Terézia Mora

 3.8 Sterne bei 149 Bewertungen
Autorin von Alle Tage, Der einzige Mann auf dem Kontinent und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Terézia Mora

Terézia Mora wurde am 5. Februar 1971 in Sopron, Ungarn geboren. Nach der Wende begann sie 1990 das Studium der Hungarologie und Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin. Desweiteren absolvierte sie ein Drehbuchstudum an der Deutschen Film- und Fernsehakademie. Terézia Mora arbeitet als freie Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Ungarischen. Neben mehreren Drehbüchern verfasste sie die die Kurzgeschichtensammlung "Seltsame Materie", die 1999 veröffentlicht und mit dem Chamisso-Förderpreis ausgezeichnet wurde. 2004 erschien der Roman "Alle Tage". Ihr neuester Roman "Der einzige Mann auf dem Kontinent" wurde im August 2009 veröffentlicht. Im Jahr 2010 erhielt Terézia Mora den Adelbert-von-Chamisso-Preis. In ihrer Tätigkeit als Übersetzerin übertrug sie u.a. mehrere Werke des ungarischen Autors Péter Esterházy ins Deutsche.

Neue Bücher

Auf dem Seil

Erscheint am 09.09.2019 als Hardcover bei Luchterhand.

Alle Bücher von Terézia Mora

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Cover des Buches Alle Tage (ISBN:9783442741014)

Alle Tage

 (43)
Erschienen am 19.04.2010
Cover des Buches Der einzige Mann auf dem Kontinent (ISBN:9783630872711)

Der einzige Mann auf dem Kontinent

 (39)
Erschienen am 17.08.2009
Cover des Buches Das Ungeheuer (ISBN:9783442749591)

Das Ungeheuer

 (34)
Erschienen am 08.09.2015
Cover des Buches Seltsame Materie (ISBN:9783499228940)

Seltsame Materie

 (19)
Erschienen am 01.12.2000
Cover des Buches Die Liebe unter Aliens (ISBN:9783630873190)

Die Liebe unter Aliens

 (11)
Erschienen am 26.09.2016
Cover des Buches Nicht sterben (ISBN:9783630874517)

Nicht sterben

 (0)
Erschienen am 23.02.2015
Cover des Buches Auf dem Seil (ISBN:9783630874975)

Auf dem Seil

 (0)
Erscheint am 09.09.2019
Cover des Buches Das Ungeheuer (ISBN:9783837126280)

Das Ungeheuer

 (1)
Erschienen am 17.02.2014

Neue Rezensionen zu Terézia Mora

Neu

Rezension zu "Die Liebe unter Aliens" von Terézia Mora

Elf Erzählungen aus dem Leben
Filzblumevor 3 Monaten

Die in Ungarn geborene Schriftstellerin wuchs zweisprachig auf. Ihre Familie gehört der deutschen Minderheit in Ungarn an. Nach der Grenzöffnung ging sie nach Berlin, studierte dort an der Humboldt Universität. Sie arbeitet auch als Drehbuchautorin und Übersetzerin. Preise hat sie viele gewonnen, darunter der Ingeborg- Bachmann- Preis. Das vorliegende Buch mit seinen elf Erzählungen hat mich gefesselt und lässt sich wunderbar lesen. Die Autorin versteht den Leser mit ihren Geschichten in den Bann zu ziehen. Ihre Figuren gehen in das Innere der handelnden Personen. Mit einer Leichtigkeit und Spannung erzählt sie von den Alltagssituationen ihrer Protagonisten, ihrer Sehnsüchte und Vorstellungen vom Leben, ihrer Liebe. Ohne Schnörkel und mit verständlichen Worten lässt sie den Leser am Geschehen teilhaben. Ihre Beschreibungen der Natur und Umgebung passen sich den den Handlungen nahtlos an. In „Die Liebe unter Aliens“ geht es um eine sehr junge Liebe zwischen Tim und Sandy (Alias). Sandy und Tim. Ewa, die Wirtin, denkt über sie nach...“Es gibt Menschen, die können wirklich gar nichts. Trotzdem wollen sie leben, und zwar gut. Das gönne ich wirklich jedem, aus ganzem Herzen. Was diese Kleine nur nicht weiß, ist, wie unheimlich lange das Leben noch ist.“ In „À la recherche“ geht es um eine junge Frau, die gerne am Ufer entlang läuft, egal wo sie gerade lebt. In dieser Erzählung geht sie nach England, um dort zu arbeiten und ihre Beziehung zu verarbeiten. „Mich hat mein Geliebter nach 8 gemeinsamen Jahren verlassen, als ich ihm sagte, er sei mein Leben, sage ich. So etwas kann man doch zu keinem Menschen sagen, sagten meine Freunde. Da verließ ich sie und kam hierher.“ Sie kommt aus einem Dorf.“Das Dorf, aus dem ich komme, liegt an einem Nebenarm der Donau, das Gymnasium, das ich besuchte, am Hauptfluss. „Es gab Busse, alte, klapprige, sechsmal am Tag, es sei denn, einer fiel aus irgendeinem Grund aus. Oder er fiel nicht aus, aber er raste an der Haltestelle vorbei, weil er zu voll war oder sich der Fahrer aus einem anderen Grund nicht in der Lage sah, anzuhalten. Die Autorin beschreibt die krassen Gegensätze des Kulturellen. „Ein Mädchen, egal welchen Alters, also auch eine Frau, hat sich nicht herumzutreiben, in der Einkaufsstraße zu flanieren, ist beinahe schon Hurerei, von alleine ins Kino zu gehen, ganz zu schweigen, und in beliebigen Vorstadtstraßen herumzulaufen, wo es nichts gibt, außer vielleicht einer Schusterwerkstatt oder einem Geschäft für religiöse Literatur, ist jenseits von allem Verstehbaren.“ Wir begegnen eine japanischen Professor, der in Rente geht und durch dem Zufall oder Vorsehung eine Wendung in seinem Leben sieht. Eine alleinerziehende Mutter, die mit 17 ihr Kind bekam, und zwischen Erwachsenwerden und ihrer Familie, die den Jungen namens Benji, betreuen, wenn sie arbeiten muss. Klare Leseempfehlung mit dem Hinweis, das das Buch hätte noch unzählige Erzählungen dieser Art haben können.

