Teresa Simon Die Holunderschwestern

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Inhaltsangabe zu „Die Holunderschwestern“ von Teresa Simon

München 1918. Die junge Fanny – Franziska – sitzt im Zug nach München und will der Provinz entfliehen. Ihre sensible Zwillingsschwester Friederike musste sie zurücklassen. Als die reiche Witwe Dora mit ihren beiden Kindern zusteigt, ahnt Fanny noch nicht, dass ein tragisches Schicksal seinen Anfang nimmt. München 2015. Katharina erhält einen Brief aus London: In einem Archiv wurden Tagebücher ihrer Urgroßmutter Franziska gefunden. Katharina wird neugierig. Wie kommt es, dass die Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter, einer einfachen Köchin, in London verwahrt werden?

Abbruch nach ca. einem Drittel.Komme mit den 2 Zeitebenen nicht klar,Schreibstil nicht spannend, Gegenwart sehr langweilig + konstruiert!

— LadyOfTheBooks

Die geschichtliche Rahmenhandlung hat mir sehr gut gefallen gefallen. Die Teile in der Gegenwart waren etwas schwach.

— eulenmatz

Geschichte hautnah erlebt

— RoRezepte

Unterhaltsame Geschichte, mit brisanten Familiengeheimnisen

— nirak03

Eine wunderbare Geschichte mit interessantem geschichtlichen Hintergrund

— Dataha

Eine schöne Geschichte für zwischendurch

— berlincici

Familiengeschichte über mehrere Generationen und ein gut gehütetes Familiengeheimnis - ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen

— Kelo24

Zwei Schwestern zwischen zwei Weltkriegen und ein spannendes Familiengeheimnis - tolle Geschichte!

— ConnyKathsBooks

Eine spannende Familiengeschichte aufgedeckt durch alte Tagebücher der "Urgroßmutter" und plötzlich erscheint Alles in einem anderen Licht!

— suggar

Spannende Geschichte zweier Schwestern zwischen den Kriegszeiten. Schönes Buch.

— Birkel78

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  • Ein wunderbarer Roman

    Die Holunderschwestern

    helgagerlinde

    21. May 2018 um 14:45

    Die Restauratorin Katharina Raith führt in München ein normales Leben, bis der charmante Engländer Alex Bluebird bei ihr auftaucht und ihr Leben kräftig durcheinanderbringt. Dieser bringt ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter und Katharina fängt direkt mit dem Lesen der persönlichen Aufzeichnungen an. Sie taucht ab in die Vergangenheit ihrer Urgroßmutter Fanny und deren Leben während des frühen 20. Jahrhunderts: 1918 beginnen Fannys private Einträge, die einige Überraschungen und ungeahnte Wendungen zutage fördern. Die Einblicke in Fannys Tagebücher bringen Katharina dazu, nachzuforschen. Sie möchte Antworten und beginnt ihre Familienmitglieder zu befragen. Doch diese weigern sich zu reden. Was wissen sie, was Katharina nicht weiß, und warum? Und was hat Alex und England mit dieser Geschichte zu tun, die doch in München spielt? Ein großes Geheimnis wird gelüftet...Eine sehr interessante und spannende Geschichte über eine Familientragödie der besonderen Art. Teresa Simons Roman spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen in München - einmal in 2015 und einmal in den 1920ern. Während die aktuellen Geschehnisse von der Protagonistin Katharina aus der Ich-Perspektive erzählt werden, erfährt man die vergangenen Ereignisse aus alten Tagebucheinträgen und Erzählungen aus der Sicht von Katharinas Urgroßmutter Fanny. Mich hat der Roman mit seiner abwechslungsreichen und gelungenen Erzählperspektive derart gefesselt, dass es mir schwergefallen ist, das Buch aus der Hand zu legen. Am liebsten hätte ich es in einem Rutsch durchgelesen! Außerdem hat die Autorin – deren Name sich hinter einem Pseudonym verbirgt – einen wirklich tollen Schreibstil, der einen sofort fesselt und mit in die Geschichte nimmt, aus der man gar nicht mehr auftauchen will. Insgesamt ein sehr gelungener historischer Roman, den ich sehr gerne gelesen habe!

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  • Naja, nicht so besonders

    Die Holunderschwestern

    mirroreye

    01. February 2018 um 09:28

    Das Fazit: Man fängt doch immer mit dem positiven eines Buches, einer Geschichte an. Also halte ich mich an diesen Grundsatz. Die Handlung des Romans springt zwischen 2015 und den Jahren des ersten und zweiten Weltkrieges, dadurch wird die Geschichte auch aus zwei Perspektiven erzählt. Heute von Katharina, die versucht das damals von Fanny zu rekonstruieren, trotz aller unüberwindbaren Widrigkeiten, die sich ihr in den Weg stellen (Ironie aus.). Die zwei Perspektiven sind gut, denn so musste ich nur etwa 1/3 des Buches Katharinas lückenfüllende Geschichte ertragen. Ich frage mich, warum sich die Autorin nicht nur aus Fannys und Fritzis Geschichte (Vergangenheit) beschränkt hat. Diese 2/3 des Buches sind total spannend. In diesen Passagen konnte und wollte ich das Buch nicht bei Seite legen. Ich wurde ständig überrascht, habe mit allen mitgefiebert und war mit Feuereifer dabei, wenn es darum ging die Menschen vor dem braunen Pack zu verteidigen. Ich fand es schön, dass die politische Lage in Deutschland – ganz besonders in München nicht immer im Vordergrund stand, aber auch nicht außen vor gelassen wurde. Da hat die Autorin eine angenehme Balance gefunden. Aber hüpfen wir mal wieder in die Gegenwart. Katharinas Geschichte, die Frau die unbedingt alles über ihre Ahnin Fanny herausfinden möchte. Das ist eigentlich das einzige positive an ihr. Durch sie hatte ich die Chance die Vergangenheit zu ergründen. Alles was ihr in diesem Zusammenhang geschehen ist, ist so gradlinig. Sie musste noch nicht mal richtig suchen, sie hat einfach alles gefunden. Wahrscheinlich bin ich mit dieser Meinung allein, aber auch ihre Freundin Isi hat mich total genervt. Alles an der Gegenwart Geschichte kam mir sehr gewollt vor. Eine Sache, die ich sehr gelungen finde, ist die Covergestaltung. Sie ist ein perfekter Spiegel des Buches.   Die Wertung: Teresa Simon hat ein nettes Buch geschrieben. Zwei Drittel haben mir sogar gefallen. Und das Cover ist schön. Eine interessante Idee sind auch Fannys Rezepte im Anhang. Deswegen kann ich nur 2 von 3 Punkten geben.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2018

