Terézia Mora

 3,7 Sterne bei 192 Bewertungen
Autorin von Alle Tage, Der einzige Mann auf dem Kontinent und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Terézia Mora

Terézia Mora wurde am 5. Februar 1971 in Sopron, Ungarn geboren. Nach der Wende begann sie 1990 das Studium der Hungarologie und Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin. Desweiteren absolvierte sie ein Drehbuchstudum an der Deutschen Film- und Fernsehakademie. Terézia Mora arbeitet als freie Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Ungarischen. Neben mehreren Drehbüchern verfasste sie die die Kurzgeschichtensammlung "Seltsame Materie", die 1999 veröffentlicht und mit dem Chamisso-Förderpreis ausgezeichnet wurde. 2004 erschien der Roman "Alle Tage". Ihr neuester Roman "Der einzige Mann auf dem Kontinent" wurde im August 2009 veröffentlicht. Im Jahr 2010 erhielt Terézia Mora den Adelbert-von-Chamisso-Preis. In ihrer Tätigkeit als Übersetzerin übertrug sie u.a. mehrere Werke des ungarischen Autors Péter Esterházy ins Deutsche.

Neue Bücher

Cover des Buches Fleckenverlauf (ISBN: 9783630876696)

Fleckenverlauf

Erscheint am 20.09.2021 als Hardcover bei Luchterhand.

Alle Bücher von Terézia Mora

Cover des Buches Alle Tage (ISBN: 9783442741014)

Alle Tage

 (44)
Erschienen am 19.04.2010
Cover des Buches Der einzige Mann auf dem Kontinent (ISBN: 9783630872711)

Der einzige Mann auf dem Kontinent

 (43)
Erschienen am 17.08.2009
Cover des Buches Das Ungeheuer (ISBN: 9783442749591)

Das Ungeheuer

 (35)
Erschienen am 08.09.2015
Cover des Buches Seltsame Materie (ISBN: 9783499228940)

Seltsame Materie

 (19)
Erschienen am 01.12.2000
Cover des Buches Die Liebe unter Aliens (ISBN: 9783630873190)

Die Liebe unter Aliens

 (15)
Erschienen am 26.09.2016
Cover des Buches Minutennovellen (ISBN: 9783518240076)

Minutennovellen

 (8)
Erschienen am 14.11.2011
Cover des Buches Auf dem Seil (ISBN: 9783630874975)

Auf dem Seil

 (5)
Erschienen am 09.09.2019
Cover des Buches Meines Helden Platz (ISBN: 9783442735686)

Meines Helden Platz

 (5)
Erschienen am 03.09.2007

Neue Rezensionen zu Terézia Mora

Cover des Buches Alle Tage (ISBN: 9783442741014)franzzis avatar

Rezension zu "Alle Tage" von Terézia Mora

Unglaublich - gut
franzzivor einem Jahr

„Er sieht so normal aus, sagte Mercedes Jahre später, deswegen dauert es eine Weile, bis man merkt, dass er in Wirklichkeit wie ein Magnet alles Sonderbare, Lächerliche und Traurige anzieht.“


„Ganz im Gegensatz um äußeren Anschein und dem Hörensagen wäre ich nämlich gegenüber ein wenig Schönheit der Schöpfung, sagen wir, in Form von Natur, nicht abgeneigt. Mir mangelt es an nichts, außer an einer grünen Aue. Manchmal bin ich in den Park gegangen. Aber das ist aus verschiedenen Gründen vorbei. Was ist schon ein Park? Die Abwesenheit einer wirklichen Landschaft. So wie ein Palmenhaus die Abwesenheit wirklicher Palmen ist.“


Dieses Buch ist über alle Maßen unwahrscheinlich, weil es einfach so anders ist, als das meiste, das ich so gelesen habe. Allerdings habe ich gelesen, wie Terézia Mora in einem Interview erzählt hat, sie schreibe die Dinge vom Ende her. Mit dem Ende müsse die Geschichte anfangen und dann entwickele sie alles da hin - und das tut sie in „Alle Tage“ in der Tat.


Und zwar mit einer Mischung aus poetisch-melancholisch, absurd, tieftraurig und unbekümmert, dass es eben unglaublich ist. Neben der Sprache hat mich vor allem gefesselt, wie Moras Art zu erzählen selbst noch einmal spiegelt, was der Roman erzählt. 


