Taya Gondar

 3.8 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Kyra - Der Aufbruch, Kyra und das Volk der Jägerinnen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Taya Gondar

Taya GondarKyra und das Volk der Jägerinnen
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Kyra und das Volk der Jägerinnen
Kyra und das Volk der Jägerinnen
 (2)
Erschienen am 26.10.2017
Taya GondarKyra - Der Aufbruch
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Kyra - Der Aufbruch
Kyra - Der Aufbruch
 (2)
Erschienen am 16.04.2018
Taya GondarKyra - Sammelband
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Kyra - Sammelband
Kyra - Sammelband
 (1)
Erschienen am 15.06.2018

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Rezension zu "Kyra - Der Aufbruch" von Taya Gondar

Hingerissen
PiaMariaXvor einem Monat


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Rezension zu "Kyra und das Volk der Jägerinnen" von Taya Gondar

Zauberhaft und spannend
PiaMariaXvor einem Monat

Eigentlich ist Fantasy nicht so mein Genre, aber dadurch, dass der Ort des Geschehens nicht weit hergeholt war, konnte ich mich leicht in die Geschichte einfühlen. Starker Frauen-Fantasy!

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haensbaenss avatar

Rezension zu "Kyra und das Volk der Jägerinnen" von Taya Gondar

1. Teil der starken, frühzeitlichen Fantasy-Frauengeschichte!
haensbaensvor 3 Monaten

Vollständige Rezension: queerbuch.wordpress.com

Bevor ich meine Meinung zu diesem Buch in Worte fasse, muss ich die Kurzbeschreibung noch etwas ausbauen. Die Handlung ist dabei in der Jungsteinzeit, dem sogenannten »Neolithikum« angesiedelt, der Übergangszeit der Jäger und Sammler zum sesshaften Menschen. In diesem Buch sind zwei Bände vereint, die auch gut als »Teil 1« und »Teil 2« eines einzigen Buchs durchgehen würden, wobei jeder Teil seine eigene Spannungskurve besitzt. Im ersten Teil werden wir in das Leben der Jägerinnen und die lange Reise des anderen Volkes eingeführt, das »Naiset« genannt wird, und erleben das Aufeinandertreffen und Kennenlernen der beiden Völker. Kyra verfällt dabei der schönen Feija, eine Frau der Naiset, doch hat sie auch noch ihre Leibdienerin und Freundin Yuna aus Kindheitstagen an ihrer Seite, die einen festen Platz in ihrem Herzen hat. Nachdem die Bedrohung, die die Jägerinnen erwartet, immer präsenter wird, muss Kyra eine Entscheidung treffen: Folgt sie der schönen Fremden in ihr Land, wird ihr Volk das überstehen? Das Gefühlsdreieck aus Feija, Kyra und Yuna macht die Sache nicht leichter…

