Teju Cole Jeder Tag gehört dem Dieb

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Inhaltsangabe zu „Jeder Tag gehört dem Dieb“ von Teju Cole

Ein junger New Yorker mit nigerianischen Wurzeln kehrt nach Nigeria zurück. Er wohnt in Lagos bei Verwandten, trifft alte Freunde, durchstreift die Straßen der Stadt seiner Kindheit. Doch die ist ein Moloch: jeder Beamte korrupt, jede Begegnung ein Wagnis, jede Nacht ein vergeblicher Versuch, Ruhe zu finden. Und jeder Tag ein Spiegel, in dem er sich selbst immer klarer sieht. Er erlebt die Stadt wie eine große, schrecklich enttäuschende Liebe. Soll er bleiben oder fliehen? »Ein phantastisches Buch … Memoir, Reportage, Selbstbetrachtung, Literaturgeschichte. Ein Bericht auch über die Schule der Gewalt, über die Ursprünge der Massenmorde von Boko Haram im Norden Nigerias.« Volker Weidermann, FAS »Ein lebenspralles Buch von der Verzweiflung eines Nigerianers über seine Heimat, die ihn zugleich anzieht und abstösst.« Regula Freuler, NZZ »Mühelos erzählt und voll sinnlicher, bisweilen magischer und aufwühlender Bilder … große Literatur.« Jan Wilm, FAZ

Mehr Dokumentation als Literatur - auch wenn es fiktive Personen sind.

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Der einfache und schlichte Schreibstil steht im Kontrast zum ausgefallen Handlungsgeschehen bzw. zu den Gedankengängen der Figuren.

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  • Jeder Tag gehört dem Dieb | Rezension

    Jeder Tag gehört dem Dieb
    vivreavecdeslivres

    vivreavecdeslivres

    16. April 2017 um 14:39

    In seinem Debut sinniert Teju Cole über sein Heimatsland Nigeria. Dabei verleiht er seine Stimme einem namenslosen Protagonisten, welcher nach 15 Jahren die Rückkehr in seine sogenannte Heimat antritt. Schnell bemerkt er allerdings, dass es sich nicht nach Heimat anfühlt, sondern nach Fremde, oder zumindest nach etwas Enttäuschendem.Teju Coles zweites Buch 'Open City' wurde international gefeiert und hielt auch bei mir Einzug, allerdings hat mich sein unpopuläreres erstes Buch mehr angesprochen. Dass dieses Buch nicht gleichmässig bekannt ist, hat indirekt mit dem Inhalt zu tun - Der Autor kritisiert mit seinem Schreiben Nigeria und dessen Verarmung an Kultur, gleichzeitig erschien der Roman in einem nigerianischen Verlag, wodurch er wenig Berühmtheit erfuhr, meiner Meinung nach nicht zurecht. Denn Teju Cole legt uns hiermit ein Werk vor, dass eine sogartige Wirkung hat, dass mich zum ersten Mal wirklich an den Spruch glauben lässt - Lesen ist wie Reisen. Denn wir erfahren hier eine Stadt, Lagos, in all ihren Ausmassen, wir erleben das Begeisternde und das Abstossende, allen voran das Faszinierende in dieser Fremde.Spannend ist ja, wie ein Nigerianer dorthin zurückkehrt. Unser Protagonist verbrachte fünfzehn Jahre in New York, ohne dazwischen je wieder in seine Heimat einzureisen. Das gibt dieser vermeintlichen 'Rückkehr' viel grösseres Gewicht. New York als unglaublich sympathischer Gegenpol, eine Stadt, welche sowohl vor neuster Technologie und Modernität strotzt, wie auch in all seiner Grösse das Detail, die Kunst und die Sinnlichkeit einer Stadt in jedem Ecken bereithält. New York durfte ich bereits selbst erleben, und selten konnte mich die Vielfältigkeit einer Metropole so beeindrucken. Dagegen scheint Lagos eintönig zu sein. Die Stadt funktioniert nach ihren eigenen Regeln, und diese sind wohl keinem aus der nordwestlichen Welt bekannt. So begegnet der Protagonist bereits an der ersten Haltestelle, dem Konsulat in New York, Korruption. Diese Begegnung macht ihn fassungslos, mehr noch, als sie vielleicht uns als Nicht-Einbezogene fassungslos machen würde, und sie besetzt ihn. Kaum gelandet, stürzen wir uns auf dieses Thema und entdecken es tatsächlich auch in jedem noch so versteckten Winkel. Das korrupte Nigeria. Dann aber beginnt er mit seinen Beobachtungen, erzählt von diesen, und sie sind so kunterbunt und fremd, wie ich kaum glauben konnte. Er trifft auf unterschiedliche Menschen, auf unterschiedliche Interessen, auf unterschiedlichen Umgang mit verschiedenen Situation. Und auch auf immer wieder sich ähnelnde Muster. Und so entwirft Teju Cole ein Bild von einem Nigeria aus dem Heute, aber überlappt es mit Erinnerungsfetzen, Gedankengängen und tiefen Emotionen, von Verwunderung, Abneigung und Liebe. Dabei entsteht auch ein ganz eigenes Gefühl von Heimat, welches er mit seinen behutsam gewählten Worten so gut zu vermitteln weiss - Chapeau. Und vielen Dank, denn ich bin nun um einige Erfahrungen und irgendwie eine Reise nach Nigeria reicher.http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2017/04/jeder-tag-gehort-dem-dieb-von-teju-cole.html

