Tatiana de Rosnay Das Geheimnis der Wände

(25)

Lovelybooks Bewertung

  • 23 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 9 Rezensionen
(5)
(5)
(11)
(2)
(2)

Inhaltsangabe zu „Das Geheimnis der Wände“ von Tatiana de Rosnay

Paris, Quartier Montparnasse. Pascaline Malon hat sich gerade von ihrem Mann Frédéric getrennt und will noch mal ganz von vorne anfangen. Sie beschließt, sich neue Freunde zu suchen und bezieht eine hübsche kleine Zweizimmerwohnung in der Rue Dambre. Kaum angekommen erfährt sie von einer Nachbarin, dass in den Räumen vor Jahren eine junge Frau umgekommen ist. Panisch verlässt sie die Wohnung, nimmt sich ein Hotelzimmer, kann sich der Geschichte der Toten aber nicht entziehen. Was als Spurensuche beginnt, wird zur Obsession, und auf einmal sieht sich Pascaline einer virtuos verdrängten Vergangenheit ausgesetzt ...

schon schön geschrieben, aber zu wenig aussagend und zu kurz!

— dieFlo
dieFlo

Stöbern in Romane

Und es schmilzt

unglaubliches Buch, sehr heftige Geschichte, habe geweint, gelacht, mich geeckelt und nur den Kopf geschüttelt

juli.buecher

Palast der Finsternis

Eine gelungene Überraschung!

Fantasia08

Durch alle Zeiten

Lebensbeschreibung einer Frau, die trotz vieler Widerstände ihren Weg geht. Konnte mich nicht restlos überzeugen.

Bibliomarie

Der Sandmaler

Leider viel weniger, als erhofft.

moni-K

Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands

Eine Reise bei der Michele sein eigenes "Ich" wiederfindet. Ein sehr schönes Hörbuch

Kuhni77

Dann schlaf auch du

Spannend, schockierend und furchtbar traurig. Ein sprachgewaltiges Buch, dass sich so richtig keinem Genre zuordnen lässt. Lesenswert!

Seehase1977

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

    Mehr
    • 37
  • Rezension zu "Das Geheimnis der Wände" von Tatiana de Rosnay

    Das Geheimnis der Wände
    Cherrychapstick

    Cherrychapstick

    16. October 2012 um 16:48

    ========== Inhalt: Pascaline sucht sich nach ihrer Scheidung eine neue Bleibe. Sie findet die perfekte Wohnung für sich alleine in der Rue Dambre. Doch kaum ist sie in der Wohnung allein, fühlt sich sich unbehaglich. Sie kann nicht einmal einschlafen. Ihre Wohnung hütet ein schreckliches Geheimnis. In dieser Wohnung wurde Anna, eine junge Frau, von einem Serienmörder vergewaligt und umgebracht. Annas Schicksal, und das der anderen Opfer, nimmt Pascaline schwer mit. Sie kann nicht mehr in dieser Wohnung bleiben, deren Wände all das Schreckliche gesehen haben, was Anna angetan wurde. Doch auch als sie ausgezogen ist, kann sie die jungen, ermordeten Frauen nicht vergessen. Sie fühlt mit den Müttern mit, denn auch Pascaline hat ihre Tochter verloren. Sie starb mit nur sechs Monaten. Für den Tod ihrer Tochter gibt sie insgeheim ihrem Ex-Mann die Schuld, welcher mittlerweile eine neue Verlobte hat, mit der er ein Töchtechen erwartet. ========== Meinung: Die Geschichte ist sehr kurz, man hätte natürlich noch viel mehr darüber Schreiben können aber ich fand es eigentlich ganz gut so. Der Schluss hat mich dann aber doch ein wenig verwirrt. Sarah's Schlüssel war natürlich um Mengen besser. Für die, welche Sarah's Schlüssel bereits gelesen haben: auch hier greift die Autorin kurz auf das Thema Vel d'Hiv zurück. ========== Fazit: Eine kurze und leiche Lektüre für Zwischendurch.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Geheimnis der Wände" von Tatiana de Rosnay

    Das Geheimnis der Wände
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. February 2011 um 17:44

