Tatjana Stöckler

 4.6 Sterne bei 17 Bewertungen

Lebenslauf von Tatjana Stöckler

Tatjana Stöckler kam als Seemannstochter in Bremerhaven zur Welt und verbrachte ihre Schulzeit zwischen ländlichem Idyll und Großstadt. Nach ihrem Studium approbierte sie als Ärztin, arbeitete in Frankfurt lange in der Strahlentherapie und derzeit in der Suchtprävention für Kinder. Nachdem sie in ganz Deutschland mehrere Wohnsitze ausprobiert hat, lebt Tatjana Stöckler jetzt mit zwei Töchtern und ihrem Mann in einer Kleinstadt im Rhein-Main-Gebiet. Als Autorin ist Tatjana Stöckler sehr vielseitig. Sie beherrscht die unterschiedlichsten Genres vom Science Fiction über den Thriller bis zur Satire. Durch die »Storyolympiade«, in der die Autorin mittlerweile als Jurymitglied fungiert, und die »Edition Geschichtenweber« beteiligte sie sich an zahlreichen Anthologien. In Literaturwettbewerben wurde sie mehrfach mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

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Die Hexe muss brennen. Historischer Roman.

Die Hexe muss brennen. Historischer Roman.

 (4)
Erschienen am 21.12.2013
Die Hexe muss brennen

Die Hexe muss brennen

 (3)
Erschienen am 25.10.2012
Leitstelle ins Glück

Leitstelle ins Glück

 (1)
Erschienen am 20.01.2012
Die Morde der Hebamme

Die Morde der Hebamme

 (1)
Erschienen am 24.02.2015
Rache und andere Geister

Rache und andere Geister

 (0)
Erschienen am 01.02.2013
Die Huren des Apothekers

Die Huren des Apothekers

 (0)
Erschienen am 01.03.2014

Neue Rezensionen zu Tatjana Stöckler

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Rezension zu "Die Hexe muss brennen. Historischer Roman." von Tatjana Stöckler

Die Hexe muss brennen
quatsprechevor 2 Jahren

Die Hexen und Hexenprozesse werden sehr oft, völlig ungerechtfertigter Weise, ins Mittelalter transferiert. In diesem Roman von Tatjana Stöckler, erschienen beim Burgenweltverlag, spürte ich deutlich, dass die Autorin diesem Irrtum nicht unterliegt.
Luzia, eine junge Frau mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, gerät ins Visier der Inquisition. Diese Rechtsform des 16. und 17. Jahrhundert ist dafür bekannt, ganz besonders grausam Frauen und Männer zu foltern, weil diese angeblich Schadenszauber gewirkt haben sollen. Doch Luzia ist keine Hexe!

Der Auftakt der Serie um die Diebin Luzia von Tatjana Stöckler ist ……
diesmal fällt es mir wirklich schwer die passenden Worte zu finden. Der
Roman ist ganz nett. Erfreulich finde ich den historischen Kontext, der
wirklich (endlich mal) gut gelungen ist. Das Wesen einer Stadt der
Frühen Neuzeit ist gut eingefangen und auch die Hinweise auf alle
umliegenden Personen, Städte und Geschehnisse sind nicht zu präsent,
aber vorhanden.

Und trotzdem gibt es einiges, was mich irritierte. Ich habe mich über
die Länge der Geschichte sehr mit Luzia angefreundet. Sie ist ein süßes
Mädchen, welches durch die Lebensumstände dazu gezwungen wurde nachts
auf Raubzüge zu gehen. Was mich am späteren Verlauf der Geschichte so
irritiert ist die Beziehung, die sie zu den anderen Charakteren aufbaut.
Vor allem die Geschwindigkeit in der dies alles geschieht. Auch der
Wechsel zwischen ihrer kriminellen Vergangenheit zu der rechtschaffenen
Jungfrau, die ihre langen Finger nur noch für gute Zwecke einsetzt, ist
mir nicht ganz klar. Liegt es daran, dass sie (kurz nach ihrer
schrecklichen Folter) sich gleich in einen fremden Mann verliebt? Oder
das dieser Fremde (der einen sehr guten Ruf genießt) sich in eine
kriminelle, Unzucht treibende Frau verliebt?

Dazu kommen die, mir persönlich sehr unangenehmen, Folterungsszenen.
Tatjana Stöckler schaffte es mit sehr plastischen Beschreibungen meine
Vorstellungskraft anzukurbeln. Und das etwas zu genau. Vielleicht liegt
es auch an meiner generellen Empathie zu den unschuldig verurteilten
Frauen in den Hexenprozessen, dass sich mir  sofort der Magen umdreht,
wenn Inquisitionsverfahren detaillierter beschrieben werden. Wer also
wissen will, wie Frauen bei Verhören gefoltert wurden, sollte unbedingt
zu diesem Buch greifen.

Abgesehen von den noch detaillierteren Liebesszenen (die vom Erzählstil
nicht meinem Geschmack entsprechen) ist die Geschichte spannend, mit
Wirrungen und Windungen, mit Höhen und Tiefen, mit Witz und voller Leben
und Liebe. Sie ist für meinen Geschmack etwas zu kitschig, und trotzdem
bin ich gespannt darauf was Luzia im Verlauf der weiteren Romane
passieren wird.

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isabella_benzs avatar

Rezension zu "Die Hexe muss brennen" von Tatjana Stöckler

Guter Historienroman
isabella_benzvor 4 Jahren

Bewertung: In plastischer Sprache schildert Tatjana Stöckler die Grausamkeiten, die junge Frauen durch die Inquisition erleiden mussten, wobei sie die Charaktere liebevoll und ihre Beweggründe verständlich zeichnet.

