Tatiana de Rosnay Das Haus der Madame Rose

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Inhaltsangabe zu „Das Haus der Madame Rose“ von Tatiana de Rosnay

Paris 1868. Das mehrstöckige Haus in der Rue Childebert wurde bereits geräumt. Viele Gebäude in der Nachbarschaft sind schon abgerissen. Die Witwe Rose Bazelet hat sich im Keller ihres Hauses verschanzt, sie wird es nicht verlassen. Nur ein paar ehemalige Nachbarn wissen Bescheid. Allein zurückgelassen, hält sie Zwiesprache mit ihrem verstorbenen Mann Armand und lässt ihr Leben Revue passieren: ihre Hochzeit und den Einzug in das Haus, die Geburten der Kinder, die Todesfälle, Momente des Glücks und der Trauer und schließlich ein Geheimnis ... Tatiana de Rosnay beschreibt in ihrem neuen Roman den einsamen Kampf einer Frau gegen die Obrigkeit, und wieder stecken Häuser und Wände voller Erinnerungen und Geheimnisse.

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  • Paris 1868

    Das Haus der Madame Rose

    spagetti

    08. September 2015 um 12:29

    Die Witwe Rose Bazelet erhält einen Brief. Das Haus, in dem sie mit ihrem Mann, der vor 10 Jahren gestorben ist soll abgerissen werden. Genau an der Stelle, wo ihr Haus steht, soll der Boulevard St. Germain entstehen. Rose Bazelet richtet ihre Schreiben an alle öffenbtlichen Instanzen. Auch an den Baron Haussmann schreibt sie, denn er ist es, der die Anordnung für den Abriss der alten Häuser erteilt hat. Sie erhält keine Antwort. So begibt sie sich in den Keller ihres Hauses und hält Zwiesprache mit ihrem Mann, der vor 10 Jahren gestorben ist. Sie wollte ihr geliebtes Heim nicht verlieren. Das Buch gibt Einblick in das Leben von Paris, mit seinen boulevards, der rue Childebert, Rue Taranne, Rue sainte-Marguerite, Place Gozlin usw. Diese Geschichte beweist, dass manche Häuser eine Seele haben. Und diese rührende Geschichte hat mir sehr gefallen, es ist für mich das erste Buch von dieser Autorin.

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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Rezension zu "Das Haus der Madame Rose" von Tatiana de Rosnay