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  • Nigeria, ein Land zwischen Korruption und Religion

    Jeder Tag gehört dem Dieb
    Arizona

    Arizona

    Zunächst eine Vorbemerkung zum Autor sowie zu diesem Buch: Teju Cole wurde als Kind nigerianischer Auswanderer in den USA geboren, die Familie kehrte später jedoch wieder nach Nigeria zurück. Teju, der die doppelte Staatsbürgerschaft hat, ging dann mit 17 Jahren wieder in die USA und lebt in New York. Er studierte Kunstgeschichte und Medizin. 2015 erschien dieses Büchlein „Und jeder Tag gehört dem Dieb“ in Deutschland. Dieser Text war ursprünglich ein Blog, den der Schriftsteller anlässlich eines Besuches seines alten Heimatlandes Nigeria im Jahr 2005 geführt hat. Dieser Text wurde 2007 dann zunächst in Nigeria veröffentlicht. Erst 2014, nach dem Erfolg seines Romanes „Open City“, erschien dieser Text dann auch in den USA. Laut Angaben des Autors handelt es sich jedoch um einen fiktionalen Text, dem allerdings wohl autobiographische Züge zugrunde liegen. Dieses Buch ist also eher ein Reisebericht als ein Roman, es werden in kurzen Kapiteln jeweils Episoden der Reise des namenlosen Ich-Erzählers in die alte Heimat Nigeria erzählt. Da sein Vater bereits früh verstorben ist und seine Mutter auch wieder in den USA lebt verbringt er diese Wochen bei seiner Tante und seinem Onkel in Lagos. Er sieht die Situation in Nigeria durchaus sehr kritisch, so stehen dort die Themen Korruption und Kriminalität ganz klar oben auf der Tagesordnung. Dabei wundert er sich über die Gelassenheit, mit der die Nigerianer allen Widrigkeiten zum Trotz ihr Leben führen. Er gibt sehr persönliche Einblicke in die Zustände: Bestechungen, Einbrüche, Diebstähle an jeder Ecke. Auf der anderen Seite übt die Stadt mit ihrer Lebendigkeit auch einen starken Reiz auf ihn als Schriftsteller aus, da sie so voller Geschichten ist. Es herrscht Hoffnung, die Wirtschaft befreit sich von ihren Fesseln, jedoch bestehen trotz allem die alten Strukturen noch fort. Das Land hat mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Er sieht auf der einen Seite die Schattenseiten, aber auch die kleinen Lichtblicke in Form einer kreativen Szene. Aber unter dem Strich fehlt ihm mit seinem westlichen Background die Toleranz, all die Schwierigkeiten zu ertragen, die ein Leben hier mit sich bringt. Die Nigerianer haben so eine Art „zu leiden und zu lächeln“, in ihrer Religiosität, in ihrer Art, wie sie Dinge hinnehmen, ohne sie zu hinterfragen. Dies jedoch sieht der Erzähler auch kritisch, da es den Fortschritt hemmt. Die Art und Weise wie man Einblicke in die Mentalitäten eines fremden Landes erhält ist schon interessant gewesen, jedoch fehlt mir hier eine richtige Geschichte. Allerdings sind seine Schilderungen sehr authentisch, man spürt seine Ambivalenz, er beleuchtet verschiedene Seiten, schaut auch hinter die Kulissen. Der Roman Open City werde ich mir mal auf die Wunschliste setzen.

