Ted Nield Superkontinent

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(2)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Superkontinent“ von Ted Nield

Die driftenden Kontinente der Erde steuern auf eine Kollision zu: In etwa 250 Millionen Jahren werden die Landmassen unseres Planeten zu einem einzigen gigantischen Superkontinent verschmelzen. Dieser zukünftige Superkontinent ist nicht der erste und wird auch nicht der letzte sein, der sich auf der Erde bildet. Mit einer Zeitspanne von mindestens einer halben Milliarde Jahre ist der Tanz der Kontinente der größte aller Naturzyklen. Was bedeuten uns Menschen diese unvorstellbaren Zeiträume? Es ist noch keine hundert Jahre her, seit Wissenschaftler zum ersten Mal verstanden haben, wie der Superkontinent Pangäa auseinanderbrach, der die Heimat der Dinosaurier war. Heute verfügen wir über die modernsten Techniken, um uraltem Gestein und den Spalten auf dem Meeresboden Informationen zu entlocken. Lebendig und ungeheuer anschaulich erzählt Ted Nields die packende Geschichte dieser Wissenschaft von den frühen Visionären bis zur Hightech-Geologie. Ob Menschen nach einem versunkenen Atlantis suchten oder die weißen Flecken auf der Landkarte mit mythischen Kontinenten füllten – bewegt hat sie das uralte menschliche Bedürfnis, der Welt und unserem Leben auf ihr Sinn zu verleihen. Den Superkontinent-Zyklus zu verstehen bedeutet nichts weniger als zu begreifen, wie unser Planet funktioniert. Wie wir dieses Wissen nutzen, liegt in unserer Hand.
'Was mit uns geschieht, ist für die Erdgeschichte ohne Bedeutung. Was aber in der Erdgeschichte geschieht, kann für uns nicht bedeutungslos sein.'

Stöbern in Sachbuch

Das geflügelte Nilpferd

Ein lesenswertes, unterhaltsames Sachbuch, das für einige Denkanstöße sorgen kann

milkysilvermoon

Mix dich schlank

aufgrund des ausschweifenden Abschnittes zum Thema Low Carb, ein zuviel an unbekannten Produkten und Einsatz von Zuckeraustauschstoffen bin

Gudrun67

Die Zeichen des Todes

Eine Mischung zwischen Sachbuch und Krimi! Spannend !!!

Die-Rezensentin

Leben lernen - ein Leben lang

Hilfreiches Buch über die Philosophie des Lebens und die Suche nach dem eigenen Glück. Sehr lesenswert!

dieschmitt

Sex Story

Ein tolles informatives Buch

Ginger1986

No Mommy's Perfect

Angenehm witzige Abwechslung vom, hohen Erwartungsdruck geplagten, Alltag einer Mama.

JosefineS

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Superkontinent

    Superkontinent

    liselei

    27. November 2013 um 21:44

    Überraschend kurzweilig und spannend.

  • Rezension zu "Superkontinent" von Ted Nield

    Superkontinent

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    29. October 2008 um 10:17

    Erst seit 1912 besitzt die Geologie genauere Kenntnisse über den gewaltigsten Kreislauf der Natur – den Superkontinentzyklus der Landmassen unseres Planeten. Unsere Erde verfügt über ein „bewegtes“ Innenleben, dessen Hitze im Erdkern einen Langzeitzyklus plattentektonischer Aktivität mit sich bringt. Dieses Verschmelzen und Auseinanderbrechen geschieht in einem relativ konstanten Zyklus. Einst, als die Dinosaurier lebten, gab es den letzten Superkontinent, den die Wissenschaft als „Pangäa“ bezeichnet; und in etwa 250 Millionen Jahren, für die Geologie ein relativ kurzer Zeitraum, werden die driftenden Kontinente erneut zu einem einzigen gigantischen Superkontinent verschmelzen (Die Geschwindigkeit mit der sich die Kontinente aufeinander zu bewegen, vergleicht der Autor mit dem Tempo unserer nachwachsenden Fuß– und Zehennägel). Natürlich wird bis dahin hier auf der Erde nichts mehr so sein wie es einmal war: das Mittelmeer wird ausgetrocknet sein und der Zusammenprall der Eurasischen Platte mit der Australischen wird eine riesige Gebirgskette entstehen lassen. Auch wenn bis dahin mit ziemlicher Sicherheit der Mensch mit seinen Hinterlassenschaften spurlos von der Erde verschwunden sein wird (angeblich werden die einzigen Zeugen menschlicher Zivilisation die zurückgebliebenen Fahrzeuge und Landefähren auf dem Mond sein), gibt es doch bereits einen Namen für diesen Superkontinent, nämlich Neopangäa! Neben diesen neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen lässt der Autor Ted Nield vor allem aber auch die Visionäre, wagemutigen Entdecker und Wissenschaftler zu Wort kommen, die zur Aufklärung der Erdgeschichte beitrugen bzw. bis heute beitragen. Aber auch skurrile wissenschaftliche Außenseiter, die Anfang des 19. Jahrhunderts noch den Visionen um unentdeckte oder gar untergegangene Kontinente nachhingen, um ähnliche Tier- und Pflanzenarten auf weit entfernten Landmassen zu erklären, werden hier mitbehandelt. So entstanden die Legenden von „Lemuria“ im Indischen Ozean, von „Atlantis“ im Atlantik und von dem mythischen Kontinent „Mu“ im Pazifik. Sehr unterhaltsam, anschaulich und auch humorvoll taucht der Autor in das Denken früherer Jahrhunderte ein, analysiert aktuelle Messungen und Computerdarstellungen und beschreibt, was unserem blauen Planeten in Jahrmillionen bevorstehen wird. Denn heute verfügen wir über die modernsten Techniken, um uraltem Gestein und den tiefen Spalten auf dem Meeresboden Informationen zu entlocken. So kann man das hochkomplexe System unseres Erdklimas, die Effekte des nicht gleichmäßigen, elliptischen Umlaufs unserer Erde um die Sonne und die Entstehung des Lebens auf der Erde, vor 3,5 Milliarden Jahren nachvollziehen. Das Universum, zum Vergleich, so wissen wir heute ziemlich genau, entstand bereits vor 13,7 Milliarden Jahren. Ted Nield zeigt aber auch das Dilemma der Wissenschaften auf, nämlich die Tatsache, dass der Mensch mit seinem Gehirn zwar in der Lage ist, diese grandiosen Zusammenhänge zu erkennen, dennoch aber ein kleiner, eigentlich unbedeutender Teil dieser Erdgeschichte ist, aus der wir hervorgegangen sind. Denn nicht die Erde ist Teil unserer Geschichte, sondern wir sind ein Teil der Erdgeschichte. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger! Kunstmann Verlag € 19,90 Frank Paulus / Stadtbücherei Würzburg