    Das Haus der Madame Rose

    Clari

    18. November 2012 um 15:20

    Trostreich-wehmütige Erinnerungen..... In einem alten Haus im Distrikt „St. Germain“ in der Rue Childebert in Paris lebt 1868 einzig und alleine die alte Dame Rose. Die übrigen Häuser sind abgerissen worden und nun soll auch ihres der neuen Stadtplanung weichen. Dabei ist das Haus schon Jahre in Familienbesitz, und Rose will sich nicht davon trennen. Sie hat sich im Keller ihres Hauses verschanzt. Wütend auf die Obrigkeit, den Präfekten von Paris und den Kaiser Louis Napoléon Bonaparte, die städtebauliche Veränderungen planen, spricht sie in einem langen Brief zu ihrem geliebten Ehemann Armand, der schon seit zehn Jahren tot ist. Vor uns tut sich ihr vergangenes Glück noch einmal auf. Sie gedenkt der ersten Jahre ihrer Ehe, ihrer Eltern und sie gedenkt ihrer Kinder. Rose war ein hübsches und zartes Mädchen, als sie ihrem sechs Jahre älteren Ehemann begegnete. Sie hatten eine große Liebe miteinander, die durch die frühe Demenzerkrankung des Ehemannes schon bald Einschränkungen erfuhr. In allen bunten Farben ihrer Fantasie erscheint das Leben vor seinem Tod als eine glorreiche und innige Zeit. Dass sie mit ihrer Tochter Violette nicht konnte, nimmt sie als unerklärliches Schicksal hin. Dass aber ihr kleiner Sohn mit zehn Jahren an der Cholera starb, hat sie nie verwinden können. Heute ist sie versponnen in ihre Vergangenheit, in ihren Beziehungen zu ihren Nachbarn und dem alten Lumpenhändler Gilberte, der ihr zuweilen etwas Essen zukommen lässt. Zu ihrer Unterhaltung hat sie außerdem die Blumenverkäuferin Allexandrine und den Buchhändler in ihrer Strasse, der sie mit aktueller Literatur vertraut macht. Sie weiß von diesen ihr lieben Menschen humorvoll und innig zu berichten. Falls ihr Mann ihr zuhören könnte, so wäre er immer auf dem Laufenden! Es ist die Zärtlichkeit, die Sehnsucht und die Liebe, die Madam Rose beflügelt, alles zu Papier zu bringen. Ihre Liebe zu Armand begleitet Rose durch alle ihre Tage, und sie lebt in ihrem Geist ganz mit ihm. Auch ihre ehemaligen Nachbarn, Kinderfrauen und Hausmädchen sind ihr ganz nahe! Das Paris in der Mitte des 19.Jahrunderts ersteht vor unseren Augen und man nimmt lebhaft Anteil an Veränderungen, die das Leben aller Bewohner jener Strasse berührte. Das gab es also schon damals: Verlust von Häusern durch städtebauliche Neugestaltungen und Widerstände dagegen. Tatiana de Rosnay besitzt die wunderbare Gabe, aus Vergangenheit Gegenwart entstehen zu lassen. Man erlebt die Feste, Hochzeiten, Geburt und Tod, als geschähen sie gerade jetzt. Leicht und locker, ja fast verschmitzt, berichtet Rose von ihren Erlebnissen, und man meint gerade, neben ihr zu stehen und alles mit eigenen Augen zu betrachten. Wie in einem Puzzle fügt sich eins ins andere und man bleibt ständig dabei! Eine schöne, gemütvolle und bemerkenswert realistische Darstellung und Erzählung für stille Tage ist der Autorin Tatiana de Rosnay mit ihrem Roman gelungen.

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  • Rezension zu "Das Haus der Madame Rose" von Tatiana de Rosnay

    Das Haus der Madame Rose

    hexhex

    02. January 2012 um 22:02

    Paris 1868: Städtebauer planen imposante Boulevards, dafür müssen viele der alten Häuser weichen. Auch das Haus der Madame Rose, die sich eigentlich sicher fühlte, da ihr Haus in der Nähe einer Kirche steht. Ihr und ihrem verstorbenen Mann ging das Haus immer über alles und man hat das ganze Leben dort verbracht. Die Geburt der Kinder, der Tod des Mannes vor 10 Jahren. Madame Rose möchte das Haus nicht aufgeben, sie zieht in den Keller und hält dort Zwiesprache mit ihrem geliebten Mann. So erfährt der Leser viel von ihrem Leben. Mich hat das Buch leider längst nicht so gefesselt wie die anderen Bücher der Autorin.

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  • Rezension zu "Das Haus der Madame Rose" von Tatiana de Rosnay

    Das Haus der Madame Rose

    bond

    08. December 2011 um 12:36

    Paris 1868-Napoleon III+Baron Haussmann planen eine große Modernisierung der Stadt und demzufolge soll auch "Das Haus der Madame Rose "abgerissen werden.Es steht in der Rue Childebert und muss Platz machen um den Boulevard Saint Germain zu vergrößern. Eine Atemberaubende Geschichte um Rose Bazelet,ihre bedingungslose Liebe zu ihrem verstorbenen Mann Armand und das Versprechen ,das Sie ihm zu Lebzeiten gab!Eine Wunderbare Atmosphäre begleitet von Pariser Nachbarn und das Leben um die Kirche St. Germain-des-Pres...und Rose`s Tagebuch enthält noch ein furchtbares Geheimnis_Wird Sie es niederschreiben, bevor.....?

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