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    • 3
  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2015: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Ein ganz neues Leben
    Daniliesing

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015? Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten! PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest! Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen! Unsere große Verlosung für euch! Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt! http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafikmaterial findet ihr hier! 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich! Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben! PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1599
  • Portrait eines zerrissenen Landes

    Jeder Tag gehört dem Dieb
    Orisha

    Orisha

    "Warum gibt es hier keine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit? Keinen Streit über Begriffe? Der Kampf um verschiedene Versionen einer Geschichte, die den kreativen Geist einer modernen Gesellschaft ausmachen, hier wird er nicht ausgefochten. [...]" (Cole, S. 124) Als der namenlose Protagonist - ein junger Mann - in seine Heimat Nigeria und hier vor allem Lagos, zurückkehrt, wird er von einem inneren Drang getrieben, der ihn an die Orte seiner Kindheit und Vergangenheit zurückbringt. In den USA lebend, hat er längst eine gewisse Distanz zu seinen Landsleuten und vor allem zu seiner Heimat gewonnen. Er betrachtet den nigerianischen Alltag kritischer, hinterfragt Praktiken, die ihn von Kindheit an vertraut sind. Er blickt als einer, der einmal dazu gehört hat und gleichzeitig als Fremder auf sein Land und stellt Frage um Frage. Cole, selbst in Nigeria aufgewachsen, hat ein tolles Buch über seine Heimat geschrieben. Ein kritisches Buch, dass nichts beschönigt und nichts bereinigen möchte. Ein Buch, das Fragen nach einer Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, mit Korruption, Gewalt, aber auch den Künsten - Literatur, Musik - stellt und eine Auseinandersetzung einfordert. Besonders sein Besuch im National Museum macht deutlich, wie wenig sich vor allem mit der Vergangenheit des eigenen Landes auseinandergesetzt wird und wie Europa die afrikanischen Länder um seine Kunstschätze gebracht hat. Wenn man sich diese lange Liste negativer Punkte anschaut, könnte man nun meinen, dieses Buch könnte den Leser erdrücken. Erdrücken unter Begriffen wie Gewalt, Korruption, Überfall, Religionsfanatikern. Doch das ist nicht der Fall. Das Buch deckt auch, wenn auch nur marginal, einige positive Seiten auf und wirft einen Blick auf die Künste, aber auch auf kleine Geschichten, wie der Toleranz zwischen den Religionen, wenn in einer Familie eine Christin und ein Muslim kooexistieren können, ohne sich gegenseitig bekehren zu wollen. Ich habe lange kein so gutes Buch über ein afrikanisches Land - eine afrikanische Stadt (muss man ja fast sagen) gelesen. Cole schafft es in seiner klaren, schnörkellosen Schreibweise, den Leser zu erreichen, ohne auf die Tränendrüse zu drücken und ohne den Leser zu erdrücken. Fazit: Unbedingt lesen!