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

    Herzlich Willkommen bei der Themen-Challenge 2018! Ich freue mich auf ein neues Jahr voller spannender Leseherausforderungen mit euch und natürlich auf viele tolle Gespräche rund um Bücher und Co. Jeder darf bei dieser Challenge das ganze Jahr über einsteigen und wir freuen uns über jeden Teilnehmer. Lasst euch von der nun kommenden langen Beschreibung nicht abschrecken. Der Ablauf ist ganz einfach:Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20 Bücher aus den 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst zum Start ein Ziel stecken, wie viele Bücher aus unterschiedlichen Themen ihr mindestens schaffen wollt, wobei 20 das Minimum und 40 das Maximum ist. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Wichtig ist, dass ihr euer Ziel am Ende des Jahres nur dann erreicht habt, wenn ihr wirklich Bücher zu unterschiedlichen Themen gelesen habt. Wenn ihr euch auf Instagram, Twitter und Co. über die Themenchallenge austauscht, verwendet gern den Hastag #themenchallenge2018. Bitte nutzt euren Anmeldebeitrag auch gleich als Leseübersicht aller eurer gelesenen Bücher mit den passenden Themen, den ich (Dani) oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Übersichtsbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2018 bis 31.12.2018. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man schon vor der Anmeldung zur Challenge im Jahr 2018 gelesen hat.Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen:Für jedes Thema wird es noch ein extra Unterthema geben, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt.Hier findet ihr eine Themen-Übersicht zum Ausdrucken :) Ein Buch, auf dessen Cover ein roter Gegestand abgebildet ist (kein Lebewesen). Ein Buch, auf dem eine Gruppe von Personen abgebildet ist (mindestens 3). Ein Buch, das keine Erzählung ist, sondern z.B. ein Drama, eine Gedichtsammlung, ein Sachbuch oder ähnliches. Ein Buch, das den Leserpreis gewonnen oder zumindest die Shortlist erreicht hat. Es dürfen Bücher aus allen Jahren gewählt werden, in denen der Leserpreis stattfand. (2009-2017) Ein Buch, das weder in Westeuropa / Skandinavien noch den USA spielt. Ein Buch, in dem die Hauptfigur ein Kind im Schulalter hat. Ein Buch, das schon mindestens ein anderer Teilnehmer für die Themenchallenge gelesen hat. Ein Buch aus einem Genre, das ihr nie oder nur selten lest. Ein Buch, über einen Ort / ein Land, in dem ihr selbst schon Urlaub gemacht habt. (Nicht euer Heimatland) Ein Buch, das mit dem Meer zu tun hat (Handlung, Cover ...). Ein Buch, das zu eurer derzeitigen Lebenssituation passt (z.B. kleines Kind, Hausbau, Studium, Job). Das Lieblingsbuch eines Freundes aus dem echten Leben oder eines LB-Freundes. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension gibt, wenn ihr damit beginnt. Ein Buch, das 2018 erstmalig erschienen ist. Ein Buch, das schon lange ungelesen in eurem Regal steht. Bitte gebt mit an, wie lange ihr es etwa schon besitzt. Ein Buch, das zwischen 400 und 500 Seiten lang ist. Ein Buch mit einem langen Buchtitel von mindestens 6 Wörtern. Ein Buch, bei dem die Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamens des Autors im Alphabet aufeinander folgen. Die Reihenfolge ist dabei egal. Ein Buch, dessen Titel nicht waagerecht auf dem Buchcover abgedruckt ist. Ein Buch, bei dem eine Tierart im Buchtitel vorkommt. Ein Buch von einem Autor, von dem ihr schon mindestens 1 anderes Buch gelesen habt. Ein Buch, das ihr geschenkt bekommen habt. Ein Buch, in dem eine Reise im Mittelpunkt steht. Ein Buch aus einem Verlag, aus dem ihr bisher noch nichts gelesen habt. Ein Buch, das es sowohl als Hardcover als auch als Taschenbuch gibt. Ein Buch, auf dem ein Baum abgebildet ist. Ein Buch, dessen Cover euch optisch nicht anspricht, das ihr aber trotzdem gekauft habt. Ein Buch mit zwei oder mehr Adjektiven (alternativ: Verben) im Titel Ein Buch, in dem Bücher eine zentrale Rolle spielen. Ein Buch, dessen Titel aus einer anderen Sprache stammt als der gesamte Text. Ein Buch von einem Autor, das dieser unter Pseudonym geschrieben hat. Ein Buch, bei dem der Autorenname auf dem Cover in größerer Schriftgröße abgedruckt ist, als der Buchtitel. Ein Buch, bei dem etwas Essbares auf dem Cover abgebildet ist, das ihr selbst gerne esst. und zwei Bücher mit offensichtlich ähnlichem Titel, Thema oder Cover. Ein Buch, in dem eine Figur euren eigenen Vornamen, den eurer Mutter, eures Vaters, eures Kindes oder eines eurer Gechwister trägt. (Die Schreibweise muss nicht identisch sein.) Ein Buch, auf dessen Cover Nacht ist. Ein Buch, das rund um euren Geburtstag herum erschienen ist. Das Jahr ist dabei egal, es sollte aber maximal 5 Tage vor, nach oder direkt an eurem Geburtstag erschienen sein. Es gilt die Angabe auf der Buchseite bei LovelyBooks. Ein Buch, das inhaltlich einen Zeitraum von maximal einem Jahr umfasst. Ein Buch eines Autors, der mindestens 3 Kinder hat. JokerIhr dürft eines der 40 Themen bei Bedarf durch dieses hier ersetzen: Lest ein Buch bewusst mit einem anderen Teilnehmer dieser Challenge zusammen. Verabredet euch zum gemeinsamen Lesen dieses Buches, tauscht euch darüber aus und bewertet es später gemeinsam. Ich hoffe, die Themen gefallen euch und sind teils zwar kniffelig aber nicht unlösbar! Ich wünsche euch ganz viel Spaß! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen:* Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt!* Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung* Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen.* Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden.* Wichtig ist, dass man das Buch 2018 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal.* Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com* Jedes Buch kann nur bei einem Thema genutzt werden Wer sein Jahresziel erreicht hat, schreibt bitte kurz eine persönliche Nachricht dazu an mich und gibt auch die Anzahl der geschafften Themen mit an. Teilnehmer: AAdelheidSAdina13AdujaAglayaAkantha (20/20)AlaisAlchemillaAleidaAlexlauraAlexRalupusAmaraSummerAmeLieAmilynAmmerbucherAndieandymichihelliAnjacyAnnaBoleynAnna-Klaireanna_mAnna_ResslerAnne_MAnneMayaJannikaArachn0phobiAAriettaAuroraAydaAzaleeBbabsSBambisusuuban-aislingeachbanditsandraBarbara62BeaSurbeckBecky_BloomwoodBelichaBella233bellast01Bellis-Perennis (40+1/40+1)beltanibeneaboutbooksBeustBiancaWoeBiest-Bitterblue-black_horseBluelyBookdogBookfantasyXYbookgirlBookofsunshineBookRoseBook-wormBosnibuchfeemelanieBuchgespenstBuchperlenblogBuchraettinBuchverrueggtbuecherfee_ella__buecherliebe__BuechermomenteCCaillean79carathisCaro_Lesemauschaos-deluxeChattysBuecherblogchrikriChrischiDChristinaBCode-between-linesConnyKathsBooksCorinaPfCosmoKramercrimarestriCWPunktDdaneegoldDaniliesingDarcydieAngiediebuchrezensiondieschmittDionDirk1974dreamily1EEldfaxiElenaBachmannEliza_Elkeel_loreneEmotionenEngelchen07EnysBookserazer68ErbsenundKarottenEveniaBlackTearEwynnexnfxchnxrixhFfaanieFantasia08Fauchi2206FeniFinchen411 (25/25)FornikaFranzip86franzziFrau-AragornGGelisGermaniaGiulilovesbooksglanzenteGrOtEsQuEgstHHaithabuhannelore259happy_blueHelenaRebeccahisterikerHortensia13IIgelmanu66ika17iMelodyInkenIbsenIsadorisipisilz94Jjackiherzijala68janakaJanina84Jaq82JashrinJassi1993JayTiJeamijenvo82Jess_NeJezebelleJohanna_TorteJokersLaughJuleeesjulezzz96juli.buecherJulie209JustMeKkalligraphinKarin_Kehrerkassandra1010katrin297KeksisbabyKelo24KerstinTh (30/30)Kleine1984kleinechaotinkleine_welleKnigaljubKnorkekn-quietscheentchenKodabaerKristjakruemelmonster798Kuhni77KuhtippKurousagiLLadyIceTeaLadyOfTheBooksLadySamira091062LaLectureLaMenschLarii-MausiLavendel3007la_vielesebiene27Lese-Krissilesenbirgitlesululeyaxlieberlesen21LilawandelLilli33linda2271lLissylittlebansheelittlesparrowLiz_MacSharyLostHope2000Lovely90LrvtcbLuilineLupina15Luthien_TinuvielMmabuereleMali133mareike91Marina_Nordbrezemartina400MarveyMary2Meeko81melanie1984Merijanmia0503miau0815MichicornMira20MiracleDaymisanthropymisery3103MissDarkAngelMissStrawberryMissSweety86mistellormondyMoWilliamsmrs-brMrs_Nanny_OggMsChilimusicamericangirlMusikpferdmyfantasticfantasyworldNNaddlDaddlnaninkaNapallynatti_ LesemausNelebooksNelingNenef2000Nicoletta_WeberettaniknakninchenpinchennordfrauOObsidiarkOliverBaieronce-upon-a-timeoztrailPPachi10paevalillPagina86pamNPaperLoverpeedeePhiniPiaDisPiipinucchiaPK2510PMelittaMPucki60QQueenelyzaQueenSizeRRaJaJeRajetRealMajoreneeRo_KeR_MarieRoni88RosenmadlRoseWilliamsrosinchen_RubineSSaintGermainsajo1606SakukoSali118SamthasansolSassyEssieschafswolkeScheckTinaSchlehenfeeSchluesselblumeschnaeppchenjaegerinSchneeeule129schokokaramellsechmetsecretworldofbooksSeelensplitterSeitenHiebeseschat (20/20)ShineOnSikalSiouxSnordbruchSognantesolveigSomeBodysommerlese (40/40)speyrerhexcheStefanieFreigerichtSteffi_2511SteffiZisteinchen80sternblutSternenguckerinStinsomesunlightsursulapitschiSuskasweetjennnSynapse11TTalathielTallianeaTaluziTamiraSTanjaMaFiTatsuThaliomeeTheBookWormTheCoonthelauraverseTine13tintenblautlowtragalibrosTraumTantetypisch-monaUulrikerabeulrikeuunfabulousVvalenvalle87vanessaaaxxvanystefVolponaVuchaWWalli_Gabswanderlust26WaschbaerinWedmaWeltensucherinweltentzuecktwidder1987WollyWuestentraumWuschelXX-tineYYaBiaLinaYolandeYvetteHZzessi79zhera

