Tarquin Hall Der lachende Tote

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Inhaltsangabe zu „Der lachende Tote“ von Tarquin Hall

Wer sagt, dass man über Mord nicht lachen kann? Ein neuer Fall für Vish Puri!

Dr. Jiha erhält seit einiger Zeit Morddrohungen. Er hat sich mit Wunderheiligen und anderen Gurus im Land angelegt und sie als Scharlatane bezeichnet. Jiha nahm diese Drohungen nie ernst, doch als er sich wie immer mit einigen Freunden zur Lachtherapie im Park trifft, taucht plötzlich die Rachegöttin Kali auf und ersticht ihn mit einem Schwert. Wer lacht nun?

Wunderbarer Indienkrimi mit sehr liebevoll gezeichneten Charakteren.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Der Meisterdetektiv Indiens löst wieder mit ungewöhnlichen Methoden seinen 2. Fall. Beim Lachyoga von Kali ermordet werden? Lesen!

— sunlight

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  • Rezension zu "Der lachende Tote" von Tarquin Hall

    Der lachende Tote

    savanna

    16. May 2011 um 23:00

    Angeblich werden auf dem indischen Subkontinent an die 330 Millionen Götter verehrt. Ausgerechnet eine eher dunkle Göttin aus der indischen Mythologie sorgt in der Metropole Delhi eines Tages für handfeste Unruhe. Kali ist allen Indern als die Göttin des Todes und der Zerstörung bekannt, als sie sich am helllichten Tag in einem Stadtpark von Delhi zeigt. Überdimensional groß greift sie ausgerechnet die Mitglieder eines trainierenden Lach-Clubs an und tötet dabei gezielt den Wissenschaftler Dr. Jha. Da die zuständigen Polizei-Strukturen dieser göttlichen Erscheinung eher ratlos gegenüber stehen, bitten sie den Privatdetektiv Vish Puri um tatkräftige Unterstützung. Puri, der reife Leiter der erfolgreichsten Privatdetektei Indiens, begegnet diesem Fall wie gewohnt mit viel Logik und Skepsis. Als erfolgreicher Geschäftsmann im modernen Indien will er Gurus, Göttern und Ganoven gleichsam kritisch begegnen. Der Gegenspieler des Ermordeten ist ein medienbekannter Guru, der laut eigener Aussage allein durch Gedankenkraft über dem Erdboden zu schweben vermag und so direkt verdächtigt wird, die ebenfalls schwebende göttliche Erscheinung hervor gerufen zu haben. Dass es in dem öffentlichen Park viele Zeugen für den Mord gab, die Zeitungen unermüdlich von der Gotteserscheinung berichten und die Bevölkerung tief beunruhigt ist, erschwert die sachliche Ermittlung für Puri und sein Team enorm. „Der lachende Tote. Ein neuer Fall für Vish Puri“ lebt von der Kluft zwischen einem traditionell denkenden und einem modern agierenden Indien – Götterverehrung und Technikbesessenheit sind im heutigen Indien keinesfalls ein Widerspruch. Der Leser hat über einen wirklich ungewöhnlichen Mordfall, wie er außerhalb Indiens nie auch nur ersonnen werden könnte, die Chance ein wenig vom Flair dieses asiatischen Kulturkreises zu erahnen. Während Puri als literarischer Charakter in seinem ersten Fall hier und da noch ein klein wenig schwammig daher kam, begegnet uns der Detektiv nun mit noch deutlicheren Vorlieben für die einheimische Küche und klareren Familienstrukturen. Insgesamt wirkt Puri in seinem zweiten Fall authentischer, was seinen Charme als agierender Ermittler nur noch steigert. Der britische Autor und Journalist Tarquin Hall lebt mit seiner indischen Frau abwechselnd in London und am Schauplatz seiner Romane, in Delhi. Er verbindet damit in genialer Weise seine Liebe zum geschriebenen Wort mit den Innenansichten einer modernen indischen Kultur. „Der lachende Tote“ ist nach Tarquins Erstlingswerk „Die verschwundene Dienerin“ bereits der zweite Kriminalroman mit Vish Puri als strategisch denkenden Privatdetektiv. Zum Glück sind weitere Fälle für den charmanten indischen Gourmet und Denker bereits in Planung.

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