    Mehr
  • Rezension zu "Superkontinent" von Ted Nield

    Superkontinent

    HeikeG

    19. August 2008 um 16:59

    Eine imposante Quadrille oder das gewaltige Schiebepuzzle auf unserem Planeten Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Wachsen unserer Zehennägel und den driftenden Kontinenten der Erde? Was haben ein Schraubstock und darin eingeklemmte, zusammengequetschte kalte Lasagne - kurz: die "Lasagniden" - mit europäischen und amerikanischen Gebirgsketten zu tun? Ted Nield beleuchtet und erläutert auf überaus interessante und verständliche Art und Weise den gewaltigsten Kreislauf der Natur - den Superkontinentzyklus der Landmassen unseres Planeten. "Hinab, hinab, hinab. Wollte das denn nie ein Ende nehmen? 'Wie viele Meilen ich wohl schon gefallen bin?', sagte sie laut. 'Weit kann es nicht mehr sein bis zum Erdmittelpunkt. Das wären dann, ja: sechstausend Kilometer wären das, ungefähr wenigstens -.' " (aus "Alice im Wunderland"). Jeder hat schon einmal etwas von Lewis Carrols berühmtem Kinderbuch gehört, es vielleicht gar gelesen. Die Titelheldin wird während eines langweiligen Picknicks mit ihrer Schwester auf ein weißes Kaninchen aufmerksam, dem sie schließlich in dessen Bau folgt und nach einem beinahe endlos scheinenden Sturz in einer traumartigen Unterwelt, die vor Paradoxa und Absurditäten nur so strotzt, landet. Doch was hat die fiktionale Erzählung von Charles Lutwige Dodgson - so der korrekte Name des Autors, der gleichzeitig Mathematikprofessor in Oxford war - mit dem vorliegenden Buch "Superkontinent" zu tun? Recht viel sogar, denn "die geologischen Bezüge dieser Geschichte [reichen] viel tiefer als Alices (durchaus korrekte) Schätzung des Erdradius'.", meint der Autor und Wissenschaftsjournalist Ted Nield. Carrol alias Dodgson wuchs im englischen Ripon auf. Diese Gegend ist für ein unheimliches geologisches Phänomen bekannt: "Urplötzlich tun sich dort tiefe Schlünde auf, manche mehr als zehn Meter im Durchmesser, die in Sekundenschnelle Bäume, Gärten, Garagen und selbst ganze Häuser verschlingen." Die geologische Ursache dieses Mysteriums weiß Nield in dem vorliegenden Werk zu erklären. Das Innenleben unseres Planeten In seinem hochinformativen, stets kurzweilig, lebendig und anschaulich erzählten Buch, vermittelt er dem geologischen Laien eine noch relativ junge wissenschaftliche Erkenntnis - die der Plattentektonik. Diese macht endgültig mit den Visionen um untergegangene und unentdeckte Kontinente Schluss. Der Autor, der für die Geological Society of London arbeitet und Herausgeber des Magazins Geoscientist ist, nimmt den Leser auf eine Reise rund um Globus mit, entlang seiner Naht- und Bruchstellen, die sich letztendlich als ein "Archimedes-Palimpsest" seiner Vergangenheit herausstellen. Unser Planet besitzt unbestritten ein Innenleben: ein Leben, dessen Wärme im Inneren einen Langzeitzyklus tektonischer Aktivität mit sich bringt. Dieses Verschmelzen und Auseinanderbrechen geschieht in einem relativ konstanten Zyklus von ca. 750 Millionen Jahren und seit 1912 besitzt man darüber genauere Kenntnisse. Und wenn wir noch ein "bisschen warten" - "nur" 250 Millionen Jahre - dann können wir einen grandiosen Kollisionskurs der driftenden Kontinente und gleichzeitig das Verschmelzen zu einem einzigen gigantischen Superkontinent erleben. "Einige" Jahre früher, in ca. fünf Millionen Jahren, wird das Mittelmeer von den Ozeanen der Welt isoliert sein und austrocknen, in 100 Millionen Jahren wird der Zusammenprall Australiens mit Asiens eine riesige Bergkette emporgehoben haben. "Jener Superkontinent wird weder der erste noch der letzte sein, der sich auf der Erde bildet. Die Kontinente, wie wir sie heute kennen - Afrika, Nord- und Südamerika, Asien, Australien, Europa und die Antarktis -, sind Fragmente des letzten Superkontinents Pangäa, der Dinosaurier hervorbrachte (…) Superkontinente kehren so regelmäßig wieder wie der Halleysche Komet.", so Ted Nield. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse Neben den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen lässt der Autor vor allem aber auch die die Visionäre und Rätselrater, die wagemutigen Entdecker und Hypothesenbildner, die wissenschaftlichen Außenseiter und die mit Preisen geehrten Professoren, die zur Aufklärung der Erdgeschichte beitrugen und bis heute beitragen sowie skurrile und amüsante Seitenzweige der Geologie-Geschichte Revue passieren. Nield erörtert die "Wurzeln" der Gebirge und wie sie auf dem Meeresboden schwimmen, beleuchtet das, von recht simplen physikalischen Größen abhängige, trotzdem jedoch hochkomplexe System unseres Erdklimas oder erklärt die Effekte des nicht gleichmäßigen, elliptischen Umlaufs unserer Erde um die Sonne. Ferner unternimmt er einen Abstecher in die Evolution. Auch hier haben die Geologen entscheidend dazu beigetragen, dass man herausgefunden hat, dass Leben schon mindestens seit 3,5 Milliarden! Jahren existiert. Unterhaltsam und zuweilen witzig, aber immer souverän, mal im Plauderton, dann wieder philosophierend, zuweilen mit einer überbordenden Fülle von Querverbindungen, greift Ted Nield vor, springt zurück, taucht in das Denken früherer Jahrhunderte ein, blickt in hochaktuelle Computerszenarien oder imaginiert, was dem blauen Planeten in Jahrmillionen bevorstehen wird. Der Superkontinent mit Namen "Wissenschaft" "Das Ungemütliche am Universum ist die Tatsache, dass unsere Existenz darin keinerlei Bedeutung hat; und das Ungemütliche an der Wissenschaft ist, dass sie diese Tatsache offenlegt, ein Vorgang, den man als die 'schrittweise Entthronung' des Menschen bezeichnet hat.", stellt der Autor fest. Ted Nield gelingt es, die eigene Existenz als unbedeutende Randerscheinung in einem ungeheuer großen Zyklus zu sehen - dem Pulsschlag unserer Mutter Erde. Zwar sind wir mit einem Gehirn gesegnet (oder gestraft), das in der Lage ist, diese grandiosen Dinge zu verstehen, aber trotz alledem erhebt sich so manches Mal - gerade gegenwärtig, wenn man die Diskussionen um das Für und Wieder der Versuche im CERN erlebt - die Frage, die sich auch Ted Nield stellt: "Werden wir es nutzen oder wie Albrecht Dürers 'Melancholika' dasitzen, umgeben von den Instrumenten, mit deren Hilfe wir die Welt erklären können, aber zu träge, sie zu gebrauchen? (...) Wer die Wissenschaft irgendwo einschränken will, beschädigt sie als Ganzes. In der Wissenschaft hängt alles mit allem zusammen - die Wissenschaft ist sozusagen ebenfalls ein Superkontinent." Letztendlich bleibt die Erkenntnis: "Solange wir nicht ohne die Erde leben können, ist nicht die Erde Teil unserer Geschichte, sondern wir sind Teil ihrer Geschichte." Treffend beschrieb dies der Dichter Hugh MacDiarmid: Was mit uns geschieht Ist für die Erdgeschichte belanglos Was aber in der Erdgeschichte geschieht Ist für uns nicht belanglos. Fazit: "Wissenschaftler interessieren sich für die Wahrheit. Sie wollen wissen, wie die Welt wirklich beschaffen ist, und sie wollen dieses Wissen nutzen, um etwas in der Welt zu erreichen.", schrieb die Wissenschaftshistorikerin Naomi Oreskes. Ted Nield versucht in seinem Buch "Superkontinent" Erkenntnisse der Geologie auf einem Streifzug durch die Geschichte unseres Planeten dem interessierten Leser verständlich zu machen, was ihm unbestritten großartig gelungen ist.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks