Tatiana de Rosnay Sarahs Schlüssel (SA)

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Inhaltsangabe zu „Sarahs Schlüssel (SA)“ von Tatiana de Rosnay

Julia, eine amerikanische Journalistin, die mit ihrem französischen Mann in Paris lebt, entdeckt, dass die Familie ihres Mannes jahrzehntelang in einer Wohnung gelebt hat, die vor 1942 Juden gehörte. Schockiert über die Gleichgültigkeit ihrer Verwandten gegenüber diesem dunklen Kapitel der französischen Geschichte, begibt sie sich auf die Suche nach der jüdischen Familie - ohne zu ahnen, dass dies ihr Leben radikal verändern wird. Sarah, ein zehnjähriges jüdisches Mädchen aus Paris, wird im Sommer 1942 zusammen mit ihren Eltern von der französischen Polizei deportiert - zunächst in das Radstadion "Vél d'Hiv", dann in ein Lager außerhalb der Stadt, wo sie von ihren Eltern getrennt wird. Nach Tagen der Angst gelingt Sarah die Flucht. Sie ist getrieben von dem Wunsch, ihren kleinen Bruder zu retten, den sie zu Hause in einem Wandschrank versteckt hat. Den Schlüssel dazu hält sie in der Hand

Ein trauriges, nachdenkliches Buch - das man aber unbedingt lesen sollte!

— BLINDI

Sehr bewegend!Unbedingt lesen! Eine erschütternde Geschichte, die abwechselnd in zwei Zeitebenen (im Jahr 1942 und 2002) erzählt wird.

— Mogwei

Fantastisches Buch!

— Josi93

Trauriges Buch, schön und bewegend!

— roelchen

Ein Buch mit einem brillianten Aufbau, dass gerade thematisch höchst interessant und lehrreich ist. Erinnere dich. Vergiss niemals!

— ErleseneBuecher

berührt und bleibt für immer im Kopf!

— dieFlo

Das Buch hat mich sehr betroffen.

— fantagiroh

Sehr traurig und sehr berührend. Man sollte das Thema aber nicht vergessen.

— tigger0705

Die Geschichte hat mich sehr berührt!

— julina

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  • Ergreifend und erschütternd - gegen das Vergessen und für das Erinnern!

    Sarahs Schlüssel (SA)

    Mogwei

    19. August 2016 um 20:14

    .

  • Vél d’Hiv, amerikanische Französin & Schrank

    Sarahs Schlüssel (SA)

    ErleseneBuecher

    30. November 2014 um 23:56

    Momentan beschäftige ich mich gerade wieder ziemlich viel mit dem Nationalsozialismus während des 2. Weltkrieges. Die Bücher darüber lassen mich oft den ganzen Tag nicht los und ich kann das Entsetzen, das Leiden nur schwer wahrhaben und verdauen. Aber – wie schon so oft erwähnt – solche Bücher sind wichtig! So auch dieses Buch! Es ist wichtig und es lässt einen nicht mehr los. Im ersten Teil des Romans wechselt der Schauplatz und die Zeit andauernd. Es springt zwischen den 1940er und 2000er Jahren in Frankreich. Nur die Straße, die Rue de Saintonge, bleibt gleich. Die Handlung elektrisiert einen und ist schrecklich, aber auch so spannend. Man kann kaum atmen bei der Vorstellung des Bruders im Schrank. Diese Sequenzen waren für mich fast körperlich spürbar. Der zweiter Teil ist dann zum Glück oder leider weniger nervenaufreibend, aber trotzdem gut. Und das Ende gefällt mir sehr. Kleinere Probleme hatte ich teilweise mit der Protagonistin Julia. Sie wirkt zu Beginn auf mich eher schwach und sehr abhängig von ihrem Ehemann. Dann aber gegen Ende ist sie plötzlich autark, allerdings irgendwie nicht wie so eine typisch starke Frau. Sie wirkt auf mich ihrer Ehe gegenüber eher resigniert, schon allein bei der Geschichte mit der Geliebten. Diese Entwicklung war für mich nicht so nachvollziehbar. War sie nun letztendlich nur wegen seiner Familie mit ihm zusammen, da sie diese ja irgendwie immer mehr als ihre empfindet? Insgesamt ist das ein Buch mit einem brillianten Aufbau, dass gerade thematisch höchst interessant und lehrreich ist. Erinnere dich. Vergiss niemals! Bewertung: 5 von 5 Punkten

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  • 5 Sterne +

    Sarahs Schlüssel (SA)