    Ich habe das Buch gerade eben beendet und bin doch etwas enttäuscht. Die Buchhändlerin, die mir das Buch empfohlen hat, war so begeistert von dem Buch. Es sei eine wirklich spannende und schicksalhafte Geschichte. Ja das mag sein, aber so ein furchtbar langweiliges Buch habe ich schon länger nicht mehr gelesen. Und das alles nur auf 142 Seiten. Es geht um die 40-jährige Pascaline Malon, die nach der Scheidung von ihrem Mann einen Neuanfang starten möchte. Sie zieht in eine kleine Wohnung und fühlt sich dort auch direkt wohl, doch dann erfährt sie, dass in ihrer Wohnung eine junge Frau ermordet worden ist. Seitdem kann sie keinen Fuß mehr in ihr Schlafzimmer setzen, hat Albträume und zieht gleich wieder aus. Sie erfährt von ihrer Mutter, dass sie schon als Kind ein Gespür für schreckliche Verbrechen hatte, die sich irgendwo abgespielt haben. Pascaline verstrickt sich immer mehr in Paranoia. Kann nicht mehr schlafen und versucht alles über die Morde herauszufinden, die der Serienmörder begannen hat. Sie lernt alles über die sieben jungen Frauen, die ermordet worden sind und besucht die Häuser in denen sie den Tod fanden. Sie scheint verrückt zu werden, verschließt sich vor ihrer Umwelt und lebt in ihrer eigenen Welt, beherrscht von dem Drang nach den Morden und deren Wahrheit. An sich ist die Geschichte wirklich nicht schlecht. Aber der Schreibstil hat mir absolut nicht gefallen. Die Geschichte ist aus Pascalines Sicht geschrieben und so verwirrend und mit so vielen Fragen versehen, dass man irgendwann den roten Faden verliert. Das hat mich wirklich arg gestört. Auch die Geschichte an sich kommt nicht wirklich in Fahrt. Pascalines Alltag besteht nur aus dem Weg zur Arbeit und der Besessenheit von den Morden. Sie besucht die Tatorte, denkt an die jungen Mädchen, denkt an ihre Scheidung und zieht sich vollkommen zurück. Ihr Schicksal scheint wirklich tragisch. Doch es ist einfach fade und langweilig erzählt. Ich spüre keine Emotionen hinter dieser Geschichte, kann mich mit der Protagonistin nicht identifizieren und bete beim Lesen die ganze Zeit, dass sie sich doch bitte mal zusammenreißen möchte. Am liebsten hätte ich Pascaline geschüttelt und sie in die Klapse eingewiesen. Leider ein absoluter Fehlgriff und nicht das was der Klappentext verspricht. Keine Emotionen und ein viel zu vewirrender Schreibstil haben das Buch für mich zu einer Qual gemacht. Die Idee hinter der Geschichte hat so viel Potential für tiefgreifende Gefühle, aber die sind absolut nicht rübergekommen. Und das Ende ist in meinen Augen einfach nur übertrieben. Leider nur 1en Stern von möglichen 5...

    Mehr
  • Rezension zu "Das Geheimnis der Wände" von Tatiana de Rosnay

    Das Geheimnis der Wände
    Lesefee86

    Lesefee86

    01. September 2010 um 13:03

    Pascaline Malon ist auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Sie hat sich frisch von ihrem Mann getrennt und sucht nun einen neuen Lebensraum, in dem sie damt klar kommen muss, dass ihr Ex-Mann zusammen mit seiner neuen Liebe in ihrem alten Haus lebt. Die neue Wohnung in die sie zieht, gefällt ihr und sie fühlt sich gleich wohl. Doch nach einigen Nächten kann sie nicht mehr schlafen. Eine der neune Nachbarinnen erzählt ihr, dass Jahre zuvor eine junge Frau in Pascalines Wohnung ermordet worden ist. Die Nächte werden zu Albträumen in denen PAscaline sich als Opfer fühlt und all deren Leid und Schmerz fühlt. An ein Leben in dieser Wohnung ist nicht mehr zu denken und sie sucht die Orte der anderen Opfer, des selben Täters, auf. Ihre Suche wird zur Obsession und in Räumen in denen eine "schlechte Aura" herrscht, kann Pascaline nicht mehr bleiben, an Schlaf ist kaum noch zu denken. Und dann besucht sie ihren Ex-Mann und seine neue Frau...