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    • 3446
  • Geschichte erlebt

    Die Holunderschwestern

    RoRezepte

    23. November 2017 um 11:01

    Die Holunderschwestern war mein erster Roman, welcher historische Züge in sich trägt. Einerseits befinden wir uns bei Katharina im Jahre 2015 in München. Sie hat sich mit ihrer Freundin Isi als Restaurateurinnen selbstständig gemacht. Ihre zweite kleine Leidenschaft ist das Kochen, hat sie sogar die Kochbücher von ihrer Urgroßmutter Fanny geschenkt bekommen. Fanny hat neben ihrer kleinen Rezeptsammlung auch Tagebücher geschrieben. In diesen reisen wir zuerst ins Jahr 1918 nach Weiden, zu den jungen Jahren von Fanny und ihrer Zwillingsschwester Fritzi, welche extrem an Verlustängsten leidet. Wir Leser dürfen dann hautnah miterleben, wie Fanny nach München abhaut und versucht sich ihr eigenes Leben aufzubauen. Ihr Kochtalent und ein wenig Glück helfen ihr in den nächsten Jahren zu überstehen. Die Zeit ist durch den 1. Weltkrieg und Hitlers beginnenden Aufstieg geprägt. Die Thematik der Armut, Hungersnot und dem wachsenden Judenhass erlebt der Leser, als wäre er vor Ort bei Fanny. Das ist Geschichte pur. „»Die zerrissenen Jahre«, so nennt der amerikanische Historiker Philip Blome jene schicksalhafte Zeit zwischen 1918 und 1938, in der die alte Ordnung zerbrochen war und Europa auf den Zweiten Weltkrieg zutaumelte.“ Teresa Simon Die zwei Zwillingsschwester, welche nicht unterschiedlicher sein könnten, sind trotz allem immer im Herzen vereint. Allerdings macht ihnen die Eifersucht und Verlustängste von Fritzi das Leben schwer, gibt es doch für Fanny eine andere Stütze im Leben. Während man beim Lesen dem 1. Familiengeheimnis immer näher kam, hat mich das 2. Geheimnis in seiner Ausprägung überrascht und mich gedanklich kurz überfordert. Die Jahreszonen des Romans war durch Jahreszahlen klar voneinander abgegrenzt, auch die Tagebucheinträge und das historische „Echtzeitgeschehen“ war durch den Wechsel von Schriftform (kursiv) ebenfalls wunderbar trennbar. Mir hat der Roman wirklich super gefallen! Ich habe Geschichte erlebt, die sich so viel besser einprägen lässt, als durch den damaligen Schulunterricht. Zuletzt möchte ich noch kurz aus Teresa Simons Nachwort zitieren: „Angeregt zum Schreiben wurde ich durch das Leben meiner geliebten Großmutter, die 1918 als junge Frau aus dem geruhsamen Weiden in der Oberpfalz in die aufregenden Tage der Münchner Novemberrevolution kam. Wie meine Heldin Fanny stammte sie aus einer kinderreichen Familie und hatte eine Zwillingsschwester. Wie Fanny konnte sie ausgezeichnet kochen, und meine ersten Erinnerungen an sie sind untrennbar mit dem betörenden Duft nach Vanille verbunden. Die meisten der anschließenden im Buch aufgeführten acht Rezepte stammen von ihr, und sie schmecken heute noch ebenso gut wie damals. […]“ Die Rezepte aus Die Holunderschwestern findet man hier: www.rorezepte.com https://rorezepte.com/die-holunderschwestern-teresa-simon/

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  • Die Holunder Schwestern

    Die Holunderschwestern

    Nik75

    21. October 2017 um 10:39

    Meine Meinung:Katharina, unsere Hauptprotagonistin ist eine sehr nette, fleißige, junge Frau, die als Restauratorin für alte Möbel arbeitet. Über die Vergangenheit ihrer Familie weiß sie nicht viel, denn die schweigen alle beharrlich, bis ihr eines Tages die Tagebücher ihrer Uroma Fanny in die Hände fallen. Sie beginnt darin zu lesen und taucht in das Deutschland um 1918 ein. Endlich erfährt sie einiges aus der Vergangenheit, das ihr bis jetzt verschlossen geblieben ist.Ich liebe Familiengeschichten und so bin ich mit Katharina in die Tagebücher ihrer Ahnin Fanny eingetaucht. Ich war sofort gefangen von der Geschichte und konnte kaum mehr aufhören zu lesen. Die Autorin hat einen fesselnden und flüssigen Schreibstil, der einen von Anfang an mitreißt. Man kann gar nicht anders als in Fannys Leben einzutauchen.Ich Buch gibt es immer wieder Zeitensprünge und zwar wird zwischen Katharinas Leben und Fannys Tagebuchaufzeichnungen gewechselt. Das hat die Autorin aber geschickt verbunden und so ist es nicht weiter störend. Vor allem hat Frau Simon damit erreicht, dass der Spannungsbogen bis zum Schluss dieses Romans erhalten bleibt.Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, denn Fannys Leben war wirklich spannend und hat einige interessante Geheimnisse ans Licht geführt.Bei mir ist dieser Roman wie ein Kopfkino abgelaufen und ich konnte mir alles wunderbar vorstellen. Mir hat diese Familiengeschichte sehr gut gefallen, weil man auch viel über die Zwischenkriegszeit erfahren hat und gesehen hat, wie wenig Rechte Frauen damals noch hatten.Es ist ein Roman, der einem sicher für längere Zeit im Gedächtnis bleiben wird.Von mir bekommt diese wunderbare Familiengeschichte 5 Sterne.

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  • Tagebücher, die von einer längst vergangenen Geschichte erzählen

    Die Holunderschwestern

    nirak03

    15. October 2017 um 19:58

    Teresa Simon erzählt hier eine bewegende Geschichte einer Familie aus München. Es beginnt mit der Restauratorin Katharina Raith. Sie ist jung und dabei sich ihre Träume zu erfüllen, als der Engländer Alex Bluebird bei ihr auftaucht. Er bringt ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny. Diese Bücher erzählen aus dem Leben dieser jungen Frau beginnend im Jahre 1918. Fanny verdient sich ihren Lebensunterhalt als Köchin und schon bald hat sie sich in vornehmen Kreisen einen Namen gemacht. Ihr Leben hätte in ruhigen Bahnen verlaufen können, wäre da nicht ihre Zwillingsschwester Fritzi gewesen. Diese will die Schwester nicht ziehen lassen und folgt ihr bald in die große Stadt. Für Fanny und Fritzi beginnt eine bewegte Zeit. Zwei Handlungsstränge erzählen zwei Geschichten. Der erste Handlungsstrang widmet sich der Gegenwart mit Katharina Raith und ihrer Familie. Dieser Teil war unterhaltsam zu lesen und hat mir auch Spaß gemacht, konnte mich aber nicht vollends fesseln. Das Leben der Protagonisten war doch sehr vorhersehbar und einfach erzählt. Die Liebesgeschichte schon leicht zu durchschauen, aber trotzdem gut zu lesen. Der Erzählstil der Autorin ist überhaupt locker und leicht zu lesen. Sehr viel mehr zur Sache geht es in dem zweiten Handlungsstrang, der von Fanny und ihrer Familie beginnend im Jahre 1918 erzählt, dieser Teil beginnt 1918 und endet 1936. Hier ist deutlich zu spüren, wie gut Simon in dieser Zeit recherchiert hat. Das Leben von Fanny hat sie wunderbar eingefangen und wiedergegeben. Ich konnte mit ihr fühlen und mich auf ihre Geschichte einlassen. Die politischen Ereignisse, hat die Autorin zu dem gekonnt mit ihrer fiktiven Geschichte verwoben. Es ist für mich ein stimmiges Gesamtbild dieser Zeit entstanden. Auch wenn die Zeit, die hier beschrieben wird, keine schöne gewesen ist, erzählt sie doch von einer jungen Frau, die voller Hoffnung und Zuversicht auf ihre Zukunft war. Dieses Gefühl hat Simon jedenfalls gut vermittelt. Sie hat dabei Charaktere erschaffen, die Einblicke in das Leben der Menschen gegeben hat. Unter anderem eben mit der Freundin von Fanny. Alina ist Jüdin und mit ihr wird eine Seite erzählt, die eben nicht erfreulich war. Aber eben auch von dem Zusammenhalt der Menschen, von ihren Träumen und von ihrem Leben. Gut gefallen hat mir, dass die Familiengeheimnisse so nach und nach ans Licht kamen. Auch hat die Autorin ihre Szenewechsel gut gesetzt, sodass sich schon ein wenig Spannung aufbauen konnte. Es viel zu mindestens mir schwer, das Buch überhaupt mal aus der Hand zu legen. Auch wenn mir die Liebesgeschichte zwischendurch etwas zu seicht war, dafür war der Part in der Vergangenheit umso besser. Auch hat es die Autorin gekonnt geschafft, beide Handlungsstränge miteinander zu verbinden und zu einer Geschichte zusammenwachsen zu lassen. Ein Nachwort klärt noch Fiktion und Wahrheit und erzählt davon, woher die Autorin die Idee und Inspiration zu dieser Geschichte hatte. Am Ende gibt es sogar noch einige Kochrezepte, die dazu einladen die Gerichte, die Fanny ihrer Herrschaft serviert hat, einmal nachzukochen. „Die Holunder Schwestern“ ist sicherlich ein Liebesroman, aber eben einer mit einer bewegenden Geschichte. Mir hat er gut gefallen, ich hatte einige sehr schöne Lesestunden und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.  

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  • Zwei ungleiche Schwestern in einer tragischen Epoche

    Die Holunderschwestern

    bettinahertz

    25. August 2017 um 20:49

    Die Holunder Schwestern Autor: Teresa Simon Katharina, Restauratorin, liebt ihren Beruf und hat sich einen Traum erfüllt: Zusammen mit ihrer Freundin Isi betreibt sie eine eigene Werkstatt. Eines Tages steht der Engländer Alex Bluebird aus London vor ihrer Tür und übergibt ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny. Katharina ist sehr überrascht, sie hat ihre Urgroßmutter zwar noch kennengelernt, war aber selbst noch sehr klein. Geblieben sind von ihr die legendären Kochbücher, da sie selbst genauso leidenschaftlich kocht wie einst ihre Urgroßmutter. Die Tagebucheinträge reichen bis ins Jahr 1918 zurück. Fanny schildert ihre Erlebnisse in einer bewegenden Zeit zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg in München. Dort arbeitet sie als Köchin bei Familie Rosengart und es entsteht zur Tochter des Hauses, Alina, eine tiefe Freundschaft, sehr zum Verdruss ihrer eifersüchtigen Zwillingsschwester Fritzi. Was ist damals geschehen, dass Fannys Zwillingsschwester Fritzy bis zum heutigen Tage totgeschwiegen wird? Sie taucht immer tiefer in Fannys Aufzeichnungen ein und kommt einem unglaublichen Verrat auf die Spur. Die Holunder Schwestern aus der Feder von Teresa Simon lässt eine sehr bewegende Zeit wieder zum Leben erwecken. Wie bei Die Frauen der Rosenvilla zeichnet sich auch dieser Roman durch einen einzigartigen Schreibstil aus. Er ist sehr spannend und gleichzeitig gefühlvoll zu lesen, durch eine wunderbare bildhafte Schreibweise lässt uns Teresa Simon vor allem München kennenlernen. Außerdem gibt es passend zum Thema Kochen wunderbare Rezepte herrlicher Gerichte. Der Perspektivenwechsel zwischen der Vergangenheit und Gegenwart ist absolut gelungen. Die Erlebnisse von Fanny zwischen den beiden Weltkriegen sind hervorragend mit den historischen Fakten kombiniert. Die Charaktere sind sehr authentisch dargestellt und man fiebert mit Ihnen mit. Durch die Tagebucheinträge ihrer Urgroßmutter Fanny werden vor allem die Frauen aus Katharinas Familie zum Leben erweckt und sie setzt Puzzle um Puzzle zu einem Gesamtbild zusammen, das so manche Überraschung hervorbringt. Der Roman hat mir wieder super gefallen, ich kann ihn sehr empfehlen und vergebe hierfür fünf Sterne. Ich freue mich schon auf Teresas nächsten Roman.

