Tatjana Hauptmann

 4.7 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Das große Märchenbuch, Peter Pan und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Tatjana Hauptmann

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Das große Märchenbuch

Das große Märchenbuch

 (18)
Erschienen am 01.10.2012
Peter Pan

Peter Pan

 (4)
Erschienen am 28.09.2016
Das Gebetbuch des Teufels

Das Gebetbuch des Teufels

 (3)
Erschienen am 01.01.1994
Das kleine Märchenbuch

Das kleine Märchenbuch

 (2)
Erschienen am 26.09.2018
Das große Balladenbuch

Das große Balladenbuch

 (1)
Erschienen am 23.03.2016
Hurra, Eberhard Wutz ist wieder da!

Hurra, Eberhard Wutz ist wieder da!

 (0)
Erschienen am 28.07.1995
Ein Tag im Leben der Dorothea Wutz

Ein Tag im Leben der Dorothea Wutz

 (0)
Erschienen am 27.11.2013
Adelheid geht in die Oper

Adelheid geht in die Oper

 (0)
Erschienen am 26.03.2004

Neue Rezensionen zu Tatjana Hauptmann

Neu

Rezension zu "Das große Märchenbuch" von Tatjana Hauptmann

...ein wahrer Märchenschatz!
AndreasKueckvor 2 Monaten

„Das große Märchenbuch“ vom schweizer Diogenes-Verlag darf sich mit Recht schon als Klassiker bezeichnen: Am 1. November 1987 erstmals erschienen, begeistert es seitdem die Großen ebenso wie die Kleinen.

Zu verdanken ist dies – neben einer illustren Sammlung der schönsten Märchen verschiedenster Autoren – den traumhaften Zeichnungen und Aquarellen von Tatjana Hauptmann!

Diese Künstlerin schafft es in ihrer unnachahmlichen Weise, die Essenz der Geschichten in ihren Werken wiederzugeben und die Atmosphäre des jeweiligen Märchens einzufangen. Dabei lohnt es sich, als Betrachter auch den Blick vom Zentrum des Bildes abzuwenden und auf die vielen, kleinen, liebevollen Details „am Rand“ zu richten. Diese phantasievoll-illustrierte Märchenwelt animiert Jung & Alt zum gemeinsamen Lesen und Betrachten.

traumhaft! – verführerisch! – phantasievoll! – unwiderstehlich!

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Rezension zu "Das kleine Märchenbuch" von Tatjana Hauptmann

Ein kleines Kunstwerk
Flaventusvor 5 Monaten

Das kleine Märchenbuch wird so manche Eltern nicht ansprechen. Denn in diesem sind sieben Märchen der Gebrüder Grimm enthalten. Und zwar ungekürzt. Das heißt, es gibt keine weichgespülten Texte, sondern eben jene, wie sie vor noch gar nicht mal so langer Zeit auch Kindern vorgelesen wurden.

 

Texte

Dass diese Texte im Original vorliegen, merkt der Leser u.a. auch am letzten Satz von Hänsel und Gretel, den die Wissenschaft bis heute nicht interpretieren kann. “Mein Märchen ist aus, dort läuft die Maus, wer sie fängt, darf eine große, große Pelzkappe draus machen.” (S. 18) Wenn ich bei diesem Märchen bleibe, so wird über die böse Hexe folgendes gesagt: “Wenn eins [ein Kind] in ihre Gewalt kam, so machte sie [die Hexe] es tot, kochte es und aß es, und das war ihr ein Festtag” (S.15). Ob dieses Buch für Kinder geeignet ist oder nicht, muss wohl jeder Erziehungsberechtigte selbst entscheiden.

Die sieben Märchen sind es nicht, weshalb der Diogenes Verlag das kleine Märchenbuch neu aufgelegt hat. (Erstmals ist das Buch 1997 erschienen.) Es sind die Zeichnungen von Tatjana Hauptmann, die schon seit 40 Jahren Werke des Verlags zieren.