    dieFlo

    Sarah ist zehn, ein unbeschwertes Kind und auf einmal ist alles anders. Polizisten kommen, sie hämmern an die Tür und schreien, dass die Mutter schnell ein paar Sachen zusammenpacken soll. Sarah schaut die Mutter fragend an und ahnt nur, dass es etwas mit dem Stern zu tun haben muss, den sie auf der Brust trägt. Sie dekt an ihren kleinen, süßen Bruder und an das Versteck im Schrank, das niemand findet. Sie reagiert schnell und schließt ihn ein. Der Papa wird nach Hause kommen, dann wird alles gut. Sie kann nicht ahnen, dass auch der Vater in dieser Nacht aus seinem Versteck kommt und mit seiner Familie und tausenden anderen Juden in ein Halle gepfercht wird. Ohne Wasser, ohne Nahrung - die Toiletten restlos überfüllt, harren sie und warten und Sarah denkt nur daran, dass sie zurück muss, sie muss Michel aus dem Schrank holen. Er hat doch nur eine Kanne Wasser. Das Buch nimmt den Leser mit nach Paris in die Nacht, als französische Soldaten alle Juden zusammensuchen und auch Gewalt anwenden. Es erzählt die Starre der Mutter, die im Schock nicht mehr reagiert, der Sorge Sarah's und wie sie sich endlich dem Vater anvertraut und ihm den Schlüssel zeigt. Sarah will zurück - nur wie? Wird sie es schaffen? Was passiert derweil mit dem kleinen Bruder? Das Buch ist fiktiv und ein Roman. trotzdem kann es genauso passiert sein - es ist ergreifend und berührt und lässt mich hier beim Tippen die Tränen wieder aufsteigen fühlen. Es ist ein Mahnmal, dass so etwas nie wieder passieren darf! Es liest sich so fließend - verbindet die Gegenwart, die Sorgen der Journalistin mit dem Leben von Sarah.

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    • 8
  • Dramatisch und erschütternd

    Sarahs Schlüssel (SA)

    Schlehenfee

    30. November 2013 um 15:20

    Paris 1942: Das Leben der zehnjährigen Sarah ändert sich schlagartig, als eines Morgens die Polizei an die Wohnungstür klopft, um die jüdische Familie mitzunehmen. Geistesgegenwärtig versteckt Sarah ihren vierjährigen Bruder im geheimen Wandschrank und schließt ab. Schließlich wird sie ja bald wieder zurück sein, denkt sie. Die Familie wird mit Tausenden anderen Juden in der ehemaligen Radsporthalle Vélodrome d’Hiver interniert. Sarah wird klar, dass sie irgendwie zu ihrem Bruder muss, um ihn zu retten, doch noch liegt eine schwere Zeit vor ihr. Sechzig Jahre später erhält die amerikanische Journalistin Julia, die seit Jahren in Paris lebt,  den Auftrag über die Zusammentreibung einen Bericht für ihr Magazin zu schreiben. Julia, die wie viele nichts über das Vél d’Hiv weiß, beginnt zu recherchieren und stößt dabei auf die Geschichte Sarahs, die mit der Familie ihres französischen Mannes auf enge Weise verknüpft ist. Der Roman „Sarahs Schlüssel“ ist gleichzeitig ein erschütternder Bericht über die historischen Ereignisse rund um die Zusammentreibung der Pariser Juden und eine Geschichte über die Emanzipation einer Frau aus der heutigen Zeit. Sarahs und Julias Geschichte wird mit jedem Kapitel abwechselnd erzählt, bis sich die Handlungsstränge kreuzen. Es ist schon zu Beginn so dramatisch, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Dass die Autorin Tatiana De Rosnay viel Recherche und Herzblut in ihr Buch gesteckt hat, ist ständig bemerkbar. Diese Mischung aus Frauen- und historischem Roman ist wirklich sehr gut geschrieben und ging mir teilweise echt an die Nieren. Die Charaktere der Sarah und Julia sind sehr sympathisch, Julias französischer Mann und seine Familie kamen mir dagegen zuweilen etwas klischeehaft vor, da die Autorin aber Französin ist, rege ich mich nicht darüber auf.  Auch wenn die Geschichte zum Ende hin etwas abflacht, ist es ein sehr guter Roman, der uns vor allem dazu ermahnt, die Geschehnisse der Judenverfolgung und des Holocausts nicht einfach als „vergangen und abgehakt“ abzutun. Was mich sehr verblüffte, war die Tatsache, dass viele Franzosen das Ereignis aus der eigenen Geschichte so lange verschwiegen haben bzw. kaum etwas darüber wissen, dass ihre eigene Polizei und Bevölkerung in die Machenschaften der Nazis verstrickt waren. Klare Leseempfehlung an alle!

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  • aufwühlend, nachdenklich, wortlos und zornig machend

    Sarahs Schlüssel (SA)

    ClaudiaBerlin

    06. September 2013 um 07:26

    Von Tatiana de Rosnay, auf deutsch 2007 im Berliner Taschenbuchs Verlag erschienen. Mir freundlicherweise als Wanderbuch von Marion zur Verfügung gestellt, herzlichen Dank dafür. Klappentext: Die zehnjährige Sarah wird im Sommer 1942 zusammen mit ihren Eltern von der französischen Polizei deportiert. Nach Tagen der Angst gelingt ihr die Flucht. Sie ist getrieben von dem Wunsch, ihren kleinen Bruder zu retten, den sie zu Hause in einem Wandschrank versteckt hat - Julia, eine amerikanische Journalistin, die mit ihrem französischen Mann in Paris lebt, entdeckt, dass die Familie ihres Mannes jahrzehntelang in einer Wohnung gelebt hat, die vor 1942 Juden gehörte. Schockiert begibt sie sich auf die Suche nach der jüdischen Familie - ohne zu ahnen, dass dies ihr Leben radikal verändern wird. Dieses Buch berührt und erinnert, und das ist gut so. Als ich mich endlich getraut habe, und mich eingelesen hatte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Zwischendurch habe ich bitterlich geweint. Es ist flüssig geschrieben, das Lektorat war sehr gut. Die Geschichte läßt einen nicht los und anfangs wird abwechselnd aus Sarahs und Julias Perspektive berichtet. Man leidet buchstäblich mit. Einen Punkt habe ich zu bemängeln: Julia ist Journalistin, recherchiert und verarbeitet ihre Erkenntnisse in einem Zeitungsartikel. Die Zusammentreibung wurde von der französischen Polizei durchgeführt, auch die Deportationen führten Franzosen durch. Französische Polizisten, die die Menschen, die sie da zusammentrieben und unter menschenunwürdigsten Bedingungen zusammenpferchten, teilweise persönlich kannten. Damit umzugehen und die Befehle auszuführen muss Gefühle ausgelöst haben. Wie empfanden die Polizisten die Situation und sind Schuldgefühle aufgekeimt oder noch vorhanden? Oder taten sie es als Auftrag ab, von dem jemand schon wissen musste, was er befahl? Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet… dass dazu noch etwas kommt, kam aber nicht. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass dieser für mich sehr wichtige Aspekt, der mich auch sehr wütend und nachdenklich gemacht hat, mehr angesprochen worden wäre. Insgesamt ein aufwühlendes Buch. Ich bin froh, es gelesen zu haben. Zakhor. Al Tichkah. Erinnere Dich. Vergiss niemals.