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    • 2
  • Beeindruckendes Bild eines Landes

    Jeder Tag gehört dem Dieb
    czytelniczka73

    czytelniczka73

    11. July 2015 um 17:16

    "Diese fremde ,vertraute Stadt ist durchwebt von Erzählungen und ich denke an das Leben als eine Summe von Geschichten"(Seite 70) Inhalt: "Ein junger Mann kehrt nach einigen Jahren in Amerika heim nach Lagos in Nigeria, an den Ort seiner Kindheit, den er vor vielen Jahren verlassen hat. Er kommt bei Verwandten unter, trifft alte Freunde, lässt sich durch die Straßen treiben. Lagos ist anstrengend und korrupt, Verheißung und Zumutung in einem, voller Geschichten von spiritueller Größe und Verkommenheit. Jede Nacht ist ein vergeblicher Versuch, Ruhe zu finden. Und jeder Tag ein Spiegel, in dem er sich selbst immer klarer sieht. Soll er bleiben oder fliehen?"   Meinung: Der junge,namenlose Protagonist besucht nach 15 Jahren seine Heimat Nigeria.Schon am Flughafen ist seiner Vorfreude den ernüchternden Eindrücken gewichen "Das Leben in einer westlichen Demokratie hat mich geprägt,ich habe bestimmte Vorstellungen von Rechtsstaatlichkeit.Und die Heimfahrt vom Flughafen hat mich auf einen Gedanken gebracht,der sich im Laufe der folgenden Tage bestätigen wird:Lagos ist zu einer Günstlingswirtschaft geworden"(Seite 22) Das Land ist dem Erzähler fremd geworden und gleichzeitig ist es ganz vertraut,mit den Gerüchen und Farben die an die Kindheit erinnern.Ganz nüchtern und ohne Vorurteile registriert er alle negative Veränderungen (Korruption,Kriminalität) und sucht hoffnungsvoll nach der verborgenen Schönheit des Landes. "Jeder Tag gehört dem Dieb" zeichnet ein beeindruckendes,tiefgründiges Bild eines zerrissenes Landes und  beschreibt eine Suche nach der Zugehörigkeit.Sehr schwieriges Thema,aber Teju Cole schafft es meisterlich zu erzählen und der wunderbare Schreibstil sorgt dafür,dass die Geschichte nicht trocken,sondern lebendig bleibt.Interessant,bewegend,paar Szenen haben mich wirklich erschüttet,auf jeden Fall ein Buch,das in meinem Gedächtnis bleibt. Fazit: "Kleine" Geschichte mit sehr große Wirkung-sehr empfehlenswert .

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  • Nigeria, Lagos, Lebensgeschichte, Korruption, Regierung

    Jeder Tag gehört dem Dieb
    leserin

    leserin

    06. July 2015 um 13:18

    Eines der wenigen Bücher, die ich in einem Zug ausgelesen habe. Der Autor beschreibt seine Heimatstadt Lagos, seine Bewohner, seine Zustände, die er nach Jahren wieder besucht. Der Leser bekommt ein Ausgesprochen gutes Bild und "beste" Eindrücke über Korruption in diesem Land. Das Buch dient zum besseren Verständnis, warum Nigerianer gerne ins Ausland wollen. Der Schreibstil des Autors ist klar und ohne Schnörkel.

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  • "Jeder Tag gehört dem Dieb ...