 

Illustrationen

Ebenso wie die Texte nicht weichgespült wurden, so sind auch die Illustrationen in diesem Buch deutlich expliziter und ausdrucksstärker als in allen anderen Märchenbüchern, die wir bei uns im Regal stehen haben. Wenn zum Beispiel die Bremer Stadtmusikanten die Räuber aus dem Haus verscheuchen, dann in der Art, dass sie schrecklich aussehen möchten. Und Tatjana Hauptmann kann dies mit ihrer Darstellung sehr deutlich zum Ausdruck bringen. Dieses Bild ist nur ein Beispiel von der großartigen illustratorischen Umsetzung des geschriebenen Worts.

Zusätzlich sind es oftmals die kleine Detailzeichnungen, die ein Märchen passend unterstreichen, wenn z.B. das blutige Messer an passender Stelle von Aschenputtel dargestellt ist. Auch dies ist lediglich ein Beispiel von vielen.

Dabei sind die meisten Illustrationen in dem Buch in schwarz-weiß gehalten und untermalen oftmals lediglich dezent den Text. An anderer Stelle darf der Leser größere Illustrationen ebenfalls in schwarz-weiß bestaunen, ohne dass diese dadurch an Ausdruck verlieren. Große farbige Abbildungen gibt es dann nur wenige, was dem Gesamtkunstwerk durchaus zuträglich ist.

 

Fazit

Über den Inhalt der Märchen muss ich wohl nicht mehr Worte verlieren, als dass sie im Original vorliegen und nicht entschärft wurden. Sie dürften bei den Lesern hinlänglich bekannt sein. Somit wird “Das kleine Märchenbuch” für Leser interessant, die sich ein Märchenbuch wünschen, dass die Märchen möglichst unverfälscht wiedergeben.

Wenn schon nicht der Texte wegen, so sind es die Zeichnungen und Illustrationen, die dieses Buch lesenswert machen. In Summe liegt hier ein kleines Kunstwerk vor, und der Verlag hat meines Erachtens ein sehr stimmiges Märchenbuch erschaffen und die passende Wahl getroffen, um die 40-jährige Zusammenarbeit mit der Kinderbuchzeichnerin Tatjana Hauptmann zu honorieren.


Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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Rezension zu "Peter Pan" von Tatjana Hauptmann

Alle Kinder werden erwachsen. Also, bis auf eines.
blauerklausvor 2 Jahren

Neuinterpretationen bekannter Klassiker sind oft mit gewissen Risiken verbunden, mit der prachtvollen Neuausgabe von Peter Pan ist dem Diogenes-Verlag aber dank der wundervollen Illustrationen von Tatjana Hauptmann das Kunststück gelungen sich von bisherigen Ausgaben abzuheben und gleichzeitig einen eigenen Klassiker zu kreieren, der nicht nur in manchem Kinderzimmer einen Platz unter den Lieblingsbüchern finden wird.
Zum Inhalt: Es ist ein Freitagabend, an dem Mr. und Mrs. Darling bei Nachbarn eingeladen sind, als ihre Tochter Wendy und ihre beiden Söhne John und Michael Besuch von einem fliegenden Jungen bekommen, der in Begleitung einer kleinen fliegenden Fee namens Tinkerbell in ihrem Zimmer auftaucht. Der Junge stellt sich als Peter Pan vor, und auch wenn sie einem solchen Jungen bisher nie begegnet sind, haben sie doch das Gefühl ihn aus ihren Träumen zu kennen.
Peter Pan erzählt den Kindern von seiner Heimat, dem Nimmerland, ein Land in dem Kinder niemals erwachsen werden und wo er zusammen mit seiner Bande der verlorenen Jungs immer spannende Abenteuer erlebt. Die Kinder sind begeistert und möchtten das Nimmerland selber kennenlernen. Und nachdem Peter den Kindern das Fliegen beigebracht hat, machen sie sich auf die Reise in das geheimnisvolle Land.

