Tatjana Mária

 3.5 Sterne bei 17 Bewertungen

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Im Zeitschatten von Mondthal

Im Zeitschatten von Mondthal

 (17)
Erschienen am 21.09.2015

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Rezension zu "Im Zeitschatten von Mondthal" von Tatjana Mária

Ein scheinbar endloses Abenteuer
wordworldvor 2 Jahren

Allgemeines:

Titel: Im Zeitschatten von Mondthal
Autor: Tatjana Maria (Tatjana Flade)
Genre: Fantasy
ISBN-10: 3738645691
ISBN-13: 978-3738645699
ASIN: B014TIOPSG
Preis: 3,99€ (Kindle-Edition)
13,99€ (Taschenbuch)
 
 

Inhalt:

"Tage und Nächte, Reiten und Rasten, Dörfer und Herbergen, die ganze Welt reduzierte sich auf diese Dinge. Sie verinnerlichte den Rhythmus und vergaß den vergangenen Tag, sobald sie in einem Herbergsbett die Augen schloss. Es war ihr, als sei sich schon ihr ganzes Leben auf der Reise..."

Gestrandet in einer fremden Welt sucht Alexandra nach einem Ausweg. Der Tag, an dem sie aus ihrem Leben verschwindet, kommt unerwartet, obwohl sie es sich lange gewünscht hatte. Sie wollte ein Abenteuer, doch was sie findet, ist anders, als sie erwartet hatte. Alexandra sucht einen Weg zurück und muss sich entscheiden, zwischen ihrer alten Welt und ihrer Liebe.



Bewertung:


Erster Satz: "Alexandra!"
Immer, wenn es so spannend war, musste irgendjemand etwas von ihr wollen!"


Dieses Erlebnis kennt wohl jede Leseratte. Immer wenn man sich gerade vollkommen in ein Buch vertieft hat, kommt irgendjemand und stört! So auch bei diesem Buch, das mich wirklich gefesselt und mitgerissen hat. Auch wenn ich einiges zu bemängeln habe, hat es mir super gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der gerne jugendliche Fantasy liest.

Beginnen wir doch mal mit dem Cover, das einfach wunderschön ist! Die graue und triste Farbgebung, die nur von dem einladenden Grün des Bildes in der Mitte unterbrochen wird, lenkt den Blick sofort auf jenes und man kann gar nicht mehr aufhören, es anzusehen. Wenn man das Buch in der Hand hält und durch das wie ein altmodischer Spiegel verziertes Fenster in diese fremde Welt blickt, muss man einfach sofort den Buchdeckel aufschlagen und zu lesen beginnen.

Auch die Gestaltung innerhalb des Buches hat mir sehr gefallen. Die Handlung ist in vier Teile aufgespalten, welche von der Fülle der Handlung wohl Inhalt für ein eigenes Buch hätten. Immer mit dem hübschen Fenster und einem passenden Titel versehen, animiert es einen sehr zum weiterlesen. Dass die Seiten relativ dick und die Bindung am Buchrücken sehr stabil ist, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ich hasse nichts mehr als Taschenbücher, die nach einmaligem Lesen aussehen, als wären sie in einen Aktenvernichter geraten. Etwas gewöhnungsbedürftig war die recht kleine Schrift, sodass ich die etwa 400 Seiten sehr unterschätzt habe. In anderem Format hätten es bestimmt über 600 Seiten sein können, weshalb ich mich nach einiger Zeit gewundert habe, warum ich scheinbar gar nicht voran komme. ;-)


"Euer Land ist jetzt das Land des Königs von Varla."
"Es ist nicht sein Land", sagte sie kalt. "Es wird auch nie seines werden, egal wie viele er tötet." (...)
A´tin-jan schluckte und spürte den metallischen Geschmack von Blut im Mund. Er konnte sich nicht bewegen, geschweige denn aufstehen, also blieb er liegen und wartete auf den Tod."



