Tatjana Kruse Nadel, Faden, Hackebeil

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Inhaltsangabe zu „Nadel, Faden, Hackebeil“ von Tatjana Kruse

Hauptkommissar a.D. Siggi Seifferheld greift erneut im idyllischen Schwäbisch Hall der Polizei unter die Arme. Der Landtagsabgeordnete Lambert von Bellingen wird bei einer Wahlveranstaltung ermordet auf einer Herrentoilette gefunden. Die Polizei geht von einem politisch motivierten Verbrechen aus. Seifferheld jedoch verfolgt eine andere Fährte. Und so schnüffelt der Kommissar im Unruhestand ein wenig im Privatleben des Toten herum und findet heraus, dass der Politiker eine Affäre mit der ortsansässigen Souvenirladenbesitzerin hatte.Um mit der Dame ins Gespräch zu kommen, will Seifferheld ihr seine Stickkissen zum Kommissionskauf anbieten. Doch als er den Laden betritt, entdeckt er sie mit zertrümmertem Gesicht hinter der Theke.

Eine vergnügliche Krimikomödie, die mich sehr gut unterhalten hat.

— Dataha
Dataha

Slapstick-Krimi mit flotten Sprüchen, skurrilen Figuren und wunderbar gelungener Unterhaltung. Hier geht es Stich für Stich dem Fall näher!

— sommerlese
sommerlese

Auch dieser Fall war wieder herrlich unterhaltsam

— Kelo24
Kelo24

Selten haben mich Morde so amüsiert!

— Zsadista
Zsadista

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  • Eine köstliche Krimikomödie

    Nadel, Faden, Hackebeil
    Dataha

    Dataha

    18. September 2017 um 09:33

    Kommissar Siegfried Seifferheld ist nach einer Schussverletzung in die Hüfte im Vorruhestand. Er trifft er sich aber noch regelmäßig mit seinen ehemaligen Kollegen, unter anderem, um in Sachen Kriminalität ein wenig auf dem Laufenden zu bleiben. Und tatsächlich gibt in seiner eigentlich beschaulichen Heimatstadt Schwäbisch Hall gerade wieder zwei Leichen: der Landtagsabgeordnete Lambert von Bellingen und seine Geliebte Kiki Runkel wurden unabhängig voneinander ermordet aufgefunden. Seifferheld beschäftigen die Fälle sehr, aber auch privat hat er einiges um die Ohren. Seine Schwester Irmi befasst sich seit neuestem höchst geheimnisvoll mit dem Internet. Tochter Susanne verschwindet nach einem Arztbesuch für ein paar Tage, während ihr Freund Olaf im Seifferheldschen Haus Trübsal bläst. Nichte Karina, Aktivistin, lässt sich wieder zu einigen Demonstrationen und noch anderen Dingen verleiten. Der Männerkochkurs der VHS ist verzweifelt und Hund Onis macht Bekanntschaft mit Lady, einer Rassehündin. Und dann bekommt Seifferheld auch noch Stress mit seiner Freundin MaC, die ihn gleich mehrmals in verfänglichen, aber völlig unverschuldeten Situationen erwischt. Endlich outet er sich auch als stickender Mann. Aber das ist noch lange nicht alles… Wie man gleich erkennt, ist dies kein traditioneller Krimi. Tatjana Kruse hat hier den Schwerpunkt auf Familie Seifferheld und ihr Umfeld gelegt. Sicherlich wird manche Situation etwas überspitzt dargestellt, dennoch könnten diese Sachverhalte genau so stattfinden. Bei allem familiärem Chaos werden aber auch die Morde nicht vergessen. Diese Krimikomödie ist sehr turbulent und lässt sich dennoch flüssig lesen. Ich musste immer wieder schmunzeln oder laut lachen. Alle Charaktere sind wunderbar beschrieben, so dass man sich die Personen gut vorstellen kann. Die einzelnen Kapitel werden von kleinen, witzigen Überschriften begleitet. Das Cover passt auch hervorragend, denn in der Geschichte werden drei Gartenzwerge gestohlen. Dies bekommt man mit, da Siggi Seifferheld trotz Rentnerdasein immer noch die Polizeiberichte für das Präsidium schreibt. Auch mit diesem 2. Fall hat mich Tatjana Kruse wieder gut unterhalten, ich mag ihren Humor sehr. Meine Leseempfehlung geht an alle, die vergnügliche Krimis mit viel Lokalkolorit und Familienflair mögen. Band 3 – Finger, Hut und Teufelsbrut“ schlummert bereits auf meinem SuB und ich freue mich aufs Lesen.