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  • Lesenswert

    Sarahs Schlüssel (SA)

    tigger0705

    07. July 2013 um 21:53

    Ich habe dieses Buch als Wanderbuch erhalten und war gespannt, worum es im einzelnden ging. Als ich es dann Zuhause hatte, tat ich mich etwas schwer mit dem Anfangen des Buches. Völlig umsonst. Dieses Buch liest sich toll, aber auch traurig. Es gibt kurze Kapitel und somit kann man es gut zwischendurch lesen. Die Kapitel sind unterteilt in die Sichweise von Sarah, einem jüdischen Mädchen, dass im Juli 1942 in Paris deportiert wurde, und Julia einer amerikanischen Journalistin, die sich im Mai 2002 auf die Spuren von Sarah in Paris begibt. Es liest sich schnell und unkompliziert und man möchte es nicht mehr aus der Hand legen. Es macht einen aber auch sehr traurig, wenn man (selbst nach so langer Zeit) von einzelnen Personen und ihrem Schicksal erfährt. Es ist schlimm zu hören, dass vor diesen Ereignissen die Augen verschlossen wurden. Es gehört zu unserer Geschichte und es sollte niemals vergessen werden. Das Buch liest sich gut, auch wenn mich manchmal die indirekte Rede etwas genervt hat. Man sollte sich schon entscheiden, ob direkt oder indirekt geredet wird. Eine Mischung der beiden Sachen auf einer Seite, war etwas nervig. Aber ansonsten konnte ich mich in dem Buch sehr gut zurecht finden und auch die Personen gut verstehen. Es ist mir aber noch nie passiert, dass ich für eine Person einen regelrechten Hass verspürt habe. Eine Person im Buch hat es geschafft. Wie kann man so egoistisch sein! Aber findet selber heraus, wen ich damit meine. Vielleicht geht es euch ja genauso oder auch nicht. Ich bin gespannt auf eure Reaktion zum Buch. Hinterlasst mir doch einen Kommentar, wenn ihr das Buch gelesen habt und sagt mir, wie es euch gefallen hat. Geht es euch auch so wie mir, die jetzt wieder mehr über das Schicksal von damals nachdenkt? Für mich ist es nicht vergessen. In Deutschland wird man aber auch recht häufig daran erinnert. So ich glaub jetzt hab ich genug dazu gesagt.

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  • Ein Buch fürs Herz

    Sarahs Schlüssel (SA)