Den Klapptext muss ich noch etwas kritisieren. Recht allgemein und schwammig gehalten, erzählt er nicht viel über die eigentliche Handlung des Buches. Die Entscheidung, die so groß angekündigt wurde, nimmt nicht sehr viel Platz ein und wird durch viel Abenteuer und vielen Reisen eher zur Nebensache. Mir hat dieser Plot, der etwas anders war als gedacht, sehr gefallen, doch einigen anderen Rezensionen kann man entnehmen, dass durch den nicht sehr passenden Klapptext, die Erwartungen einiger Leser nicht erfüllt werden konnten.

Wie schon gesagt, würde ich dieses Buch eher einer etwas jüngeren Leserschaft empfehlen. Am Anfang hatte ich kurz etwas Schwierigkeiten in das Buch hineinzukommen, da es mir etwas an Komplexität gefehlt hat, der Schluss jedoch gefiel mir wieder sehr gut.

Wir lernen die junge Alexandra kennen, die zusammen mit ihrer ebenso bücherverrückten Freundin Viktoria auf Flohmärkten nach alten und besonderen Büchern stöbert. Bei einer solchen Tour ergattert sie eine alte Ausgabe eines Buches, dass sie fasziniert und fesselt, wie kein anderes Buch je zuvor. Von dem Bedürfnis geleitet, den Hauptcharakter, das Sonnenkind Tjan, aus seiner misslichen Lage zu retten, in die er innerhalb des Buches geraten war, trifft sie sich mit dem geheimnisvollen Verkäufer des Buches, der verspricht, einen Zugang zu der Fantasiewelt des Buches zu kennen.
Tatsächlich betritt sie durch dieses Tor jene andere Welt und begegnet in den Feenwäldern ihrem Tjan, in den sie sich bereits als Leser verliebt hat. Kurzerhand begibt sie sich in den Garten des Einhorns, in dem er von dem bösen Gnom Scolf gefangen gehalten wird und schafft es tatsächlich durch einen Trick Tjans und ihre eigene Freiheit wieder zu erlangen.


"Nur noch zwei Tagesreisen bis nach Un´va", schloss er. "Vielleicht sind es auch nur noch zwei Tagesreisen bis zu Freiheit."
Oder zwei Tage bis zu unserem Tod, dachte Alexandra."



Dies ist der erste, der vier Teilen der Handlung und erschien mir wie eine recht lange Einleitung. Wir werden in diese fremde Welt eingeführt und lernen schon einmal die wichtigsten zwei Charaktere näher kennen, bevor die Handlung erst richtig losgeht. Dieser erste Teil ist sehr kindlich geschrieben und hat mir noch nicht so gut gefallen. Als dann aber fremde Reiter ein Dorf überfallen und viele Menschen töten, erfährt Alexandra von dem sagenumwobenen Mondbuch. Versteckt im Feenwald soll dieses mächtige Zauberbuch aufbewahrt sein, das die fremden Reiter so unbedingt haben wollten. Als die Waldmänner losziehen um die Überfäller ihres Dorfes ausfindig zu machen, beschließt Alexandra kurzerhand mitzureisen, denn nur im Mondbuch könnte ein Hinweis zur Rückkehr in ihre Welt verborgen sein....


Wir lernen ein abgeschiedenes Königreich kennen, einen bösen Zauberer, den hübschen Prinzen, lernen viel über die verschiedenen Kulturen, Landschaftsformen und erleben ein spannendes Abenteuer. Zusammen mit Alexandra und Tjan, die in dem Prinzen A´tin-jan und dem Dienstmädchen Melanie eine willkommene Verstärkung gefunden haben, bereisen wir Leser diese fremde Welt von der Wüste, über die Berge bis zum Meer und bangen, hoffen, lachen und kämpfen mit ihnen.

Die Charaktere, der Schreibstil und der Plot unterliegen einem ständigen Wandel; es scheint, als würde die Autorin gleichzeitig mit der Geschichte wachsen. Was am Ende herauskommt, hat wenig mit den naiven und kindlichen Ansätzen des Anfangs gemein. Wenn das Absicht war, dann Hut ab, denn diese Entwicklung ist sehr spannend und passt zum Älter werden der Charaktere.


"Alexandra schlief erschöpft ein und träumte davon, wieder nach Hause zu kommen, ihre Eltern und Jonas zu umarmen. Sie träumte davon, Viktoria alles zu erzählen. Aber sie träumte auch von Tjan, von seinem strahlenden Lächeln und dem Kuss im Garten. Tjan schob sich vor die Bilder ihrer Familie, die verblassten. Alexandra streckte die Hände nach ihnen aus, aber ihre Eltern und Jonas wurden immer durchscheinender und glitten ihr durch die Finger."


Die Charakter haben mir gut gefallen. Dass die 15jährige Hauptcharakterin Alexandra begeistert von Fantasy-Büchern ist, hat ihr gleich schon einen Pluspunkt eingebracht. Wie ich eben schon sagte, entwickelt sie sich sehr; nachdem sie zu Beginn noch sehr unlogische und unbedachte Entscheidungen getroffen hat, ist sie am Ende eine selbst bestimmte, mutige junge Frau, die genau weiß, was sie will. Sie leidet sehr unter der Entscheidung zwischen ihrer Liebe und ihrer Familie, auch wenn ihr das Vergessen und das Schicksal die Entscheidung leichter macht. Aus Ihrer Perspektive erleben wir die Geschichte. Vor allem gegen Ende dürfen aber auch ab und zu andere Charaktere mal ran.

Eine davon ist ein junges Dienstmädchen, das eigentlich Mylahni heißt, von Alexandra aber nur Melanie genannt wird und jene im Schloss des Herrn der Drachenberge kennenlernt. Das mutige junge Mädchen schlägt sich schnell auf die Seite der Reisenden und steht ihnen zur Seite. Aus dem Duo Alexandra und Tjan wird so ein Trio.

Das Sonnenkind Tjan empfand ich als etwas langweilig. Er blieb am Anfang relativ blass und verschwindet dann für einen Großteil der Handlung aus dem Blickfeld, so dass der Leser keine richtige Beziehung zu ihm aufbauen kann.

A´tin-jan, der Lehrling des bösen Herrn der Drachenberge, ist relativ zwiespältig gezeichnet und seine Absichten bleiben recht verschleiert. Es entwickelt sich doch tatsächlich eine Dreiecksbeziehung zwischen ihm, Alexandra und Tjan, wobei ich den jungen Prinzen die ganze Zeit über klar bevorzugt habe. Besonders haben mir die Rückblenden aus seiner Vergangenheit gefallen und wie er Alexandra seine Religion erklärt hat.


"Sie wusste nicht, wer er wirklich war, der kalte oder der liebenswürdige A´tin-jan, und wann er ihr etwas vorspielte."


Die vier waren mir also sehr sympathisch und ich habe mich ihrer Reise sehr gerne angeschlossen. Im Vordergrund steht in diesem Buch nicht der Kampf gegen etwas Böses oder die verzweifelte Suche nach einer überlebenswichtigen Sache, wie in vielen anderen Fantasy-Romanen und das hat mir sehr gut gefallen. Statt uns viele Actionszenen und klare Gut-und-Böse-Rollenverteilung vorzusetzen, überzeugt dieses Buch durch die Darstellung des Fantasielandes durch das die vier Freunde reisen. Unterschiedliche Kulturen mit Trachten, Sprachen, Wohlstand und Lebensformen werden ebenso ausgeleuchtet wie die Landschaft. Mal hügelig, gebirgig, flach, trocken, waldig, mit reißenden Flüssen oder tiefen Seen durchzogen - immer findet sich eine Abwechslung. Deshalb wird es auch nie langweilig, auch wenn in manchen Momenten scheinbar wenig passiert.