    Jeder Tag gehört dem Dieb
    anushka

    anushka

    03. July 2015 um 21:12

    ... doch ein Tag gehört dem Besitzer." So lautet ein Sprichwort der Yoruba, einer westafrikanischen Volksgruppe und dieses Sprichwort ist titelgebend und sehr bedeutsam für den vorliegenden Roman. Der namenlose Erzähler dieses kurzen Büchleins kehrt nach 15 Jahren im westlichen Ausland - vor allem England und den USA - nach Nigeria zurück. Er spielt mit dem Gedanken, nach Nigeria zurückzuziehen, doch die Verhältnisse in seinem Geburtsland machen es ihm sehr schwer: "Könnte ich die Toleranz aufbringen, die in diesem Land nötig ist? Könnte ich mit der Wut umgehen, die Nigeria in mir auslöst, und mit den vielen Konflikten, die einen >Humanisten< wie mich an einem Ort wie diesem erwarten?" (51% d. EBooks). Bereits in der nigerianischen Botschaft in den USA ist er erschüttert vom Ausmaß der Korruption, die offen und direkt unter den Plakaten mit Aufrufen zur Bekämpfung der Bestechlichkeit stattfindet. In Nigeria selbst bitten sogar normale Angestellte den Protagonisten um einen kleinen Obolus und die sogenannten "Area Boys" ziehen reihenweise die Leute ab. Sobald jemand zu Besitz kommt, muss er fürchten, wieder um ihn gebracht zu werden. Gleichzeitig wird sofort Status gezeigt sobald er sich vom Rest der Bevölkerung abhebt. Die Zustände in Nigeria werden jedoch nicht pauschalisiert oder auf das Wesen der Einheimischen zurückgeführt, sondern mit diversen ökonomischen und politischen Entwicklungen begründet. Der Roman zeigt auf bedrückende Weise, was die Globalisierung und die Orientierung am westlichen Lebensstil anrichten können. Auch wenn die Stimmung des Protagonisten oft bedrückt, fatalistisch, ungläubig und manchmal auch zutiefst erschüttert ist, hat mir dieses Buch trotzdem sehr gefallen. Coles Schreibstil (sicherlich nicht wenig der Übersetzung geschuldet) ist angenehm und anspruchsvoll. Viele Stellen sind sehr bedeutungsschwanger und erinnerungswürdig. Der Erzählstil hat die Form einer Reportage und liest sich eher wie ein Reisebericht. Jedem neuen Aspekt oder Ereignis ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Es geht in diesem Buch nicht darum, mit den Zuständen in Nigeria zu schockieren oder Mitleid zu erregen. Man erhält vielmehr ein tiefes Verständnis für die Lebensbedingungen und Lebensstile, sicherlich auch exemplarisch für manch anderes afrikanisches Land (das beispielsweise keine eigene Industrie hat). Und oft eröffnet sich ein neuer Blick auf die Dinge jenseits der Weltnachrichten und Länderreportagen: "Es ist nicht vorbildhaft, wie diese Gesellschaft funktioniert, und trotzdem beschleicht mich ein leises Mitgefühl mit all jenen Schriftstellern, die ihren Stoff verschlafenen amerikanischen Vorstädten abgewinnen und Scheidungsszenen schreiben müssen, in denen lethargisches Geschirrspülen eheliche Kälte symbolisiert. Wäre John Updike Afrikaner gewesen, hätte er vor zwanzig Jahren den Nobelpreis gewonnen" (51% d. EBooks). Gerade durch die Augen eines Heimkehrers erhält man einen anderen Blick als durch all jene, die als Journalisten oder Touristen über das Land berichten. Für mich ist Teju Cole eine lohnende Entdeckung und ich empfehle dieses Buch wärmstens weiter. Es reiht sich u.a. wunderbar neben "Americanah" (Chimamanda Ngozi Adichie) ein und ergänzt sich gut damit. Außerdem ist "Jeder Tag gehört dem Dieb" ein Buch, das lange in Erinnerung bleibt.

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  • Fremde Welten

    Jeder Tag gehört dem Dieb
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    Fremde Welten „Die halbe Stadt wird mit Dieselgeneratoren betrieben, und Nigeria ist einer der führenden Rohölproduzenten weltweit. Die Unterversorgung ist völlig unerklärlich“. Wie auch so manches andere von dem, was der Mann in seiner ursprünglichen Heimat erlebt. „Bei Dunkelheit schweifen die Gedanken weiter ab als am Tag“ und nicht selten streift er bei Dunkelheit durch Lagos, die pulsierende, gefährliche, rückstündige, weitsichtige, von Menschen und deren Geschichten durchzogene Stadt. Will er ganz zurückkehren? New York hinter sich lassen, sich dieser Welt zwischen Moderne („Wir haben gute Banken“) und Rückständigkeit („Wir haben schlechte Krankenhäuser“) wieder ganz stellen? Lebendig auf jeden Fall ist das, was ihm begegnet. Voller Energie, voller innerer Erlebniswelten sind die Menschen und deren Geschichten du Gedanken, neben einer dennoch öffentlichen Lethargie, in der wenig wirklich gut oder effizient funktioniert in Stadt und Land. „Die kleine Straße mit ihrer offenen Kanalisation und den durchgerosteten Dächern besitzt eine Würde….die Anwohner dienen schlicht dem Leben“. Mit solche klaren und einfachen Sätzen durchzogen bietet Teju Cole einen ungeschminkten Blick auf Vordergrund und Hintergrund der Gegenwart in Nigeria. Auf die offenkundigen Schwächen des technischen Standes des Landes und der öffentlichen Verwaltung, die weitgehend nur aus Korruption zu bestehen scheint (was von der ersten Seite an klar wird) und daneben auf die Individuen, die Kraft des Lebens in oft misslichen Umständen. Menschen, die ihren Tag bestehen und überstehen wollen und Sehnsüchte in sich tragen, die im Buch stets im Hintergrund und nicht selten ausgespro9chen vordergründig mitschwingen. Und dennoch, Seite für Seite mehr ersteht vor dem Leser das Bild eines Landes und von Menschen, deren Kräfte zu verpuffen scheinen. Gewalt, Mangel, das Verrotten des Landes und seiner an sich bereits kaum mehr vorhandenen Infrastruktur, dieses „Jeder ist sich selbst (allein) der Nächste“ und versucht, seinen kleinen Dollar auf jede erdenkliche Art (vor allem mit der Drohung von Gewalt) zu ergattern. Eine mangelnde Würde, ein nicht vorhandener sozialer Zusammenhalt „im Großen“, den Cole nüchtern und klar konstatiert. Dessen Kontraste er in der Person seiner Hauptfigur scharf gegeneinander abgrenzt. Der Mann, der in New York lebt, im Grunde „klare zivilisierte Verhältnisse“ kennt und schätzt und der nun täglich sich an der „inneren Heimat“ bricht. In klarer Sprache, mit einem faszinierenden Blick für das kleine Detail und die Erstellung einer dichten Atmosphäre führt Cole in diesem schmalen Roman den Leser mühelos in eine „archaische Gegenwart“, die den Blick öffnet und die Probleme der „dritten Welt“ (nicht nur Nigerias) präzise und emotional treffend offen legt. Und das nicht ohne die Kraft und mögliche Schönheit durch einzelne Menschen zu unterschlagen.

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    • 2
  • Szenen aus Lagos...

    Jeder Tag gehört dem Dieb
    Boris

    Boris

    Ich hätte das Buch auch gekauft, wenn der Hanser Verlag nicht "Roman" auf die dritte Seite geschrieben hätte. Aber wenn es hilft und einige Käufer durch diese Gattungsbezeichnung zu Teju Cole greifen...dann ist es gut so. Es sind kurze Kapitel über eine Reise zurück nach Nigeria, nach langen Jahren in England und den USA eines Erzählers, dessen Biographie sagen wir mal nahe an der des Autors ist, auch wenn behauptet wird, es wäre alles fiktional. "Es nicht vorbildhaft, wie diese Gesellschaft funktioniert, und trotzdem beschleicht mich ein leises Mitgefühl mit all jenen Schriftstellern, die ihren Stoff verschlafenen amerikanischen Vorstädten abgewinnen und Scheidungsszenen schreiben müssen, in denen lethargisches Geschirrspülen eheliche Kälte symbolisiert. Wäre John Updike Afrikaner gewesen, hätte er vor zwanzig Jahren den Nobelpreis gewonnen." Das Land ist zutiefst korrupt, jeder betrügt den anderen um zu überleben. Diese Spannung zwischen einem immer noch vorhandenen Heimatgefühl und der Abscheu vor dem was Menschen einander antun. Diese Spannung macht diese kurzen Texte, die auch noch durch Fotografien des Autors unterbrochen werden...W.G.Sebald lässt grüßen...zu einem ganz besonderen Leseerlebnis. Teju Cole schreibt sich in mein Herz und ich erwarte einen neuen Roman. Diese Texte sind von 2007, unbedingte Empfehlung!

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    • 7
  • Kraftort - oder Vorhölle?

