Ted Lewis

 4 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Schwere Körperverletzung, Jack rechnet ab und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ted Lewis

Ted Lewis wurde 1942 in Manchester geboren. Nach dem Krieg zog die Familie nach Barton-upon-Humber/North Lincolnshire. Sein Englischlehrer, der britische Dichter und Schriftsteller Henry Treece, konnte Lewis in der Hull Art School unterbringen. Danach ging es in die Werbung und Lewis arbeitete als Animations-Spezialist, u.a. für den Beatles-Film Yellow Submarine. Sein erster Roman, All the Way Home and All the Night Through, wurde 1965 veröffentlicht. Sein internationaler Durchbruch erfolgte mit Get Carter, der, mit Michael Caine in der Hauptrolle verfilmt, zum Bestseller wurde und als Fundament der britischen Noir-Schule gilt. Ted Lewis starb überraschend im Jahr 1982.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Schwere Körperverletzung (ISBN: 9783946582045)

Schwere Körperverletzung

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Neu erschienen am 18.12.2020 als Taschenbuch bei PULP MASTER.

Alle Bücher von Ted Lewis

Cover des Buches Schwere Körperverletzung (ISBN: 9783946582045)

Schwere Körperverletzung

 (1)
Erschienen am 18.12.2020
Cover des Buches Jack rechnet ab (ISBN: 9783890648163)

Jack rechnet ab

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Erschienen am 19.12.2002
Cover des Buches Jack Carters Wut (ISBN: 9783404191178)

Jack Carters Wut

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Erschienen am 01.02.1994
Cover des Buches Jack Carters Gesetz (ISBN: 9783404191116)

Jack Carters Gesetz

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Erschienen am 01.02.1994
Cover des Buches Schwere Körperverletzung. (G.B.H.) (ISBN: 9783927734043)

Schwere Körperverletzung. (G.B.H.)

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Erschienen am 01.03.1997
Cover des Buches Get Carter (ISBN: 9780749013639)

Get Carter

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Erschienen am 14.01.2013
Cover des Buches Jack Carters Heimkehr (ISBN: 9783404191086)

Jack Carters Heimkehr

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Erschienen am 01.02.1994

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Rezension zu "Schwere Körperverletzung" von Ted Lewis

Doppeltes Spiel
aus-erlesenvor 2 Monaten

Englands Norden ist nicht der Platz, in dem man sich niederlässt, um den Lebensabend in Saus und Braus zu verbringen. Aber als Versteck eignet sich dieser Platz zweifelsfrei. Besonders im England der 70er Jahre. Die Schornsteine rauchen noch ohne Ende und hüllen die nicht ohne Reiz durchaus ansehnliche Landschaft in dichten Qualm. Eine Metapher, die dem Roman, diesem Prototyp des brit noir, ausgezeichnet zu Gesicht steht. 

Hierhin hat sich George Fowler zurückgezogen. Bis zum Lebensabend ist noch ein Stück zu gehen. Und außerdem läuft der Laden doch. Sein Geschäft ist das Filmgeschäft. Keine Screwball-Comedy á la „Carry on“, schon gar nicht ein Horror-Streifen aus den Hammer-Studios oder ein James-Bond-Streifen. Nein, er ist der Chef eines lukrativen Nischengewerbes. Die Filmchen seiner Firma sind, gelinde gesagt, delikat bis hin zu eindeutig anregend. Und das Geschäft ist einträglich. Bückware, Schmuddelgut – wie auch immer man es bezeichnet. Es ist verboten, deswegen ist es begehrt. Und vor allem ist der Erlös netto. Kaum Ausgaben. Dennoch schmerzt jedes Pfund, das man unfreiwillig abgibt. Und hier wird es interessant. 

George Fowler weiß, dass seine Kassierer die eine oder andere Pfundnote ins eigene Wallet stecken. Das kann er nicht zulassen! Es ist sein business. Er trägt das Risiko. Wo kommen wir denn hin, wenn sich jeder einfach so bedient! Wenn er wüsste, dass bald schon die Eiserne Lady genau das legitimieren wird…

Die Daumenschrauben anzusetzen, ist kein Problem. Und der Chef selbst, also Fowler himself, dreht gern mal an der Stellschraube. Nicht bis kurz bevor Blut fließt. Nein, selbst, wenn der Lebenssaft aus dem Delinquenten herausschießt, sieht er immer noch eine Möglichkeit noch eine Runde zu drehen. Eine Runde an der Stellschraube, versteht sich. Momentan ist er also in der misslichen Lage sich entspannen zu dürfen. Besser ist es, denn die Schlinge ist schon um seinen Hals gelegt. Und bevor jemand ihm dem Hocker unter den Füßen wegtritt, macht er sich aus dem Staub. Bis die Wogen sich geglättet haben. 

Doch die Ruhe dauert nur kurz. Selbst so ein gewissenloser Typ wie George Fowler hat ein Hirn, das in ihm arbeitet. Und so lichtet sich der Rauch der Vergangenheit vor der Kulisse der See. Er erinnert sich, wie es einmal war. Mit Jean, seiner Frau. Und dem treuen Mickey. Und er findet im winterlichen Seebad einen neuen Freund: Den Alkohol. Der hilft ihm so manches Mal auf die Sprünge, wirft ihn aus der Bahn und rettet ihn doch immer wieder. So sieht es zumindest George Fowler.

Ted Lewis treibt den Leser in die graue Halbwelt England in den 70ern. Die Lunte am Fass des Punk glimmt schon ein wenig, Maggie Thatcher wartet nur noch auf das Go, um der Gier den Weg zu pflastern. Seite um Seite steigt man hinab, trifft zwielichtige Gestalten, die Schweigen nicht als Image ansehen, sondern als Lebenseinstellung begreifen. Sein Held ist kein Held. Er ist roh und brutal, und doch will man ihm nicht beim Scheitern zusehen müssen. Doch als Gewinner will man ihn auch nicht sehen. Bleibt nur eine Lösung: Der Gewinner ist der Leser! Ja, gibt’s denn was Besseres?!


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