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  • Ein weiterer Slapstick-Krimi mit dem stickenden Ex-Kommissar Siggi Seifferheld

    Nadel, Faden, Hackebeil
    sommerlese

    sommerlese

    08. July 2017 um 14:03

    "Nadel, Faden, Hackebeil" ist Tatjana Kruses zweiter Seifferheld-Krimi aus dem Jahr 2011. Das Buch erscheint im Knaur Verlag.Der in Schwäbisch Hall lebende Hauptkommissar a.D. Siggi Seifferheld wird von der Polizei zu Hilfe gerufen als der  Landtagsabgeordnete Lambert von Bellingen auf einer Herrentoilette ermordeter macht. Während die Polizei ein politisch motiviertes Verbrechen vermutet, hat Seifferheld eine ganz andere Spur, die ins Privatleben des Toten führt. Von Bellingen hatte eine Affäre mit der ortsansässigen Souvenirladenbesitzerin, die von Siggi regelmäßig Stickkissen für ihren Verkauf abnimmt. Als Seifferheld die Dame besucht, um ihr selbst gearbeitete Stickkissen zum Kommissionskauf anzubieten, entdeckt er sie mit zertrümmertem Gesicht hinter der Theke. Schlagartig ist sein Kriminalinstinkt geweckt und er geht der Sache auf den Grund. "Echte Kerle stickten selbst! Mit männlicher Präzision stickten sie kernige Motive auf Textil, die schwielige Linke um das Handstickrähmchen geschlungen, in der groben Rechten Nadel und Faden, im Auge wilde Entschlossenheit." Zitat Seite 117Nach dem tollen Beginn der Reihe habe ich mir nun auch diese Episode zur Unterhaltung gegönnt. Inhaltlich geht es mit herrlich schwarzem Humor und tollen Sprüchen als Kapitel-Überschriften zur Sache. Überschrift Seite 105: Kunst kommt von können, käme es von wollen, hieße es Wunst. Das Buch ist durchgehend amüsant, manchmal etwas klamaukig, aber dennoch lustig. Mir macht es Spaß, besonders Siggi mit seinem Harem (Schwester Irmi, Tochter Susanne und Nichte Karina) zu beobachten, das ist unbeschreiblich kurzweilig und immer ein Erlebnis. Der Hund Onis (durch seine Knick-Rute nicht zur Zucht zugelassen) begleitet Siggi mal wieder auf Schritt und Tritt. Außerdem haben sich die Freunde von Susanne und Karina nebst einem kleinen Bruder im Haus einquartiert und so wird es mehr als nur turbulent. Nebenbei erlebt man noch Siggis eifersüchtige Freundin MaC und die erfrischenden Treffen der Freunde des VHS Männerkochkurses. Aber auch die Krimihandlung nimmt neben der heiteren Kulisse und den außergewöhnlichen Figuren keine unscheinbare Hintergrundposition ein. Gespannt kann man die Ermittlungen von Seifferheld mitverfolgen und die Auflösung am Ende kommt zwar überraschend, aber auch mit logischer Erklärung. Insofern ist dieser Band gegenüber dem ersten schon deutlich mehr Krimi als nur Komödie. Wer Tatjana Kruses Schreibstil kennt, weiß, hier geht es mit viel Humor und einer mitreißenden, schrägen Geschichte dem Leser an die Lachmuskeln. Die skurrilen Charaktere und ihre Erlebnisse sorgen Knall auf Fall für durchgängig gute Unterhaltung. Hier wird mit Gags nur so um sich geschossen und das schafft absolut gute Unterhaltung. Nach diesem Band muss ich unbedingt auch noch die anderen Bände der Reihe lesen. Hier ist die Übersicht: 1. Kreuzstich, Bienenstich, Herzstich 2. Nadel, Faden, Hackebeil 3. Finger, Hut und Teufelsbrut 4. Gestickt, gestopft, gemeuchelt 5. Sticken, stricken, strangulieren 6. Der Tod stickt mit Wer Krimis mit Slapstick-Charakter und skurrilen Figuren mag, der sollte sich diese Reihe unbedingt näher ansehen. Vor lauter Situationskomik bleibt kaum ein Leser ernst und die Serie ist süchtig machend. Siegfried, der stickende Held hat meine vollste Sympathie.