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  • Die Holunderschwestern

    Die Holunderschwestern

    Xanaka

    24. August 2017 um 17:38

    Katharina Raith eine Restauratorin für alte Möbel ist überrascht, als sich ein Besucher aus England ankündigt. Er übergibt ihr im Auftrag seiner Großmutter die Tagebücher von Fanny Raith, ihrer Urgroßmutter. Sie hatte sie zwar noch kennengelernt, war aber bei ihrem Tod zu klein, um sich noch an sie zu erinnern. Geblieben sind ihr neben den Erinnerungen die unzähligen Rezepte, die seitdem in der Familie gekocht werden. Erst durch die Tagebücher, die datiert sind von 1918 bis 1936, lernt Katharina ihre Urgroßmutter Fanny erst richtig kennen. Fanny verlässt 1918 heimlich ihr Elternhaus in Weiden um nach München zu ihrem Bruder zu gehen. Er hat ihr eine Stelle besorgt, hier will sie fortan leben. Auf der Zugfahrt nach München lernt sie die wohlhabende jüdische Familie Rosengart kennen. Dieser Bekanntschaft verdankt sie ihren späteren Job als Köchin in der Familie. Im näheren Umfeld der Familie lernt sie Künstler kennen, die auch heute noch bekannt sind. Schon allein das fand ich sehr interessant zu lesen. Als ihre Schwester Fritzi in München auftaucht, ist das Fanny gar nicht recht. Das führt zu ungeahnten Verwicklungen mit weitreichenden Folgen. Teresa Simon gelingt es ausgezeichnet sich in der Geschichte zwischen zwei Zeitebenen vorwärts zu bewegen. Abwechselnd bewegt sich die Handlung zwischen den beiden Epochen und erzeugt dadurch zusätzliche Spannung. Besonders interessant fand ich, was sich in den zwanziger Jahren in München und überhaupt in Deutschland abgespielt hat. Auch sind in der Geschichte Fannys viele bekannte Namen aufgetaucht, die man heute noch kennt. Mir hat der Erzählstil ausgesprochen gut gefallen, er machte das Buch sehr abwechslungsreich und lebendig. Die Protagonisten des Romans sind allesamt fein und detailliert beschrieben, man lernt sie im Lauf der Handlung gut kennen und ich konnte mich mühelos in ihre Gefühls- und Gedankenwelt versetzen. Kurzum, ich war begeistert und vergebe sehr gerne fünf Lesesterne sowie eine unbedingte Leseempfehlung.

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  • Die Magie der Holunderblüte

    Die Holunderschwestern

    Patno

    03. July 2017 um 17:06

    Nachdem mich die Frauen der Rosenvilla so in ihren Bann gezogen haben, wollte ich unbedingt Teresa Simons Holunderschwestern kennenlernen. Wo auch immer du sein magst, du wirst immer ein Teil von mir sein, mein Zwilling. (Natalie Simonsen) Katharina Raith ist Restauratorin und betreibt mit ihrer Freundin Isabel von Thalheim eine kleine Werkstatt in München. Im Mai 2015 steht plötzlich ein Mann aus London namens Alex Bluebird vor Katharinas Tür und übergibt ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny, die sich im Nachlass seiner Großmutter befanden. Wie sind Fannys Tagebücher nach London gekommen? Katharina vertieft sich schnell in Fannys Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1918 zurückgehen. Damals trennte sich Fanny von ihrer Zwillingsschwester Fritzi und ging allein von Weiden nach München. Dort fand sie bei einer jüdischen Familie eine Anstellung als Köchin. Eines Tages steht jedoch ihre sensible Zwillingsschwester bei Fanny in München vor der Tür und das Schicksal nimmt vor dem Hintergrund der dramatischen politischen Ereignisse in Deutschland seinen Lauf. Letztendlich beeinflußt die Geschichte ihrer Urgroßmutter auch Katharinas Leben. Wie sagt man so schön: Liebe geht durch den Magen. Vermutlich ist das der Grund, warum Teresa Simon ihre Leser mit duftenden Dampfnudeln, Holunderkompott und diversen anderen kulinarischen Köstlichkeiten in ihrer Geschichte begrüßt. Am Ende des Buches befindet sich hierzu eine kleine Rezeptsammlung. Doch ganz abgesehen von diesen Leckereien, fühlte ich mich schon nach wenigen Seiten als Teil der Handlung. Sehr lebendig, einfühlsam und bilderreich beschreibt die Autorin ihre Szenerie. München dient als Schauplatz, den der Leser einmal im Hier und Jetzt kennenlernt und rückblickend in den Jahren 1918 bis 1936. Wieder hat Teresa Simon starke Frauen in den Mittelpunkt ihrer Geschichte gestellt, deren Schicksale sie sehr emotional und authentisch darstellt. Besonders beeindruckend fand ich die historischen Hintergrundinformationen. Mir war nicht klar, dass München eine so tragende Rolle zum Ende des ersten Weltkrieges und in den Zeiten der Wirtschaftskrise gespielt hat. Der Beginn der Judenverfolgung und die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten sind sehr interessant in die Handlung eingearbeitet. Bei diesem Roman stimmt einfach alles. Begleitet von wohl dosierter Romantik, zieht sich knisternde Spannung durch das gesamte Buch, ganz zu schweigen vom vortrefflichen Schreibstil der Autorin. So wurde es für mich eine lange Lesenacht, denn ich musste unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht. "Die Holunderschwestern" - ein Roman, der mich begeistert hat, ein Lesevergnügen mit hohem Unterhaltungswert, ein virtueller Gaumenschmaus mit Suchtpotential!