Ein Buch, in dem fast nur Frauen als Charaktere vorkommen, in dem die Anzahl an lesbischen Beziehungen und Liebschaften vergleichsweise hoch ist, ist etwas, das ich bisher noch nicht kannte und ziemlich erfrischend fand. Die Frau als solches wird hier gehuldigt und sowohl geistig als auch kämpferisch den Männern als häufig überlegen dargestellt. Das hat mir sehr gut gefallen, denn da Männer vermutlich in der früheren Zeit vermehrt ihrem (tierischen und kämpferischen) Instinkt gefolgt sind und sich dabei weniger überlegt und vorausschauend verhalten haben, war es schön mitzuerleben, wie sich ein reines Frauenvolk in dieser Zeit entwickeln und durchsetzen kann, trotz ihrer durchschnittlichen körperlichen Unterlegenheit. Auf der anderen Seite fand ich die männliche Darstellung teilweise etwas hart, da die meisten als hochgradig machtgierig, rücksichtslos und herablassend im Umgang mit Frauen beschrieben wurden, weshalb sich die Jägerinnen auch dem Dienste der Sonnengöttin verschrieben haben, die die Existenz der Männer eher als Fehler betrachtet.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und auch die Ausarbeitung der (Haupt-)Charaktere finde ich sehr gelungen. Die Sprache passt zu einer früheren Zeit, sie ist anmutig und über manche Formulierung musste ich schmunzeln, da Menschen vor so langer Zeit wohl noch nicht so viele Wörter kannten wie heute, um sich auszudrücken. Kyra, aus deren Sicht wir das Geschehen miterleben, ist eine sehr starke Persönlichkeit, eine junge Anführerin, die selbst im Kampf an vorderster Front steht. Manchmal ist sie etwas blind für Dinge, die direkt vor ihren Augen geschehen und ihre Leidenschaft wird erst von der fremden Feija geweckt, die dann kaum noch zu zügeln ist. Feija ist groß, schön und so zärtlich und herzlich, sodass man nicht anders kann, als sie in sein Herz zu schließen. Sie ist die gute Seele, die für ihre Überzeugungen einsteht und dabei stets das Wohl der anderen im Kopf hat. Auch Yunas Charakter ist so vereinnahmend, dass man, obwohl der Großteil des Buchs aus Kyras Sicht geschildert wird, nicht anders kann, als mit ihr zu fühlen. Mein Lieblingscharakter war allerdings die Medizinfrau Awen, die sich nicht darum schert, was andere über sie denken und dadurch der in meinen Augen bunteste Charakter ist, der mich beim Lesen immer wieder zum Schmunzeln und laut Loslachen gebracht hat. Awen ist der Knaller!

Was mir beim Lesen allerdings oft gefehlt hat und worin auch mein Hauptkritikpunkt liegt, ist die Spannung und die Heftigkeit der Handlung. Immer wieder werden Bedrohungen angekündigt, leise Vorahnungen, schreckliche Bilder, die wohl die Zukunft voraussagen. Wenn es dann soweit ist, ziehen sie aber so schnell vorüber, dass man nur eine Ahnung von Spannung erfährt. Fängt dieses mitreißende Gefühl an, ist die Situation auch schon wieder überstanden und vergleichsweise glimpflich verlaufen. Über den gesamten Handlungsverlauf sind (fast) keine Verluste zu verzeichnen, und so sehr wir darunter leiden, wenn uns geliebte Charaktere unter dramatischen Umständen verlassen, so sehr bleibt das Buch doch in Erinnerung. Nach dem Tod eines geliebten Charakters verfalle ich oft selbst in tiefe Trauer, doch genau so eine Heftigkeit an Gefühlen wie Angst, Wut und Stärke ist das, was für mich eine spannende Geschichte ausmacht. Wer allerdings in eine wunderbar beschriebene, schöne Welt eintauchen möchte, dem sei dieses Buch hier ans Herz gelegt.

Taya Gondar schafft es, vor den Augen des Lesers eine schillernde Welt zu erschaffen, in der man sich selbst heimisch fühlen kann. Diese Welt wirkt so traumartig schön, dass man sich nur wünschen kann, als Frau dieses Land und diese Gemeinschaft zu erleben. Obwohl die Handlung in eine so frühe Zeit gelegt wurde, spricht die Autorin gesellschaftlich später wichtige Themen wie Rücksicht und Wert des Alters, Umgang mit körperlichen Beeinträchtigungen, ja sogar Polyamorie an und verleiht den beiden Frauenvölkern eine Haltung und Akzeptanz, die ihrer Zeit weit voraus ist.

Fazit

Die Geschichte um Kyra und die Frauenvölker hat mich in ihre schöne Welt gezogen, in der man sich als frauenliebende Frau nur zu gut aufgehoben fühlt. Durch die Einbindung einiger Fantasy-Elemente hat die Autorin eine Welt geschaffen, in die man beim Lesen gerne versinkt. Auch die Liebesgeschichte und das Gefühlschaos um Kyra, Feija und Yuna hat mich überzeugt. Durch die für mich etwas schwache Spannungskurve ist es keine Geschichte, über die ich noch lange philosophieren werde. Ich habe mich beim Lesen aber gut unterhalten gefühlt und kann sie jedem/r empfehlen, der/die sowieso lieber ruhigere Bücher liest, auf große Verluste verzichten kann und einfach für einige Zeit in eine wunderbare Welt abtauchen möchte.

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