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  • Siggi ermittelt wieder

    Nadel, Faden, Hackebeil
    kellermaeuse

    kellermaeuse

    05. July 2015 um 17:49

    Siggi Seifferheld ist inzwischen in Rente doch er kann das ermitteln nicht sein lassen. Als der Landtagsabgeordnete von Bellingen tot auf seinem Hochsitz gefunden wird und kurz darauf auch dessen Geliebte ermordet wird beginnt Siggi wieder zu ermitteln.  Eigentlich tut er das ja auch nur um seinem "Harem" zu entkommen, denn auch zu hause läuft nicht alles rund. Irmi, Siggis Schwester hat genauso viele Geheimnisse wie seine Tochter und seine Nichte und dann ist da ja auch noch der Streß mit MaC und dem Kochkursteilnehmern. Im ersten Moment klingt das ganze ja recht lustig und unterhaltsam. Jedes neue Kapitel wird mit einem Polizeiartikel eingeleitet und jedes Unterkapitel mit einem lustigen Zitat.  Doch irgendwann ist das ganze nicht mehr lustig sondern eher langweilig. Die Geschichte tritt irgendwie ins Hintertreffen. Dafür Seifferhelds Privatprobleme, vorrangig mit Frauen, ins Vordertreffen.  Und dann kommt es ganz plötzlich zum Show down.  Mein Fazit:  Ich weiß nicht mehr ab wann ich mich angefangen habe zu langweilen. Wahrscheinlich habe ich mich deshalb so lange mit dem Buch herum geschlagen. Das ist wirklich nur was für Fans dieser  Reihe.  Kann man lesen. Muss man nicht. 3 von 5 Sternen. 

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  • Ein anstrengender Kommissar

    Nadel, Faden, Hackebeil
    abendstern78

    abendstern78

    19. March 2014 um 13:45

    Das ist mein erster Fall mit Kommissar Seifferheld. Und auch mein letzter - es trifft nicht meinen Humor und ich finde die Person anstrengend. Auch sein Umfeld ist mir zu hektisch - es brennt an allen Ecken und Enden. Ich hätte gerne einen ruhenden Pol - aber bei der Familie ist das leider nicht möglich. Auch sein Hund kann da leider nichts mehr retten. Die Autorin meint es an manchen Stellen echt zu gut. Vor allem sollte das Ermitteln im Vordergrund stehen und nicht seine Problemfamilie bzw. seine eifersüchtige Freundin. Ein bißchen weniger Chaos, dann wäre es ein tolles Buch.

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  • eBook Kommentar zu Nadel, Faden, Hackebeil von Tatjana Kruse

    Nadel, Faden, Hackebeil
    Rita Baeriswyl

    Rita Baeriswyl

    13. January 2014 um 19:42 via eBook 'Nadel, Faden, Hackebeil'

    Hat mir nicht besonders gefallen!

  • Rezension zu "Nadel, Faden, Hackebeil" von Tatjana Kruse

    Nadel, Faden, Hackebeil
    Zsadista

    Zsadista

    28. August 2013 um 19:06

    Ich habe mich selten so über Morde amüsiert. Das Buch ist von vorne bis hinten lesenswert, besonders die Bemerkungen zu jedem Kapitel. Wer einen Seifferheld gelesen hat, muss sie alle haben. Ich kann die Serie nur empfehlen! 

  • Mal wieder der Brüller........

