Die Glasmenagerie

von Tennessee Williams 
4,0 Sterne bei36 Bewertungen
Die Glasmenagerie
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Hamlets_Erbins avatar

Ein typischer Williams. Er schafft es einfach immer, durch seine Dialoge eine ganz spezielle Atmosphäre zu kreieren!

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Inhaltsangabe zu "Die Glasmenagerie"

Amanda Wingfield lebt mit ihren zwei erwachsenen Kindern in einer kleinen Wohnung in St. Louis. Amanda, frühzeitig von ihrem Ehemann verlassen, flüchtet sich ebenso in eine Traumwelt wie ihre beiden Kinder. Tom entflieht seinem trostlosen Dasein in die illusionäre Wirklichkeit des Kinos und träumt davon, Dichter zu werden. Lauras Lebensinhalt besteht darin, zerbrechliche Glastierchen zu sammeln. Mit Jim O'Connor tritt die Realität ins Leben der Familie. O'Connor, von der Mutter als Heiratskandidat für die Tochter betrachtet, ist bereits anderweits gebunden und zerbricht nicht nur eines von Lauras Glastierchen.

›Die Glasmenagerie‹ war Tennessee Williams' Durchbruch als Dramatiker und wurde 1945 mit überwältigendem Erfolg uraufgeführt. Wie fast alle seine Stücke wurde auch ›Die Glasmenagerie‹ in Hollywood verfilmt. ›Die Glasmenagerie‹ wurde von Jörn van Dyck neu übersetzt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596271092
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:112 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.03.1984

Rezensionen und Bewertungen

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    Orishas avatar
    Orishavor 2 Jahren
    Vom Scheitern einer Familie

    Eine Familie: Amanda. Laura. Tom. Alle drei haben ganz eigene Vorstellungen vom Leben und doch sind sie unweigerlich aneinander gebunden.

    Amanda: Sie hat den Verlust ihres Mannes nie verkraftet: eines Tages war er einfach fort. Umso mehr stürzt sie sich nun auf ihre Kinder Laura und Tom und will Ihnen ein gutes Leben bieten. - Laura: Sie lebt in ihrer eigenen Welt. Nicht zuletzt, weil sie sich durch ihre Behinderung nicht vollwertig fühlt. - Tom: Der Rebell. Er will aus diesem Leben ausbrechen. Wie sein Vater es einst getan hat. Und doch hält ihn die Liebe zu seiner Schwester zurück.

    Als Tom eines Tages Jim mitbringt, den Mutter und Tochter als potentiellen Heiratskandiaten interpretieren, nimmt das Drama seinen Lauf.

    Lange wollte ich ein Stück von Tennessee Williams lesen und es hat sich gelohnt. Mit Amanda, Laura und Tom hat Williams drei Charaktere geschaffen, die alle sehr eigen sind, aber in ihrer Verschiedenheit perfekt miteinander harmonieren. 1944 uraufgeführt, nimmt das Stück auch auf das weltpolitische Geschehen bezug und koppelt Toms Sehnsucht nach Freiheit, an den tobenden 2. Weltkrieg in Europa, den Tom als Sinnbild für Abenteuer sieht. Und auch sprachlich kann das Stück mit den Großen mithalten.

    Fazit: Eine spannende Sozialstudie über den Wunsch nach Freiheit und das persönliche Scheitern dreier sehr unterschiedlicher Charaktere. Lesenswert.

    Kommentare: 1
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    Keksisbabys avatar
    Keksisbabyvor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Glasmenagerie" von Tennessee Williams

    Ein Einhorn steht unter Pferden und wünscht sich wie sie zu sein. Als das Horn abbricht unterscheidet sie äußerlich nichts mehr und dennoch ist und bleibt es ein Einhorn unter Pferden. Genau wie Laura, die sich oft alte Schallplatten anhört und dabei sorgsam ihre Glasmenagerie hegt. Als ihr Bruder ihren Schwarm von der Highschool aus Versehen zum Essen einlädt, gelingt es ihm sie für kurze Zeit aus ihrem Kokon aus Minderwertigkeitskomplexen und Schüchternheit zu befreien, aber als sie erfährt das er bereits verlobt ist, zieht sie sich wieder in ihre eigene Welt zurück. In eine Welt, in der Mutter und Bruder nicht ständig ums Geld und seinen Lebenswandel streiten und in der ihre Mutter nicht ihrem Dasein als Südstaatenschönheit hinterhertrauert.
    „Die Glasmenagerie“ wird erzählt aus der Sicht von Tom Wigfield, der seine Familie vorstellt. Obwohl das Stück sehr kurz ist, beinhaltet es doch ausführliche Charakterstudien und man sieht die handelnden Personen direkt vor sich. Seine Mutter die seit sein Vater dem Abenteuerdrang nachgab und verschwand, wehmütig an ihre umschwärmte Backfischzeit zurückdenkt und deren einziges Bestreben es ist Laura zu verheiraten. Laura die ebenso durchsichtig und zerbrechlich erscheint, wie die kleinen Tiere ihrer Sammlung und die ein Einhorn ist, das immer ein Pferd sein wollte. Und Tom der sich eingeengt fühlt von der Verantwortung und der lieber heute als morgen, Abenteuer nicht mehr nur aus zweiter Hand auf der Kinoleinwand erleben möchte. Man leidet mit den Betroffenen und spürt wie Lauras Welt einen Knacks bekommt, als das Einhorn fällt. Ein tolles, einfühlsames Stück, das ich mir zu gern mal auf der Bühne ansehen würde.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "The Glass Menagerie" von Tennessee Williams

    Kurzessay zur Szene der „Fahrt in die Stadt“ in F. Scott Fitzgerald: The Great Gatsby, (London: Penguin 1994). 125-31.