    Tantschina

    13. April 2013 um 17:30

    Sie dachte an ihren kleinen Bruder, der im Wandschrank wartete. Sie tastete nach dem glatten Schlüssel in ihrer Tasche. Paris, 2002: Julia, eine amerikanische Journalistin, die mit ihrem französischen Mann in Paris lebt, entdeckt, dass die Familie ihre Mannes jahrzehntelang in einer Wohnung gelebt hat, die vor 1942 Juden gehörte. Als sie sich auf die Suche nach der jüdischen Familie macht, ahnt sie nicht, dass dies ihr Leben radikal verändern wird. Ihre Recherche führt sie zurück in den Sommer 1942, zu Sarah, einem zehnjährigen jüdischen Mädchen, das mit ihren Eltern von der französischen Polizei deportiert wurde. Getrieben von dem Wunsch, ihren kleinen Bruder zu retten, der zu Hause versteckt in einem Wandschrank wartet, gelingt ihr die Flucht. Den Schlüssel zum Schrank hält sie in der Hand... Tatiana de Rosnay hat ein absolut lesenswertes Buch geschrieben, das nicht nur fesselt, sondern das den Leser bis auf die letzte Seite mitfiebern lässt. Es ist aufgeteilt in zwei Teile. Zum einen hätten wir da die Geschichte der amerikanische Journalistin im Jahre 2002, die mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Paris lebt. Sie führt ein geregeltes Leben, hat einen gutbezahlten Job und lebt glücklich vor sich hin. Bis sie sich eines Tages mit den schrecklichen Geschehnissen des Rafle du Vélodrome d'Hiver auseinandersetzt. Auf der anderen Seite haben wir die kleine Sarah, die zusammen mit ihren Eltern und ihrem kleinen im Paris der früher 50er lebt. Europa wird regiert von den Nazis, und auch in Paris beginnt man nun mit der Deportation sämtlicher jüdischer Familien. Auch Sarah und ihre Familie bekommen Besuch von der Pariser Polizei. Doch Sarah hat einen Plan: Ihr kleiner Bruder solle sich im Wandschrank verstecken, von dem nur die Beiden wissen, und sie würde ihn später holen. Den Schlüssel nimmt sie mit und wird zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Vater ins Vel d'Hiver gebracht. Bücher über den zweiten Weltkrieg gibt es bekanntlich en masse. Bücher über den zweiten Weltkrieg in denen Kinder die Hauptrolle spielen ebenso. Doch dieses Buch ist kein Klischeehafter zweiter Weltkrieg Roman, nein, er erzählt eine völlig unabhängige, noch dazu frei erfundene Geschichte, die sich um das Leben zweier Frauen dreht, die etwas zu erzählen haben. Diese eindringliche und rührende Geschichte, die gespickt ist mit kleinen Zwischenfällen, die einen etwas zu Ruhe kommen lassen, lässt den Leser nicht nur auf die Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges zurückblicken. Nein, vorrangig ist in diesem Werk die Geschichte der kleinen Sarah, mit der Julia immer enger zusammenwächst, auch wenn die beiden Geschichten in einer ganz anderen Zeit spielten. Viele schütteln hierzu nur den Kopf und meinen "Schon wieder ein Bucher über die Juden, die Nazis, den Zweiten Weltkrieg." Ja, richtig. Doch diese schrecklichen Szenen dürfen nicht vergessen werden. Tatiana de Rosnay hat einen Roman kreiert, den man innerhalb kürzester Zeit verschlungen, allerdings noch lange Zeit nicht vergessen wird. Die unendliche Liebe der kleinen Sarah, die selbst in den schlimmsten Momenten immer nur an ihren kleinen Bruder denkt, die strebsame Journalistin Julia, die alles daran setzt, die Geschichten rund um das Vel d'Hiver aufzudecken, lassen einen nicht nur das Herz höher schlagen, die Geschichte bringt den Leser auch zum weinen. Sarahs SchlüsselTatiana de RosnayBloomsbury Verlag Persönliche Note: ♫ ♫ ♪ 4 von möglichen 5 Punkten. Das Buch überzeugt und ist ein absolutes Muss für jeden, der ein Herz für Bücher hat und dem die Geschichte Europas und vor allem die Geschichte rund um das Dritte Reich und Deutschland interessiert. Es ist ein etwas anderes Buch, das nicht nur die Grausamkeiten und Missstände der damaligen Zeit aufweisen, es beinhaltet auch eine Geschichte aus der Gegenwart. Dadurch hebt sich dieses Buch von den zahlreichen Schilderungen vieler Überlebender ab. Abzüge gibt es für die zum Teil etwas schnulzige und klischeehafte Entwicklung der Julia, die ein wenig zu sehr von der Geschichte abhebt. Zudem ist in meine Augen das Buch nichts für Jugendliche ab 12. Nein, für dieses Buch benötigt man etwas mehr Reife. Nichts desto trotz: absolute Pflichtlektüre!

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  • Sarahs Schlüssel von Tatiana de Rosnay.

    Sarahs Schlüssel (SA)

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. March 2013 um 00:27

    Julia ist Journalistin für ein amerikanisches Expat Magazin. Zum Jubiläum der Vel d’Hiv Deportation hunderter Pariser Juden wird sie damit betraut einen Artikel zu verfassen. Ihre Recherche bringt sie auf die Spur der jungen Jüdin Sarah und dem schrecklichen Geheimnis, welches das Mädchen mit der Familie ihres Mannes verbindet. Traurig, nachdenklich, unbedingt lesenswert ist dieses Buch. Eine Mischung aus historischem Roman und zeitgenössischer Auseinandersetzung mit der französischen Schuld, welche von Landsmännern gerne geleugnet wird. Ich scheute zunächst zurück vor diesem Buch, da der Markt und mein Kopf so völlig übersättigt sind von Romanen über den zweiten Weltkrieg und die Judenverfolgung. Dieses Buch erzählte mir jedoch eine Geschichte, die ich noch nicht kannte und beschäftigt sich nicht wie ich befürchtete mit den Nazis sondern mit französischen Polizisten und deren Beitrag zum Schicksal vieler Pariser Juden. Ich bin begeistert von der Erzählweise dieses Romans, in sich abwechselnden Kapiteln werden die Geschichte der jungen Jüdin Sarah, und die Nachforschungen der amerikanischen Journalistin Julia thematisiert. Mein Lieblingsteil war der gegenwärtige, da hier auf angenehme Weise die Geschichte Sarahs Einfluss auf das Leben von Julia nimmt, was eine interessante Mischung ergibt. Die Geschichte selbst ist tragisch bis verstörend, doch wie kann es anders sein, wenn es um den Holocaust geht. Die Geschichte Julias gibt dem Leser immer wieder eine kleine Erholung, einen Ankerpunkt wider der Verzweiflung die einen beschleicht wenn man sich mit Sarahs Martyrium beschäftigt. Ich bin vollends überzeugt von diesem Buch, der Wirkung seiner Geschichte und davon, dass es verdient nicht nur gelesen sondern auch erwähnt zu werden. Nicht alle Charaktere sind sympathisch, nicht alle Kapitel völlig ohne sentimentale Anklänge, doch als Gesamtwerk wiegen sich diese kleinen Macken auf und runden einander ab zu einem Buch, dass dem Leser ein gutes, wenn auch mulmiges Gefühl gibt – auf jeden Fall das Gefühl einen guten Roman zur Hand zu haben. Unbedingt lesenswert, nicht nur für historisch interessierte Leser.