    Nadel, Faden, Hackebeil
    evilein

    evilein

    20. April 2013 um 13:07

    Ich könnt mich wegwerfen beim Lesen der Krimis mit Hauptkommissar a.D. Siggi Seifferheld. Dabei sind es gar nicht die kriminalistischen Hintergründe um die es , wie der Krimi-Leser vielleicht vermutet, gehen sollte.  Es ist das Leben das Siggi mit all seinen Leuten führt - jeder Einzelne ist so treffend beschrieben - angefangen von Onis, seinem Hund, quer über seine Mitbewohnerinnen, die Schwester, die Tochter, die Nichte mit allen Freunden, sein VHS-Kochclub und seine Stickleidenschaft. Das alles zaubert einem ein Dauergrinsen ins Gesicht und am Schluss sagt man nur: Wer war jetzt das ? Achso, darum ging es ja eigentlich - der Mörder.......

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  • Mehr Krimi als der Vorgänger

    Nadel, Faden, Hackebeil
    pelznase

    pelznase

    25. March 2013 um 20:27

    Über Band 1 der “Seifferheld”-Krimis habe ich ja noch gesagt, dass der Fall schon recht deutlich hinter Seifferhelds chaotischem Privatleben zurücksteht. Mich hat das aber nicht besonders gestört, dafür hat mir des Kommissars Familie zu viel Vergnügen bereitet. Trotzdem ist mir aber aufgefallen, dass der neue Fall deutlich zentraler gelagert ist und mehr von der Handlung in Anspruch nimmt. Das hat seltbstverständlich auch seine Vorteile. So kommt es nämlich, dass ich dieses Buch als wesentlich interessanter und spannender empfunden habe. Ich habe mich hier sogar dabei erwischt, wie ich ein wenig für mich mitgeknobelt habe, was da in Schwäbisch Hall los ist. Der Fall ist auch komplexer, reicht bis in die lokale Politik, was auch eine gewisse Ernsthaftigkeit zur Folge hat. Zuletzt sei noch lobend erwähnt, dass die Handlung sich nicht immer um Seifferheld herum abspielt. Es gibt Kapitel, die an anderen Schauplätzen spielen und wo andere Personen im Mittelpunkt stehen. Auch das ist etwas, was Band 2 vom ersten Teil abhebt und was für mich ein merklicher Schritt Richtung “echter” Krimi ist. ABER: wer -wie ich- so viel Spass am Chaos und den Trubel um Seifferheld und seine Lieben hatte…keine Sorge, auch davon wird wieder reichlich geboten. Ich glaube, ich habe bei “Nadel Faden Hackebeil” noch ein paarmal mehr gelacht. In dieser Familie hat einfach ständig irgendwer einen Hammer auf Lager. Und die Familie hat hier sogar noch Zuwachs bekommen…also seid gespannt, was da alles los ist. Das Ende hält einige Überraschungen bereit und ich muss sagen, ich habe mir schon so meine Gedanken gemacht als ich das Buch zugeklappt hatte. Aber ich will mal Vertrauen in Tatjana Kruse haben, dass sie uns den Chaotenhaufen aus dem gemütlichen Fachwerkhaus auch im nächsten Band nicht nimmt Wenn Lektüre so viel Spass macht und auch noch ganz spannend ist, dann ist ein Buch schnell gelesen. Ich habe mich wieder zusammenreißen müssen, es nicht in einem Rutsch zu lesen. Dabei verleiten alleine die Kapitelüberschriften schon wieder dazu, dass man sich sagt: komm, das Kapitel noch. Diese “Seifferheld”-Krimis lesen sich halt super leicht und vergnüglich, und in meinen Augen ist das einer der größten Pluspunkte an der Reihe. Die Gartenzwerge scheinen wohl das Merkmal der Reihe zu sein. War es bei Band 1 nur einer, so bekommt man es bei dem Cover von Band 2 gleich mit drei dieser zipfelmützigen Gesellen zu tun. Dieses Mal bequem auf einem Zaun (oder in einem Blumenkasten?) sitzend. Einen Zusammenhang mit der Geschichte finde ich darin zwar nicht, aber das Cover ist so auf jeden Fall markant. Fazit: “Nadel Faden Hackebeil” ist deutlich mehr Krimi als der Vorgänger, was mir prima gefallen hat. Aber natürlich kommt auch der Spass nicht zu kurz. Ich habe wieder sehr häufig gelacht. Und das Ende hat mich zwar besorgt gestimmt, aber eben auch sehr neugierig auf Teil 3. Für alle, die sich auf wirklich humorvolle Krimis einlassen können, ist auch dieser Teil wieder eine klare Empfehlung!

