Tatjana Gräfin Dönhoff Die Flucht

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Inhaltsangabe zu „Die Flucht“ von Tatjana Gräfin Dönhoff

Lena Gräfin von Mahlenberg lebt seit Ende der dreißiger Jahre mit ihrer unehelichen Tochter in Berlin. Als ihr Vater erkrankt, kehrt sie 1944 auf das Gut ihrer Eltern zurück und übernimmt die Verwaltung des Hofes. Die Familie drängt sie zu einer Vernunftehe mit Heinrich von Gernstorff. Aber Lenas Liebe gilt François, einem französischen Kriegsgefangenen. Als die Rote Armee im Januar 1945 immer weiter nach Ostpreußen vorrückt, versucht Lena zusammen mit den Gutsleuten zu fliehen. Doch nur der Weg über das zugefrorene Haff führt gen Westen.

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  • Rezension zu "Die Flucht" von Tatjana Gräfin Dönhoff

    Die Flucht

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. July 2010 um 17:53

    Lena Gräfin von Mahlenberg lebt seit Ende der dreißiger Jahre mit ihrer unehelichen Tochter in Berlin. Als ihr Vater erkrankt, kehrt sie auf das ostpreußische Gut ihrer Eltern zurück und übernimmt die Verwaltung des Hofes. Im Winter 1945 wagt sie mit den Gutsleuten die Flucht vor der Roten Armee. Doch nur der Weg über das gefrorene Haff führt gen Westen. FAZIT: Anfangs ein etwas ungewöhnlicher Schreibstil, der mit der Zeit aber schnell zu dem Buch und seinem Inhalt passt. Das Thema, Flucht und Vertreibung nach dem zweiten Weltkrieg, finde ich nicht nur hochinteressant, sondern es betrifft mich (im weitesten Sinne) auch selbst. Mein Opa stammt aus Ostpreußen und musste mit 12 die Flucht vor der Roten Armee antreten. Allein und mit nichts als einem Fahrrad. Er hat mir das Buch auch geschenkt und ich muss sagen es kommt den Schrecken und der Angst, die die Leute damals spüren mussten sehr nahe. Mit ihrem nüchternen Erzählstil hat die Autorin eine präzise Schilderung der Fluchumstände geschaffen und zugleich eine wunderbare, aber in jenen Zeiten verbotene Liebesgeschichte präsentiert. Man ist froh, soetwas nicht miterlebt zu haben und hat Erfurcht vor den Leuten, die diese schlimme Zeit gemeistert haben. Mit vielen gut recherchierten historischen Fakten hinterlegt, ist es für geschichtlich Interessierte ein absolutes Muss. Das Buch wurde übrigends auch verfilmt, ein Zweiteiler in der ARD. Ein sehr emotionaler Film.

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