Tarquin Hall

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Autor von Die verschwundene Dienerin, Der lachende Tote und weiteren Büchern.

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Tarquin HallDie verschwundene Dienerin
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Die verschwundene Dienerin
Die verschwundene Dienerin
 (16)
Erschienen am 07.01.2010
Tarquin HallDer lachende Tote
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Der lachende Tote
Der lachende Tote
 (6)
Erschienen am 01.03.2011
Tarquin HallWo die Elefanten wohnen
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Wo die Elefanten wohnen
Wo die Elefanten wohnen
 (1)
Erschienen am 02.11.2009
Tarquin HallWo die Elefanten sterben
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Wo die Elefanten sterben
Tarquin HallThe Case of the Deadly Butter Chicken
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The Case of the Deadly Butter Chicken
The Case of the Deadly Butter Chicken
 (0)
Erschienen am 25.06.2012
Tarquin HallSalaam Brick Lane
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Salaam Brick Lane
Salaam Brick Lane
 (0)
Erschienen am 30.07.2006
Tarquin HallEl caso de la sirvienta desaparecida/ The Case of the Missing Servant
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El caso de la sirvienta desaparecida/ The Case of the Missing Servant
Tarquin HallThe Case of the Man Who Died Laughing
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The Case of the Man Who Died Laughing
The Case of the Man Who Died Laughing
 (0)
Erschienen am 21.06.2011

Neue Rezensionen zu Tarquin Hall

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Rezension zu "Die verschwundene Dienerin" von Tarquin Hall

Rezension zu "Die verschwundene Dienerin" von Tarquin Hall
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Das Hausmädchen eines angesehenen Anwalts ist spurlos verschwunden. Alles deutet daraufhin, dass das Mädchen ermordet wurde. Ist der Hausherr wohlmöglich selber der Täter oder ist er ein Opfer von üblem Rufmord?
Wer wäre besser geeignet als Vish Puri, der Sherlock Holmes Indiens, um Licht in diesen Fall zu bringen?

Vish Puri ist ein Detekltiv der alten Schule. Er verlässt sich lieber auf seine Spürnase und Fakten als auf modernste Labortechnik. Er ist ein gemütlicher Mensch mit einem Hang zu indischen Fast-Food, obwohl ihm sein Arzt und seine Frau dringend von dieser Art der Ernährung abrsaten und er nur Dickerchen genannt wird. Seine Angestellten gibt er Spitznamen wie Handbremse, Gesichtscreme oder Spüler und sein Frau nennt er nur respektvoll Allerwerteste.

Auf der Suche nach dem verschwundenen Hausmädchen Mary gilt es zu kombinieren, sich zu verkleiden und geschickt zu taktieren. Mich konnte Vish Puri restlos überzeugen und ich werde gerne weiterhin seine Fälle verfolgen und ich freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen mit Dickerchen, Allerwerteste, Mummy und seinen Angestellten. Ganz nebenbei bekommt man Einblicke in das indische Leben gewährt, das doch etwas anders ist, als es in den Bollywood-Filmen scheint.

Ein besonderes Plus ist das Glossar, in dem alle indischen Begriffe erkärt werden.

Fazit: Gelungener Auftakt zu den Detektiv-Romanen um Vish Puri mit einer Prise Ironie und dem Flair Indiens.

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Rezension zu "Der lachende Tote" von Tarquin Hall

Rezension zu "Der lachende Tote" von Tarquin Hall
savannavor 7 Jahren

Angeblich werden auf dem indischen Subkontinent an die 330 Millionen Götter verehrt. Ausgerechnet eine eher dunkle Göttin aus der indischen Mythologie sorgt in der Metropole Delhi eines Tages für handfeste Unruhe.

Kali ist allen Indern als die Göttin des Todes und der Zerstörung bekannt, als sie sich am helllichten Tag in einem Stadtpark von Delhi zeigt. Überdimensional groß greift sie ausgerechnet die Mitglieder eines trainierenden Lach-Clubs an und tötet dabei gezielt den Wissenschaftler Dr. Jha. Da die zuständigen Polizei-Strukturen dieser göttlichen Erscheinung eher ratlos gegenüber stehen, bitten sie den Privatdetektiv Vish Puri um tatkräftige Unterstützung.

Puri, der reife Leiter der erfolgreichsten Privatdetektei Indiens, begegnet diesem Fall wie gewohnt mit viel Logik und Skepsis. Als erfolgreicher Geschäftsmann im modernen Indien will er Gurus, Göttern und Ganoven gleichsam kritisch begegnen.

Der Gegenspieler des Ermordeten ist ein medienbekannter Guru, der laut eigener Aussage allein durch Gedankenkraft über dem Erdboden zu schweben vermag und so direkt verdächtigt wird, die ebenfalls schwebende göttliche Erscheinung hervor gerufen zu haben. Dass es in dem öffentlichen Park viele Zeugen für den Mord gab, die Zeitungen unermüdlich von der Gotteserscheinung berichten und die Bevölkerung tief beunruhigt ist, erschwert die sachliche Ermittlung für Puri und sein Team enorm.