    Mehr
  • Rezension zu "Das Geheimnis der Wände" von Tatiana de Rosnay

    Das Geheimnis der Wände
    Leserrezension2010

    Leserrezension2010

    24. August 2010 um 21:51

    A192 Das geheimnis der Wände von Tatiana de Rosny Kategorie: Allgemein "Die Wände erinnern sich immer" Pascaline Malon ist vierzig und hat gerade eine Scheidung hinter sich, die für sie sehr schmerzhaft ist, denn sie liebt Frédéric noch immer, doch der hat eine neue Frau, die auch schwanger von ihm ist. Ein Kind, das Pascaline nie wieder mit Frédéric haben wird. Doch nun soll alles anders werden. Pascaline zieht in eine kleine, aber hübsche Altbauwohnung und hat sich vorgenommen, sich ein völlig neues Leben aufzubauen: neue Kleider, neue Bücher, neue Freunde. Doch bereits am ersten Tag in ihrer neuen Wohnung überkommt sie ein schreckliches Gefühl und sie bricht fast darunter zusammen. Kurze Zeit später erfährt sie von einer Nachbarin, dass in ihrem Schlafzimmer zehn Jahre zuvor ein 18jähriges Mädchen ermordet wurde, von einem Serienmörder. Nun ist es aus mit Pascaline und ihrer neuen Wohnung. Sie kann keine ruhige Minute mehr finden in dieser Wohnung und an Schlaf ist gar nicht zu denken. Sie fühlt das Verbrechen und dessen dunklen Schatten förmlich. Daher flüchtet sie in ein Hotel, doch entkommt sie der Geschichte ihrer Wohnung nicht. Und schon bald wächst sich ihre Beschäftigung mit dem Verbrechen zu einer Besessenheit aus. Ich bin einige Zeit um dieses Buch herumgeschlichen, da ich kurzen Büchern gegenüber skeptisch bin. Immer wieder habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Geschichte vorbei war, bevor ich wirklich richtig drin war. Von de Rosnay habe ich allerdings schon ein Buch ("Sarahs Schlüssel") gelesen und geliebt und so siegte schlußendlich doch die Neugier. Und ich habe es nicht bereut. Tatiana de Rosnay hat einen wunderschönen Schreibstil. Auf mich wirkt ihre Sprache immer poetisch und gleichzeitig leicht zu lesen, aber eben nicht trivial oder anspruchslos. Auch mit "Das Geheimnis der Wände" konnte sie mich fesseln und ermöglichte es mir, mich in Pascaline einzufühlen, wenn mir ihr Verhalten doch trotzdem hin und wieder befremdlich schien. Die Autorin konnte das Abgleiten in die Obsession auch auf diesen wenigen Seiten als schleichend beschreiben und doch verfängt sich Pascaline schließlich unrettbar darin. Das Ende ist so nicht vorhersehbar, aber doch verständlich. Bereits im Vorwort, aber auch später in der Geschichte, wird deutlich, dass dieses Buch den Anstoß für "Sarahs Schlüssel" gegeben hat. Das mag in dem Moment etwas aufgesetzt und vielleicht auch nervig sein, wenn man jenes Buch schon kennt, jedoch hat de Rosnay "Das Geheimnis der Wände" vorher geschrieben. Es ist eben jetzt erst - durch den Erfolg von "Sarahs Schlüssel"? - ins Deutsche übersetzt worden. Das umfangreiche Vorwort machte mir jedoch deutlich, dass die Autorin viel von eigenen Erlebnissen und Erfahrungen verarbeitet und das macht die Geschichte noch authentischer. Zudem regte es mich sehr zum Nachdeken an, denn sie schreibt einen sehr prägnanten Gedanken nieder: überall sind schon Menschen gestorben. Doch wie lange steht mein Haus schon? Welche Tragödien hat es schon erlebt? Ist hier wirklich jeder eines natürlichen Todes gestorben? Das wissen nur die Wände, es ist das Gedächtnis der Wände. Ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben, weil ich es sehr gut fand, es mir nahe ging und auf jeden Fall erinnerungswürdig ist. Auch die Idee ist sehr originell. Und ich liebe einfach den Schreibstil der Autorin. Dieses Buch hat in meinen Augen die Reputation von dünnen Büchern wieder aufgewertet. Und ich freue mich schon sehr auf das dritte Buch der Autorin, das soeben auf deutsch erschienen ist.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Geheimnis der Wände" von Tatiana de Rosnay