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  • Rezension zu "Sarahs Schlüssel (SA)" von Tatiana de Rosnay

    Sarahs Schlüssel (SA)

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. December 2012 um 05:37

    Julia ist Journalistin für ein amerikanisches Expat Magazin. Zum Jubiläum der Vel d’Hiv Deportation hunderter Pariser Juden wird sie damit betraut einen Artikel zu verfassen. Ihre Recherche bringt sie auf die Spur der jungen Jüdin Sarah und dem schrecklichen Geheimnis, welches das Mädchen mit der Familie ihres Mannes verbindet. Traurig, nachdenklich, unbedingt lesenswert ist dieses Buch. Eine Mischung aus historischem Roman und zeitgenössischer Auseinandersetzung mit der französischen Schuld, welche von Landsmännern gerne geleugnet wird. Ich scheute zunächst zurück vor diesem Buch, da der Markt und mein Kopf so völlig übersättigt sind von Romanen über den zweiten Weltkrieg und die Judenverfolgung. Dieses Buch erzählte mir jedoch eine Geschichte, die ich noch nicht kannte und beschäftigt sich nicht wie ich befürchtete mit den Nazis sondern mit französischen Polizisten und deren Beitrag zum Schicksal vieler Pariser Juden. Ich bin begeistert von der Erzählweise dieses Romans, in sich abwechselnden Kapiteln werden die Geschichte der jungen Jüdin Sarah, und die Nachforschungen der amerikanischen Journalistin Julia thematisiert. Mein Lieblingsteil war der gegenwärtige, da hier auf angenehme Weise die Geschichte Sarahs Einfluss auf das Leben von Julia nimmt, was eine interessante Mischung ergibt. Die Geschichte selbst ist tragisch bis verstörend, doch wie kann es anders sein, wenn es um den Holocaust geht. Die Geschichte Julias gibt dem Leser immer wieder eine kleine Erholung, einen Ankerpunkt wider der Verzweiflung die einen beschleicht wenn man sich mit Sarahs Martyrium beschäftigt. Ich bin vollends überzeugt von diesem Buch, der Wirkung seiner Geschichte und davon, dass es verdient nicht nur gelesen sondern auch erwähnt zu werden. Nicht alle Charaktere sind sympathisch, nicht alle Kapitel völlig ohne sentimentale Anklänge, doch als Gesamtwerk wiegen sich diese kleinen Macken auf und runden einander ab zu einem Buch, dass dem Leser ein gutes, wenn auch mulmiges Gefühl gibt – auf jeden Fall das Gefühl einen guten Roman zur Hand zu haben. Unbedingt lesenswert, nicht nur für historisch interessierte Leser.

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  • Leserunde zu "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering" von Ariel Magnus

    Zwei lange Unterhosen der Marke Hering

    DieBuchkolumnistin

    »Ich hab doch meine Freiheit, und Freiheit ist so viel wert. Das Wort ist klein, aber der Inhalt ist riesig.« Emma ließ sich mit 22 Jahren auf der Suche nach ihrer blinden Mutter freiwillig ins Konzentrationslager Theresienstadt und später nach Auschwitz deportieren und wäre ihrer Mutter auch auf dem Weg in die Gaskammer nicht von der Seite gewichen, hätten nicht die Nazis selbst sie aufgehalten. Der argentinische Autor Ariel Magnus will diese Frau, seine Oma, näher kennenlernen und beginnt, ihr Fragen zu ihrer Vergangenheit zu stellen. Entstanden ist ein überaus humorvolles und unkonventionelles Porträt einer Holocaust-Überlebenden, die seit 50 Jahren in Brasilien lebt und die in ihrer Authentizität mit allen Klischees bricht, die ohne Bitterkeit oder Selbstmitleid zeigt, wie vielschichtig das Leben ist, auch in den dunkelsten Zeiten. Ariel Magnus und seine temperamentvolle Großmutter reisen dabei zwischen Deutschland, Brasilien und Argentinien hin und her, sie streiten, provozieren, überraschen, und so entfaltet sich vor dem Leser ein Kaleidoskop von unpathetischer Menschlichkeit, familiärer Wärme und pragmatischen Lebensentscheidungen. (Leseprobe zum Download) Mir wurde der Roman "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering" von Ariel Magnus bereits vor einigen Monaten vom Verlag Kiepenheuer & Witsch zum Probelesen gegeben und ich war von der ersten Seite an begeistert. Selten habe ich so einen unterhaltsamen und leichten Bericht über die damalige Zeit gelesen, der trotzdem unheimlich berührend ist. Es gibt so wahnsinnig viel Lektüre und Filme über das Thema, weswegen wir oft leider schon abgestumpft sind und uns kaum mehr ein Bericht von damals die tatsächlichen Eindrücke zu vermitteln mag. Aber Ariel Magnus berichtet so normal vom Zusammensein und den Berichten seiner intelligenten und lustigen Großmutter, dass man sogleich Seite an Seite reiht und kaum mehr aufzuhören vermag diese Frau zu bewundern und ihren Lebensweg weiterzuverfolgen. Ich würde mich freuen, wenn ich Euch mit meiner Begeisterung über diesen kleinen Literaturschatz anstecken kann! Weitere Informationen zu Buch und Autor gibt es auf der Verlagswebsite.  Zusammen mit Kiepenheuer & Witsch suchen wir 25 Testleser für "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering". Hast Du Lust mit uns das Buch zu lesen, darüber zu diskutieren und im Anschluss eine Rezension dazu zu schreiben? Hinterlasst einfach bis zum 12. September 2012 einen Kommentar, warum Euch gerade dieser Roman interessieren würde. Ich freue mich auf Eure Beiträge und die darauffolgende Diskussion! Selbstverständlich ist auch jeder, der das Buch in der kommenden Woche nicht gewinnt, herzlich einzuladen mit dabei zu sein und uns beim Lesen und dem Austausch zu begleiten! Ariel Magnus, geboren 1975 in Buenos Aires. Studium in Deutschland, schrieb für verschiedene Medien in Lateinamerika, die taz in Berlin und Spiegel Online und lebt heute als Autor und literarischer Übersetzer in Buenos Aires. Er hat bislang neun Bücher veröffentlicht. 2007 wurde er für seinen Roman »Ein Chinese auf dem Fahrrad« mit dem internationalen Literaturpreis Premio La otra Orilla ausgezeichnet. Das Buch wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und wurde ein internationaler Bestseller. "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering" ist sein zweiter Roman, der auf Deutsch erscheint.

