Terézia Mora

 3.7 Sterne bei 165 Bewertungen
Autorin von Alle Tage, Der einzige Mann auf dem Kontinent und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Terézia Mora

Terézia Mora wurde am 5. Februar 1971 in Sopron, Ungarn geboren. Nach der Wende begann sie 1990 das Studium der Hungarologie und Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin. Desweiteren absolvierte sie ein Drehbuchstudum an der Deutschen Film- und Fernsehakademie. Terézia Mora arbeitet als freie Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Ungarischen. Neben mehreren Drehbüchern verfasste sie die die Kurzgeschichtensammlung "Seltsame Materie", die 1999 veröffentlicht und mit dem Chamisso-Förderpreis ausgezeichnet wurde. 2004 erschien der Roman "Alle Tage". Ihr neuester Roman "Der einzige Mann auf dem Kontinent" wurde im August 2009 veröffentlicht. Im Jahr 2010 erhielt Terézia Mora den Adelbert-von-Chamisso-Preis. In ihrer Tätigkeit als Übersetzerin übertrug sie u.a. mehrere Werke des ungarischen Autors Péter Esterházy ins Deutsche.

Alle Bücher von Terézia Mora

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Buchformat:
Cover des Buches Alle Tage (ISBN: 9783442741014)

Alle Tage

 (44)
Erschienen am 19.04.2010
Cover des Buches Der einzige Mann auf dem Kontinent (ISBN: 9783630872711)

Der einzige Mann auf dem Kontinent

 (42)
Erschienen am 17.08.2009
Cover des Buches Das Ungeheuer (ISBN: 9783442749591)

Das Ungeheuer

 (36)
Erschienen am 08.09.2015
Cover des Buches Seltsame Materie (ISBN: 9783499228940)

Seltsame Materie

 (19)
Erschienen am 01.12.2000
Cover des Buches Die Liebe unter Aliens (ISBN: 9783630873190)

Die Liebe unter Aliens

 (14)
Erschienen am 26.09.2016
Cover des Buches Auf dem Seil (ISBN: 9783630874975)

Auf dem Seil

 (5)
Erschienen am 09.09.2019
Cover des Buches Nicht sterben (ISBN: 9783630874517)

Nicht sterben

 (1)
Erschienen am 23.02.2015
Cover des Buches Alle Tage (ISBN: 9783898309509)

Alle Tage

 (2)
Erschienen am 05.07.2005

Neue Rezensionen zu Terézia Mora

Neu

Rezension zu "Die Liebe unter Aliens" von Terézia Mora

Leider kein Schreibstil für mich
Blacksallyvor 6 Monaten

Meine Meinung:


Kurzgeschichten mag ich an sich sehr gerne. Bei Bänden mit Kurzgeschichten hat man meistens ein paar die man sehr gut findet und auch 1-2 die man nicht so mag.


Hier ging es mir etwas anders. 

Leider bin ich mit dem Schreibstil der Autorin nicht wirklich warm geworden. Mir hat etwas gefehlt, und das waren nicht nur die Striche, wenn jemand etwas sagt. 

Die Gefühle usw. sind gut rüber gekommen, wir haben hier insgesamt 11 Kurzgeschichten, die alle etwas melancholisch waren und zum Nachdenken anregen. Jedoch bin ich mit den meisten nicht wirklich warm geworden. 


Ich hatte bei keiner der Geschichten das Gefühl das es einen richtigen Abschluss gab. Was sehr schade war. 

Dennoch könnte ich mir vorstellen das der Schreibstil an sich, einigen Personen gefallen könnte. Für mich war dieses Buch leider nichts.

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Rezension zu "Auf dem Seil" von Terézia Mora

Flucht vor der Familie
YukBookvor 9 Monaten

Die ersten zwei Teile der Trilogie von Terézia Mora muss man nicht gelesen haben, um in diesen dritten Band einzusteigen. Am Anfang des Romans erfährt man in kurzen Rückblicken, was dem Protagonisten Darius Kopp auf seiner langen Reise bisher widerfahren ist. Nun ist er auf Sizilien gelandet, hat endlich einen angemessenen Platz für die Asche seiner verstorbenen Frau gefunden und hält sich in Catania als Pizzabäcker über Wasser. Ungewöhnlich an dem Roman ist, dass die Autorin mitten im Kapitel die Erzählperspektive mehrfach wechselt. So bekommen wir einen tiefen Einblick in Darius' Gedankengänge, der trotz erfüllter Mission immer noch orientierungslos wirkt.

