Tatjana Kruse

 4,1 Sterne bei 1.788 Bewertungen
Autorenbild von Tatjana Kruse (©Jürgen Weller Fotografie)

Lebenslauf

Tatjana Kruse ist leidenschaftliche Krimödien-Autorin. Sie lebt und arbeitet in Schwäbisch Hall, der Stadt zur Bausparkasse, und wurde für ihre Kriminalromane bereits mit dem Marlowe der Raymond-Chandler-Gesellschaft und mit dem Nordfälle-Preis ausgezeichnet.

Alle Bücher von Tatjana Kruse

Cover des Buches Der Gärtner war's nicht! (ISBN: 9783458362654)

Der Gärtner war's nicht!

(82)
Erschienen am 12.04.2017
Cover des Buches Kreuzstich Bienenstich Herzstich (ISBN: 9783426503676)

Kreuzstich Bienenstich Herzstich

(90)
Erschienen am 01.01.2010
Cover des Buches Es gibt ein Sterben nach dem Tod (ISBN: 9783709979761)

Es gibt ein Sterben nach dem Tod

(63)
Erschienen am 15.10.2024
Cover des Buches Glitzer, Glamour, Wasserleiche (ISBN: 9783852189789)

Glitzer, Glamour, Wasserleiche

(66)
Erschienen am 21.02.2020
Cover des Buches Nadel, Faden, Hackebeil (ISBN: 9783426504284)

Nadel, Faden, Hackebeil

(55)
Erschienen am 07.02.2011
Cover des Buches Bei Zugabe Mord! (ISBN: 9783852189772)

Bei Zugabe Mord!

(47)
Erschienen am 23.11.2015
Cover des Buches Leichen, die auf Kühe starren (ISBN: 9783709979228)

Leichen, die auf Kühe starren

(45)
Erschienen am 13.08.2020

Videos

Neue Rezensionen zu Tatjana Kruse

Cover des Buches Die Farbe der Gier (ISBN: 9783453442931)
gosureviewss avatar

Rezension zu "Die Farbe der Gier" von Jeffrey Archer

gosureviews
Jeffrey Archer und die Farbe des schnellen Vergnügens

Jeffrey Archer ist ein Autor, der sein Publikum seit Jahrzehnten zuverlässig unterhält. Mit Die Farbe der Gier wagt er sich in das Milieu des internationalen Kunstmarktes, lässt seine Figuren über Auktionen, Gutachten und Besitzansprüche stolpern und spinnt daraus eine Jagdgeschichte, die ihren Ausgang im Schock des 11. September nimmt. Schon der Beginn, angesiedelt in den Stunden der Anschläge von New York, ist von dramaturgischer Wucht. Doch es bleibt weniger eine Auseinandersetzung mit der Tragödie als vielmehr ein erzählerischer Hebel, um die Handlung sofort auf Touren zu bringen.

Im Zentrum steht Dr. Anna Petrescu, eine Kunstexpertin, die sich gegen den giergetriebenen Zugriff eines Bankers behaupten muss, dessen Obsession für ein Selbstporträt van Goghs jegliche moralische Grenze sprengt. Ihr zur Seite, oder besser gesagt im Nacken, ein FBI-Agent, attraktiv, korrekt und so zuverlässig wie die Klischees, aus denen er geschnitzt ist. Man ahnt es schon: Archer hat keine Figuren geschaffen, die psychologisch überraschen oder gar innere Abgründe eröffnen, sondern Typen, die die Handlung vorantreiben sollen.

Doch genau in dieser Konstruktion liegt der Reiz des Romans. Archer beherrscht die Kunst der Cliffhanger wie wenige andere. Seine Kapitel sind kurz, die Szenen enden abrupt, und immer scheint die nächste Wendung schon in Reichweite. Man liest weiter, nicht weil man den Figuren ihr Schicksal abnimmt, sondern weil man sich dem Sog der Erzählmechanik kaum entziehen kann. Wer will, kann den Text auch als Parodie auf den globalen Verschwörungsthriller lesen, denn allzu ernst nimmt sich diese Geschichte nie.

Der Roman ist am stärksten dort, wo er seine Recherchen in die Welt der Kunst einfließen lässt. Details zu van Gogh und die Schilderungen von Auktionen und Gutachten verleihen der Handlung einen Hauch von Authentizität. Doch man darf sich nichts vormachen: belehrt wird man dabei kaum, unterhalten dagegen fast immer.


Am Ende bleibt ein Buch, das keine literarischen Lorbeeren verdient, das aber sein Publikum findet, weil es genau weiß, welche Knöpfe es zu drücken gilt. Die Farbe der Gier ist nicht die hohe Schule des Erzählens, sondern das Vergnügen eines Abends, an dem man sich in eine Welt der Täuschungen, Verfolgungsjagden und Kunstobsessionen entführen lässt. Wer Archer als Epiker epischer Familiengeschichten schätzt, wird diese leichte Kost vielleicht zu seicht finden. Wer aber Lust auf eine temporeiche, hochglanzpolierte Lektüre hat, dürfte kaum enttäuscht werden.