    Jeder Tag gehört dem Dieb
    Ginevra

    Ginevra

    Dieses Buch liest sich wie ein Tagebuch - es ist aber die fiktive Geschichte eines jungen Mannes mit nigerianischen Wurzeln, der schon lange in Amerika lebt. Er fliegt nach Lagos mit dem Gedanken, vielleicht ganz dort zu bleiben. Doch ist Nigeria noch seine Heimat? Schon bei der Einreise wird er dreimal zur Kasse gebeten: jede Handlung kostet Extra-Gebühren, Korruption scheint an der Tagessordnung zu sein. In seiner kleinen Heimatstadt angekommen, lebt der Erzähler bei Verwandten. Oft wandert er ziellos umher und besucht auch die Hauptstadt Lagos. Als "Flaneur" erlebt er zahlreiche überraschende, gefährliche, traurige, makabere oder berührende Situationen. Er begegnet außergewöhnlichen Menschen, die wahre Überlebenskünstler in dieser schwierigen Umgebung geworden sind. Im Hinterkopf hat er immer die Frage, ob er sich diesem Land weiter öffnen will, ob er fähig ist, sich anzupassen, oder ob er inzwischen doch eher das geregelte westliche Leben bevorzugt. In seine Überlegungen hinein fließen viele interessante Fakten, z.B. über eine spezielle nigerianische Form des Internet- Betrugs und der Kleinstbanden- Kriminalität. Die ernüchternde Bilanz: "Betrüger und Betrogene verdienen einander: sie sind Teil einer Gesellschaft der gegenseitigen Demütigung." Der Erzähler sucht im staatlichen Museum von Lagos nach Relikten seiner Vorfahren, der Yeruba, und muss feststellen, dass die meisten wertvollen Kunstgegenstände zur Zeit des Empire entwendet wurden - und trotz diverser Abkommen nie wieder in die nigerianischen Museen zurückkehrten. Das aktuell berühmteste Exponat ist die schwarze Limousine des ermordeten General Murtala Muhammed - "übersät von Einschusslöchern". Doch es gibt auch kleine Glücksmomente: in diesem Land, in dem ca. 57% Analphabeten leben und die wenigen Bibliotheken ein trauriges, verstaubtes Dasein fristen, trifft der Erzähler auf eine Frau, die ein Buch von Michael Ondaatje liest - einem anderen "Migrationsliteraten". Nigeria ist wild, lebendig, chaotisch, gefährlich, und mehr als einmal fragt sich der Erzähler, ob er an einem besonderen Kraftort gelandet ist - oder vielmehr in der Vorhölle... Teju Cole, geb. 1975, ist ein amerikanisch-nigerianischer Kunsthistoriker und Schriftsteller. Sein erster Roman "Open City" erhielt mehrere Preise, darunter den Internationalen Literaturpreis 2013. Der vorliegende Roman erschien in Nigeria bereits 2007. Außerdem fotografiert Cole - seine Bilder sind Momentaufnahmen, die Stimmungen einfangen und diesem Buch eine ganz besondere, persönliche Note geben. Mich hat dieses Buch vom ersten bis zum letzten Kapitel total gefesselt, da die geschilderten Szenen absolut realistisch und aktuell wirkten, bestimmt hat der Autor einiges davon wirklich erlebt (er wohnte bis zum 17. Lebensjahr in Lagos). Einerseits ist er vom westlichen Denken geprägt und weiß die Fortschritte der Zivilisation zu schätzen (z.B. eine kontinuierliche Stromversorgung ohne lärmende Dieselgeneratoren). Andererseits fasziniert ihn sein Heimatland immer wieder aufs Neue: die Improvisationskunst, das magische Denken, der Zusammenhalt zwischen den Familienmitgliedern. Er lebt zwischen beiden Kulturen - und fühlt sich oft "wie in einem Labyrinth". Teju Cole nimmt uns mit auf eine Reise in eine fremde Welt, in der es viel zu entdecken gibt - mir kam es vor wie eine bunte Collage, in hellen und dunklen Farben. Von mir gibt´s dafür 5 von 5 Sternen - unbedingt zu empfehlen!