In dessen Mittelpunkt steht nämlich der ver-rückte, im Sinne von aus seinem inneren Gleichgewicht und seiner Heimat geratene, Übersetzer Abel, der aber gar nicht so richtig auftaucht. Er ist oft abwesend, tatsächlich oder in Gedanken, vor allem scheint er in nahezu unverrückbarem Gleichmut regungs- wie emotionslos alles hinzunehmen, womit einen das Leben so überschütten kann: Glückseligkeiten und Grausamkeiten, Freundschaft/Liebe/Annäherung und Verlust/Ablehnung/Unverständnis, Gastfreundschaft und Feindlichkeit, körperliche und seelische Angriffe, Heimatlosigkeit und so viel mehr, Abel nimmt es hin. Vor allem wird er einfach nicht betrunken, irgendwie.


Und im gleichen Stil, im gleichen Ton schreibt Mora, irgendwie da und doch abwesend, präzise beobachtend, aber eher beiläufig darauf hinweisend, scheinbar gleichgültig, anziehend rätselhaft. Ein präziser Plauderton. Es klingt widersprüchlich, aber genauso wird diese Geschichte erzählt, die in gar nicht mal so vielen Seiten ein ganzes Universum an Halbfragen und Halbantworten eröffnet, an denen man sich nicht Sattnachdenken kann. Und diese Sprache, hatte ich schon erwähnt, wie wunderbar sie ist?

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Cover des Buches Die Liebe unter Aliens (ISBN: 9783630873190)B

Rezension zu "Die Liebe unter Aliens" von Terézia Mora

Leider kein Schreibstil für mich
Blacksallyvor 2 Jahren

Meine Meinung:


Kurzgeschichten mag ich an sich sehr gerne. Bei Bänden mit Kurzgeschichten hat man meistens ein paar die man sehr gut findet und auch 1-2 die man nicht so mag.


Hier ging es mir etwas anders. 

Leider bin ich mit dem Schreibstil der Autorin nicht wirklich warm geworden. Mir hat etwas gefehlt, und das waren nicht nur die Striche, wenn jemand etwas sagt. 

Die Gefühle usw. sind gut rüber gekommen, wir haben hier insgesamt 11 Kurzgeschichten, die alle etwas melancholisch waren und zum Nachdenken anregen. Jedoch bin ich mit den meisten nicht wirklich warm geworden. 


Ich hatte bei keiner der Geschichten das Gefühl das es einen richtigen Abschluss gab. Was sehr schade war. 

Dennoch könnte ich mir vorstellen das der Schreibstil an sich, einigen Personen gefallen könnte. Für mich war dieses Buch leider nichts.

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Cover des Buches Auf dem Seil (ISBN: 9783630874975)YukBooks avatar

Rezension zu "Auf dem Seil" von Terézia Mora

Flucht vor der Familie
YukBookvor 2 Jahren

Die ersten zwei Teile der Trilogie von Terézia Mora muss man nicht gelesen haben, um in diesen dritten Band einzusteigen. Am Anfang des Romans erfährt man in kurzen Rückblicken, was dem Protagonisten Darius Kopp auf seiner langen Reise bisher widerfahren ist. Nun ist er auf Sizilien gelandet, hat endlich einen angemessenen Platz für die Asche seiner verstorbenen Frau gefunden und hält sich in Catania als Pizzabäcker über Wasser. Ungewöhnlich an dem Roman ist, dass die Autorin mitten im Kapitel die Erzählperspektive mehrfach wechselt. So bekommen wir einen tiefen Einblick in Darius' Gedankengänge, der trotz erfüllter Mission immer noch orientierungslos wirkt.

Als unerwartet seine Nichte Lorelei auftaucht, ist Darius einerseits gezwungen, sich erneut mit den Konflikten in seiner Familie auseinanderzusetzen, vor der er geflohen ist. Andererseits lenkt ihn der Teenager von seinen eigenen Problemen ab. Er willigt ein, die 17-Jährige für einige Zeit aufzunehmen und steckt seine ganze Energie in ihr Wohlergehen, da sie schwanger ist und unter permanenten Brechanfällen leidet. Bis dahin zog mich die Geschichte sehr in den Bann. Als die beiden jedoch nach Berlin reisen, verlor ich immer mehr das Interesse an der Handlung. Vielleicht lag es daran, dass auf einmal so viele Personen aus Darius' Vergangenheit auf der Bildfläche erscheinen, die ich nicht einordnen konnte. Hier wäre es vielleicht hilfreich gewesen, die ersten zwei Bände zu kennen. 

Fasziniert hat mich Moras experimenteller Sprachstil, der auf originelle Weise die Innenwelten der verschiedenen Figuren beleuchtet. Für den Protagonisten, der ständig in das Leben anderer hineingerissen wird, statt selbst Fuß zu fassen, entwickelt man ein gewisses Mitgefühl. Meine hohen Erwartungen hat die Autorin des großartigen Erzählbands "Die Liebe unter Aliens" dennoch nicht erfüllen können.

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Zusätzliche Informationen

Terézia Mora wurde am 04. Februar 1971 in Sopron (Ungarn) geboren.

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