Cover des Buches Mumien morden mittwochs nie (ISBN: 9783709982402)
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Rezension zu "Mumien morden mittwochs nie" von Tatjana Kruse

ErikHuyoff
Wir wollen mehr von Daphne!

Vor kurzem habe ich auch "Mumien morden mittwochs nie" von Tatjana Kruse gelesen. Das Buch ist 2025 unter dem Label Haymonkrimi in der Haymon Verlag Ges.m.b.H. veröffentlicht worden und als humoristischer Kriminalroman einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Polly kann es nicht fassen! Der wohl wichtigste Augenblick in ihrer bisherigen Karriere entpuppt sich als absolute Katastrophe. Der Museumsdirektor hat die Ausstellung mit verloren geglaubten Artefakten aus der siebten Dynastie zu einer Entertainmentveranstaltung gemacht. Und zu allem Überfluss muss Polly sich auch noch wahnwitzige Theorien zu einem angeblichen Fluch der Mumie anhören. Als allerdings ein Museumsangestellter nach dem anderen spektakulär zu Tode kommt, muss sich plötzlich auch Polly fragen, ob hier etwas Paranormales im Gange ist ...

"Mumien morden mittwochs nie" ist mein erster Roman der Autorin Tatjana Kruse, die als Markenzeichen Krimis mit Komödien verknüpft. Daher wird das Buch auf dem Cover auch konsequenterweise vom Verlag als Krimödie betitelt, in der Genrezuordnung habe ich es dennoch bei einem humoristischen Kriminalroman belassen, wobei das Buch im besten Stile an Kammerspiele von Agatha Christie erinnert - nur viel schwarzhumoriger. Zugleich bietet der Roman - als Standalone angelegt - viel Potential für Folgebände.

Denn die Handlung kann vor allem dank der abstrusen Szenen glänzen. Auch wenn es anfangs hierbei noch kleinere Längen gibt, entwickelt sich der Roman spätestens in der zweiten Hälfte zum absoluten Pageturner, ist hierbei abwechslungsreich, spannend und kurzweilig. Und auch das Ende vermag zu überraschen - lediglich auf den nachgeschobenen Epilog hätte man meines Erachtens verzichten können. Gleichsam ist die Handlung durchaus schonungslos brutal - auch wenn der Großteil der Gewalt nicht live miterlebt wird.

Auch das Setting kann brillieren. So entführt die Autorin ihre Leser:innen in ein futuristisch-entworfenes Design-Museum, das an das Guggenheim-Museum in Bilbao erinnert - und trotz des kammerspielartigen Settings, bei dem das Gebäude nicht verlassen wird, daher dennoch viele verschiedenen Schauplätze bietet. Dabei gelingt es Tatjana Kruse, nicht nur den Krimi mit archäologischem und geschichtlichem Wissen zu bereichern, sondern am Rande auch Themen wie Stigmatisierung, Beutekunst, Hochstapelei und noch viele weitere in den Roman mit einzubinden.

Die einzelnen Figuren sind vielschichtig, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Hierbei überzeugt neben Polly vor allem der absolute Leser:innen-Liebling Daphne, von der ich gern weitere Geschichten lesen würde, während Timothee etwas blass und eindimensional verbleibt. Tatjana Kruses Schreibstil lässt sich dabei leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anlaufen, ist humorvoll und wortgewaltig.

Die Buchgestaltung ist ordentlich. Lektorat und Korrektorat sind nur Kleinigkeiten durchgerutscht, der Buchsatz ist solide und wartet mit interessanten Kapiteleinleitungen auf. Der Umschlag ist auf dem Cover, dem Buchrücken und der Coverrückseite leicht geprägt und mit Klappen und farbigen Coverinnenseiten versehen. Das Covermotiv wird irritierenderweise nur partiell zum Buchrücken hin unterbrochen, ist sonst farblich zwar auffällig, insgesamt aber eher eintönig und kein klassischer Eyecatcher. Allerdings kann die Typografie überzeugen.

Mein Fazit? "Mumien morden mittwochs nie" ist ein unglaublich abstruser, schwarzhumoriger Kriminalroman, der mit seinem tollen Setting, starken Protagonist:innen und vor allem mit dem genretypischen Humor punkten kann. Für Leser:innen des Genres bedenkenlos zu empfehlen - ab einem Lesealter von etwa 14 Jahren.

Cover des Buches Mumien morden mittwochs nie (ISBN: 9783709982402)
leseeinhorns avatar

Rezension zu "Mumien morden mittwochs nie" von Tatjana Kruse

leseeinhorn
Leichen pflastern ihren Weg...