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  • Rezension zu "Sarahs Schlüssel (SA)" von Tatiana de Rosnay

    Sarahs Schlüssel (SA)

    pat_meeresbrise

    23. June 2012 um 15:47

    Kurzbeschreibung: Die ergreifende Geschichte eines jüdischen Mädchens, das im Sommer 1942 in Paris von der Polizei deportiert wird, und einer Journalistin, die sich sechzig Jahre später auf die Suche nach ihr begibt. Ein wunderbarer Roman, den man nicht mehr vergisst. Meine Meinung: Die zwei parallel erzählten Geschichten sind eine gute Kombination. Die Geschichte von Sinka, alias Sarah, ist aber um einiges besser und hat mir teilweise einige Nerven geraubt. Der verzweifelte Versuch des Mädchens ihren Bruder zu retten, aus dem Lager zu entkommen und die lange Reise nach Paris anzutreten ist fesselnd und schockierend. Da die Ereignisse aus Paris vom 15. und 16. Juli 1942 wahr sind, ist es noch schockierender. Das Vèl d'Hiv wird für viele weiterhin ein Begriff sein und diese Aktion und vor allem diesen Namen wird man nie mehr vergessen. Die zweite Handlung um Julia ist ganz ok. Mich hat sie nicht so sehr überzeugt und ihre Suche nach Sarah war für mich teilweise etwas zu einfach. Allerdings die Art und Weise, wie der Zusammenhang zwischen Sarah und Julia hingeführt wird, ist lobenswert. Allerdings ist Julias Gefühlswelt meiner Meinung nach etwas zu kitschig und Zoe's Natur ist für ihr Alter wirklich fast zu reif. Minuspunkte muss ich allerdings für den Schreibstil geben. Es ist zwar "nur" ein Roman, aber eben doch sehr locker geschrieben, der Vorteil ist allerdings, dass es ein gutes Buch für die S- oder Straßenbahn ist. Da ungefähr bis zur Mitte des Buches die Geschichten zwischen Sarah und Julia immer abgewechselt werden, will man das Buch gar nicht aus der Hand legen, denn man möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Doch, trotz all den guten Aspekten, von dem Schreibstil war ich etwas enttäuscht.

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  • Rezension zu "Sarahs Schlüssel" von Tatiana de Rosnay

    Sarahs Schlüssel (SA)

    Lesefee86

    06. June 2012 um 13:08

    Julia lebt mit ihrem Mann in Frankreich und genießt ihr Leben als Verheiratete und Journalistin. Eines Tages kommt es unweigerlich dazu, dass ihr Mann eine Wohnung vererbt bekommt. Gemeinsam besichtigen sie diese und bekommen erzählt, wer dort einmal lebte: Eine jüdische Familie, die deportiert wurde. Julias journalistisches Gespür lässt sie nicht los und sie fängt an zu recherchieren. Sie möchte wissen ob noch jemand von dieser Familie lebt und mehr über sie erfahren. Und sie wird fündig. Sie reist zurück in der Zeit und erfährt was damals in diesem Haus geschah. In der Vergangenheit, im Jahr 1942, begegnet sie einem kleinen Mädchen, dass damals ihr Leben riskierte, nur um wieder in diese Wohnung zu kommen. Warum sagte die kleine Sarah keinem. Alles was wichtig war, war der Schlüssel in ihere Hand, der Leben bedeutete. Was hatte dies alles mit ihrem Buder zu tun? Und was verbirgt sich in der kleinen Kammer der Wohnung, die Julia entdeckt hat, aber deren Schlüssel nicht aufzufunden ist? Dieses Buch ist sehr berührend und jeder sollte es lesen. Die Rahmengeschichte die sich in der Jetztzeit abspielt, ist eine ganz gewöhnliche, die jedem so passieren kann. Entdeckungen können jeder Zeit selbst im eigenen Heim gemacht werden. So geht es auch Julia, nur verändert dies ihr ganzes Leben. Die Hauptgeschichte in diesem Buch dreht sich aber um Sarah, die ihre Geschicht und die ihrer Familie erzählt. Das tut sie so leicht und doch zart, dass einem das Herz aufgeht. Nach und nach wird dem Leser bewusst, was sich hinter der Tür verbergen muss und die Gänsehaut und Trauer bleiben nicht aus. Jeder der sich auch nur ein bisschen für den Holocaust interessiert und eine einfühlsame über Verlust und Familie lesen mag ist mit diesem Buch sehr gut bedient!