Luzie ist seit eine Diebin, die nun seit einigen Wochen in „Amorbach“ ihr Unwesen treibt, der Stadt, in der Freiherr Lukas von Wegener lebt. Ihre Leben könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie geächtet und stets in der Gefahr, von der Stadtwache entdeckt zu werden, er ein angesehener Astrologe, der sogar vom Erzbischof von Mainz persönlich beauftragt wurde, den Grund für sein Herzleiden herauszufinden. Doch ihrer beider Leben werden unweigerlich durcheinandergebracht als der Inquisitor Zentgraf Balthasar Noß nach Amorbach kommt. Vor Jahren hat der Zentgraf bereits versucht, Lukas‘ Schwester Magdalene zu verurteilen und nun versucht er erneut, ihrer habhaft zu werden. Da kommt es ihm gerade Recht als Luzia ihm in die Hände fällt.

Inwiefern Noß Luzia benutzt, wie sie Lukas kennen lernt und warum genau Noß ausgerechnet hinter Magdalene her ist – das alles wird nach und nach im Roman aufgedeckt. Mit Hexenverbrennung und Inquisition hat sich Tatjana Stöckler in zweierlei Hinsicht an ein schwieriges Thema gewagt. Zum einen, weil es ein sehr dunkles Kapitel der europäischen Geschichte betrifft. Zum andere, weil es bereits vielfach literarisch bearbeiten wurde. Doch Tatjana Stöckler gelingt es, beide Hürden mit Bravour zu meistern.

Im Vergleich mit anderen Werken über die neuzeitliche Hexenverbrennung braucht sich „Die Hexe muss brennen“ definitiv nicht verstecken und die Schilderungen der Folter gelingt Tatjana Stöckler so gut, dass mir regelmäßig „übel“ wurde. Sie nimmt dabei wahrlich kein Blatt vor den Mund. Wer – gerade als Frau – keine Scheu davor hat, in diese dunkle Zeit abzutauchen, der sollte das Buch unbedingt lesen! Mir ist noch nie plastischer vor Augen geführt worden, was als Hexe verschriene Frauen alles zu erleiden hatten.

Das Buch bleibt aber nicht an dieser Stelle stehen – ganz so düster ist es zum Glück nicht. Auch die Liebesgeschichte kommt nicht zu kurz, wenn es meiner Meinung nach auch nicht das „besonders zu erwähnende“ in dem Roman ist. Mehr hervorzuheben ist meines Erachtens das scharfe Bild, das Tatjana Stöckler vom Inquisitor Balthasar Noß zeichnet. Mit jeder Szene gewinnt sein Charakter weitere Konturen. Er verliert nichts von seiner „Boshaftigkeit“ und doch wird er immer tragischer. Ich will nicht zu viel verraten, aber diese faszinierende Charakterdarstellung war für mich der Hauptgrund für die sehr gute Bewertung.

Ein wenig Abzug gibt es für die teilweise etwas moderne Sprache und dass es zwischendurch einige zusammenfassende Passagen gibt, bei denen ich leider das Gefühl hatte, etwas von Luzia und Lukas zu verpassen. Dennoch – die vier Sterne vergebe ich gerne und voll und ganz verdient!

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J

Rezension zu "Spukhaus zu verkaufen" von Tatjana Stöckler

Rezension zu "Spukhaus zu verkaufen" von Tatjana Stöckler
jugendstilbluetevor 8 Jahren

Spukhaus zu verkaufen
Geisterhäuser und Spuk – wen fasziniert das nicht? Christobal J. Satànchia, ein zwielichtiger Makler, lebt davon. Er verkauft Spukhäuser an ganz besondere Kunden. Und hier beginnt die Anthologie: Ein Käufer zieht in sein neues Haus ein und wird überrascht von dem, was sich da umtreibt.
Dreizehn Autoren erzählen dreizehn ganz unterschiedliche Geschichten. Es geht um rachsüchtige Geister, magische Artefakte, abenteuersüchtige Geisterjäger, germanische Götter und sogar um die Sieben Zwerge. Genauso unterschiedlich wie die Geschichten sind auch die Stile der Autoren. Man findet viktorianische Geistergeschichten, Satiren, eine Liebesgeschichte und spannenden Grusel, der einem Gänsehaut beschert. Entspannen kann man sich dann nach jeder Geschichte bei den kleinen Episoden über den teuflischen Herrn Satànchia, der von einem Objekt zum nächsten reist und meistens gute Geschäfte dabei macht – aber nicht immer.
Alle Geschichten sind einfallsreich und durchweg gut geschrieben. Langeweile kommt nicht auf, weil man immer mit anderen Phänomenen konfrontiert wird und auch der Ausgang unterschiedlich ist. Zur hohen Qualität der Autoren passt auch die edle Gestaltung des Buches, die liebevollen Details wie der besondere Schriftfont in einem Tagebucheintrag oder die stimmungsvollen Illustrationen.
Wer Gruselgeschichten liebt, sich für Spukhäuser begeistern kann, dabei Abwechslung sucht, dem wird man mit diesem Buch eine Freude machen können. Ein nettes Geschenk zur Einweihungsparty der neuen Wohnung! Durchaus eignet sich das Buch auch für Jugendliche, da es nicht mit billigen Schockeffekten oder Splatter arbeitet, um Stimmung zu erzeugen.
Angenehmes Gruseln!

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Zusätzliche Informationen

Tatjana Stöckler wurde am 23. August 1962 in Bremerhaven (Deutschland) geboren.

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