Dr. Apollonia Obermoser - kurz Polly - hatte sich den Tag völlig anders vorgestellt. Endlich sollten die gefundenen Artefakte aus der Pharaonenzeit im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt und zum Höhepunkt ihrer Karriere werden und dann sitzt sie am Ende im Museum fest. Aber der Reihe nach: nachdem sich Polly u.a. mit Pucci dem Museumsdirektor herumgeärgert hat u.a. über die doch sehr unterschiedlichen Darstellungsmöglichkeiten ist nun endlich der große Tag da und die Pressekonferenz beginnt, wird jedoch jäh unterbrochen durch einen Toten - erschlagen von einem Scheinwerfer. Für die reiche Tochter Daphne der Museumsbesitzerin Helga Gamser ist klar "die Mumie ist der Mörder!". Mit ihrer Meinung, ihrem Auftreten und ihrer Art kostet sie Polly jede Menge Nerven. Aber da ist sie nicht die einzige, auch der adelige Ex-Freund von Polly und nun Daphnes Freund ist mit von der Partie. Neben den beiden Herrschaften ist das Teilnehmerfeld von einem dubiosen Kurator aus Ägypten über Anubis I und II, den Pizzalieferanten,  Elektromeister Klepper und weiteren Personen bunt, vielfältig, abwechslungsreich und bietet "Potenzial" für weitere Tote, denn als es durch einen Hackerangriff kein Entrinnen nach außen mehr gibt, stolpert Polly (die sich nun im Ermittler-Zwangs-Duo mit Daphne) befindet über weitere Leichen und dubiose Phänomene im Museum. Fragt sich nur ob Mumien wirklich morden können.

Tatjana Kruse ist ein spannender Krimi auf aller höchstem Niveau gelungen. Als Leser spürt man die Begeisterung der Autorin für Ägypten, Pharaonen und Co. und bekommt auf unterhaltsame Art und Weise Wissen und Informationen dazu geliefert. Total begeistert hat mich daneben, der fast schon schwarze Humor. In die Krimigeschichte sind unzählige Szenen eingearbeitet, in denen ich herzhaft lachen musste, weil der Humor in keinster Weise zu kurz kommt - Krimiödie vom Feinsten. Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr angenehm lesen, die Kapitel sind kurzweilig und jedes beginnt mit einer sehr eigenen "Überschrift" oder einem "Einstieg". Dieser jeweils sehr andere Start kam bei mir total gut an, ich war schon immer gespannt welche "Weisheit" mich mit Start des nächsten Kapitels erwartet.

Da mir der Ausflug mit Ausstellungseröffnung, die zugegebener Maßen etwas schräg und skurril verlaufen ist, so gut gefallen hat, reise ich als nächstes nach Sylt zur nächsten Krimödie mit dem Titel Schöner Sterben auf Sylt: ich bin gespannt was mich dort erwartet - zumindest keine Mumie.


Fazit: Angriff auf die Lachmuskeln, Krimifeeling und das alles auf aller höchstem Niveau - eine tolle Krimödie

Gespräche aus der Community

Escape Game im Museum? Während der Pressekonferenz zu einer Ausstellungseröffnung mit Artefakten aus dem Alten Ägypten kommt ein Museumsmitarbeiter spektakulär zu Tode. Und er bleibt nicht der Einzige, der das Zeitliche segnet, während sich das Museum plötzlich im Lockdown-Modus befindet … Ist es wirklich eine Mumie mit Killeraxt, die umgeht – oder was steckt wirklich dahinter?

946 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  TatjanaKruse

WOW, was für eine absolut wunderbare Rezension, lieber Erik - ich bin hingerissen! Besonders wertvoll, weil so detailliert und reflektiert! Und das Fazit „bedenkenlos empfehlenswert“ freut mich natürlich besonders.

Dankedankedanke! 🤩

Auf Sylt prallen zwei Welten aufeinander: junge, zu allem entschlossene Klima-Aktivist:innen und die chillende Schickeria. Als die ersten Umweltsünder sterben, ist klar, dass die Gruppe »Letzte Tage« dafür verantwortlich gemacht werden soll – doch Mia und Fred sind anderer Meinung und nehmen die Ermittlungen auf. Und neben dem Bodycount steigt auch zunehmend die Anziehung zwischen Mia und Fred ...

1.159 BeiträgeVerlosung beendet
E
Letzter Beitrag von  Eva_Beimer

Gerne. Tut mir leid, daß es funktioniert.

Schock in Kitzbühel: Leichenteile tauchen auf! Währenddessen schleicht eine Gruppe Hinterseer-Fans in geheimer Mission durch den Ort, und internationale Gangsterbosse halten unweit des Hahnenkamms ein Treffen ab. Zufall?

604 BeiträgeVerlosung beendet
labelloprincesss avatar
Letzter Beitrag von  labelloprincess

Zusätzliche Informationen

Tatjana Kruse wurde am 20. Februar 1960 in Kirchheim/Teck (Deutschland) geboren.

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