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  • Rezension zu "Sarahs Schlüssel" von Tatiana de Rosnay

    Sarahs Schlüssel (SA)

    FabAusten

    05. June 2012 um 15:59

    Sarahs Schlüssel Paris, den 16. Juli 1942 Ein Mädchen und seine Familie werden mit unzähligen anderen jüdischen Familien von der französischen Polizei verhaftet und in das Radrennstadion Vélodrome d'Hiver gebracht. Unter schlimmsten Bedingungen harren die Menschen aus bis sie in ein Lager außerhalb von Paris transportiert werden. Dort werden die Eltern gewaltsam von ihren Kindern getrennt und schließlich alle nach Auschwitz deportiert. Fast alle. Das Mädchen kann fliehen. Beseelt von einem einzigen Gedanken. Er gibt ihr Kraft, weiterzulaufen obwohl sie weiß, dass ihre Eltern wahrscheinlich tot sind. Es ist der Gedanke an ihren Bruder. An ihren Bruder, den sie in einem Schrank in der Wohnung versteckt hat. Sie muss ihn retten. Das ist alles was jetzt noch zählt… Sechzig Jahre später soll sich die Journalistin Julia Jarmond anlässlich des Jahrestags mit den Ereignissen von „Vel d’Hiv“ beschäftigen. Während sie private Sorgen plagen, verfolgt sie die Spur der Deportierten. Immer mehr fühlt sie sich verantwortlich, diese vor dem Vergessen zu retten. Und dann muss sie erfahren, dass die Ereignisse mehr mit ihrem Leben zu tun haben, als sie je hätte ahnen können. …. Dieser Roman macht es mir nicht leicht. Obwohl ich finde, dass er einige Schwachstellen aufweist, hat er mich auf eigentümliche Weise berührt und beeindruckt. Die Romanstruktur entspricht einer Schnitzeljagd, in der Sarahs Geschichte immer mehr Kontur annimmt. Das ist wirklich gut umgesetzt, denn so werden die Details erst nach und nach bekannt. Außerdem sind die Entwicklungen nicht vorhersehbar und sehr dramatisch. Anfangs gibt es zwei Erzählstränge und zwar einen aus Sarahs Sicht und einen aus Julias Perspektive. Sie wechseln sich ab und stehen gleichwertig nebeneinander. Weder habe ich den einen noch den anderen Teil bevorzugt. Gerade die Abwechslung zwischen Sarahs und Julias Geschichte ist spannend, denn während man das eine liest, wartet man schon darauf, wie es bei der anderen weitergeht. Als Sarahs Perspektive plötzlich aufhörte, fehlte etwas. Vor allem weil mir die Figur der Julia ohnehin nicht uneingeschränkt sympathisch war und ihre persönlichen Probleme einen zu großen Platz beanspruchten. Insgesamt enthält die Erzählung aus Julias Perspektive zu viele unnötigen Beschreibungen, Dinge und Personen. Die Namen ihrer Freunde und Verwandten sind kaum auseinander zuhalten. Ihr gesamter Lebenslauf wird erörtert. Am Ende zieht es sich sehr in die Länge, die Details über Julia werden immer lästiger. Ihr Leben und Leiden waren ohnehin eher von sekundärem Interesse für mich, solange sie nichts mit Sarah zutun hatten. So wartete ich sehnsüchtig auf die Abschnitte, die Sarahs Geschichte betrafen. Es gibt ein paar unglücklich gewählte Formulierungen. Zum einen wird immer wieder von der „Zusammentreibung“ der Menschen im Vél d’Hiv gesprochen. Dies erinnert stark an die Zusammentreibung von Vieh. Doch obwohl die meisten Gendarmen sicher gehandelt haben als handelte es sich um Vieh, so waren es Menschen. Ich hätte eine andere Bezeichnung bevorzugt oder wenigstens hin und wieder eine andere Formulierung. Außerdem erklären verschiedene Charaktere, dass es sich bei den Deportierten doch um Franzosen gehandelt habe. Dass sie in Frankreich geboren worden wären. In meinen Ohren klingt das, als wäre dies besonders verwerflich. Als wäre es bei Fremden, bei ausländischen Juden weniger barbarisch gewesen. Bestimmt hat Tatiana de Rosnay es nicht so gemeint, aber es hinterließ einen fahlen Nachklang. Ungeachtet der Unzulänglichkeiten hat Sarahs Schlüssel große Kraft. Diese liegt nicht so sehr auf literarischer Ebene als im Kern der Geschichte, ihrer menschlichen Dimension. Tatiana de Rosnay hat Sarahs Schicksal und ihre Gefühlswelt in allen Facetten glaubwürdig dargestellt. Die Geschichte um Julia ist lediglich das Vehikel, um die Ereignisse um das Vél d’Hiv zu zeigen. Verständlich zu machen, dass die Geschehnisse jener grausamen Zeit unsere Gegenwart weiterhin mitbestimmen Dass es kein Vergessen geben darf.