Kommentare: 2
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Rezension zu "Die Liebe unter Aliens" von Terézia Mora

Kann was für sich mitnehmen, aber mitreißend ist es nicht
CocuriRubyvor 4 Monaten

Ich greife zwischendurch gerne zu Erzählungen – nur einen kurzen Blick auf das Leben einer Figur zu werfen, statt dieser ein ganzes Buch lang zu verfolgen.


Ich brauchte hier jedoch ein paar Seiten, um mit dem Stil warm zu werden – der recht indirekt und manchmal verschachtelt ist.


Generell ist das Buch recht subtil. Es erwartet eine gewisse Arbeit/Leistung vom Leser, das mochte ich wirklich sehr.


Es zeigt (natürlich) Momentaufnahmen von verschiedensten Menschen und Lebensmodellen. Sie alle eint, dass sie sich in einer verlorenen Situation befinden – Menschen die verloren durch ihr Leben wandeln und doch nicht verloren gehen oder gar aufgeben.


Es spricht von Einsamkeit der Menschen oder von einer gewissen Fremdheit. Aber auch von der Suche nach Wärme, Halt und Glück. Das sorgt dafür, dass die Geschichten nicht zu schwer oder gar erdrückend werden.


Vieles ist aber wie gesagt sehr subtil, weshalb ich oft das Gefühl hatte, dass mir gerade etwas entgeht oder ich nicht alles aus der Geschichten greifen konnte, obwohl ich nach jeder Geschichte eine gedankliche Pause gemacht habe, um noch einmal zu resümieren.

Manchmal habe ich trotzdem nicht verstanden, was mir die ein oder andere Geschichte sagen wollte.


Nichts desto trotz sind die meisten Geschichten schön und mit vielen Details geschmückt. Daran kann man sich so oder so erfreuen.

Ich würde aber nicht sagen, dass mich irgendeine Geschichte wirklich gepackt und mit sich mitgerissen hätte.

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Rezension zu "Die Liebe unter Aliens" von Terézia Mora

Lesenswert
Achtsamkeitvor 9 Monaten

Wunderbare Erzählungen. Die Autorin schreibt klar, treffend, modern und ohne Schnörkel. Die einzelnen Figuren sind interessant und regen den Leser an auch darüber zu sinnen wie die Geschichte wohl weiter gehen könnte. Ich bin völlig begeistert von diesen Erzählungen und kann sie nur wärmsten weiter empfehlen-

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Gespräche aus der Community

Neu
L
"Alle Tage" von Terézia Mora war ein Roman, der mich sehr fasziniert hat - kennt Ihr ähnliche Autorinnen oder Autoren? Besonders interessant fand ich Frau Moras Umgang mit der Sprache und ihre Erzählweise, in dieser Art hätte ich gerne mehr - gerne (aber nicht zwangsläufig) auch aus Ungarn bzw. Osteuropa. Danke für Eure Tipps!
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Terézia Mora wurde am 04. Februar 1971 in Sopron (Ungarn) geboren.

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auf 63 Wunschlisten

von 12 Lesern aktuell gelesen

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