    Die Situation beginnt mit der scheinbar harmlosen Frage Daisys: „Who wants to go to town?“ (GG, 125). Im Raum, im Übrigen in dieser Szene im Hause der Buchanans, befinden sich des Weiteren Tom Buchanan, Jay Gatsby, Nick Carraway und Jordan Baker, wobei die beiden Letzteren hier eine eher beobachtende Rolle spielen. Im Verlauf der eher schnöden-spröden Unterhaltung vor dem desaströs anmutenden Aufbruch in die Stadt des Fünfergespanns wird eine durch Nicks Perspektive gelenkte interne (variable) Fokalisierung auf das Dreierverhältnis zwischen Daisy, Gatsby und Tom deutlich, wobei durch diese praktisch außenstehende Betrachtung der Geschehnisse zwischen den drei Liebenden die Bedrückung der Situation noch klarer, hervorstechender wird, aber darum auch unklar in Bezug auf die Innensicht der betreffenden Personen bleibt.
    Tom, dem nun durch Daisys Verhalten klar wird, welchen Kontrollverlustes er im Unterliegen begriffen ist, „was feeling the hot whips of panic“ (GG,131), Gatsby um seine Chance witternd, wird im Hotelzimmer in der Stadt verkünden, dass Daisy Tom niemals geliebt habe, nur ihn, Jay, liebt und nun mit ihm zusammen sein wird, und Daisy in der Situation derjenigen welchen, die wohl am wenigstens bemerkt, welche Rolle sie spielt oder ihr zu spielen zugeteilt wird (sowohl durch Gatsby als ihren Ehemann Tom). Damit wird diese Passage vor dem Streitgespräch im Hotelzimmer zu einer Schlüsselsituation, ist diese Szene doch verankert zwischen dem bisher recht ruhig verlaufenden Geschehen des Romans, der langsam aber stetig die Liebesbeziehung von Jay Gatsby zu Daisy Buchanan herausfilterte, Toms Untreue als etwas nicht gravierend ins Gewicht fallendes Gesellschaftliches darstellt, in vielen Worten die schöne Seite der Partys schilderte und dem sich nun dramatisch (auch möglicherweise sich ereignenden Wendungen) zuspitzenden Figurengefüge.
    Vor der, wenn auch schwachen, Symbolik des „silver curve of the moon […] in the Western sky“ (GG, 126) auf dem Kies vor dem Haus der Buchanans kurz vor Aufbruch in die Stadt, deutet sich die oben beschriebene verlegene Konstellation, die kurz vor einem Ausbruch steht, bereits an. Der sich leicht andeutende Mond als Zeichen der sich herannahenden Nacht könnte schon hier als ein Hinweis auf eine Wendung der Geschichte gedeutet werden. Die Sichel des Mondes stellt „astronomisch gesehen den zunehmenden oder abnehmenden Mond […] dar“ , kann hier somit als die Möglichkeit einer ‚guten‘ oder ‚schlechten‘ Wendung darstellen. Was sich, im Verlauf der Geschehnisse um Gatsby, Daisy und Tom, als durchaus plausibel nachvollziehen lässt.
    Die Gruppe fährt mit zwei Autos in die Stadt, dem Coupé von Tom und dem gelben Roadster Gatsbys. Wobei Daisy und Jay mit dem Coupé und die anderen drei mit Gatsbys Wagen fahren. Da Gatsbys Tank beinah leer ist, hält Tom bei Wilson, dem Werkstattbesitzer, an, um zu tanken. Hier folgt ein Gespräch über den vereinbarten Autoverkauf zwischen Wilson und Buchanan, wobei Tom ihm spielerisch anbietet, ihm den Roadster verkaufen zu können. Wilson offenbart ihn nun ihm Gegenzug, dass er schnell Geld brauche, da er mit Myrtle, seiner Frau und der Geliebten Toms (was Wilson allerdings nicht weiß), weggehen und ein neues Leben beginnen möchte. Die Szene endet mit der Beobachtung Nicks, dass Myrtle im ersten Stock des Hauses am Fenster steht und mit einem Gesicht „ purposeless and inexplicable […], her eyes, wide with jealous terror, were fixed not on Tom, but on Jordan Baker, whom she took to be his wife.“ (GG, 131)
    Damit sind innerhalb dieser Szene praktisch alle Voraussetzungen für den folgenden Handlungsverlauf geschaffen und jede hier auftretende Figur tritt, ihrem Schicksal vorausdeutend, auf.

    (Als Eindruck zum Buch)

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren
    Rezension zu "The Glass Menagerie" von Tennessee Williams

    'The Glass Menagerie' war eines der ersten Bücher, die ich für mein Anglistikstudium lesen musste. Das Buch hinterlässt nicht wirklich einen großen Eindruck, allerdings ist es auch nicht schlecht. 4 Sterne bekommts, weil ich mich nach dem Lesen irgendwie gut gefühlt hab. Die Geschichte ist nicht wirklich bewegend und nach dem Lesen hat man auch noch unendlich viele Fragen, aber für die ein oder zwei Stunden Zeitaufwand um das Buch zu lesen, ist es eine schöne Lektüre.

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    Hamlets_Erbins avatar
    Hamlets_Erbinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein typischer Williams. Er schafft es einfach immer, durch seine Dialoge eine ganz spezielle Atmosphäre zu kreieren!
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