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  • Rezension zu "Nadel, Faden, Hackebeil" von Tatjana Kruse

    Nadel, Faden, Hackebeil
    RitaLeseviel

    RitaLeseviel

    07. January 2013 um 16:36

    Ein Mann bricht zusammen. Er ist tot. Jedoch hat ihn kein Herzinfarkt ereilt, sondern es wurde ihm seitens eines Widersachers etwas in die Halsschlagader gestoßen, was zu Folge hat das der bekannte Lambert von Bellingen, seines Zeichens Landtagsabgeordneter, sein sauerstoffreiches Blut in der Toilette eines Parkhauses großflächig verteilt. Die Besitzerin eines Souvenirladens wird gefunden. Ebenfalls tot. Etwas hat ihr Gesicht fürchterlich zertrümmert. Dem heimlich stickende Kriminalkommissar a.D., Siegfried Seifferheld bleibt nichts erspart. Wieder einmal muss er und sein Spür- und Gefahrenhund Onis die Welt retten. Sein häuslicher Harem scheint zunehmend aus den Fugen zu geraten, die verfügbare Fläche seines Hauses verringert sich, da immer mehr Menschen es bewohnen und zu allem Überfluss muss er mit seinen Mannen des „VHS Männerkochkurs Schwäbisch Hall“, in eine Schlacht um Leben und Tod ziehen. Das er nebenbei noch in den beiden Mordfällen ermittelt, nun, das erhöht den Lesereiz des Buches nicht unerheblich. Das Buch, es kommt so harmlos daher. Drei Gartenzwerge stehen entspannt auf einem Holzzaun, stehen, lächeln und lesen und sind durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Der Titel „Nadel Faden Hackebeil“ in tiefroter Prägeschrift bringt da schon etwas Abwechslung hinein. „Es ist fürwahr ein merkwürdiger Ort, und kann wohl einer hundert Meilen reisen, eh er dergleichen antrifft!“ So schrieb schon der deutsche Erich Mörike einst, als er über Schwäbisch Hall, der Heimatstadt Tatjana Kruses, nachdachte. Wie merkwürdig dieser vermeintlich harmlose, dem Tourismus verschrieben Ort und seine Bewohner sind, wird uns in Kommissar Seifferhelds zweiten Krimi seitens seiner Schöpferin Tatjana Kruse näher gebracht. Hierzu greift sie tief in die Wortkiste, klaubt aus der Erinnerung im Gedächtnis gebliebene Persönlichkeiten heraus, fügt Missgunst, Neid und Hass hinzu und heraus kommt eine humorvolle Betrachtung der Schwäbisch Haller Prominenz und deren Umfeld. Ihre spitze Feder und Zunge schreckt niemals zurück und man sollte davor gefeit sein ihr im Leben einmal negativ zu begegnen. Sie würde denjenigen bei nächstbester Gelegenheit kunstvoll über die Klinge springen lassen. Sie beschreibt ihre Protagonisten und deren Handlungen intensiv und gnadenlos („Es gäbe keine Allergiepickel auf der Stirn der Hauptdarstellerin und keine fetten Stressfurunkel auf der linken Pobacke des männlichen Helden.“) oder erreicht den Leser mit vortrefflichen Wortschöpfungen wie „Bikiniwaxinghorrorgeschichten“ oder Vergleichen wie „wenn sie sich schnitt, floss Dallmayr Prodomo aus ihren Adern, kein Blut“. Wunderbar schafft Tatjana Kruse es, den Leser nicht nur am Leben ihre Kommissars und dessen Familie teilhaben zu lassen, sondern serviert auch gleichzeitig einen sehr lesenswerten Krimi, in dem selbst der schlimmste und niederträchtigste Mord eingewickelt wird, in eine Decke des Humors und der Ironie. Leseempfehlung? Ja! Für wen? Nur für selbstzerstörerische Menschen, denen Lachfalten egal sind oder die sich trauen in einer vollbesetzten S-Bahn genüsslich vor sich hin zu giggeln.