Die Geschehnisse wie die Welt und die Charaktere sind allesamt fantasievoll, liebenswert und mit viel Herzblut erdacht. Man merkt wirklich, dass der Autorin dieses Buch am Herzen lag. Neben dem scheinbar immer weiter gehenden Plot, der schlichten Aneinanderreihung von Abenteuern, deren einziger roter Faden die Charaktere und Alexandras Wunsch nach einer Heimkehr ist, geht Tatjana Flade auch auf die inneren Konflikte, Wünsche und Gedanken der Jugendlichen ein. Ständig passiert etwas anderes, entweder abenteuerlich oder einfühlsam und so bleibt es die ganze Zeit über spannend.

Der Stil hat mir ebenfalls gut gefallen. Ich habe in Rezensionen oft gelesen, es seien viele Rechtschreibungs- und Grammatikfehler im Text zu finden, wem ich absolut nicht zustimmen kann. Ich störe mich immer peinlichst an Fehlern im Stil, doch bei diesem Buch habe ich eigentlich nichts gefunden. Wie schon in "Herz im Fadenkreuz", einem anderen -wirklich empfehlenswerten- Roman, den ich von ihr lesen durfte, bevorzugt die Autorin um Großteil einen relativ schmucklosen aber präzisen Stil, welcher wohl mit den Lesegewohnheiten einiger Fantasy-Leser kollidieren wird, meiner Meinung nach aber nicht zu verachten ist. Man wird nicht durch ewige Beschreibungen aufgehalten, bekommt aber beiläufig alle wichtigen Informationen serviert, die man für seine Vorstellungskraft benötigt.


"Der Himmel wurde nachtblau und die ersten Sterne kamen durch. Bald leuchteten Hunderte von Sternen über ihnen due ganze Milchstraße stand am Himmel. Alexandra staunte. So einen Sternenhimmel hatte sie noch nie gesehen. Als dann eine besonders große Sternschnuppe vom Himmel fiel, wünschte sie sich, sofort nach Hause zurückkehren zu können..."



Fazit:

Obwohl ich zu Beginn nicht sonderlich begeistert von dem Buch war dachte ich am Schluss nur noch: Mehr davon!!! Ein scheinbar endloses Abenteuer das den Leser durch Berg und Tal, Wald und Wüste, böse Königreiche und glänzende Städte am Meer führt, an glücklichen und unzufriedenen Menschen vorbei. Eine Reise, auf der wir Nomaden und Mönchen treffen, rasten und weiterziehen, kämpfen und feiern und schließlich auch ankommen.

Vielen Dank an Tatjana Flade für dieses Leseerlebnis!!!

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Mara85s avatar

Rezension zu "Im Zeitschatten von Mondthal" von Tatjana Mária

Im Zeitschatten von Mondthal
Mara85vor 2 Jahren

Gestrandet in einer fremden Welt sucht Alexandra nach einem Ausweg.

Der Tag, an dem sie aus ihrem Leben verschwindet, kommt unerwartet, obwohl sie es sich lange gewünscht hatte.

Sie wollte ein Abenteuer, doch was sie findet, ist anders, als sie erwartet hatte.

Alexandra sucht einen Weg zurück und muss sich entscheiden, zwischen ihrer alten Welt und ihrer Liebe.

Meine Meinung:

Was soll ich sagen, ich habe dieses Buch regelrecht inhaliert.

Diese Geschichte, in eine andere einem unbekannte Welt eintauchen...davon träumen wir doch alle.

Man träumt von Feen, Elfen und anderen uns geliebten Fabelwesen und zack ist man dort.

Ich kann nur sagen die Autorin hat mich wirklich in ihren Bann gezogen.

