurch wirkt die ganze Geschichte sehr authentisch.

    Fazit
    Das Ende dieses Romans stimmt mich ganz ehrlich traurig. Ich habe nicht mit einem solchem Ende gerechnet. Doch wichtig ist, dass es historisch stimmig ist, und die ganze Geschichte wirkt stimmig.

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    Belladonnas avatar
    Belladonnavor 2 Jahren
    Meine Rezension zu Im Schatten des Granatapfelbaums

    Beschreibung

    Granada im 15. Jahrhundert.

    Das spanische Königshaus erobert sich sein Land zurück. Infolge dessen finden Buchverbrennungen statt und die muslimischen Bürger sehen sich gezwungen zum Christentum zu konvertieren, da schon bald ein Leben als Anhänger des Islams oder als Anhänger des Judentums gefährdet ist. Mitten im Geschehen müssen die Familienmitglieder der muslimischen Huydal Familie einen Weg in die unsichere Zukunft finden.

    Meine Meinung

    Der historische Roman „Im Schatten des Granatapfelbaums“ von Tariq Ali spielt um das Jahr 1490 in Granada (im maurischen Spanien). Tariq Ali erzählt von der turbulenten Zeit während der Reconquista und schildert eindrücklich die Ereignisse, die sich zu dieser Zeit in einer gläubigen muslimischen Familie abspielen.

    Während des Handlungsverlaufs lernt man die fein gezeichneten Charaktere der einzelnen Familienmitglieder kennen und lieben. Besonders den jungen Yasid und seine Schwester Hind mit ihrer weltoffenen unglaublich liebenswürdigen Art hatte ich schnell in mein Herz geschlossen.

    Die Reconquista beschwört schrecklichen Ereignisse herauf, die für eine ordentliche Gänsehaut sorgen. Wie gebannt habe ich die weitere Entwicklung verfolgt und bin gar nicht mehr aus dem Staunen heraus gekommen. Unglaublich wie eine weltoffene Religion unterdrückt und verbannt wird, und wie stark es die Zukunft einer Familie beeinflusst, die normalerweise glücklich hätte sein müssen.

    Besonders die Einblicke in den friedlichen islamischen Glauben und wie dieser im Alltag einer maurischen Familie praktiziert wird, fand ich äußerst interessant. Mindestens ebenso beeindruckt war ich von Yasids älterem Bruder Suhayr, der mutig seinen Weg geht und bereit ist für die Sicherheit seiner Familie (und die seines Volkes) alles aufzugeben.

    Das einstmalige friedliche Zusammenleben von Muslimen, Christen und Juden wird zwar angeschnitten, hätte meiner Meinung nach aber noch mehr Beachtung verdient. Schlussendlich erlebt man in diesem Roman hautnah die Zerstörung eines solchen Friedens mit.

    Über den Autor

    Tariq Ali wurde 1943 in Lahore (damals Britisch-Indien, heute Pakistan) geboren. Als 20-Jähriger emigrierte er nach London, wo er Politik und Philosophie studierte und 1968 zum Führer und Vordenker der internationalen Studentenbewegung wurde. Heute arbeitet er als Schriftsteller, Filmemacher und Journalist. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zur Weltgeschichte und -politik, Bühnenstücke, Drehbücher und Romane. (Quelle: Heyne Verlag)

    Fazit

    Ein beeindruckender Roman über den islamischen Glauben, die Zwangskonvertierung zum Christentum. Das Ganze vor der malerisch schönen Kulisse des maurischen Spaniens!

    ---------------------------------------------------------

    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 17.03.2017

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    itwt69s avatar
    itwt69vor 2 Jahren
    Im Schatten der Reconquista

    Nach der Rückeroberung von Al-Andalus durch die Christen: Nur wenige Jahre, nachdem die Schlüssel von Granada mit vielen Zusicherungen gegenüber den Mauren übergeben wurden, machen sich der Erzbischof und sein Gefolge daran, die muslimische Bevölkerung für immer zu vertreiben. Wer konvertiert, bekommt durch die Inquisition den Rest. Ein sehr bewegendes Familiendrama, welches durch eine kürzliche Andalusienrundfahrt noch viel anschaulicher wurde.

    Kommentare: 1
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Im Schatten des Granatapfelbaums" von Tariq Ali

    Im Schatten des Granatapfelbaums spielt um 1490 in Granada im maurischen Spanien. Wir erleben die stürmischen Zeiten aus dem Blickwinkel des muslimischen Gutbesitzers Umar und seiner Familie. Die Muslime herrschen seit mehreren hundert Jahren über Spanien, doch ihre Zeit neigt sich dem Ende zu. Die Spanier sind eifrig dabei ihr Land zurück zu erobern. Für die Muslime und Juden hat das katastrophale folgen, denn für sie gibt es nur drei Möglichkeiten um sich vor der Wut der Spanier zu schützen: Konversion zum Christentum, Fucht oder Tod.
    Das Buch ist ein wahnsinnig spannender und aufschlussreicher roman über die Zeit der Reconquista. Wer historische Roman liebt muss dieses Buch unbedingt lesen!

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    Windflugvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr unaufgeregt und langsam erzählt, aber trotzdem bewegend - gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen Situation!
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