Terézia Mora Der einzige Mann auf dem Kontinent

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Inhaltsangabe zu „Der einzige Mann auf dem Kontinent“ von Terézia Mora

Das Leben eines Mannes im globalisierten Nirgendwo Umgeben von globalen Wirtschaftskatastrophen macht sich ein Mann daran, sein Lebensidyll zu verteidigen, auch wenn er schon längst zugeben müsste, dass die Firma, für die er arbeitet, zusammengebrochen ist und seine Ehe vor dem Aus steht … „Der einzige Mann auf dem Kontinent“ erzählt eine Woche im Leben von Darius Kopp. Er ist Anfang vierzig, verheiratet und einziger Vertreter einer US-amerikanischen Firma für drahtlose Netzwerke. Darius sieht sich als Gewinner der neuen Zeit. Er stammt aus der DDR, war als Informatiker nach deren Zusammenbruch ein gefragter Mann und legt Wert darauf, ein zufriedener Mensch zu sein. In letzter Zeit laufen die Geschäfte allerdings mehr schlecht als recht. Eines Tages lässt ein säumiger Kunde eine Pappschachtel mit Geld in seinem Büro liegen. In der Folge versucht Darius Kopp vergeblich, einen seiner Chefs in London oder Los Angeles zu erreichen, um zu beraten, was mit dem Geld geschehen soll. Fast scheint es, als gebe es die Firma überhaupt nicht mehr. Darius Kopp leidet zunehmend unter dem Verlust seiner Sicherheiten, doch er kann dies weder sich gegenüber zugeben, noch will er Flora, seine hypersensible Frau, damit belasten. Denn Flora findet sich in ihrem Leben nur schwer zurecht. Nicht nur in seinem Beruf, muss Darius schließlich erkennen, kämpft er um das nackte Überleben, auch seine Ehe, die Liebe seines Lebens, droht vor dem Aus zu stehen. Nach „Alle Tage“ hat Terézia Mora erneut einen hochaktuellen und überaus wachen und sensiblen Roman eines Mannes geschrieben, der glaubt, in der besten aller Welten zu leben, auch wenn sein Leben genauso wie die Welt um ihn herum längst in Stücke zerbricht. Krisen von noch so globaler und intim-verworrener Natur sollen ihm nichts anhaben können. In der umspannenden vernetzten Welt mag zerbrechen, was will, sein Lebensidyll nicht. Das neue Buch der Autorin des preisgekrönten Romans „Alle Tage“.

Blendend beobachtet, brilliant geschrieben und oft auch noch witzig.

— Ode1234
Ode1234

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  • Rezension zu "Der einzige Mann auf dem Kontinent" von Terézia Mora

    Der einzige Mann auf dem Kontinent
    Skrutten

    Skrutten

    14. March 2013 um 06:38

    Mit durchaus gewöhnungsbedürftiger Sprache schildert Mora einige Tage aus dem Leben eines nicht selten einsamen Vertrieblers. Mir gefielen die vielen Brüche, Mißgeschicke und Unsicherheiten, die sich der Protagonist mal mehr, mal weniger "freiwillig" eingesteht. Terezia Mora macht Lust auf mehr - ihr Buch "Alle Tage" habe ich denn auch schon bestellt ...

  • Rezension zu "Der einzige Mann auf dem Kontinent" von Terézia Mora

    Der einzige Mann auf dem Kontinent
    Daywalker

    Daywalker

    03. February 2010 um 21:10

    Inhalt: “Der einzige Mann auf dem Kontinent“ erzählt die Geschichte von Darius Kopp, einem Fachmann für drahtlose Internetnetzwerke, der sich und seine Beziehungen allmählich im Arbeitsstrudel zu verlieren droht. Denn der arme Darius ist ein Mensch, der wie so viele andere auch, schwer mit den Tücken der heutigen Zeit zu kämpfen hat und mit ganz alltäglichen Dingen überhaupt nicht mehr zurecht kommt. Was zum Beispiel soll er mit den 40‘000 Dollar Cash machen, welche eines Tages plötzlich auf seinem Schreibtisch landen? Schliesslich zahlt er doch sonst nur immer mit Plastikgeld. Das jedoch ist nur eines von vielen Problemen in Darius Leben… Meine Meinung: Das Buch gewährt einem genau eine Woche Einblick in Darius Kopps Leben, welches im Grunde genommen gar nicht so spektakulär ist. Trotzdem bin ich bis zur letzten Seite förmlich an dem Buch geklebt. Ein Grund dafür ist sicherlich der sympathische Antiheld Darius, mit dem man sich extrem gut identifizieren kann. Denn irgendwie steckt in jedem von uns ein kleiner Darius Kopp. Ein grosses Lob gebührt in meinen Augen jedoch auch dem einzigartigen Schreibstil von Terézia Mora, der perfekt zu diesem Buch passt, das im Übrigen nicht ganz so ernst ist, wie es den Anschein haben mag. Ganz im Gegenteil. Oft kann man sich ein Schmunzeln einfach nicht verkneifen, selbst wenn die Thematik noch so ernst ist. Was mich an dem Buch aber am meisten gefreut hat ist, dass es mich immer wieder zum Nachdenken gebracht hat. Ist das digitale Zeitalter nun Fluch oder Segen? War früher wirklich alles besser? Wären wir ohne Facebook, MySpace, etc. glücklicher? Diese Fragen muss jeder für sich selbst beantworten. Sicher ist, dass immer mehr Menschen, genau wie Darius, den Draht zur “realen Welt“ verlieren und ihre Zeit im Internet vergeuden, anstatt sich um die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu kümmern. In diesem Sinne ist “Der einzige Mann auf dem Kontinent“ ein Roman, wie er zeitgenössischer nicht sein könnte. Fazit: “Der einzige Mann auf dem Kontinent“ ist ein Buch, das uns mit den Problemen des unglaublich schnellen digitalen Zeitalters (mit denen wir zweifelsohne alle zu kämpfen haben) konfrontiert. Ein Roman der zum Nachdenken anregt und uns den Spiegel vorhält. Getreu dem Motto: Nosce te ipsum! Erkenne dich selbst!

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