Sofort war ich mit Alexandra in dieser uns unbekannten Welt die uns aber trotzdem so fasziniert.

Alexandra als unsere Hauptprotagonistin kann man zwar teilweise als etwas naiv bezeichnen, denn wer glaubt schon in einer fremden Welt alles und jeden retten zu können? Trotzdem empfand ich sie auch als sehr mutiges und taffes Mädchen.

Ich persönlich hätte mit sicherheit genauso gehandelt, wenn ich die Chance hätte in eine für mich so tolle und faszinierende Umgebung gehen zu können.

Tjan, den Alexandra retten will fand ich ebenso sympathisch man muss ihn einfach lieben!

Ihre gemeinsame Reise ist wirklich sehr spannend, auch wenn der Schreibstil anfangs recht kindlich wirkt, wird dieser gegen Mitte des Buches immer besser und ausgereifter.

Ich kann nur sagen:

Ein gelungener Auftakt und ich freue mich und hoffe noch mehr von Alexandra und Tjan lesen zu dürfen!

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SofiaMas avatar

Rezension zu "Im Zeitschatten von Mondthal" von Tatjana Mária

Anfangs noch ganz gut..
SofiaMavor 2 Jahren


Mir gefällt das Cover wirklich gut. Es ist, als würde man durch einen Spiegel oder so in eine fremde Welt gucken, was in gewisser Weise ja auch zum Inhalt passt.
Auch der Titel passt gut. Zuerst wusste ich eine Zeit lang nicht, wo der Zusammenhang zwischen Titel und Inhalt ist, aber irgendwann macht er dann Sinn und dann passt er wie die Faust aufs Auge.
Die Kapitel sind alle mittellang.




Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Ihr müsst euch den Trailer ansehen, der ist wirklich wahnsinnig.

Zu Anfang scheint es auch wirklich so, als hätte der Trailer nicht zu viel versprochen, und ich habe mich schon darauf gefreut, endlich mal wieder ein richtig gutes Buch lesen zu können, denn der Einstieg ist vielversprechend.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön; durch die nicht zu komplizierten, aber dennoch teilweise langen Sätze lässt sich "Im Zeitschatten von Mondthal" sehr leicht lesen, et flutscht richtig.
Auch hat mir Alexandra als Protagonistin am Anfang gut gefallen, sie ist klug, weiß, was sie will, ist aber trotzdem nicht nervig. Und noch dazu ein richtiger Bücherwurm. An einer Stelle listet sie einige Bücher auf, die ich alle gelesen habe. Haha. Das hat mich gefreut.
Besonders gereizt hat mich aber der Plot der Geschichte, da er etwas ist, das ich so noch nie gelesen habe. Frische, neue Ideen finde ich immer gut.

Ab der Begegnung mit Tjan allerdings nimmt das Niveau des Buches meiner Meinung nach allerdings stark ab. Tjan ist in meinen Augen sehr unsympathisch; ich mochte ihn gar nicht und war immer wieder sehr froh, als er mal nicht da war. Er ist viel zu lieb und kindlich, wodurch er auf mich extrem hilflos und unselbstständig wirkte, wie ein kleiner Junge ohne eigenen Willen. Sowas kann ich gar nicht leiden. Noch dazu hat er keinerlei Ecken und Kanten (ihr wisst ja, wie sehr ich zu glatte Charaktere verabscheue), wodurch er unscheinbar und dadurch sehr langweilig wird.
Alexandra verliebt sich natürlich bis über beide Ohren in ihn, was ich gar nicht verstehen konnte, da er ja so langweilig ist. Ab da habe ich dann auch nichts mehr für sie übrig, sie ist, was ihn angeht, immer extrem überdramatisch und fast schon pathetisch, was auf Dauer nervt.