Als unerwartet seine Nichte Lorelei auftaucht, ist Darius einerseits gezwungen, sich erneut mit den Konflikten in seiner Familie auseinanderzusetzen, vor der er geflohen ist. Andererseits lenkt ihn der Teenager von seinen eigenen Problemen ab. Er willigt ein, die 17-Jährige für einige Zeit aufzunehmen und steckt seine ganze Energie in ihr Wohlergehen, da sie schwanger ist und unter permanenten Brechanfällen leidet. Bis dahin zog mich die Geschichte sehr in den Bann. Als die beiden jedoch nach Berlin reisen, verlor ich immer mehr das Interesse an der Handlung. Vielleicht lag es daran, dass auf einmal so viele Personen aus Darius' Vergangenheit auf der Bildfläche erscheinen, die ich nicht einordnen konnte. Hier wäre es vielleicht hilfreich gewesen, die ersten zwei Bände zu kennen. 

Fasziniert hat mich Moras experimenteller Sprachstil, der auf originelle Weise die Innenwelten der verschiedenen Figuren beleuchtet. Für den Protagonisten, der ständig in das Leben anderer hineingerissen wird, statt selbst Fuß zu fassen, entwickelt man ein gewisses Mitgefühl. Meine hohen Erwartungen hat die Autorin des großartigen Erzählbands "Die Liebe unter Aliens" dennoch nicht erfüllen können.

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Rezension zu "Auf dem Seil" von Terézia Mora

Eine bewegende , gemeinsame Lebensreise,,,,
Angie*vor 9 Monaten

Meine Meinung:


Ich möchte gern zu Beginn meines Leseeindrucks ein Zitat teilen: Zitat Seite 120 : 

"Olli ist nett, sagte sie. Und es ist umsonst. Eine richtige Wohnung. (Scham, Neid, Neugier. Eine richtige Wohnung. Sag nichts. Ich könnte auf einem Seil schlafen, wenn es sein müsste, aber sie braucht ein gutes Bett. Das sehe ich ein.)"


Die obigen Zeilen sind bezeichnend für den spannenden und extravaganten Schreibstil dieser Autorin. Jeder Satz, jedes Wort sind bedeutungsschwer, weisen auf die Gedanken des Protagonisten Darius Kopp hin, erzählen seinen inneren Dialog zwischendurch. Dann springt der Roman wieder in einen üblichen realen Verlauf. Mich hat diese Art des Schreibens fasziniert und begeistert. Das Buch ist ausserordentlich gut zu erlesen - auch nach einer Lesepause bin ich wieder gut zurückgekommen in diese faszinierende Welt eines 50 jährigen Mannes, der den Boden unter den Füssen verloren hatte. Glaubt er zumindest von sich. Ich sehe das ganz anders. Durch den Kontakt zu einer Nichte wird er wieder in die Realität geführt, denkt fürsorglich und vorsorgend. Er gibt alles, Kontakte, Geld, Emotionalität um dieses junge Mädchen zu behüten und in einer schwierigen Zeit zu versorgen. Denn Lore ist schwanger, leidet an unstillbarem Schwangerschaftserbrechen, ist völlig hilflos diesem schockierendem Zustand ausgeliefert. Darius Kopp erkennt das, liebt sie, das ungeliebte Kind seiner Schwester auf eine väterliche und berührende Art. Er braucht diese Liebe auch für sich, um seinem Leben wieder einen Sinn zu geben. Eine gerade Linie, wie auf einem Seil balancierend. 


 Ein Teil des Zitates  *auf einem Seil schlafen* hat sogar einen geschichtlichen Hintergrund aus dem Mittelalter. Menschen, die in der damaligen Zeit auf Reisen waren, sich keine Unterkunft und/oder Bettstatt leisten konnten, schliefen damals mit den Armen in Seilen eingehängt - im Stehen. Mit vielen anderen Reisenden in Gesellschaft - in den Gasthöfen.

 

Darius Kopp und Lore sind zusammen gereist, haben sich gegenseitig gehalten und ich durfte sie auf dieser bunten und ungewöhnlichen Reise begleiten. Herzlichen Dank an die Autorin und den Luchterhand Verlag für dieses grossartige Rezensionsexemplar!


Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE für dieses grossartige Buch, welches mich begeistert hat!


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Gespräche aus der Community

Neu
L
"Alle Tage" von Terézia Mora war ein Roman, der mich sehr fasziniert hat - kennt Ihr ähnliche Autorinnen oder Autoren? Besonders interessant fand ich Frau Moras Umgang mit der Sprache und ihre Erzählweise, in dieser Art hätte ich gerne mehr - gerne (aber nicht zwangsläufig) auch aus Ungarn bzw. Osteuropa. Danke für Eure Tipps!
5 Beiträge
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Zusätzliche Informationen

Terézia Mora wurde am 04. Februar 1971 in Sopron (Ungarn) geboren.

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