    Das Geheimnis der Wände
    Träumerin

    Träumerin

    24. April 2010 um 13:01

    Was wäre wenn Gebäude Gefühle speichern? Und was wenn es Menschen gibt, die diese Gefühle erspüren können?
    Genialer Roman über das Gedächtnis der Wände und eine Frau deren Geschichte damit verknüpft ist.

  • Rezension zu "Das Geheimnis der Wände" von Tatiana de Rosnay

    Das Geheimnis der Wände
    Gruenente

    Gruenente

    20. February 2010 um 11:45

    Pascaline zieht nach der Scheidung in eine neue Wohung. Dort kann sie nicht schlafen und bekommt schreckliche Beklemmungen. Dann erfährt, sie das vor Jahren eine junge Frau von einem Serienmörder in ihrem Schlafzimmer getötet wurde. Auch als Kind hat Pascaline schon solche Dinge gespührt. Sie zieht aus und sucht nach den Spuren der anderen Opfer des Täters. Das wird zur Obsesson, die durch den von ihr nicht verarbeiteten Tod ihres Babys vor 14 Jahren noch verstärkt wird. Sehr schön geschrieben, aber ein wenig unausgegoren. Eher wie ein Entwurf. Auch eine Art "Vor-Roman" zu Sarahs Schlüssel. Die Ereignisse von damals in Paris werden auch hier zum Thema.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Geheimnis der Wände" von Tatiana de Rosnay

    Das Geheimnis der Wände
    sollhaben

    sollhaben

    15. February 2010 um 08:09

    Eine recht spannende Geschichte mit überraschenden Ende. Erzählt wird von Pascaline, die sich gerade von ihrem Mann scheiden hat lassen und die versucht ein neues Leben zu beginnen. Sie zieht in eine neue Wohnung und fühlt sich dort nicht wohl bzw. hat dort richtig Angst. Sie erfährt, dass in ihrem Schlafzimmer ein Serienmörder eine junge Frau umgebracht hat. Pascaline geht der Geschichte nach und wird richtig obsessiv. Leider wird diese Obsession nicht richtig erklärt und deshalb blieb mir die Geschichte ein wenig verschlossen.

    Mehr
  • Rezension zu "Das Geheimnis der Wände" von Tatiana de Rosnay

    Das Geheimnis der Wände
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. February 2010 um 21:56

    Pascaline hat sich gerade von ihrem Mann getrennt, und möchte einen Neuanfang starten. Dazu gehört auch ein Umzug in eine neue Wohnung. Sie scheint sogar die passende gefunden zu haben, eine kleine schicke Wohnung, wie sie sie sich immer vorgestellt hat. Doch nach dem Umzug erfährt sie von einer Nachbarin, dass in ihrer Wohnung eine Frau vergewaltigt und umgebracht worden ist. Seitdem quälen sie Albträume und Ängste, sie kann sich in ihrer eigenen Wohnung nicht mehr aufhalten, ohne eine Panikattacke zu bekommen. Überstürzt kündigt sie die Wohnung und zieht in ein Hotel. Doch sie kann sich der jungen Toten nicht entziehen. Also begiebt Pascaline sich auf eine Spurensuche, die immer weiter ausartet und sie in einen Strudel wirrer Morde und entzweiter Familien zieht. Am Ende sieht sie sich mit einer Wahrheit konfrontiert, an die sie nie gedacht hätte. Eine schöne, kleine Abwechslung für zwischendurch. Leicht geschrieben und schöne mitreisende Gefühlsbeschreibungen. Das Thema des Buches, der Gedanke, dass Wände ein Gedächtnis haben, ist faszinierend und erschreckend zugleich. Aber auf jeden Fall ist das Buch sehr zu empfehlen!