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  • Spannender Geschichtsunterricht

    Die Holunderschwestern

    Lujoma

    25. May 2017 um 22:16

    Klappeninnentext: Katharina Raith hat schon viel erreicht, und ihre Werkstatt für Restauration ist ihr ganzer Stolz. Doch der überraschende Fund der Tagebücher von Urgroßmutter Fanny bringt ihre Welt ins Wanken. Als Köchin bei einer vornehmen Familie erlebte Fanny die aufregenden Jahre zwischen den beiden Weltkriegen in München, lernte viele Künstler und Bohemiens kennen. Doch Fanny war auch ständig in Sorge um ihre eifersüchtige und wankelmütige Zwillingsschwester Fritzi, die ihr nach München folgte. Sie wird bis heute in der Familien beharrlich totgeschwiegen. Allmählich erkennt Katharina, dass damals etwas geschehen sein muss, was bis heute einen Schatten auf die Familie wirft. Sie taucht immer weiter in die Vergangenheit ein und kommt einem unvorstellbaren Verrat auf die Spur. Teresa Simon‘s Roman „Die Holunderschwestern“ spielt auf zwei Zeitebenen. Im Jahr 2015 lebt Katharina, die mit ihrer Freundin Isi, alte Möbel restauriert. Als der Londoner Alex Bluebird ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny übergibt, ist Katharina sehr schnell von deren Inhalt gefesselt. Auf der Suche nach mehr Informationen lernen wir Katharina‘s Familie kennen, ihre Mutter Christine, ihre Tante Paula. Doch, wo immer Katharina auch nachfragt, die Antworten sind eher ausweichend. So taucht sie immer tiefer in die Tagebücher ein und nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise nach München in die Zeit von 1918 bis 1936… Die 18-jährige Fanny geht heimlich fort von zu Hause und versucht sich in München ein neues Leben aufzubauen. Schon im Zug lernt sie eine wohlhabende jüdische Familie kennen, findet später bei ihnen eine Arbeit als Köchin und bleibt über all die Jahre mit der Familie, besonders mit deren Tochter Alina verbunden. Trotz der Standesunterschiede werden sie Freundinnen. Fanny‘s eifersüchtigen Zwillingsschwester Fritzi, die ihr nach München folgte, ist das ein Dorn im Auge. Sie versucht alles um Fanny an sich zu binden und Fanny lebt eigentlich immer in Sorge um die Schwester. Die Jahre nach dem 1. Weltkrieg sind schwierige Jahre voller Entbehrung und politischer Umbrüche und auch für die Schwestern ist es nicht leicht zu überleben und dann geschieht etwas, dass Folgen für das weitere Leben beider Schwestern hat… bis in die heutige Zeit. Fanny‘s Tagebuch malt ein sehr deutliches Bild dieser Zeit, doch genau von diesem Ereignis fehlen die Tagebucheinträge, wurden fein säuberlich herausgetrennt. So erfährt der Leser erst ganz am Ende des Buches, was damals geschehen ist. Mich hat das Buch sehr schnell gefesselt. Es lässt sich flüssig lesen, die Hauptpersonen werden so beschrieben, dass ich mir ein genaues Bild von ihnen machen konnte. Sehr interessant war für mich zu erfahren, welche Künstler und bekannte Persönlichkeiten in dieser Zeit in München lebten. Fazit: Ein sehr interessanter Roman, eine Familiengeschichte über mehrere Generationen. Ich vergebe 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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  • Leserunde zu "Geburtstags Kalender" von Lore Person

    Geburtstags  Kalender

    Mitchel06

    Liebe Lovelybooker, Hier entsteht der erste Lovelybooks- Geburtagswichtel-Thread die liebe Vucha und ich werden vorerst die Moderation sowie Organistion des 1. Lovelybooks Geburtagswichteln übernehmen.  Die Regeln für das Geburtstagswichteln müssen von jedem gelesen und akzeptiert werden. Jeder der sich hier anmeldet und beim Geburtstagswichteln mitmacht erklärt sich dazu bereit ein Wichtelpaket mit einem Budget von 20-30€ zu packen und zu verschicken. Der Wichtelpartner trägt die Versandkosten nicht der beschenkte. Jeder der mitmacht muss mindestens zwei Beiträge schreiben. Es sollte auf jeden fall ein Beitrag zum Erhalt des Päckchens als auch ein ausführlicher Auspackbericht geschrieben werden. Mehr ist natürlich immer schön :)  Es versteht sich natürlich von selbst, dass jeder der sich nicht an die Regeln hält für weitere Geburtstags-Wichtelaktionen nicht mehr berücksichtig werden kann. Wir werden uns mit den Regeln ein wenig an das Lovelybooks-Wichteln orientieren und hoffen damit alle weitestgehend zufrieden zu stellen. Nachdem die Wichtelrunden auf Lovelybooks immer sehr gut besucht sind und allen viel Freude bereiten, haben wir uns dazu entschlossen eine Art Geburtstagswichteln zu organisieren. Anderen eine Freude machen steht hier natürlich im Vordergrund und wenn jeder den Grundsatz befolgt, was man sich selbst gern von seiner Wichtelmama wünscht,  sollte man ebenfalls befolgen. Wichtig ist hierbei der faire Umgang miteinander. Der Unterschied zu den anderen Wichtelrunden wird sein, dass die Geburtstagskinder des jeweiligen Quartal sich untereinander beschenken. Sollte ein Quartal stark unterbesetzt sein kann man auch springen. Wer wen beschenkt bleibt bis zum Auspacken geheim. Denn die Freude wer wen beschenkt soll ja bis zum Ende aufrecht gehalten werden.  Anmeldung: Wer beim ersten Geburtstagswichteln dabei sein möchte meldet sich bis zum 15.Oktober 2016 hier in der Gruppe und meldet sich zusätzlich per PN bei Vucha und mir und schreibt uns eine PN mit Name,Adresse und ob man ins Ausland verschicken würde oder nicht.  Eine Anmeldung ist leider nicht mehr möglich!  Geburtstage:1. QuartalAnnika_70:   24.02ChattysBuecherblog:   06.01calimero8169:   08.01Elfentroll:   14.03Erdbeerkuss:   22.03Mitchel06:   12.03Nannidel: 11.02natti_lesemaus:  19.03Ehemals natti01Sabana:  17.01SchCh121:  15.03Tina2803:  28.03Vucha:    22.03Wihteblack:   28.03Wildpony:   22.03YaBiaLina:   15.02 2. QuartalEliza_ 19.06Kira_Silberstern 29.06Melli274 27.04Melody73 15.06Musikpferd 24.04nataliea 15.04samea 23.05pandora84 09.05widder1987 19.04 3. Quartalmelanie1984WollyKodabaerSweetheart_90 Yannah364.Quartalleincool11Schneeflocke2013Stephanie82

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    • 784
  • Zwei Schwestern und ein Familiengeheimnis