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  • Rezension zu "Nadel, Faden, Hackebeil" von Tatjana Kruse

    Nadel, Faden, Hackebeil
    texterinforkids

    texterinforkids

    19. July 2011 um 21:27

    Zuerst wollte ich dieses Buch gar nicht kaufen: Nadel und Faden, das erinnerte mich irgendwie an den Handarbeitsunterricht in der Schule, den Nähkurs und überhaupt an Fisselsarbeit, also Arbeit, für die Fingerspitzengefühl nötig ist. Doch irgendwie hat mich der Titel auch neugierig gemacht, vermutlich war es das Hackebeil, das mich schließlich überzeugt hat. Und dann konnte ich das Buch nicht weglegen und habe mich zugleich köstlich amüsiert. Kommissar Seifferheld ist nämlich eigentlich kein Kommissar, also: keiner mehr. Er ist im Ruhestand und ermittelt nicht jobmäßig, sondern eher aus Neugier oder Langeweile. In diesem Fall ist er ja sozusagen über die Tote gestolpert, als er sich nach den Verkäufen seiner Handarbeiten erkundigen wollte. Ja! Seiner Handarbeiten, Kommissar Seifferheld persönlich ist mit Nadel und Faden unterwegs, aber nicht mit Hackebeil, das soll gleich gesagt werden. Das Fingerspitzengefühl, das er beim Sticken, seinem Hobby mit Marktfaktor, benötigt, zeigt er nicht immer beim Umgang mit potenziellen Verdächtigen oder den Frauen, mit denen er zusammenlebt und auch nicht zusammenlebt. Außer der Toten, die Kommissar Seifferheld findet, der Besitzerin eines Andenkenladens nämlich, wird ein Landtagsabgeordneter umgebracht. Ob es einen Zusammenhang gibt? Suchen die Polizei und Kommissar Seifferheld nach einem Täter oder nach zweien? Tatjana Kruse gelingt es geschickt, die Mordfälle, die Ermittlungen der Polizei, die Schnüffelei des pensionierten Kommissars, seine familiären Probleme und seine Beziehungsschwierigkeiten in ein Bild zu verwandeln, dessen Motiv wie bei einem Stickbild erst nach und nach erkennbar wird. Ein gelungener Krimi, den man jedoch nur am Wochenende und im Urlaub lesen sollte, weil er einen fesselt und man am liebsten immer weiterlesen möchte. Der erste Fall „Kreuzstich – Bienenstich – Herzstich“ liegt bereits bei mir auf dem Nachttisch. Ich wage nicht, ihn zu beginnen, aus Angst, dass ich meine Arbeit darüber vergesse 

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  • Rezension zu "Nadel, Faden, Hackebeil" von Tatjana Kruse

    Nadel, Faden, Hackebeil
    Romina

    Romina

    09. April 2011 um 15:16

    Diesem Krimi fehlte leider jegliche Spannung. Der Schreibstil gefiel mir überhaupt nicht und ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum dieses Buch so gut bewertet wird.
    Gehört für mich in das Genre Unterhaltung und Skurilles - ein richtiger Krimi war das ja nicht.
    Für mich ein Flop!!!

  • Rezension zu "Nadel, Faden, Hackebeil" von Tatjana Kruse

    Nadel, Faden, Hackebeil
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    25. March 2011 um 20:46

