Ted Chiang Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes

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Inhaltsangabe zu „Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes“ von Ted Chiang

Geschichten, die ein ganzes Universum enthalten: Die Wahrheit über den Turmbau zu Babel; der folgenreiche Erstkontakt mit einer außerirdischen Spezies; die Verzweiflung angesichts des Verlusts eines unersetzlichen Menschen; ein Zeitreiseabenteuer der anderen Art; und ein bestürzender Ausflug an die Grenzen des wissenschaftlich Machbaren. Kein anderer Science-Fiction-Autor hat in den letzten zwanzig Jahren auch nur ansatzweise so viel Begeisterung ausgelöst wie Ted Chiang. Kein anderer Science-Fiction-Autor wurde für ein so schmales Werk mit mehr Preisen ausgezeichnet. Nun liegt endlich auch auf Deutsch ein Auswahlband mit seinen Erzählungen vor. Ausgezeichnet mit dem ›Kurd Laßwitz Preis‹ als bestes ausländisches Werk des Jahres 2012

Die erste Geschichte hat leider nicht meinen Geschmack getroffen aber die anderen fand ich gut.

— Mayjune
Mayjune

201408

— claudiaaa
claudiaaa

Beeindruckende Gedankenspiele in ebenso beeindruckender Ausführung - ein Buch für Mathematiker, Philosophen und andere Verrückte.

— NiklasPeinecke
NiklasPeinecke

Starkes SiFi-Buch mit wirklich gelungenen SiFi-Kurzgeschichten.

— Vinschen
Vinschen

Ganz großer Sciencefiction zum Nachdenken. Für mich Asimov mit Sahnehäuchen.

— soetom
soetom

Sehr gut. Meine Empfehlung!

— anderfeldt
anderfeldt

Phanstastische Kurzgeschichten wie sie besser nicht sein könnten

— ralf_boldt
ralf_boldt

Genial!

— animantis
animantis

Alle Jubelhjahre gibt es einen SF Autor, der grandiose Kurzgeschichten schreibt. Ted Chang ist genau dieser Autor.

— PoerpleOehring
PoerpleOehring

Tolle Kurzgeschichten die mich begeistert haben.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Science-Fiction

Superior

Wahnsinnig toller Auftakt eine Reihe. Ich bin restlos begeistert. Definitiv ein weiteres Jahreshighlight. ♥

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    Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes
    Wuerfelheld