    Die Holunderschwestern

    ConnyKathsBooks

    15. March 2017 um 14:21

    "Die Holunderschwestern! Jetzt waren wir wieder vereint  - mit allen Konsequenzen." (S. 169)Zusammen mit ihrer Freundin Isi führt Restauratorin Katharina Raith in München eine erfolgreiche Schreinerwerkstatt. Da steht eines Tages der Londoner Galerist Alex Bluebird vor ihrer Tür und übergibt ihr die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny. Schnell taucht Katharina ein in die bewegende Geschichte der so ungleichen Zwillinge Fanny und Fritzi Haller, nichtsahnend, dass sie dabei bald auf ein bislang gut gehütetes Familiengeheimnis stößt."Die Holunderschwestern" stammt aus der Feder von Teresa Simon. Schon ihren Roman "Die Frauen der Rosenvilla" fand ich gut gelungen, spielte er doch in meiner Heimatstadt Dresden. Aber mit der Geschichte um die sogenannten Holunderschwestern, denen ihr Vater zu ihrer Geburt einen glücksbringenden Holunderstrauch pflanzte, hat sich die Autorin nochmal deutlich gesteigert und mir viele wunderbare und spannende Lesestunden beschert. Das Ganze spielt auf zwei Zeitebenen und jeweils in München. Einerseits begleiten wir Restauratorin Katharina in der Gegenwart von 2015 und andererseits Fanny in den Jahren 1918 bis 1936. Fannys Geschichte hat mich dabei besonders berührt. Eine mutige, selbstlose und bewundernswerte junge Frau, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe und mit der ich durchweg mitfieberte. 1918 reist sie vom beschaulichen Weiden nach München, um sich endlich ein wenig von ihrer klammernden Zwillingsschwester Fritzi zu lösen und ihren eigenen Weg zu gehen. Was in einer Zeit, die geprägt ist von politischem und gesellschaftlichem Auf- und Umbruch, nicht so einfach ist. Doch Fanny gibt nicht auf und macht das Beste aus allem. Hilfe erfährt sie auch von ihrer neuen Freundin Alina, einem wohlhabenden jüdischen Mädchen, das sie im Zug kennengelernt hat und für deren Familie sie nun als Köchin arbeitet. Ihre gegenseitige Freundschaft wird im Laufe der Jahre immer wichtiger. Aber dann taucht unverhofft die eifersüchtige Fritzi bei ihr in München auf und es werden Ereignisse in Gang gesetzt, die bis in die Gegenwart ihre Schatten werfen. Ein Geheimnis, was nun Katharina und Alex, Alinas Urenkel, versuchen aufzudecken, doch fehlende Tagebuchseiten, Ungereimtheiten und auch Schweigen machen es ihnen nicht leicht. Ist die Wahrheit vielleicht sogar aus gutem Grund bislang verborgen geblieben? Die Geschichte liest sich ausgesprochen flüssig und ist ein richtiger Pageturner. Beide Zeitstränge überzeugen und sind gekonnt miteinander verknüpft. So wie Katharina, die sich kaum von den Tagebucheinträgen Fannys lösen kann, ging es mir auch und ich klebte richtig an den Seiten fest. Zudem baut die Autorin viele interessante geschichtliche Hintergründe mit ein. So waren mir beispielsweise die Ereignisse rund um die Münchner Räterepublik noch nicht bekannt. Dazu begegnen wir auch  berühmten Persönlichkeiten wie dem Künstler Paul Klee, dessen (wohl fiktives) Bild "Die Sirenen singen" eine wichtige Rolle im Roman einnimmt. Liebe und Romantik kommen auch nicht zu kurz, auch wenn Katharina und Fanny noch einige Hindernisse überwinden müssen, bis sie beide ihr Glück finden. Nicht zu vergessen die tollen Sachen, welche Fanny immer kocht und für die sogar einige Rezepte im Buch mit abgedruckt sind. Auf ihre leckeren Dampfnudeln mit Holunderkompott hatte ich beim Lesen gleich richtig Appetit. Irgendwann ahnte ich dann zwar schon, worin das Geheimnis besteht, dennoch bleibt die Spannung durchweg erhalten und die Geschichte findet in einem Epilog einen runden Abschluss. Nur die leicht kitschige Entwicklung auf der allerletzten Seite war für mich nicht unbedingt nötig.Insgesamt kann ich daher" Die Holunderschwestern" uneingeschränkt empfehlen. Ein wunderbarer Roman, der mich von Anfang bis Ende begeistert hat. 5 Sterne von mir.

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  • *°* alte Tagebücher von Uroma Fanny bringen Familiengeheimnisse ans Licht *°*

    Die Holunderschwestern

    suggar

    13. March 2017 um 16:36

    Klappentext:"München 1918.Die junge Fanny – Franziska – sitzt im Zug nach München und will der Provinz entfliehen. Ihre sensible Zwillingsschwester Friederike musste sie zurücklassen. Als die reiche Witwe Dora mit ihren beiden Kindern zusteigt, ahnt Fanny noch nicht, dass ein tragisches Schicksal seinen Anfang nimmt.München 2015.Katharina erhält einen Brief aus London: In einem Archiv wurden Tagebücher ihrer Urgroßmutter Franziska gefunden. Katharina wird neugierig. Wie kommt es, dass die Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter, einer einfachen Köchin, in London verwahrt werden?"Bereits "Die Frauen der Rosenvilla", Teresa Simons Debütroman, hat mich sehr gut unterhalten.Beide bisher erschienenen Romane der Autorin handeln von verborgenen & verschwiegenen Familiengeheimnissen, die langsam ans Licht gelangen und damit Generationen durcheinanderwirbeln.Für "Die Holunderschwestern" hat die Autorin sich sogar von ihrer eigenen Großmutter inspirieren lassen, die es genauso wie Fanny in ihrem Buch liebte zu kochen.Als Leser taucht man wie Katherina, ihre Urenkelin, in die Geheimnisse vergangener Generationen ein.Dabei hat die Schriftstellerin einen so mitreißenden & flüssigen Schreibstil, dass es Einem schwer fällt das Buch wieder aus der Hand zu legen. ;)Interessant fand ich die Einflechtung von Tagebucheinträgen der Urgroßmutter, die einen immer wieder in die Zeit zwischen 1. und 2. Weltkrieg hineinkatapultierten und nicht nur das damalige Lebensgefühl perfekt vermitteln konnten, sondern auch die Entbehrungen & Schwierigkeiten der einfachen Bevölkerung.Dabei wurde die Geschichte nie uninteressant und langweilig.Im Gegenteil!Teresa Simon hat es super geschafft, das man als Leser die Entbehrungen, Gefühlswirrungen & Gefahren der (Nach)kriegsjahre versteht und Anteil nimmt.Das Ende war für mich dann allerdings ein kleiner Wermutstropfen, da für mich einige Fragen ungeklärt geblieben sind.Vielleicht wollte dies aber die Autorin auch bezwecken, wer weiß... ;)Fazit:Ein toller, spannender & mitreißender Roman in die Familienvergangenheit & - geheimnisse der Zwillingsschwestern Haller.

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  • Holunderschwestern

    Die Holunderschwestern

    jackdeck

    21. February 2017 um 19:07

    Katharina liebt es, alte Möbel zu restaurieren. Sie betreibt gemeinsam mit ihrer Freundin eine eigene Werkstatt. Ebenfalls kocht sie leidenschaftlich gerne, vor allem die Rezepte ihrer Großmutter Fanny. Als sie eines Tages unerwarteten Besuch von Alex bekommt, der ihr aus einem Archiv die Tagebücher ebendieser Großmutter Fanny überbringt, ist Katharinas Neugierde geweckt. Sie verfällt sofort dem Sog, den die Erzählungen – beginnend im Jahre 1918 – auslösen. Als Leser begleitet man Urenkelin Katharina, der glücklicherweise die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny in die Hände fallen und begibt sich mit ihr auf die Entdeckungsreise des familiären Geheimnisses. Dabei wird man in die Nachkriegszeit Deutschlands von 1918 katapultiert. Man ist hautnah dabei bei der Ausrufung der Weimarer Republik, der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler bis hin zu den Olympischen Spielen in Deutschland von 1936, als die Tagebuchaufzeichnungen von Fanny plötzlich enden. Auch der Einblick in das (familiäre) Leben des Künstlers Paul Klee und das der Bürgerlichen und Künstler zur Umbruchszeit von 1918/1919 fand ich sehr interessant und spannend in die Geschichte verwoben. Dem Familiengeheimnis auf der Spur, konnte ich das Buch kaum weglegen. Dieser Roman ist wieder einmal einer, wo man direkt das Gefühl hat, dass man dazugehört, dass die Charaktere alte Bekannte sind und man sich mit ihnen richtig wohl fühlt. Im Leben der Uroma gab es einige (dunkle) Geheimnisse und es gelingt Katharina nach und nach, sie alle ans Licht zu holen und die Vergangenheit in gewisser Weise abzuschließen. Für mich war das Lesen dieses Romans ein richtiger Genuss!