    Da heißt es immer, in der Provinz ist es friedlich. Weit gefehlt. Im als langweilig bekannten Schwäbisch Hall jedenfalls ist das Leben gefährlich und chaotisch. Siegfried Seifferheld, frühpensionierter Kriminalkommissar, kann sich über Langeweile jedenfalls nicht beklagen. Denn auf der Männertoilette eines Parkhauses wird der konservative Landtagsabgeordnete Lambert ermordet aufgefunden. Und kurz darauf stolpert Seifferheld über die fürchterlich zugerichtete Leiche einer Souvenirverkäuferin. Schnell zeigt sich, dass beide Morde zusammenhängen. Klar, dass Seifferheld sich nicht aus den Ermittlungen heraushalten kann. Mit Hilfe seines Hundes Onis nimmt er die Spur auf. Und gerät dabei selbst in Gefahr. Soweit die Krimihandlung. Aber eigentlich ist die gar nicht so wichtig. Das Wichtige an diesem Buch sind die Comedyelemente. Und die sind einfach nur gut. Situationskomik und skurrile Charaktere machen die Lektüre zu einem wahren Vergnügen. Da ist zum einen Seifferfelds Harem. Er lebt mit seiner Schwester, seiner Tochter und seiner Nichte zusammen, und jede einzelne von ihnen bereitet ihm Probleme. Seine altjüngferliche Schwester gibt sich nicht mehr mit der Kirchenkaffeegruppe zufrieden, sondern sucht im Internet einen Partner. Seine Tochter hat einen für eine Managerin untypischen Freund und verschwindet für eine Weile. Seine Nichte ist eine leidenschaftliche Aktivistin und bei jeder Randale dabei. Als wäre das nicht schon schlimm genug, trauert sein Hund auch noch um ein entsorgtes rosafarbenes Stofftier. Und dann ist da noch der VHS-Männerkochkurs, der aus den untalentiertesten Köchen des Landes besteht, nichtsdestotrotz aber unbedingt bei einem Kochwettbewerb mitmachen will. Dieses Buch ist einfach nur herrlich! Herrlich komisch, herrlich skurril und herrlich zu lesen. Jeder Abschnitt beginnt mit einem witzigen Spruch, wie zum Beispiel „Ich rede nicht zu schnell, du hörst zu langsam zu!“. Das setzt sich im Schreibstil fort, und eine komische Szene reiht sich an die andere. Bei mir gipfelte ständiges Kichern und Auflachen dann in einem Lachanfall, als der VHS-Männerkochkurs tatsächlich beim Wettbewerb antrat, ohne auch nur ein einziges Gericht kochen zu können. Dieses Buch macht einfach Spaß. Mehr davon, Frau Kruse, bitte mehr davon!

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  • Rezension zu "Nadel, Faden, Hackebeil" von Tatjana Kruse

    Nadel, Faden, Hackebeil
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Kreuzstich Bienenstich Herzstich" als Auftakt einer Krimiserie um Kommissar Seifferheld hat mir vor zwei Jahren recht gut gefallen. Amüsant wurde ein Krimi mit aktuell sehr beliebtem Lokalkolorit erzählt und ein etwas ungewöhnlicher Ermittler entworfen. "Nadel Faden Hackebeil", der zweite Teil der Serie, deutet bereits im Titel auf ein Einfallsreichtum auf niedrigem Niveau hin. Tatjana Kruse zerhackt ihren Roman in äußerst kleine Erzählschnipsel, die jeweils nebst Uhrzeit mit kurzen Sprüchen eingeleitet werden, die so belanglos sind, dass ich bereits nach einem knappen Drittel des Buches aufhören musste, sie zu lesen. Die ebenfalls an solchen Stellen eingestreuten "Polizeiberichte", die im ersten Teil noch gelegentlich amüsant wirkten, strapazierten meine Nerven gleichfalls zunehmen, so dass diese nach ca. der Hälfte des Romans von mir ausgespart wurden. Zwar beschleunigte dies mein Lesetempo, erhöhte jedoch nicht wirklich den Lesegenuss. Der Krimi ist gespickt mit Nebensächlichkeiten aus den verschiedenen Lebensgeschichten der Protagonistenfamilie, die eigentliche Aufklärung zweier Morde gerät dadurch selber zur Nebensache und ist schließlich nur noch eine Banalität. Zunehmend entwickelt sich der Eindruck, Tatjana Kruse wäre nicht wirklich ein guter Fall für Kommissar Seifferheld eingefallen und überspielt dies mit Geschichtchen aus dem Familienleben. Dabei wirkt der Humor stets bemüht und oft vorhersagbar. Die Autorin schien sich nicht entscheiden zu können, ob sie ein Drehbuch für eine seichte Vorabendserie schreiben wollte oder doch eine Kriminalgeschichte. Ersteres hätte ich mir nie gekauft und letzteres ist so einfallslos, dass ich mir von der Autorin sicher keinen Krimi mehr zulegen werde.

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    • 3
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. February 2011 um 14:31