    Wuerfelheld

    19. November 2014 um 15:23

    Nicht erst seit das Buch in „Druck Frisch“ (ARD) von Denis Scheck als Leseempfehlung über den TV Screen flimmerte wollte ich dieses Buch lesen. Das lag u.a. an den vielen Empfehlungen die ich zu diesem Buch erhalten hatte und zum anderen weil es ja ins Beuteschema (SciFi) fällt. Also frisch ans Werk. Klappentext: Geschichten, die ein ganzes Universum enthalten: Die Wahrheit über den Turmbau zu Babel; der folgenreiche Erstkontakt mit einer außerirdischen Spezies; die Verzweiflung angesichts des Verlusts eines unersetzlichen Menschen; ein Zeitreiseabenteuer der anderen Art; und ein bestürzender Ausflug an die Grenzen des wissenschaftlich Machbaren … Kein anderer Science-Fiction-Autor hat in den letzten zwanzig Jahren auch nur ansatzweise so viel Begeisterung ausgelöst wie Ted Chiang. Kein anderer Science-Fiction-Autor wurde für ein so schmales Werk mit mehr Preisen ausgezeichnet. Nun liegt endlich auch auf Deutsch ein Auswahlband mit seinen Erzählungen vor. Ausgezeichnet mit dem ›Kurd Laßwitz Preis‹ als bestes ausländisches Werk des Jahres 2012 Zum Inhalt: Im folgenden möchte ich die fünf beinhalteten Kurzgeschichten ein wenig näher beleuchten. Den Anfang macht „Der Turm von Babylon“. Der Bau des bekannten Turmes wird nicht von Gott beendet, sondern die Menschheit kann diesen fortsetzen. So ist man nun kurz davor die Himmelspforte zu durchbrechen, was die Erbauer dazu veranlasst hat, Spezialisten herbeizurufen. „Geschichte deines Lebens“ bringt außerirdische Besucher zur Erde. Die Kommunikation mit dieser Lebensform erschwert sich, da diese einen anderen Ansatz von Schrift, Sprache und Gefühlen haben als die Menschheit und sich sogar Schrift und Sprache von einander deutlichst unterscheiden. Um eine verständliche Kommunikation herzustellen müssen sich viele unterschiedliche Hindernisse überbrückt werden, vor allen auf menschlicher Seite. Der Glaube, sein Gegenpart der Unglaube, der Himmel und die Hölle sind gesicherte Erkenntnisse der Menschheit. Die Unterschiede sind zwar nicht groß aber vorhanden. “Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes“ dreht sich um ein Pärchen, welches durch den Tot der Frau auseinandergerissen wird. Die Tote fährt schließlich in den Himmel ein und stellt ihren ungläubigen Mann somit vor eine große Herausforderung, da sein Weg eigentlich in der Hölle enden soll. So unternimmt dieser, für sich vor kurzen noch unvorstellbare Dinge, um wieder mit seiner Liebsten zusammenzukommen. „Der Kaufmann am Portal des Alchemisten“ wirft die Frage von Ursache und Wirkung anhand von Zeitreisen auf den Kopf. So kann man zwar ins vergangene Geschehen eingreifen, wird damit aber keine zukünftigen Ereignisse ändern. Das ganze wird anhand mehrerer Protagonisten erzählt, welche immer eine Beziehung zu einander haben, auch wenn diese nicht sofort zu erkennen ist. Die Menschheit in einem anderen Hier und Jetzt als wir es kennen wird uns in „Ausatmung“ präsentiert. Im ersten Augenblick hat die Menschheit eine merkwürdige Anatomie und steht auf einer Evolutionsstufe die man Transhuman nennen könnte. Allerdings gibt es derzeit ein Problem, welches schnellsten gelöst werden sollte, sonst geht die Zeit nicht nur langsam zu Ende sondern auch das Leben. Mein Fazit: Wahnsinn – was Ted Chiang uns da auf Papier serviert ist weit weg vom Alltagsbrei der Science- Fiction und formt sich seine eigene Dimension. Besser kann man Short Storys kaum schreiben! Man nimmt alltägliche Fragen, haut diese durch den Wortmixer und spuckt diese mit enormer Gewalt aus. So entsteht eine Dichte an Wortwelten die man gerne öfters lesen würde. Das Buch nahm ich wie oben bereits geschildert mit viel Vorfreude in die Hand und was soll ich sagen, es ging in einem Rutsch durch, ohne auch nur einmal Langeweile zu versprühen. Man muss sich auf fünf unterschiedliche Herangehensweisen einlassen und sich darüber bewusst sein, das es SF ist, aber dennoch nicht abgehoben! Die gebotene Storydichte wird durch die gute Aufmachung des Buches hervorragend unterstützt und muss an dieser Stelle auch mal gewürdigt werden. Die Nominierungen und gewonnenen Preise dieses Werkes kann ich absolut nachvollziehen und kann eigentlich nur sagen „kaufen, genießen und sich erfreuen!“.

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  • Phanstastische Kurzgeschichten wie sie besser nicht sein könnten

    Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes
    ralf_boldt

    ralf_boldt

    17. October 2014 um 09:13

    Dieses Buch enthält fünf Kurzgeschichten, die unterschiedlicher nicht sein können und die dennoch eines verbindet: Sie sind brillant geschrieben. Ted Chiang hat großartige Ideen und weiß diese adäquat umzusetzen. Da ist die erste Geschichte »Der Turmbau zu Babel«. Dieses ehrgeizige Unternehmen wird nicht von Gott zunichte gemacht, sondern konsequent weitergeführt. Eine ganze Gesellschaft hat sich im Turm eingerichtet und lebt in und von ihm. Der Turm wird immer höher und man ist kurz davor das Himmelsgewölbe zu erreichen. Für den Durchbruch reisen spezielle Handwerker an. Es gelingt, das Gewölbe zu durchstoßen, doch das Ergebnis bzw. die Erkenntnis, die darauf folgt, ist überraschend. Am meisten fasziniert hat mich der zweite Text: »Geschichte deines Lebens«. Die Erdbewohner erhalten Besuch von außerirdischen Intelligenzen. Es findet kein direkter Kontakt statt, sondern nur über eine Art Spiegelsystem. An mehreren Orten auf der Welt arbeiten Wissenschaftler an einer Kommunikation mit den fremden Wesen. Das Militär hat dabei immer Angst, dass nicht zu viel von menschlichen Geheimnissen verraten wird. Doch die Aliens sehen nicht nur komplett anders aus als wir, sie denken auch anders und erleben ihre Umwelt nicht sequentiell" wir der Mensch und so ist es trotz der Kooperationsbereitschaft schwierig, eine gemeinsame Plattform des Verständnis zu finden, denn Sprache und Schrift sind bei den Besuchern zwei komplett verschiedene Dinge. Der Protagonistin fühlt sich die das Verständnis der Aliens ein und dies hat für ihr eigenes Leben sehr große Konsequenzen, denn auch ihre Sichtweise ändert sich. Schon die Idee von Lebewesen, die die Welt anders sehen und für die Schrift" keine 1:1-Umsetzung der Sprache ist, ist schon genial zu nennen. Dieses dann konsequent weiter zu denken, welche Auswirkungen ein Verständnis des Menschen haben könnte, ist wirklich beachtenswert. Die Geschichte ist spannend und der Leser erkennt nur langsam, wohin sie steuert und wie das Ende aussehen könnte. »Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes« ist auf den ersten Blick eine tief religiöse Story. Es gibt in dieser Welt keinen Zweifel, dass es Gott nicht gibt. Und auch die Existenz von Himmel und Hölle ist eine gesicherte Erkenntnis. Beide sind quasi gleichberechtigt und auch nicht sehr unterschiedlich: Im Himmel ist die Anwesenheit Gottes zu spüren, in der Hölle nicht. Immer wieder wird der Boden transparent und die Menschen in der Hölle werden sichtbar. Der Himmel macht durch helles Licht auf sich aufmerksam, durch das der Betrachter seine Augen verliert. Engel suchen die Erde heim und ziehen eine Schneise der Verwüstung hinter sich her, heilen dabei aber auch ein paar Menschen. Wunderheilungen und Kollateralschäden werden statistisch erfasst. Die Frau des nichtgläubigen Protagonisten Neil Fisk stirbt und fährt in den Himmel auf. Da er wieder mit ihr zusammen sein möchte, dies aber nicht kann, da er ja nicht gläubig ist und damit in die Hölle kommt, hat er ein Dilemma. Dies will er lösen. Er schließt sich Gruppen an, deren Mitglieder bei Engelserscheinungen anwesend waren und schließlich wird er zu einem Pilger, der Orte besucht, die mit einer großen Wahrscheinlichkeit von Engelserscheinungen heimgesucht werden, um das Göttliche zu sehen und damit in den Himmel zu kommen... Auch in dieser Geschichte weiß Chiang seiner Prämisse, so fremd sie auch sein mag, bis zur letzten Zeile treu zu bleiben. Es stellt sich immer die Frage, ob alles vorherzusehen ist oder vorherbestimmt ist und on man den göttlichen Willen als Mensch überhaupt begreifen kann, denn Gott ist in dieser Geschichte alles, aber bestimmt nicht logisch. »Der Kaufmann am Portal des Alchemisten« ist eine wilde Zeitreisegeschichte, die dem Leser das Hirn auf links krempelt. Der Autor stellt die These auf, dass Eingriffe in die Vergangenheit die Zukunft nicht verändern kann. Aber Ursache und Wirkung stellen sich bisweilen anders da, als sich dass die Menschen vorstellen können. Das Beste ist aber, dass es keine Zeitmaschine gibt, sondern nur einen Metallreif. Steigt man von links nach rechts durch ihn durch, gelangt man in die Vergangenheit, von rechts nach links in die Zukunft. Die Story erzählt sich selbst aus der Sichtweise mehrerer Menschen, die aber immer Gemeinsamkeiten haben, die ihnen nicht immer sofort klar sind. Und: Ursache und Wirkung erscheinen aus verschiedenen Blickrichtungen nicht immer gleich. Eine wirklich tolle Geschichte, die dem Leser einiges abverlangt, will er den verschiedenen Zeitreisen geistig folgen »Ausatmung« ist eine Story über eine Rasse von Menschen, die so nichts menschliches mehr an sich hat, denn zum Beispiel benutzt man zylinderförmige Lungen, die täglich aufgetankt werden müssen. Diese Menschen haben nun ein Problem, dass sich anfangs nur darin äußert, dass sich die Uhren scheinbar langsamer bewegen. Doch bei einem wirklich seltsamen Selbstversuch eines Wissenschaftlers stellt sich alles ganz anders da. Der Autor stellt eine völlig fremde Welt von Menschen mit wenigen Pinselstrichen dar. Die wirklich phantastischen Menschen haben nicht mit dem Leser des 21. Jahrhunderts gemein und die Welt schon gar nicht mehr. Mit diesen fünf sehr verschiedenen Geschichten schafft es Ted Chiang, dem Leser eine Menge Spaß der SF bzw. der Phantastik zu verschaffen. Ich weiß zu mindestens wieder, warum ich SF lese... »Der Turmbau zu Babel« wurde mit dem Nebula Award ausgezeichnet. »Geschichte deines Lebens« bekam den Nebula Award und den Sturgeon Award »Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes« räumte den Nebula Award, den Hugo Award und den Locus Award ab. »Der Kaufmann am Portal des Alchemisten« bekam den Nebula Award und den Hugo Award »Ausatmung« (»Exhalation« | Eclipse 2, 2008) wurde mit dem Hugo Award und dem Locus Award prämiert.

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