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  • Ein sehr schönes Buch

    Die Holunderschwestern

    friederickesblog

    21. January 2017 um 10:41

    Die Holunderschwestern München 1918. Die junge Fanny – Franziska – sitzt im Zug nach München und will der Provinz entfliehen. Ihre sensible Zwillingsschwester Friederike musste sie zurücklassen. Als die reiche Witwe Dora mit ihren beiden Kindern zusteigt, ahnt Fanny noch nicht, dass ein tragisches Schicksal seinen Anfang nimmt. München 2015. Katharina erhält einen Brief aus London: In einem Archiv wurden Tagebücher ihrer Urgroßmutter Franziska gefunden. Katharina wird neugierig. Wie kommt es, dass die Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter, einer einfachen Köchin, in London verwahrt werden? Die Autorin Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren. Das Cover Es handelt sich um ein typisches Cover für einen romantischen Liebesroman: zarte Farben und von Schönheit geprägte Darstellungen einer verträumten Welt mit einer schönen Frau, einem Park, einer weißen Villa sowie dem Holunderstrauch, der im Buch eine nennenswerte Rolle spielt. Da die Geschichte aber auch eine sehr harte und arme Zeit – die Zeit zwischen den beiden großen Weltkriegen – behandelt, strahlt das Cover in meinen Augen doch etwas zu viel heile Welt aus. Die Geschichte Katharina Raith hat sich zusammen mit ihrer Kollegin Isi selbständig gemacht; als Möbelrestauratorinnen betreiben sie zusammen eine Werkstatt. Eines Tages bereitet Katharina in ihrer Wohnung, die über der Werkstatt liegt, Dampfnudeln aus der Rezeptsammlung ihrer Urgroßmutter zu. Plötzlich steht statt ihrer Kollegin ein sehr netter Engländer vor der Tür, der ihr Tagebücher ihrer Urgroßmutter bringt, die in einem Archiv in London gefunden wurden. Katharina kann das nicht verstehen, denn sie glaubt zu wissen, dass ihre Uroma niemals in England war.  Zur selben Zeit stöbert Isi in einer Scheune eine verwitterte Ladenzeile auf, die später das Familienschicksal aufmischen wird. In den Tagebüchern geht es um die schwierige Beziehung der Zwillingsschwestern Fanny und Fritzi hauptsächlich in der Zeit von 1918 bis 1937 in München und damit auch um eine schwierige Zeit im Umfeld der beiden jungen Frauen. Die wiederaufgetauchten Tagebücher fördern viele Geheimnisse und Geschichten der Familie zutage, und die Familienmitglieder, ihre Beziehungen untereinander sowie ihre Freunde erscheinen plötzlich in einem anderen Licht. Es ist die Zeit der sogenannten „zerrissenen Jahre“ zwischen den beiden Weltkriegen. Fanny verlässt mithilfe ihres älteren Bruders die Heimat und fährt mit dem Zug nach München. Im Zug lernt sie die jüdische Witwe Dora und deren Kinder kennen, ohne zu ahnen, dass die Tochter Alina später ihre beste Freundin werden wird. Die Geschichte wird über nahezu hundert Jahre auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen aus der Perspektive der Uroma, die ab 1918 alles in ihren Tagebüchern aufgezeichnet hat und den Leser richtiggehend in ihre Kladde hineinkriechen lässt. Und zum anderen aus Katharinas Sicht im Jahr 2015, die die Tagebücher geradezu verschlingt. Durch die Wechsel der Zeitepochen und die scheibchenweise Freigabe der Irrungen und Wirrungen ist das Buch sehr abwechslungsreich und unterhaltsam. Meine Meinung Auf den ersten etwa hundert Seiten war ich hin und her gerissen. Zum einen fand ich die vielen fachlichen Ausführungen zum Beruf der Möbelrestauratorin (z. B. die detaillierte Beschreibung ihrer  Arbeitsschritte) viel zu ausführlich und zu lang. Außerdem dauerte es eine Weile, bis ich alle Personen kannte und zuordnen konnte. Dies lag daran, dass es in der Geschichte um eine Familie in drei Generationen geht, und alle Frauen haben wiederum mehrere Kinder, die dann im Laufe der Zeit erwachsen werden. Beim Lesen musste ich somit neben den Vor- und Zunamen auch die Namen derer erfassen, die nur Nebenrollen ausfüllten und nur selten oder gar nicht in Aktion traten. Auch gab es einige, die zusätzlich zu ihren langen Vornamen auch noch einen Spitznamen hatten. Es ist also für den Leser am Anfang etwas anstrengend, alle Figuren und ihre Beziehung untereinander zu erfassen. Dann aber entwickelt sich die Geschichte neben den persönlichen Entscheidungen der Figuren auch durch die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse weiter, und man wird in die Handlung hineingerissen und davon berührt. Das Buch ist sehr gut recherchiert, gerade auch die historischen Ereignisse sind glänzend in das Leben der handelnden Personen eingebunden und eingeordnet. Die Schauplätze sind exzellent beschrieben. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und machen es dem Leser leicht, sie zu mögen – oder vielleicht auch nicht. Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Nicht so gut gefallen hat mir der Charakter der Zwillingsschwester Fritzi und ihre kindische Eifersucht. Auch hätte ich mir gewünscht, mehr aus Alinas späterem Umfeld zu erfahren. Als Jüdin in dieser Zeit wäre das sicher interessant gewesen. Und im letzten Teil wurden einzelne Erzählstränge gar nicht aufgelöst bzw. etwas zu flach zu Ende geführt. Manches wurde sogar von den Nachkommen nur vermutet. Das fand ich schade. Der Schluss der Geschichte ist typisch für einen Frauenroman und passt damit auch zum Cover des Buches. Alles in allem finde ich das Buch sehr lesenswert. Warum? Es handelt sich um eine Zeitreise durch hundert Jahre, und die historischen Ereignisse in all ihren Facetten reichen weit in den Alltag der Familie hinein. Es geht um Liebe, Freundschaft, Wut, Eifersucht und Verzeihung, um die Auswirkungen auf das Leben von Menschen in Zeiten von Krieg und Not. Ebenso geht es um die Freundschaft zwischen Privilegierten und solchen, die es nicht sind, auch wenn sich möglicherweise Situationen umkehren. Das Buch zieht den Leser in seinen Bann und liefert sogar noch einige Kochrezepte, die Fanny für ihre Herrschaft zubereitet hat. Eine absolute Leseempfehlung! „friedericke“ von Friederickes Bücherblog

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