„Sag mal, Peter, kannst du wirklich fliegen?"..."Sag mal, wie geht das denn?" fragte der praktisch veranlagte John, während er sich die Knie rieb. "Du machst dir ein paar schöne Gedanken", erklärte Peter, "und die heben dich dann in die Lüfte." (Seite 41/42)

In Nimmerland angekommen sehen sich die Kinder mit vielen Gefahren konfrontiert. Es gibt wilde Tiere, Indianer und vor allem: den gefährlichen Captain Hook und seine Piratenbande, dessen größter Feind Peter Pan ist. Als es den Piraten gelingt, die kleine Tiger Lily zu entführen kommt es zur entscheidenden Begegnung zwischen Pan und Hook.
Aber der Preis, den man für einen Aufenthalt in Nimmerland bezahlen muss, scheint hoch. Denn je länger man dort bleibt, desto mehr werden die Kinder ihre Vergangenheit vergessen und so können sich die drei Darling-Kinder kurz vor ihrer Rückkehr in das alte Zuhause kaum mehr an dieses erinnern.

Mit viel Feingefühl und Phantasie beschreibt der Autor die Abenteuer der Kinder und mit Peter Pan eine Figur, die nicht nur die netten, freundlichen Aspekte des Kindseins verkörpert. Peter wird an vielen Stellen des Buches sehr unsympathisch und egoistisch beschrieben, er lebt nur für sein gegenwärtiges Glück, übernimmt keine Verantwortung und die Konsequenzen seiner Handlungen sind ihm nicht bewusst.

Die Geschichte von Peter Pan bietet reichlich Raum für Interpretationen. Kinder werden sich hauptsächlich an den spannenden Abenteuern erfreuen, ältere Leser werden auch die melancholischen, düsteren Untertöne der Geschichte wahrnehmen. Hierzu hilft es einen Blick auf die Entstehungszeit des Romans zu werfen. Gegen Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts herrschte auch in England in großen Teilen der Bevölkerung bittere Armut, Eltern mussten –ebenso wie es Mr. Darling zu Beginn des Romans tut – genau rechnen und mit jedem Cent haushalten um sich für ein Kind zu entscheiden. Das bedeutete für viele Kinder, dass sie nicht bei ihren Eltern, sondern in Pflegeheimen aufwachsen mussten. Für diese Kinder ist Nimmerland so etwas wie das Paradies, man kann es in diesem Zusammenhang als eine Form des Eskapismus ansehen. Im Buch übernimmt die Älteste der Kinder, Wendy, die Rolle der Mutter, die sich um alle kümmert.

„Und wo wohnst du meistens?“ „ Bei den verlorenen Jungs.“ „Wer ist denn das?“ „Das sind die Kinder, die aus dem Kinderwagen fallen, wenn das Kindermädchen mal wegschaut. Wenn die nach sieben Tagen nicht abgeholt werden, dann schickt man sie ins Nimmerland, wegen der Kosten. Und im Nimmerland bin ich der Chef.“ (Seite 36)

Manche werden in Nimmerland auch eine Metapher für den Tod sehen. Man kann das Buch aber auch als Aufforderung lesen, sich immer einen Teil des kindlichen Gemüts zu bewahren, egal wie alt man ist.
Die bekannte Illustratorin Tatjana Hauptmann orientiert sich in ihren fantasievollen Zeichnungen am Text des Originals, in dem Peter Pan etwas anders beschrieben wird, als man ihn aus den zahlreichen Verfilmungen kennt.

„Er war ein hübscher Junge mit einem Gewand aus Blättern und Baumharz und hatte noch alle Milchzähne im Mund, das machte ihn nahezu unwiderstehlich.“ (Seite 17)

Die vorliegende Ausgabe aus dem Diogenes-Verlag ist ein wahres Prachtstück. Die in Leinen gebundene Schmuckausgabe hat ein goldgeprägtes Cover und wird in einem hochwertigen Schuber geliefert. Der Innenteil ist sehr reichlich mit den Illustrationen von Tatjana Hauptmann ausgestattet. Ganz- und doppelseitige Bilder werden ergänzt um zahllose kleine Zeichnungen, die immer wieder in den Text eingebunden sind.

Ein Buch, das man sowohl vor- als auch selber lesen kann und bei dem sich auch ein Wiederlesen nach einigen Jahren lohnt.
Von mir daher eine große Empfehlung für alle die liebevoll ausgestatte Klassiker mögen, auch ein wunderbares Geschenk für bibliophile Leser.

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