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  • Rezension zu "Sarahs Schlüssel" von Tatiana de Rosnay

    Sarahs Schlüssel (SA)

    Lucretia

    17. March 2012 um 18:38

    Die Geschichte „ Sarahs Schlüssel“ von Tatiana De Rosnay handelt von dem jüdischen Mädchen: Sarah, die mit ihrer Familie in Paris lebt. Im Sommer 1942 wird ihre Familie von der französischen Polizei deportiert, bis auf eine Ausnahme, die Polizisten nehmen ihren kleinen Bruder nicht mit, da sich dieser im Wandschrank versteckt und Sarah ihn hoch und heilig verspricht, ihn sobald Sie wieder nachhause kommt, zu befreien. Sie schließt ihren Bruder in den Schrank und behält den Schlüssel bei sich. Leider Sarah wird ihren Bruder später nicht retten können, denn Sie hätte in ihren schlimmsten nicht Träumen lassen, was mit ihr und ihrer Familie passieren wird. Die Familie ,wie auch weitere jüdische Familien werden von der Polizei zusammengetrieben und zum Vélodrome d´Hiver, einer riesigen Wintersporthalle gebracht. Dort, auf engsten Raum, mussten die jüdischen Familien ausharren bis Sie dann später in ein Lager gebracht wurden, von wo aus Sie dann nach Auschschwitz in den sicheren Tod geschickt wurden. Wie durch ein Wunder gelingt Sarah die Flucht aus dem Lager, ihr einziger Gedanke ist, ihren Bruder aus dem Versteck im Schrank zu befreien … Sechzig Jahre später schreibt die Jornalistin Julia einen Bericht über Vél d´Hiv, bei ihren Recherchen stößt Sie auf Sarah, dem kleinen jüdischen Mädchen. Sie möchte unbedingt herausfinden, was aus Sarah geworden ist. Fortan denkt Sie nur noch an Sarah und entdeckt, dass ihr eigenes Leben mit dem von Sarah mehr verbunden ist, als Sie sich vorstellen konnte. Mehr möchte ich von „ Sarahs Schlüssel“ nicht verraten, denn ich finden, man sollte dieses Buch selber lesen um den genauen Grund herauszufinden. Im Buch selber erfährt man sehr viel über Sarah, denn es spielt einmal in der Vergangenheit, wo die Geschichte von Sarah erzählt wird, aber man erfährt auch sehr viel von Julia und ihrer Familie in der Gegenwart, da die Geschichte auch in der Gegenwart im Leben von Julia weiterspielt. Ich kann dieses Buch zum Lesen weiterempfehlen. Es hat mich sehr nachdenklich gestimmt und ich war zwischendurch auch sehr bedrückt und auch sehr sauer als Sarahs schreckliche Geschichte geschildert wurde und Sie durch diese Erfarhungen nie wieder glücklich werden konnte. Dieses unendliche Leid das den jüdischen Familien zugefügt wurde, sollte man nicht vergessen, deshalb finde ich es wichtig, dass die Autorin dieses tiefschwarze Thema unserer Geschichte behandelt und auch an Vél d´Hiv erinnert und nicht wegschaut. Auch hat mir gefallen, dass diese Geschichte in der Vergangenheit und in der Gegenwart spielt und man sehr viel über die Hauptcharaktere erfährt und dann merkt, dass ihr Leben doch auf eine Art und Weise verbunden ist, obwohl sich diese Personen nie begegneten. Fazit: Ein sehr lesenwertes Buch !!!

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  • Rezension zu "Sarahs Schlüssel" von Tatiana de Rosnay

    Sarahs Schlüssel (SA)

    Cherrychapstick

    23. November 2011 um 16:49

    =========== Inhalt: Die Geschichte handelt von einem kleinen jüdischen Mädchen das mit seiner Familie während des zweiten Weltkriegs in Paris lebt. Eines Tages kommt die französische Polizei und nimmt sie und ihre Familie mit. Sarah gelingt es jedoch ihren Bruder im Wandschrank zu verstecken. Sie schliesst ihn darin ein, mit dem Versprechen, dass sie zurück kommt um ihn zu holen. Die Geschichte handelt auch von einer Amerikanerin, Julia Jarmond, die 60 Jahre nach dem 2. Weltkrieg mit ihrem Mann in Paris wohnt. Sie ist Journalistin und arbeitet an einem Artikel über die Razzia des Vel d'Hiv vom 16. Juli 1942. Damals wurden Juden von der französischen Polizei tagelang im Vélodrome d'Hiver festgehalten, um später in die Vernichtungslanger deportiert zu werden. Dieses Ereignis wird von den Franzosen gern verschwiegen, was Julia erst recht den Anstoss gibt, den Artikel so ausführlich wie möglich zu gestalten. Bei ihrer Recherche stösst sie auf einige schwer zu verdauende Fakten, in denen sogar ihre angeheiratete Familie involviert zu sein scheint. =========== Meinung: Dieses Buch hat mich umeghauen. Ich mag Bücher über den 2. Weltkrieg gerne und dies ist nun eines meiner Liebsten. Die Aufteilung in zwei Geschichten, die des kleinen Mädchens und die von Julia Jarmond, hat mir sehr gut gefallen. Beide Geschichten fesseln einen und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich dachte mir immer "noch bis zum nächsten Kapitel und dann hörst du auf" was ich aber nicht konnte ;-) Es ist sehr anschaulich geschrieben und vielleicht nichts für schwache Nerven. Ich war zum Teil auch sehr schockiert von den Zuständen die beschrieben wurden und musste einige Tränen unterdrücken... =========== Fazit: Ein wundervolles aber zugleich auch schockierendes Buch über die Geschehnisse im 2. Weltkrieg in Paris.

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