    Mehr
  • Rezension zu "Das Geheimnis der Wände" von Tatiana de Rosnay

    Das Geheimnis der Wände
    anushka

    anushka

    16. January 2010 um 13:30

    "Die Wände erinnern sich immer" Pascaline Malon ist vierzig und hat gerade eine Scheidung hinter sich, die für sie sehr schmerzhaft ist, denn sie liebt Frédéric noch immer, doch der hat eine neue Frau, die auch schwanger von ihm ist. Ein Kind, das Pascaline nie wieder mit Frédéric haben wird. Doch nun soll alles anders werden. Pascaline zieht in eine kleine, aber hübsche Altbauwohnung und hat sich vorgenommen, sich ein völlig neues Leben aufzubauen: neue Kleider, neue Bücher, neue Freunde. Doch bereits am ersten Tag in ihrer neuen Wohnung überkommt sie ein schreckliches Gefühl und sie bricht fast darunter zusammen. Kurze Zeit später erfährt sie von einer Nachbarin, dass in ihrem Schlafzimmer zehn Jahre zuvor ein 18jähriges Mädchen ermordet wurde, von einem Serienmörder. Nun ist es aus mit Pascaline und ihrer neuen Wohnung. Sie kann keine ruhige Minute mehr finden in dieser Wohnung und an Schlaf ist gar nicht zu denken. Sie fühlt das Verbrechen und dessen dunklen Schatten förmlich. Daher flüchtet sie in ein Hotel, doch entkommt sie der Geschichte ihrer Wohnung nicht. Und schon bald wächst sich ihre Beschäftigung mit dem Verbrechen zu einer Besessenheit aus. Ich bin einige Zeit um dieses Buch herumgeschlichen, da ich kurzen Büchern gegenüber skeptisch bin. Immer wieder habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Geschichte vorbei war, bevor ich wirklich richtig drin war. Von de Rosnay habe ich allerdings schon ein Buch ("Sarahs Schlüssel") gelesen und geliebt und so siegte schlußendlich doch die Neugier. Und ich habe es nicht bereut. Tatiana de Rosnay hat einen wunderschönen Schreibstil. Auf mich wirkt ihre Sprache immer poetisch und gleichzeitig leicht zu lesen, aber eben nicht trivial oder anspruchslos. Auch mit "Das Geheimnis der Wände" konnte sie mich fesseln und ermöglichte es mir, mich in Pascaline einzufühlen, wenn mir ihr Verhalten doch trotzdem hin und wieder befremdlich schien. Die Autorin konnte das Abgleiten in die Obsession auch auf diesen wenigen Seiten als schleichend beschreiben und doch verfängt sich Pascaline schließlich unrettbar darin. Das Ende ist so nicht vorhersehbar, aber doch verständlich. Bereits im Vorwort, aber auch später in der Geschichte, wird deutlich, dass dieses Buch den Anstoß für "Sarahs Schlüssel" gegeben hat. Das mag in dem Moment etwas aufgesetzt und vielleicht auch nervig sein, wenn man jenes Buch schon kennt, jedoch hat de Rosnay "Das Geheimnis der Wände" vorher geschrieben. Es ist eben jetzt erst - durch den Erfolg von "Sarahs Schlüssel"? - ins Deutsche übersetzt worden. Das umfangreiche Vorwort machte mir jedoch deutlich, dass die Autorin viel von eigenen Erlebnissen und Erfahrungen verarbeitet und das macht die Geschichte noch authentischer. Zudem regte es mich sehr zum Nachdeken an, denn sie schreibt einen sehr prägnanten Gedanken nieder: überall sind schon Menschen gestorben. Doch wie lange steht mein Haus schon? Welche Tragödien hat es schon erlebt? Ist hier wirklich jeder eines natürlichen Todes gestorben? Das wissen nur die Wände, es ist das Gedächtnis der Wände. Ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben, weil ich es sehr gut fand, es mir nahe ging und auf jeden Fall erinnerungswürdig ist. Auch die Idee ist sehr originell. Und ich liebe einfach den Schreibstil der Autorin. Dieses Buch hat in meinen Augen die Reputation von dünnen Büchern wieder aufgewertet. Und ich freue mich schon sehr auf das dritte Buch der Autorin, das soeben auf deutsch erschienen ist.

    Mehr