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    • 2
  • Reise nach Nigeria

    Jeder Tag gehört dem Dieb
    HarIequin

    HarIequin

    Der junge Erzähler kehrt nach Jahren, die er in New York verbracht hat, zum ersten Mal wieder in seine Heimat Nigeria zurück. Er streift durch Lagos und trifft Verwandte und alte Bekannte. Doch so sehr er sich in New York noch nach seiner Heimat sehnte, umso härter ist jetzt die Realität. Die Stadt ist geprägt von Korruption, Gewalt und Armut. Der Erzähler schwankt immer zwischen Verzweiflung über die Lage, aber auch Hoffnung, die ihm die kleinen Dinge dort geben. „Und so taucht jedes Mal, wenn ich mir sicher bin, mit meiner Rückkehr nach Lagos versehentlich in der Vorhölle gelandet zu sein, etwas auf, was mir Hoffnung gibt. Eine Leserin, ein Orchester, die Freundschaft einiger kraftvoller Menschen, die gegen den Strom schwimmen.“ Auch wenn „Jeder Tag gehört dem Dieb“ als Roman und fiktionales Werk angegeben ist liest es sich doch eher wie ein realistischer Reisebericht. Inwiefern das alles wirklich reine Fiktion ist bezweifle ich, aber kann es natürlich nicht beurteilen. Teju Cole beschreibt Nigeria, insbesondere Lagos sehr sprachgewaltig. Einige Passagen lassen einen lächeln, bei anderen läuft es einem kalt den Rücken hinunter. Es ist ein ständiger Wechsel zwischen der Liebe zu seinem Land und der Wut, was dort alles falsch läuft. Für beide Seiten gibt es einige einprägsame Szenen, die ich so schnell nicht wieder vergesse. Man kann den Staub fast schmecken und das Glühen der Sonne auf der Haut spüren. Der Roman wird von einigen Fotografien unterstützt, die mich persönlich nicht immer angesprochen haben. Mit manchen konnte ich nicht viel anfangen - vielleicht fehlt mir dafür die künstlerische Ader -, aber es ist auf jeden Fall ein netter Zusatz, von dem ich mir nur mehr erwartet hätte. Trotzdem ein kraftvolles Buch, das man wirklich lesen sollte. Es zeigt das Land ungeschönt, aber doch voller Liebe. Ein kleiner Rest hat mir dann aber doch gefehlt. Vielleicht war es für mich allgemein oder die Kapitel zu kurz, als dass ich komplett darin versinken konnte.

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    • 2
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) Buchhandlung_am_Schaefersee (36/30) Buchrättin (31 / 30)  Buecherschmaus (0/40) Buecherwurm1973 (16/40) Cadiya (20/20) Caillean79 (30 / 30) Calypso49 (17/20) Caroas (16/30) Ceciliasophie (7/20) Chiara-Suki (7/20) ChrischiD (29 / 20) Coconelle (6/20) Code-between-lines (36/30) creativeartless (11/20) crimarestri (3/20) Cuchilla_Pitimini  Cuileuni (1/20) CupcakeCat (18/30) Curin (4/30) czytelniczka73 (34 / 30) daneegold (27/40) DaniB83 (14/40) Daniliesing (21/40) Danni89 (24/20) danzlmoidl (2/20) darigla (5/20) DarkChocolateCookie (12/20) Darkshine (3/20) DaschaKakascha  Deengla (25/40) Deli (21/40) dieFlo (4/40) digra (30 / 30) disadeli (20 / 20) divergent (36 / 30)  Donata (24/20) Donauland (5/20) DonnaVivi (23 / 20) Dorina0409 (12/20) Dreamworx (40 / 40) Dunkelblau (15/40) eifels  eldora151 (10/40) Elektronikerin (14/20) Elke (21/20) el_lorene (32/40) EmilyThorne (0/40) EmmaBlake (4/30) Eternity (30/30) Evan (20 / 20) fairybooks (20/20) Finesty22 (4/20) Fornika (40/30) Fraenzi (0/20) 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