Auf der Suche nach dem Mondbuch, die natürlich viele Gefahren birgt, treffen sie und ihre Begleiter dann auf den Prinzen A'tin-jan und das Dreieck ist vorprogrammiert. Allerdings ist von vorneherein klar, für wen Alexandra sich am Ende entscheidet.
A'tin-jan ist außerdem viel sympathischer als Tjan, nicht zuletzt auch, weil er sehr geheimnisvoll und undurchschaubar ist. Er hat meine geliebten Ecken und Kanten, da man bis zum Schluss nicht hundertprozentig weiß, woran man bei ihm ist und welche Ziele er verfolgt. Das macht ihn im Gegensatz zu Tjan natürlich interessant, was durch seine Vergangenheit, die man Stück für Stück erfährt, noch verstärkt wird.
Allgemein wirkt es so, als hätte die Autorin sich bei A'tin-jans Gestaltung am meisten Mühe gegeben, da er der einzige Charakter ist, der nicht mehr oder weniger oberflächlich ist.

Die Suche selber ist, wie gesagt, zwischendurch nicht ganz ungefährlich für Alexandra und ihre Freunde, allerdings muss ich sagen, dass ich nicht permanent gefesselt war. Zwar gibt es durchaus einige Stellen, die spannender sind als andere, aber auch diese sind nicht so packend, dass man gar nicht mehr vom Buch loswird. Vielmehr war es bei mir so, dass der Wille, das Buch endlich zu beenden, irgendwann meine einzige Motivation war, weiterzulesen, da es sich nach einigen Kapiteln ziemlich stark in die Länge gezogen hat. Es passiert innerhalb kürzester Zeit unglaublich viel, allerdings ohne große Spannung, sodass man ab einem gewissen Punkt die Geduld verliert. Da wären einige Details in bestimmten Abenteuern mehr und dafür etwas weniger vereinzelte Action, und das dann auf mehrere Bücher verteilt und nicht alles in eins gequetscht, vielleicht sogar besser gewesen. So kostet es einiges an Überwindung, das Buch zu beenden, und das Ende ist es leider auch nicht wert (sehr pathetisch).





Anfangs ist das Buch noch vielversprechend, aber mit Auftreten des langweiligen Tjan wird es leider immer schlechter. Die Protagonistin nervt, da sie nur noch an Tjan denkt, und die Geschichte zieht sich irgendwann in die Länge, da zu viel bei zu wenig Spannung passiert. Ein anderer Schluss hätte das vielleicht noch ein wenig wettmachen können, so sinkt das Niveau allerdings bis zum Ende immer weiter ab, sodass man dann wirklich glücklich ist, wenn man die letzte Seite geschafft hat. Pluspunkte hingegen sind A'tin-jan, der eine wirklich wunderbare und interessante Figur ist, und der leichte Schreibstil. 3/5 Sterne.

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Gespräche aus der Community

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Tatjana_Marias avatar
Hallo liebe LovelybookerInnen,

ich starte eine Leserunde für meinen Fantasyroman "Im Zeitschatten von Mondthal", der Mitte September als E-Book und Print erscheint.
Dafür verlose ich zehn Bücher als E-Book (epub oder mobi Format, bei Bedarf auch als pdf). Zusätzlich lege ich ein signiertes Printexemplar in den Lostopf (das werde ich voraussichtlich erst Ende September verschicken können).

Hier ist schon einmal der Buchtrailer zur Einstimmung:

###YOUTUBE-ID=moFqhG_BFjM###

Wenn das Lust aufs Lesen und Mitmachen hier machen sollte, wäre das toll.

Eine Leseprobe findet ihr auf meiner Mondthal website (damit ihr schon  mal einen Eindruck gewinnt, ob euch die Geschichte interessieren könnte). Bei Amazon wird die Leseprobe aus irgendeinem Grund nicht angezeigt.

Für die Bewerbung beantwortet bitte folgende Frage:
Was fasziniert euch am Lesen?

Ich freue mich auf eure Bewerbung und eure Beteiligung. Vielen Dank.
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