„Der lachende Tote. Ein neuer Fall für Vish Puri“ lebt von der Kluft zwischen einem traditionell denkenden und einem modern agierenden Indien – Götterverehrung und Technikbesessenheit sind im heutigen Indien keinesfalls ein Widerspruch. Der Leser hat über einen wirklich ungewöhnlichen Mordfall, wie er außerhalb Indiens nie auch nur ersonnen werden könnte, die Chance ein wenig vom Flair dieses asiatischen Kulturkreises zu erahnen.

Während Puri als literarischer Charakter in seinem ersten Fall hier und da noch ein klein wenig schwammig daher kam, begegnet uns der Detektiv nun mit noch deutlicheren Vorlieben für die einheimische Küche und klareren Familienstrukturen. Insgesamt wirkt Puri in seinem zweiten Fall authentischer, was seinen Charme als agierender Ermittler nur noch steigert.

Der britische Autor und Journalist Tarquin Hall lebt mit seiner indischen Frau abwechselnd in London und am Schauplatz seiner Romane, in Delhi. Er verbindet damit in genialer Weise seine Liebe zum geschriebenen Wort mit den Innenansichten einer modernen indischen Kultur.

„Der lachende Tote“ ist nach Tarquins Erstlingswerk „Die verschwundene Dienerin“ bereits der zweite Kriminalroman mit Vish Puri als strategisch denkenden Privatdetektiv. Zum Glück sind weitere Fälle für den charmanten indischen Gourmet und Denker bereits in Planung.

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Rezension zu "Die verschwundene Dienerin" von Tarquin Hall

Rezension zu "Die verschwundene Dienerin" von Tarquin Hall
savannavor 8 Jahren

Moloch oder Metropole – beide Bezeichnungen treffen auf die indische Hauptstadt durchaus zu. Dort wo tiefste Armut und höchste Millionärsdichte unmittelbar aufeinandertreffen, sind soziale Spannungen an der Tagesordnung. Für den formal ausgezeichneten und vielleicht besten Privatdetektiv des Landes liefert das moderne Delhi in jedem Fall eine nicht enden wollende Liste an Aufträgen.

Vish Puri agiert allein schon aus Sicherheitsgründen bei keinem seiner Aufträge allein, sondern mit einem ausgewähltem Team von Fahrern und Beobachtern, die er wahlweise als Angestellte niederer Kasten in die betreffende Haushalte einschleust. So auch im aktuellen Fall, bei dem einem angesehenen Anwalt vorgeworfen wird, seine junge Dienerin vergewaltigt und ermordet zu haben. Während der Anwalt darauf pocht, dass es sich dabei allein um einen neidvollen Racheakt korrupter Beamter handelt, nimmt Puri bereits Kontakt zu der Familie des jungen Mädchens auf.

Doch nicht allein dieser Fall fordert Puris Scharfsinn: Zeitgleich nimmt er einen weiteren Auftrag an, um den potentiellen Bräutigam einer Tochter aus angesehenem Hause auf Ehrlichkeit und Treue hin zu überprüfen. Und wie aus heiterem Himmel wird auf seiner eigenen Terrasse auf ihn geschossen. Stolz korrigiert der charmante Puri daraufhin die Zahl seiner bisher überstandenen Mordanschläge auf zwölf.

„Die verschwundene Dienerin“ ist der erste Fall von Vish Puri, der offensichtlich den Auftakt für eine ganze Krimireihe bilden wird. Mit dem indischen Detektiv hat der britische Autor Tarquin Hall einen geistreichen Charakter 'alter Schule' geschaffen. Ein wenig erinnert Puri tatsächlich an bekannte Ermittler der Literatur und des Fernsehen der 50er Jahre, allerdings gepaart mit höchst amüsanten indischen Eigenheiten. Hall kennt den moderne indischen Lebensstil durch langjährige Aufenthalte und die Ehe mit einer Inderin bis ins kleinste Detail. Wer Indien selbst erlebt hat, wird auch zwischen den Zeilen viel über Alltag und Zwischenmenschliches heraus lesen können.

Es ist weniger ein ausgeprägter Spannungsbogen denn die besondere Verknüpfung der Ermittlungen, die den Charakter dieses Buches ausmachen. Der Leser wird gefordert sehr aufmerksam zu lesen, um Hinweise in Dialogen oder Beschreibungen richtig interpretieren zu können. Hall – und somit auch Puri – arbeitet mit sanfter Hand, die in vielen aktuellen Krimis kaum noch zu finden ist und vielmehr durch eine harte Hand ersetzt wurde. „Die verschwundene Dienerin“ ist kein spannungsgeladener Krimi, sondern eine interkulturell anspruchsvolle Detektivgeschichte wie sie so – zumindest auf dem deutschen Markt – lange nicht mehr zu finden war.

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